Ihre Meinung zu: "Bloomberg"-Bericht: Chinesische Spionage bei Apple und Amazon?

5. Oktober 2018 - 9:41 Uhr

Dem chinesischen Militär soll es gelungen sein, Spionage-Chips in Server für Apple und Amazon einzubauen. Das berichtet der Finanzdienst "Bloomberg". Die Unternehmen dementieren energisch. Von Torsten Teichmann.

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Kommentare

Interessante Entwicklung, und

Interessante Entwicklung, und es passt ins Bild, dass China es den Großen nachmachen will (oder selbst einfach als Großer so denkt), um MACHT auszubauen. Die Geschichte der USA und CIA inkl. NSA ist ja auch ähnlich gelegen!

Also nicht verwunderlich, aber BESORGNISERREGEND. Da könnte irgendwann ein Punkt erreicht sein, wo China oder Japan oder USA (die Länder, die Elektronikchips eben herstellen) auf einen Knopf drückt, um nicht Spionage sondern jene Szenarien auszulösen, die gerne in Spielfimen gezeigt werden: Wo in einem land nichts mehr geht und alles ausgefallen ist. Praktisch wohl nur ein Szenario, für die Schublade. Aber das kommt vielleicht wirklich auch noch, so ein Apokalypse-Chip-

Und natürlich, wir bzw. Politiker sollten das nicht so locker hinnehmen, aber eine echte Antwort fehlte mir jetzt auch ausser zurück zu den Wurzeln ohne "wichtige Elektronik" zu leben. Was ich keinesfalls utopisch finde.

Nahelegend

Zunächst einmal halte ich die Nachricht für glaubwürdig, weil sie nahelegend und sinnvoll ist.
Während die NSA gewaltige Ressourcen verwendet, um das Internet auszuspionieren, verwendet das Chinesische Militär den Vorteil, dass die meiste IT-Hardware in China produziert wird.

Dabei geht es noch nicht mal darum, anderen Nationen anzugreifen.
Es ist die moderne Version der schon immer genutzten Spionage.
Wirtschaftsspionage ist hier nur ein Teil, der gerne mitgenommen wird und hilft die Kosten für die Spionage zu rechtfertigen.

Das ist nicht nett, und wenn man erwischt wird angreifbar, aber Realpolitik.

Diese Meldung war doch schon

Diese Meldung war doch schon lange überfällig, gerade was Apple betrifft, die ja schon auf Grund ihrer Werbe- und Preispolitik eine spezielle Klientel bedienen, die wiederum zum Ausforschen um so interessanter für die Piraterie dieser Staaten wie China aber auch Russlandusa und ähnlich gelagerte ist. Das kommt davon, wenn man in nur noch blinder Profitgier vergißt, dass man ja mit den Chinesen Geschäfte macht. Aber das haben ja auch all unsere deutschen Suoerunternehmen längst vergessen und sehen auch nicht mehr, wie skalpiert sie da mittlerweile herumlaufen und immer noch glauben, dass sie alle nur Gewinn machen. In Abwandlung einer alten Weisheit müßte man sich endlich sagen: "Wer mit dem 'Chinesen' Suppe ist, braucht einen langen Löffelstil...

Kritische Hinterfragung notwendig

So schön so eine Meldung in unser Zeitbild passt: wo bleibt hier die kritische Hinterfragung seitens der Tagesschau?

Ein Chip, der wie ein SMD-Bauteil aussieht, und somit auch nur zwei Kontakte hat.... wie soll der bitteschön mit seiner Umwelt Kontakt aufnehmen geschweige denn in ein bestehendes Layout eines Mainboards integriert werden und Schaden anrichten?

Da gibt es doch viel einfachere Möglichkeiten über "Bugs" im BIOS/Firmware Hintertüren einzubauen als so ein technisch Fragwürdiges Ding hinzulegen.....

Ist wohl auch als Teil des Wirtschaftskrieges Trumps.

Das passt genau ins Bild von Trumps Politik "America first". Erst kommt die Dämonisierung der Länder, dann die Zölle oder wahlweise Sanktionen, dann der Angriff auf die Produkte selbst. Es fing mit Russland und Mexiko an, ging über Europa nun nach China. Trump glaubt offensichtlich die USA seien eine Insel mit allen Resourcen und fähig, sich komplett allein zu versorgen. Das dachten schon die idiologisch verblendeten Diktatoren im Ostblock - das Ergebnis kennen wir. Der Ostblock machte es mit diktatorischen Mitteln, Trump mit Erpressung. Das geht aber nicht ewig, dazu ist die USA ein zu großer Teil der von ihr selbst initiierten Globalisierung. Die amerikanische Wirtschaft wird sich das nicht gefallen lassen.

