Ihre Meinung zu: IWF warnt vor neuen Gefahren: Die nächste Krise lauert schon

10. Oktober 2018 - 10:42 Uhr

Zehn Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise versuchen einige Länder, die Regulierung der Finanzmärkte wieder zu lockern. Doch der IWF warnt vor neuen Risiken und immer höheren Schuldenbergen. Von Jan Bösche.

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Kommentare

Deregulierung

Viele Briten, die für den Brexit waren, möchten die Kontrolle zurück erhalten. In erster Linie ist die Kontrolle über den Bankensektor gemeint und das Ziel ist eine Deregulierung und Profitsteigerung.

@ OldPayer

Man kann weltweit jeden Tag warnen, denn die Schulden sind stets höher als die Guthaben.

Das kommt darauf an, wo Sie sich befinden. Für Deutschland gilt Ihre Aussage nicht. Alle deutschen Privathaushalt und Unternehmen zusammen genommen haben deutlich mehr Guthaben als Schulden.

Finanzterror

Macht doch nichts...die "Richtigen" aus Politik und Wirtschaft verdienen Hand in Hand, und wenn's halt wieder schief geht, dann gibt's doch die doofen Steuerzahler, die das ausbaden dürfen. Ring frei zur nächsten Runde.

IWF warnt vor Gefahren:Die nächste Krise lauert schon.....

Und die werden dann diejenigen bezahlen,die auch die letzte Krise bezahlen mußten.Daraus resultieren übrigens ein beträchtlicher Teil der Staatsschulden(Bankenrettung).
Reguliert wurde aber kaum.Die Bankprodukte
CDS,Asset Back Securities laufen weiter.

Wachstum

Es soll doch tatsächilch Menschen geben, welche an das ewige Wachstum glauben und sich der Tatsache verweigern, dass alles einmal ein Ende hat, ausser der Wurst natürlich, die hat zwei.

Seit Lafontaine abserviert wurde...

Eine britische Zeitung bezeichnete ihn als gefährlichsten Mann Europas, weil er bessere Regeln für die Banken durchsetzen wollte.

Diese Regeln wären immer noch besser für die Weltwirtschaft. Aber Thatcher, Blair, Schröder, Clinton glaubten es ja besser zu wissen mit den bekannten Folgen.

Fehlende Transparenz und ineffiziente Entscheidungsstrukturen

"Eine weitere Einkommensquelle aus Sicht des IWF sind Werte und Kapital der Staaten. Das können Rohstoffe sein, oder Unternehmensbeteiligungen.
>>> Wenn diese Werte besser gemanagt würden, könnte das die staatlichen Einkünfte noch verbessern"

Wenn. Werden sie aber nicht. Und das liegt nicht zuletzt an einem hoffnungslos überholten globalen "Demokratie"-System, das immer noch auf feudalistischen Prinzipien basiert und in dem daher das Selbstbestimmungsrecht bzw. die Möglichkeit des Einzelnen, Einfluss auf wirtschafliche Entscheidungen zu nehmen, die ihn - und damit letztlich die gesamte Gesellschaft - direkt betreffen (also auch die Möglichkeit, selbst die Verantwortung zu übernehmen!!) äußerst beschränkt ist.

Weil Geld immer auch gleichbedeutend mit Macht ist.

Im Gegensatz...

...zur EZB, hebt die FED kontinuierlich die Zinsen an. Das wurde beim "Fingerzeig auf die USA" geflissentlich nicht hervorgehoben...

Ist doch klar

Man stelle sich vor, ein Spielcasino gibt immer mehr Chips aus um das Roulett am laufen zu halten. Bargeld in der Kasse, mit dem man die Chips einloesen kann ist kaum vorhanden. Jeder der Spieler weiss das, spielt aber trotzdem weiter um noch mehr Chips zu bekommen und hofft darauf, dass er, wenn er zu spielen aufhoert, der erste an der Kasse sein wird, der seine Chips einloest, solange noch Geld in der Kasse ist. Das Spielcasino andererseits hofft darauf, das jeder Spieler so denkt und gibt immer mehr Chips als "Anreiz" heraus. Das Ganze ist auch als "Schneeballsystem" bekannt. Funktioniert auch einige Zeit, aber nicht ewig. Genau das ist das heutige Weltfinanz- und Schuldensystem. Und auch der IWF mit seinen "Warnungen" kann den Zusammenbruch nicht verhindern. Dann muesste schon 2 plus 2 fuenf ergeben.

