Kommentare

So wird es bei uns auch

So wird es bei uns auch kommen, wenn Deutschland weiterhin seine Firmen, d.h. Produktionsmittel und Know-How, verkauft. Zulieferer verfügen über sämtliche Daten der mit einer Produktion verbundenen Systeme. Wenn keine Teile geliefert werden, geht's nicht mehr weiter, dann stoppt die Produktion - die eigene wurde ja verscherbelt. Zudem erleichtern die Daten der Zulieferer den Aufbau einer eigenen Produktion (in China), die Fertigung von ähnlichen Produkten (auch Produktfälschungen) wird sehr vereinfacht.

Wenn man diese nachgebauten Produkte "auf den Markt wirft", geht die Fertigung in den Ursprungsländern kaputt.
Das macht erpressbar.
Heute die USA, morgen wir.

Produktion verlegen

Für einige US-Firmen wäre es gut, sie würden ihre Produktion nach Europa verlegen bis der Streit mit China beigelegt ist. Also bis nach der Amtszeit Trumps.

@ Tom Özdemir

>>> Für einige US-Firmen wäre es gut, sie würden ihre Produktion nach Europa verlegen ... <<<
.
Oder man produziert die US-Produkte tatsächlich wieder in den USA, und lässt sie nicht in China fertigen und schraubt sie dann in den USA nur noch zusammen - wie in Europa ebenso der Fall. Das ist womöglich der Plan hinter den Zöllen, oder denken Sie nicht?
Hier sieht man nämlich ganz gut, wie abhängig die westlichen Firmen zwischenzeitlich von China sind. Endlich tut mal jemand was dagegen.

Die USA haben das gleiche mit den Russen gemacht

Keine Triebwerke mehr für deren Suchoi Superjet.

@10:22 von Tom Özdemir: Produktion nach Europa verlegen

"Für einige US-Firmen wäre es gut, sie würden ihre Produktion nach Europa verlegen bis der Streit mit China beigelegt ist."

1. Ist die Produktion der Teile in Europ um ein Vielfaches teurer als in China, daher läßt man ja in China produzieren.
2. Unterliegen inzwischen auch viel Produkte aus Europa US-Zöllen.

Den Firmen wäre nur dann geholfen, wenn sie in den USA produzierten, aber auch das ist teuer. Außerdem stellt sich die Frage ob es in den USA überhaupt noch genug Fachkräfte gibt, die diese Artikel fertigen könnten.

Trumps Zollpolitik

Boeing bekommt bestimmt keine Aufträge mehr aus China. Die Boeing-Aktie ist trotz dem Zollstreit in den letzten 3 Monaten um 5,6 und in den letzten 12 Monaten um 48,5 Prozent gestiegen. Man sollte nicht immer das Glas halb leer sehen.

re draufguckerin

" Zulieferer verfügen über sämtliche Daten der mit einer Produktion verbundenen Systeme."

Das ist ja wohl Unsinn. Der Zulieferer fertigt nach den Vorgaben des Kunden, wenn es nicht sowieso Standardprodukte sind. Mehr weiß er nicht über das Endprodukt.

Und denken Sie mal darüber nach, wenn im Extrremfall alles im eigenen Land produziert werden soll - was wären die Konsequenzen?

Es war ja von Anfang an

klar, dass Trump sich mit seiner idiotischen
Zollpolitik ins eigene Fleisch schneidet.
Noch brummt die US Wirtschaft aber wie
lange noch?
An der US Börse macht sich Angst vor einer
neuen Finanzkrise breit, die in spätestens
2 Jahren zu erwarten ist - und Trump träumt
von einer Wiederwahl!

