Ihre Meinung zu: WHO veröffentlicht neue Leitlinien zur Lärmbelastung

10. Oktober 2018 - 10:47 Uhr

Es wird immer lauter um uns herum. Das kann zu Schlafstörungen und Herz-Kreislauf-Problemen führen. In ihren neuen Leitlinien nimmt die Weltgesundheitsorganisation nun auch Windenergieanlagen ins Visier. Von Dietrich Karl Mäurer.

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Kommentare

Leichter Regen?

Toll, dass Windkraftanlagen leise wie "leichter Regen" sein müssen, während

- Laubbläser
- Flugzeuge
- Straßenverkehr
- ....

ohrenbetäubend laut sein dürfen. Oft völlig unabhängig von der Tages/Nachtzeit!

Man sollte erstmal diese übelsten Krachmacher einschränken bevor man zu "leichtem Regen" kommt!

Woher soll die Energie kommen??

Keine AKW's mehr, keine Kohle mehr, Windenergie nur noch ganz leise, Solarenergie nur bei schönem Wetter...

Am besten wir kehren zurück in die Steinzeit.

Jau- wer wirklich gut schlafen will,

muß neben ein AKW ziehen..... DAS ist mucksmäuschen still .... Grosser Gott- muß die WHO jetzt auch schon Sponsoren nach der NAse reden?
JEDE Industrieanlage ist laut- am LAutesten aber noch immer der Strassenverkehr. Und ein Ständiges, gleichmäsiges GEräusch ist allemal besser zu ertragen, als ein Disco Bumm Bumm aus Autolautsprechern.

Wie wahr und wie überraschend

36 Jahre lebte ich in der Großstadt. Ich verstand meine Frau, = damalige Freundin, schlicht nicht, wenn sie vom Land kam und meinte wie unglaublich laut es hier sei. Das war doch völlig normal und in Ordnung, was will sie denn?

2003 bin ich in die Ruhe des Landes am Dorfrand gezogen. Und dann konnte ich sie verstehen.

Der Mehrgewinn an Lebensqualität war ebenso überwältigend wie überraschend, denn ich konnte es mir 36 Jahre nicht vorstellen - bis ich die Änderung erlebte.

Heute käme eine Rückkehr in den Lärm der Stadt unter den mir aktuell vorstellbaren Umständen nicht mehr in Frage.

Ruhezeiten

Längere Ruhezeiten sind schon lange fällig. Ich habe nichts gegen "Freizeitlärm", wenn abends bis 22 Uhr noch Leute im Garten grillen oder irgendwo Musik spielt.
Wenn der Nachbar aber prinzipiell erst nach 20 Uhr zu bohren oder hämmern anfängt, dann ist mein Feierabend vorbei.

Laute Maschinen und laute Handwerkliche Arbeiten sollten ab 18 oder 20 Uhr verboten sein. Höchstens mit Ausnahmen für Handwerker.

Reißerisch

Sowohl das Bild als auch der Untertitel sind total reißerisch. Im Text selbst gibt es eine Zeile zu Windkraftanlagen. Dass diese, meist weit weg von Siedlung maximal 45 Dezibel haben dürfen.
Ich fühle mich, in der Stadt mit unnötig lauten Autos (von Motorräder gar nicht gesprochen) und einem Flughafen in der Nähe (A380 in 3 Kilometer Höhe) lebend, ganz schön verschaukelt.

Wie der Schleudergang einer Waschmaschine im Endstadium

Wenn die Flügel von 200 m hohen Windrädern (was heute nahezu Standard ist) am Turm vorbeilaufen, verursachen sie ein nicht zu ertragenes permanent sich wiederholendes Geräusch, dass dem Schleudergang einer Waschmaschine im Endstadium ähnelt. Es geht nicht nur um die Höhe der Emission, sondern auch um die Art des Geräusches.

Windräder im Umkreis von 1500 m von Wohnhäusern müssen verboten werden, wegen den hohen gesundheitsschädlichen Risiken (Herzkreislauferkrankungen, Vorhofflimmern, etc.)

