Ihre Meinung zu: Chemie-Nobelpreis: Tricks der Evolution genutzt

3. Oktober 2018 - 10:52 Uhr

Der Chemie-Nobelpreis geht an die US-Wissenschaftler Arnold und Smith sowie den Briten Winter. Durch ihre Leistungen in der Proteinforschung sei die chemische Industrie grüner geworden, sagte die Jury.

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Biokatalyse hat viele industrielle Anwendungen

Das Nobelkommittee ist diesmal aber auch dem Vorwurf entgegengetreten, dass Frauen oft zu unterrepräsentiert seien. Deshalb wohl gab es den Preis auch für jeweils eine Frau in Physik & Chemie. Auch interessant, dass es nur so alle 4-5 Jahre einen „richtigen“ chemischen Preis gibt (das letzte mal war 2016 mit den molekularen Maschinen - die es allerdings „richtig“, dh autonom operierend, nur im lebenden Organismus gibt, davor wars die Palladiumchemie, davor Olefin Metathese, etc.). Der Grund ist, das den Preis auch Biologen und Physiker bekommen können. Die Chemie hat den Vorteil - aber gleichzeitig den Nachteil - eine sehr „Anwendungsorientierte“ Wissenschaft zu sein. Ideen mit philosophischer Tiefe gibt es eher selten bis garnicht, im Gegensatz zur Physik und auch zum Teil der Biologie. Bei den Physikern halten sich „philosophische“ und „angewandte“ Themen in etwa die Waage. Jedes theoretische Gebiet muss da mal im Turnus drankommen (Festkörper-, Astro-, Elementarteilchenphysik, Optik

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