Spionage und

Spionage und Industriespionage sind Privilegien des US-Imperiums, wie kann China es nur wagen....

Dann wissen die Chinesen jetzt womöglich,...

...dass ich bei Amazon amerikanische Jeans gekauft habe?!
Das ist übel...

Klingt pausibel

Das Vorgehen der chinesischen Volksbefreiungsarmee passt in eine Reihe ähnlicher Vorfälle, wo z.B. Spionagesoftware in Handys und Notebooks installiert wurde. Sicherlich unterscheidet es sich im Prinzip nicht von dem der NSA. Trotzdem macht es mir mehr Angst, weil das kommunstische China viel unberechenbarer und auch agressiver als die USA sind - trotz Trump, weil es in den USA eine immer noch gut funktionierende Zivilgeschafft und ein föderales System gibt. Beides ist unter Diktator der KP nicht vorhanden. Ich kann nur empfehlen, die Produktion von IT-Komponenten schrittweise aus der VR China abzuziehen .

da sämtliche Hardware inzwischen aus China kommt ...

... und in jedem chinesischen Unternehmen Mitarbeiter der Staatssicherheit die Aufsicht führen dürften solche Spionage-Chips (oder in die SW einprogrammierte Backdoors) doch nahezu in allen Systemen verbaut sein. Tastaturen mit Key-Loggern (um Paßwörter auszulesen), Router die eine Zugang für die China-Stasi bieten, etc. Nicht zufällig sind Huawei-Geräte in den USA unter Verdacht - und hier nutzen die Mobilfunkunternehmen Huawei-Hardware um das Netz zu betreiben. Also Zugriff der chin. Staatssicherheit auf unser komplettes Mobilfunk- und Datennetz. Industriespionage leicht gemacht.

Faktencheck bitte!

Im 21. Jahrhundert sollte es doch wohl für IT Spezialisten kein Problem sein, solche Chips zu untersuchen, ein reiskorngroßes Ding auf einer Platine sollte jawohl aufzufinden sein! Und dann einfach mal die Beweise auf den Tisch legen. So sind es immer nur Anschuldigungen, Verdächtigungen, meist gegen Russland und China, aber wenn es Hardware ist muss das doch nachzuweisen sein. Man nimmt das schon garnicht mehr ernst.

@ AnnoSechziger

Huawei ist kein chinesisches Unternehmen sondern ein südkoreanisches und produziert ausschließlich im eigenen Land. Übrigens genau der Grund, weshalb die USA als Verbündeter von Südkorea Huawei-Technik einsetzt.

@ baumgart67

scheint was dran zu sein:
https://heise.de/-4181461

Lustig, daß man sich darüber

Lustig, daß man sich darüber aufregt oder gar wundert.
Die USA verlangen von jedem Anbieter eine Backdoor für den Geheimdienst. Ob Google, Amazon, Microsoft, etc, alle müssen sowas anbieten. So kann man ohne großen Aufwand alles mitlesen. In Deutschland zapft man den größten IT Knoten an. Und die Chinesen bauen auf ihre Hardware eben auch Zugriffstools drauf.
Wie vermeidet man sowas? Nicht durch Heulen. Sondern in dem man nicht im Ausland produziert.

@elcondorpasa

So einfach ist das gar nicht.

Seit Anfang der 80er-Jahre hat China stark in die Forschung und den Bau von Minen und weiterverarbeitenden Schmelzen investiert. Das Land kann die Preise aufgrund seiner Marktmacht beeinflussen.

Amerikanische Konzerne wurden in den 90er-Jahren an chinesische Eigentümer verkauft, diese eigneten sich die Technologie und das Wissen an.

„Jeder, der Seltene Erden konsumiert, muss heute einen Teil seiner Produktion nach China verlagern“, Zitat James Kennedy, Leiter der Thorium-&-Rare-Earth-Element-Beratung in St. Louis in Missouri, USA.

Besonders die Elektronikbranche sei davon betroffen. Das verstärke die Abhängigkeit westlicher Konzerne vom Reich der Mitte.

„Es ist überhaupt kein Zufall, dass Apple seine Smartphones in China produziert“, erklärt James Kennedy. Das US-Unternehmen ist abhängig von China wie kaum ein anderes - Zitat: „Apple ist eine Geisel der Chinesen.“

Hmm...