Überdies steuern Windräder keinen Beitrag zu einer allzeit sicheren Energieversorgung bei, da nicht stetig, nicht grundlastfähig.

Grüne, Linke und SPD: "Wind und Sonne stellen keine Rechnung". Da lacht man sich kaputt. D hat die höchsten Strompreise in ganz Europa. Windräder sind ideologische Luftschlösser.

Ungleichbehandlung

Irgendwie seltsam dass für Autolärm 53dB okay sein sollen, während für Windenergieanlagen ein Grenzwert von 45dB empfohlen wird, also fast zehnmal leiser. Wäre spannend ob es dafür eine einfache Erklärung gibt.

Lärmschutz

In dem Artikel vermisse ich den Hinweis auf unsere eigenen Lärmschutzverordnungen z.B. in NRW. Wie liegen diese im Vergleich zu den WHO-Empfehlungen?

Ich bin Stadtbewohner

saß gestern an einem Imbiss und musste das Gespräch immer wieder unterbrechen weil es Menschen gibt, die ihr Fahrzeug nicht wahrnehmen und es deswegen unglaublich laut sein muss. Interessanterweise haben die größten Lärmquellen mit den ich mich rumschlagen muss meistens zwei Räder. Seitdem Quads rumfahren, gibt es auch gelegentlich 4 Räder und des Nachts gibt es noch Fahrzeuge mit vielen Achsen, die an sich nicht so laut sind, aber auf Grund mangelnder Ladung jede Bodenwelle in ein Geräusch verwandeln als ob jemand mit einem Vorschlaghammer auf einen offenen Metallcontainer schlägt.
Vespas gehören übrigens verboten! Da kann ein Mensch locker nachts mehrere hundert wecken, nur weil er nach Hause möchte. Die neuen Elektroroller sind super leise und angenehm.

Gut, dass die Lärmemission

Gut, dass die Lärmemission von Windkraftanlagen mal thematisiert wird.
Ebenfalls hohen Handlungsbedarf sehe (oder vielmehr höre) ich besonders bei Motorrädern, die teils extrem laut sind.
Gleiches gilt für manipulierte Autos. Hier müssen die Strafen bei Überschreitung drastisch erhöht werden, bis hin zur Beschlagnahmung von Fahrzeugen bei Wiederholungstätern, denn die derzeitigen Regelung reichen bei weitem nicht aus. Dazu kommen teils extrem laute Rasenmäher und Co. Da kann mir niemand erzählen, dass die Motoren nicht lärmgedämpft werden können.

Leitlinien zur Lärmemission

Einen wesentlichen Anteil an der Lärmemission haben mittlerweile die immer häufiger manipulierten Auspuffanlagen an PKW und Krafträdern. Hier sollte der Staat eingreifen, genau so wie er es auch bei Geschwindigkeitsübeertretungen macht.

@alter_schwabe

Ich bin für die Steinzeit.

@ein Vater

...und vergessen Sie bitte nicht die Lichter, bzw. viel geringere naechtliche Beleuchtung... ;-)

Lärmemission

Ich halte es für nötig, auch den von Kirchenglocken verursachten Lärm zu erwähnen. In meinem Dorf mit 2 Kirchen startet das um 06:30 mit 3 min Angelusläuten. Zählt man nur dies zusammen kommt es im Jahr auf 109,5 Stunden „Angelus-Beschallung“! Zusätzlich kommt dazu das Geläut bei Gottesdiensten.

Wir haben nur winen Planeten, noch...

Die ganzen Richtlinien sind einfach noch zu lasch.
Habe meinen Diesel nach Afrika verkauft, weil Steuern bezahlt und konnte nicht einmal vor der eigenen Haustür fahren, das muss erst mal erklärt werden.
Das ist eben unsere verlogene Politik und voll am Bürger / Wähler vorbei...

