Ihre Meinung zu: Populismus: "Gegen Feuer hilft kein Brandbeschleuniger"

1. Oktober 2018 - 9:16 Uhr

Populistische Einstellungen nehmen zu - vor allem in der politischen Mitte, so eine aktuelle Studie. Gewinner dieser Entwicklung ist vor allem die AfD. Hauptverlierer: die Union. Von Sandra Stalinski.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2.64516
Durchschnitt: 2.6 (31 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Interessante Thesen

Meine Sorge ist allerdings das versucht wird, Kritik an oder nur eine skeptische Haltung zu Politik- und Systemversagen sowie gesellschaftlichen Fehlentwicklungen oder falschen politischen Weichenstellungen der letzten Jahrzehnte unter den Generalverdacht des „Populismus“ zu stellen anstatt zu versuchen Lösungen zu finden die einen gesamtgesellschaftlichen Konsens (wieder)herstellen.

Der Brand/das Feuer in unserer Gesellschaft ist zwingend.

Die Union wartet und wartet alles nur ab, das funktioniert nicht.
Auch die DDR-Regierung glaubte, alles könnte so bleiben, bis sie eines besseren belehrt wurde. Beständigkeit gibt es in keiner Art von Gesellschaft, natürlich muss auch die Demokratie Veränderungen unterworfen sein! Und zwar radikalen und grundlegenden.

richtige Feststellung, gefährliche Prognose

Die Prognose für die AfD ist meiner Meinung nach nicht so schlecht, wie dargestellt. Wenn 71% sich nicht vorstellen können die zu wählen, sind es immerhin 29% die es tun würden (und sicher früher oder später tun). Nun ist es allerdings so, daß die Groko derzeit einmal mehr beweist, daß sie keinerlei Absichten hegt, die Probleme zu lösen, die sie selber eifrig produziert hat. Im Gegenteil, sie bildet sich ein, die Löcher im Wert von inzwischen locker hundert Milliarden mit ein paar Euro aus dem Steuerüberschuß zu bewerfen und auch ansonsten alles dem Markt zu überlassen. Auf diese Weise sind die 71% nicht in Stein gemeißelt, gerade hinsichtlich des Umstandes, daß unverständlich viele normale Arbeiter die Union wählen, die von ihr maßlos verscheißert werden. Der ein oder andere könnte (wird!) da auf die Idee kommen, daß man den Teufel beschwören muß, weil man diesen Würgegriff anders offenbar nicht los wird. Wie man den Teufel wieder los wird, ist dann die Aufgabe für übermorgen...

Was heißt eigentlich "Populismus"?

Populismus ist ein gerne verwendeter Sammelbegriff, der bestimmte Parteien und Positionen abwerten soll.
Ist etwa die Forderung nach einer kontrollierten und gesteuerten Zuwanderung und nach funktionierenden Abschiebungen populistisch, oder ist diese nicht der Vernunft und den Gesetzten geschuldet?
Dieses ganze Geschreibe über Populismnus (kommt übrigens von populus (lateinisch: Volk) ist nichts weiter als eine Diskreditierung bestimmter politischer Forderungen.

also ehrlich ...

"und "korrupten Eliten" auf der anderen Seite werten sie als ein Kennzeichen des Populismus … . Typische populistische Aussagen sind demnach beispielsweise, dass Politiker ganz andere Ziele verfolgten als die Bürger, die sich oft einig seien; dass es den Parteien nur um die Wählerstimmen und nicht um die Ansichten der Wähler ginge"
Das ist also populistisch. Ich wusste bisher gar nicht, dass die Wahrheit zu sehen populistisch ist. Wer sich umsieht, bekommt viele Belege über Korruption ("Lobbyismus"), der die Geschäftswelt regelt. Und o.k., es gibt schon Politiker, denen es ernsthaft um die Sache geht. Wie viel Prozent?

Hat viel mit dem Internet zu tun

Ich denke, der im Artikel geschilderte Trend, der sich mit den Beobachtungen meines Umfelds deckt, hat auch viel mit dem Internet zu tun. Die populistische Welteinstellung, die sehr schnell auf einfache Lösungen für schwierige Probleme aufspringt (und sich dadurch auch leicht ködern lässt) gibt es schon immer, war aber hinsichtlich ihrer Verbreitung naturgemäß beschränkt, z.B, auf Stammtische. Heute hingegen, wo man auf Facebook tausend Likes aus allen Ecken der Republik für jede noch so seltsame Ansicht kriegt, verstärkt sich natürlich das Gefühl, man habe ja doch Recht, wenn es so viele Andere auch so sehen. Daraus resultiert ein Abbau der Hemmungen, auch Meinungen zu äußern, für die man früher überwiegend Kopfschütteln geerntet hätte.

(Versteht mich nicht falsch - das ist kein Internet-Bashing; ich selbst nutze es intensiv, sondern nur die Beschreibung eines aktuell existierenden Mechanismus.)

Aus die Maus

Vielleicht hätte man in 2015 mal die Mitte der Gesellschaft fragen müssen, ob sie die Richtung der Politik und der Medien mitgehen will? Uns mit so einer richtungsweisenden Änderung über den Haufen zu rennen, war nicht klug. Die Ergebnisse der AfD sind somit nachvollziehbar, wenn auch nicht unbedingt nutzbringend. Entweder die etablierten Parteien bekommen die Kurve oder die AfD wird Deutschland zeigen, wohin es geht. Da ich aber weiß, dass die Etablierten beratungsresisdent sind, mache ich mir keine große Hoffnung. Der Karren wurde in den Dreck gefahren und kommt alleine nicht mehr raus. Aus die Maus!

Allein in der vergangenen

Allein in der vergangenen Woche:

Mit dem Band 'Polizeiabsperrung' wurde in Köln bei der Moscheeeinweihung ein ganzer Strassenabschnitt gesperrt - von türkischen Sicherheitskräften mit Sonnenbrille. Die Polizei zog erst nach 1 1/2 Stunden eine Hundertschaft zusammen und erlangte wieder die Kontrolle.

Ein Tag zuvor, in Berlin: Zum Schutz des Politikers Cem Özdemir vor körperlichen Attacken wurden extra 2 Beamte nur für seinen Schutz abgestellt. Sie sollten ihn vor körperlichen Angriffen schützen - beim Festbankett für Erdogan und Entourage innerhalb von Schloss Bellvue. Ein deutscher Politiker muss vor anderen Gästen innerhalb von Schloss Bellvue geschützt werden.

Deutschland im Jahr 2018.

Aber wer darin keine gewünschte Normalität sieht, ist wahrscheinlich populistisch unterwegs

Was bitte sollen diese populistischen Einstellungen sein?

Wenn es dem Bürger eines Landes immer schlechter geht und nur noch eine Elite zu Reichtum kommt, und dann der Bürger auf seine eigenen Interessen aufmerksam macht, dann ist das Populismus?
Stimmt, Populismus kommt von populär.
Populär ist aber per Definition der Anklang beim Volk.
Das müsste doch in einer Demokratie aber ein ureigenstes Interesse sein, nämlich so wie es am Reichstag steht: Dem deutschen Volke!
Und so sollte Politik betrieben werden:
Dem Volke dienend und daher muss doch das Gehör Richtung Volk gelenkt werden.

Das als eine Art Beschimpfung oder Abwertung zu gebrauchen, setzt das Volk in seinem Dasein schon herab und will ihm jegliches Recht auf eine eigene Stimme nehmen, wie mir scheint.

Das würde im Sinne der EU sein, denn sie will Vereinigte EU. Das scheint aber nur zu gehen, wenn man Nationen unterdrückt.
Daher diese Meinungsmache, dass Populismus eine Fehlentwicklung wäre.
Populismus ist dabei der Grundsatz für Demokratie, die vom Volke ausgeht, werte Politiker.

Re:

Gefühlte 117x das Wort Populismus in einem Beitrag.
So nach dem Motto: Wenn du meinen absurden Ansichten nicht folgst, bist du ein Populist.
Dazu der Hinweis dass "Populisten" eh nicht alle Latten am Zaun haben.
Spontan habe ich mich entschlossen ab sofort auch ein Populist zu sein.
Diese selbsternannte Elite ist mental derart grenzwertig ....so einer wollte ich eh nie sein.

Regel Nummer eins...

...unterstelle niemanden etwas, ohne zu erklären was
es ist.
Populismus, Populismus, Populismus...Rechtspopulisten.

Was fehlt?
Die Definition was in der Studie als Populist, populistisch,
Populismus festegelegt wurde.
Die Erklärung was die allgemeine Definition von Populist,
populistisch, Populismus ist.

Ohne diese Informationen, ist der komplette Artikel vollkommen wertlos. Schade.
Nochmal machen bitte, diesmal aber richtig.

Eine Unterstellung von knapp 1/3 der Bevölkerung ist
populistisch, aber nicht einmal eine Definition dessen
abzugeben, was das sein soll ist schon makaber
und kein Aushängeschild von Qualität.

Gegen Feuer hilft kein Brandbeschleuniger

aha. Wie wäre es dann mal zur Abwechslung mit Ursachenbekämpfung? Auf die TS sowie der WDR (5) beteiligen sich meiner Ansicht nach am Populismus (gegen rechts). Populismus deswegen, weil sie viel zu oft nicht mehr unterschieden zwischen konservativ, meinetwegen besorgt und rechts(radikal). Es wird im Prinzip auch hier nur noch beschimpft und verunglimpft. Wer nicht links ist, ist reiht sich in die braune Riege ein. Das gipfelte in der Berichterstattung zu den Vorfällen in Chemnitz.

Mein Tipp: mal reflektieren, wo ganz genau die Unruhe im Volk begann. Einen Hinweis gebe ich: Herbst 2015 und die Folgen für unser Land - vor allem in den Großstädten!

Und meine Einschätzung gleich dabei:
Ruhe kehrt erst ein, wenn die Probleme gelöst sind. Probleme lassen sich nur dann lösen, wenn sie vorab besprochen werden können / dürfen. Soweit sind wir in D noch nicht. Und hier sollten sich die Verantwortlichen (Ursache) nicht länger über ihre Wirkung (europaweite gesellsch. Spaltung) beschweren.

Es kommt auf Fragen an

Sehr geehrte Frau Stalinski,
ich würde solche Studien mit größter Vorsicht betrachten, es kommt immer auf die konkret gestellten Fragen an (!). Entscheidend ist doch, welche Vorgaben Forscher für „populistische Aussagen“ machen, die im Normalfall 1. bewusst überpointiert/übertrieben vorgegeben werden und 2. von den Forschern klar als inhaltlich mehr oder weniger „falsch“ definiert werden (! d.h. die Forscher bestimmen, was Realität ist, unterstellen vor allem i.d.R. auch, dass es zwischen „Volk“ und „Elite“ eigentlich keine große Distanz geben dürfte, Politiker volksnah sind). Ein Statement wie „Die Parteien wollen nur die Stimmen der Wähler, ihre Ansichten interessieren sie nicht“ ist natürlich sehr einseitig – vorbildlich nicht-populistisch ist man dann, wenn man annimmt, die Parteien seien ja hundertprozentig an den Vorstellungen der Wähler interessiert?

Gründe für den Trend !

Der Populismus der CSU mag auch ein Grund für das Erstarken der AfD sein. Zudem kommt die Handlungsunfähigkeit der Bundesregierung, die lieber mit sich selbst streitet, als ihre Arbeit zu tun.
Und zuletzt die unsägliche politische Reaktion auf den Abgasskandal, der viele Kfz-Besitzer fassungslos macht, sind weitere Gründe.
Nach Bankenkrise und Abgasskandal scheinen wir mittlerweile in Deutschland eine Lobbykratie zu haben

Gruß Hador

Definitionen

Interessant ist ja die angeführte Definition von Populismus: "Pro Volkssouveränität" sei ein Indikator für Populismus. Ich dachte immer, das Volk als Souverän sei das Wesensmerkmal einer Demokratie. Naja, vielleicht habe ich ja auch einfach nur einen zu geringen Bildungsgrad...

Verzerrung von Fakten

Ihr Erfolg resultiert nicht nur aus ihren politisch weit rechts zu verortenden Inhalten, ...

Das ist schon ein harter Toback, den man hier versucht einzuimpfen:
Das Wahlprogramm der CDU von 2002 ähnelt dem der heutigen AfD.
Wer das als rechtspopulistisch mit rechtsextremen Hang bewertet, der muss die CDU im Jahre 2002 ja logischer Weise in die rechtsextreme Ecke stellen.
Damit wäre Merkel, die der CDU auch damals angehörte ja noch rechtsexremistisches Parteienmitglied gewesen?
Man sollte die Kirche mal im Dorf lassen und die Augen mal weit über das Land schweifen lassen, auch im historischen Verlauf der Zeiten.
Ist es nicht eher so, dass wir eine Anlehnung an linksradikale Formen haben, die durch Merkel abgenickt werden?
Nicht die CDU-Wähler von 2002 sind rechtspopulistisch bis rechtsextrem, sondern Merkel ist linker denn je.

Was will die Studie sagen?

Bin ich populistisch, wenn ich "linke" Thesen vertrete oder bin ich populistisch, wenn ich "rechte" Thesen vertrete? - Und was bin ich, wenn ich in der "politischen Mitte" eingeordnet werde? Habe ich dann keine persönliche Meinung mehr oder bin ich dann "politisch korrekt"?

Vielleicht können die Fragen ja beantwortet werden.

Der Begriff Populismus

Den Begriff finde ich sehr fragwürdig. Habe gerade nicht die Zeit, das zu erläutern.
Aber wenn die Aussage gemacht wird "Populismus ist ... das trojanische Pferd der AfD in der politischen Mitte",
dann bin ich der Meinung, die AfD-Wähler sind zwar in der Mehrzahl keine Nazis, aber die AfD ist das trojanische Pferd des Faschismus.

wenn es um...

Posten und finanzielle Vorteile geht werden diese 71 % auch weich werden...

Nichts dazu gelernt!

Dass die AfD an Stimmen gewinnt, ist so lange vor der nächsten Wahl nicht wirklich schlimm und verwunderlich! Denn eigentlich ist das schon normal, dass die Bürger in Umfragen ihren Unmut zum Ausdruck bringen, wenn eine Regierung so handelt wie die unsere jetzt!

Schlimm daran ist, dass Union und SPD in ihrer Haltung wie erstart sind und es nur noch ein "weiter so" zu geben scheint. Und schlimm ist auch, dass der Wähler immer wieder auf Populisten reinfällt, obwohl die Geschichte gezeigt hat, dass solche Parteien nie etwas bringen ausser Chaos und Zerstörung. Seien es die Bolschewisten in Russland oder die Nazis in Deutschland gewesen, die Sozialisten in der DDR oder jetzt die Kommunisten in Nordkorea! Alle diese Parteien leben/lebten von schönen Worten und utopischen Fantasien!

Populismus ist süsses Gift, dass allen schmeckt und doch wenigstens für Magenkrämpfe sorgt, wenn nicht sogar schlimmer!

Höchst tendenziöser, einseitiger Artikel

Der Begriff "Populismus" wird schon so inflationär gebraucht und dieser Artikel setzt dem die Krone auf.
Durchweg alle Parteien nutzen populistische Mittel, um Ihre Botschaften zu verkaufen. Wahlkampf ist ein einziger Wald aus populistischen Aussagen, verbal wie auf Plakaten.

Dieser Abschnitt entlarvt die parteische Agenda des Artikels am treffendsten:

genau wie Einstellungen, die anti Establishment, anti Pluralismus und pro Volksouveränität seien.

Das heißt man muss gegen Volkssouveränität und Pluralismus (Pluralismus bezogen auf was überhaupt?) sein, um NICHT populistisch zu sein?

dass Politiker ganz andere Ziele verfolgten als die Bürger, die sich oft einig seien; dass es den Parteien nur um die Wählerstimmen und nicht um die Ansichten der Wähler ginge
Wie soll man die neue Parteienfinanzierung sonst bewerten? Oder Lobbytreue à la Klöckner und Zuckersteuer? Pofalla und Deutsche Bahn? Da sind faktische Missstände!

Ganz schwacher Journalismus!

Poulistik

Es geschieht nichts nennenswertes in der
Politik. Siehe Dieselauto ,Asylanten und co.
Zahlen sollen es die kleinen Leute die sowie-
so kein Geld haben. Siehe Dieselauto wie
soll ich jetzt zum Arbeitsplatz, Krankenhaus,
Arzt usw. kommen. Kein wunder über die
vielen Protestwähler ( AFD ).

Was ist das Problem?

Populismus - das Schlagwort der Stunde. Allein schon der Begriff wird als Vorwurf, als Makel (pfui) missbraucht. Letztendlich ist doch jede Partei populistisch. Übrigens - Waldbrände werden tatsächlich auch durch sogenannte Gegen-Feuer bekämpft. Und - die SPD würde ich auch als Hauptverlierer nennen.

Nachdenken...

... sollte man vor dem wählen - sofern möglich. Warum wählt man welche Partei? Weil man sich idealerweise die Konzepte der Kontrahenten anschaut und dann seine Entscheidung trifft.
Und da liegt der sprichwörtliche Hase im Pfeffer, zumindest was diese so genannte "Alternative" betrifft. Im ZDF-Sommerinterview offenbarte Herr Gauland, daß seine Partei keinerlei Konzepte hat.
Nicht zum Thema Rente, nicht zur Pflege, nicht zur Digitalisierung, nicht zur Energiewende und so weiter und so fort. Nicht mal zu ihren "Kernthemen" Migration, Asyl und Einwanderung haben sie ein Konzept.
Wozu auch? Konzepte und Kompetenz lassen sich ja mühelos ersetzen durch Arroganz, Populismus und Ausländerhass bis hin zum offen dargestellten Rechtsnationalismus. Wenn das "Politik" sein soll, dann ist es schade um jeden Euro Steuergeld, den ihre "Parlamentarier" bekommen.

Ist das Internet schuld?