@ karwandler um 11.35 Uhr: Irrtum oder Nichtwissen

"Der Zulieferer fertigt nach Vorgaben des Kunden, wenn es nicht sowieso Standardprodukte sind" - bei Kaugummiautomaten könnten Sie recht haben.
In der technischen Produktion, d.h. im Maschinenbau, im Schiffbau, der Rüstungsindustrie, Kfz-Industrie ... sind alle Teile, auch die, die von Zulieferern produziert werden, feinst auf das Gesamtprodukt abgestimmt und werden laufend angepasst. Die Ingenieure müssen ständig im Austausch stehen. Wie schwierig das manchmal ist, sieht man schon an z.B. der Airbus-Produktion, die mittlerweile national übergreifend, u.a. in Frankreich, Spanien, USA, Deutschland und auch in China (vielleicht habe ich noch ein oder mehrere Länder vergessen) stattfindet.
Das ist ohne das Wissen um das große Ganze niemals möglich.

re newton

"Boeing bekommt bestimmt keine Aufträge mehr aus China. Die Boeing-Aktie ist trotz dem Zollstreit in den letzten 3 Monaten um 5,6 und in den letzten 12 Monaten um 48,5 Prozent gestiegen."

Erstens fließen in die Erwartungen an die Boeing-Aktie auch die Rüstungsaufträge mit ein. Und zweitens trifft es natürlich den Umsatz, wenn der Absatz in China schwächelt.

Sowas kommt bei hirnloser

Sowas kommt bei hirnloser Globalisierung halt raus. Billigbilligbillig hat auch irgendwann Grenzen.
Und so werden alle Firmen, die aus dem Hauptabsatzmarkt fliehen, dort nichts mehr verkaufen. Dafür sind die Produkte dann schön billig. Blöd nur, daß es niemand mehr kaufen kann, weil keiner mehr Arbeit hat.

Zollstreit ? Chinas Handelskrieg

Der Titel scheint mir irreführend zu sein. Es geht doch um den gewaltige Handelsüberschuss Chinas. Der kommt neben Dumpingpreisen (niedrigeLöhne, Umweltverschmutzung, politische Unterdrückung) durch üble chinesische Handelspraktiken zustande: Ideenklau, Produktpiraterie und Steuerbetrug bei Onlinehandel.
Trump wehrt sich und Airbus USA will zu amerikanische Zulieferen wechseln. Gut so, ob das ausreicht, um China zu einem normalen Handel zu bewegen ?
Vermutlich müssen die Zölle noch deutlicher erhöht werden.

Es gibt überhaupt keinen

Es gibt überhaupt keinen zwingenden Grund für Airbus, überhaupt in den USA zu produzieren. Außer vielleicht dem Geltungsbedürfnis des Managements.

@ draufguckerin

So wird es bei uns auch kommen, wenn Deutschland weiterhin seine Firmen, d.h. Produktionsmittel und Know-How, verkauft.

Deutschland hat fast keine Firmen, außer vielleicht die Deutsche Bahn und verkauft auch kein Know How. Private Eigentümer dürfen Firmen und Know How verkaufen, das ist in einer freien Gesellschaft nicht verboten.

12:26 von Herd

Es geht doch um den gewaltige Handelsüberschuss Chinas
.
Ungeachtet der Drohungen von US-Präsident Donald Trump wird Deutschland einer Prognose des Ifo-Instituts zufolge auch 2018 den weltgrößten Leistungsbilanzüberschuss aufweisen. Er dürfte sich auf umgerechnet 299 Milliarden Dollar summieren
nur die Zahlungsbilanz vielleicht sieht es dann ein wenig (!) besser aus

@ Mischpoke West

Oder man produziert die US-Produkte tatsächlich wieder in den USA, und lässt sie nicht in China fertigen und schraubt sie dann in den USA nur noch zusammen - wie in Europa ebenso der Fall. Das ist womöglich der Plan hinter den Zöllen, oder denken Sie nicht?

Nein. Firmen leben vom freien Handel und der ist in Europa besser garantiert als in den USA. Daher gehen Firmen nach Europa.

