Kommentare

Einige sollte sich auch mal

im Zuhören üben. 'Gelabert' wurde ja schon zu viel.

Meinungssinglebörse..........

voll im Trend............!?

mal sehen was die nächsten Wahlen für ein "Bild" abgeben...........
da stimmen auch viele ab welche keine ÖR konsumieren, wo der Dialog mit der BZ in der Hand auf genau dem Niveau geführt wird............(& das muss nicht zwingend schlecht sein)

Reden statt brüllen

Wenn sich die Leute unter diesem Motto , ganz bewußt treffen, ist es auch nicht zu erwarten , dass sie sich streiten ! Also darf man das Ganze nicht überbewerten und gelenkt so darstellen ! Streitgespräche entstehen ohne Lenkung und mehr zufällig.
Und bleiben wird es auch.

Ich erwarte von den

Ich erwarte von den zwangsfinanzierten ÖR mit gutem Beispiel voran zu gehen und mit denen zu reden, die sie sonst nur beleidigen und diffarmieren.

Aber man schmort lieber im eigenen Saft der transatlantischen Thinktanks...

Fragestellung

Ich finde die Fragestellungen teilweise sehr einseitig oder verwirrend.
Bsp: Hat die MeToo Kampagne etwas positives bewirkt?
Natürlich hat sie etwas positives bewirkt (Konsequenzen für sexuelle Übergriffe), aber sie hat auch etwas negatives bewirkt (Freifahrtsschein für öffentliche Verleumdungen ohne Beweise), insofern müsste die Antwort auf beide Fragen Ja lauten. Gestellt wird aber nur die eine.
Bsp: Sollten deutsche Innenstädte autofrei werden?
Es wäre sicher schön, wenn alle alle Menschen eine gleichwertige Alternative zum Auto haben werden und die Straßen frei sind, aber das ist Utopie. Genauso hätte man fragen können: Sollten alle Menschen hilfsbereiter werden? Klare Beantwortung mit Ja, passieren wird es trotzdem nie.

11:38 von FritzF

Einige sollte sich auch mal

im Zuhören üben. 'Gelabert' wurde ja schon zu viel.
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*
Einer der dem Maidanpräsidenten vorbehaltlos gratuliert und andere lautstark zu Hasspredigern befördert, der sollte den Nahleseffekt zur Selbstkritik nutzen, ehe er gegen seine eigene Kultur Moral predigt.

Richtig

Endlich weiss ich, was mich damals am Ho,Ho,Chi, Minh des heutigen Mainstreams störte, die Lautstärke.
*
(Warum gilt das nicht bei Okupy und G20 und Baumhäusern mit roten Sternen?)

Die Idee...

...ist ziemlich weichgespült.

Gelebte Streitkultur erfolgt mit offenem Visier und nicht vorbereitet durch Hofberichterstatter.

Das Ganze ist letztlich nur Opium für‘s Volk.

die wenigen beiträge bei dieser wunderbaren "reden"

story beweist ja wohl seit tagen, daß es nur auserwählte schaffen, hier zu reden. alle anderen werden als brüller abgewiesen

Der österreichische

Der österreichische Theaterkritiker und Schriftsteller Rober Musil schrieb über die Gesellschaft vor dem ersten Weltkrieg: "Wir leben offenbar in einer Gesellschaft, in der die Abneigung aller gegen aller zu einer Art Gemeinschaftsgefühl geworden ist." Kaum zu glauben, dass diese Worte nicht 2018 geschrieben wurden, wenn man auf die Attitüden und Ausfälle mancher Gruppierungen und Parteien schaut. Aktionen wie "Deutschland spricht" können die Gesprächskultur hin zu Einfühlung und Soldiarität zumindest exemplarisch stärken - in der Hoffnung, dass es hier und dort mehr ist als ein Tropfen auf den heißen Stein.

Mehr Demokratie wagen...

Naja, die Idee ist ja ganz nett, aber das ist doch alles extrem erzwungen. Organisiertes Diskutieren in einem starren Rahmen, überhaupt nicht nachhaltig. Wobei nachvollziehbar, wenn man lediglich alle vier Jahre an der Urne mitbestimmen kann, und das auch nur über Personen/Parteien.

