Ihre Meinung zu: Prognose bis 2030: Viel zu wenig Lehrer für Ostdeutschland

11. Oktober 2018 - 7:51 Uhr

Deutschland steuert auf einen dramatischen Lehrermangel zu. Bis 2030 gibt es laut einer Prognose der Kultusministerkonferenz Einstellungsbedarf für 32.000 Lehrer jährlich - aber zu wenig Bewerber. Das trifft vor allem den Osten.

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Kommentare

EInen Lehrermangel haben wir ...

EInen Lehrermangel haben wir ...

... aber Gott sei Dank haben wir einen Überschuss an Soziologen, Politologen, Gender-"Wissenschaftlern" und sonstigen "Experten", die immer gern behilflich darin zur Seite stehen, das fehlende Wissen durch eine entsprechende "Einordung" der Fakten auszugleichen.

Hurra, wir verblöden!

Wer hat den noch Interesse

Wer hat den noch Interesse Lehrer zu werden, wenn man immer von den prekären Beschäftigungsverhältnissen hört?
Eistellung auf Zeit für 10,5 Monate usw.
Wie war das mit dem toten Gaul und dem Derby?

Wir brauchen jetzt Studenten

Wir müssen jetzt unsere Jugend animieren, Lehramt zu studieren. Jedenfalls die jungen Leute, die sich vorstellen können, mit Kindern zu arbeiten.

Endlich Angleichen !

"Bei Gymnasiallehrern gebe es hingegen einen "deutlichen Bewerberüberhang"."

Wenn ich schon studiere, dann natürlich Lehramt fürs Gymnasium bzw. gymnasiale Oberstufe.

Solange die Gehälter in Grundschulen nicht respektabel erhöht werden, wird sich die Situation weiter verschärfen. Genau da , wo die Grundlage für die Bildung überhaupt liegt, ist die Entlohnung dieser Leute ein Hohn, wenn man bedenkt was sie leisten müssen.
Aber auch das Ansehen und die Würdigung des Lehrerberufes würde schon den Anreiz erhöhen, auch für Männer, die Arbeit als GrundschullehrerIn anzunehmen.

Es sollte heißen: "Respekt, du bist Grundschullehrer" und nicht
"Ach , mein Gott, du bist Grundschullehrer?!.

Tja, wie kommt das bloss?

Wo doch die AfD gerade eine Internetplattform eingerichtet hat, wo Lehrer gemeldet werden SOLLEN, die "grün-versiffte Ideologie" verbreiten. Und gewiss hat es in einigen Gegenden auch schon mal Shitstorms und Bedrohungen für "missliebige" Lehrer gegeben.
.
Tja, was macht man da nur? Intelligente Menschen, vor allem Frauen, wandern ab, und der Rest muffelt dumpf vor sich hin. Wenn das so weitergeht, sitzen die bald in einem Gehege.
.
Ganz generell tut Deutschland mehr für wachsende Gewinne als für die Zukunft kommender Generationen.

Ex Kanzler Schröder (SPD) ...

... bezeichnete Lehrer als faule Säcke. Wenn die Politik die Leistungen von Lehrern und Pflegern nicht wertschätzt, ist es verständlich, dass sich immer weniger junge Menschen für diese Berufe entscheiden.

Quereinsteiger verheizt?

Quereinsteiger: "Ich wurde verheizt."

DAS kann man SO nicht als allgemeinverbindlich stehen lassen.

Zumindest in Niedersachsen ist es so, dass Quereinsteiger bei VOLLEN Bezügen und normalerweise mit Verbeamtung eingestellt werden. Sie erhalten bezahlte Freistellung vom Unterricht für ihre Seminarausbildung. Jeder Quereinsteiger hat die Möglichkeit, sich über ein normales Referendariat mit weniger Unterrichtsverpflichtung und bei geringerer Bezahlung zu qualifizieren. Wenn jedoch ein Kandidat sagt, dass er bereit ist mit 19,5 Unterrichtsstunden an 4 Tagen und einem Tag Seminarausbildung und den erforderlichen, teilweise bewerteten Unterrichtsbesuchen eine volle Stelle auszukleiden, dann soll er verdammt noch mal auch die Leistung bringen. Das kann der Steuerzahler von ihm / von uns Lehrern verlangen.

Schafft er es nicht, besteht zumindest in Niedersachsen auch die Möglichkeit einer Stundenreduzierung. Dann allerdings bei weniger Entgelt.

Nicht lehrermangel,

Nicht lehrermangel, bezahlunwille ist das Problem. 2030? In 12 jahren kann man 3 mal lehrer werden. Ein studium dauert 4 jahre. DEr Kindergarten 6 jahre. Da muss man nichts schätzen. Man muss nur zählen können.
Aber wer will lehrer werden, mit garantiertem Aufenthalt beim Arbeitsamt, weil man im sommer rausgeschmissen wird. Dazu minigehalt, und keinerlei Befugnisse.
Tja lieber Staat das hast du echt vermasselt.

Lehrermangel hausgemacht?

Ein Teil des Lehrermangels ist ganz sicher auf angestaubte Prüfungsordnungen und damit veraltete Zugangssysteme zurückzuführen; welcher junge Mensch der Generation Y will sich angesichts dessen, dass sich Betriebe geradezu um ihn balgen, diesen Antiquariaten aussetzen, die Prüfungsämter heißen? Zwei Beispiele: Ein junger, pädagogisch begabter Mann studiert Sonderpädagogik mit den Schwerpunkten Deutsch und Sprachförderung. Überall hat er exzellente Noten - außer in Mathe, woran das Studium scheitert. Eine sehr sportliche, junge Frau studiert Sportwissenschaften und Sprachen fürs Gymnasiallehramt. Sie hat überdurchschnittliche Noten, außer im Fach Handball; zehn Semester umsonst studiert... Statt über Lehrermangel zu jammern sollten die Kultusminister*innen einfach mal in Firmen Praktika machen und verstehen, wie moderne Personalpolitik aussieht, und danach ihre Hochschulen entstauben. Vieles wäre dann besser und der Zugang zum Lehrerberuf attraktiver.

Zu wenig Bewerber?

Löst man das nicht mit Gehaltserhöhung?
Mit besseren Arbeitsbedingungen, wie kleinere Klassen?

Dafür gibt es aber wiedermal zu wenig Geld.

Es gibt halt nur eine Zunft, deren Einkommen danach berechnet wird, wie viel sie unter Umständen vielleicht möglicherweise ihren Fähigkeiten nach in der freien Wirtschaft verdienen würde.

Bildung ist Ländersache.

Wenn dort besonders viele Lehrer fehlen, haben die dortigen Bildungspolitiker ein gewaltiges Problem.
Gibt es etwa keine Planung?

Abstimmung mit den Füßen

Kriminalität an Schulen, Helikopter-Eltern mit Anwalt im Handgepäck, irrsinniger Leistungsdruck, keine Aufstiegsmöglichkeiten, quasi-Abschaffung Beamtenstatus, Entmündigung durch weltfremde Kultusministerien, Spielmasse der Politik, zerbröselnde gammelige Schulgebäude ...

