Ihre Meinung zu: Wirtschaftsnobelpreis geht an US-Forscher

8. Oktober 2018 - 10:56 Uhr

Den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhalten in diesem Jahr die beiden US-Ökonomen Nordhaus und Romer. Sie werden für ihre Arbeiten rund um Klimawandel und technologische Innovation ausgezeichnet.

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Kommentare

Politisch motivierte Preisvergabe

Paul Romer ist ein brillanter Ökonom, der für seine Beiträge zur Makroökonomie schon lange völlig zu Recht ganz oben auf der Liste der Anwärter auf einen Nobelpreis gehandelt wurde.

Dass er den Preis nun ausgerechnet für sine Beiträge zur Klimapolitik erhält, kommt dann doch etwas überraschend. Ein Beleg dafür, dass die Preisvergabe auch in den Wirtschaftswissenschaften zunehmend von politischen Intentionen der Jury beeinflusst wird.

Glückwunsch

Wirtschaftswissenschaften haben bekanntlich ganz viel mit Astrologie zu tun. Gut, wenn da die Komponente Klima dazukommt.

///Modelle entwickelt haben,

///Modelle entwickelt haben, die das Zusammenspiel zwischen Marktwirtschaft mit Natur und Wissen erklären///
.
Es wäre interessant, wenn TS hier ein praktisches Beispiel nennen könnte.

Seit Obamas

Seit Obamas Friedhofsnobelpreis werden die Nobelpreise nur noch ironisch vergeben. Es ist schon verrückt. Eigentlich kann man den Preis in keiner Kategorie mehr annehmen, da die Preisrichter sich völlig der Mafia hingegeben haben.

Es gibt zum Glück noch prestigeträchtige und wichtige Preise ;)

Alfred Nobel hat

Alfred Nobel hat ausschließlich Preise für Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Frieden gestiftet.
-
Der sog. Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften wird von der Schwedischen Reichsbank gestiftet.
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Es ist also ein Etikettenschwindel... naja, genauso wie Wirtschafts"wissenschaften"... Diplom-Kaffeesatzleserei.

Der Kimawandel...

...wird den Menschen nicht nur saubere Luft, sauberes Wasser und gesunde Lebensmittel kosten, vorher wird bereits die Witschaft geschädigt werden. Leider ist der Widerstand gegen diese Erkenntnisse (noch) sehr groß und wir verlieren wertvolle Zeit, die wir brauchen um die Folgen des Klimawandels zu dämpfen. Verhindern können wir ihn sowieso nicht mehr. Michael Streibel

@12:18 von Charlie off Ice

"Wirtschaftswissenschaften haben bekanntlich ganz viel mit Astrologie zu tun. Gut, wenn da die Komponente Klima dazukommt."

Und einige Kommentare haben leider wenig mit Sachkenntnis zu tun.
"Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen."

Das ökonomische Vorhersagen immer nur eine Annäherung an die Realität sein können sollte wohl offensichtlich sein. Immerhin können zukünftige Ereignisse nicht mit einberechnet werden. Im Regelfall wird also vom Status quo ausgegangen oder mögliche Szenarien durchgespielt die eben mal mehr und mal weniger genau sein können.
Manchmal irrt man sich halt - dann werden grundlegenden Mechanismen erneut analysiert und die Modelle angepasst.

Solange die Psychologie es nicht schafft das Handeln eines einzelnen Menschen punktgenau vorherzusagen kann man es von den Wirtschaftswissenschaften nicht verlangen das Handeln aller Individuen einer Gesellschaft auf den Punkt vorherzusagen - denn nichts Anderes ist unsere Wirtschaft.

Warum...

... wird Nobel bei diesem Wirtschaftspreis als Namensgeber missbraucht?
Soll das eine Art Qualität vortäuschen?
Bitte liebe Tagesschau, beteiligen Sie sich nicht an dieser mißbräuchlichen Bezeichnung. Danke aber dafür, dass Sie im Beitrag auf die Herkunft des Preises hinweisen.

@12:49 von Bikky-kun

"Alfred Nobel hat ausschließlich Preise für Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Frieden gestiftet.
-
Der sog. Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften wird von der Schwedischen Reichsbank gestiftet."

Es wird jedes Jahr wieder in den Kommentaren erwähnt, obwohl schon in den letzten Jahren (und auch dieses Mal) immer wieder im Beitrag selbst darauf verwiesen wurde, dass der Preis nicht direkt auf Nobel zurückgeht.