Bayern hat es verstanden

Hier wurden Windkraftanlagen von der CSU nahezu unmöglich gemacht. Ein Argument war der "Lärm" neben der Verschandelung der Landschaft.
Die gleiche CSU findet aber die Proteste gegen den Münchner Flughafen ungerechtfertigt, der Lärm entspreche den Vorschriften und die Anwohner dürfen gerne ständig mehr Nachtflüge und irgendwann eine 3. Startbahn ertragen.
Hier wird Lärm nicht in dB, sondern in irgendeiner ideologisch definierten Einheit der CSU gemessen.

In England ist der Minestabstand von Windanlagen

zu bebauten Flächen 3000 Meter.
Den Infraschall der Windräder kann man nicht hören. Man spürt ihn umso mehr.
Empfehlenswert ist auch die dänische Studie:
WEA-Schall und Gesundheit

Richtig! Ausstieg aus der Windenergie ist ein wichtiger Gesund..

... heitsbaustein.
---
Man soll doch nicht denken mit dem Abstellen der Hälfte aller PKW und der Abschaffung von Kernkraft und Braunkohle wäre dem Umweltschutz genüge getan. Blockheizkraftwerke und der Brennerlärm von Ölheizungen sind auch eine nicht zu Unterschätzende Emissionsquelle.

@Erich Kästner "Laubbläser abschaffen"

Das Geräusch der Laubbläser versichert mich in meinem Eigenen Garten und in denen der Nachbarhäuser emittiert, meiner privilegierten Stellung und Wohnstatt. Darauf möchte ich keinesfalls verzichten.
Dienerschaft macht immer auch Lärm.

Motorräder - Lärm

Dem Lärm der Motorräder möchte ich zustimmen, denn diese Warengruppe wird ja mit maskuliner Geräuschentwicklung kraftvoll beworben und so von den Herstellern verkauft. Leise Motorräder (es gibt/gab manchmal welche) sind fast immer Ladenhüter. Aber einen kleinen Aspekt möchte ich hier nicht unerwähnt lassen:

Ich fahre ein Suzuki Geländemotorrad von 1992. Es gibt dafür keine leisen Originalauspuffanlagen mehr, die produziert der Hersteller seit vielen Jahren nicht mehr. Leider sind die noch verfügbaren Fremdherstellermodelle alle laut und die originalen Gebrauchtstücke verrostet.

Also nun das ansonsten tadellose Motorrad wegwerfen oder mit schlechtem Gewissen fahren? Ich weiss auch keine Lösung ... .

@hara83 "Windenergie 45dB Auto 53dB - unverhältnismäßig""

Das 53dB Auto macht nach kurzer Frist woanders Krach. Die Windenergieanlage bleibt.

Die ganze verspargelung von Landschaften gehört gestoppt...

Früher in Heinsberg gewohnt, beim letzten Besuch war ich leicht geschockt, weil überall neue Autobahnen , Straßen und Windräder, das geht meines erachten doch etwas zu viel des guten.
Tagbau inklusive...

Ach ja, die "gesunde" Windenergie

Ein medial oft erwähntes Dorf in der Ostaltmark besteht aus mehreren Ortsteilen, räumlich gut voneinander getrennt. Auf den Flächen eines noch kleineren Ortsteiles wurden etliche Windräder errichtet, die Besitzer dieser Flächen wohnen zumeist gar nicht dort. Die Windräder hat man vor langer Zeit z. T. schön nah an diesen Ortsteil herangebaut, eine damals gegründete Bürgerinitiative wurde in "Einzelgesprächen überzeugt", wie wichtig doch die Windenergie ist, dann wehrte sich niemand mehr. Nun sind die Jahre ins Land gegangen und die alten Klapper-Schleudern werden laut und lauter, alle paar Tage rasen ein paar Fahrzeuge verschiedener Betreiber durchs Dorf, um an den Wahrzeichen moderner Energiegewinnung, nun, sagen wir, Wartungsarbeiten durchzuführen. Na ja, neulich gab es von einem Energieunternehmen eine Spende in Höhe mehrerer T€. Wo das Geld hinging? Richtig, aber der kleine Ortsteil erhielt auch was: die Zusage für 2 Fußballtore.