Würden die Menschen regelmässig an der Urne auch über Sachthemen mitentscheiden, dann führt das automatisch zu Diskursen mit Andersdenkenden. Am Arbeitsplatz, in der Familie, während der Freizeit. Hat man selbst Verantwortung, so hört man zu, wägt ab, entscheidet, und versucht zu überzeugen. Das geht nicht mit dem Holzhammer.

Mehr Mitbestimmung/-gestaltung ist die Zukunft der Demokratie. Es fördert die politische Bildung und führt zu einer permanenten konstruktiven Gesprächskultur. Und fördert den sozialen Frieden. Ich darf das erlben, tagtäglich.

Grüsse aus der Schweiz

Ja, nett gemeint...

...aber dort sprechen nur diejenigen miteinander, die sowieso gesprächsbereit sind. Wir haben es aber mit einer viel größeren Zahl von Stumpfsinnigen zu tun, die gar nicht diskutieren, sondern nur einfache Parolen dreschen können. Die sind das Problem, nicht der denkende Teil Deutschlands. Die bekommt man aber nicht auf der intellektuellen Ebene abgeholt. So leid es mir tut, die verstehen nur eine Sprache...

12:44, Euro-Made

>>Die Idee...
...ist ziemlich weichgespült.

Gelebte Streitkultur erfolgt mit offenem Visier und nicht vorbereitet durch Hofberichterstatter.

Das Ganze ist letztlich nur Opium für‘s Volk.<<

Inwiefern wurden die Gespräche "durch Hofberichterstatter vorbereitet"?

Machen Sie sich bitte mal kundig, wie die Diskussionspaare zusammenfanden.

Ich war die Hälfte eines dieser Paare, sehe aber nicht ein, daß ich das mühelos nachschlagbare Procedere, wie ich meinen Partner fand, hier ausbreite. Das ist mir nun wirklich zu blöd.

14:09 von uwtra

aber wir haben es eben auch mit solchen Menschen zu tun
was empfehlen sie dann ? was tun

11:52, Peter Kock

>>Reden statt brüllen
Wenn sich die Leute unter diesem Motto , ganz bewußt treffen, ist es auch nicht zu erwarten , dass sie sich streiten ! Also darf man das Ganze nicht überbewerten und gelenkt so darstellen ! Streitgespräche entstehen ohne Lenkung und mehr zufällig.
Und bleiben wird es auch.<<

Mein Streitgespräch wurde nur insofern gelenkt, als ich von einem Computeralgorithmus einen Menschen vorgestellt bekam, der bzgl. Islam, offene Grenzen, Fleischbesteuerung oder autofreie Innenstädte fundamental anderer Ansicht ist als ich. Wir hatten ja beide einen Fragebogen ausgefüllt, wo dies abgefragt wurde.

Dann war es an uns, uns zu verabreden, wo wir wollten.

Beim Gespräch gab es keinen Moderator, es fand unter vier Augen statt.

Mein Diskussionspartner und ich fanden dann heraus, daß wir, wenn wir ein wenig mehr in die Tiefe gingen, gar nicht so sehr unterschiedlich in unseren Einschätzungen waren.

Sicherlich.Menschen, die nicht gesprächsbereit sind, finden sich bei so etwas nicht.

15:16, Sisyphos3

>>14:09 von uwtra
aber wir haben es eben auch mit solchen Menschen zu tun
was empfehlen sie dann ? was tun<<

Wer nicht reden will, sondern nur brüllen und gleichzeitig sich beklagen will, daß keiner ihm zuhöre, den kann man nicht erreichen.

Das mag bitter klingen, aber es ist so.

Theater ist nichts dagegen

und wie schoen, dass man wieder siebte, aussiebte und dann sie miteinander reden liess!
Nun wirds hochgelobt, nur es waren eher und garantiert die falschen der falschesten die da miteinander sprechen konnten, mussten, sollten, durften! Theatereintritt kostete doch eigentlich immer einen Beitrag! Also kassieren und spenden ... Der Reichtum ist eh ungerecht verteilt.