Aus meiner Sicht kommt das alles aus dem Internet, in dem sich jeder seine Meinung von Gesinnungsgenossen holt und sich selbst bestätigt. Gesetze und regeln werden durch Emotionen primitivster Art ersetzt.
Leute die noch nie einen Flüchtling gesehen haben sind gegen Flüchtlinge und wählen Populisten.
Leute die Russisch sprechen können sehen russische Nachrichten und sind alle mit wenigen Ausnahmen Pro Putin.
Türkisch-stämmige und Erdogan genau das selbe.
Amerikaner in Deutschland sind nahezu alle Pro-Trump.
Die Liste läßt sich fortführen. Viele Länder haben damit zu kämpften.
Das ist weiter nicht schlimm.
Echt gefährlich ist dagegen, dass sich damit viele nicht mehr mit den Zielen der eigenen Regierung auseinandersetzen und auch die Gesellschaft den Respekt vor der Regierung verliert. Dieser Effekt ist ein sehr negativer und ein gefährlicher Trend.

Das Ganze ist Weltweit und es macht mir Angst.

Es entsteht eine mittelalterliche neue Lünchjustiz des Mopps.

Das ist ein großer Verlust.

Studien und Umfragen

liegen aber neuerdings sehr weit auseinander, nicht immer aber immer öfter.
Ich weis ja nicht wen Bertelsmann gefragt hat, aber ich werde das Gefühl nicht los, das es etwas am Kern vorbei geht.

Wir werden das in den nächsten beiden Wahlen die anstehen, ja sehen was Studien und Umfragen wert sind.

Ich kann mir nicht so richtig vorstellen das ich von meiner Partei die ich sonst immer gewählt habe, zu den Grünen wechseln würde.

Die CDU hat leider mit dem Ruck auf die andere Seite Ihre Wähler verprellt, die gehen dann nicht mehr wählen oder wandern ab.
Das ein Konservativer nach Grün wandert halte ich eher für eine Fehlinterpretation, bei SPD Wählern kann ich mir das gut vorstellen.

Die CDU muss Grundsätzlich Ihre Politik und Haltung überdenken, die SPD hat wohl keine Chance mehr, weil es einfach die " Arbeiter " nicht mehr gibt.
Und der Rest dann eher wegen der Politik gegen die Arbeiter und Armen, lieber nach Links ausweicht.

Man kann das auch Populismus, ist nur ein Begriff.

Wort ohne Bedeutung

Dieses Wort wird so häufig von den Medien genutzt das kein vernünftiger Mensch diesem Wort eine Bedeutung zugesteht.

Schon seit Jahren verstärkt sich der Eindruck dass dieses Wort dazu dient alles was rechts von ultralinks ist zu diffamieren.

Funktioniert aber nicht, ebensowenig wie die andere Meinungsunterdrückung und Pauschaldiffamierung "political correctness"

Der Höhenflug der AfD wird nur gestoppt wenn Deutschland sich vom linken Rand weit entfernt und endlich wieder in der Mitte ankommt.

Leider wird das durch die Merkel-Partei, SPD, Grüne und Linke mit aller Macht verzögert.

Wer hat das Feuer gelegt?

Wenn es, wie sie in ihrer Überschrift feststellen, schon brennt, dann muss es auch Brandstifter geben. Ich bezweifle, dass diese Leute dann als Feuerwehr zu gebrauchen sind. Schuldig sind immer die Verursacher.
Es ist so wie bei den Feuerwehrleuten die Brände legen, um dann als Retter zu glänzen. Hierbei handelt es sich meist um psychisch gestörte Menschen.
Die Populisten haben keine Brände gelegt.

Populismus

Analyse eines Phänomens?
Nein Frau Stalinski-so einfach lässt sich Populismus nicht erklären, denn er ist nicht vom Himmel gefallen. Ursachenforschung wäre angesagt-aber da hapert es bei allen "Anti-Populisten". Da wäre zunächst die Politik der EU mit ihrer ignoranten und arroganten Politik gegenüber den Nationalstaaten. Es ist eben z.B. nicht vermittelbar, dass reiche EU-Länder den einheimischen Kindergeldsatz an Kinder von Gastarbeitern zahlen müssen, die in ihrem Heimatland leben. (Vielleicht erinnern sie sich an die Debatten vor dem Brexit).
Es ist nicht vermittelbar, dass die EU mit ihrem Expansionsdrang Länder aufnimmt, die gar nicht EU-kompatibel sind. Ohne diese Politik der Arroganz -zu der auch die Forderungen Deutschlands gehörten, nach der Entscheidung Frau Merkels, die EU-Grenzen zu öffnen die Migranten auf "alle" EU-Staaten gleichmäßig zu verteilen, hätte es keinen Brexit gegeben, hätten wir keine Populisten an der Macht und überall auf dem Vormarsch.

Knapp jeder Dritte populistisch

und die Reaktion der Etablierten
- Ausgrenzung -
warum hinterfragt man den nicht mal die Gründe ?
hinterfragt seine eigene Politik
natürlich zu glauben, die einzig richtige Meinung zu haben,
ist auch ne Einstellung … ne überhebliche
alle anderen in irgend ne politische Ecke zu drängen
aktuell die rechte - es gab Zeiten da war es die linke

Eigenartige Prozentrechnung .

Nach dieser Prozentrechnung ist die SPD die stärkste Partei . Das ist für die CDU nicht gut . Wo liegt die Wahrheit ?Ihr Zahlenkünstler ?

Hausverstand anwenden

am Beispiel Österreich kann man doch erkennen, daß die Anwendung von Hausverstand zu Akzeptanz in der Bevölkerung führt.
Es ist nicht so, daß die innerdeutschen und globalen Probleme wirklich kompliziert sind, sie werden leider nur von unseren Politikern kompliziert diskutiert, weil der Vereinfachung vielfach Parteiinteressen oder Ünfähigkeit im Wege stehen.
Hinter der sogenannten Kompliziertheit stehen zumeist nur Einzelinteressen von Politikern wie Trump, Putin, Erdogan aber auch Jinping denen EU-weit große Hilflosigkeit entgegen steht. Deren Interessen kann nur in Augenhöhe begegnet werden. Alles andere wird als Schwäche ausgelegt.
Die AFD kann nur zur Splitterpartei (rechte Wähler gibt es immer) rückentwickelt werden, wenn für den Bürger verständliche Politik mit eindeutigen und nachvollziehbaren Ergebnissen ausgeübt wird.

Gegen Feuer hilft kein Brandbeschleuniger

Klingt logisch, ist es aber nicht. Warum immer nur die eine (die rechte) Seite betrachten? Wir, die "Nicht-Populisten" (und das hat mit 'links' nichts zu tun), werden ständig von rechts mit diesen 'Brandbeschleunigern' torpediert.
Sie sollten einmal die Duldungsbereitschaft der Mehrheit der Bevölkerung (das sind immer noch die Nicht-Populisten) gegenüber den Rechten eruieren. Da ist nämlich die Grenze der Toleranz mittlerweile erreicht.
Die Minderheit, die sich immer wieder darauf beruft, "das Volk" zu sein, wird vom großen Rest der Bevölkerung (so) nicht gewollt. Die Spaltung der Gesellschaft vertieft sich, die gegenseitige Gesprächsbereitschaft schwindet.
Es sind Parteien wie die afd und die CSU, die als Brandbeschleuniger wirken, und dies lediglich aus dem Streben nach Macht. Wenn man das vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte sieht, dann kann man nur feststellen, "... denn sie wissen nicht, was sie tun."

Reines Wunschdenken

Die "Studie" der grün-links orientierten Bertelsmann-Stiftung ist reines Wunschdenken.

Es hilft nur eines: schonungslos die Fehler, die in der Vergangenheit begangen wurden zu benennen, an erster Stelle die unkontrollierte Masseneinwanderung von fast 1 Mio. "Flüchtlingen", darunter viele Illegale und Kriminelle, wie sich im Nachhinein herausgestellt hat.

Deutschland ist in einem noch nie dagewesenen Maße gespalten, es hat ein massiver Vertrauensverlust gegenüber der politischen Elite eingesetzt.

Das wieder gutzumachen wäre die dringlichste Aufgabe der Merkel-Regierung.

Die AfD ist zu 95 % eine reine Protestpartei. Solange die Bürger nicht erkennen, dass die Altparteien ihre begangenen Fehler eingestehen (Asylmissbrauch, schwere Straftaten illegaler Migranten, massiv verschlechterte Sicherheitslage in den Städten, kaum Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber) und sich ernsthaft bemühen, diese zu beheben, wird die AfD unaufhaltsam zunehmen.

Populismus

"Dabei gilt: je höher der Bildungsgrad und das Einkommen, desto weniger verbreitet sind populistische Einstellungen."
Dabei gilt: je höher der Bildungsgrad und das Einkommen, desto feinsinniger die Auslegung der populistischen Einstellungen!
Oder irre ich, wenn ich feststelle, dass die populistische Umwerbung des deutsch. Wahlmichels (wie z.Zt. in Bayern) durch die gesamte politische Landschaft zieht?

Herrschaftskritik nicht populistisch

Kritik an den Eliten pauschal als populistisch zu bezeichnen ist populistisch.

„Populismus definieren die Autoren der Studie als (...) die Idee von einem "wahren Volk" auf der einen und "korrupten Eliten" auf der anderen Seite (...).“

Nach dieser Definition war die friedliche Revolution in der DDR eine populistische Wende. Putin, Erdogan und Kim Young Un können sich dieser Definition anschließen. Volkssouveränität ist nicht populistisch sondern Basis der Demokratie.

Auch wenn.....

es wieder viele nicht wahrhaben wollen: die Menschen sind populistisch beeinflussbar, weil mit Emotionen! Gibt es überhaupt einen Menschen ohne Emotionen? Manche Politiker, Journalisten und auch Foristen glauben, daß sie nur rational denken und handeln und wundern sich, daß das andere nicht können oder wollen! Wer ist jetzt eigentlich der Dümmere?

Hauptverlierer: die Union

Aber das war doch längst überfällig.

Die SPD hatte ihr Waterloo mit den Hartz-Reformen,
und des Aufkommen der Linkspartei.
Jetzt trifft es halt die andere Volkspartei.

Alles insoweit normal, wenn die Gesellschaft aufpasst,
dass da nicht Leute von vorgestern die Zukunft bestimmen wollen.

Wenn die AfD nicht offensichtlich dermaßen

mit Anhängern der Nazi-Szene durchsetzt wäre und nichts gegen diese Leute unternimmt, wird sie niemals regierungsfähig werden. Es ist unübersehbar, dass eine Menge Wähler geneigt wären, die AfD zu wählen, denn in einigen Punkten spricht sie dieser Klientel aus der Seele:
Einwanderungsproblem ist Nr. 1, Problem Nr. 2 ist, dass vordergründig Gesetzesverstösse den Migranten zugeschoben werden und zum Dritten ist, dass die Regierung den unteren Schichten unserer Bevölkerung zu wenig Beachtung, sprich Unterstützung gewährt.
Die etablierten Parteien vergessen leider, dass unsere Bürger nicht alle Hochschulabschlüsse haben und nicht wissen, wie ein Staat "funktioniert". Verständliche Politik für Alle ist also unbedingt nötig.
Deshalb hat es die AfD leicht zwischen 15 und 20% der Wählerstimmen zu bekommen.
Die Altparteien, besonders die CDU/CSU und die SPD
schaffen sich so langsam selber ab. Parteien, die früher
jeweils über 40% Wähler generiert haben, dümplen jetzt zwischen 17 und 28% herum

Wer Wind säht, wird Sturm ernten.

"Dabei gilt: je höher der Bildungsgrad und das Einkommen, desto weniger verbreitet sind populistische Einstellungen."

Wenn ich Hagen Rether zuhöre, wie er verschiedene Zeitschriften zitiert, dann weiß ich gleich, woher die Bildungsferne kommt.

Und ganz ehrlich, liebe TS:
Die Fragen im Interview mit Sahra Wagenknecht in den Tagesthemen vom 3.9. zur Aufstehen-Bewegung waren auch nicht besser.

Studie aus dem Elfenbeinturm

Statt Wortklauberei mit Begriffen wie Populismus zu betreiben, sollten die "Altparteien" den sogenannten "Populisten" besser zuhören.
Sie formulieren das Unbehagen, artikulieren den Vertrauensverlust, und stellen mit scharfen Worten Forderungen, die ehemalige Wähler der "Altparteien" von diesen zur AFD getrieben haben. Es gibt reale Probleme die sich nicht wegdiskutieren lassen, zumindest das deutet die Studie ja auch an, läßt dabei aber Themen wie Zuwanderung/Flüchtlings/Asylpolitik, Migration, Integration, Innere Sicherheit, Umgang mit dem Islam, mit Erdogan etc. etc. alle aussen vor. Erst wenn hier überzeugende Antworten gefunden werden, ist der Trend zu stoppen. Gleiches gilt für den schleichenden Demokratieverlust in Folge der Globalisierung, getrieben durch Lobbyismus wie in Brüssel, durch intransparente Entscheidungsstrukturen und eine immer stärkere Machtkonzentration bei wenigen Verantwortlichen, die sich häufig nie einer demokratischen Wahl haben stellen müssen.

Wer oder was ist populistisch?

Wenn ich in dem ARD Kommentar lese, was Populismus sei, fühle ich mich stark an die sog. etablierten Parteien erinnert.
Populismus sei -anti-Pluralismus. Wer 2015/16 gegen die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin protestierte, wurde ausgegrenzt. Das nenne ich anti-pluralistisch. Populistisch sei auch die Auffassung, Politiker seien nur an Wählerstimmen interessiert und nicht an den Ansichten der Wähler. Warum bleiben dann zahllose Mails an die (CDU-)Abgeordneten ohne Reaktion? Immer erst kurz vor einer Wahl entdecken Politiker die Wähler, die sie vorher links liegen gelassen haben? Populistisch sei auch die Auffassung, dass der politische Kompromiss nichts anderes sei als der Verrat an den eigenen Prinzipien. Warum hat sich dann die SPD jahrzehntelang geweigert, mit den Linken zusammenzuarbeiten? Warum hat sich die FDP gegen die Jamaika Koalition ausgesprochen? Der Populismus-Begriff, so wie er von der Bertelsmann Stiftung definiert wird, gilt auch für die politische Praxis von CDU und SPD

Dann können wir uns ja warm anziehen.

Populismus wird beliebter und 29% der Wahlberechtigten können sich vorstellen, die AfD zu wählen (Umkehrschluss aus den gezeigten Werten). Da die AfD im Gegensatz zu den meisten anderen Parteien ihre Anhänger besser animiert, zur Wahlurne zu gehen, steht ihrem Sprung über die magischen 20% deutschlandweit bei der nächsten BT Wahl ja nichts mehr im Wege. Also werden wir uns auf eine tiefer gehende Spaltung der Gesellschaft in Deutschland einstellen müssen.

Die CSU ist der Hauptbrandbeschleuniger

Man wollte die rechtsnationalen sogar noch rechts überholen und hat ganz Deutschland
wegen ihrer Bayernwahl über ein Jahr in Geiselhaft der Groko untätigkeit genommen.

Resultat: Den Dieselfahrern droht die Enteignung
Diese Politiker sollte man mittels Pedition
auch ihrer Diäten & Pensionen enteignen

" "Gegen Feuer hilft kein Brandbeschleuniger"

Zitat: "Gegen Feuer hilft kein Brandbeschleuniger""

Aha. Und für solch eine Erkenntnis braucht jetzt wieder einen "Experten", wie?

Und wieso werfen die Altparteien und Medien seit Jahren Brandbeschleuniger ins Feuer?? In Ihrem Handeln, Reden und Tun??

Wieso führt in D keine echte SACHdebatte? Fürchtet man sich derartig vor den Argumenten der sog. "Populisten"?

Naja, zum Glück ist die AfD nun hier, um das Feuer zu löschen.

Vernunft gefragt

Den Brandbrschleuniger haben wir der Kanzlerin und dem Rot-Grünem Lager zu verdanken.
Mit der Agenda 2010 ist der Soziale Frieden ins Rutschen gekommen.
Mit der offenen Massenzuwanderung und der allgemeinen Alimentierung sowie der von islamistischen Gefährdern, die offene Abschiebeverweigerung krimineller Flüchtlinge und das beschönigende euphemistische Herumgeeiere und nicht zuletzt die Missachtung eines weiteren Todesopfers und die politische Umdeutung zeigen auf, das in der Politik niemand mehr zu denen steht die sie gewählt haben.
Ja, Vernunft ist mehr denn je gefragt aber da haben diejenigen die sich als Demokraten wähnen Tradition im Versagen.
Den Brandbrschleuniger für den Populismus liefern sie täglich.

Ansichtssache

Kann es nicht auch einfach sein dass sich in den letzten Jahren die Ansicht verschoben hat was als Konservativ und was als Populistisch zählt geändert hat und die Leute vielleicht garnicht soo anders denken als vor 20 Jahren?

Populistische Einstellung??

Ehrlich gesagt, wenn mich jemand fragen würde, ob ich eine "populistische Einstellung" hätte oder nicht, würde ich zuerst zurückfragen was damit überhaupt gemeint ist.

So ganz generell sagt das meiner Meinung nach überhaupt nichts aus, da fehlt irgendwie die Definition, was eine "populistische Einstellung" ist, oder aber ich kenne diese schlicht und einfach nicht ...

Populismus

Ach ja, unsere Populismusdebatte. Was ist eigentlich Populismus? Ich glaube, zum Populisten wird man erklärt (von oben, von den Medien, von dem, was als Mainstream bezeichnet wird). Diese Populismusdebatte ist sehr bequem: Man erklärt die Leute, welche eine andere Meinung als unsere Eliten bzw. Medien haben, zu Populisten und schon muß man sich mit diesem Thema nicht mehr auseinandersetzen. Dementsprechend ist auch unsere Diskussionskultur. Was nicht ins Schema passt, wird unter dieser Überschrift abgetan. Die Bürger wählen meiner Meinung nicht deshalb AfD oder Linkspartei (die ist ja auch "populistisch" und somit nicht diskussionswürdig), weil sie Frau Weidel als Kanzlerin sehen wollen, sie wählen deshalb, weil ihre Meinung sonst niemanden interessieren würde. Unsere Eliten haben die Bürger aus den Augen verloren (Maas, Diesel) und vermeiden mit diesem Begriff jegliche sachliche Auseinandersetzung. Und: Grüße aus Madrid

Kriterien für Populismus?