"Es ist also ein Etikettenschwindel... naja, genauso wie Wirtschafts"wissenschaften"... Diplom-Kaffeesatzleserei."

Meinen Sie denn, dass die Willy-Brandt-Gedenkmünze von Herrn Willy Brandt persönlich in Auftrag gegeben wurde? Ist das dann Etikettenschwindel?

Die menschliche Gesellschaft und deren ökonomisches Handeln ist von solch enormer Komplexität, dass punktgenaue Prognosen schlichtweg unmöglich sind. Das heißt nicht, dass Prognosen nicht sinnvoll wären. Die Meteorologie gibt ja auch immer nur Wahrscheinlichkeiten an.

Nobelpreise

sind heute auch nicht mehr was sie mal waren, man hat zumindest das Gefühl bei einigen Arten.

Rückschlag für Trump-Regierung

Dass ausgerechnet US-Wissenschaftler mit einem Nobelpreis zum Thema Klimawandel *und* Wirtschaft bedacht werden, bringt Trump weiter in Bedrängnis. Mal schaun wie er sich diesmal hinauswindet, sobald man ihm eklärt haben wird was es mit dem Nobelpreis auf sich hat.

Donnerwetter, das ist ja mal

Donnerwetter, das ist ja mal eine "seltene"Ausnahme..... bei Amerika First! Deshalb für ihre erbrachten Leistungen herzliche Glückwünsche, denn auch das Humankapital profitiert davon... IPCC und die Klimaberichte der UN sind als Zeugen der Anklage prädestiniert, die Weltwirtschaft zum Schutze der Menschen gegen den Klimawandel, auch mittels dem (Amerika First) militärisch-industriellen Komplex zu retten. Da gibt es noch andere Forscher welche nicht Industrie nah sind, das sind aber ... Nichts gegen Forschung und Entwicklung, das sollte zielführend für alle Menschen sein!

Wegweisende Entscheidung (hoffentlich!!!)

„Nachdem Romer über seine Auszeichnung informiert wurde, sagte er, die Menschen könnten den Ausstoß klimaschädlichen Kohlendioxids eindeutig reduzieren. "Wir werden überrascht sein, dass es nicht so schwer war, wie wir dachten", sagte der Wissenschaftler“

Ganz ehrlich: Über diese Aussage bin ich ungemein erleichtert.

Und allein schon deshalb, weil diese Erkenntnis so der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird (und jetzt ausführlich diskutiert werden dürfte), ist die Entscheidung des Nobelpreiskomitees, den Nobelpreis auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften an diese beiden Ökonomen zu verleihen aus meiner Sicht die beste, die seit langem getroffen hat.

Glückwunsch, insbesondere natürlich an William D. Nordhaus und Paul M. Romer.

@Eberhart III

sie haben vollkommen recht.
Was ich nicht verstehe, ist warum eine Auszeichnung für ein Modell, dass Klimawandel und Wirtschaftlichkeit zu vereinen versucht ideologisch sein soll?

Und den Banken und Autokonzernen alles durchgehen zu lassen weil es angeblich wirtschaftsschädlich wäre sie für ihre Missetaten zu bestrafen... das ist keine wirtschaftshörige Ideologie?

Naja Eberhart der 3.
Wir scheinen wohl Ideologen zu sein, weil wir eine gute Idee die halt den Interessen der Mainstreamwirtschaft nicht passt für gut halten.

13:17 von Tim1976

hier muss ich mal ausnahmsweise die TS in schutz nehmen. die ts macher/innen wissen es halt nicht besser!

Und schon wieder........

Schon wieder geht der Wirtschaftsnobelpreis nach Amerika. Ausgezeichnet werden theoretische Arbeiten betr. technologische Innovation und Klimawandel. Und dies in einem Land wo man sich weitestgehend in der Praxis nicht schert um Klimawandel und wo technologische Innovationen vielfach verspätet angewandt werden. Es wäre schön wenn der nächste Wirtschaftsnobelpreis ginge nach einem Land wo Theorie erfolgreich in der Praxis für Wirtschaft und Mensch umgesetzt wurde.

Musste nachdenken

warum mir der Preis auch nicht zusagt und es ist mir aufgefallen, dass die Nobdelpreise für Frieden und für Wirtschaft sich gegenseitig ein Stück weit ausschließen.

