Ihre Meinung zu: Bundesrechnungshof fordert schärfere Bahnaufsicht

6. Oktober 2018 - 10:59 Uhr

Ein schlechtes Schienennetz und Unpünktlichkeit: Bei der Bahn gibt es einiges zu bemängeln. Der Rechnungshof kritisiert den Bund als Eigentümer: Die Regierung erfülle ihre Aufsichtspflicht nicht.

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Kommentare

Wer kontrolliert wen?

Als Vielfahrer mit der DB kann man viel erleben. Vorweg muss man aber erst mal sagen, dass es schon eine logistische Leistung ist, was die DB täglich meistert. Nun zum eigentlichen Problem. Wie soll jemand etwas kontrollieren, von dem er nicht weiß, wie es funktioniert? Das wäre aber die Grundvoraussetzung. Wurde bzw. wird die DB nicht auch dafür verwendet, als Versorg-ungsunternehmen für nicht mehr benötigte Politiker herzuhalten? Wenn man keine Fachleute in verantwortlicher Position hat, darf man sich nicht wundern, wenn Steuergelder irgendwo versickern. Im Gegensatz zu Privatunternehmen werden für Staatliche, wenn es nicht mehr reicht, Steuern oder Gebühren erhöht oder eingeführt. So kann das System nicht funktionieren. Mißmanagement wird letztendlich belohnt. Leider.

Wir stehen kurz vor der Einführung

selbstfahrender elektrischer Autos/LKWs. Das wird die Trasnportkosten auf der Strasse um 50 - 80% in den nächsten 20 Jahren reduzieren ==> Jede Investition in die Bahn ist reine Geldverbrennung.

Wer denn

aus unser Politikerriege ist denn in der Lage eine qualifizierte Aufsicht zu führen ?

Der Kritik....

des Bundesrechnungshofes, besonders hinsichtlich der Unternehmensbeteiligungen auf Kosten des eigentlichen DB-Betriebes, kann nur zugestimmt werden! Allerdings sollte man nicht vergessen, daß im Vorstand mit Herrn Pofalla nicht unbedingt ein Fachmann sitzt und die Lkw-Lobby seit Jahren dafür sorgt, daß die DB niemals zur Straße ein echter Konkurrent sein kann! Ansonsten: die gleiche Prozedur! Niemand nimmt den Rchnungshof ernst! Mit Ach und Krach hat man dem Präsidenten ein Rederecht im Bundestag zugestanden! Das war´s dann aber auch schon!

Nichts geht über Effizienz

Die Bahn muss effizienter werden. Mit Schlendrian kann man nicht zur Pünktlichkeit kommen. Mehr Geld braucht das nicht zu kosten.

@ webü

Wer denn aus unser Politikerriege ist denn in der Lage eine qualifizierte Aufsicht zu führen ?

Jeder gut ausgebildete Betriebswirt mit Geduld und Spaß am Job. Ihre "Politikerriege" ist mir jedoch nicht geläufig.

Politikerschelte

... ist natürlich immer eine gern genommene Antwort.

Viel zu spät

Mit dieser Kritik kommt der Bundesrechnungshof um mindestens eine Generation zu spät. Wer jemals als Unternehmen im Gütertransport und Lagerwesen mit der Bahn zu tun hatte kann das bestätigen.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht...

... muß die Bahn auf Verschleiß der Gleisanlagen fahren. Denn nur für eine Grunderneuerung zahlt der Bund. Regelmäßige Instandhaltungsarbeiten hat die Bahn zu finanzieren. Ein absurdes Modell, das für das Unternehmen Bahn Anreize schafft, das Streckennetz verkommen zu lassen, bis die Allgemeinheit sich der Sache annehmen muß. Privatisierung auf deutsch...

Bundesbahn - Börsenbahn

Die "Einsparungen" wegen dem Versuch, die Bahn an die Börse zu bringen, haben der Infrastruktur der Bahn sehr geschadet. Mit der Weichenstellung in Richtung Privatisierung kamen teilweise Manager aus Autokonzernen ans Ruder und ersetzten die Bahn-Fachleute. Früher gab es mal den Spruch "nach der Bundesbahn kann man die Uhr stellen".