... wer in dieser Gemengelage noch den Beruf "Lehrer" ergreift, der muss wirklich leidensfähig sein!

Ich habe selbst Lehramt studiert - den Beruf habe ich aber dankend abgelehnt!

Ich bewundere die Menschen, die sich dem Stress aussetzen und ihre Psyche und Gesundheit riskieren!

... wer es sich leisten kann, der nimmt seine Kinder raus aus diesem Irrsin und leistet sich eine Privatschule!

Meine Große ist jetzt in England auf einer angesehenen Bording School (also 100% Ausländeranteil! daran liegts also nicht!) ...

... man kann mit Worten kaum beschreiben, wie eklatant der Unterschied ist zu einer staatlichen deutschen Schule ...

... leider!

Stattdessen geben wir Geld für die Rüstung aus!

Kein Wunder

Ersten wird den jungen Leuten seit den 90er Jahren immer wieder gezeigt, dass offenbar die dringenst benötigte Gruppe BWLer und Manager (Sommer, Mehdorn etc) sind, ob sie Mist bauen oder nicht. Lehrer hingegen werden schlecht bezahlt, zum Sommer gerne auch mal gekündigt um im Herbst wieder eingestellt zu werden, sind die Prügelknaben für überforderte Eltern und müssen, wollen sie Ihren Unterricht so gestalten, dass er auch bei den Schülern ankommt, teilweise Lehrmaterial aus eigener Tasche finanzieren.
Wer heute noch Lehrer wird, muss völlig selbstlos sein. Etwas, das in unserer immer egozentrischeren Gesellschaft ziemlich schwierig wird zu finden.

Kein Wunder,....

renitente Schüler die durch nichts zu bändigen sind, desinteressierte Eltern, totaler Autoritätsverlust der Lehrerschaft, ausgebrannte Lehrer, desillussioniert, nervlich am Ende...das ist der Schulalltag heute. Kein Wunder dass da keiner den Lehrerberuf ergreifen möchte...

Quereinsteiger verheizt?

Quereinsteiger: "Ich wurde verheizt."

DAS kann man SO nicht als allgemeinverbindlich stehen lassen.

Zumindest in Niedersachsen ist es so, dass Quereinsteiger bei VOLLEN Bezügen und normalerweise mit Verbeamtung eingestellt werden. Sie erhalten bezahlte Freistellung vom Unterricht für ihre Seminarausbildung. Jeder Quereinsteiger hat die Möglichkeit, sich über ein normales Referendariat mit weniger Unterrichtsverpflichtung und bei geringerer Bezahlung zu qualifizieren. Wenn jedoch ein Kandidat sagt, dass er bereit ist mit 19,5 Unterrichtsstunden an 4 Tagen und einem Tag Seminarausbildung und den erforderlichen, teilweise bewerteten Unterrichtsbesuchen eine volle Stelle auszukleiden, dann soll er verdammt noch mal auch die Leistung bringen. Das kann der Steuerzahler von ihm / von uns Lehrern verlangen.

Schafft er es nicht, besteht zumindest in Niedersachsen auch die Möglichkeit einer Stundenreduzierung. Dann allerdings bei weniger Entgelt.

Es gibt halt bessere Jobs

Zeitlich befristete Arbeitsverhältnisse und eine eher geringe Chance verbeamtet zu werden haben halt ihre Folgen.

Ebenso die Aussicht, sich mit dem herumschlagen zu muessen, Was die Migrationspolitik unserer Regierung ins Land bringt.

Es kommt nicht von ungefähr, das die Lehraemtler bevorzugt am Gymnasium arbeiten wollen.

Wo die Klientel eine deutlich interessantere ist und die unangenehmen Persönlichkeiten aussortiert wurden.

Zitat von Herrn Holten :

"...Ansonsten bilden vielleicht wenige Länder aus und die anderen sind Nutznießer." ..."

Vielleicht sollte sich Deutschland zumindest in der Bildung endlich mal vom Föderalismus verabschieden !

Nein, nicht "vielleicht sollte", sondern "muß !"

16 Kultusministerien, 16 teils verschiedene Schulsysteme etc.

Selbst in ein und demselben Landkreis gibt´s ja schon unterschiedliche Lehrpläne und werden unterschiedliche Schulbücher genutzt.

Inklusion in der JETZIGEN Form wieder abschaffen und Förderschulen stärken ( ich habe noch mit KEINEM Lehrer sprechen könne, der Inklusion, so wie sie derzeit gehandhabt wird, auch nur ansatzweise zufriden ist. Lehrer aus BW, Thürigen, Nds, Bremen und NWR übrigens ! )

Und, natürlich, solange ein Grundschullehrer bei A11 anfängt und bei A12 aufhört, würde ich auch Gymnasiallehrer werden wollen, da geht´s mit A14 los !

Ach ja, Lehrpläne radikal zusammenstreichen, Grundrechenarten , Dreisatz, %, Rechtschreibung / Grammatik priorisieren !!!

@ Einfach Unglaublich

Ex Kanzler Schröder (SPD) bezeichnete Lehrer als faule Säcke.

Das tat er aber augenzwinkernd. Die Lehrer haben sich ja auch revanchiert.

re 09:01 Bote_der_Wahrheit: Verblöden?

„EInen Lehrermangel haben wir ...
... aber Gott sei Dank haben wir einen Überschuss an Soziologen, Politologen, Gender-"Wissenschaftlern" und sonstigen "Experten", die immer gern behilflich darin zur Seite stehen, das fehlende Wissen durch eine entsprechende "Einordung" der Fakten auszugleichen.
Hurra, wir verblöden!“

Bei einer solchen Arroganz gegenüber Wissenschaftlern und Experten ist das wirklich kein Wunder!

Aber Gott sei Dank ist der Mensch mit der Fähigkeit ausgestattet, zu lernen und stumpfsinnige Vorurteile zu überprüfen.

Es wird zu wenig gemacht

Ich schlage einfach mal paar Maßnahmen vor:
-Mehr Werbung
- Bezahlung des Studiums
-Verpflichtung/Einstellung schon vor dem Studium mit Maßgabe bei erfolgreichen Studium einen langfristigen Arbeitsvertrag zu bekommen oder in das Beamtentum übernommen zu werden.
-keine/wenig befristete Arbeitsverträge.

Wenn man die Aussicht hat nach dem Studium und Referendariat seinen Lehrerposten sicher zu haben und dabei noch das Studium bezahlt zu bekommen, denn werden sich sehr viele darum reißen Lehrer zu werden...

Obwohl, ach das kostet ja alles wieder Geld. Lassen wir das lieber.

re 09:13 Superschlau: 4 Jahre?

„Nicht lehrermangel, bezahlunwille ist das Problem. 2030? In 12 jahren kann man 3 mal lehrer werden. Ein studium dauert 4 jahre. DEr Kindergarten 6 jahre. Da muss man nichts schätzen. Man muss nur zählen können.“

Naja, ein bisschen mehr gehört wohl doch dazu und es schafft auch ganz sicher nicht jeder, in 4 Jahren Lehrer zu werden. Ganz sicher nicht!