@IckeDette

>>warum mir der Preis auch nicht zusagt und es ist mir aufgefallen, dass die Nobelpreise für Frieden und für Wirtschaft sich gegenseitig ein Stück weit ausschließen<<

Das ist nur der Fall, weil das Momentan gelebte System das Prädikat Raubtierkapitalismus längst überfügelt hat.

Kein Löwe würde je die gesamte Gnuherde töten (auch nicht wenn er könnte), um sich einmal so richtig ausschließlich an Filet satt zu fressen.

Denn im Gegensatz zu unseren glorreichen Wirtschaftskapitänen ist der Löwe in der Lage an morgen zu denken. betreibt er heute Raubbau an seinen Ressourcen hat er Morgen nichts zu fressen.

Unser derzeitiges System ist eher ein Viral-Kapitalismus, kurzfristiger explosiver Zuwachs an Gewinn, mit der Folge dass der Wirt massiven Schaden nimmt, bis hin zum Tod. Hierbei sind der Wirt im kleinen die Firma im großen das Ökosystem Erde.

Eine nachvollziebare Preisverleihung für eine Plattform ...

Sowohl Romer als auch Nordberg haben sich ihren Ruf als Wissenschaftler auf ihren Forschungsgebieten mit Kompetenz und wissenschaftlicher Innovationsorientierung erworben.

Der Debatte über die Ergebnisse ihrer Arbeiten ist in der Wissenschaftswelt ausdrücklich erwünscht. Die Internalisierung externe Effekte, also die Frage, wie der Verbrauch von Umwelt und Klima in marktwirtschaftskonforme Mechanismen zur Bewertung von Produkten und die Allokation von Produktionsfaktoren eingebaut werden kann, ist aktueller denn je.

Die Kontroverse, ob der Staat direkt lenkend und verbietend eingreift oder über den intelligenten und effektiven Einbau von umwelt- und klimaschonenden Anreizen die Entscheidungen von Produzenten und Konsumenten beeinflusst, bekommt so eine debattierfähige Plattform.

Wenn "Kritik" sich in Plattitüden und plumper Wissenschaftsfeindlichkeit äußert ist sie eigentlich nur durch Ignorieren angemessen zu "würdigen".

Preisverleihung - passend zum Mainstream

Bleibt zu fragen, ob die Klimaforscher die Politiker mit ihren Thesen scheinbar alternativlos vor sich hertreiben. Die Frage ist doch auch immer: Wem nutzt es? Und wieso jetzt auch solch eine Mainstream-Preisverleihung. Mich würde zudem interessieren, welche Gelder national und international für Klimaschutz in die Hand genommen werden und zukünftig sollen. Und wer die wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Profiteure dieser Investitionen sind. Hat es nicht schon immer klimatische Wandel gegeben? Und: Könnte es sich nicht auch einfach nur um Panikmache handeln, was hier emotional bzgl. Klimawandel momentan in aller Munde ist? Und: Kann ein Land alleine überhaupt den Klimawandel stoppen bzw. alle zusammen, so es eine Naturgewalt ist?

re WiPoEthik

"Meinen Sie denn, dass die Willy-Brandt-Gedenkmünze von Herrn Willy Brandt persönlich in Auftrag gegeben wurde? Ist das dann Etikettenschwindel?"
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Es kommt drauf an, ob es einen Bezug zu einer Herzensangelegenheit von Willy Brandt gibt, oder ob man sich nur mit dem Etikett oder der Marke Willy Brandt beschmücken will.
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Beim Kaffeesatz-Nobelpreis ist leider so, dass es nur darum geht sich hinter dem Prestige von Nobel zu verstecken. Daher ist es deutlich unter Etikettenschwindel zu verbuchen.
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Es gibt andere Preise, wie die Fields-Medaillie, die es tatsächlich verdient hätten, das Etikett Nobel-Preis zu tragen. Aber sie haben es nicht nötig sich mit falschen Federn zu beschmücken.
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Wenn man einem Preis für die Forschung in der Ökonomie einen Namen geben will, dann sollte es auch einen Bezug geben, zB Adam Smith, John Maynard Keynes oder Karl Marx.

Der Verbrauch von "Klima" ist nur durch einen globalen Ansatz ..

... zu messen und zu gestalten.

In den Zeiten einer weitgehend globaliserten Wirtschaft mit weltweit organisierten Lieferketten, der Exploitation von Rohstoffen an den entferntesten Gebieten von der Arktis bis in die Tiefen der Ozeane, dem Verbrauch von Energie, Wasser- und Luftreinheit jenseits nationaler Grenzen und dem globalen Konsum von Produkten und Dienstleistungen bedarf es einer globalen Antwort.