15:12 von fathaland slim

«Ich war die Hälfte eines dieser Paare, sehe aber nicht ein, daß ich das mühelos nachschlagbare Procedere, wie ich meinen Partner fand, hier ausbreite. Das ist mir nun wirklich zu blöd.»

Sie sagten ja am Sonntagmittag, dass Sie sich aus dem Thread, in dem Sie gerade schrieben, nun verabschieden würden, um an "Deutschland spricht" teilzunehmen, und Ihren Gesprächspartner (den Rainer) zu treffen.

Da fragte ich mich auch: "Warum gerade der?
Wie sind Sie denn eben mit dem zusammengekommen?"

Als ich Sie dann (überraschenderweise) mit Ihrem Gesprächspartner Rainer S. in einem kurzen Bericht in der 20:00 Uhr Ausgabe der tagesschau sah, habe ich mich schlau gemacht, wie denn die Gesprächspaare nach welchen Kriterien zusammenkamen.

Über das diesbezügliche Prozedere haben tagesschau & tagesthemen ja auch mehrmals berichtet (als ich es dann schon wusste).

Viele von denen, die kritisieren, "das sei doch bloß wieder Spiegelfechterei gewesen", haben an echten Debatten wohl wenig Interesse …

@ fathaland slim

Ja, im letzten Satz bestätigen Sie was ich schrieb !

14:07, Messi

>>Organisiertes Diskutieren in einem starren Rahmen, überhaupt nicht nachhaltig<<

Es war nichts organisiert bis auf die Partnerwahl, und es gab keinen starren Rahmen, bis auf Datum und Uhrzeit.

>>Wobei nachvollziehbar, wenn man lediglich alle vier Jahre an der Urne mitbestimmen kann, und das auch nur über Personen/Parteien.<<

Demokratische Partizipation beschränkt sich bei weitem nicht auf Wahlen und Abstimmungen. Außerdem wählt man in Deutschland auf Bundes- Landes- und Lokalebene. Zu unterschiedlichen Terminen.

>>Mehr Mitbestimmung/-gestaltung ist die Zukunft der Demokratie. Es fördert die politische Bildung und führt zu einer permanenten konstruktiven Gesprächskultur. Und fördert den sozialen Frieden. Ich darf das erlben, tagtäglich.

Grüsse aus der Schweiz<<

Nicht nur das aktive, sondern auch das passive Wahlrecht ist wichtig. Man schimpft hier aber lieber auf "unsere Politiker", als sich selbst zur Wahl zu stellen.

Es gibt Gemeinden,die deshalb keinen Bürgermeister finden.

15:42, Peter Kock

>>@ fathaland slim
Ja, im letzten Satz bestätigen Sie was ich schrieb.<<

Ich schrieb, daß Menschen, die nicht gesprächsbereit sind, sich bei so etwas nicht finden.

Warum sollten sie auch, wenn sie nicht gesprächsbereit sind?

Solche Menschen sind leider für ein demokratisches Gemeinwesen verloren.

Das ist bitter, aber nicht zu ändern.

Man muss sie leider abschreiben. Es sind Untertanen.

14:07 von Messi

«Würden die Menschen regelmässig an der Urne auch über Sachthemen mitentscheiden, dann führt das automatisch zu Diskursen mit Andersdenkenden. Am Arbeitsplatz, in der Familie, während der Freizeit. Hat man selbst Verantwortung, so hört man zu, wägt ab, entscheidet, und versucht zu überzeugen. Das geht nicht mit dem Holzhammer.»

"Ein Holzhammer" war das Forum "Deutschland spricht" ganz gewiss nicht.

"Diskurse mit Andersdenkenden" erlebe und führe ich fortwährend-andauernd in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Freizeit.

Liegt evtl. einerseits daran, dass mein politisch-gesellschaftlicher Standpunkt einigen auf den ersten Blick "abseitig" vorkommen mag. Und ich andererseits den Mund nicht halten kann (und will), wenn denn gar zu viel Unfug in meinem Unfeld verzapft wird.