„Aber wer will lehrer werden, mit garantiertem Aufenthalt beim Arbeitsamt, weil man im sommer rausgeschmissen wird. Dazu minigehalt, und keinerlei Befugnisse.
Tja lieber Staat das hast du echt vermasselt.“

Ich kann Ihnen versichern, dass man als Lehrer in diesem Staat sehr gut leben kann. Aber Sie können sich ja gerne für eine Erhöhung der Bezüge stark machen. Danke!

Übrigens ist der Lehrerberuf eine Berufung und kein Job. Wenn Sie diesen Beruf aufwerten wollen, müssen Sie als erstens pädagogische Arbeit wertschätzen. Mit „in 4 Jahren kann das jeder“ wird das aber nichts!

@Bote_der_Wahrheit 9:01 - bezeichnendes Statement!

Zitat: "Gender-"Wissenschaftlern""

... bezeichnend, dass Sie bei einem so wichtigen Thema, wie der Gender-Forschung das Wort Wissenschaftler in Anführungsstriche setzen!

... würden Sie bei Klimaforschern auch machen?

Dann schreiben Sie, dass wir "verblöden" ...

... partiell mag das stimmen - anders kann man den zulauf extremer Parteien nicht erklären ...

... zum Thema Bildung kommt aus der Ecke ja auch nix - noch nicht mal sinnloses - einfach nix!

Junge Leute studiert Lehramt!

Was wird geboten?

- Ein anspruchsvolles Studium (Mathe hat die größte Durchfallrate)
- Ein interessantes Studium und eine coole Uni-Zeit.
- Ein fordernder Vorbereitungsdienst mit echtem Unterricht.
- Ein Job ohne Arbeitsplatzängste, mit mittlerem Gehalt, aber mit Kontakt zur Jugend.

Wer mit Kindern nicht klar kommt, sollte es besser lassen, so gut er auch fachlich sein mag. Es macht sonst auf Dauer keinen Spaß. Das Wissen den Kindern beizubringen, ist eine Sache für sich.

Unhaltbare Zustände

Ich habe nach Abitur (1,4) und 1. Staatsexamen (12,6 von 15 Pkt.) keinen Referendariatsplatz in vier westdeutschen Bundesländern fürs Gymnasium gefunden.
Daher überbrücke ich die Zeit tatsächlich als in Vollzeit angestellter Grundschullehrer. Eine spezielle Qualifikation war hierzu nicht erforderlich, der Besuch einer 3-stündigen Fortbildung hat offenbar ausgereicht, um auch angehende ABC-Schützen beim Schrift-und Spracherwerb ausbilden zu dürfen. Glücklicherweise hat meine Chefin diesem Umstand Rechnung getragen und setzt mich vorwiegend in Klassenstufe 4 ein, wo ich auch stellvertretender Klassenlehrer bin. Von Missständen beim Umgang mit dem Lehrpersonal kann hier allenthalben berichtet werden: Kollegen warten mehrere Jahre auf die Entfristung ihrer Beamtung, Beförderungen werden bewilligt, die zugehörigen Lohngewinne jedoch nicht überwiesen. Und das alles bei einem Einstiegsgehalt der Besoldungsklasse A12 (ich erhalte E11!). Kein Wunder, dass jeder sich aufs Gymnasium wünscht.

Ich war ja

viele Jahre im Gym beschäftigt, und hab einige Praktikanten gesehen und erlebt, viele sind abgewandert in Länder wo man Beamter wird.
Was verständlich ist, und wenn ich mich jetzt richtig erinnere ist das Manko beim Gehalt doch vor kurzem ausgeglichen worden.
Das niemand unbedingt Grundschullehrer werden möchte kann ich verstehen, hab als Rentner dann eine ehrenamtliche Tätigkeit ein Jahr lang an einer Grundschule verbracht.
Was dort gesehen und erlebt habe, hat mir gereicht um zu erkennen, das ich kein Lehrer dort sein wollte.
Auch nicht für die wirklich spendable Freizeit und das mehr als ordentliche Gehalt im Vergleich zur normal Arbeit in der Region.
Gym wird meist länger Studiert wenn ich mich richtig erinnere, und die Klientel ist wesentlich besser.
Wobei es natürlich zwischen Klein und Großstadt erhebliche Unterschiede gibt.
In Berlin oder ähnlichen Städten, wollte ich kein Lehrer sein.
Also ein verständlicher Vorgang, ich werde doch nicht Bäcker lernen wenn ich lange schlafe.

@ DasBertl

Kein Wunder Ersten wird den jungen Leuten seit den 90er Jahren immer wieder gezeigt, dass offenbar die dringenst benötigte Gruppe BWLer und ...

In den Lehramtsstudiengängen gibt es mehr als zehnmal so viele Student/innen als in BWL.

Bote_der_Wahrheit, 09:01

||Hurra, wir verblöden!||

Wenn man den Rest Ihres Kommentars liest liegt die Vermutung nahe, dass manche es bereits sind.

Tja, das Problem ist für mich, dass die Politiker,

die in der Regel für 4 Jahre gewählt sind, Entscheidungen fällen müssen, die viele Jahre in die Zukunft gehen.
Politiker sind eh Experten darin, die Probleme für die Nächsten liegen zu lassen.
Das Ganze wird dann noch durch ständiges rotieren an der Spitze unterstützt.
Die einzigen beständigen sind doch Frau Merkel und Frau von der Leyen.
Alle anderen spielen doch munter Karusselfahrt, damit sie keiner in die Verantwortung nehmen kann.
Jeder kann dann sagen, ich mache den Job doch erst seit ein paar Monaten.
Eine Langfristplanung in Deutschland muss also von den Personen gelöst werden.
Nur leider will die Politik in alles reinreden und verursacht dadurch die chaotischen Zustände, die wir in Deutschland haben.
Man könnte durchaus mal Elemente, die sich in anderen Ländern bewährt haben, übernehmen. So etwas wie eine Agenda 2010 ist nicht verkehrt, an der Agenda 2010 war nur der Inhalt verwerflich aber die SPD fährt sich ja ihren gerechten Lohn dafür ein.

wir haben jetzt das Jahr 2018 und ...

... wie lange dauert das Lehramtstudium? Sicher keine 12 Jahre, selbst mit Referandaritätszeit, woher will man also wissen wieviele Studenten auf Lehramt studieren in den nächsten Jahren? Oder will man jetzt wieder den nächsten Schweinezyklus erzeugen? Zudem wer weiß wieviele Schüler es in 12 Jahren gibt, bei uns wird immernoch mit 6 Jahren eingeschult, also wer weiß wieviele Geburten es geben wird. Für mich sind solche Prognosen einfach nicht ernst zu nehmen!

