Ihre Meinung zu: Merkel in Jerusalem: Intaktes Verhältnis - trotz Unterschieden

4. Oktober 2018 - 17:06 Uhr

Bei Merkels Besuch in Jerusalem sind sich die Staatschefs einig, dass das deutsch-israelische Verhältnis etwas ganz besonderes ist. Keine Einigkeit hingegen gab es beim Thema Iran. Von Benjamin Hammer.

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Kommentare

Sehr aufschlussreich

"Premier Netanyahu lenkte den Fokus auf die Palästinenser: Deren Weigerung zu verhandeln, verhindere eine Einigung mit Israel. Einen zusammenhängenden palästinensischen Staat, freilich, ohne die Präsenz von israelischen Soldaten im Westjordanland, lehnt Netanyahu ab."

Worüber sollen die Palästinenser denn verhandeln? Netanyahu sagt doch offen: Nicht über einen eigenen selbstverwalteten Staat.

Über das israelische Angebot: Auf immer und ewig unter jüdischer Vorherrschaft zu leben, brauchen die Palästinenser nicht verhandeln. Das ist längst die Realität.

Warum sollen sie dem noch ihren Segen durch eine Unterschrift geben ...

... trotz Unterschieden

Auf "trotz" folgt Dativ (Beispiel: trotzdem). Da es hier um mehr als einen Unterschied geht, handelt es sich um einen Plural. Also heißt es korrekt: ... trotz Unterschieden. Wäre es Einzahl, würde man sagen: ... trotz einem Unterschied.

Mein Verhältnis zu Israel ist

Mein Verhältnis zu Israel ist etwas gestört! Zumindest zu der derzeitigen Regierung, die meint alles Recht der Welt gepachtet zu haben. Israel raubt den Palestinensern kontinuierlich Land um seine Siedlungspolitik voran zu treiben. Palestinenser mit israelischem Pass haben nicht die gleichen Rechte, wie andere Israelis. Warum?
Das waren nur zwei Gründe die ich darlegen wollte.
Zum anderen möchte ich auch erwähnen, das ich das israelische Volk repektiere und achte, wie jedes ander Volk auf diesem Planeten auch!
Aber ich sehe keine besondere Verantwortung gegenüber dem Staat Israel!
Ich bin wesentlich später geboren und sehe daher keinerlei Grund, das ich für irgend etwas verantwortlich sein soll, was man dem jüdischem Volk angetan hat.

wir haben kein intaktes Verhältnis zu Israel

es wird dadurch geprägt dass unser schlechtes Gewissen am Leben erhalten wird.
Menschlich nachvollziebar aber politisch absolut inakzeptabel
auf Dauer nicht auch praktikabel

Vermutlich....

bin ich aus der Sicht eines bestimmten Foristen bestimmt wieder ein "Antisemit", weil ich auch im Namen meiner Eltern und Großeltern die "immerwährende Verantwortung" für Israel ablehne. Ich lehne jede Form von Sippenhaft für einen Staat ab, die natürlich immer wieder abgestritten wird, aber nur anders bezeichnet immer wieder gerne gefordert wird. Wohlgemerkt für einen Staat, der wohlüberlegt und absichtlich Religion und Politik vermischt. Das machen andere Staaten auch, aber die werden dafür kritisiert und politisch verurteilt. Ich bin nur verantwortlich dafür, daß die Grundrechte für jedermann gelten und eingehalten werden, aber ich sehe keinen Anlaß, irgendeine Ethnie bevorzugt zu behandeln, auch wenn sich eine Ethnie als bevorzugt sieht. Aber vermutlich bin ich ja schon ein "Antisemit", wenn ich nicht bei einem Türken oder Israeli einkaufe oder zum Essen gehe, oder?

Sollte man nicht von der ARD Texte in korrektem Deutsch erwarten

können? Vielleicht sind es ja "nur" Tippfehler und nicht handwerkliches Unvermögen. Aber wenn man sich in den selbsternannten Qualitätsmedien nicht einmal mehr ein Kontrolllesen leistet, dann sind sie auch nicht besser als die sozialen Medien, die allerdings ohne Zwangsgebühren auskommen.
Gerade angesichts eines hohen Anteils von Menschen mit Migrationshintergrund und der Bedeutung der Landessprache für deren Integration haben die öffentlich-rechtlichen Medien meines Erachtens eine Verantwortung für die Chance, anhand guter Vorbilder ein sicheres Sprachgefühl zu entwickeln.

Kein Verständnis für Israels Politik

In der (gesendeten) Tagesschau hieß es, dass Frau Merkel Verständnis gezeigt habe, dass Israel "derzeit" keine Zwei-Staaten-Lösung möchte. Ich weiß nicht, ob das stimmt, in dem Bericht hier ist davon nichts zu lesen. Aber wenn es stimmt muss ich Frau Merkel scharf widersprechen. Für die Zementierung der völkerrechtswidrigen Besetzung des Westjordanlandes darf es auf keinen Fall Verständnis geben - auch nicht aus wirtschaftspolitischem Kalkül!

Drehpunkt

Innerhalb der Eu ist Deutschland Israels größter Handelspartner. Wie viele Startups und weiter entwickelte Softwarefirmen und deren Produkte sind in letzter Zeit in Israel verkauft worden. Die ganz Großen klopfen da an.
Doch nur aufgrund einer geschichtlichen Verantwortung , braucht man nicht immer einer Meinung zu sein.
Israel übt Kritik an Deutschland weil wir den Iran - Vertrag weiterhin unterstützen. Dabei weiß die israelische Regierung ganz genau, dass es bei atomaren Abrüstungspläne immer nur um ein kleines Segment im internationalen Dickicht der Diplomatie geht. Unabhängig von allen weiteren vermeintlichen "Verfehlungen".
Sonst kommt so etwas niemals zustande.

Das ist mal gaaaaaanz schlechter Stil.

" Sie stehe dafür, dass die

" Sie stehe dafür, dass die "immerwährende Verantwortung" Deutschlands für die Nazi-Verbrechen an den Juden weitergetragen werde...."
Ist das so? Das Land hat wohl eine Verantwortung, Ich persönlich nicht. Wie soll man das jetzt trennen, oder sind wir für unsere Ahnen verantwortlich? Ist das nicht Aufgabe eines jeden Menschen?

19:07 von BotschafterSarek

Für die Zementierung der völkerrechtswidrigen Besetzung des Westjordanlandes darf es auf keinen Fall Verständnis geben
.
wohl aber aus Gründen der Staatsräson !
und da entfällt auch das Recht der freien Rede

Avi Primor

Avi Primor, ehemaliger Botschafter Israels in Deutschland, sagte kürzlich in einer Sendung, dass es eine Zwei-Staaten-Lösung nur geben wird, wenn die USA Israel dazu zwingen, dass Israel dann aber auch einlenken würde, weil es von den USA abhängig ist. Und er klang so, als würde er sich geradezu wünschen, dass dieser äußere Zwang endlich kommt.

Deutschland hat nötig israelische Technologie

Deutschland hat nötig die Entwicklung, die gerade in Israel vorgeht, mitzubegleiten. Cybersicherheit, Mobilität, Bio-Landwirtschaft, Medizin, usw. Das wird entscheiden die zukünftige Zusammenarbeit und sogar noch mehr wenn andere diesen Platz einnehmen. Gut den Worten Taten folgen zu lassen.

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