Gruss aus Brasilien

Schulden = Guthaben! Ist das noch immer nicht klar?

Da wird wieder gejammert, dass die Schulden ansteigen und es werden Empfehlungen gegeben, die weit davon entfernt sind, an der Wurzel des Problems anzusetzen.
Dabei ist die Entwicklung systemimmanenter Bestandteil des Kapitalismus schlechthin: Schulden und Guthaben wachsen prinzipiell durch den Zinseszinseffekt exponentiell an. Je höher der Zins, desto höher das Schuldenwachstum. Zum Teil wird diese Entwicklung zwar durch die Inflation kompensiert. Nicht kompensiert wird hingegen die zweite Eigenschaft des kapitalistischen Systems, nämlich die Kapitalakkumulation. Weltweit besitzen 1% der Bevölkerung 90% des Weltvermögens, während sich die übrigen 99% die restlichen 10% des Weltvermögens teilen müssen. Solange gegen diese Fakten keine wirksamen Maßnahmen ergriffen werden, sind soziale Unruhen bis hin zu Kriegen und Bürgerkriegen vorprogrammiert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Verm%C3%B6gensverteilung

nachdem die cdu gestern

als nachfolger für neuen führer einen ahnungslosen als finanzfachkraft gewählt hat, wird die vergemeinschaftung der eu schulden nun zügiger vonstatten gehen. merkel will schliesslich erfolge, welche auch immer

liebes Rentenforum von 10.57h

Lt. Eurostat beträgt die Staatsverschuldung
der BRD in Prozenten des BIP 68,1%.
Lt.Schuldenuhr, vor ein paar Minuten nachge-
sehen, pro Kopf 23.353 Euro.
Das sind schon Zahlen, wenn man immer
von der schwarzen 0 hört?
Jede Zinserhöhung und mag sie noch
so marginal sein, ist für den Staat katasthrophal. Für die Sparer sind es dann
peenuts.
Wenn Sie und ich vernünftiges finanzielles
Background haben, liegt das an uns selbst.

Es mag sein, daß viele Entwicklungsländer weniger

Steuern eintreiben als sie könnten. Aber in D mit einem erheblichen Schuldenberg ist das sicher nicht der Fall.
.
Wenn also das "starke Deutschland" wieder einmal als Retter herangezogen wird, gibt es wenig Spielraum für weitere Steuererhöhungen.
.
Mit weiteren Schulden erreichen wir sehr schnell den Stand von Italien.
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Es ist gut wenn der IWF auf die Schuldenproblematik hinweist. Aber die Politiker reduzieren ihre Ausgaben nicht, weil sie für ihre Wohltaten wiedergewählt werden wollen.
.
Also es ändert sich nichts und der nächste (angeblich unerwartete!) Crash wartet schon.

@ instante

"Schwarze Null" bedeutet ja nur, dass der Staat darauf verzichtet, neue Schulden zu machen. Dagegen ist ja wohl nichts einzuwenden.

@ instante

Mein Anteil von 23.000 Euro an der deutschen Staatsverschuldung macht mir keine allzu großen Sorgen. Oder sind die demnächst zu zahlen?

Der größte Fehler war, das keine Finanztransaktionssteuer

erhoben wurde , um die Folgen der alten Finanzkrise zu bezahlen. Man hätte sofort 2008 diese Steuer einführen müssen, als sich niemand dagegen wehren konnte. Man hätte auch Wackelbanken verstaatlichen müssen, die Bonis und irren Geschäfte stoppen müssen und Anteilseigner und Manager bekommen die Bank nur zurück, wenn sie die zurückkaufen. Die meisten Länder sind doch jetzt hoch verschuldet, weil sie die Banken retten mussten (sehe ich ein, ein Zusammenbruch des Finanzsystem wäre eine Katastrophe), aber man hat keine Steuern und Abgaben erhoben, die das gepumpte Geld wieder zurückholen. Jetzt ist für die Banken der schöne Effekt aufgetreten: Wir werden gerettet und können weitermachen wie immer. Und da wundert man sich in der Politik, warum die Wähler gefrustet sind und extreme Parteien wählen? Siehe mal als Beispiel Deutsche Bank, ist mit 1Mrd im Minus und hat 1Mrd Boni ausgeschüttet, das versteht kein Mensch mehr. Das langweilige Privatkundengeschäft liefert 1Mrd + ab. Was ist da los?

Na wer hätte es gedacht?