Während ich sowas prinzipiell durchaus nicht für unmöglich halte, sind die ausdrücklichen und detaillierten Dementis von Amazon und Apple schon sehr deutlich. Apple sagt sogar, dass Bloomberg sich seit einem Jahr immer wieder mit Anfragen und Vermutungen an Apple gewandt hat, denen ausführlich nachgegangen wurde und wobei absolut nichts herausgekommen sei. Apple sagt, sie wissen absolut nichts von angeblichen Hardwaremodifikationen, sie hätten keinen Kontakt zum FBI gehabt und das FBI habe sich auch nicht an Apple gewandt. Und einen "Maulkorberlass" gäbe es auch nicht. Das ist schon deutlich.

Nun ist Bloomberg nicht irgendwer, aber ich würde nicht ausschließen, dass Bloomberg da einem Hoax aufgesessen ist. Andernfalls hätten Apple und Amazon vielleicht butterweich abgewiegelt, aber diese ausdrücklichen Statements ohne irgendwelches Drumherumgerede klingen für mich eher so, als wäre diese Story wirklich Blödsinn. Ausdrücklich lügen dürfen Firmen bei sowas nämlich auch nicht.

@ Jakobus

Seit wann ist Huawei koreanisch???

Huawei ist ein 1987 von Ren Zhengfei gegründeter Telekommunikationsausrüster mit Sitz im chinesischen Shenzhen. Der Konzern hat rund 170.000 Mitarbeiter:

https://de.wikipedia.org/wiki/Huawei

Huawei ist ein 100% chinesischer Konzern.

@ Norbert1981

Huawei ist ein 100% chinesischer Konzern.

Solche Aussagen sind heute ganz schwer zu treffen, denn auch amerikanische, koreanische, taiwanesische oder in Hongkong beheimatete Investoren sind an Huawei auf die eine oder andere Art beteiligt.

OK...

Nachdem ich gerade nochmal mehr nachgelesen habe (es wäre echt nicht schlecht, wenn in einem Web-Artikel auch mal Originalquellen verlinkt würden, liebe Tagesschau!) könnte es sein, dass da tatsächlich mehr dran gewesen sein mag. Was diese ausdrücklichen Dementis sehr erstaunlich machen würde bzw. heißen würde, dass das nicht ohne Folgen bleiben wird.

Kurz: Erstmal abwarten. Das wird so oder so nicht das letzte sein, was man darüber erfährt.

Immer das gleiche

Ich erlaube mir mal zu erwähnen, dass unsere Kanzlerin Nachweislich abgehört wird. Die behaupten irgendwie immer was, wovon keine Beweise existieren.

@jacobus

Huawei ist in der tat ein chinesisches Unternehmen, mit Sitz in Shenzhen, wo ich einige Jahre gearbeitet und gelebt habe. Es ist nach Samsung das zweit größte Smartphone Unternehmen und in privater Hand. Wer mehr wissen möchte, Wikipedia hilft, ....soweit interessant, 1987 gegründet von Ren Zhengfei, ex-Ingenieur der chinesischen Volksarmee.

@ Wir Sofa-Revoluzzer

Das mag sein.

Aber in der globalisierten Welt von heute gilt das bei weitem nicht nur für Huawei alleine sondern auch für amerikanischen, europäischen oder japanischen Konzern usw., oder?

Huawei

Es ist doch landläufig bekannt, dass in den Smartphones und sogar Basisstationen von Huawei Spionagechips verbaut sind.
Leider wird mein BlackBerry Q10 nicht mehr in der EU hergestellt.

Der Preis den man zahlen muss.

Das ist der Preis den man zahlen muss für totale und absolute Gewinnmaximierung. Der Preis wenn man aus Kostengründe nichts im eigenen Land oder in befreundete Staaten produzieren lässt. Der Preis den man zahlen muss wenn man die Kosten scheut die eigene Bevölkerung auszubilden. Der Preis den man zahlen muss wenn man alles mit Import-und Exportzölle belegt auch auf solchen Produkten wovon man absolut abhängig ist.

Daher komt dann der unglaubliche technologische Boom in nur einigen Jahren in China, es ist die frei Haus gelieferte Spionage.

Mir kommen die Tränen

Die Vorzeigeunternehmen in Sachen Moral werden ausspioniert.

Tja, nun erntet auch die Früchte von Geiz ist g**l.

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