Ihre Meinung zu: Medizin-Nobelpreis: Die vierte Säule im Kampf gegen Krebs

1. Oktober 2018 - 13:38 Uhr

Ein amerikanischer Immunologe und ein japanischer Mediziner teilen sich den diesjährigen Medizin-Nobelpreis. Sie haben die Immuntherapie gegen Krebs vorangebracht. Von Ulrike Till.

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Kommentare

Medizinnobelpreis für

Medizinnobelpreis für Immuntherapie Die vierte Säule im Kampf gegen Krebs
Hier sind finanzielle Mittel in Forschung unabdingbar positiv zu bewerten. Das geringes Interesse der Pharmaindustrie ist ja nach deren BWL Konzern Strategien hinreichend dokumentiert. Auch die "Industrie" hat bei einem "Mammakarzinom" "zeitweilig" profitabel ein Ergebnis erzielt . Den Preisträgern herzlichen Glückwunsch zu dem berechtigten Preis einer zielführenden positiven Hilfe von "betroffenen" Menschen!

Immuntherapie

Vor zwei Jahren gab es einen regelrechten Hype um die Immuntherapie bei Krebs, auch in Studien sah es noch relativ gut aus, da man dort eine recht monogame Therapiegruppe hatte.
Im Klinikalltag hingegen, schaut es mit der Immuntherapie garnicht mehr so gut aus, wie man anfangs gedacht hatte.
Das Ansprechverhalten liegt ähnlich hoch wie bei einer Chemotherapie - also bei ca. 25 bis 30%.
Somit kann man die Immuntherapie als weitere Option in einer Krebstherapie betrachten - aber man sollte hier den Patienten offen und vorallem auch ehrlich gegenüber stehen.
Daher wird eben die Immuntherapie oftmals als "Zweitlinientherapie" eingesetzt, wenn also Bestrahung und / oder Chemotherapie keinen Erfolg gebracht haben.

In den letzten 12 Monaten habe ich 8 Patienten kennengelernt, bei denen ein fortgeschrittener Krebs mit Metastasen in Leber + Lunge festgestellt wurde - davon haben 7 Patienten eine Immuntherapie bekommen - und nur bei einer Patientin war die Immuntherapie erfolgreich.

die chemotherapie

bringt der pharmaindustrie jedes jahr weltweit einen umsatz von 350 milliarden dollar. warum sollte die industrie interesse an neuen therapiekonzepten haben? zudem sind die therapieerfolge mit der chemotherapie wohl hinreichend bekannt. viel geld fuer in der regel nix.
es gibt mittlerweile ganz andere therapiemoeglichkeiten und prophylaxechancen. schreibe ich hier nicht, weil sie nicht der politcal correctness entsprechen.

Krebs bringt großes

Krebs bringt großes Leid.

Nicht nur durch die Therapie selbst.
Es macht richtig viel kaputt.

Wenn irgendwann ein wirkungsvolles und nebenwirkungsarmes Mittel dagegen gefunden wird, mach ich drei Kreuze.

Man sollte nicht vergessen,...

...daß "der Mensch" eigentlich so "konstruiert" ist, daß er knapp 40 Jahre "halten" soll.

Dank moderner Medizin / Ernährung wird diese natürliche Grenze immer weiter herausgeschoben.

Im Prinzip ist Krebs ein Anzeichen dafür, daß das Immunsystem / die Zellen nicht mehr richtig funktionieren.

Weshalb das dann allerdings auch bei Kindern passieren kann steht auf einem anderen Blatt.

Und, da bin ich mir gaaanz sicher :

Wenn es ein zuverlässiges Mittel gegen Krebs gibt, dann wird sich "Mutter Natur" etwas anderes einfallen lassen, um die Bevölkerungszahl zu korrigieren...

Wieviele Säulen gibt`s denn ?

Säulen zum Aufstieg gibt`s jedoch auch bei Scientology & vielen dergleichen hier in DE, die den Nobelpreisträgern & Immunologen drastisch widersprechen würden ( nach deren Regel Personen selbst schuld ). „S._ Blödchen“ hat hat 10 Säulen, die ins NICHTS . . d. h. weitere Zahlungen (=Tod oder Pleite) führen. Die Nobelpreisträger die für die Gesundheit & med. Behandlung eintreten, haben hoffentlich sehr viel mehr drauf.

Eine andere Frage: die Pharmaindustrie muss doch eher sehr sauer sein, über diese positiven Ergebnisse in d. med. Forschung___ dauert es deswegen so lange?
Bei der Multiplen Sklerose,z. B., gibt`s aktuell sehr gute Fortschritte seit ca. 10 Jahren, die keine Krankenkasse zahlen will, weil es tierische Bestandteile (einfaches Tiergift) sind, die man sich spritzen kann, ohne weitere Chemikalien.

Schön, aber ich fände es

Schön, aber ich fände es reichlich besser, endlich die kanzerogenen Risiken zu beseitigen. Das Prinzip muss sein, Vorsicht vor Profit.- Die Natur stellt genug bereit, um sich mit ihr zu helfen, ohne Chemie. GANZ OHNE CHEMIE. Hochrisiko Gesellschaften haben ein kurzes Leben. Ja und die Steinzeit brauchen wir wirklich nicht als Gegenargument herauszukramen, bitte (ich kenne die üblichen Reaktionen).

um 16:27 von OrwellAG __"Ganz ohne Chemie". ...wie denn ?