Prioritäten setzen

Sind lärmende Motorräder/KFZ zu etwas gut ?
Sowohl in meiner Wohnstrasse, auf dem Weg zur Arbeit, an der Arbeitsstelle, und auch im Urlaub fallen Zeitgenossen mit ihren lärmenden Motorsport-Hobby auf.
Bei einer Bergtour am Ortlergipfel (3905m) könnte man meinen, dass Stilfser-Joch wäre nur einen Steinwurf entfernt.
Nach der Tour auf einem südtiroler Marktplatz bei einem gemütlichen Glas Wein beglücken einen die Dröhnbubis dann aus nächster Nähe.
Meine Empfehlung wären leise Elektromotoren (wo es geht), welche durch erneuerbare Energiequellen gespeist werden.
Wobei wir jetzt beim Nutzen dieser Lärmquelle wären.
Wie im Artikel erwähnt, Lärm macht krank und sollte vermieden werden, vor allem wenn er so sinnlos entsteht wie beim Motorenlärm.
Hier wäre der Staat mit strengeren Kontrollen gefragt, es geht ja um die Gesundheit der Bürger welche durch den Lärm-Fetisch von einzelnen gefährdet ist. Übrigens für Windkraft gilt in Bayern die 10h-Regel.

Infraschall

Nicht vergessen bei all dem konkret hörbaren Lärm-Geräuschen: DER INFRASCHALL. Dagegen hilft die beste Abschirmung nicht, denn er frisst sich durch alles. Es sind niedrigste Frequenzen (Infraschall), die durch alle Materie gehen (typisch zB das laute Brummen eines LKWs). Wir hören diesen Infraschall nicht. Aber er beeinflusst sehr stark das Nervensystem, durch die vielen aber auch dauerhaften Infraschallwellen in einer modernen Siedlung, ganz zu schweigen von den Tiefkühlern und Kühlschränken. Nichts dagegen, aber die INDUSTRIE schirmt die Produkte nicht besser ab, es ist uns allen auch egal, weil wir es nicht konkret genug wahrnehmen können.

Infraschall erzeugt u.A. eine innere Unruhe, bei dem ganzen Stress den die Menschen erfahren, wird daraus oft dieses Aufmerksamkeitsdefizit. Man hat einfach keine Ruhe mehr und wir merken den Verfall unserer inneren Ruhe nicht, weil er schleichend passiert(e).

Wenn der Nachbar beim Akt

Wenn der Nachbar beim Akt laut stöhnt, ist auch nicht hilfreich. Da isses ganz gut, wenn die Straße ein wenig lauter ist. Ein Lautes Windrad verscheucht Vögel, die sich sonst schreddern würden.
Mir dünkt, die WHO ist ein bisschen neben der Spur. Erst die albernen NOx werte, dann Feinstaub nun säuselnder Lärm.
Wer erinnert sich noch an sauren Regen, Ozonloch, hohe Ozonwerte am Boden, Waldsterben, Schweinepest,...? Da wird immer schneller eine andere Sau durchs Dorf getrieben.
In den 70ern hatten wir das alles nicht. Dafür haben Autos gestunken, Lärm war laut, Kinder durften auf der Straße spielen. Und keiner ist an irgendetwas (siehe oben) gestorben.

70 db im Jahresdurchschnitt?

"Hier sollte die Belastung im Jahresdurchschnitt 70 Dezibel nicht überschreiten. Das entspricht dem Lärm eines Rasenmähers."
Also wenn ich das ganze Jahr Tag und Nacht den Rasen mähe, ist das ok. Aber eine Windkraftanlage 500m von der Wohnung entfernt - das ist der vorgeschriebene Abstand - würde mich krank machen?