Der Bund

erfüllt so einiges nicht, da ist die Bahn nur ein ganz kleiner Teil davon.
Auch über die Energiewende hat es Artikel gegeben wo nichts mehr stimmt, dazu jetzt noch das Placebo Diesel Umtausch.
Ganz viele Dinge liegen im argen, der Rechnungshof mahnt an und es wird wieder nichts passieren.
Vertrauen in Politiker oder Politik ist schon lange weg.

Alternative zum LKW nicht gewollt

"daß die DB niemals zur Straße ein echter Konkurrent sein kann! "

Beispiel aus meiner Umgebung: Eine Tapetenfabrik hatte ausschließlich Bahnanschluß (keine LKW-Laderampen) an einer Nebenstrecke. Ein Hang an dieser Nebenstrecke rutscht ab, Strecke gesperrt. Reparaturkosten ca. €250.000, Bahn fragt ab ob der Kunde die Kosten übernimmt, Kunde lehnt ab mit dem Hinweis das er den Bahntransport schließlich bezahle. Bahn legt die Nebenstrecke still, Kunde muss von heute auf morgen auf LKW-Verladung umstellen.
Fazit: Die Bahn ist offensichtlich nur noch an Massengütern wie Erz, Kohle oder Schotter interessiert.

@um 12:05 von Forengedön

*Politikerschelte
... ist natürlich immer eine gern genommene Antwort*

...und die ist auch angebracht!!! Aber kein Wunder, wenn man bedenkt, daß die Verantwortlichen aus fachfremden Branchen kommen. Z.B. eine Gynäkologin ist zuständig fürs Militär! Naja.... früher sagte man: Wer nichts wird, wird Wirt. Heute kann man sagen, Wer nichts wird geht in die Politik!

Am 06. Oktober 2018 um 12:05

Am 06. Oktober 2018 um 12:05 von Forengedöns
Politikerschelte ist natürlich immer eine gern genommene Antwort.
#
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Der Eigentümer, hier der Bund, also die Politiker sind für den maroden Zustand der Deutschen Bahn verantwortlich.
Wenn möchten Sie den für das Chaos schelten?

"Wir stehen kurz vor der

"Wir stehen kurz vor der Einführung selbstfahrender elektrischer Autos/LKWs. Das wird die Trasnportkosten auf der Strasse um 50 - 80% in den nächsten 20 Jahren reduzieren"

Selbstfahrende Güterzüge ohne Lokführer gibt es bereits HEUTE, allerdings in Australien. Die französische Staatsbahn forscht mit Hochdruck daran, die DB konzentriert sich lieber auf Beteiligungen im Ausland.

Der Bund sollte die Bahn

Der Bund sollte die Bahn verkaufen, wie ursprünglich geplant und von der SPD blockiert. Das würde sicherlich einen signifikanten Innovations- und Produktivitätsschub auslösen. Bestes Beispiel ist die Deutsche Bundespost.

@Guggi um 11.47

Ihren Abgesang auf die Schiene finde ich unbegründet. Die Bahn ist beim Gütertransport weitaus umweltfreundlicher. Klar, es geht immer billiger, wenn man die Umwelt ignoriert. Übrigens auch E-Autos und E-Trucks belasten die Umwelt, leider jedoch so weit entfernt, dass die Illussion fortlebt, sie sei umweltfreundlich. Ist lediglich weniger schädlich als fossile Energie.

@guggi

Das ist eine gewagte These: wegen El-Antrieb soll die Bahn überflüssig werden? Nota bene: Autonomes Fahren braucht mind noch 10 Jahre - und ob ich dann nicht lieber ins Bordrestsurant gehe anstatt einen Burger in meiner Karre zu fr....?

Stellen Sie uns doch Ihren Gedankengang einfach im Blog vor.

Oh Mann, was für Kommentare

Das autonome Fahren braucht natürlich keine Infrastruktur, die dann gerade durch den Güterverkehr stark verschleißt? Und ein Unternehmen wie die Bahn benötigt keine Betriebs-/Volkswirte oder schlimmer noch, ausrangierte Politiker an der Spitze. Die Bahn ist eine Dienstleistung des Staates die, siehe Schweiz, nicht als Profitcenter zu sehen ist. Ich stimme mit dem Vorkommentator überein, dass es wieder mal die Lobbyisten sind, die zum Schaden des Volkes agieren. Wie kann es sein, dass jedes Eisenbahnverkehrsunternehmen Trassenpreise zählt, Fernbusse, die nachweislich die Straßen verschleißen aber nicht?
Insofern ist es sehr wohl die Politik, die daran Schuld trägt, das manches im Argen liegt. Die Schweiz bestimmt einfach, dass bestimmte Güter auf die Schiene müssen. Man sieht also, es liegt einzig am Willen.