Die im Text genannten Beispiele für „Populismuskriterien“ lassen mich doch stark an der Aussagekraft der Studie zweifeln: „pro Volkssouveränität“ oder „anti Pluralismus“...ist das zwingend eine populistische Haltung? Wohl nur, wenn man die Welt von vornherein aus einer bestimmten politischen Richtung sieht...

Sicher interessant, das

Sicher interessant, das Problem einmal in Zahlen zusammengefasst zu sehen. Ich hätte mir aber gewünscht, dass die Autoren des WZB und der Bertelsmann-Stiftung Begriffe wie "Markenkern" und "Marktführer" aus soziologischen Untersuchungen 'raushalten. Es klingt recht Marketing-populistisch. Auf solche Sichtweise sollten Bürger und Parteien sich nicht herunterbrechen lassen.

Was das Fazit angeht: "Soziale Spaltung und gesellschaftliche Desintegration bekämpfen, neue Lösungen finden und Konfliktlinien überwinden. Wie genau das funktionieren kann, schreiben die Autoren nicht."
Na, das ist auch nicht die Aufgabe einer Meinungsumfrage - das ist die Aufgabe der Politik.

Volkssouveränität ist Populismus?

Einstellungen pro Volkssouveränität sind populistisch? Und ich dachte immer, die Volkssouveränität wäre im Grundgesetz verankert... Meines Erachtens ist eher das Gegenteil der Fall: Einstellungen contra Volkssouveränität sind autoritär und eben nicht demokratisch im Wortsinn.

Es ist kaum verständlich,...

...dass die Regierungsparteien es bis heute nicht geschafft haben, den (rechts)populistischen Machenschaften mehr als “Wir können auch Rechts!“ entgegenzusetzen.
Ist es denn so schwer, einmal genau hinzuhören, was die ganz normal denkenden Menschen, ja selbst die Krakeeler, auf der Straße wollen bzw. nicht wollen? Es wurde bislang dermaßen ignorant regiert, als wäre das zum reinen Selbstzweck. .Jaaa, die Wirtschaft booomt, das muss reichen! Tut es eben nicht!
Dass so Vieles den Bach runter ging wurde ignoriert - all das aufzuzählen wäre bei 1000 Z. unmöglich.
Und immer wieder:
Diese unselige und völlig uneffektive und teils plumpe Verteufelung der AfD, das habe ich schon so oft geschrieben, nützt ihr mehr als alles andere. Wurde ja auch jetzt bestätigt.
Anpacken, besser machen, so, dass es bei den Menschen spürbar ankommt - das ist das einzige Mittel, dem Populismus das Wasser abzugraben.

Richtige Diagnose, falsche Schlüsse

Das ist wieder so ein Beitrag aus dem Elfenbeinturm.
Man will einfach nicht wahrhaben, dass es gute und nachvollziehbare Gründe für diesen Trend gibt.
Die jüngsten Beispiele aus Berlin haben mehr als deutlich aufgezeigt, dass die etablierten Parteien tatsächlich den Kontakt zum Bürger völlig verloren haben und auch innerhalb der Partei wohl der Dialog zusammengebrochen ist.
Insofern ist Populismus, so wie er hier definiert ist, eine ganz natürliche Reaktion der Bürger.
Würden sich die etablierten Parteien mal aus ihrem Elfenbeinturm heraus bewegen, würde die CDU wieder eine konservative Rolle einnehmen, dann wäre der Trend gebrochen. Dort aber ist man blind wie ein Maulwurf.
Im Übrigen sind die so abgestempelten Bürger nicht gegen Pluralismus: es ist vielmehr die Antwort auf den durch CDU, Grüne und SPD abgetöteten Pluralismus.
Die dogmatische Durchsetzung von Politik, die jede anderslautende Meinung einfach ignoriert oder diskreditiert, führt tötet Pluralismus.

Populismus

Mir scheinen hier die Begriffe nicht sauber definiert.
"Vox populi" also die Stimme des Volkes- ergo
"populus" - das Volk.
Wenn also jemand populistisch ist- spricht er mit der Stimme des Volkes.
Was ist daran jetzt so falsch? Sollten nicht alle Vetreter des Volkes (Politiker) mit der Stimme ihres Volkes sprechen ? Wurden sie dafür nicht gewählt- er ist also Vertreter seine Volkes (polis)

Und das passende Gegenteil wäre dann was?
Ein Politiker der nicht mit der Stimme des Volkes spricht? Also unpopulitisch spricht?

Und der Wähler? Soll er jetzt populitisch (also seiner Volkstimme Ausdruck geben, oder unpopulitisch (also gegen seine eigene Volkstimme) wählen ?

Populismus erhält Nahrung von der Regierung

Allein der Umgang mit den Geschädigten (gutgläubigeN und betrogenen Käufern) wird das Vertrauen in die achso tollen, erfahrenen etablierten Großparteien weiterhin unterminieren. Leider haben sie es noch nicht begriffen, was Menschen tun, die das Vertrauen in die Regierung verloren haben: Man sehe nach Polen oder die USA.
Und ich lerne auch: Unser Staat tut nichts gegen die Großen.
Ich kann unsere Regierung nur ermahnen, hier eine klare Linie zu ziehen, sonst brauchen sie sich keine Gedanken mehr zu machen, dann handelt das Volk mit den Wahlen.

Populismus

Populismus heißt eigentlich "für das Volk".
Wenn aber systematisch und ideologisch gegen das Volk gehandelt wird - wen wundert es wenn das Volk seine Sache selbst in die Hand nimmt?!
Die Politik steckt in der Krise weil sie sich einfach nicht von der Idee lösen kann, das sie die Elite weiß was gut ist und das Volk als dumme Masse als Schafe sieht die der ideologischen Führung bedürfen und allenfalls alle vier Jahre ein Kreuz machen dürfen.
Es ist diese Borniertheit die in Folge das nährt was dann Populismus gescholten wird.

Was soll dieses ständige

Was soll dieses ständige Populismus Gerede? Das soll die AfD abwerten, ja? Die AfD hat schlichtweg als einzige Partei die richtigen Konzepte zur Lösung der von den Altparteien geschaffenen Probleme.

Was das Potential anbetrifft: Meinungen können sich ändern unter dem Eindruck von Fakten und tun das auch.

Populus (lat.): Das Volk

"Volk" wird auch im GG verwendet, Urteile werden in dessen Namen gesprochen.
Also würde ich eher von Dogmatismus sprechen.

Viele Wähler möchten sich eben nicht die unkontrollierte Zuwanderung (woher plötzlich das viele Geld?) zu ihrem persönlichen Dogma erklären lassen, da sie nicht in schicken Einfamilienhäusern wohnen, sondern auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum sind und man kann jede Wohnung nur einmal vermieten.

Wenn es schon populistisch sein soll, sich zu fragen, warum kürzlich angekommene Leute z.T. nagelneue Sozialwohnungen erhalten, während man selbst seit Jahren auf Wartelisten verschimmelt oder unter der maroden Brücke, sind ca. 99 Prozent aller Staaten populistisch.

Warum soll es populistisch sein, zu fragen, warum Falschparken bezahlt werden muss?

Das Establishment hat bei sämtlichen Herausforderungen der Zeit versagt, z.B. Armutsbekämpfung "(Wo bleibt hier "Wir schaffen das?), Infrastruktur, Rente, Sicherheit im öfftl. Raum...

Reale Bewertung = Populismus?

AFD ist Bäh !

man erfährt es jeden Tag immer wieder aufs Neue. Dabei gibt es zu der im Artikel behaupteten 'Bildungsferne und Einkommensschwäche der (AFD) Populisten' durchaus widersprüchliche Untersuchungen.

Siehe dazu:
Zeit 23.08.2017 Artikel 'AfD-Wähler: Nicht nur die kleinen Leute'.
Welt 30.04.2016: Die AfD ist eine Partei der Besserverdiener und Gebildeten

Auch wer sich über den beruflichen Hintergrund der AD Abgeordneten im Bundestag informiert und diesen mit dem der im Artikel so hoch gelobten Grünen vergleicht, kommt ins Grübeln.

Wie erklären sich nun diese diametral entgegengesetzten Einschätzungen zum gleichen Sachverhalt ?

Ich vermute mal, 'der Kunde ist König' und der Experte weiß, was der Kunde hören will.

Wie erklärt sich die offensichtliche täglich bestätigte Präferenz der öffentlich rechtlichen Qualitätsmedien ?

Im S.P.O.N. Artikel 'Warum sind so viele Journalisten links' erfährt man:
Zweidrittel der im Meinungsgeschäft Tätigen sympathisiert mit Rot-Grün.

Was ist Populismus?

Das Problem liegt m.E. in der Definition von Populismus: Die Meinung, "dass es den Parteien" vielleicht nicht nur, aber oft "um die Wählerstimmen und nicht um die Ansichten der Wähler" geht, kann ich durchaus teilen und wenn man Lobbyismus als eine Art legaler Korruption betrachtet, könnte man durchaus zu der Einschätzung kommen, dass Politik und Korruption nicht nur in Südamerika, sondern auch bei uns durchaus ungut miteinander verknüpft sind. Und damit befinden wir uns bei den Ursachen des Problems: Ein sinnvolles Vorgehen gegen Populismus fängt nicht erst damit an, keinen Brandbeschleuniger zum Löschen zu verwenden - es fängt früher an: Keine Lobbyarebeit (vor allem in Brüssel), plebiszitäre Elemente klug* einbinden usw. *"Klug" heißt, dass genau festgelegt wird, dass bestimmte Fragen, die z.B. Verfassungsrang haben, nicht, oder nur mit sehr hohen Hürden, plebiszitär verändert werden können: Religionsfreiheit (z.B Minarettverbot) steht dann z.B. nicht ohne Weiteres zur Debatte!

Populismus

Mir wäre sehr daran gelegen, sich mit diesem Begriff einmal auseinander zu setzen.
Was bedeutet er?
Was bedeutet er nicht?

Der Vorwurf, populistisch zu sein, ergeht v. a. an Parteien, die auf die Wünsche des Volkes einzugehen versprechen.

Ich sehe in diesem Vorwurf, der ja offensichtlich v. a. gegen die AfD gerichtet ist, auch die Strategie etablierter Parteien, sich selbst nicht mit der Volksmeinung auseinander setzen zu müssen.

Populistische Parteien erfüllen also damit gefühlt wesentlich besser die Bedürfnisse der Menschen, während die Altparteien dann gefühlt schlichtweg am "Volk vorbei" regieren.

Vielleicht ist dieser derzeitige Populismus einfach nur ein Symptom, das uns zeigt, wie krank die etablierte Politik eigentlich ist.

Klug wäre es, entsprechende Zeichen zu setzen und entgegen zu steuern. Aber dafür bräuchte es ein ehrliches Umdenken und kein bequemes "Weiter so".

Sorry, aber ich denke, das

Sorry, aber ich denke, das Problem der Union ist noch immer die Asylpolitik. Die europäische Lösung bedeutet keinen einzigen Zuwanderer weniger. Wir sind aber nicht so blöd, das man uns mit großen Gesten verarschen kann.
Ich möchte meine Heimat zurück. Urlaub in der Türkei war toll aber leben will ich dort nicht. Auf meiner Terrasse ist jetzt Türkei, denn über mir wird lautstark türkisch geredet. Der Platz der Wunder in Marokko war toll. Aber nach zwei Wochen wollte ich wieder nach hause. Jetzt ist der PdW in meiner Innenstadt, nur arabische und schwarzafrik.Sprachen. Moskau mochte ich sehr, aber nicht bei meinem Discounter, wo die meisten Kunden und die Kassiererin russisch sprechen.
Ich will mein Land zurück, ich will endlich wieder nach hause. Und die Union sorgt dafür das mir mein Land durch immer mehr Zuwanderer immer fremder wird. Ich brauche Pflegekräfte, ein gutes Altersheim, ein Krankenhaus wie in Dänemark, Zuwanderer, die meine Sprache und Kultur nicht annehmen wollen nicht.

Realitätsverlust

Wer AfD wählt und sich selber in der politischen Mitte verortet hat wohl einen gewissen Realitäsverlust erlitten...

Das Hofieren von Rechtpopulisten wie der AfD, die absolut keine Lösungen anbieten und uns Steuerzahlern nur das Geld für Nichts aus der Tasche ziehen (Parteien- und Abgeordnetenfinanzierung) ist echt grotesk.

Was soll dadurch verbessert werden? Wählt lieber die Moderne, nicht die ewig gestrigen Betonköpfe. Nur so kann sich die Gesellschaft weiterentwickeln!

Es muß ja nicht gleich nach ganz Links geschwenkt werden, aber es gibt Alternativen ohne die AfD!

Schlimm, diese Populisten!

Zitat: ". Das zentrale Ergebnis: Populistische Einstellungen nehmen in Deutschland zu. Knapp jeder dritte Wahlberechtigte ist populistisch eingestellt (30,4 Prozent), das sind vier Prozent mehr als im Vorjahr. "

Schlimm, dass immer mehr Wähler auf folgende populistische Thesen reinfallen, wie:

1: "D profitiert vom Euro"

2. "es kommen Fachkräfte, die unsere Rente bezahlen werden"

3. "Religion des Friedens"

4. "kulturelle Bereicherung"

... und viel sonstiger Unsinn.

Hier hilft nur mehr Aufklärung.

Gegen Feuer hilft kein Brandbeschleuniger

Authenzität heißt das Zauberwort.
Afd und & Co. verinnerlichen das - man mag es sehen wie man will. Die sind authentisch.
Mir fallen spontan kaum Politgrö0en in den etablierten Parteien ein.
Da scheinen persönliche animositäten wichtiger zu sein als Sachthemen.
Zuerst kommt das Land, dann die Partei.
Gell, Herr Seehofer?

"Wir schaffen das - Populismus" ist am Ende

Obwohl sich die AfD deutlich mit Aussagen zurück hält und eigentlich das tut, was über Jahre der Angela Merkel ihr Privileg war, nämlich nichts, sorgen die Medien doch täglich für genug AfD Auftrieb, indem sie genau gegen die AfD hetzen.
Der gemeine Bürger hat längst erkannt, dass er besser auf sein Bauchgefühl hört, als auf die, die sich als Intellektuelle fühlen oder sich so benennen. Der sogenannt "einfache Arbeiter oder Angestellte" besitzt in der Mehrheit tatsächlich kein Abitur oder Billigstudium, aber er arbeitet und zahlt brav seine Steuern und Sozialabgaben. Dieser ist weniger rhetorisch geschickt, aber er sieht sehr wohl, wie sich Taugenichtse an die Fleischtöpfe der Politik drängen und um seine Wahlstimme buhlen. Er will eben nicht die Welt retten, sondern hätte nur den Wunsch, dass seine Frau auch nachts sicher und unbelästigt nach Hause gehen kann, oder dass seine Steuern nicht verschwendet werden und damit für ihn ein Nutzen am Ende steht.

Interessant wäre

für mich, wenn 71% angeben die AFD nicht zu wählen, wie viele sagen dies aus Furcht vor Reprässalien?

Auch interessant wäre, warum genau sind höhere Einkommen weniger populistisch? Hat das mit weniger Grundängsten die Existenz betreffend zu tun?

Ich z.B. empfinde die AFD nicht als regierungstauglich, sehr wohl aber um eine Änderung des bisherigen Kurses "weiter so" zu erzwingen.
Eine Schülerin berichtete mir übrigens das vier Vertreter von Parteien in der Schule waren (Gymnasium). Interessant war, als sie sagte das der AFD-Vertreter eigentlich nachvollziehbare und richtige Aussagen machte. Er wurde aber nicht akzeptiert. O-Ton: "er hätte auch sagen können Katzenbabies seien süß und wäre ausgebuht worden". Das schließt den Kreis zu meiner Eingangsfrage.

Und das Feuer ist ... ?

Diese Studie verwechselt Ursache und Wirkung. Der Rechtspopulismus ist lediglich ein Symptom und seine Ursache ist das Immigrationsdesaster, das Fr. Dr. Merkel nicht unterbunden hat. Brandbeschleuniger ist der Familiennachzug und die als Seenotrettung verbrämten Schlepperaktivitäten im Mittelmeer.

Wer diese Ursache nachhaltig in Ordnung bringt, der nimmt der AfD die Luft zum Atmen, auch wenn die Autoren dieser Studie das Gegenteil behaupten und offensichtlich der Meinung sind, man müsse nur energisch und lange genug die Deformation der deutschen Gesellschaft verharmlosen und schönreden.

Deutsche Sprache kennt kein Populismusbarometer

"Populismusbarometer 2018"
Was soll so eine Begriffsschöpfung aussagen ?
Die ist so nichtssagend hohl, dass es für deren Gebrauch bei ts.de nur einen Grund gibt:
Hie will und muss sich journalistisch jemand die Sporen in der allgemeinen Populismuskampagne verdienen.
" Populistische Einstellungen nehmen in Deutschland zu. Knapp jeder dritte Wahlberechtigte ist populistisch eingestellt."
Populistische Einstellungen - was soll dieser semantische Würger eigentlich ausssagen ?
Bekanntlich bedeutet Populismus volksnah und ist vom vom Lateinischen populus ‚Volk' hergeleitet.
Was will dann Frau Stalinski von ts.de dies in eine negative Ecke stellen ?
Sich volksnah zu geben und volksnahe Politik zu betreiben ist immer positiv und das Gegenteil von marktkonformer Politik als Merkel & Co.
Nur Frau Sta... und dieses infra... meinen mit Populismus etwas anderes, nämlich rechtsextrem und rechtsradikal.
Dann sollen sie es gefälligst auch so benennen und nicht rumeiern.

Bertelsmann Stiftung ist Populistisch

Populismus ist nicht für Volkssouveränität sondern Demokratie setzt auf die Souveränität des Volkes. Die Defenition des Think Tank ist gegen die Demokratie gerichtet. Populismus gibt sich volkstümlich. Er ist es aber nicht. Populismus täucht die Interessen des Volkes vor, er bedient sie aber nicht.