@ Emil66

Wer hat den noch Interesse Lehrer zu werden, wenn man immer von den prekären Beschäftigungsverhältnissen hört?

Mehr als 99% sind beamtet oder fest angestellt (und müssen sich nicht um eine Kündigung sorgen).

Verteilungsproblem

Jeder Jahrgang besteht nur aus einer feststehende Anzahl an Menschen.
Wir lesen hier auch gerne an anderen Tagen, es studierten zu viele Leute, es gäbe zu wenig Lehrlinge.
Und von denen, die studieren, studieren anscheinend einige "das Falsche". Nur in welchen Fächern haben wir dann die überflüssigen Akademiker?
Wenn jetzt also junge Menschen in nennenswerter Anzahl statt ihres jetzigen Studiengangs Lehramt studieren würden, würden wir sie dann in dem anderen Fach vermissen?
Wir können aber leider die Zahl der 18-20jährigen nicht erhöhen. Jeder der studiert, wird nicht Bäcker und jeder der Mechatroniker wird, wird nicht Lehrer.
Meine Tochter studiert Lehramt.

Merkwürdig

Angeblich bestimmen doch Angebot und Nachfrage den Preis. Also führt ein Mangel zu einer Preiserhöhung. So jedenfalls erklären die ach so tollen Manager ihre Millionen-Bezüge.
.
Lehrermangel, Pflegepersonalmangel, Fachkräftemangel - wo bleibt denn die lt. Marktgesetzen natürliche "Preissteigerung" nur? Ach so, Marktgesetze gelten nur für den "Markt", aber nicht für Hinz und Kunz als Arbeitskräfte. Dass ich da bisher noch nicht drauf gekommen bin!

Wer heute noch Lehrer wird, muss völlig selbstlos sein. Etwas, das in unserer immer egozentrischeren Gesellschaft ziemlich schwierig wird zu finden.

Wer kann in welchem Beruf nachmittags und in den Ferien ein heruntergekommenes Haus renovieren?
... und/oder nebenbei noch einen Internethandel betreiben ...etc.pp.

Das alles können Lehrer. Vielleicht sind das nur einzelne nicht repräsentative Beispiele aus meiner Nachbarschaft. Nicht alle sind so "völlig selbstlos" und die Gesellschaft ist nicht egozentrischer als die Gruppe der Lehrer.
Andere Berufe sind auch nicht einfach und auch kein Honigschlecken.
Man sollte schon exakt vergleichen.
Vorteile-Nachteile gibt es überall.

Am 11. Oktober 2018 um 09:29 von Elitedemokrat

" Meine Große ist jetzt in England auf einer angesehenen Bording School (also 100% Ausländeranteil! daran liegts also nicht!) ... "

Sie können doch die Klientel und Ausstattung nicht mit einer Grundschule in Duisburg oder Berlin vergleichen.
Aber die Europa Schulen mit Ausländischer Klientel sehen in Deutschland auch sehr gut aus.
Hat aber beides nichts mit Grundschule zu tun.

Entwicklung wird seit Jahren mit Sorge beobachtet

Es beginnt mit Behörden die unfähig/unwillig sind anhand von Geburtenzahlen die benötigten Lehrer für die künftigen Schüler zu errechnen. Und es endet nicht bei
schlechten Arbeitsbedingungen in abgeranzten Schulen. (Gleichzeitig fahren "Wandergutachter" durch DE um Kommunen passende Gutachten für Schulschliessungen zu liefern.)
Das sieht nach einem politisch gewollten Einstieg in die Komplett-Privatisierung der Schulen aus. Investoren gesucht!
Eltern zahlen gern eine zweite oder dritte Miete für Bildung ihrer Kinder - um dafür zu sorgen, dass sie später im System auf der richtigen Seite leben.

Bildung kostet

Bildung kostet Geld und schafft im Zweifelsfall eine intelligente Bevölkerung, die merkt, daß sie von der Regierung an der Nase herumgeführt wird.
Daß wir seit mittlerweile 13 Jahren nur vom Bestand zehren ohne neue Ideen, ohne Investitionen, ohne Schwung dürfen wir unseren Mitmenschen danken, die fortwährend fleißig ihre Kreuzchen für Stillstand bei den Wahlen setzen.
Seither wird lieber sinnlos Geld verschwendet für weltfremde Projekte (z.B. Genderforschung, Fehlplanungen Stuttgart 21 + Flughafen BER + viele weitere, usw.) aber an der einzigen Resource die wir in diesem Land haben - den Menschen - wird gespart an allen Ecken und Enden.

systempolitischer Bildungsschrott

Als interresierter Bürger kann man das Gejammere über Bildungsnotstand und Bildungsmisere in den ÖR mindestens seit über 50 Jahren verfolgen.
Davon die ersten Jahre nur aus Westdeutschland und mit der ostdeutschen Eingliederung ins westdeutsche Bildungssystem auch seit 1990 im Osten.
Was für einen systemischen Bildungsschrott hat man sich da nur überstülpen lassen ?
Und die Sagenden und Herrschenden klammern sich an dieses Bildungssystem aus der Postkutschenzeit und versuchen die Eltern und Bürger mit Schusterflickerei am System ruhig zu stellen.

Hausgemacht

1. Bezahlung - im Osten generell niedriger als im Westen.

2. Klassenstärke - und hinzu kommrn nun Inklusion und Schüler, die bei der Einschulung oft nicht mal richtig deutsch sprechen

3. Mit alle dem ein unglaublicher Leistungsdruck. Hinzu kommt oft die reguläre Entlassung über die Sommerferien. Eigene vernünftige Lebensplanung wird damit unmöglich.

@ 09:06 von DeHahn

Die Afd ist ganz sicher nicht schuld an den Zuständen. Die hat nämlich diese aktuellen Zustände nicht verursacht.
Das, was Sie ansprechen, ist lediglich Notwehr.

schlechte Bezahlung?

Nein.
Lehrer werden beamtet und recht gut bezahlt.
Und bekommen eine lebenslange gute Pension nach dem Ausscheiden, und nicht eine mikrige Rente von der man kaum leben kann.

Herr Diess hat gestern versprochen, dass bei VW 100.000

Arbeitsplätze abgebaut werden (würden)
Das passt doch!
Im System geht nichts verloren:
Umschulung bzw. Crashkurs und als Lehrer einstellen.

9:29 Elitedemokrat

100% Ausänderanteil! daran liegts also nicht. Ich gehe davon aus das Ihre Tochter englisch spricht? Oder wäre Ihre Tochter mit nur arabisch auch an dieser Schule?

War absehbar!

Ganz ehrlich - würden Sie unter diesen Verhältnissen arbeiten wollen ? Ich lebe seit vielen Jahren im Osten und habe diese Tragödie kommen sehen. Tragödie deswegen weil ich drei Kinder habe und diese letztendlich die Leidtragenden sind. Die finanzielle Unterfütterung dieses Themas ist schlichtweg skandalös angesichts der Möglichkeiten aufgrund voller Staatskassen. In Thüringen ist es z. Bspl. gängige Praxis, das junge und zugezogene Lehrer nur Zeitverträge bekommen, die dann aber vor den Ferien beendet werden um den gleichen Lehrer dann nach den Ferien erneut zu beschäftigen. Darüber hinaus verdienen Lehrer im Osten einfach deutlich schlechter. Wer also keinen wirklich guten Grund hat hier zu sein, wird als Lehrer auch nicht hier sein - so siehts nun mal aus !

