Kommentare

Ein wichtiger Punkt wurde vergessen

nämlich die Bäume, die zu nah an den Trassen stehen...
Was nützt ein eng getakteter Fahrplan wenn nach einem Sturm viele Trassen wegen umgestürzter Bäume nicht gefahren werden können?
Also zunächst einmal die Strecken von zu nah stehenden Bäumen freimachen
und Gebüsch pflanzen.
Alternative?
Dampflokomotiven! Die brauchen keine empfindliche Oberleitung. Allerdings müssen dann wieder Brandschneisen hergerichtet werden...
Also doch lieber E-Lok-Bespannung und Bäume entfernen.

Zumindest einer wird von dem Vorhaben profitieren

Die Schweizer Beratungsfirma.
Den Rest bekommt die Bahn seit 40 Jahren nicht mehr hin, warum sollte sich da jetzt plötzlich was ändern.

Umsteigemomente

Neulich sind wir (mein älterer Kollege und ich) bei einer Klassenfahrt mit zwei Klassen, also insgesamt 60 Kindern, in Mannheim umgestiegen und haben eine Zeitverzögerung und viel böse Kritik vom Schaffner verursacht. Aber 60 Kinder mit Gepäck können nicht in zwei Minuten umsteigen. Das klappt halt nicht. Und es wird auch nie klappen.

Das große Ganze?

Ach was? Und warum hat man in der Vergangenheit ganz viele kleine Strecken stillgelegt? Auch um sich auf das große Ganze zu konzentrieren? Das große Ganze ist ein Verkehrskonzept für Deutschland das alle Verkehrsmittel und deren Wege berücksichtigt. Dabei sind in der heutigen Zeit auch die Klimaziele sowie ein insgesamt schonender Umgang mit Ressourcen und Energie zu berücksichtigen. Die Bahn für sich betrachtet ist genauso „kleinkariert“ wie der Automobillobby ständig hinterher zu rennen. Da werden auch Milliarden-Subventionen in die Verkehrswege gesteckt und in den Infrastrukturausbau für autonom fahrende Autos, die sich leider niemand leisten kann. Und die teuren Straßen lässt man gleichzeitig durch die vielen LKWs wieder „kaputtfahren“. Wenn so auch das „große Ganze“ für die Bahn aussieht dann „Gute Nacht“ Herr Scheuer.

Boa ej, schon 2030 wieder

Boa ej, schon 2030 wieder pünktlich, das ist ja eine wahnsinnige Leistung, denn dann ist man ja endlich da, wo man vor der Privatisierung vor über zwanzig Jahren längst schon war. Aber das war ja noch die Zeit, wo man uns erzählte, dass man durch die Privatisierung, die natürlich aus 'Rentabilitätsgründen' unabdingbar war, nun alles nur noch besser wird, vor allem nach dem Abbau des wahnsinnig "kostenintensiven und schwerfälligen Beamtenapparates", dem man für alles Schlechte die alleinige Schuld gab. Nun gibt's da Beamte gar nicht mehr, wen müßte man dann wohl für das heutige Chaos entlassen? Nun nach zwanzig Jahren, weiß ein jeder, vor allem die auf die Bahn angewießennen Pendler, dass das einzige, was besser geworden ist, die Höhe der Preise sind. Damals gab es ein Sprichwort, das hieß : "Pünktlich wie die Bahn", was heute zu sagen, natürlich reiner Sarkasmus wäre. Dafür ist heute alles viel spannender, weil man nun in der Spannung lebt, ob der Zug überhaupt fährt. Toll!

Der Deutschlandtakt wie in der Schweiz?

Der Deutschlandtakt ist notwendig für schnelles, sicheres und pünktliches Reisen und muss unbedingt gefördert werden. Deutschland ist bisher ohnehin auf vielen Verbindungen im Bahnverkehr nicht sehr weit voran gekommen und hat teilweise den Vorkriegsstand noch nicht erreicht. Zum Beispiel ist die Mitte-Deutschland-Verbindung immer noch nicht fertig. Und auch in Bayern müssen noch einige Verbindungen modernisiert und elektrifiziert werden.

@Hepheistos

Wenn sie hier die Beamtenbahn als so toll verkaufen wollen,so liegt das wohl eher daran das sich mit der Zeit vieles verklärt. Die jährlichen Chaosfahrten mit meinen Eltern in den Urlaub oder meine 10 Jährige Pendlererfahrungen mit der DBB sehen mit dem zeitlichen Abstand heute zwar auch nicht mehr so schlimm aus,sie waren es aber! Und von welcher Privatisierung schreiben sie da eigentlich?

"Eselsfrage"...

Zitat aus dem Artikel: >> Strecken sollen mit Blick auf das große Ganze gebaut werden - und weniger nach den Wünschen von Politikern. << (Zitatende).
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Was soll das heißen..? Hat die Bahn - als realer "Bürgerdienstleister" - etwa nicht nach dieser Prämisse agiert, sondern sich politischen (oder gar parteipolitischen) Wünschen untergeordnet..?
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Ich weiß, dies ist eigentlich eine "Eselsfrage", aber wenn das hier sogar bahnseitig so hervorgehoben wird, will ich mir die Chance nicht entgehen lassen zur Forderung danach, nun auch alsbald Köpfe von "Falschweichenstellern" rollen zu sehen...

Ich frage mich: Was nutzt ein "Deutschlandtakt"

wenn die Bahn so oft Verspätungen hat.

Was nutzt ein "Deutschlandtakt" wenn die Haltezeiten der Züge an den Bahnsteigen nur ein od. zwei Minuten beträgt aber während der Hauptreisezeit (Ferien, Feiertage, etc.) diese Zeit nicht ausreicht und Aus- und Einzusteigen.

Was nutzt ein "Deutschlandtakt" wenn oft die Züge überfüllt sind ?

@18:48 von Rolf Niefind

>>Alternative? Dampflokomotiven! Die brauchen keine empfindliche Oberleitung. Allerdings müssen dann wieder Brandschneisen hergerichtet werden...<<
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Ihre bahnromantische Intention (inklusive Kohletender zur Befeuerung) könnte eines Tages qualmende Wirklichkeit werden, wenn dereinst wegen Engpässen infolge der Energiewende (und massenhaft E-Automobile) Stromkapazität fehlt... Allerdings - auch deutsche HighTech-Unternehmen forschen längst an der Brennstofftechnologie für Bahntriebwagen... die einen quasi elektrotechnischen Betrieb ganz ohne Oberleitungen ermöglichen würden...

Aufgabe der Bahn

Früher (vor der Privatisierung) hatte die Bahn eine "hoheitliche" Aufgabe nämlich Personen und Güter von A nach B zu befördern.
Heute gehts um den "Reibachkoeffizienten", und das ist grundlegend falsch. Und wenn hier subventioniert werden muss dann ist das vollkommen OK, denn andere Verkehrsmittel werden noch viel stärker subventioniert.
Es geht darum den Transport von Gütern und Personen zuverlässig und "umweltverträglich" zu garantieren. Das muss nicht zum "Nulltarif"
(billiger.de oder nochbilliger.de) passieren sondern zu einem Preis der dem Aufwand und der dafür verbraucheten Energie entspricht. und wenn im Nahverkehr von staatlicher Seite das ganze etwas gesponsert wird damit auch Geringverdiener dieses Verkehrsmittel nutzen kann, dann wäre auch das vollkommen OK. Aber ein Herr Scheuer, der lieber der Automobilindustrie alles in den Rachen schiebt hat für solche sinnvollen Konzepte vermutlich kein Verständniss.

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