Infrastruktur ist kompliziert

Fachfremde, die keine Ahnung haben sollten in keine leitende Position kommen. Genauso sollten Fachfremde, die keine Ahnung haben, nicht für Verbesserungswünsche befragt werden. Ich lache immer ganz herzlich, wenn gemeint wird, dass Fahrgäste und Politik wüssten, wie etwas so komplexes wie die Eisenbahn verbessert werden könne.

Ihr habt keine Ahnung. Da hilft auch kein Rumrechnen von irgendwelchen Betriebswirten, sondern nur Leute vom Fach. Infrastruktur ist etwas komplizierter als einfach nur Zahlen von A nach B schreiben.

@guggi

Ihre Aussage " Jede Investition in die Bahn ist reine Geldverbrennung." kann man nicht so stehen lassen. Selbstfahrende KFZ/LKW werden die Bahn sicherlich nicht ablösen. Die Bahn ist sofern man sie richtig nutzt. So ein Containerzug ersetzt gerne mal ein paar 10 LKWs. Für lange Strecken finde ich die Bahn besser, da weniger Fahrzeuge benötigt werden, was wiederum bedeutet das die Straße nicht weiter gefüllt werden. Das hat zur Folge das man nicht Millionen Dauerbaustellen oder defekte Straßen hat, wo der Bund nicht mit der Sanierung hinterher kommt. Wenn man die Bahn für die Zukunft fit macht, die VDE 8 ist ein schönes Beispiel, dann wird die Bahn auch wieder attraktiver. Sowohl im Personen als auch im Güterverkehr. Nur hätte dies schon viel früher geschehen müssen. Daher finde ich es gut, das der Rechnungshof die Regierung rügt.

Unendliche Bahnmisere

Solange an der Spitze der Bahn kein Fachmann für Bahnbetrieb sitzt, wird sich nichts ändern. Und solange die DB Versorgungsgleis für völlig fachunkundige Politiker ist, erst recht nicht! Die DB verbrennt in Stuttgart sinnlos einen sehr wahrscheinlich zweistelligen Milliardenbetrag für einen erwiesenen Rückbau der Bahninfrastruktur mit hohen Risiken in den steilen Tunnels und dem "Schrägbahnhof" für Leib und Leben der Fahrgäste und mit keinerlei zukunftssicheren Erweiterungsmöglichkeiten für künftig steigende Bahnnachfrage (Politik: "bis 2030 Verdoppelung der Fahrgastzahlen (!!) sowie Integraler Taktfahrplan" - beides funktioniert bei Stuttgart 21 definitiv nicht!!!!). Der WIRKLICHE SKANDAL: die DB-Verantwortlichen und die zuständigen Politiker wissen sehr genau um diesen Unsinn 21 in Stuttgart - und bauen trotzdem weiter! Dabei könnte die Bahn - trotz Baufortschritts heute noch - ca. 4 Mrd. € sparen, wenn man jetzt sofort auf Modernisierung des leistungsfähigen Kopfbahnhofs umstiege!

@ Mitleser97 Bei der Bahn

@ Mitleser97
Bei der Bahn machen die Fahrerkosten aber einen sehr viel kleineren Anteil an den Gesamtkosten aus. Bei den LKWs liegt der Anteil bei fast 50%!

@Gassi
Bei Autonomen Fahren spare ich mir das eigene Auto! Das heißt ich bestelle am Handy per app ein Auto das 5 min später bei mir zuhause vor der Tür steht und mich anschliessend direkt am Ziel absetzt. Und das zum Bruchteil der heutigen Kosten.

@ Quereinwerfer
Umweltfreundlicher in Sinne von CO2 Ausstoß vielleicht. Nicht aber im Sinne von Lärmverschmutzung. Hier wird sinnlos (der GLOBAL VERURSACHTE Treibhauseffekt lässt sich nicht durch das Umsteigen auf die Bahn in Deutschland abwenden) ein zweites Verkehrsnetz am Leben gehalten, das tausende Quadratkilometer aufgrund des Lärms beinahe unbewohnbar macht.