Wozu so viele Lehrer?

Viele fähige Männer und noch mehr fähige Frauen sind für gute Jobs in den Westen gegangen. Flüchtlinge gibt es kaum in Ostdeutschland. Pegida-Familien sind an Fakten und Wissen nicht interessiert.
Warum sollten dann in 12 Jahren Lehrer fehlen.
Die meisten Schulämter sind überrascht, wenn nach 9 Monaten eine Lehrerin in Elternfreizeit geht oder jemand mit 65 in Pension geht. Wie kann man dann Aussagen in 12 Jahren treffen?

Thema Inklusion

Durchgeboxt von Linken und grünen Politikern die vom Schulalltag keine blasse Ahnung haben.

Dann steht der Lehrer vor einer Klasse mit z.T. schwerbehinderten Kindern - und zwar die meiste Zeit ohne Hilfe vom dafür ausgebildetem Fachpersonal.

Das Ende vom Lied ist, dass nicht die behinderten Kinder "mitgenommen " werden - alle anderen bleiben auf der Strecke.

Und keiner der Leute, die diesen Irrsinn durchgesetzt haben, ahnt dass das für die behinderten Kinder nicht angenehm ist. Die meisten dieser Kinder sind alles andere als dumm und begreifen absolut, dass sie den Rest der Klasse ausbremsen.

@Bote_der_Wahrheit um 09:01Uhr

Volle Zustimmung! Erschwerend kommt hinzu, daß Politik und Medien nur noch diese Berufsgruppen für urteilsfähig halten! Inzwischen schalte ich jede talk-show weg, wenn Politologen oder Soziologen teilnehmen, denn Elfenbeinturmwissen hilft nicht weiter!

Thema Integration

Wie um Himmels Willen soll ein Lehrer einer 1. Klasse lesen und schreiben beibringen wenn ein gewisser Teil der Schüler nicht mal deutsch spricht?

Diesen Kindern die Sprache beizubringen, ist NICHT Aufgabe des Lehrers.

Alle diese Probleme sund hausgemacht, die Bildungspolitik hätte sich diverse Dinge an einer Hand ausrechnen können; man hat aufgrund von Geburtenzahlen gewusst wie hoch due Klassenstärken sein werden, 6 Jahre vorher - und hat NICHTS getan.

Ausbaden müssen das die Lehrer, die Kinder, die Eltern. Nicht unbedingt in dieser Reihenfolge.

Welches Problem auch gerade aufploppt --

-- es ist seitens der Politik ein Handlungsmuster erkennbar.
> Problem wird erkannt
> 20-25 Jahre später tut man überrascht
> Ein schnell zusammengeschustertes Lösungs-Provisorium wird als Fortschritt und Beweis der Handlungsfähigkeit verkauft.
> Politik verteidigt die "Lösung" gegen Kritik und lobt sich.

So lange ....

  1. - Gymnasiallehrer besser bezahlt werden als ihre Kollegen, werden diese immer einen Bewerberüberhang haben.
  2. - man als Seiteneinsteiger mindestens 5 Jahre studiert haben muss (konsekutiver Master) um einem Kind das 1x1 beizubringen, gibt es keinen Lehrermangel.
  3. - die pädagogische Ausbildung von Lehrern auf einen Teelöffel passt, weil die Länder nichts in die Ausbildung investieren wollen.

So lange wird sich an diesem Zustand nichts ändern.

@Elitedemokrat

"Kriminalität an Schulen, Helikopter-Eltern mit Anwalt im Handgepäck" Am 11. Oktober 2018 um 09:29 von Elitedemokrat

So ein Unsinn!!!

Gerade die sogenannten "Helikopter-Eltern" schicken ihre Kinder auf ein Gymnasium.
Komischerweise gibt es in dieser Schulform KEINEN Lehrermangel.

Lehrermangel herrscht immer dort, wo diese "bösen" Helikopter-Eltern ihre angeblich verzogenen Kinder NICHT hinschicken und sogar umziehen, damit das Kind da NICHT hingeht.

Erklären Sie mir das bitte.
Für Ihre Antwort bedanke ich mich im Voraus.

@ Elitedemokrat

Abstimmung mit den Füßen. Kriminalität an Schulen, Helikopter-Eltern mit Anwalt im Handgepäck, irrsinniger Leistungsdruck, keine Aufstiegsmöglichkeiten, quasi-Abschaffung Beamtenstatus, Entmündigung durch weltfremde Kultusministerien, Spielmasse der Politik, ...

Wer überfordert ist, findet viele Ausreden. Nein, in der Klasse geht es ums Kerngeschäft, die Kinder müssen was lernen, da muss man niemandem sonst die Schuld geben. Wenn man den Eltern sagt, was Sache ist, hat es sich schnell ausgehelikoptert.

... zerbröselnde gammelige Schulgebäude ...

Beliebte Phrase, aber nicht sonderlich sachlich. In den 70er und 80er Jahren waren die Gebäude durchschnittlich in einem viel schlechteren Zustand als heute.

Numerus Clausus abschaffen

Es gibt genug junge Menschen, die den Beruf der Lehrerin/des Lehrers ergreifen wollen. Aber solange es in allen Universitäten auf das Lehramtsstudium einen hohen Numerus Clausus gibt, wird es auch nicht möglich sein, dass mehr junge Menschen dieses Studium aufnehmen und die Lücke geschlossen wird.
Die Universität müssen verpflichtet werden, den Numerus Clausus auf die einzelnen Lehramtsstudiengänge aufzuheben.

Ein dummer Witz

In Hessen plakatiert die CDU „ Wir hatten noch nie soviel Lehrer „ Wie blöd glaubt die CDU sind die Wähler eigentlich? Kein Einzelfall bei 18 Kinder sprechen 15 kein oder kaum deutsch, die 3 deutschen können einem leid tun. Mein Tipp gründen sie eine Privatschule , für Eltern die genug „Kohle“ haben.

Welches Problem auch gerade aufploppt --

-- es ist ein immer gleiches Handlungsmuster seitens der Politik erkennbar:
> Problem wird erkannt
> 20-25 Jahre später tut man überrascht
> Ein schnell zusammengeschustertes Lösungs-Provisorium wird als Fortschritt und Beweis der Handlungsfähigkeit verkauft.
> Politik verteidigt die "Lösung" gegen Kritik und lobt sich.

@ glogos

"renitente Schüler die durch nichts zu bändigen sind, desinteressierte Eltern" Am 11. Oktober 2018 um 09:40 von glogos

Also mir haben meine Kinder erstmal was von ihren Rechten erzählt, und dass sie genug Pausen haben müssen, als ich sie zu Hausaufgaben zwingen wollte. DAS haben sie in der Schule gelernt.