Ganz ohne Laborstandards geht es nicht; wohlmöglich auch nicht ohne Chemie. Denn alle Medikamente müssen keimfrei steril sein.

Ist es nicht ein

Spiel zwischen Forschung und Pharmaindustrie, welche versucht doch nur ihre Profitabsichten durchsetzen zu können und nicht den einzelnen Menschen zu helfen.
Das Helfen wird sich wahrscheinlich nur auf die Umsatzzahlen auswirken. Je mehr Menschen von dem Krebs betroffen sind, wird es der Pharmaindustrie gutgehen, aber nicht umgedreht.
Das ist aber in jedem anderen Wirtschaftszweig nicht anders.

@16:10 von Tammy Speed Mind

"Bei der Multiplen Sklerose,z. B., gibt`s aktuell sehr gute Fortschritte seit ca. 10 Jahren, die keine Krankenkasse zahlen will, weil es tierische Bestandteile (einfaches Tiergift) sind, die man sich spritzen kann, ohne weitere Chemikalien."

Als Faustregel gilt: Wenn der Krankenkasse zugelassene, zuverlässige und kostengünstige Behandlungsmethoden für ansonsten teure Krankheiten zur Verfügung stehen, werden sie auch von den Krankenkassen erstattet.

Nicht erstattet werden Behandlungen deren Wirksamkeit nicht belegt ist. Das mag u.A. daran liegen, dass kein Geld für die entsprechende Forschung in die Hand genommen wird, weil die Forschung noch am Anfang steht oder weil der Behandlungsansatz völliger Blödsinn ist. Bei vielen angeblich äußerst wirksamen, aber vom Mainstream verschmähten Behandlungsansätzen ist Letzteres der Fall.

Und wieder eine Auszeichnung

Und wieder eine Auszeichnung mit gut zwei Jahrzehnten Verspätung...

Immuntherapie hat großes Potential

Die Idee, das Immunsystem der Patienten „einzuspannen“ um Erreger oder Tumorzellen zu bekämpfen hat viel Charme. Die Chemotherapie „krankt“ daran, das vor allem zytotoxika auch gesundes Gewebe angreifen. Ich finde es falsch die Therapie nur in Fällen einzusetzen wo die Prognose sowieso schlecht ist bzw. nur bei Krebsarten, die eine sehr hohe Mortalität bzw. geringe Überlebensraten aufweisen zB „schwarzer Hautkrebs“ oder den kleinzelligen Lungenkrebs. Oft ist das Immunsystem des Patienten nämlich garnicht mehr in der Lage der metastasierenden Tumoren Herr zu werden. So gesehen, ist die Immuntherapie vermutlich bei Krebs sogar noch grob unterschätzt. Es wäre wünschenswert, sie auch in frühen Stadien und bei Krebsarten mit höherer Überlebenswahrscheinlichkeit einzusetzen (Mammakarzinom, Leukämie etc.). Der Nobelpreis lenkt die Aufmerksamkeit auf eine echte Alternative zur Chemotherapie, die eben meistens weniger spezifisch ist. Ein Problem: Immunotherapie ist sehr teuer.

Die böse Pharmaindustrie?

Natürlich spielen wirtschaftliche Gründe und das Marktpotential eine große Rolle bei der Frage, worauf eine Pharmafirma ihre Forschungsbemühungen und Geschäftsaktivitäten fokussiert, weshalb vielleicht doch lieber die Marktzulassung für das x-te Generikum eines Betablockers beantragt wird, als an komplett neuen Therapien für seltene Erkrankungen zu forschen. Andererseits ist die Entwicklung neuer Medikamente ein extrem riskantes und kostenintensives Unterfangen und das gilt besonders für Immuntherapien, denn die Modulation des Immunsystems kann auch ganz böse nach hinten losgehen – z.B. das TGN1412 Desaster hat Probanden geschädigt und TeGenero in die Insolvenz gestürzt. Trotzdem haben zwei Pharmafirmen haben seit Kurzem zugelassene CAR-T-Zell-Therapien für Krebs im Portfolio, die Kosten sind allerdings wegen der individuellen Therapie sehr hoch. Ob eine gesetzliche Krankenkasse die Kosten mehreren hunderttausend Euro pro Patient noch leisten soll, muss aber die Politik beantworten!

@ Gerd Hansen

Wenn es ein zuverlässiges Mittel gegen Krebs gibt, dann wird sich "Mutter Natur" etwas anderes einfallen lassen, um die Bevölkerungszahl zu korrigieren...

"Mutter Natur" hat kein Interesse an einer Korrektur der Bevölkerungszahl. Mehr noch, "Mutter Natur" hat überhaupt keine Interessen, da die Evolution nicht zielgerichtet ist.

Die erste Säule gegen Krebs...

...und Herz-Kreislauferkrankungen ist eine gesunde Ernährung - und zwar eine auf pflanzlicher Basis. Die zweite Säule ist genug Bewegung. Die dritte ist frische Luft und Sonnenlicht. Michael Streibel

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