Alleine durch häufigere Wahlen und mehr "direkte Demokratie" ist denen "nicht bezukommen", die ihre eigenen Ansichten als Repräsentation des Volkswillens verstanden wissen wollen.

Ich bin da mehr als ratlos …

15:39, schabernack

>>Viele von denen, die kritisieren, "das sei doch bloß wieder Spiegelfechterei gewesen", haben an echten Debatten wohl wenig Interesse …<<

Das sehe ich ganz genau so.

Es ist deshalb komplett sinnlos, mit solchen Menschen zu debattieren. Wenn ich bspw. in den heutigen Österreich-Threads sehe, wie Foristen die Grundvoraussetzungen der Pressefreiheit in Frage stellen und applaudieren, wenn "die Journaille", "die Schreiberlinge" und was dergleichen Kosenamen mehr sind, in ihrer Arbeit behindert werden, dann erfasst mich ein tiefes Gefühl der Resignation und Mutlosigkeit.

Meine 90jährige Mutter wurde gestern angefahren und liegt mit Oberschenkelhalsbruch im Krankenhaus, und ein guter Freund und Kollege ist am Sonntag viel zu jung gestorben.

Ich schreibe das hier, um zu erklären, warum ich das, was hier im Lande passiert, momentan noch mehr zum Kotzen finde als sowieso schon, und warum ich ernsthaft mit dem Gedanken spiele, den Windmühlenflügelkampf aufzugeben.

Es gibt wichtigeres.

Ich brülle nie,

aber diese Veranstaltung war doch zum Brüllen.
Ausgesuchte Redepartner, mit ein wenig anderen politischen Meinung zusammen zu bringen ist ja einfach.
Dann die Themen vorgeben, die mich zum Lachen brachten, weil die jeder positiv beantworten konnte.
Eine so unsinnige Veranstaltung ,hier groß zu verkaufen ,ist echt lächerlich.

16:04 von fathaland slim

«… wie Foristen die Grundvoraussetzungen der Pressefreiheit in Frage stellen und applaudieren, wenn "die Journaille", "die Schreiberlinge" und was dergleichen Kosenamen mehr sind, in ihrer Arbeit behindert werden, dann erfasst mich ein tiefes Gefühl der Resignation und Mutlosigkeit.»

Kann ich sehr gut nachempfinden.
Schrecklich erschreckend auch für mich.

«Meine 90jährige Mutter wurde gestern angefahren und liegt mit Oberschenkelhalsbruch im Krankenhaus, und ein guter Freund und Kollege ist am Sonntag viel zu jung gestorben.»

Au weia. Das ist bitter. Halten Sie die Ohren steif!

«Ich schreibe das hier, um zu erklären, warum ich das, was hier im Lande passiert, momentan noch mehr zum Kotzen finde als sowieso schon, und warum ich ernsthaft mit dem Gedanken spiele, den Windmühlenflügelkampf aufzugeben.
Es gibt wichtigeres.»

Ja, definitiv, in der realen Welt.

Mich tröstet dann immer Musik (sehr gerne "Little Axe").
Und das Aufwachsen-Sehen meiner beiden kleinen Nichten …

@um 15:46 von fathaland slim

Demokratische Partizipation beschränkt sich bei weitem nicht auf Wahlen und Abstimmungen. Außerdem wählt man in Deutschland auf Bundes- Landes- und Lokalebene. Zu unterschiedlichen Terminen.

Es ist ein himmelweiter Unterschied ob Sie mit jemandem mal kurz über die Einführung einer Maut diskutieren und danach voneinander scheiden, beide im Wissen, dass die Fragestellung am nächsten Tag sowieso von anderen Menschen beantwortet wird und die dazu dann womöglich auch noch komplett entgegen der Ansagen vor der Wahl handeln. Oder ob Sie und Ihr Gesprächspartner über die Maut diskutieren und am nächsten Tag selbst an der Urne darüber mitentscheiden dürfen, selbst mitverantwortlich für das Ergebnis sind. Die Diskussion läuft total anders. Nämlich bezogen auf die Sache, und nicht auf die Personen die über diese Sache befinden.