Ich weiß nicht, welcher Idiot sich das Schulprogramm ausgedacht hat.

Dass Lehrer den Kindern nicht einmal das Handy wegnehmen dürfen, wenn diese im Unterricht telefonieren, oder das ein Erstklässler nicht von A nach B getragen werden darf, wenn er bockig ist (im Kindergarten bis zum Schluss normal, da wird mit dem Kind nicht diskutiert - nach dem 1.-2. mal hat es das Kind verstanden), das muss sich jemand ausgedacht haben, der Kinder nur aus Büchern kennt.

Ostdeutschland?

Ich möchte behaupten das Gesamtdeutschland viel viel zu wenig Lehrer hat.
Mein Sohn ist derzeit in der Q1 eines Gymnasiums und der hatte seit den Sommerferien fast keinen Tag ohne das Unterricht ausviel. Das wird dann geschickt als EVA (Eigenverantwortliches Arbeiten) getarnt wenn die Lehrer fehlen...mir fehlen da schon fast die Worte.

Wenn ich manche Berichte über die Situation an den Schulen

lese, kann ich nur sagen : Wer tut sich sowas ohne Not an. Es scheint bei manchen Eltern üblich zu sein , Ihre Kinder nicht zur Wissensvermittlung sondern zur Aufbewahrung in die Schule zu geben. Fehlende häusliche Erziehung soll dann von der Schule übernommen werden, was aber definitiv nicht deren Aufgabe ist.

@ Puqio

Lehrer werden beamtet und recht gut bezahlt. Und bekommen eine lebenslange gute Pension nach dem Ausscheiden, und nicht eine mikrige Rente von der man kaum leben kann.

Also es hat jetzt keinen großen Sinn, einen Arbeitnehmer oder Beamten mit Hochschulabschluss mit einem Gelegenheitsarbeiter zu vergleichen.
Unter den Hochschulabsolventen haben Lehrer/innen ein etwa mittleres Gehalt von ca. 3000 bis 4500 Euro netto und eine etwa mittlere Rente.

@Tada 10:56 - dann bitte streichen!

Zitat: "Gerade die sogenannten "Helikopter-Eltern" schicken ihre Kinder auf ein Gymnasium. Komischerweise gibt es in dieser Schulform KEINEN Lehrermangel."

... dem stimme ich zu! Bitte streichen Sie den Punkt (gedanklich) aus meiner Aufzählung!

Dass Helikopter-Eltern "böse" sind, habe ich nicht gesagt - sie wollen das vemeintlich Beste für ihr Kind ...

... allerdings in einer egozentrisch verklärten Weise, die in meinen Augen nicht "das Beste" für ihr Kind bewirkt und Lehrer zusehends in die Defensive drängt!

@ Vendome93

Unhaltbare Zustände
Ich habe nach Abitur (1,4) und 1. Staatsexamen (12,6 von 15 Pkt.) keinen Referendariatsplatz in vier westdeutschen Bundesländern fürs Gymnasium gefunden.

Und in den anderen zwölf? Sorry, dann habe ich wenig Mitleid.
Die Noten sind übrigens für Ihren Erfolg im Beruf nicht sehr ausschlaggebend.

@rainer4528 10:39 - natürlich Englisch!

Zitat: "Ich gehe davon aus das Ihre Tochter englisch spricht? Oder wäre Ihre Tochter mit nur arabisch auch an dieser Schule?"

... selbstverständlich sprechen beide Kinder seit Kindergartenzeiten Englisch! Ihre nicht?

Genauso wie auch die arabischen, indischen, chinesischen, koreanischen, italienischen, französischen, spanischen, türkischen - hinduistischen, buddhistischen, muslimischen, christlichen, jüdischen, atheistischen, etc. Kinder, mit denen sie von Anfang an lernen!

... gerade weil wir uns als Eltern damit so schwer tun, war uns das wichtig!

Weshalb Sie ausgerechnet "Arabisch" herauspicken, ist mir zwar schleierhaft - allerdings kämen sie mit "Deutsch" auch nicht weiter ...

... was ja leider auch immer weniger "German Aborigines" ausreichend beherrschen um in der Schule voran zu kommen ...

Planung ist schwierig,...

...anscheinend besonders für Bildungspolitiker.
Ich habe vor vielen Jahren mal Biologie und Chemie für das höhere Lehramt studiert. Dann wurde uns geraten auf einen Diplomstudiengang zu wechseln, weil es zu viele Lehrer gäbe. Das haben dann einige gemacht, es blieb nur noch ein Teil der Lehramtsstudenten übrig. Die waren dann am Ende heiß begehrt, weil es einen Mangel an Lehrern gab.
Ich gehöre zu einem geburtenstarken Jahrgang. Laut Statistik sind in diesem Jahr mehr als doppelt so viele Kinder zu Welt gekommen, als derzeit. Komischerweise gab es für uns viele Kinder Schulen und Lehrer (die Klassen waren auch größer, aber nicht doppelt so groß). Heute hat unser reiches Land anscheinend Schwierigkeiten, die geringere Schülerzahl zu versorgen.

@teacher's mind 10:56 - Ausdrucksweise?

Zitat: "Wer überfordert ist, findet viele Ausreden."

... aus Ihren sonstigen Beiträgen weiß ich, dass Sie eigentlich nicht arrogant sind ...

... ich fürchte Sie drücken sich unglücklich aus!

Ich kann nicht ganz glauben, dass Sie die Schuld einfach auf die Lehrer abzuwälzen glauben und den Zustand der Schulen herunterspielen möchten!

Waren Sie mal an einer Deutschen Auslandsschule - beispielsweise in Washington, Shanghai oder in Patagonien? ...

... dann wüssten Sie, wie Deutsche Schulen im Inland eigentlich aussehen müssten und wie groß das Delta ist!

Anmerkung: Sämtlich Deutschen Auslandsschulen der Nordhalbkugel verwenden das modernste Curriculum, das in D verfügbar ist: Das von Thüringen!

(Südhalbkugel von BW)

Es geht also auch ohne Länder-Hick-Hack!

Ein Lehramtstudent aus NRW kriegt niemals eine Anstellung in Bayern! Skandalös und lächerlich!

16 alberne Befindlichkeiten behindern fortschrittliche Bildung in D

@Lyn - Integration ist auch Aufgabe der Schulen

10:50 von Lyn:
"Wie um Himmels Willen soll ein Lehrer einer 1. Klasse lesen und schreiben beibringen wenn ein gewisser Teil der Schüler nicht mal deutsch spricht?"
> So, wie immer. In der 1. Klasse wurden bei mir damals seitenweise Buchstaben gemalt. Zum Malen braucht es keine Sprachkenntnisse. Und beim Lesen ist es noch einfacher, da die Buchstaben nicht mit Worten erklärt werden, sondern gesprochen werden.

Kinder sind extrem lernfähig - eine neue Sprache sollte innerhalb weniger Monate beherrscht werden.