@hdk
Der Strassenverkehr ist über KFZ + Treibstoffsteuern weit mehr als kostendeckend. Im Gegensatz wäre die Bahn ohne jährliche Milliardenzahlungen durch den Staat pleite!

an wenigfahrer

Oh, wie recht sie haben!
Der Bundesrechnungshof scheint die einzige
Instanz zu sein, die den Finger auf die
Wunden legt aber leider keine Durchsetzungsbefugnis hat.
Erst die "Gehälter" der Alt-Präsidenten und nun die Bahn - das sind aber nur 2 der
vielen Patienten Deutschlands.
In den 13 Jahren Merkel ist in Deutschland vieles (vor allem innenpolitisch) den Bach runter gegangen und zur Zeit ist keine
Besserung in Sicht.

an wenigfahrer

Oh, wie recht sie haben!
Der Bundesrechnungshof scheint die einzige
Instanz zu sein, die den Finger auf die
Wunden legt aber leider keine Durchsetzungsbefugnis hat.
Erst die "Gehälter" der Alt-Präsidenten und nun die Bahn - das sind aber nur 2 der
vielen Patienten Deutschlands.
In den 13 Jahren Merkel ist in Deutschland vieles (vor allem innenpolitisch) den Bach runter gegangen und zur Zeit ist keine
Besserung in Sicht.
Nachtrag: Vielleicht braucht Deutschland mal wieder einen SPD Kanzler. Vorstellen könnte ich mir Stephan Weil. Eine der raren "Lichtgestalten" in der SPD.

Infrastruktur

Die Bahn ist nur ein kleiner Teil der Infrastruktur, egal wo man im Bundesgebiet hinschaut, Straßen, Brücken, Stromleitungen, Glasfaser usw, usw, usw ein einziger Investitionsstau.

Eine Eisenbahn ist kein Objekt,

welches zu einer AG taugt. Zur Zeit wird sie auch noch von Menschen geleitet, die von Investitionsmanagement keine Ahnung haben, oder sich gegen prestigesüchtigen Politikern nicht durchsetzen können. Schade, denn die DB galt mal als zuverlässig.

Stuttgart 21 nicht vergessen

Niemand schreibt über die zusätzlichen Kosten für das Milliardengrab Stuttgart 21 - das wird die Bahn noch einige Milliarden zusätzlich kosten - also uns Steuerzahler. Und genau dieses Geld fehlt dann, um Engpässe zu beseitigen oder bessere Fahrzeuge zu kaufen. Wobei - derzeit scheint nur das alte Material gut zu laufen - und Reserven sind weder bei Zügen noch bei den Gleisanlagen vorhanden - kaputt gespart. Was für ein Versagen. ----Man sollte der Schweizer Bahn das Management der Deutschen Bahn aufgeben - die können das - und pro Kopf mehr als doppelt so viel Geld bereitstellen. So geht Bahn.

Regierungspflicht

Ja, der Aufsichtsrat ist im hohen Maße über die Entscheidungsqualität in einem Unternehmen verantwortlich, sonst bräuchte man ihn nicht. Die Regierung der Bundesrepublik als Aufsichtsorgan kommt ihrer Verpflichtung nicht nach. Aber das gilt nicht nur für die Bahnaufsicht. Die Regierung kommt generell ihrer Gestaltungs- und Kontrollpflicht nicht nach. Das ist leider für die weiteren 3 Jahre kaum zu ändern, es ist nur bedauerlich und zutiefst traurig!

11:37 von Rolf Meier

Wie Recht sie doch haben! Aber was soll man von einer Politik halten, wo Fachwissen keine Rolle spielt? Eine Ärztin leitet die Bundeswehr, ein Maschinenbauer, ohne Management Talent, zunächst Bahnchef dann für den Bau des Flughafen Berlin Brandenburg verantwortlich wird??