Die Verrohung der Diskussionskultur kommt doch gerade aus dieser Ohnmacht heraus, selbst nichts zu zählen, nichts mit beeinflussen und entscheiden zu können

Gesprächsmodell für Politiker

Dieses Gesprächsmodell
sollte man mal einen
Tag lang für Bundestags-
abgeordnete und Mitglieder der Bundesregierung anbieten. Vielleicht hilft's?
Es könnte
menscheln!

@Messie 25. Sept 2018 um 14:07

ich bin da ganz bei Ihnen. Mich erinnert das Ganze an diese Kampagne "Du bist Deutschland", wo man auch versuchte, uns auf gute Laune zu trimmen: "Sch..ß auf Sorgen und kommende Probleme, sieh's gefälligst positiv!" (Dieselbe Werbeagentur entblödete sich übrigens nicht, bei der satirischen Videoaktion "Du bist Terrorist" Rechte geltend machen zu wollen, siehe Wikipedia. Soviel zum Gemeinsinn von Leuten, die uns eine heile Demokratiewelt einhämmern.)

Diese Inszenierung eines "Betreuten Diskutierens", um die Illusion einer lebendigen Debattenkultur zu erzeugen, die zum besten Ergebnis für alle führen soll, ist ein typisch deutscher antifaschistischer Reflex: "Seht mal her, wir sind ganz doll demokratisch! Da muss ja alles gut werden!" Nein wird es eben nicht.

Am besten machen wir noch ein Brettspiel, 'ne Samstagabendshow und eine Teesorte im Duftbeutel draus - zum endlosen individuellen Wiederaufbrühen inklusive Selbstbeweihräucherung!

F.

@um 16:02 von schabernack

"Ein Holzhammer" war das Forum "Deutschland spricht" ganz gewiss nicht.

Da haben Sie mich falsch verstanden. Die Diskussionskultur war mit Sicherheit in den allermeisten Fällen klasse. Bestätigen ja auch die Berichte. Aber nicht nachhaltig.

Was ist meinte: Erst wenn es verbindliche Volksabstimmungen gibt verändert sich die Diskussionskultur nachhaltig. Es gibt dann automatisch mehr solche "Deutschland spricht" , organisiert oder in den allermeisten Fällen im Alltag, spontan. Aber in gegenseitigem Respekt, weil man sich in die Augen schaut.

Nehmen Sie mal das Beispiel von Wagenknechts Bewegung: Finde ich eine klasse Sache, wenn ich auch politisch wohl in den meisten Fragen anderer Meinung bin. Aber es macht leider nur dann Sinn, wenn aus dieser Bewegung etwas resultiert. Wenn die Bewegung zum Beispiel über Volksinitiativen Themen zur Abstimmung bringen könnte, Themen die beschäftigen, die Regierung/Parlament verschlafen hat. Abseits von Parteien und Parlamentarismus.

Streitkultur

Schön, dass es eine Initiative gibt, der Kultur ein wenig mehr gewicht zu verleihen, als dem Streit. Nachdem Politiker statt besonnen zu reden, ihre Parolen mit Schaum vor dem Mund hinausbrüllen, muss der Bürger eben selbst Sachlichkeit und Besonnenheit in die Diskussion bringen. Ich werde mich selbst für das nächste mal bewerben und froh sein, wenn ich mit einer anderen Meinung konfrontiert werde, die mich zum nachdenken bringt, statt das sie mich anzupöbelt oder mich mit leeren Parolen beschmeißt. Außerdem finde ich, dass wir uns gehören und nicht den Parteiein, also müssen wir uns gegenseitig beraten und darauf vertrauen, dass unsere Argumente auch ohne Brüllerei eine Überzeugungskraft haben.

16:14, Ingo hamann

>>Ich brülle nie,
aber diese Veranstaltung war doch zum Brüllen.
Ausgesuchte Redepartner, mit ein wenig anderen politischen Meinung zusammen zu bringen ist ja einfach.
Dann die Themen vorgeben, die mich zum Lachen brachten, weil die jeder positiv beantworten konnte.
Eine so unsinnige Veranstaltung ,hier groß zu verkaufen ,ist echt lächerlich.<<

Es wurden keine Themen vorgegeben.