@Herd

12:26 von Herd:
"Es geht doch um den gewaltige Handelsüberschuss Chinas. Der kommt neben Dumpingpreisen (niedrigeLöhne, Umweltverschmutzung, politische Unterdrückung) durch üble chinesische Handelspraktiken zustande [...]"

Wenn Sie wissen möchten, wer davon profitiert, müssen Sie sich nur mal in Ihrem Haushalt umsehen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch bei Ihnen die "Made in China" am häufigsten ist.

@ Theodortugendreich

Die russische Rüstungsindustrie ist momentan stark bei billigen Waffen, bei Hightech fehlt die eigenständige Innovation und es fehlen Bauteile aus den USA.

@Herd 12:26 - eingeschränkte Sichtweise?

Zitat: "Es geht doch um den gewaltige Handelsüberschuss Chinas. Der kommt neben Dumpingpreisen (niedrigeLöhne, Umweltverschmutzung, politische Unterdrückung) durch üble chinesische Handelspraktiken zustande: Ideenklau, Produktpiraterie und Steuerbetrug bei Onlinehandel."

Ich halte Ihre Sichtweise für fragwürdig aus folgenden Gründen:

1) Deutschland hat auch einen großen Handelsüberschuss bei viel höherem Lohnnieveau, höheren Umweltstandards und OHNE politische Unterdrückung (auch wenn AfD-Wähler etwas anderes herbeireden wollen)

2) Ideenklau und Produktpiraterie sind zu verurteilen aber hier irrelevant, da diese Produkte wohl kaum offiziell exportiert werden.

3) "Steuerbetrug beim Onlinehandel" ist eher ein Problem, das wir in Deutschland haben ... insbesondere mit Anbietern aus den USA!

Ich kann Ihre Sichtweise also leider nicht teilen!

Waren Sie schon einmal in China, Hong Kong, Shenzhen, Shanghai, Hengdian, Guangzhou, Hangzhou, Ningbo ... oder worauf stützen Sie Ihr Urteil?

re draufguckerin

"In der technischen Produktion, d.h. im Maschinenbau, im Schiffbau, der Rüstungsindustrie, Kfz-Industrie ... sind alle Teile, auch die, die von Zulieferern produziert werden, feinst auf das Gesamtprodukt abgestimmt und werden laufend angepasst."

Und was muss der Hersteller der Passagiersitze anpassen, wenn bei Airbus das Profil eines Winglets geändert wird?

Russen

verbauen auch amerikanische Triebwerke in ihre Militaerjets?
Ach ja, die sind ja auch grosser Mist? Innovation gibts nur im freien Westen? So ala Merkel

@GeMe

Sie haben Recht. Im BIP werden halt auch im großen Umfang Finanzdienstleistungen erfasst (vor allem in den USA), die keinen oder nur geringen Bezug zur Erwirtschaftung realer Werte haben. In den USA werden bekanntlich auch die Luftblasengewinne der Finanzmärkte mit in das BIP einbezogen.

Und lässt man da die heiße Luft heraus dann stellt man fest dass die USA schon lange kein führendes Industrieland mehr sind, sondern ein riesiger, marktbeherrschender Agrarstaat mit bestimmten High-Tech aber nahezu kaum noch sonstiges verarbeitendes Gewerbe, also weder Fachkräfte noch Produktionsstätte vorhanden.

Zudem ist China auch inzwischen nicht mehr billig, im Gegenteil:

Von wegen billig – die Löhne in China steigen rasant, Angleichung an deutsche Standards:

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/familienunternehmer/
produktionskosten-von-wegen-billig-die-loehne-in-china-steigen-rasant/22905244.html?ticket=ST-1184340-clvwRfIeqafSzG6ZI6eT-ap5

@ Tom Özdemir um 13.04 Uhr, z.B. Waffen und Betonpumpen

Dann lesen Sie doch bitte „Von KraussMaffei bis Putzmeister“ - diese Firmen sind in chinesischer Hand. Den Artikel finden Sie bestimmt noch im WWW, er ist schon von 2016.

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