"Bei Autonomen Fahren spare

"Bei Autonomen Fahren spare ich mir das eigene Auto! Das heißt ich bestelle am Handy per app ein Auto das 5 min später bei mir zuhause vor der Tür steht und mich anschliessend direkt am Ziel absetzt. Und das zum Bruchteil der heutigen Kosten.[...] Hier wird sinnlos (der GLOBAL VERURSACHTE Treibhauseffekt lässt sich nicht durch das Umsteigen auf die Bahn in Deutschland abwenden) ein zweites Verkehrsnetz am Leben gehalten,[...]"

Und was ist wenn ich von Hamburg nach München will und es nach Ihren Vorstellungen keine Bahn mehr gibt? Sie können schon heute mit dem Taxi von Hamburg nach München fahren, dass erspart Ihnen ebenfalls das eigene Auto. Aber ob das wirklich kostengünstiger ist?

Zeit wird es...

...und man schaue in die Schweiz.
Die Bahn ist im Personen- als auch im Gütertransport einer der wichtigsten Transportträger - und wird seit Jahren ignoriert. Das Streckennetz, vor allem für den Güterverkehr, wird zurückgebaut; Preise steigen und die Verbindungen im Personenfernverkehr werden nicht zeitsparender. Hier existiert noch immer eine klare Alternative zum KFZ; wird allerdings aus wirtschaftlichen Interessen (Lobby Sutoindustrie) missachtet; zum Nachteil des Steuerzahlers und Verbrauchers und final zum Nachteil unserer Umwelt. Zeit für ein gesundes Management und einem klaren (politischen) Wandel!

Wer es glaubte wurde seelig

Milliarden Zuschüsse aus der Steuerkasse - kurz gesagt, die Bahn fährt Milliarden Verluste ein.
Doch halt!
War das nicht genug der Grund warum man diese als Bundesbahn medial sturmreif geschossen, privatisiert hat.?
Das Versprechen war : privatisiert macht sie Gewinne!
Doch nun, trotz Personalreduktion bis zum Koma, das Gleiche Ergebnis?
Privatisierung ist also wohl eher eine Glaubenfrage als eine effizienter Weg.

Leistung und Qualität passen nicht zusammen

Die Meldungen zum Zustand der Bahn sind einfach nur noch frustrierend. Vor wenigen Wochen wurde gefordert, dass die Bahn weniger "Billigtickets" anbieten soll.

Das wurde offenbar bereits umgesetzt.

Am kommenden Dienstag darf ich beruflich Wuppertal-Frankfurt und retour fahren, zum "Super-Sparpreis" von 170 €, 2. Klasse inkl. Reservierung. Der Flexpreis liegt bei 180 €.

Mit diesen Preisen will man Kunden gewinnen oder überhaupt halten? Bei 43 Cent der Kilometer bezogen auf die Gesamtstrecke von knapp 400 Kilometern habe ich so meine Zweifel.

Na sowas aber auch!

Und ich dachte, dass diese Nachlässigkeit nur Straßen, Brücken, Schulen, Pflege, Gesundheitswesen etc. beträfe. Nun also auch noch die Bahn!
.
Liebe Politiker! Seit Maggy Thatcher habt ihr verstärkt auf Rendite und Shareholdervalue geachtet. Klar, dass man da nach 2 Jahrzehnten langsam den Sinn für den Volksnutzen, für die Dienstleistung verliert.

Solange die CSU das Bundesmautministerium führt

wird sich werder bei der Bahn och bei der Bundesschiffahrt sich was ändern.

Die Diesel Maut muß fließen

Plutokratie oder: Die Welt im Dienste des Geldes

"Gewinnmaximierung und weltweite Unternehmensbeteiligungen vertrügen sich schlecht mit dem Auftrag des Bundes, verlässliche Schienenmobilität für die Bürger sicherzustellen"

Das geht auch kürzer:

Finanzielle Interessen vertragen sich schlecht mit denen der Bürger bzw. der Allgemeinheit.

Falsche Gewichtung

Wie einige richtig schreiben, werden die Kosten für die Bahn im Gegensatz zum KFZ, künstlich in die Höhe getrieben. Aber: Der ganze Börsenmist, die Fokussierung auf Gewinne, wodurch ja nur die lieben Aktionäre profitieren, zerstört das Potential der Bahn, wie im Artikel beschrieben.
Wenn es die Bundesregierung mit dem Umweltschutz ernst meinte, würde sie die Bedingungen ändern und viel mehr Geld in echte Qualitätsverbesserung für alle Bahnkunden (nicht nur Prestige-ICE oder Güter) stecken.
Schon komisch, die Autoindustrie wird gehätschelt, die Bahn hingegen gewinnmaximiert alleine vor sich hin. Autorepublik D. eben.