Am 10. Oktober 2018 um 11:01 von Erich Kästner

"Toll, dass Windkraftanlagen leise wie "leichter Regen" sein müssen, während
- Laubbläser
- Flugzeuge
- Straßenverkehr
- ....
ohrenbetäubend laut sein dürfen. Oft völlig unabhängig von der Tages/Nachtzeit!
Man sollte erstmal diese übelsten Krachmacher einschränken bevor man zu "leichtem Regen" kommt!"

Vielleicht sollten Sie sich einmal mit den Auswirkungen der Windkraftanlagen beschäftigen. Das Problem ist der Infraschall, tiefe Töne, welche Sie nicht hören, die jedoch Ihre Gesundheit und auch Ihr Haus zerstören können. Unterhalten Sie sich einfach mit Betroffenen. Hier müssen schon einige Menschen deswegen umziehen.

Mich würde interessieren wie

Mich würde interessieren wie viele der Kritiker einer "Verspargelung" sich schon mal eine alte Windmühle angesehen hat und diese trotz der erheblichen Geräusche für romantisch schön befunden hat. Warum ist eigentlich eine Verspargelung mit Wolkenkratzern besser als eine mit Windkraftanlagen ? Selbst Energie aus Wasser macht Lärm, wie schon das Volkslied weiß, in dem die Mühle am rauschenden Bach klappert. Aber vielleicht hat da das rauschen das Klappern noch übertönt.

Zu 14:42 von Gelegenheitsgrantler -Motorsport-Motorräder-

@Gelegenehitsgrantler, meine Zustimmung.
Nicht vergessen, die Motorradtreffs mit dutzenden von Maschinen. Die Schrauber vor den Garagen mit stundenlangen Testläufen. Lärm, Gestank und mehr.

Motorsport, Freizeitvergnügen zu Lasten Dritter.

Lärm macht krank. Wer hat da die vorzeitigen Todesfälle gezählt. Der DUH-Verein?

.. aber den kleinsten sparsamen Diesel verbieten. Verkehrte Welt!

Für Besitzer von Motorrädern hat das offensichtlich längst keine Bedeutung mehr:

Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
Wer am Verkehr teilnimmt, hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder, mehr als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Und dann ??

@Theodortugendreich

Kommen die nächsten 53dB und die nächsten 63dB und dann zur Abwechslung mal ein "SUPERSPORTLER" mit etwas mehr als 100dB und hintendrein sein Spezl mit einem auffrisierten "SUPERSPORTLER" und einem manipulierten Auspuff.

Ich wohne in einer Urlaubsregion, hier wollen sich auch Menschen erholen !!!

um 15:01 von ex_Bayerndödel

>>
Vielleicht sollten Sie sich einmal mit den Auswirkungen der Windkraftanlagen beschäftigen. Das Problem ist der Infraschall, tiefe Töne, welche Sie nicht hören, die jedoch Ihre Gesundheit und auch Ihr Haus zerstören können. Unterhalten Sie sich einfach mit Betroffenen. Hier müssen schon einige Menschen deswegen umziehen.
<<
Nur gut, dass wir den Braunkohleabbau haben. Der macht keinen Lärm und niemand muss umziehen. Oder war da doch was mit ganzen Dörfern, die aufgegeben werden mussten ?

Schlafstörungen & Co

Gibt es eine Studie, die die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf den Menschen methodisch korrekt untersucht haben?

Ich erinnere mich an die Meldung vom letzten Jahr, dass jeder Dritte schlecht schläft - die Ursache waren aber keine Windräder, sondern meist berufliche Gründe.

Windkraft leise?

Zum Lärm von Windkraftanlagen: Ich wohne in Südschweden. Hier werden seit einigen Jahren die Wälder durch den Bau von monströsen Windkraftanlagen zerstört.

Gut, es sind in erster Linie Nutzwälder zur Holzgewinnung, aber auch Lebensraum vieler Tiere und Erholungsraum für den Menschen.