Ein Beispiel für Populismus ist die Neoliberale Kampagne zur Agenda 2010. Die Bertelsmann Stiftung war Teil dieser populistischen Bewegung.

09:38 von marciaroni

Leider könnten sie da recht haben.

Die Merkel-Partei will mit deutschem Steuergeld die Folgen der Katastrophen-Politik abmildern und setzt nach wie vor auf offene Grenze und darauf dass alles hier rein und hier bleiben kann.

Das wird den Höhenflug der AfD weiter stützen, auch wenn Qualitätsmedien ständig versuchen diese Tatsache durch seltsame Umfrageergebnisse das Gegenteil beweisen wollen.

Es freut mich...

... , dass eine große Mehrheit nicht bereit ist die AFD zu wählen. Vor allem jetzt, wo der Schulterschluss mit Pegida und anderen rechtsextremen Gruppen deutlicher wird. Allerdings beunruhigt mich auch diese Minderheit und wirft bei mir immer wieder die Frage auf: Warum?
Wird vieles, was die Regierung leistet, aber nicht groß angepriesen wird, irgendwie als Selbstläufer und selbstverständlich betrachtet? Immerhin kümmert man sich bei dieser Strömung allein um ein und dasselbe Thema, als ob es in Politik um nichts anderes mehr geht und nichts wichtig ist.
Ich habe vor kurzem den Film "Die Welle" gesehen und gegoogelt, auf welche wahre Begebenheit die Geschichte beruht. Dieser alte Artikel des "Spiegels" war interessant und erschreckend:

http://www.spiegel.de/einestages/schul-experiment-die-welle-a-946745.html

Anscheinend schläft in jedem von uns ein kleiner Nazi.

Das Hauptproblem

Ist doch aber nicht der Bürger, sondern die Politik der etablierten Parteien. Man hat aktuell auch als Politik-interessierter Akademiker, der durchaus für eine offene demokratische Gesellschaft ist, den Eindruck, dass diese kaum etwas auf die Reihe kriegen. Man kann nicht Populismus verteufeln und (wie Nahles) selbst populistisch (um nicht zu sagen proletisch) auftreten oder einfach weitgehend untätig bleiben und keine alternativen Lösungen anbieten (wie Merkel). Bin kein Freund der AfD, kann aber deren Zulauf verstehen. Zumindest SPD und CDU sind für mich mittlerweile aus vielerlei Gründen auch nicht mehr wählbar.

re post mortem

"Populismus ist ein gerne verwendeter Sammelbegriff, der bestimmte Parteien und Positionen abwerten soll."

Haben Sie den Artikel nicht gelesen? Da steht eine Definition von Populismus.

Denken Sie doch mal nach, auf welche Parteien das zutrifft oder nicht zutrifft.

@Post Mortem, 9.45 Uhr.

Sie haben natürlich Recht: Es kommt immer auf die Definition an. Die Studie ist bei der Bertelsmann Stiftung herunterzuladen. Hier finden Sie z.B. (auf S. 19) auch die 8 – einseitig formulierten – vorgegebenen Statements, die als Hinweis auf Populismus gelten. Sie betreffen im Wesentlichen 1. großes Misstrauen gegenüber den Parteien/den Politikern im Bundestag und 2. die Überzeugung, dass „die Bürger“ sich im Prinzip einig sind, was politisch passieren muss (die Politik dem aber nicht hinreichend folgt). Je stärker man dies unterschreibt, desto populistischer ist man nach diesem Konzept.

Diese Hypothese kann man testen!

Zitat: "Typische populistische Aussagen sind demnach beispielsweise, dass Politiker ganz andere Ziele verfolgten als die Bürger, die sich oft einig seien; "

Diese Hypothese kann man testen!

Einfach mal Referenden durchführen ö, zu folgenden Themen:

1. Einführung des Euros - j/n

2. "Rettung" des Euros
j/n

3. Massenmigration seit 2015 - j/n

4. islamische Zuwanderung - j/n

5. Zentralisierung der EU - j/n

Dann kann man obige Frage beantworten!

armselige Messung

Sowas populistisches hab ich schon lange nicht mehr gelesen .
Als wenn man Populismus messen kann...
Fakten sind Meßdaten wie das nachprüfen der Wahllügen einer Regierung oder die Anzahl der ill. Einwanderer in 2018.
Tja, aber ob solche Messdaten gewünscht sind?

populistisch oder populär?

Mir erscheint die Definition von "Populismus" in der Studie problematisch. Und mit dem Design der Befragung programmiere ich natürlich auch die Ergebnisse vor. Wenn ein Thema aus aktuellem Anlaß, z.B. wegen unkontrollierter Einwanderung und/oder Kriminalitätsbelastung, in dem Sinne populär ist, dass es viele Bürger besorgt und umtreibt, dann ist das Adressieren dieses Themas durch eine oder mehrere politische Organisationen oder Parteien noch lange nicht "populistisch", sondern schlicht das Aufgreifen von real vorhandenen Problemen und Sorgen im Staatsvolk. Im übrigen können "populistisch" und "nicht populistisch" nicht so ohne weiteres gleichgesetzt werden mit "falsch" oder "richtig". Auch der populistische Angang eines von relevanten Teilen der Bevölkerung empfundenen Problems kann politisch sinnvoll und richtig sein. Populismus ist daher nicht von vornherein in jedem Fall schlecht und verwerflich.

Sorry aber,

selbst der Populismus ist eine Simplifizierung von bestehenden Problemen oder Ansichten die einen ganz realen Hintergrund haben müssen!
Da hilft heut auch nicht wenn man ständig Hochglanz-Kampagnen mit eindeutigem Werbecharakter in eigenen Sachen fährt was nur eine im Grunde feinsinnigere Alternative dessen ist aws man selbst will bzw. möchte. Ich bin ja selbst oft angewiedert so mancher populistischen Vereinfachung oder Werbekampagne . Da wundert es mich eben nicht der große Kindergarten der nur Wildwest gut u. böse kennt u. an sonsten alles in Trümmern hinterlässt ,Hauptsache die Gegenpartei gewinnt nicht oder der Kompromiß trampelt seit je her auf der Stelle?!
Was mich aber vor allem stört ist die mediale Aufmerksamkeit für das reißerische schlagzeilenbringende Thema obwohl es viel viel wichtigerere Themen ;Probleme u. Unverschämtheiten gäbe die seit Generationen jetzt schon bestehen. Ich empfehle da schon mal "Nachrichten von vor 20-25 Jahren"?!

Populismus

@Post Mortem

"Ist etwa die Forderung nach einer kontrollierten und gesteuerten Zuwanderung und nach funktionierenden Abschiebungen populistisch, oder ist diese nicht der Vernunft und den Gesetzten geschuldet?"

Gesetze werden von allen Beteiligten gebrochen. Regelmäßig. Von Deutschen, Migranten, Pegida, AfD, Linken, auch den regierenden Parteien, u.a. Mittlerweile wird das Fehlverhalten der Linken und Rechten Extremen ja auch verfolgt.

Solange Forderungen mit "Fremdenhaß" begründet werden, sind sie verwerflich und nicht berechtigt. Fertig. "Fremdenhaß" liegt sofort vor, sobald einer bestimmten Personengruppe etwas unterstellt wird, was völlig haltlos aus der Luft gegriffen ist, nur um diese zu diffamieren und als Sündenbock zu präsentieren. Das geht einfach gar nicht.

Sollte eine vernünftige Diskussion zu einer Gesetzesinitiative führen, ist das eine ganz andere Hausnummer.

Wenn das Verteidigungsministerium

Riesensummen für eine Unternehmensberaterfirma ausgibt, die gleiche Firma wirkungslose Konzepte für das BaMF entwirft, also Staatsmacht ohne Legitimation weiterdelegiert wird... wie soll man das nennen ohne das Wort Bestechung auszusprechen? Ist man dann gleich Populist?

Populismus ist ein Kampfbegriff

Der linken Mitte um rechte Bewegungen zu diskreditieren. Politisch betrachtet fächert sich das Parteiensystem auf , mit der Folge dass nicht mehr alle im Parlament vertretenen Parteien untereinander koalitionsfähig sind. Beispiel: die Linke mit der CDU. Dadurch werden alle Parteien der Mitte in Dauerregierung gezwungen. Als Dauer-Regierungspartei kann man nur schwer populistische Forderungen erheben. Einzige Lösung: sowohl linke als auch AfD müssen mitregieren. Solange insbesondere die öffentlich-rechtlichen Medien eine Regierung mit AfD als Neuauflage der Machtergreifung diskreteren, kann diese Partei als Dauer-Opposition munter weiter wachsen. Bis sie irgendwann größte Partei ist. Und dann wird es richtig gefährlich.

Danke für diesen in allen

Danke für diesen in allen Aspekten informativen Artikel!

genau... Was heißt eigentlich "Populismus"?

Aus Wikipedia:
Populismus ist häufig geprägt von der Ablehnung von Machteliten und Institutionen, Anti-Intellektualismus, einem scheinbar unpolitischen Auftreten, Berufung auf den „gesunden Menschenverstand“ (common sense) und die „Stimme des Volkes“, Polarisierung, Personalisierung, Moralisierung und Argumenten ad populum oder ad hominem.

Polarisierung höre und sehe ich tagtäglich von den Alt-Parteien, und zwar schon bevor es die AfD gab. Es gehört zur politischen Rhetorik, zu sagen:"Die da: schlecht und böse - Wir: gut."
Btw: Unsere Qualitätsmedien polarisieren auch sehr gerne.
Es ist eben ein rhetorischens Stilmittel, das sehr gern verwendet wird, allerdings in neutraler Berichterstattung nicht verwendet werden sollte.

Die Machtelite, welche ebenfalls polarisiert, lehnt genauso andere "Mächte" ab und beruft sich auf den "gesunden Menschenverstand", welche sie den als "Populisten" verschrieenen abspricht.

Das sehe ich auch so!

Zitat: "kluge Politik und klare Haltung notwendig"

Das sehe ich auch so!

Wenn es in den letzten 5 Jahren eine kluge Politik gegeben hätte, hätte ich nicht seit 2013 die AfD wählen müssen, die in meinen Augen genau diese kluge Politik macht und Haltung bewahrt.

die Populismusdebatte ist nur Ablenkung

von eigenen Verfehlungen über einen Gruppenzwang. Man stellt eine große Anzahl Leute ins Abseits in dem man sie versucht "salonunfähig" zu machen.

Die AFD wirkt isoliert betrachtet schnell "salonunfähig", nicht zuletzt dank inakzeptablen Führungspersonals (da faschistische Grundeinstellung).

Allerdings würde die GroKo isoliert betrachtet und gemessen an ihren Verfehlungen auch recht schlecht abschneiden. Deren Glück also das es die AFD gibt.

Wie können in einem so reichen Land soziale Errungenschaften wie Pflege, Rente und Bildungssystem dermaßen verkommen.
Wieso gibt der Staat das Machtmonopol in vielen Bereichen ab (Ditib oder clanbeherrschte Stadtviertel, oder Sylvester Köln oder Dieselbetrug).

Und es ist auch Fakt, das meine Tochter nicht überall mehr unbehelligt hingehen kann. Nicht so wie es in den 90ern noch der Fall war. Und ich spreche nicht von dunklen Ecken, nein ich meine Hauptbahnhöfe oder Feste. Belebte Plätze.

Das herunterzuspielen war zu lange auch Methode.

Nun das diese Thesen von

Nun das diese Thesen von Regierungsnahen Instituten erhoben wurde, lässt mich doch eher dieses in die Kategorie der Gebrüder Grimm einordnen!Andauernd werden Fehlverhalten der Bürger Diagnostiziert!Was ist mit den Politikern? Die sind seit über 3 Jahren nicht in der Lage dieses durch Konsequentes Handeln bezüglich der Flüchtlingspolitik zu beseitigen!Wie sonst kommen Wirtschaftszweige auf die Idee Asyl mit Einwanderung gleichzustellen,während wir Millionen Arbeitslose in der EU haben?Die Grünen sind abgetaucht weil sie selber keine Themen haben die sie Interressant macht!Ein ordentlicher Cut in der Asyl und Einwanderungspolitik und die Afd wäre weg! Ich frage mich nur warum geht das nicht bei uns ,aber in Skandinavischen wie Baltischen Ländern der EU! Wovor haben unsere"Politiker" so eine Heidenangst das Thema hätte schon lange beendet sein können.

Populismus ist immer ein Resultat

von schlechter Politik in der Vergangenheit, die soziale und ungerechte Brennpunkte geschaffen hat.
Statt den Anstieg des Populismus zu beklagen, sollten sich die verantwortlichen Politiker (und auch die Medien ! ) einmal an die eigene Nase fassen und kritisch hinterfragen, was sie in der Vergangenheit alles falsch gemacht haben. Man wird den Trend allein durch Beklagen nicht stoppen können. Taten sind gefragt !

Grüne und aufklären! :-)

Zitat: ""Durch kluge Politik und eine klare Haltung, die mit dem Anspruch verbunden ist, die politische Mitte über die Gefahren des Populismus für die Demokratie aufzuklären. Wie das geht, zeigen im Moment vor allem die Grünen."

Ich muss schmunzeln, wenn man im Zusammenhang mit den Grünen von "Aufklären" spricht.

Nun gut: man möge mir einmal die schlagenden Sachargumente nennen, mit denen Grüne einen "dreckigen Rechtspopulisten" wie mich "aufklären" möchten.

Ich bin ganz Ohr! :-)

Dabei gelte:

>>>Dabei gelte: Je höher der Bildungsgrad und das Einkommen, desto weniger verbreitet sind populistische Einstellungen.<<<

Dann dürften aber bei der AfD die wenigsten Populisten sein und die Grünen nur aus Populisten bestehen.
.... Oh, bei den Grünen zählt dann das Einkommen....ok, dann.... liegt hier der Vergleich mit dem Bauern und den großen Kartoffeln zugrunde.

Populismus kommt von "alternativloser" Politik

Unsere parlamentarische Demokratie lebt unter anderem davon, dass der Wähler bei Wahlen seine Stimme für die eine oder für die andere Politikrichtung abgeben und damit die Politik mitbestimmen kann. Das funktioniert dann, wenn es (mindestens, und idealerweise genau) zwei Alternativen gibt, zwischen denen man sich entscheiden kann.

Wenn aber der Wähler immer mehr den Eindruck bekommt, dass man sowieso wählen kann, was man will, und am Ende kommt doch immer dieselbe "alternativlose" Politik des kleinsten gemeinsamen Nenners heraus, dann führt das natürlich zu Politikverdrossenheit, Systemkritik und Populismus.

Meiner Ansicht nach war es 2013 ein großer Fehler, eine Große Koalition zu schmieden statt einer rot-rot-grünen Regierung - auch wenn das sicher mehr polarisiert hätte (oder gerade deswegen: es hätte klare Politikalternativen aufgezeigt) . Wenn letzteres passiert wäre, hätten wir heute vermutlich schwarz-gelb, stärkere Volksparteien und weniger Populismus.

Die etablierten Parteien

Die etablierten Parteien haben sehr viele Jahre völlig ungehindert ihre Vorstellungen von guter Politik durchsetzen können. Die NPD und frühere rechte Parteien konnten noch ausgetrickst werden. Die dafür benutzte Anti-Nazi-Rhetorik verfängt aber bei der AfD nicht mehr so richtig. Auch spüren größere Teile der Wähler inzwischen, daß die EU und der Euro für unser Land nicht segensreich sind, sondern ihre Mitwirkung in unserem Gemeinwesen verhindern und eine schleichende Enteignung bedeutet. Ein Moloch ist in Brüssel bzw. Straßburg entstanden, der mit Demokratie nicht mehr viel gemein hat. Die Übertragung von Kompetenzen an die EU ist zu weit und auch zu schnell gegangen - das schafft Unbehagen. Als sehr junger Mensch fand ich die Idee EU wunderbar, doch muß ich leider feststellen, daß es ein Irrtum war.

Post Mortem, 09:45

||Was heißt eigentlich "Populismus"?||

Duden: "von Opportunismus geprägte, volksnahe, oft demagogische Politik, die das Ziel hat, durch Dramatisierung der politischen Lage die Gunst der Massen (im Hinblick auf Wahlen) zu gewinnen."

Hätten Sie sicher selbst nachgesehen, wenn es Sie tatsächlich interessieren würde.

Populismus?

Normalerweise gehöre ich nicht zu den Leuten, die sich über die inflationäre Verwendung des Begriffs "Populismus" aufregen. Aber mich würde schon interessieren, mit welchen Ansichten man sich in dieser Studie als "Populist" qualifizieren konnte. Darüber sagt der Artikel leider gar nichts und insofern möchte ich auch nicht über die Qualität dieser Studie urteilen.
Ich glaube, Menschen hätten einfach gerne den Eindruck, dass die Politik effektiv an der Lösung ihrer Probleme arbeitet. Und daran mangelt es in den letzten Jahren, verschärft in den letzten Wochen. Zeigt den Menschen einfach, dass "ihr es schafft".
Da fällt es "Populisten" eben leicht, Versprechungen zu machen und diese Unzufriedenheit aufzugreifen. Beweisen, dass sie es besser könnten müssen sie ja bislang nicht.
Aber, und da stimme ich dem Artikel zu, wer die Migration zur "Mutter aller Probleme" erklärt betreibt das Geschäft der Populisten. Denn viele Probleme, über die wir uns erregen bestanden schon vor 2015.

@09:45 von Post Mortem

Populismus ist ein gerne verwendeter Sammelbegriff, der bestimmte Parteien und Positionen abwerten soll.

Das ist ein beliebtes Totschlagargument, das gerade in diesem Tagesschau-Beitrag entwertet wird. Darin wird nämlich recht gut abgegrenzt, was "Populismus" bedeutet und woran man polpulistische Positionen festmacht. Die Position der Relativierung ("man weiß ja gar nicht, was Populismus bedeuten soll") zieht hier nicht.

Ist etwa die Forderung nach einer kontrollierten und gesteuerten Zuwanderung und nach funktionierenden Abschiebungen populistisch

Ja, vor allem dann, wenn man sie zur Haupt- und Staatsforderung erhebt. Da wird nämlich notdürftig unter einem Firnis vorgeblicher Rationalität die alte "Ausländer raus!"-Parole kaschiert.