Das Märchen vom Markt

Wie ruiniert man ein System am schönsten?
Mit Vergnügungen und Gelangen.
Wie ruiniert man ein System am sichersten?
Mit BWL-Managern, die von Verkehrssystemen keine Ahnung haben.
Der Markt regelt eben nicht alles!

@Mitleser97

Sie können sich an den Preisen für Car2Go orientieren. Das sind zurzeit can ~25c/min oder 50 € wenn man das Auto für den ganzen Tag nimmt. Vermutlich wird es Monatstickts und ähnliches geben. Wie eben heute bei den Öffis- nur dass man eben von zuhause abgeholt wird und nicht im Regen an der Haltestelle warten muss. Bezüglich Hamburg - München wäre es aber ohnedies am zeitsparendsten den Flieger zu nehmen.

Die Verantwortlichen bitte sofort entlassen,

v.a. Verkehrsminister Scheuer, der genauso versagt und nur der Autowirtschaft dient wie seine ebenso unfähigen Vorgänger Ramsauer und Dobrinth. Und deren Partei (CSU) ist ohnehin mit Rechtspopulismus und Regierungssabotage beschäftigt. Also keinerlei Verlust für niemanden.

Bahnaufsicht

Danke für den Artikel.

Und die "Warner" hatten Recht.

Alles was heute bei der Deutschen Bahn bemaengelt wird, wurde schon angekuendigt, als die ersten Geruechte ueber eine anstehende Privatisierung aufkamen.

Denn eine AG hat als Hauptaufgabe, Gewinne abzuwerfen - alles Andere kommt danach.

Und zu der Falschaussage, dass die Post durch die Privatisierung technologisch provitiert hat Folgendes:
Die Post (Brief/Paket, Telekommunikation sowie der Bankbereich) als auch die Bahn waren bis zur Privatisierung weltweit fuehrend im technischen Bereich. Denn bis dahin waren Fachleute am Werk und haben bestimmt.

Mittlerweile sind Bahn und auch die einzelnen Postbereiche nur noch einer unter Vielen was die technologische Kompetenz angeht. Insbesondere die Bahn ist ja im Vergleich zur Schweiz, China oder Japan regelrecht ins Hintertreffen geraten.

Bahn AG, Post AG: eine Katastrophe

Die vielen Vorredner haben Recht aus meiner Sicht.
.
Die Bundesbahn hätte diese ganzen Probleme nicht, denn es gehörte eben zur Daseinsvorsorge sich auf eine pünktliche Bahn, überall & auch im ländlichen Raum verlassen zu können.
.
Bei der unsäglichen Briefpost das gleiche Bild. Seit die gelbe Post eine AG ist, die Beamten mehr und mehr verschwinden, sind Billigst-Katastrophen-"Zusteller" am Werk. Nichts läuft mehr.
.
Der EU-Privatisierungswahn in den 1990ern hat vieles bewährte zerstört, in der Hoffnung, "die Märkte" regeln alles. Weit gefehlt.
.
Welche Partei setzt sich jetzt für eine Bundesbahn ein? Keine.

Der Privatisierungswahn

Alles was an Grundversorgung, wie Post
Energie, Bahn, etc. privatisiert wurde, ist
auf den Hund gekommen.
Grundversorgung gehört in die Hände des Staates und nicht in die Hände profit-
geiler Aktionäre.
Hinzu kommt hier noch die Inkompetenz des Führungspersonals. Ein Herr Pofalla (als
Beispiel) ist doch hoffnungslos überfordert mit seinem Job bei der Bahn.
Man sehe sich doch mal den dauernden
Wechsel der Chefs an - auch Medorn war
so eine Fehlbesetzung.
Kein Wunder, dass den Leuten alles entgleitet. Es gibt bei diesen Unternehmen keine Kontinuität oder langfristige Strategie.
Alles ist ist auf Rentabilität ausgerichtet und wenn die "Kohle" nicht mehr stimmt, werden die Preise erhöht ohne dass die
Infrastruktur auch nur ein Jota besser wird.