"Diesen Kindern die Sprache beizubringen, ist NICHT Aufgabe des Lehrers."
> Sicher nicht die des Mathelehrers. Aber ein Lehrer muss es schon sein, da die Eltern selbst kein Deutsch können.

"Alle diese Probleme sind hausgemacht, die Bildungspolitik hätte sich diverse Dinge an einer Hand ausrechnen können [...]"
> Das kann ich so nur unterschreiben. Statt langfristiger Planung gibt es ein hektisches Frickelwerk, um das System am Leben zu halten.

... Lehrermangel .... klares Ergebnis einer verfehlten

Bildungspolitik! Was wurde denn in den letzten Jahren von den Ländern praktiziert, Einsparungen in Personal, Einsparungen im Gebäudemanagement, Zerstörung einer seit Jahrzehnten gewachsenen Bildungsstruktur, für die wir früher einmal von Ausland beneidet wurden.
Macht das Lehramt attraktiv, zahlt vernünftig, befreit die aktiven und zukünftigen Lehrer von einer Doppelbelastung einer verfehlten Inklusionspolitik. Es schadet gerade Denen die gefördert werden müssen, sie in die ohnehin schon überfüllten Klassen zu stecken ist unsinnig. Freunde von mir sind Lehrer, die aber für diese Fälle nicht ausgebildet wurden, es aber leisten müssen. Es geht nicht um den körperlich Behinderte, da gibt es keinen Zweifel dass die in eine Regelklasse gehen sollen.
Föderalismus gerne, aber in der Bildung ist sie fehl am Platz!

@ Elefant

"Fehlende häusliche Erziehung soll dann von der Schule übernommen werden, was aber definitiv nicht deren Aufgabe ist" Am 11. Oktober 2018 um 11:10 von Elefant

Sowas nervt gewaltig.
Natürlich hat kein Elternteil einen Einfluss darauf, wie auch das Kind in der Schule unter Einfluss von Gruppendynamik benimmt. Das haben nur Lehrer. Das geht aber auch in kleineren Klassen besser, als in großen und es kommt auf die Zusammensetzung der Gruppe an.
Und einen Knopf zu "Erziehung an"/ "Erziehung aus" haben die Kinder nicht. Sie werden dauern durch ihre Umgebung erzogen, rund um die Uhr.

Aber ich hatte noch ein Heftchen, in dem jeder Firlefanz gleich eingetragen wurde und den ich am nächsten Tag unterschrieben vorzeigen musste - sonst gab es gleich den nächsten.
Heute erfährt man alle 6 Monate, wie es um das Kind steht, es sei denn man gehört diesen "Helikopter-Eltern", die dauernd nachfragen.

@teacher's mind 11:18 - Brutto/Netto-Verwechslung?

Zitat: "Unter den Hochschulabsolventen haben Lehrer/innen ein etwa mittleres Gehalt von ca. 3000 bis 4500 Euro netto und eine etwa mittlere Rente."

... statistische Quellen, die ich gefunden haben, sprechen von anderen Zahlen ...

... da ist von ca. 2.200,- € in Sachsen und 3.100,- € in Bayern die Rede bei A13/E13 ...

... meinten Sie eventuell das Bruttogehalt?

... es geht aber in Grundschulen bei A11 los, soweit ich weiß ...

Wenn man sich dann vor Augen führt, dass eine Vollzeitkraft bei einem bekannten Discounter ca. 2.300,- brutto verdient - ganz ohne Studium - wird deutlich, wie viel Wert wir in D auf Bildung legen!

Maulkorb

Der wahre Zustand der Grundschulen ist in Deutschland der Öffentlichkeit gar nicht bekannt, ein Maulkorb verbietet dem Lehrkörper mit den Problemen nach draußen zu gehen. Seit bestehen der Bundesrepublik gab es keine Zeit, in der es in der Grudschule so katastrophal zu ging, aber kein Schulamt oder Kultusminister sehen sich genötigt, den Schulleitern oder Lehrern hilfreich zur Seite zu stehen.

Bis 2030 Einstellungsbedarf für 32.000 Lehrer jährlich

wenn man das weiß, wo ist dann das Problem
in einem sooooooo reichen Land
übrigens an dem Gymnasium meiner Tochter fallen regelmäßig Stunden aus,
das ist nicht im Osten sondern im Musterländle, und das bei G 12

was die fehlenden (qualifizierten) Bewerber betrifft … könnte man es fast glauben,
eine Lehrerin sprich nur gebrochen deutsch
glücklicherweise die in Mathe und nicht im Fach Deutsch
wie formulierte es Sarrazin in einem anderen Zusammenhang
"Deutschland schafft sich ab"

@09:13 von Superschlau

Ihre Zahlen stimmen vorne und hinten nicht. Das Studium dauert inklusive Referendariat 6,5-7,5 Jahre. Und der Kindergarten dauert idR 3 Jahre.
Allerdings gebe ich Ihnen recht, dass man für Grundschulen anhan der Geburtenstatistik halbwegs Prognosen machen kann und bei den weiterführenden Schulen es eigentlich relativ genau wissen müsste. Wenn man einen ordentlichen Statistiker beauftragt, kann der Zuzug/Wegzug und die Verteilung auf die Schulformen gut mit einpreisen.

Vielleicht

aber nur Vielleicht sollte der Job des Lehrers dann attraktiver gemacht werden?

Fangen wir doch mal damit an, dass es verboten wird Lehrer in Dauerbefristung zu halten... teilweise für über 10 Jahre.

Ermöglicht es Quereinsteigern echte Lehrer zu werden, indem ein Pädagogikstudium Berufsbegleitend angeboten wird, oder vielleicht sogar Vollzeit mit anschließender Übernahme bei akzeptabler Bezahlung.

Sorgt dafür, das Schulen nicht mehr aussehen wie Ruinen in Bürgerkriegsgebieten sondern haltet sie in Stand... in Frankfurt werden Schulen wegen Einsturzgefahr geschlossen.

Stellt euch hinter die Lehrer, was ist das denn für eine Unsitte, das Eltern Lehrer Verklagen können nur weil sie finden die Noten des Kindes sind zu schlecht.

Sorgt einfach dafür, dass der Beruf Lehrer prestigeträchtig ist, so wie Skandinavien, dass wird auch die Qualität der Lehrer steigern.

Und sorgt ebenfalls dafür, dass kinderhassende Alkoholiker aus dem Schuldienst entfernt werden können.

von Lehrermangel kann ich nichts feststellen

Bin gelernter Bankkaufmann, Diplom-Betriebswirt und Volljurist mit 20 Jahren Berufserfahrung als Anwalt. Spreche Englisch und Spanisch fließend und habe etwa 5 Jahre Auslandserfahrung in verschiedenen Ländern. Habe aufgegeben mich als Lehrer zu bewerben, nachdem ich 450 Initiativbewerbungen versendet habe. Würde befristet und freiberuflich arbeiten. Ein paar wenige private Bildungsträger haben mir völlig unterbezahlte sehr wenige Stunden als Freiberufler angeboten. Auch bei mehreren solcher jobs würde ich mit Alg2 besser fahren. Das mal am Rande

@Am 11. Oktober 2018 um 09:59 von Elitedemokrat

Zitat: "Zitat: "Gender-"Wissenschaftlern""

... bezeichnend, dass Sie bei einem so wichtigen Thema, wie der Gender-Forschung das Wort Wissenschaftler in Anführungsstriche setzen!"