Was wurde denn wirklich unternommen? Die nach meiner Meinung nach gegen das Gesetz verstoßenden Wetten (staatl. Glücksspielmonopol) usw. usf. gibt es immer noch! Meiner Meinung nach gehört an den "Finanzmärkten" alles verboten, was nicht zur direkten Kapitalfinanzierung von Aktiengesellschaft beiträgt, so wie es im Ursprung gedacht war!

14:10 von michicu

man hat doch wachelbanken quasi verstaatlicht, wie die comerzbank und alle landesbanken sind auch in der hand vom staat, ohne dasse aus der krise gefunden haben. und die sog. transaktionssteuer ist nur ein feigenblatt für den neidgeplagten kleinbürger und seine frau. ansonsten ist das unsinn. man könnte ja, wenn man/frau auch, wollte, den hochfrequenzhandel verbieten und die unendliche vielen derivate die hierzulande verkauft werden, ausdünnen.

Steuern auch bei uns korrekt erheben

Es ist faktisch falsch, dass nur die Entwicklungsländer Probleme mit der Steuererhebung haben:
Wir haben, anders als die meisten Industrieländer, derzeit keine Vermögenssteuer. Steuerhinterziehung oder Steuerlücken werden kaum bekämpft (Schaden ca. 20 Mrd jährlich). Wir haben derzeit - alles insbesondere dank CSU - keine verfassungsgemäße Erbschaftssteuer.
Die Grundsteuer hat Lücken, so dass die "Großen" praktisch keine zahlen!
Während der "Kleine" jährlich vom Finanzamt überprüft wird, trifft es die "Großen nur alle 20 Jahre - lächerlich: Die Industrie zahlt nur noch 12 % des deutschen Steueraufkommens!

Alles schlimme Fakten und Zahlen, aber solange das Volk weiter CDU/CSU wählt, wird sich daran nichts ändern ...

Glaubt eigentlich

irgendjemand noch daran, dass diese Party endlos weitergeht?

Dem ist nicht zu helfen.

Der Tag, an dem sich das globale Finanzsystem
vollständig festgefressen hat, dürfte nicht mehr in allzu weiter Zukunft liegen.
Vernünftig, wäre es, sich darüber Gedanken zu machen und für sich selbst und die eigene Familie Vorsorge zu treffen.

Selbst wenn die schlimmsten Szenarien, die befürchtet werden, nicht eintreffen, unangehem wird es allemal für alle werden.

Mißbrauch der EU

Wenn man eine europäische Union so schlecht verwaltet, dann besteht die Gefahr, daß die Menschen sich von der Idee der EU komplett distanzieren und die EU abschaffen wollen.

Die EU hat nicht wie versprochen Frieden und Wohlstand gebracht sondern genau das Gegenteil. Nicht weil die Idee schlecht war sondern, weil es schlecht verwaltet wurde.

Man kann aber nicht behaupten - Man hätte nie über eine Reform gesprochen. Im Gegenteil es wird immmer wieder in den Mund genommen, daß es so nicht weiter gehen kann. Dass wir Reformen brauchen. Jedoch reagiert Brüssel absolut nicht auf diese Vorschläge.

Das Resultat wird dementsprechend sein, wenn die nächste Finanzkrise kommt und sie wird ganz sicher kommen - Nie wieder EU.

gut, dass wir die EU haben

Wenn uns die Vergangenheit eines gelehrt hat: Die Finazmärkte sind für die EU so ziemlich das Wichtigste. Diese gehen vor allem! Wie schnell man sich doch damals darauf einigen konnte, den Banken Zig-Milliarden hinterherzuwerfen! Das hat doch keine Woche gedauert! Man wünsche sich eine derartige europäische Entscheidungsfreude auch mal bei der Flüchtlingsproblematik, Sozialstandards, Klimawandel. Man stelle sich nur einmal vor, derlei würde zügig entschieden werden! Nicht auszudenken, was die EU da für Sympathiepunkte sammeln könnte!
Aber ich bin zuversichtlich: Auch für die nächste Finanzkrise werden nicht nur die EU, sondern auch Deutschland wieder Milliarden lockermachen, welche wir vorher für Pflege, Rente, Infrastruktur, Bildung, Gehalt für Wissenschaftler, Angleichung der Gehälter im Öffentlichen Dienst Ost und West etc. überhaupt nicht hatten. Das Geld taucht dann auf einmal unvermittelt auf, ich bin mir sicher...

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