Fehlt nur noch das Wasser

@ Mitleser97 Re: Alternative zum LKW nicht gewollt

Ist sie auch nicht, sonst würde sie nicht mit DB-Schenker solch einen Aufwand fürs Platooning betreiben. Lieber mit mehreren Lkws und 15m Fahrzeugabstand (bis her "nur" 2 Lkws pro Platoon) auf der Autobahn unsere Maroden Brücken noch mehr belasten und Auf und Abfahrten sperren, als die Lkws auf rollende Landstraßen zu verfrachten. DAS ist die Zukunft bei der DB in Hinsicht auf Gütertransport. Und den Nahverkehr lässt sie sich, dank "unserer" EU auch noch von Privatunternehmen weg nehmen.

13:04 von B. Pfluger

den weil aber lieber nicht. der lässt sich gar seine regierungserklärungen für NS von VW schreiben, bzw abzeichnen. der hat bisher schon seine ganze unfähigkeit unter beweis gestellt.

@ Rolf Meier

Wird die DB nicht auch dafür verwendet, als Versorg-ungsunternehmen für nicht mehr benötigte Politiker herzuhalten? Wenn man keine Fachleute in verantwortlicher Position hat, darf man sich nicht wundern, wenn Steuergelder irgendwo versickern.

Dafür holt man sich ja für fast 350 Millionen €ronen/A Wirtschaftsberater wie Mc Kinsey, Boston Consulting und Co ins Haus, die genau so wenig Ahnung von der Bahn haben aber dafür jede Menge Zahlen und Statistiken im Gepäck. Außerdem schauen Sie sich einmal an, woher die Leute im Vorstand Bzw Geschäftsführung der einzelnen Geschäftszweige her kommen.
Thyssen, Siemens, Sona usw

@B.Pflüger um 16:17Uhr

Natürlich habe Sie Recht, aber das werden die Anhänger der Privatisierung niemals zugeben! Es ist eben leider das Werk von BWLern oder Volksiwrtschaftlern, die glauben, daß z.B. die Aufteilung eines Konzerns in verschiedene Bereiche und wenn möglich auch die Kosten und Schulden zu verteilen, zu einer Gesundung führt! Erstes Ergebnis ist immer, daß sich niemand mehr auskennt und die Zuständigkeiten je nach Bedarf herumgeschoben werden. Möglicherweise ist das sogar Absicht, daß niemand mehr die Gesamtlage eines Konzerns kennt. Bestes Beispiel ist die Post! Wie sollte die Beförderung eines Briefes von z.B. Passau nach Flensburg für 70 Cent kostendeckend sein? Es wurden schon so oft Vergleichsberechnungen durchgeführt, die eigentlich immer bewiesen haben, daß die Bahn nicht konkurrenzfähig sein kann, solange z.B. der Güterverkehr subventioniert wird!

Geld regiert die Welt,

"Alles was an Grundversorgung, wie Post
Energie, Bahn, etc. privatisiert wurde, ist
auf den Hund gekommen.
Grundversorgung gehört in die Hände des Staates und nicht in die Hände profit-
geiler Aktionäre."
" Die gewählten haben nichts zu sagen und
die was zu sagen haben, sind nicht gewählt.
Meiner Meinung nach, werden wir von Kartellen beherrscht.
Wenn ich zur Wahl gehe, beschleicht mich das Gefühl, meinen Seegen dazu zu geben.
Aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen,
dass ich mich als Mensch irre ist doch menschlich.

Gesucht: Politische Kartelle, dazu - gefunden:

"Das gegenwärtige Währungsszenario in Europa ist dazu angetan, das Problem der Existenz "politischer" Kartelle in den Fokus zu nehmen. Auch hier kann es eine Schädigung Dritter, zum Beispiel der deutschen oder europäischen Steuerzahler, geben, die durch europaweite Absprachen politischer Funktionsträger entsteht. Da die ökonomischen Schäden politischer Kartelle mindestens ebenso groß sind oder sogar größer sein können als die der ökonomischen Kartelle, darf man es nicht von vornherein ablehnen,
auch bei ihnen über die Frage eines grundsätzlichen Kartellverbots nachzudenken."
Also immer die richtigen Fragen stellen...

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