In diesen Wäldern ist es mit der Erholung vorbei, da der Lärm der riesigen Rotoren kilometerweit zu hören ist.

Und ja, auch hier wohnen Menschen, wenn auch nicht so viele. Ein Bekannter von mir wohnte angrenzend an einen solchen Windkraft-Wald. Er musste wegziehen, weil er wegen des permanenten Infraschallpegels kaum noch schlafen konnte.

Die permanenten Schallemissionen von Windkraftanlagen können in der Tat schlimmer sein als z.B. ein jede Viertelstunde vorbeifahrender Zug - den nehmen Sie irgendwann gar nicht mehr wahr.

Immer lauter?

Ich bin mir ja echt nicht sicher, dass unsere Umgebung immer lauter wird. Gibt es dazu Quellen? Aber wenn ich an Autos, Züge, Fabriken aus der Vergangenheit denke, dann kommt mir das viel lauter als heute vor. Was allerdings ganz klar zunimmt, ist das Klagen über Lärm, und wenn es nur spielende Kinder sind...

15:04 von berelsbutze

"Für Menschen, die gerne ganz ganz ruhig leben wollen, könnte ich den Osten der Republik empfehlen. Durch die dortige Stadtflucht gibt es im sehr ländlichen Raum des Ostens mehr leerstehende, als bewohnte Immobilien. Da sind 24 Stunden Ruhe am Tag garantiert und saubere Luft gleich inklusive"

Dann, tippe ich mal, waren sie noch nicht im "Osten".

Dezibel

Dezibel sind eine relative Größe und ohne weitere Angabe völlig informationslos. Bitte schreiben Sie in Ihren Beiträgen doch ob es dBA oder dB SPL sind, ob es Spitzenpegel oder Langzeit-Mittelwerte sind, etc.

Abgesehen davon wünschte ich mir, dass die WHO (und andere) endlich anfangen, Lautheit in der richtigen Einheit zu messen, und zwar phon oder sone. Dann könnte man endlich vernünftig über Lautheit diskutieren.
Zwar sind Intensität bzw. Schalldruck ('Dezibel') eine wichtige Einflussgröße auf die Lautheit, vernachlässigen aber Spektrum, zeitlichen Verlauf und weitere. 70 'Dezibel' können lauter sein als 90 'Dezibel', selbst 70 dBA können lauter sein als 90 dBA eines anderen Schalls.

Kirchen Glocken im Zeittackt sind auch...

... so ein Problem. Wozu muss eine Kirche in der heutigen Zeit jede 15min 24 Std am Tag Leuten? Das ist Nerventerror, absolut unchristlich, denn es stört vollkommen unnötig göttliche Ruhe. Das gehört einfach verboten. Am besten vom Papst selbst.

Damit disqualifiziert sich die

Energielobby der großen Stromkonzerne von selbst.
Nehme einen Harley Davidson und fahre durch die Ortschaft oder die hochfrisierten Autos, welche immer beim Anfahren an den Ampeln oder auf der Strasse "Rennen" veranstalten, machen keinen Lärm. Es ist erschreckend, dass dieser Verkehrslärm in Hintergrund gedrückt wird und die Windenergieanlagen an den Pranger gestellt werden. Das ist doch mehr als Schiziophren.
Warum baut man an den Bundes - und Autobahnen Lärmanlagen und helfen tuen die auch nicht viel, aber die Windräder???
Dümmer kommt Nimmer !!

Ruhe und Geborgenheit

"Neu berücksichtigt in den Leitlinien sind die Geräusche von Windkraftanlagen. Für sie empfiehlt die WHO einen durchschnittlichen Lärmpegel von weniger als 45 Dezibel. Das ist weniger als leichter Regen"

Wobei "leichter Regen" sich irgendwie wohltuend heimelig anhört, leider aber zu den Dingen gehört, die anscheinend immer seltener werden. Es geht heute offenbar auch bei den Niederschlagsmengen zunehmend von einem Extrem ins andere.