Stimmt.

Sehr bezeichnend.

Was ist an diesem Thema "wichtig"?

Zitat: ".. würden Sie bei Klimaforschern auch machen?"

Hängt davon ab, ob der Klimaforscher auch tatsächlich ein Forscher ist, also jemand, der das Klima wissenschaftlich erforscht.

Zitat: "Dann schreiben Sie, dass wir "verblöden" ...

... partiell mag das stimmen - anders kann man den zulauf extremer Parteien nicht erklären ..."

Ja. Mit Hinblick auf den Anstieg der Wahlumfragen der Grünen zur BY-Wahl haben Sie da unzweifelhaft recht!

@Am 11. Oktober 2018 um 09:49 von teachers voice

Zitat: "Bei einer solchen Arroganz gegenüber Wissenschaftlern und Experten ist das wirklich kein Wunder!"

Wieso Arroganz? Ich habe vor Wissenschaftlern und Experten Respekt und Hochachtung, sofern es sich um solche handelt, die man nicht in Anführungszeichnen schreiben kann.

Zitat: "Aber Gott sei Dank ist der Mensch mit der Fähigkeit ausgestattet, zu lernen und stumpfsinnige Vorurteile zu überprüfen."

Stimmt.

Sehe ich auch so!

Die Diskussion geht komplett in die falsche Richtung.

Das Problem ist nicht, wie ständig behauptet, dass der Beruf Lehrer nicht "attraktiv" ist und schon gar nicht die schlechte Bezahlung. Zumindest die verbeamteten Lehrer haben ein sehr gutes Nettogehalt.

Die Wahrheit ist (ich habe Einblick in die Zahlen in einem West-Bundesland): Es gibt genug Bewerber für die Lehramtsstudiengänge. Es gibt aber v.a. für Grundschule und Sekundarstufe I momentan viel zu wenige Studienplätze, so dass sehr viele Bewerber keinen Studienplatz erhalten und abgelehnt werden.

Über die Lage in Ostdeutschland kann ich nichts genaues sagen, aber ich nehme nicht an, dass es sich dort komplett anders verhält. Ostdeutschland hat einfach das Problem, dass es an einem starken Brain Drain leidet, weil die Jungen Ostdeutschland verlassen. Die Ursache ist auch dort nich eine mangelnde Attraktivität.

Ich will nicht sagen, dass der Lehrerberuf nicht anspruchsvoll und zuweilen (je nach Schule) schwierig. Aber in anderen Berufen wird heute auch extrem viel verlangt.

13:25 von Deeskalator

"Und sorgt ebenfalls dafür, dass kinderhassende Alkoholiker aus dem Schuldienst entfernt werden können."

In meiner Schulzeit gabs es fast alle Sorten von Abhängigkeiten bei Lehrern. Alkohol ist die Häufigste, aber nicht die einzige. Bei der aktuellen Versorgung müssen wir aber auch geringere ethische Lehrerstandards in Betracht ziehen, wenn der Unterrichtsinhalt sinnvoll und der Umgang mit den Kindern ungefährlich ist.

@09:49 von teachers voice

"Bei einer solchen Arroganz gegenüber Wissenschaftlern und Experten ist das wirklich kein Wunder!" Sie wollen doch wohl nicht ernsthaft behaupten, dass die Genannten Fachleute = Experten sind, von der Bezeichnung Wissenschaftler ganz zu schweigen.

Studienabschluss nicht anerkannt

Meine Frau hat zwei Studienabschlüsse, Bauingenieur und Pädagogik. Sie wurden nicht anerkannt, da sie nicht in der EU gemacht wurden. Da sie fliesend deutsch spricht, hätte sie leicht Mathematik und Physik unterrichten können. Jetzt arbeitet sie bei einem Steuerberater.
C‘ est la vie

@09:29 von Elitedemokrat

Eine Boarding School ist eine Privatschule mit Internat, bei der die Teilnahme ganz gewiss nicht kostenlos ist. Ob die nun in Deutschland oder England ist, spielt dabei erst mal keine Rolle. Es ist schon recht verwegen von Ihnen, solch eine englische Privatschule mit einer staatlichen deutschen Schule zu vergleichen. Angesehene Boarding Schools sind z.B. Harrow oder Eton. Wie ist denn der Unterschied solcher Schulen im Vergleich mit einer staatlichen englischen Schule ? Ist übrigens dort noch die Prügelstrafe erlaubt ?

Es gibt hohe Risiken

und die werden sich eher verschärft als verringert haben.
In der Zeit, als ich mit Sozialarbeit zu tun hatte, hatte ich auch ein paar Lehrer als Freunde. Einerseits waren Alltagsprobleme schon entscheidend, wie zum Beispiel, dass die Kinder gerne vor Ihren Eltern das Rauchen verstecken (ist heutzutage zum Glück weniger). Da stand man, besonders bei Ausflügen, vor schwierigen Fragen. Wenn man den Kindern das Rauchen verbietet und sie nicht 24/7 überwacht, werden ein paar von denen heimlich Rauchen mit allen Gefahren, die damit verbunden sind. Aufsichtspflicht oder Rauchverbot? Was ist wichtiger?
Dann ist da auch die Pubertätsfrage. Die Alimente für schwangere Kinder sollen die Aufsichtspersonen tragen (ist wahrscheinlich immer noch so), also Bettruhe in abgeschlossenen Zimmern mit Geschlechtertrenung, Fenster vernageln und ja aufpassen das sich da kein Pärchen bildet. Klassenfahrten sind echt anstrengend für Lehrer!
Und da habe ich noch nicht mal von den Bildungsauftrag geschrieben.

Gehälter angleichen und Verwaltung auslagern

Wenn Grundschullehrer fehlen und Gymnasiallehrer vorhanden sind, dann liegt das sicher auch am Gehaltsniveau (nicht nur). Das Gehalt für Grundschullehrer sollte also passend angehoben werden.

Ein weiterer Punkt um dem Lehrermangel zu begegnen ist sicher auch die Umverteilung von Verwaltungstätigkeiten. Jeder Schule / Schulregion eine ausreichende Zahl an Verwaltungsstellen zuordnen, die den Lehrern die bürokratische Arbeit abnehmen. Wenn Lehrer sich mit Anträgen für Bedarf X beim Ministerium beschäftigen müssen um den Schulbetrieb zu gewährleisten, dann fehlt ihnen diese Zeit auch beim Unterrichten oder beim Freizeitausgleich (und dann folgt die stressbedingte Krankheit).

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