Tendenziöse Definition

Die hier vorgestellte Definition von "Populismus" ist tendenziös und soll bestimmte Auffassungen, die der etablierten Politik nicht genehm sind, ins Abseits stellen.
Dass die politische Klasse in weiten Teilen korrupt ist und oftmals daran interessiert, unter Vortäuschung falscher Motive und Ziele, manchmal sogar mit Hilfe regelrechter Verblödungsstrategien, die Gunst des Wählers zu gewinnen, erleben wir täglich und darf als Binsenweisheit gelten.
Und dass es in der Bevölkerung ein verbreitetes Unbehagen gibt, weil die Regierung/das Establishment Politik am Willen des Volkes vorbei oder gegen macht (z. B. in der Flüchtlings- und Bevölkerungspolitik), ist auch nicht zu leugnen.
Statt abweichende Ansichten zu diffamieren, wäre es hilfreich, dem inhaltlichen Kern von "Populismus" zu folgen und anzuerkennen, dass es nichts Demokratischeres gibt, als den Stimmen des Volkes (lat. populus) Rechnung zu tragen.

Mehr Populisten

in der Mitte. Mehr Populisten unter Armen und Ungebildeten. Jeden Tag lese ich Bildung hat etwas mit Geld zu tun. Also wird die Mitte ärmer und damit dümmer. Grüne sind keine Populisten! Zu welcher Bevölkerungsgruppe gehören die dann?

@09:47 von Icke 1

Vielleicht hätte man in 2015 mal die Mitte der Gesellschaft fragen müssen, ob sie die Richtung der Politik und der Medien mitgehen will?

Die "Mitte der Gesellschaft" ist offen, tolerant und europafreundlich, und sie kann mit Hass und Fremdenfeindlichkeit nichts anfangen.

Begreift das doch mal endlich. Ihr seid nur eine Randgruppe.

Danke für diese objektive und

Danke für diese objektive und so gar nicht tendenziöse Analyse!
Manchmal muss ich von den Journalisten daran erinnert werden, wer hier die Guten sind und wo die Demokratiefeinde sitzen.

@ Möbius von 09:33

Ich gebe Ihnen so recht!
Genau das ist eins der großen Probleme dieser Gesellschaft !

was ist Populismus?

Populismus ist das einfache?
Wenn mir jemand vor 3 Jahren gesagt hätte, dass ein Grundgesetzartikel demnächst hunderttausendfach gebrochen werden würde (Art 16a Abs 2 Grundgesetz - Asyl nur bei Einreise auf Luftweg und nicht wenn über sichere Drittstaaten), ich hätte ihn als Populisten bezeichnet. Heute würde ich ihn als Realisten bezeichnen

Ich bin Sprachlos

Ich bin ein Populist da Ich gegen Merkels Migrantenkurs bin.Ihr Versagen in der Kernenergie.Dieselkrise. usw. Und wisst Ihr was Ich kann damit gut leben.
Ich mache mein Kreuz dahin wo Ich will,bei den nächsten Wahlen.

09:45 von Post Mortem

«Was heißt eigentlich "Populismus"?»

Der Duden definiert Populismus so:

"Von Opportunismus geprägte, volksnahe, oft demagogische Politik, die das Ziel hat, durch Dramatisierung der politischen Lage die Gunst der Massen (im Hinblick auf Wahlen) zu gewinnen."

… … …

«Ist etwa die Forderung nach einer kontrollierten und gesteuerten Zuwanderung und nach funktionierenden Abschiebungen populistisch, oder ist diese nicht der Vernunft und den Gesetzten geschuldet?»

Diese Forderung ist alleine für sich nicht populistisch.

Sie damit zu kombinieren, als Lösung: "Grenzen zu!" zu forden (wie denn?), eine Internet-Seite zu betreiben, die sich "Messereinwanderung" nennt, und Schüler in Hamburg zu ermutigen, "zu linke Lehrer" bei der AfD zu melden. Was soll das denn anderes sein, als die obige Definition von Populismus?

«Populismus (kommt übrigens von populus (lateinisch: Volk)»

"Popularis" = populär hat den gleichen Ursprung.
Und ist die Quelle des dt. Adjektivs "völkisch".

Populismus vs. Elitarismus

Ich muss feststellen, daß es keine so starke politische Front mehr zwischen Links und Rechts gibt.
Die "politische Mitte" tut so, als sei nur sie normal, alles links und rechts davon sei bösartig und extremistisch.
Das Volk (populus) denkt weniger in diesem Links-oder-Rechts-Schema. Hier gibt es mehr einen Populismus versus Elitarismus.

wie wehrt man sich

gegen den Vorwurf des Populismus? Selbstverständlich so:

"Populismus ist nur so ein Schlagwort der Etablierten, denen das Volk sowieso egal ist. Damit sollen bloß Kritiker mundtot gemacht werden! Die Lobbyisten sollten lieber mal auf das Volk hören, statt die Populismus-Keule zu schwingen!"

Diese fundierte, tiefgründige und differenzierte Argumentation ist, wie man an den bisherigen Beiträgen sieht, die schlagfertige Antwort auf die Kritik, man handle populistisch.
Und vor allem ist sie natürlich konsequent ...

Sehr fraglich

" Typische populistische Aussagen sind demnach beispielsweise, dass Politiker ganz andere Ziele verfolgten als die Bürger, die sich oft einig seien; dass es den Parteien nur um die Wählerstimmen und nicht um die Ansichten der Wähler ginge; und dass der politische Kompromiss nichts anderes sei als ein Verrat der eigenen Prinzipien."

Wer nur ein bisschen historische Kenntnisse besitzt, wird schnell erkennen, dass solche Einstellungen schon lange vor der Zeit existierten, als der Begriff "Populismus" überhaupt existierte. Der Begriff ist jetzt v.a. politischer Kampfbegriff.

Populismus auf Rechtspopulismus zu verkürzen, ist unwissenschaftlich und einseitig.Es gibt ebenso Linkspopulismus, der o.g. Kriterien voll entspricht.

Umfragen spiegeln einen Jetzt-Zustand wider. Sie können sich schnell ändern.
Z.B. stand die Union vor exakt 3 Jahren bei 42 %, jetzt bei 28%!

@Post Mortem

Dieses ganze Geschreibe über Populismnus (...) ist nichts weiter als eine Diskreditierung bestimmter politischer Forderungen.

Das ist schlichtweg Unsinn. Es lässt sich nicht in einen Satz fassen, was Populismus ist, aber gängige Lexika bieten eine durchaus brauchbare Beschreibung. Klassische Merkmale von Populisten sind eine angebliche Vereinnahmung des "Volkswillens" und vorgeblich einfache Lösungen für komplexe Probleme, die jedoch bei näherer Betrachtung überhaupt keine Lösung sind.

Ein schönes Beispiel ist der Satz "Merkel muss weg." der von vielen Populisten als gut befunden wird. Dieser Satz drückt nichts anderes als Unzufriedenheit mit der Kanzlerin aus, liefert jedoch keinerlei Lösung, denn er nennt keinen geeigneten Ersatz. Die Frage, wer denn besser geeignet sei, können Populisten in der Regel nicht vernünftig beantworten. Häufig hört man, es wäre egal wer, es könne nur besser werden, was angesichts der deutschen Geschichte eine brandgefährliche Aussage ist.

Wenn 71% sich nicht

Wenn 71% sich nicht vorstellen können die zu wählen, sind es immerhin 29% die es tun würden (und sicher früher oder später tun).

Nach der Logik wären die Grünen mittelfristig bei 69%. Ich glaube aber nicht, dass das passiert.

Nein, zwischen "schließe ich nicht komplett aus" und "werde ich irgendwann tun" gibt es einen erheblichen Unterschied, darauf wird in der Studie auch ausdrücklich hingewiesen.

Die interessante Feststellung ist ja, dass die meisten anderen Parteien, vielleicht mit Ausnahme der Linken, viele Positionen vertreten, die in breiten Teilen der Gesellschaft konsensfähig wären, auch bei Anhängern anderer Parteien. Bei der AfD ist das nicht. Sie hat eine kleine Schar glühender Anhänger, aber die große Mehrheit lehnt ihre Positionen rundheraus ab.

@09:45 von Post Mortem

"Populismus ist ein gerne verwendeter Sammelbegriff, der bestimmte Parteien und Positionen abwerten soll.
Ist etwa die Forderung nach einer kontrollierten und gesteuerten Zuwanderung und nach funktionierenden Abschiebungen populistisch [...]?"

Populismus ist in erster Linie keine sachlich-inhaltliche Kategorie. Eine Position an sich kann zu den meisten Themen kaum populistisch sein. Die Art, wie sie vorgetragen und wie versucht wird, Unterstützer für sie zu gewinnen, macht den Unterschied zwischen populistisch und nicht populistisch aus.

Bei Populisten geht es weniger darum, ihre Positionen inhaltlich überzeugend zu vertreten, sondern darum, die eigene Position als den "eigentlichen Volkswillen" darzustellen (z.B. hier in den Kommentaren gern, indem die schweigende Mehrheit für die eigene Position vereinnahmt wird und davon geredet wird, was "der Bürger" oder "der Wähler" angeblich will) und allein diese gefühlte Mehrheit muss als Begründung und Rechtfertigung reichen.

Am 01. Oktober 2018 um 10:14 von ber kaus

Eigenartige Prozentrechnung .
Nach dieser Prozentrechnung ist die SPD die stärkste Partei . Das ist für die CDU nicht gut . Wo liegt die Wahrheit ?Ihr Zahlenkünstler ?
--------------------------------------------------------
Ja so ist das mit den Statistiken-wenn die Befragung der Wähler, wen sie wählen würden nicht mehr das gewünschte Ergebnis zeigt, wird die Frage einfach in die Negation geändert, wen sie denn nicht wählen würden und schwupps hat man wieder ein passendes Ergebnis und die Bestätigung, dass ja die Übergroße Mehrheit hinter den ehemaligen Volksparteien steht.
Was soll so eine Statistik? Sollen wir in der Wahlkabine zukünftig ankreuzen, wen wir auf gar keinen Fall wählen würden?

Auch Verantwortung der PR-Leute u. d. sog. Soz.Medien

Ja, scheinbar einfache Lösungen tauchen immer mehr auf, Fremdenhass, Nationalismus und dumpfes Nach-unten-Treten nehmen immer mehr zu. Auch in der Mitte wird Populismus immer salonfähiger. Sowieso muss sich die Politik, bzw. deren Darstellung hier eine Mitschuld geben. Wie oft hörten wir Begriffe wie "Bildungsrepublik", "Klimakanzlerin", "Pakt gegen Armut", "Alternativlosigkeit" u.s.w., ohne, dass die tatsächliche Entwicklung wirklich reflektiert worden wäre. Begriffe sind mächtig und können oft über den Inhalt hinwegtäuschen. Wen wundert es also, dass so viele, nachdem sie über 10 Jahre o.g. Begrifflichkeiten ausgesetzt waren, nun den Rechten, der AfD auf den Leim gehen? Aber auch die sog. Soz. Medien tragen einen großen Teil dazu bei. Durch sie wurde eine Bildung von Bubbles in diesem Umfang erst möglich.Durch sie wurden Verschwörungstheorien in die Haushalte transportiert. Wenn ein Staat nur noch die wirtschaftliche Entwicklung fokussiert, muss sich nicht wundern.

10:03 von TKM

>>>Im ZDF-Sommerinterview offenbarte Herr Gauland, daß seine Partei (AfD) keinerlei Konzepte hat.
Nicht zum Thema Rente, nicht zur Pflege, nicht zur Digitalisierung, nicht zur Energiewende und so weiter und so fort. Nicht mal zu ihren "Kernthemen" Migration, Asyl und Einwanderung haben sie ein Konzept.<<<

Ich weiß zwar nicht, wie Sie auf diesen Bolzen kommen....., aber wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Das Parteiprogramm der AfD liegt im Internet aus und kann dort von jeden eingesehen werden. Nur zum Thema Rente gibt es noch kein endgültiges, mit der Basis abgestimmtes Konzept. Das ist richtig. Richtig ist auch, dass drei Rentenmodelle zur Zeit in der AfD in Gesprächen analysiert werden. Eine Entscheidung für eines dieser Modelle steht noch aus.

Was haben die anderen Parteien? - NIX -

Na dann

Ist nicht jeder ein Populist? Eigentlich egal für welche Partei er auf die Straße geht und rumgröhlt! Man nennt das auch gelebte Demokratie, auch wenn es einige Damen und Herren aus Politik und Medien nicht paßt! Einfach mal entspannen, den Ball flach halten. Auch eine Demokratie kann sich erneuern.

Was ist denn Populismus?

Dem Volk andienen sich die etablierten Politiker alle 4 Jahre. Nachdem das Volk (lateinisch Populus) von ihren Ideen überzeugt wurde und etwa die Hälfte den Gang zur Wahlurne angetreten haben kommt die Bescherung: Die AFD legt weiter zu. In ihr sammelt sich der Ärger über die große Koalition, die mit Posten schachert, anstatt sich um die wirklich drängenden Probleme zu kümmern. Jetzt mit der Populismuskeule um sich zu schlagen bedeutet auch sich mit dem Begriff auseinander setzen zu müssen und das eigene Verhalten zu hinterfragen. Aufgeblasene Ankündigungen von Verbesserungen auf der einen Seite und halbherzige Zuwendungen nach dem Gießkannenprinzip auf der anderen Seite sind symptomatisch für die herrschende Politik. Das Volk wird nicht unbedingt belogen aber gehörig verarscht. Das haben vor allem die Menschen im Osten begriffen, die mit großen Hoffnungen der Wiedervereinigung zugestimmt haben.
Die Enttäuschung sitzt tief und der Vertrauensverlust ist groß. Ende hoffentlich offen.

Die Bertelsmannstiftung schreibt über Populismus

Chemnitzer Polizisten überprüfen Rechte Straftaten,...
Linke Aktivisten bewerfen Menschen mit Kot,... (soviel zu unantastbarer Würde)
Geheimdienstchefs bekommen neue Jobs mit geheimen Inhalten,...
Autobauer wollen betrogenen PKW-Besitzern entgegenkommen,...
Satiriker bekommen Anzeigen wegen Majestätsbeleidigung,...

Irgendwie ist die Realität zur Zeit recht populistisch.

Man verzeihe mir den scheinbaren Populismus

Interessant wäre

für mich, wenn 71% angeben die AFD nicht zu wählen, wie viele sagen dies aus Furcht vor Reprässalien?

Auch interessant wäre, warum genau sind höhere Einkommen weniger populistisch? Hat das mit weniger Grundängsten die Existenz betreffend zu tun?

Ich z.B. empfinde die AFD nicht als regierungstauglich, sehr wohl aber um eine Änderung des bisherigen Kurses "weiter so" zu erzwingen.
Eine Schülerin berichtete mir übrigens das vier Vertreter von Parteien in der Schule waren (Gymnasium). Interessant war, als sie sagte das der AFD-Vertreter eigentlich nachvollziehbare und richtige Aussagen machte. Er wurde aber nicht akzeptiert. O-Ton: "er hätte auch sagen können Katzenbabies seien süß und wäre ausgebuht worden". Das schließt den Kreis zu meiner Eingangsfrage.

"Die Idee von einem "wahren

"Die Idee von einem "wahren Volk" auf der einen und "korrupten Eliten" auf der anderen Seite werten sie als ein Kennzeichen des Populismus, genau wie Einstellungen, die anti Establishment, anti Pluralismus und pro Volksouveränität seien. Typische populistische Aussagen sind demnach beispielsweise, dass Politiker ganz andere Ziele verfolgten als die Bürger, die sich oft einig seien; dass es den Parteien nur um die Wählerstimmen und nicht um die Ansichten der Wähler ginge..."
---
Populistisch ist also, wenn ich Korruption und Vetternwirschtaft sehe und anprangere, wenn ich gegen eine etablierte Elite bin, wenn ich die leeren Wahlversprechen und hohlen Phrasen der Politiker, besonders vor der Wahl durchschaue und ihrer müde bin?? Dass ich Volkswille für wesentlich halte?
---
Dann bin ich auch populistisch.
---
Ich habe Angst vor der Emotionalität und Antirationalität, deren sich der Populismus in der Politik bedient. Aber nicht davor, dass wir Fehler aufzeigen, die real existieren!

Am 01. Oktober 2018 um 09:38 von marciaroni

richtige Feststellung, gefährliche Prognose
Die Prognose für die AfD ist meiner Meinung nach nicht so schlecht, wie dargestellt. Wenn 71% sich nicht vorstellen können die zu wählen, sind es immerhin 29% die es tun würden (und sicher früher oder später tun).
---------------------------------------------------------
Nachdem AFD-Wähler heute tatsächlich Repressalien unterliegen, wie z.B. Verlust des Arbeitsplatzes und Listen von Parteimitgliedern, deren Wohnorte und Familienverhältnisse auf linksradikalen Plattformen veröffentlicht werden, ja sogar Angriffe auf Leben, Gesundheit und Eigentum von AFD-Mitgliedern zur Tagesordnung gehören, bin ich der Meinung, dass diese Befragung kein repräsentatives Ergebnis zeigen kann-oder würden sie sich heute öffentlich als AFD-Wähler outen?

Unverständlich

Diese Debatte ist vollkommen unverständlich. Das Wort "Populismus" bedeutet "für das Volk". Laut der deutschen Verfassung sind die Repräsentanten des deutschen Volkes im Bundestag "Volksvertreter" - das bedeutet, gerade diese sollten populistisch handeln (für das Volk / im Sinne des Volkes handeln). Das dieser Vorgang nunmehr (nicht seit heute) als "Negativ" unter dem Wort "Populismus" quasi diskreditiert wird, muß man sich man auf der Zunge zergehen lassen.