Die "ausgesuchten Redepartner" hatten sich selbst ausgesucht, da sie sich angemeldet hatten.

Freiwillig.

Jeder, der sich angemeldet hatte, wurde mit jemandem "verpartnert", der sich ebenfalls freiwillig angemeldet hatte und eine maximal andere Meinung zu den Reizthemen der momentanen öffentlichen Diskussion hat.

Diese Verpartnerung fand mittels eines Computeralgorithmusses statt.

Wo wir uns trafen und worüber wir redeten, das wurde uns komplett selbst überlassen.

Man gab uns allerdings zwei Tipps:

1.) trefft euch da, wo andere Leute sind, und

2.) trefft euch nicht zu Hause!

16:14 von Ingo hamann

«Ich brülle nie, aber diese Veranstaltung war doch zum Brüllen.
Ausgesuchte Redepartner, mit ein wenig anderen politischen Meinung zusammen zu bringen ist ja einfach.
Dann die Themen vorgeben, die mich zum Lachen brachten, weil die jeder positiv beantworten konnte.»

Sie lasen wohl weder die Beiträge, die vor Ihrem in diesem Thread veröffentlicht wurden, noch informierten Sie sich über das Prozedere der Gesprächspartner-Findung, noch sahen Sie die Berichte über die Aussagen der an den Gesprächen Beteiligten.

Aber trotz wenig Kenntnissen "einen raushauen" kann man ja immer mal.
Kost‘ ja nix, in der Anonymität der elektronischen Foren …

«Eine so unsinnige Veranstaltung ,hier groß zu verkaufen ,ist echt lächerlich.»

Wohl nicht annähernd so lächerlich wie Ihr Kommentar.
Der echte wahre Brüller ist nämlich eben dieser …

16:22, Messi

>>Es ist ein himmelweiter Unterschied ob Sie mit jemandem mal kurz über die Einführung einer Maut diskutieren und danach voneinander scheiden, beide im Wissen, dass die Fragestellung am nächsten Tag sowieso von anderen Menschen beantwortet wird und die dazu dann womöglich auch noch komplett entgegen der Ansagen vor der Wahl handeln. Oder ob Sie und Ihr Gesprächspartner über die Maut diskutieren und am nächsten Tag selbst an der Urne darüber mitentscheiden dürfen, selbst mitverantwortlich für das Ergebnis sind. Die Diskussion läuft total anders. Nämlich bezogen auf die Sache, und nicht auf die Personen die über diese Sache befinden.

Die Verrohung der Diskussionskultur kommt doch gerade aus dieser Ohnmacht heraus, selbst nichts zu zählen, nichts mit beeinflussen und entscheiden zu können.<<

Ich finde das passive Wahlrecht, also das Recht, sich wählen zu lassen, um zu entscheiden, ebenso wichtig wie das aktive.

Volsabstimmungen halte ich für entschieden weniger wichtig.

16:26, frankyboyonline

Machen Sie sich ruhig lustig. Man erkennt aber aus Ihren Worten, daß Sie eigentlich gar nicht wissen, was da vor sich ging.

16:35, Messi

Sie kaprizieren sich komplett auf Volksabstimmungen und übersehen, daß es dieses Instrument in Deutschland längst gibt, wenn auch nicht auf Bundesebene.

Es wird übrigens wenig genutzt. Die Leute müssten dazu nämlich den A... hochkriegen. Tun sie aber nicht. Es ist grob ähnlich wie in der Schweiz, eine Initiative muss mehrere Stufen durchlaufen. Das ist den meisten hier zu kompliziert. Sie möchten eigentlich nur von der Obrigkeit Fragen zu dem, was sie persönlich interessiert, vorgelegt bekommen.

Und glauben dann, in der Schweiz würde das so gemacht.

Volksabstimmungen sind nur ein Instrument von vielen in einer funktionierenden Demokratie.

Ein fakultatives, kein obligatorisches.