Die Frage, ob es formaler globaler Abkommen bedarf oder ob eher die dezentrale Stimulation von ökonomisch geförderten/sanktionierten Produkten in Freihandelsräumen mit vereinbarten Standards organisiert wird, bekommt durch die Forschung Romers Anstöße.

Es bedarf einer engagierten, aber an der Sache und nicht an Vorurteilen und Ideologie ausgerichteten Debatte. Dazu leistet die prämierte Wissenschaft ihren Beitrag und bekommt zurecht Nobelpreise.

William Nordhaus und Paul Romer liefern der Politik ...

... Ansatzpunkte.

Sie bieten keine geschlossenen Dogmen sondern Grundlagen für Handlungsüberlegungen. Eine gut beratene und vorausschauende Politik leistet Besseres als ein nur mit Reflexen und Reparatur-Ansätzen reagierender Politkbetrieb. Für Länder, Bürger, Arbeitnehmer, Unternehmen und Konsumenten.

Komisch ist, dass dieser

Komisch ist, dass dieser Nobelpreis immer in das Land geht, dass alle weltweiten Wirtschaftskatastrophen bisher selber ausgelöst hat. Auch für 2008 dürfen wir uns bei den Amis bedanken, da sieht man wie toll die wissenschaftlich erarbeiteten Theorien dieser Preisträger sind und es scheinen ja wohl ganz besondere Fähigkeiten von diesen Nobelpreiskomiteen ausgezeichnet zu werden. Jetzt weiß ich auch, warum es mittlerweile einen alternativen Nobelpreis gibt.

Unterschied zwischen Notwendigem und Überflüssigem erkennen

Details über das wirtschaftliche Gesamt-“Konzept“ Nordhaus‘ und Romers sind mir leider noch nicht bekannt, aber ich hoffe sehr, dass darin - neben zweifellos schon für sich genommen sehr wertvollen - „Tipps“ dazu, wie alle notwendigen (d.h. unverzichtbaren) wirtschaftlichen Aktivitäten jeder Art auf möglichst umweltverträgliche und klimaschonende Weise ausgeführt werden können auch zur Sprache kommt, dass es bei den Anstrengungen, Klimaerwärmung und Umweltzerstörung zu stoppen, zuallererst darauf ankommt, auf alle unnötigen (und damit verzichtbaren) ressourcenverschlingenden „Wirtschaftsaktivitäten“ auch tatsächlich zu verzichten.

Also darauf, sich zu fragen, ob die „Arbeit“, die gerade anliegt, für die Gesellschaft (und einen selbst) wirklich von Nutzen ist und „sein muss“, oder ob sie nicht sogar schadet.

Was natürlich Zeit zum Innehalten und Nachdenken erfordert. Die ist dann allerdings in jedem Fall bestens investiert

Nur ein Beispiel unter unzähligen anderen: Kriegsausrüstung

14:20 von Deeskalator

"Das ist nur der Fall, weil das Momentan gelebte System das Prädikat Raubtierkapitalismus längst überfügelt hat.

Kein Löwe würde je die gesamte Gnuherde töten (auch nicht wenn er könnte), um sich einmal so richtig ausschließlich an Filet satt zu fressen.

Denn im Gegensatz zu unseren glorreichen Wirtschaftskapitänen ist der Löwe in der Lage an morgen zu denken. betreibt er heute Raubbau an seinen Ressourcen hat er Morgen nichts zu fressen.

Unser derzeitiges System ist eher ein Viral-Kapitalismus, kurzfristiger explosiver Zuwachs an Gewinn, mit der Folge dass der Wirt massiven Schaden nimmt, bis hin zum Tod. Hierbei sind der Wirt im kleinen die Firma im großen das Ökosystem Erde."

Sie vergessen womöglich, dass die meisten Kriege einen wirtschaftlichen Hintergrund haben und nur vorgeschoben einen Gesellschaftspolitischen.
Der Waffenverkauf ist auch hierzulande ein Wirtschaftsfaktor, allerdings auch Wiederaufbau.
Mir fallen da noch tausend andere Sachen ein ...

@ Thorsten Seel

Wem nutzt es? Und wieso jetzt auch solch eine Mainstream-Preisverleihung.

Was soll an der Preisverleihung denn "Mainstream" sein? Dass eine Mehrheitsentscheidung im Vergabeausschuss vorangeht?

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