Nein, wir haben kein "Populismus" - Problem, sondern wir das Problem von zu wenig Populismus. Die Altparteien vertreten schon seit vielen Jahren keine Volkesmeinungen und -wünsche mehr. Sie machen eine abgehobene "Eigenpolitik", welche dem Volk einfach zum Schlucken vorgesetzt wird. Wenn dann mal eine oder mehrere Parteien kommen, welche sich tatsächlich für das Volk engagieren, dann sind es "böse Populisten". Schön alleine, daß es eine Studie gibt, um ein volksnahes Handeln zu diskreditieren ist ein Witz. Absolut unverständlich.

Folge dem Geld

Populismus äußert sich in zirkulären Argumentationen, Einseitigkeit von Themen, Lautstärke, einfachen Narrativen und bildprägenden Frames, Slogans, Hysterie, Panikmache, Ausgrenzung von Minderheiten und Schwachen, Affekt und Empörung. Populismus geht wunderbar zusammen mit den (Geschäfts-) Mechanismen der sozialen, internetgestützten Medien.
Natürlich gibt es viele Rechtsextreme, die sich mit völliger Hingabe für ihre Ideologie einsetzen. Gefährlich wird dies, wenn sich daraus Netzwerke bilden, deren Mitglieder sich untereinander abstimmen, und wenn noch zusätzliche Geldmittel aus dubiosen Quellen hinzukommen.
Am meisten gewinnt momentan Russland, also Herr Putin aus dem Populismus in den EU-Staaten und den USA. Dies ist seine Reaktion auf berechtigte Sanktionen für dessen imperialistische Bestrebungen. Der ehemalige KGB-Mitarbeiter kann Gesellschaften destabilisieren. Und er hat Personal und Geld, Parteien wie die AfD in ihrer Sache zu unterstützen. Hier muss die Demokratie reagieren.

Je höher der Bildungsgrad und

das Einkommen je weniger Populistisch ist die Bevölkerung. Woran mag das wohl liegen? In teuren Wohngegenden Leben keine Asylanten, Migranten der Ausländeranteil ist deutlich niedriger, die Kriminalität ist geringer und die Polizei fährt öfter Streife. Da lässt es sich doch deutlich besser aushalten sprich Leben. In den Schulen und Kindergärten ist es genauso. Der Arbeitsplatz ist ungefährdet da vermutlich kein Migrant die Managerstelle einnehmen wird. Was mich nicht nervt oder gar gefährdet ist unsichtbar da kann man klug für Migranten reden. Auch greift da im Freizeitheim keiner der Tochter unter den Rock. Vorurteile? Nein gelebte und erlebte Erfahrung

Wenn man den Artikel durch hat,

bleibt Eindruck, als ob die etablierten Parteien genug Zeit haben, um die AfD abzuwenden.

Es gibt bereits Gebiete, in denen die AfD die stärkste Partei darstellt. Diese Entwicklung zu verharmlosen und so zu tun, als ob genug Zeit zum Handeln ist, ist verantwortungslos und dumm!

Die wahren Probleme wie finanzielle Spaltung, fehlende Integration und viele andere werden nicht bedient.

Über 500 Jahre Kampf der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau werden aufgrund der Religionsfreiheit über Bord geworfen. Nach dem Motto, wenn Tausende Frauen es so haben wollen, sollen sie. Dabei wird das Grundlegende vergessen. Wenn die heranwachsenden Frauen es nicht anders kennen, werden diese nicht anders können!

Ich erinnere mich an einen Satz, (Mädchenbeschneidung) als Mutter des Kindes sagte, sie kenne es nicht anders, also machen wir es so. Genau das bewirkt, wenn Religionsfreiheit über die gesellschaftliche Entwicklung gestellt wird.

Populistisch heißt auch volksnah

Populistisch heißt auch volksnah. Und je mehr die sogenannten Volksparteien sich vom eigenen Volk entfernen um so größer wird der Zuspruch an die Bauernfänger.
Die Schuld an der Entwicklung wird natürlich nicht bei sich selbst gesucht sonder man fragt sich doch glatt was mit den Wählern los ist.

10:15 von Veto

>>>Wir, die "Nicht-Populisten" (und das hat mit 'links' nichts zu tun), werden ständig von rechts mit diesen 'Brandbeschleunigern' torpediert.
Sie sollten einmal die Duldungsbereitschaft der Mehrheit der Bevölkerung (das sind immer noch die Nicht-Populisten) gegenüber den Rechten eruieren. Da ist nämlich die Grenze der Toleranz mittlerweile erreicht.<<<

Soweit ich mich erinnere, haben Sie einmal die SPD als zu weit nach rechts gerutscht bezeichnet. Das Sie also, als Linksextremer, alles als rechts pauschalieren, was gesagt wird, dürfte vor diesem Hintergrund dann auch kein Geheimnis mehr sein.

Populismus ist immer der

Populismus ist immer der einfachste Ausdruck um das eigene Versagen und die eigene Rat- und Ahnungslosigkeit auszudrücken.

Leider ist auch Tagesschau.de wieder in diese primitive Denkweise zurück gefallen.

Der populistische Kindergarten

Populismus heißt: Dem Volk nach dem Maul reden. Komplexe Probleme auf eine ganz einfache Lösung zu reduzieren. Den Leuten einfach recht geben, egal mit welchen Konsequenzen, egal ob diese Lösung funktioniert. Populismus behandelt seine Opfer wie verzogene Kinder ("Du willst in den Vergnügungspark? Klar, machen wir. Ja, morgen natürlich auch. Und übermorgen, sicher. Und du kriegst Zuckerwatte, so viel du willst. Aber Ali soll keine Zuckerwatte kriegen? Natürlich, kein Problem. Du bist doch mein Schatziputzi, du kriegst alles allein!"). Und Populismus funktioniert auch nur bei Leuten, die denken, wie Kinder das tun. Nichts gegen kindliches Denken und gegen kindliche Unschuld. Aber Politik ist was für Erwachsene.

Zur Frage von Kommentatoren: Was ist Populismus?

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat sich intensiv mit Populismus auseinandergesetzt.
Nachzulesen hier: https://www.bpb.de/apuz/75845/populismus

Die dort veröffentlichten Beiträge stammen aus dem Jahr 2012. Seinerzeit spielte die AfD noch keine Rolle, d.h. Verschwörungstheoretiker können sich nicht darauf berufen, dass die "herrschende Elite" diese Beiträge "in Auftrag gegeben" hat, um der AfD zu schaden oder um "das Volk" zu manipulieren.

Merkels Populismus

Wenn ich lese und höre, was Merkel zu der augenblicklichen und vor allem zukünftigen Situation in Deutschland zu sagen hat:
"Wir schaffen das!"

Dann ist Superpopulismus hoch 3!

re adlatus

"Wenn also jemand populistisch ist- spricht er mit der Stimme des Volkes."

Quatsch. Weil es nicht DIE Stimme des Volkes gibt, sondern viele unterschiedliche Stimmen.

Mehr Blick auf die Ursachen

Die verbreitete Nutzung der Neuen Medien ist sicherlich ein Hauptgrund für diese Entwicklung. Nachrichten verbreiten sich schneller, es ist einfacher geworden (für jedermann), sich über politische Zustände und Mißstände zu informieren, Menschen können sich leichter austauschen und vernetzen, auch über Grenzen hinweg, und stellen fest, dass sie nicht alleine sind mit ihrem Empfinden, das 'die da oben' sich nicht um die Interessen der Bürger kümmern, sondern hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt sind und damit sich für gute Jobs in der Wirtschaft in Stellung zu bringen.
Und da sind ganz klar die Politiker in der Pflicht, sich diesen Umständen anzupassen und diesem Empfinden entgegenzuwirken: mehr Transparenz, mehr Erklären ihrer Entscheidungen, und eben nicht mehr so viel 'Eliten-Geklüngel'. Die Zeiten, in denen sie einfach 'vor sich hin regieren' konnten und das Volk wird es schon 'schlucken' sind vorbei. Begreifen sie das nicht, werden sie weiter an Zustimmung verlieren.

Von gulltopper hoher Bildungsgrad gute politik ,

Hoher Bildungsgrad auf welchem Gebiete ?
Der von Ihnen aufgeführte Wahlmichel den gibt es , aber leider sind sogenannte Bildungsbürger mit jahrzehntelangen Studium abhängig von ihrem Umfeld und ihrem Einkommen . Diese intelligenten Studierten können sich nicht von einer Bürgermeinung beeinflussen lassen .Sie sind nicht Frei ,sondern Systemabhängig .

@Larry der Bär Mit den

@Larry der Bär
Mit den Sozialen Medien haben die klassischen Nachrichtenkanäle ihre Deutungshoheit verloren. Was ist daran falsch?
Wichtig ist es natürlich, sich auch mit der Meinung der Gegenseite zu befassen statt sich nur in seiner Meinungsblase zu bewegen. Zu letzterem neigen wir alle, glaube ich.

Woher kommt's nur?

Die neoliberale Politik von Beginn der 80er bis heute hat einiges zur Politikverdrossenheit beigetragen und ist auch sehr bürgerfern.
Das häufige Wechseln von politischen Vertretern in diverse Vorstände (z.B. Merz, Schröder, Pofalla ...) schafft auch nicht gerade Vertrauen, genauso, wie die Umverteilung von Geldern aus der Infrastrukturförderung (Schulen, KV, Straßen, Schienen, Wohnen ...) in nutzlose Prestigebauten und Subventionen.
Mich persönlich stört die völlig misslungene Digitalisierung am meisten. Der Breitbandausbau ist ein Armutszeugnis für die Regierung, darum steht es noch viel schlechter, als auf dem Papier. Es werden Ortschaften als mit DSL versorgt angezeigt, obwohl nur 30% im Dorf Zugang haben, da will fast niemand leben -> Landflucht -> höhere Mieten in Städten ...
Außerdem kann ich meinen Perso und andere Dokumente immer noch nicht online beantragen, das geht sogar in der Türkei ...

Der Begriff wird viel zu oft

Der Begriff wird viel zu oft von Medien und gewissen Politikern missbraucht und negativ dargestellt.
Was ist schlimm daran einen Standpunkt zu vertreten, der naheliegend ist und von weiten Teilen der Gesellschaft vertreten wird. Ist immer nur der unbequeme Weg der Richtige? Ist es verwerflich auch einmal an die Eigenen Interessen zu denken? Jedes andere Land tut dies auch, in der Schweiz z.B. Steht der Wille des eigenen Volkes viel mehr im Fokus und so ist es auch richtig. Kein Wunder wenn Teile der Deutschen so wie ich einfach nur noch genervt sind von Debatten dieser Art.

@10:33 von Horst Hauptmann

Die jüngsten Beispiele aus Berlin haben mehr als deutlich aufgezeigt, dass die etablierten Parteien tatsächlich den Kontakt zum Bürger völlig verloren haben und auch innerhalb der Partei wohl der Dialog zusammengebrochen ist.

Das ist wohl wahr, aber wie kan man auf den absurden Gedanken kommen, dass die Populisten irgendwas davon besser machen würden?

Welche Beispiele sind das denn? Da haben wir:

- Es wird ein Geheimdienstleiter mit rechtsextremer Affinität nicht entlassen, sondern befördert.

- Eine Regionalpartei versucht über klar populistische Themen, die Regierung zu destabilisieren.

- Es wird ein millionenschweres Subventionsprogramm für die Autoindustrie diskutiert, statt die Hersteller für ihre Fehler in die Pflicht zu nehmen.

- Ein ausländischer rechts-autokratischer Regierungschef wird übermäßig freundlich behandelt, weil man sich politische und wirtschaftliche Vorteile erhofft.

So, und in welchem dieser Beispiele hätte eine AfD-Regierung anders gehandelt?

Wichtige Debatte, danke sehr für den Artikel

Wie schon in der Studie gezeigt nimmt Populismus immer mehr zu und wird meiner Meinung nach zu einem Problem der heutigen Zeit.

Alleine die häufig gestellte Frage nach der Definition des Wortes Populismus in den Kommentaren zeigt mir, dass sich sicherlich die Wenigsten die Mühe gemacht haben die in dem Artikel verlinkte Studie überhaupt anzuklicken, wo auch eine Defination des Wortes zu finden ist (bzw. was in der Studie unter Populismus verstanden wird).

Es zeigt dass sich Leute immer weniger mit schwierigen Fragestellungen auseinandersetzen, einfache Lösungen bevorzugt werden und Argumente vorallem wenn sie komplex sind immer mehr an Bedeutung verlieren.

Dies sollte bei einer Populismusdebatte im Vordergrund stehen und nicht eine Diskussion über das Politische Spektrum wie z.B. Links oder Rechts.

Beweiskraft von Studien

Da es für so gut wie jede Position eine Studie gibt, die die eigene Ansicht stützt, ist der Wert einer einzelnen "Untersuchung" gleich 0. Vor allem dann, wenn nicht klar ist, welche Kriterien wie angelegt werden. Jedenfalls scheint diese "Studie" zu übersehen, dass ein gewisses Maß an Populismus dem Politischen schlicht immanent ist und schon immer existierte. Was aber ist hier gemeint? Dass die Formulierung von abweichenden Ansichten nur dann akzeptabel ist, wenn sie in eine Richtung geht, die von den Apologeten der Political Correctness goutiert wird? Besser als dauerhaftes Lamentieren über "Populismus" wäre ein konsequentes Angehen der als bestehend erkannten Probleme. Nur deren einigermaßen wahrnehmbare Lösung wird das, was hier als populistische Strömungen kritisiert wird, auch wieder eindämmen.

Wenn die Regierung das

Wenn die Regierung das Vertrauen in die Bevölkerung verloren hat, wäre es vielleicht das Beste, die Regierung setzte das Volk ab und wählte ein neues!

um 09:54 von tvc

Ich dachte immer, das Volk als Souverän sei das Wesensmerkmal einer Demokratie.

Das ist es auch. Der Populismus stellt das jedoch in Frage und behauptet, dem wäre nicht so. Dabei geht man plakativ vor, indem man Probleme ankreidet, die sich nicht einfach lösen lassen, wie zum Beispiel hierzulande derzeit das Asylproblem. Es lässt sich hervorragend gegen das Vorgehen der Regierung in dem Bezug poltern, solange man selbst nicht damit konfrontiert ist. Hätte Frau Merkel statt des Spruchs "Wir schaffen das." die Grenzen dicht machen lassen, wäre das populistische Top Thema heute wohl nicht die "Messermigration" sondern der "Genozid an Kriegsflüchtlingen".

Es ist leicht

Es ist leicht gegen das "Establishment", gegen Politiker oder gegen Wirtschaftsbosse zu meckern.
Fakt ist, dass fast jeder, der so darüber herzieht, ganz genau so handeln würde: Schäfchen ins Trockene bringen, abkassieren und das tun, was man für richtig hält.
Die ganze Wut auf das "Establishment" ist nichts weiter als purer Neid. Diejenigen, die sich am meisten darüber aufregen, sind nur neidisch, dass sie diese Möglichkeiten nicht haben.

Am 01. Oktober 2018 um 10:13 von Sisyphos3

Knapp jeder Dritte populistisch
und die Reaktion der Etablierten
- Ausgrenzung -
warum hinterfragt man den nicht mal die Gründe ?
hinterfragt seine eigene Politik
----------------------------------------------------------
Irgendwie will man uns hier das erstarken rechter Parteien als unerklärbares Phänomen einer dekadenten Gesellschaft verkaufen.
Es geht einfach allen zu gut und deshalb gibts die AFD-basta.
Man wollte die AFD inhaltlich stellen-aha deshalb tritt sie auch in keiner Talk-Show im Ö.R. mehr in Erscheinung.
Und genau da liegt das Problem-man will die unangenehmen Fragen und Meinungen einfach ausgrenzen, nicht zur Kenntnis nehmen und schon gar nicht darüber diskutieren. Diese Arroganz ist verheerend für unsere Demokratie und der Grund für ihren Niedergang.

RE: Dr.Hans

"Die AfD hat schlichtweg als einzige Partei die richtigen Konzepte zur Lösung der von den Altparteien geschaffenen Probleme. "

Die AfD ist schlichtweg die einzige Partei, welche kaum Lösungskonzepte für die Probleme in Deutschland anzubieten hat, wie Prof. Meuthen zuletzt in einem Interview zugab, im Gegensatz zu den anderen Parteien im deutschen Bundestag.
Ich glaube nicht, dass ihre "Altparteien" für den demografischen Wandel in Deutschland verantwortlich sind. Die daraus resultierenden Probleme in den Bereichen Rente, Pflege und Gesundheit liegen außerhalb des Verantwortungsbereichs der "Altparteien".

Gruß Hador

@Rolando

Ich würde Ihnen ja so gerne widersprechen, aber leider denke ich, dass sie genau den Kern des Problems treffen....

...und offensichtlich ist unsere aktuelle Regierung trotz eindeutiger Mehrheitsverhältnisse nicht in der Lage, die Probleme wirksam bzw. überhaupt anzugehen.

...und dann fragt man sich, was soll man als Bürger nun tun, wenn man weder Masseneinwanderung (das ist was anderes als Multi-Kulti) möchte noch den Drift nach rechts....

Die Politiker sind gefragt der Entwicklung entgegenzuwirken

Eigentlich ist die Entwicklung durch die Neuen Medien positiv zu sehen, dass Bürger kritischer werden, Dinge hinterfragen und politisch interessierter und informierter sind. Es ist jetzt an den Politikern, dieses in die richtigen Bahnen zu lenken und sich von alten Gewohnheiten und ihrer Bequemlichkeit zu lösen.

@Sachse64

Ich kann Ihnen in Ihrem Beitrag nur Recht geben.
Es ist traurig, wie abweichende Meinungen heute populistisch eingeordnet werden, damit man sich mit denen nicht mehr auseinandersetzen muss.
Und auch noch - eine durchaus populistische Statistik hat die Bertelsmann Stiftung wieder mal aus dem Hut gezaubert! Wenn deren Meinung nach über 70% der Bevölkerung nie AfD wählen würden, wo kommen denn dann die Stimmenanteile der AfD her?
Weiter so - schlaft ruhig weiter!

@ 09:49 von JanRos - Definition Populismus

"Regel Nummer eins... unterstelle niemanden etwas, ohne zu erklären was es ist. Was fehlt?
Die Definition was in der Studie als (...) Populismus festegelegt wurde."