Mit passiven Motzbürgern lässt sich kein demokratischer Staat machen. Man muss schon sehr viel Eigeninitiative entwickeln. Das wollen die, die hier aus einem Mißverständnis heraus "Volksabstimmungen wie in der Schweiz" fordern, aber gar nicht. Sie möchten von der Obrigkeit gefragt werden.

16:35 von Messi

«Was ist meinte: Erst wenn es verbindliche Volksabstimmungen gibt verändert sich die Diskussionskultur nachhaltig. Es gibt dann automatisch mehr solche "Deutschland spricht" , organisiert oder in den allermeisten Fällen im Alltag, spontan. Aber in gegenseitigem Respekt, weil man sich in die Augen schaut.»

Sie mögen damit in gewissem Rahmen durchaus Recht haben.
Da mag ich Ihnen gar nicht widersprechen.

Mir ging und geht es aber mehr um diejenigen, deren Debattenkultur "schon weit unter der Grasnabe ist", weil sie für sich beanspruchen, Weisheit & Wahrheit gepachtet zu haben, und anderen vorschreiben zu dürfen, "was zu meinen & zu tun sei".

Ohne dass ich es nun all zu einseitig auf die AfD beziehen will:

Sie lesen doch auch all die Beiträge hier, in denen diese Partei von vielen (immer gleichen) Foristen glorifiziert wird, während einen Atemzug später alle (auch nur leicht) abweichenden Ansichten als "links-grün-versifft" deklassifiziert werden.

Was hilft denn da noch weiter …?

@Man erkennt aber aus Ihren Worten 16:54 von fathaland_slim

"daß Sie eigentlich gar nicht wissen, was da vor sich ging."

So ist es. Also die, die Sie meinten.
Die Idee war sehr wohl einen Versuch wert.
Und zum Thema 'aufgeben':
Bitte nicht.

Ich will schliesslich hier nicht nur sein, 'um die Verlorenen' abzuhaken.
Bin übrigens Anfang Oktober in meiner Heimatstadt (Berlin).
Vielleicht laufen Sie mir ja mal über den Weg ;)
Ich wüsste schon wo.

ganz offensichtlich wollte die ARD

und auch der mitveranstelter ganz gross rauskommen, mit der vorstellung, die hellsten und reinsten demokraten der welt zu sein

16:26 von frankyboyonline

«Diese Inszenierung eines "Betreuten Diskutierens", um die Illusion einer lebendigen Debattenkultur zu erzeugen, die zum besten Ergebnis für alle führen soll, ist ein typisch deutscher antifaschistischer Reflex: …»

Noch eine Nummer dicker auftragen konnten Sie nicht …?

Wenn ich so manche "Debattenbeiträge" hier im Forum lese, dann kann ich schon auf den Gedanken kommen, zusätzlich zum "Betreuten Wohnen" auch ein "Betreutes Diskutieren" einzurichten …

16:51 von fathaland slim

«Ich finde das passive Wahlrecht, also das Recht, sich wählen zu lassen, um zu entscheiden, ebenso wichtig wie das aktive.
Volsabstimmungen halte ich für entschieden weniger wichtig.»

Sie schrieben ja weiter oben schon (zurecht), dass es immer schwieriger wird, in der Kommunalpolitik Menschen zu finden, die bereit sind, sich dort zu engagieren.

Sich (fast) ehrenmamtlich zu engagieren. Und sich vermehrt einer zunehmend agressiven Rethorik von rechter Seite ausgesetzt zu sehen. Wenn nicht gar mehr: über versteckte Drohungen gegen die eigene Personen, bis hin zu offenen gegen die eigenen Kinder.

"Eine verborgene Begleiterscheinung" einer grassierenden Unkultur.
Die zwar nicht komplett unthematisiert ist, "die aber dennoch unter dem Radar fliegt".

Dabei birgt dieses Phänomen enormen Sprengstoff zur Destabilisierung der Demokratie. Was ganz sicher "im Repertoire" der dem entsprechenden rechten "Untergrund-Kampfbrigaden" enthalten ist, und auch ganz gezielt eingesetzt wird …

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