Vermeidbarer Lärm

Ich freue mich, dass hier endlich mal die Lärmquellen „Kirchenglocken“ und „Motorräder“ thematisiert werden!
Beides absolut vermeidbar und nur einem Brustgetrommel vergleichbar. Hier bin ich, nehmt mich zur Kenntnis!
Weg damit, beides ist unvernünftig!

@Superschlau

"Mir dünkt, die WHO ist ein bisschen neben der Spur. Erst die albernen NOx werte, dann Feinstaub nun säuselnder Lärm.
Wer erinnert sich noch an sauren Regen, Ozonloch, hohe Ozonwerte am Boden, Waldsterben, Schweinepest,...? Da wird immer schneller eine andere Sau durchs Dorf getrieben."

Sehe ich anders.
Es zeigt nur, wie unverantwortlich wir gelebt haben und immer noch leben. Unverantwortlich gegenüber uns und allen Mitlebewesen auf der Erde.

Und dass Lärm mal in Angriff genommen wird, ist seit Jahrzehnten überfällig.

@kptspaltnagel

"Ich bin mir ja echt nicht sicher, dass unsere Umgebung immer lauter wird. Gibt es dazu Quellen? Aber wenn ich an Autos, Züge, Fabriken aus der Vergangenheit denke, dann kommt mir das viel lauter als heute vor. Was allerdings ganz klar zunimmt, ist das Klagen über Lärm, und wenn es nur spielende Kinder sind..."

Naja, ich bin mir ziemlich sicher, dass die spielenden Kinder in den letzten Jahren tatsächlich deutlich lauter geworden sind. Hängt damit zusammen, dass viele Eltern heutzutage nicht mehr der Meinung sind, dass Kinder zu Rücksichtnahme erzogen werden müssten. (Sagt ein Mittvierziger.)

Und was den Rest angeht, sind vielleicht die einzelnen Lärmquellen (z.B. Flugzeuge und Autos) leiser geworden, durch die allgemeine Zunahme des Verkehrs (in Düsseldorf wird bis Mitternacht geflogen, in Köln noch länger) bekommt man davon aber nichts mit.

Kirchenglocken

1. lieber Kirchenglocken wie den Muezin und 2. wer aufs Land zieht und dann wegen Hühnergegacker oder anderem Viehzeug vor Gericht zieht hat was an der Waffel.

Bitte informieren

Ich verweise gerne an den ersten Eintrag mit dem chinesischen Sprichwort und erinnere daran, dass gerne Unwissen und maximal Halbwahrheiten aus dem Internet gerne ungeprüft weitergegeben werden. In England gab es mehrere Versuche, solche Mindestabstände durchzusetzen. Alle sind im Sande verlaufen. Fakt ist: Es gibt in England keine Mindestabstände zwischen Windenergieanlagen und Bebauungen. Richtig lesen oder informieren, ansonsten besser zurückhalten.

Lesetipp sind die sehr ausführlichen und wissenschaftlich fundierten Webseiten des
Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg. Ansonsten findet sich zum Thema leider sehr viel Müll im Netz.

Infraschall kann es nicht sein

@Raggare
Infaschall ist ebenso typischen Bestandteil der Umgebung, auch und vermutlich besonders in Schweden. Denn eine typisch große Windenergieanlage erzeugt lediglich geringe Infraschallpegel, welche in einer Entfernung von ca. 700m von denen der reinen Umgebung mit Bäumen und ähnlichem nicht mehr zu unterscheiden ist. Bei Ihnen ist vermutlich der „Infraschall“ der Bäume der Auslöser, wenn die Windenergieanlagen kilometerweit entfernt sind. Diese können es jedenfalls physikalisch nicht mehr sein. Oder wie so oft ist es eher die Aufregung dagegen.

Lesetipp sind auch für sie die sehr ausführlichen und wissenschaftlich fundierten Webseiten des
Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg. Ansonsten findet sich zum Thema leider sehr viel Müll im Netz und oft geteilt.

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