Lieber JanRos,
meine Regel Nr. 1: Einen Artikel immer komplett lesen. Populismus ist, wenn auch verkürzt, klar definiert worden.

Populismus ist auch nicht pauschal "abwertend", sondern eine Tatsachenfeststellung bestimmter Ansichten, so wie "Sozialdemokratie".

Übrigens ist der gut recherchierte und sauber mit Literatur belegte Wikipedia-Artikel "Populismus" sehr zu empfehlen.

Moralisierende Belehrungen werden nicht weiter helfen.

Bundestag und Bundesrat blockieren sich seit Jahren.
Auch die Presse versteht es aus eine Maus einen Elefanten zu machen und reagiert verschnupt wenn das Eregebnis nach hinten los geht.
So wird das nichts.
(Einer von den 71%)

Ergebnisoffene Forschung?

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung: Da kennt man angesichts der politischen Ausrichtung dieser Institution das Ergebnis schon, bevor man ein Wort ließt.

um 10:36 von Dagoberta

Wunderbar auf den Punkt gebracht.

Vielen Dank für diesen kritischen und doch neutralen Kommentar.

Einfach nur

es ist das Ergebnis am Bürger vorbei regiert .Es sind nicht die Populisten sondern die unfähige Politik in Deutschland wo die EU zerstört .Ursache Bauchentscheidung Merkel und SPD Grüne Jetzt ist Panik wegen Wahlverluste .

@10:36 von Dagoberta

"Reale Bewertung = Populismus?"

Das ist ja der Lacher!

Beispiel AfD: deren Argumente nutzen das "Emotionen = Fakten" Prinzip und basieren auf dümmlichen Vereinfachungen, Kurzsichtigkeit, Schaffung von Feindbildern, Hetzkampagnen, Verunklimpfungen, etc. (leider sind hier nur 1000 Zeichen zugelassen).

Solches Zeug als "Reale Bewertung" zu bezeichnen ist zwar typisch für Populisten, zeugt aber nicht von Realismus.

Aus der Dunkelkammer der Demokratie

Populisten sind die Politikerinnen und Politiker, die nach mehr Volksentscheiden für die Gesellschaften rufen, wo Basisdemokratie und direkte Mitbestimmung nur eine schwache Tradition hat. Durch direkt mit "Volkes"-Stimme erreichte Beschlüsse soll die Macht der bestehenden Organen der Legislative beschnitten werden, zu Gunsten einer ermächtigten Gruppe Auserwählter. Der kurzfristige Affekt und aufgeheizte Empörung sollen geregelte und austarierte Gesetzgebungsverfahren ersetzen.
Auch Volksbegehren und Volksentscheide setzen plurale politische Diskurse und sorgfältige Information und Meinungsbildung voraus. Die jüngsten plebiszitären Versuche, allen voran die Volksabstimmung zum "Brexit", scheiterten, da Beeinflussung durch die Mechanismen der sozialen Medien, der Werbung und der Nutzerdatenanalyse zusammen mit gewaltigen Geldsummen aus ominösen Quellen die Ergebnisse änderten. Auch der AfD-Wahlkampf ist dadurch geprägt. Eine nüchterne Entscheidung ist für den Souverän so nicht möglich.

71% würden nicht AfD wählen ?

Bei aktuell AfD 18 %, CDU/CSU 28%? Wo steht denn die Union wenn die AfD ihr „Potential“ von 29% ausgeschöpft hat? Bei 19% ? Was soll uns das sagen? Das die AfD nicht alleine regieren kann? Erstens darf man nicht vergessen das die GroKo derzeit laut Umfragen gar keine Mehrheit hätte. Mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten würden die GroKo Parteien nicht wählen - trotzdem ist Merkel Kanzlerin. Zweitens gehen gerade diejenigen zur Wahl, die mit dem System unzufrieden sind. Die anderen lassen sich nur dadurch mobilisieren das sie eine Änderung des Systems verhindern helfen sollen. Das ist immer der schwierigere Part.

Am 01. Oktober 2018 um 10:33 von adlatus

Populismus
Mir scheinen hier die Begriffe nicht sauber definiert.
"Vox populi" also die Stimme des Volkes- ergo
"populus" - das Volk.
Wenn also jemand populistisch ist- spricht er mit der Stimme des Volkes.
Was ist daran jetzt so falsch? Sollten nicht alle Vetreter des Volkes (Politiker) mit der Stimme ihres Volkes sprechen ? Wurden sie dafür nicht gewählt- er ist also Vertreter seine Volkes (polis)

Und das passende Gegenteil wäre dann was?
Ein Politiker der nicht mit der Stimme des Volkes spricht? Also unpopulitisch spricht?

Und der Wähler? Soll er jetzt populitisch (also seiner Volkstimme Ausdruck geben, oder unpopulitisch (also gegen seine eigene Volkstimme) wählen ?
------------------------------------------------------
Das haben sie richtig erkannt-wer mit der Stimme des Volkes spricht ist entsprechend der Definition in diesem Artikel ein Feind der Demokratie. Populismus ist eben nicht die einfache Lösung für komplexe Probleme, wie man uns immer gerne glauben machen möchte.

Gerede

01. Oktober 2018 um 10:35 von Dr.Hans

Wenn die AfD tatsächlich die von Ihnen genannten "richtigen Konzepte zur Problemlösung" hätte, weshalb haben dann deren Parteiführer Herr Gauland und Frau Weidel in ihren Interviews mit dem ZDF und dem WDR diese nicht genannt? Tatsächlich ist die AfD lediglich eine "Ein Thema Partei" (im Sinne von: das Problem sind die Migrantinnen und Migranten), deren Lösungskonzepte sich auf den Slogan "Merkel muss weg" reduzieren lässt. Gerne werden statt dessen "alternative Fakten" präsentiert und für die Kanäle der sozialen Medien produziert, siehe die "Messerangriffslandkarte" (im Faktenfinder nachlesen). Noch nicht einmal ein vernünftiges Parteiprogramm, das auf dem Boden des Machbaren und des Grundgesetztes steht, ist vorhanden. Wo sehen Sie da ein Lösungskonzept?

die bösen Populisten

schon aus dem Grund der Hetze gegen diese Gruppe, sollte man Populist werden

Am 01. Oktober 2018 um 10:27 von Bote_der_Wahrheit

Auch wenn Sie in Bezug auf die Verhaltensweise der "Altparteien" richtig liegen - Ihr folgender Satz kann nur Satire sein:

"Naja, zum Glück ist die AfD nun hier, um das Feuer zu löschen."

Die "Altparteien" haben ein kleines Feuerchen unbeachtet entstehen und wachsen lassen. Seitdem die AfD besteht, wird sowohl von der einen als auch von der anderen Seite Öl in großen Mengen in dieses Feuer gegossen. Was dann auch wieder zu Ihrer Frage zurückführt: Warum wird in Deutschland nicht mehr sachlich diskutiert?

Also 71%, gute 2/3 würde nie

Also 71%, gute 2/3 würde nie Afd wählen?
Da heißt der Umkehrschluß 1/3 würden mittlerweile vielleicht AfD wählen!
.
Die werden dann aber als "Populisten" (was immer das bedeuten soll) mit einem anscheinend negativem Prädikat belegt.
Alles was nicht Mainstream ist, ist "populistisch".
.
Also 30% sind "potentielle Nazis"? Alle dumm, Mitläufer, rechtsradikale?
.
Eine sehr gewagte These........

Ins Detail gehen..

Der Bericht hier bei TS greift die Ergebnisse und vor allem Ableitungen der Studie viel zu kurz auf. Das irritiert und lädt weiter dazu ein, eher dogmatisch in irgendeine Richtung zu reagieren.
Es lohnt sich, die Studie im Detail zu lesen! Zu finden über die Hauptseite der Bertelsmannstiftung.

Populismus

Ist das nun gut oder schlecht. Lügen Populisten (Rattenfänger?) Das Volk versteht es nicht und folgen blind dem Rattenfänger?
Regierungen die wie gerade im Dieselskandal den Verursacher beschützen und nicht dem Volk (Dieselfahrer)dienen mache es besser?
Als Europa kürzlich die Zeitumstellung beschlossen haben, wegen des Volkes? und anschließend sowohl Fr. Merkel und Juncker das erreichte stolz in den Medien verkündet haben, sind das nicht Populisten?
Populisten ein Todschlagsargument ?
Ich finde es gut wenn die Politik vom Volk gewählt dem Volke dient und kritisiere auch weiterhin wenn sie das Gegenteil machen.

Eine Analyse der Bertelsmann-Stiftung

ach so-mehr muss man eigentlich nicht wissen.
Wie wäre es denn mal mit einer Befragung der Bürger "warum" sie populistische Parteien wählen würden oder wählen?
Die Antworten wären aber für den Hauptsponsor dieser Stiftung kurz von zwei wichtigen Landtagswahlen kontraproduktiv.

Einfach nur

es ist das Ergebnis am Bürger vorbei regiert .Es sind nicht die Populisten sondern die unfähige Politik in Deutschland wo die EU zerstört .Ursache Bauchentscheidung Merkel und SPD Grüne Jetzt ist Panik wegen Wahlverluste .

@Giselbert

>>"dass Politiker ganz andere Ziele verfolgten als die Bürger"
Meiner Ansicht nach kein Populismus, da einiges Wahre dran ist.<<

Politiker können es nicht jedem Bürger recht machen. Politiker müssen auch unliebsame Entscheidungen fällen. Welcher Bürger würde sagen: "Ich will Steuern zahlen!" Die Mehrzahl der Bürger würde vielleicht noch einsehen, dass Steuern notwendig sind. Aber spätestens bei der Art und der Höhe der Steuer hätten die meisten Bürger lieber Steuern, die sie selbst am wenigsten treffen.

Vernunft: wirklich benötigt

01. Oktober 2018 um 10:27 von tobeorwhat

Ein wunderschönes Beispiel für faktenfreien Populismus. Vielen Dank für Ihren Beitrag.
Übrigens, der erste sachliche Fehler steckt bereits im ersten Satz: zuallererst steht seit gut 20 Jahren die Volkspartei CDU zu Frau Dr. Angela Merkel als Parteichefin und Bundeskanzlerin, also vier Mal so lange, wie es die AfD überhaupt erst gibt. In der AfD haben Parteichefs dagegen eine Halbwertzeit von ungefähr zwei Jahren.

@10:07 von UnabhängigerDenker

"Der Höhenflug der AfD wird nur gestoppt wenn Deutschland sich vom linken Rand weit entfernt und endlich wieder in der Mitte ankommt."

Die links-rechts-Einteilung greift eigentlich ein bisschen zu kurz, um die aktuelle Situation brauchbar zu beschreiben, aber Ihrer Wahrnehmung kann ich so nicht zustimmen.

Unsere Regierung kombiniert tendenziell eine mäßig rechte Wirtschaftspolitik mit einer mäßig linken Gesellschaftspolitik. Diese Ausrichtung muss man nicht mögen (ich bin damit auch nur sehr bedingt zufrieden), aber mit politischen Rändern hat sie nichts zu tun, mit dem rechten Rand genauso wenig wie mit dem linken Rand.

Um den anderen Blickwinkel zu geben: Von Leuten, die sich eine linksgerichtete Wirtschaftspolitik wünschen, habe ich schon öfters mal sinngemäß gehört, dass Deutschland endlich mal wieder vom rechten Rand mit neoliberalem Einheitsbrei (vertreten von SPD/CDU/FDP/AfD) in die Mitte zurückfinden muss.

Der liest sich, wie

Der liest sich, wie Schulhöfische Redekunst.

"Alle, die doof sind, sind der anderen Meinung! Die denken, die seien cool!"

Definitionskritik

Mir gefällt die Definition nicht: Die Elite als korrupt zu bezeichnen ist ohne Lobbyregister, ohne wirkliche Bankenkontrolle und mit den Möglichkeiten der Reichen, legal über Briefkastenfirmen und Steuerinseln den Staat - also uns alle - zu betrügen, kein Populismus, sondern notwendiger Protest (haben die mal von den Panamapapers gehört?). Deutschland muss bzgl. Steuerhinterziehung, Bankenkontrolle und Korruption durch Massnahmen wie zB. Offenlegungsforderungen vorausgehen. Auf Luxemburg, Trump und Co kann man ewig warten.

Am 01. Oktober 2018 um 10:29 von Sachse64

Ich verstehe Populismus so (salopp ausgedrückt):

"Man sage dem Bürger, was er hören will und nicht das, was man tun wird (weil z.B. unrealistisch). Dies packe man in möglichst leicht verständliche Parolen, die gern auch mit etwas derben Ausdrücken gespickt sein dürfen. Wenn es dann zu derb war, kann man lächelnd zurückrudern und sagen, dass man total falsch verstanden wurde."

Perfekte Nahrung für den Fan des Populismus'.

PS: Sachlichkeit und Fakten haben im Populismus weniger Relevanz.

@um 09:45 von Post Mortem

"Dieses ganze Geschreibe über Populismnus (kommt übrigens von populus (lateinisch: Volk) ist nichts weiter als eine Diskreditierung bestimmter politischer Forderungen."

Volle Zustimmung. So sollen "menschlichen Massen" in eine bestimmte gewünschte Richtung geschubst ("Nudging") bzw. von ihr abgedrängt werden. Erst wird ein Begriff mit starken negativen Assoziationen aufgebaut, dann wird dieser Begriff als Vorwurf für alles verwendet, was unerwünscht ist. Funktioniert hervorragend auf allen Gebieten ...

@10:27 von Bote_der_Wahrheit - Na dann...

...bin ich ja ganz gespannt auf die Antwort meiner Frage an Sie:
Wann hat die AfD jemals eine echte Sachdebatte zu einem wichtigen politischen Thema im dt. Bundestag gehalten?

@ Möbius um 09:33

Ihr Kommentar: "Meine Sorge ist allerdings das versucht wird, Kritik an oder nur eine skeptische Haltung zu Politik- und Systemversagen sowie gesellschaftlichen Fehlentwicklungen oder falschen politischen Weichenstellungen der letzten Jahrzehnte unter den Generalverdacht des „Populismus“ zu stellen anstatt zu versuchen Lösungen zu finden die einen gesamtgesellschaftlichen Konsens (wieder)herstellen."

Das klingt schon ziemlich populistisch. Hätten Sie geschrieben "Kritik an der Politik und am System", hätte ich keine Einwände. Stattdessen machen Sie "das große Fass" auf un erkennen "Politik- und Systemversagen".
Wo hat denn das System in den letzten Jahrzehnten versagt?

Warum schreiben Sie nicht "aus meiner Sicht gab es Fehlentwicklungen und falsche Weichenstellungen"? Es gibt sicher auch Meinungen, dass die Entwicklungen und die Weichenstellungen richtig waren. Sie unterschlagen das aber.
So schafft man keinen "gesamtgesellschaftlichen Konsens".

@ WM-Kasparov-Fan

Aus Ihrem Kommentar: "...natürlich muss auch die Demokratie Veränderungen unterworfen sein! Und zwar radikalen und grundlegenden."

Radikale und grundlegende Veränderungen sind aus meiner Sicht gleichbedeutend mit einer Abschaffung der Demokratie.

Wenn Sie das auch meinen, warum schreiben Sie das nicht direkt?

@10:35 von Dr.Hans - Ist heute schon der 1.April?

Die AfD hat schlichtweg als einzige Partei die richtigen Konzepte zur Lösung der von den Altparteien geschaffenen Probleme.
---

Na welche Konzepte sind das denn, die die AfD nun lösen möchte?
Wie steht die AfD zur...
-Rente
-Gesundheit
-Pflege
-Arbeitslosigkeit
-Bildung
-Infrastruktur
um nur einige wichtige Themen anzusprechen.

Am 01. Oktober 2018 um 10:35 von Dr.Hans

"Die AfD hat schlichtweg als einzige Partei die richtigen Konzepte zur Lösung der von den Altparteien geschaffenen Probleme."

Gute Satire :D Vater Staat zieht sich aus der Rente zurück und der 450 EUR Jobber zahlt monatlich 500 EUR in eine private Vorsorge ein. Dadurch wird die Altersarmut verhindert. Ist zwar auch etwas übertrieben, aber mindestens genauso amüsant wie der Ihre Satz.

"Was das Potential anbetrifft: Meinungen können sich ändern unter dem Eindruck von Fakten und tun das auch."

Meinungen können auch mittels Emotionen und ohne Fakten geändert werden. Klappt auch sehr gut bei der AfD - wie jüngste Wahlumfragen zeigen.

Ins Detail gehen..

Der Bericht hier bei TS greift die Ergebnisse der Studie viel zu kurz auf. Das irritiert und lädt weiter dazu ein, eher dogmatisch in irgendeine Richtung zu reagieren.
Es lohnt sich, die Studie im Detail zu lesen! Zu finden über die Hauptseite der Bertelsmannstiftung.

@ 9:45 von Post Mortem

Ja. Und die ganze Diskreditiererei wird nicht reflektierbar sein. Zu selbstherrlich sind die meisten Ideologen auch dort. Die gibt's nun auf "beiden" Seiten. Und darum muss mann am Irrweg weiter glauben.
Und das wegen der pandemischen Pest namens Gier.
Teile und herrsche ist hier und heute im Gange.

Hört Pispers und Uthoff zu.

Am 01. Oktober 2018 um 10:33 von adlatus

"Wenn also jemand populistisch ist- spricht er mit der Stimme des Volkes."

Nein, er redet dem Volk nach dem Mund. Kennen Sie den Unterschied?

@ marciaroni um 09:38

Aus Ihrem Kommentar: "Die Prognose für die AfD ist meiner Meinung nach nicht so schlecht, wie dargestellt.... Auf diese Weise sind die 71% nicht in Stein gemeißelt, gerade hinsichtlich des Umstandes, daß unverständlich viele normale Arbeiter die Union wählen, die von ihr maßlos verscheißert werden."

Wenn man als "normaler Arbeiter" glaubt, die AfD würde für diese Gruppe Verbesserungen einleiten, lässt sich meines Erachtens nach, noch mehr "verscheißern".
Die Partei überbietet ja sogar die FDP hinsichtlich neoliberaler Forderungen.

Wenn die Politikprominenz in

Wenn die Politikprominenz in den letzten Jahren ihre Arbeit anständig gemacht hätten gäbe es keine AFD.
Die AFD resultiert aus den Rot – Schwarzen Einheitsbrei, der die Bevölkerung nur als Erfüllungsgehilfen ihrer Wohltäterschaft sieht.
Würde der hiesige Bürger gleichermaßen im Mittelpunkt deren Handeln / Regieren stehen, käme so eine AFD nicht über 1,5%.

9.57 Inge N. Das Trojanische Pferd

Sie meinen `Die AfD Wähler sind zwar in der Mehrzahl keine Nazis, aber die AfD ist das trojanische Pferd des Faschismus `.

Diese Meinung ist richtig. Aber man sollte die Zahl der wirkliche Nazis mit circa 8 % nicht unterschätzen und ihren Einfluss schon gar nicht. Im übrigen stecken im trojanischen Pferd auch so manche Grosskapitalisten.

@10:07 von UnabhängigerDenker: vom linken Rand entfernt

Seit die CDU bzw. die GroKo regiert, wird Deutschland immer rechts der Mitte regiert.
Wäre es anders, dann gäbe es:
- bezahlbare Mieten
- weniger oder keine Kinderarmut
- weniger oder keine armen Rentner
- einen Mindestlohn von dem man leben kann
- keinen Pflegenotstand

um nur wenige Punkte aufzuzählen.

Das unsere Bundeskanzlerin 2015 in einem Anflug von Humanität den Ungarn und Österreichern 100000e Flüchtlinge abgenommen hat, war die einzige linke Handlung dieser Regierung.
Da man ihr das nun ständig zum Vorwurd macht, wird es sicher nicht wieder vorkommen.

Zum Glück wird die AfD niemals regieren, denn dann wäre unser Sozialstaat am Ende. Seltsamerweise will "das Volk" aber genau das.

Selten so einen Artikel gelesen!

Noch vor wenigen Jahren habe ich dieses Wort garnicht gehört und wenn, dann als etwas Positives, abgeleitet von populär. Heute ist es das Schimpfwort Nr. 1. Alles was nicht dem Mainstream entspricht wird als Populismus bezeichnet.

Liebe TS-Redaktion, ein

Liebe TS-Redaktion,

ein kurzer Blick über nahezu alle Kommentare zu einem Beitrag, der sicherlich nicht so gedacht war, wie er sich hier zeigt, beweist, dass die derzeitige Stimmung in Deutschland sich ganz anders darstellt, als manche Medien (eigentlich fast alle) es gerne hätten.

Es kommen jetzt alle paar Tage neue Umfragen zur Sonntagsfrage, und siehe da, in den ersten ist die AfD bereits an der SPD vorbeigezogen. Auch die CDU verliert weiter, die CSU wird ein Debakel unbekannter Größe schon sehr bald erleben. Alles, weil einige Leute den "Populisten" auf den Leim gehen?

Das ganze AfD-Gebashe der Medien hat bisher nicht den erhofften Erfolg gebracht, weil jede Messerattacke (egal, von wem begangen), inzwischen der CDU/CSU und der SPD zu Last gelegt werden, während ohne weiteres Zutun der AfD ihr so immer mehr Wähler regelrecht zugetrieben werden.

Es hilft also nichts, solche Debatten zu führen, ohne die eigentlichen Ursachen des Zulaufs zur AfD anzugehen.

Falscher Populismus-Begriff

Populismus bedeutet, eine Person oder Partei vertritt eine bestimmte Politik nur zum Schein um Zustimmung/Wähler zu gewinnen, meint das aber nicht ernst und hat keine Absicht diese Politik je umzusetzen.

Eine Definition nach bestimmten Inhalten ist Unsinn und dient nur dazu, diese Meinungen zu tabuisieren. Z.B. "korrupte Eliten", als ob es Unsinn wäre das zu vertreten. Das kann doch sein dass die "Eliten" korrupt sind, und die Kritik daran ist dann ein legitimer Standpunkt.

Mit solchen falschen Ansätzen wird man keine zutreffende Antwort bekommen, warum z.B. die AfD soviel Zulauf hat. Vielleicht ist das auch gar nicht die Absicht. Da die neoliberale Bertelsmann-Stiftung dahintersteckt, ist das zu vermuten.

@ Post Mortem um 09:45

Aus Ihrem Kommentar: "Ist etwa die Forderung nach einer kontrollierten und gesteuerten Zuwanderung und nach funktionierenden Abschiebungen populistisch,...?"

Diese Forderung ist nicht populistisch. Ist Ihnen eigentlich mal aufgefallen, dass inzwischen alle Parteien für eine kontrollierte und gesteuerte Zuwanderung sind? Selbst die CSU wehrt sich nicht mehr gegen ein Einwanderungsgesetz, dass die Zuwanderung steuert.
Es gibt in der Parteienlandschaft unterschiedliche Auffassungen wer aus welchen Gründen wohin abgeschoben werden darf, aber es ist keineswegs so, dass nur die AfD für funktionierende Abschiebungen ist.
Letzeres zu behaupten ist populistisch!

Ich empfehle der Regierung dringend,

auf die österr./ital. Linie einzuschwenken, sonst könnte es in D wirklich ungemütlich werden. Die Mehrzahl der Angehörigen der Mittelschicht ist weder rassistisch noch generell fremdenfeindlich. Aber es ist eine Frage des Maßes. Dass Parteien wie die Linke und AFD im Bundestag sitzen, ist schon allein deshalb gut, weil sie unbequeme Fragen stellen, während die Groko sich durchwurschtelt. Z.B. nach Waffenlieferungen oder nach wievielen Personen derzeit in D gefahndet wird (643.000!) Meist kommen dann unangenehme Fakten ans Licht und das läßt die Wähler langsam an CDU und SPD verzweifeln.

Hässliches Wort

Was ein hässliches Wort dieser Populismus. Und gleichzeitig so nichtssagend aber beleidigend und herabwürdigend.
Vielleicht gewöhnen sich mal die ganzen Schreiberlinge, Analysten, Wissenschaftler, usw. daran, daß einfach nichts in Stein gemeißelt ist.
Wenn die teils schon jahrzehntelang regierenden Parteien eben nicht mehr das tun für was sie gewählt wurden, dann lehnen sich eben immer größere Teile der Bevölkerung gegen diese "Altparteien" auf.
Wenn ich z.B. in meinem Land wahrnehme, daß nicht mehr Politik im Sinne der Mehrheit von z.B. 90% Heterosexuellen gemacht wird, sondern die anderen 10% gepampert werden oder an Stelle von 80% abhängig Beschäftigten die anderen 20% bevorzugt werden (beides nur als rechnerisches Beispiel), dann darf man sich nicht wundern wenn einem als Regierender die Zustimmung abhandenkommt.
Das hat mit Populismus mal so gar nichts zu tun. In manchen Ländern wurde da offensichtlich eine Schmerzgrenze schon seht weit überschritten (PL, HUN, AUT, ITA, usw.)

"Die AfD hat schlichtweg als einzige Partei die richtigen Konzepte zur Lösung der von den Altparteien geschaffenen Probleme."

Die AfD hat nicht ein einziges Konzept für auch nur ein Thema. Gerne verweise ich dazu nochmals auf das ZDF Interview mit Herrn Gauland.

Die AfD hat ja nicht mal ein Konzept für ihr einziges Thema, die Flüchtlinge. Es sei denn man hält "Alle Abschieben" und "Grenzen dichtmachen" für ein Konzept.

"Meinungen können sich ändern unter dem Eindruck von Fakten und tun das auch."

Fakten und AfD passen ja nun gar nicht zusammen. Siehe z.B. Meldung gestern über die "Messereinwanderung" oder letzte Woche zu den Target 2 Salden.

@ Norddeutscher

Ihr Kommentar zeigt recht gut was dem Siegeszug des Populismus hilft, nämlich Fake News im Internet. Ich wohne in dem am Samstag abgesperrten Wohnblock in Köln. Konnte ca. 2 Stunden nicht raus und meine Frau mit Hund wurde nicht nach Hause gelassen. Alles sehr ärgerlich, soweit richtig. Allerdings wurde der Wohnblock komplett von deutschen Polizisten abgesperrt. Die türkischen Sonnenbrillen-Sicherheitskräfte sind eine freie Erfindung. Grüße!

Borniertheit

01. Oktober 2018 um 10:35 von tobeorwhat

So lange in Deutschland weiterhin Wahlbeteiligungen von über 70 % erreicht werden, sind Ihre These, dass "systematisch und ideologisch gegen das Volk gehandelt" werde und Ihre direkt daraus abgeleitete Forderung nach Revolution, "das Volk nimmt seine Sache selbst in die Hand", unbegründet.
Verfassung, Demokratie und Rechtsstaat sind auch mit einem aktuellen Bundestag mit sieben Fraktionen sowie montäglichen Schreizügen durch Dresden grundsätzlich nicht in Gefahr in diesem Land.

Welch Wunder!

Wenn die Politiker sich mehrheitlich mit ihren Eitelkeiten und den Industrieinteressen befassen, waehrend fuer die Arbeitnehmer immer schlechtere Bedingungen vorliegen (letztes Beispiel: Konjunktur brummt, enorme Steuerueberschuess -> Unternehmenssteuern runter, loggisch, odder?), dann werden die Menschen eben fuchtig. Das ist nun wirklich kein Wunder!

Am 01. Oktober 2018 um 09:57 von Inge N.

".....aber die AfD ist das trojanische Pferd des Faschismus."
#
#
Das ist die populistische Ansicht eines AfD Hassers, nicht mehr und nicht weniger.
Populismus pur.

Populismus

Hier die Definition aus dem Duden:
Populismus: Eine "von Opportunismus geprägte, volksnahe, oft demagogische Politik, die das Ziel hat, durch Dramatisierung der politischen Lage die Gunst der Massen (...) zu gewinnen".

Opportunismus: Anpassung der Gesinnung an die jeweilige Lage

demagogisch: aufwiegelnd, hetzerisch; Hetzpropaganda treibend

Dies beschreibt exakt die von der AfD betriebene Politik.

Simpel ausgedrückt: Man sagt das, von dem man vermutet, dass es "das Volk" hören will und dramatisiert dabei, um Wählerstimmen zu bekommen.

Die populistischen Sätze der letzten Jahre.

Das ist Alternativlos.
Wir schaffen das.
Deutschland, ein Land in dem wir gut und gerne Leben.
Und wer hat das gesagt?

Die Diskussion über Populismus könnte entbehrlich sein

wenn die Regierenden nach dem Volkeswillen regieren würden:
"Niemand wird für die Energiewende mehr zahlen müssen" (Merkel)
"Bis 2018 haben wir ein flächendeckendes schnelles Internet" (Merkel)
"Ich weiß nicht was wir hätten anders / besser machen können" (Merkel)
Strassen, Brücken, Schulen etc kaputt.
Regierungskritiker werden von Medien und Regierenden in die rechte Stammtischecke gestellt.
"Wer AFD wählen will sollte lieber zuhause bleiben" (Altmaier)
64% waren 2015 gegen den unkontrollierten Flüchtlingsstrom.

@ heutemalich um 09:46

"Typische populistische Aussagen sind demnach beispielsweise, dass Politiker ganz andere Ziele verfolgten als die Bürger, die sich oft einig seien"

Natürlich ist das eine populistische Aussage. Die Bürger in Deutschland sind sich z.B. in der Flüchtlingsfrage keineswegs einig. Sie sind sich auch in etlichen anderen (wenn nicht sogar in allen) Fragen nicht einig.
Das spiegelt sich letztlich im Wahlergebnis nieder.
Die AfD vertritt ganz andere Interessen als die Mehrheit der deutschen Bevölkerung. So gesehen gehörte sie doch auch zu den Politikern, "die ganz andere Ziele verfolgen als ein großer Teil der Bürger", oder nicht?
Man zielt mit solchen Sätzen immer nur auf die anderen, um Menschen zu manipulieren.

Korruption und Lobbyismus sind nicht dasselbe. Die Lobbyisten haben zu viel Einfluss auf die Politik, da stimme ich Ihnen zu. Aber deshalb sind nicht alle Politiker korrupt. Das gleichzusetzen ist Populismus!

Da Medienvertreter und

Da Medienvertreter und Politiker auch wahlberechtigt sind, wäre interessant zu erfahren, wie populistisch diese Berufsgruppen sind.
Immerhin sind sie massgeblich für Populismus verantwortlich und profitieren zudem davon....

@10:35 von Dr.Hans

"Die AfD hat schlichtweg als einzige Partei die richtigen Konzepte zur Lösung der von den Altparteien geschaffenen Probleme."

Von welchen Problemen sprechen Sie denn? Da sich die AfD nur und ausschließlich mit dem Thema Zuwanderung und Flüchtlinge beschäftigt, können Sie nur dieses "Problem" meinen. Die Frage ist aber, ist das überhaupt noch ein Problem?

Die Zuwanderung wird in diesem Jahr so niedrig sein wie seit vielen Jahren nicht mehr. Gelöst wurde das Problem ausschließlich auf Ideen und Initiativen von Merkel, wie z.B. Schließung der Route über die Türkei (die das Hauptproblem löste) und Einrichtung von Frontex und die Abkommen zur Grenzsicherung mit Libyen und Tunesien.

Was hat die AfD bisher dazu beigetragen? Richtig, nichts!

Trotzdem gewinnen die derzeit Wähler. Zwar nicht annähernd so viele wie die Grünen, aber doch erschreckend viele? Warum eigentlich? Uns geht es hier so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr.

Populismus

Mit vielen undefinierbaren Fremdwörtern versucht man in der Politik sich interessant zu machen und die Gegner, auch wenn sie die Meinung des Volkes (Volkswille) in der Politik Umsetzen wollen als Populisten zu vergrämen. Das Volk als dumm und unwissend hin zu stellen ist das Ziel einiger Politiker. Das Volk lässt sich aber nicht mehr verdummen, wehe Dehnen, die den Willen des Volkes unterschätzen, die Angst, dass sich das Volk wieder einig wird und auf die Straße für ihr Recht kämpft ist nicht mehr weit entfernt, dann wird der Populismus wieder über diese überheblichen ignoranten Politiker siegen. Es wird Zeit, dass sich in Deutschland etwas ändert, deswegen werden die Medien so von den regierenden Parteien für ihre Parteidiktatur missbraucht, um das Volk zu teilen.

was ist Populismus

Ich stimme zu, dass die Definition von Populismus, so wie sie in dem Beitrag steht, schwammig ist. Da fehlt z.B. der Aspekt, dass der populismus auf politische Probleme einfache antworten gibt, die zwar breite Zustimmung finden kann, aber meist den komplexen Sachverhalten nicht gerecht wird.
Nehmen wir die Flüchtlingsproblematik. Die einfache Antwort ist Grenzen zu für Flüchtlinge und das Problem ist gelöst. Aber folgende Probleme bleiben dabei unbeantwortet:
was machen wir aber, wenn Menschen mit ihren Booten die Griechische und italienische oder auch spanische Küste zu erreichen suchen, das Problem diesen Ländern überlassen? soll die Küstenwache mit Gewalt die Menschen daran hindern die Küste zu erreichen und gegebenenfalls auf sie schießen? Wo schicken wir Menschen hin z.B. aus nordafrikanischen Ländern, wenn ihre Länder sich weigern ihre Staatsangehörige wieder aufzunehmen.

Die Studie deckt sich mit den

Die Studie deckt sich mit den Vermutungen, die ich sowieso schon immer hatte. Und bei den Schlussfolgerungen bin ich genau so ratlos. Ich fürchte, wir müssen erst mal damit leben müssen, dass zunehmend mehr Menschen nicht begreifen, dass es für komplexe globale Probleme keine einfachen Lösungen gibt. Ich hoffe, die verantwortlichen Politiker sehen jetzt endlich mal, wie wichtig Bildung und Aufklärung sind.

Fakten bitte

01. Oktober 2018 um 10:44 von Bote_der_Wahrheit

Und was stimmt an den von Ihnen aufgeführten vier Thesen nicht? Fakten und Aufklärung bitte anstatt krude Behauptungen.

Kaum hört jemand mal auf die realen Probleme

des Volkes, so wird er als populistisch abgeteufelt. Die sog. etablierten Parteien haben anscheinend noch immer nicht verstanden, dass sie sich viel zu weit vom Volkeswillen entfernt haben. Mit ihren innerparteilichen Querelen und Querschießen gegen Andersdenkene betteln sie momentan förmlich darum, endlich von der AfD abgelöst zu werden. Was die GrokO sich zur Zeit leistet, ist unbezahlbare Wahlkampfhilfe für alle sog. "populistischen" Parteien. - Aber Frau Merkel ist viel zu sehr in ihr Kanzleramt verliebt, anstatt noch einen vernünftigen Weg, nämlich einen Kurswechsel GroKo zu wählen. Immer weiter so. Morgen haben wir den Berg erklommen, übermorgen geht es dann nur noch bergab.

@ 10:42 von evhie

Sehe ich genau so!
.
Flüchtlingen sollte man temporär (!) helfen, Asylsuchenden auch.
Menschen, die sich integrieren möchten sind willkommen.
.
Aber auch ich brauche keinen Import irgendwelcher Kulturen und Moralvorstellungen in mein Land!

Thematische Ausrichtung

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

bitte achten Sie bei der Erstellung Ihrer Kommentare auf die thematische Ausrichtung. Kommentare, die zu sehr vom Thema abweichen, können nicht freigeschaltet werden.

Mit freundlichen Grüßen Die Moderation meta.tagesschau.de

P.S.

Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion

@hsz 10:44

Die AfD soll authentisch sein? Wie bitte? Die einzigen Politiker mit Authentizität (nicht Authenzität) waren Bernd Lucke und Frauke Petry. Die sind bekanntlich nicht mehr in der AfD. Weidel, Gauland, Höcke, Meuthen und Co können Lucke und Petry nicht das Wasser reichen und dies weis auch jeder von denen. Die sind eine Lachnummer verglichen zu einem klugen Kopf wie Bernd Lucke und einer Bürgerlichen wie Frauke Petry.

Darstellung: