Ihre Meinung zu: Bundesrat: Wird die Betäubungspflicht verschoben?

21. September 2018 - 6:46 Uhr

Ab Januar müssen Ferkel betäubt werden, wenn sie kastriert werden sollen. Das hat der Bundestag längst beschlossen. Im Bundesrat wollen einige Bundesländer jetzt einen Aufschub erreichen. Von Birgit Schmeitzner.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2
Durchschnitt: 2 (4 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Warum menhr einsetzen?

Ich meine; es ist doch lange genug bekannt ab wann es eine neue Regel gibt.
Ich muß mich in meinem Beruf auch ständig anpassen und habe dabei nicht immer so viel Zeit.

Also liebe Schweinebauern; nicht jammern: Machen.

Da hat sich also die Lobby

Da hat sich also die Lobby der professionellen Tierquäler schon fast wieder durchgesetzt. Vielleicht sollte man diesen Leuten mal ohne Betäubung was abschneiden?

Unsere Bauern und unsere Verbraucher

Schweinefleisch zum Schleuderpreis danach ruft der Verbraucher... Tierfabrikation am Fliessband.. das mag der Bauer ...Tierwohl nein Danke ...

Mehr für die Bauern einsetzen?

Ich glaube mein Schwein pfeift! Der Bauernverband und die CSU kurz vor der Landtagswahl in Bayern wollen hier doch die Leute am Nasenring durch die Manege führen!

Wenn seit mehreren Jahren bekannt ist, dass dies ab 1.1.2019 umzusetzen ist, hatte man genug Zeit, sich damit zu beschäftigen. Es ist schon schäbig genug, dass diese und viele andere Praxen (Kükenschreddern, Böden und Grundwasser mit Gülle verseuchen, Glyphosat....) im 21. Jahrhundert überhaupt noch Anwendung finden - aber ja, heute kam in der Radiowerbung das bei einem Discounter die XXL-Schweineschnitzel-Packung für 4,99 EUR zu haben ist, das muss man ja bedienen.

Was geht und was nicht

Die Bauern jammern stets ueber die hohen Kosten solcher Maßnahmen. Merkwuerdig nur, dass sie zur Prophylaxe gar nicht genug Antibiotika unters Vieh bringen koennen, auf jeden Fall mehr als was empfohlen/erlaubt ist, wie man amFleisch, am Grundwasser und an den Menschen nachmessen kann. Sie vermeiden dadurch Einbussen. Dagegen kommt die Betaeubung NUR den armen Schweinen zugute, und das geht mal garnicht!

Auge um Auge

Ich finde, daß nur Personen Kastrationen ohne Betäubung durchführen oder dafür verantwortlich sein dürften (wozu auch die Zustimmung zu diesem unsäglichen Plan gehört), die sich dieser Prozedur zuvor am eigenen Leib unterworfen haben.

Es wird Zeit, daß dem Verfassungsrang des Tierschutzes aus Art. 20 Grundgesetz endlich Geltung verschafft wird. Ohne wenn und aber.

Als ob diese Tiers nicht schon

genug Leiden müssen...

Man sollte die Schmerzensschreie der Tiere aufnehmen und solange die jeweiligen Landtage damit beschallen, bis der letzte betroffene Abgeordnete registriert, was er dort befürwortet...

Abgesehen davon, das auch hier wieder eine schwachsinnige Gesetzgebung die Bauern an deren Eigeninitiative hindert...

Eine Frechheit

Seit Jahren ist der Termin 01.01.2019 den Schweinezüchtern bekannt. Wieviel Zeit brauchen sie noch, um sich darauf einzustellen?

ich empfehle

all denen, die jetzt einen Aufschub verlangen, eine Kastration "anzubieten". Natürlich ohne Betäubung. Wetten, dass die ihre Meinung ändern?

Weiter Tiere quälen mit immer neuen "Sachzwängen"

Wenn einzelne Euro gespart werden können, ist der Schweinehalterlobby kein tierquälerisches Mittel verwerflich genug.
Die Muttertiere müssen monatelang ,in enge Metallbügel gequetscht zeitgleich die Ferkel zur Welt bringen, dann beginnt das Leid auch für die Ferkel.
Schwanz ab, Hoden rauß, alles ohne Betäubung.
Und damit die Muttertiere zeitgleich künstlich mit Super-Eber-Samen befruchtet werden können, müssen als Hormonzusatz Pferde in Südamerika leiden und sterben für die Hormonindustrie.

Um was geht es hier ?

Ferkelkastration, im Sinne des Menschen .... dass Tiere getötet werden , damit Menschen sich mit ihnen mästen ist schlimm genug. Um auch den Vorlieben der " allmächtigen Menschen " nachzukommen,werden Tiere gequält.... und das ! ..... gequält, Stress und Herz Kreislauf Krankheiten bei den männlichen Schweinen , das liegt in der Hand der Politiker ?

Bundesrat: Wird die Betäubungspflicht verschoben?

Ich schlage vor, die Kastration der Landwirte ohne Betäubung gesetzlich zu beschließen,
dann ist das Problem mit den männlichen Schweinen gelöst.

Auge um Auge

Ich will ja jetzt nicht vorschlagen, dass alle, die dafür plädieren, Ferkeln noch ein paar Jährchen länger ohne Betäubung die Hoden abschneiden zu dürfen, selbst mit gutem Beispiel vorangehen und ...
Aber sich einen Zahn ziehen, die Mandeln oder den Blinddarm herausnehmen oder eine Nasenbeinkorrektur vornehmen zu lassen, ohne Betäubung, das sollte doch drin sein für alle die, die meinen, die Schmerzreaktionen der betroffenen Tiere seien nur "Nervenreflexe", von denen die Tiere selbst gar nichts mitbekommen.
Ehrlich gesagt bin ich entsetzt darüber, dass das nicht schon längst umgesetzt ist. Die Nutztierhaltung ähnelt anscheinend in manchen Aspekten einer mittelalterlichen Folterkammer, und - sorry - mein Respekt vor Bauern wächst überhaupt nicht bei solchen Nachrichten.

Säßen im Bundestag Ferkel

dann wäre die Betäubung bei Kastration schnell durch. ;-)

bekanntes Problem

Kann es sein, dass wir in Deutschland ein massives Problem durch Lobbyismus haben?

Diese Tierquälereien

müssen endlich mal aufhören. Hier darf nichts verschoben werden. Noch dazu, wo unsere Regierung doch ständig so auf Humanität setzt.

Wieder mal ein Unding.

Billig billig billig muss die Produktion, für einen maximalen Profit auf Kosten des Tierwohls sein.
Was ist da nur los in Bayern?

Wieder mal ein Unding.

Billig billig billig muss die Produktion, für einen maximalen Profit auf Kosten des Tierwohls sein.
Was ist da nur los in Bayern?

komisch...

... viele sind empört über den Artikel und den Umgang mit den Tieren. Einfachste Lösung:
kein Schweinefleisch mehr kaufen.
Das kann jeder selbst entscheiden und beeinflussen. Vielleicht ist es aber für das eigene Gewissen besser wenn man die Schuld den Tierhaltern und Politikern geben kann? Wer wirklich an das Tierwohl denkt, wird weniger Fleisch und aus ausgesuchten Quellen kaufen.

kleine Schweinchen

Das hört sich so an, als wollten die Medien jetzt zum Angriff auf die Landwirtschaftsministerin blasen - und das mit so einem Thema wie dem Kastrieren niedlicher kleiner Ferkelchen.
Schöner wäre es, wenn das gar nicht nötig wäre, aber dann schmeckt das Fleisch der Tiere einfach fies. Das Betäuben bei der Kastration ist da ein Fortschritt, für die fachgerechte Durchführung sind die Veterinäre und Tierhalter zuständig, die Überwachung müssen die Landwirtschaftsminister / Veterinärämter der Länder übernehmen. Klar, dass Betriebe mit Massentierhaltung das aus Kostengründen verschieben wollen, aber dem sollte nicht nachgegeben werden. Dann verteuern sich halt die Preise, aber dafür müssten die Betriebe vielleicht ein Tierwohl-Siegel bekommen. Ich nehme kaum an, dass diese Tierschutzmaßnahme im europäischen Ausland, z.B. in Frankreich oder in Rumänien, verpflichtend ist. Insofern hätten die deutschen Bauern einen Wettbewerbsnachteil, der vermieden werden muss.

Wo sind die Tierschützer?

Das betäubungslose Schächten soll erlaubt werden und uns erzählen sie, dass der Islam keine großen Auswirkungen in dieser Gesellschaft hat?
Tierschutz ade!

So schnell springen die Grünen in die Büsche!

Ekelhaft

Auch Bauern dürfen Tiere nicht quälen! Oder gilt das Gesetz hier nicht, weil Wirtschaftlichkeit wichtiger ist?

@ 07:00 Elefant

Bei Ihrer Verbraucher*innen-Kritik bin ich ganz bei Ihnen. Ihre Kritik an "dem Bauern" finde ich zu pauschal: Es gibt immer mehr ökologisch nachhaltig wirtschaftende Bauern und Bäuerinnen, die das Tierwohl ganz selbstverständlich im Blick haben. Wenn die Verbraucher*innen kritischeres Einkaufsverhalten zeigen, kann das übrigens eine ziemliche Wirkung haben.

@ 07:43 von tagesard09

"...säßen im Bundestag Ferkel..."

Dort sitzen nicht nur Ferkel, dort sitzen richtig große Schw....

Elefant

So ein Unsinn! Der Verbraucher ruft....Viele Verbraucher können sich einfach kein teures Fleisch leisten. Immer das gleiche. Von oben mit der Moralkeule. Lassen Sie sich ihr Fleisch vom Kobe Rind schmecken.

Ein Großteil der Foristen

Ein Großteil der Foristen hier hat noch weniger Sachkenntnis als ich (milde ausgedrückt). Die bisherige Kastration von männlichen Ferkeln ist für die Tiere nur wenig belastend und durch die Hand eines geübten Landwirts "ein Klacks" (durch einen kleinen Schnitt werden die noch sehr kleinen Hodenknospen herausgedrückt und verworfen). Das Tier quiekt kurz und gesellt sich wieder zu seinen Schicksalsgenossen. Ohne diese Kastration wäre das Fleisch der Tiere später nicht genießbar. Die gesetzlich geforderte Verkomplizierung verteuert dieses Fleisch gewaltig, da der Eingriff nur noch durch Tierärzte (mit entsprechender Bezahlung!) erfolgen darf. Es wäre möglich , daß zahlreiche Mastbetriebe schließen müssen, weil die Kunden ausbleiben. So wird ein Kotelett oder ein Hackbrötchen zur teuren Delikatesse !

So, so!

Ausgerechnet Rheinland-Pfalz mit seiner ach so tollen rot-grünen Regierung will einen Aufschub
bei der Betäubungspflicht erwirken! Und das sage ich als Rheinland-Pfälzer!
Einen Aufschub, der das unnötige Leiden der Tiere verlängert. Einfach erbärmlich!
Menschlichkeit gewährt der Mensch nur Tieren MIT denen er lebt, nicht jedoch VON denen er lebt!

@ 10:38 yolo

Haben Sie den Bericht gelesen? Bayern, Niedersachsen u. einige andere Bundesländer beantragen die genannte Verschiebung: Ich wüsste nicht, dass die Grünen da die Ministerpräsident*innen stellen. Wenn dem so wäre, sähe die Reaktion dort garantiert anders aus. Aber man kann ja mal den "Lieblingsfeind" beschuldigen - irgendetwas wird schon hängen bleiben...

um 10.38 Uhr von yolo: Stimmt

Betäubung beim Kastrieren ist vereinbart, das sollte jetzt trotz Mehrkosten so gemacht werden. Natürlich muss auch die Tierquälerei beim betäubungslosen Schächten aufhören, da haben Sie völlig recht.

Ich frage mich wer heute

Ich frage mich wer heute angesichts der vielen Probleme bei der Schweinezucht, wie Antiobitikamissbrauch, überschüssige Gülle, Zerstörung der Umwelt durch Monokulturen für Tierfutter gar schlicht das Leiden der Tiere, überhaupt Schwein beim Metzger oder schlimmer noch beim Discounter kauft. Zudem ist das Fleisch vom Schwein aufgrund seines Fettes mit das ungesündeste Fleisch für den Menschen.
54 Millionen Schweine die im flächenarmen Deutschland pro Jahr geschlachtet werden, das sind ca 147.000 Tiere pro Tag !
Landesregierungen stellen sich leider hinter dieser Industrie und stellen sich dadurch zu oft gegen die Meinung von Veterinären, Medizinern und dem Umweltschutz wie dieser, einer von vielen zu diesem Thema, aufs neue beweist

Tierquälerei etc. …

… da sind sich die meisten Foristen einig. Und Recht haben sie. Man kann aber auch selbst viel für den Tierschutz (und gleichzeitig sogar für den Umweltschutz und die eigene Gesundheit) tun, indem man seine Fleischkonsum drastisch reduziert. Ich kenne Leute, die meinen, jeden Tag ihre Fleischration zu benötigen. Schlimm.

@Konsumenten-Kritiker

..Ich fuer meinen Teil esse seit Jahren kein Schweinefleisch mehr -(Nein - Ich bin nicht zum Islam konvertiert - und alle die, die wieder ein Islam Problem daraus machen - Schaechten ist etwas anderes, was ich allerdings in der EU auch nicht befuerworte...dort wo es traditionell ist, muss schon ein selbststaendiges Umdenken stattfinden...)
Anderes Fleisch max. 2 mal die Woche - Vom Metzger, wo ich weiss wo die Kuehe stehen... :-)
Ich denke, das die meisten hier, die empoert ueber diese Nachricht sind ,es aehnlich machen und es einfach nicht erwaehnen...

Es gibt aber auch Kommentatoren (hier noch nicht), die mit dem Argumenten kommen, dass es so sein muss, da man bei den Loehnen heutzutage sonst nicht mehr seine Familien ernaehren koennte...
Mein Tipp: einfach mal weniger Fleisch - und sie werden staunen, wieviel fitter man sich fuehlt...bekehren lassen laesst sich keiner - und ich will es auch gar nicht versuchen...
Wie gesagt, ausprobieren und selber herausfinden...

@ZR

Da schließe ich mich gerne an.
Unsere christlichen Werte sind das: "was Du mir tust, das tust Du .........".

Ich bin auch dafür, dass die "notleidenden Landwirte" auch täglich ihren Schoppen Glyphosat kostenlos bekommen, weil es ja so gesund ist. Den fränkischen Schmidtla nicht zu vergessen!
Klöckner ist keinden Deut besser, als Schmidt! Das sind die christlichen Parteien!
Egal wer da dran ist, die TIERQUÄLEREI und UMWELTZERSTÖRUNG geht weiter!
Dafür steht die CDU/CSU!
Siehe auch Hambacher Forst!

Liebe notleidende Landwirte, aufhören mit Jammern und mal wieder anpacken und auch Qualität liefern!
Ich kann im Job auch nicht jeden Tag zum Chef und heulen!
Masse statt Klasse ist heute gefragt! Der Verbraucher will artgerechte Haltung und Tierschutz!

Lokale Betäubung????!!!!

Soso, die Landwirte würden ihre Ferkel gerne selbst lokal betäuben...
Wer seinen Kopf nicht nur zum Essen, sondern auch mal zum Nachdenken benutzen würde, würde schnell feststellen, dass hier nur eine systemische Betäubung (Narkose mit gleichzeitiger und anschließender Schmerzmittelgabe) eine ausreichende Schmerzfreiheit erreichen kann.
Jeder, der schon mal einen Tritt ins Gemächt bekommen hat, weiß, wie höllisch das im Unterbauch wehtut. Dies liegt an äußerst intensiver nervaler Versorgung der Strukturen, die hier durchzrnnt werden, ins Bauchfell.
Allein, dass über eine so selbstverständliche Maßnahme wie ausreichende Analgesie bei dieser archaischen Maßnahme diskutiert wird, ist unfassbar!

@07:20 von Der Couch Kritiker

Hervorragende Idee.
Nur noch ein armes Ferkel und dann den Ton in Dauerschleife.

@yolo, 10:38

Das betäubungslose Schächten soll erlaubt werden und uns erzählen sie, dass der Islam keine großen Auswirkungen in dieser Gesellschaft hat?

Sind Sie der Ansicht, mit der Kastration von Schweinen ohne Betäubung sollte aus Gründen der Fairness weitergemacht werden? Oder war die Versuchung einfach unwiderstehlich, selbst aus diesem Thema eine Islamdiskussion zu machen?

@yolo

Witzig dass Sie selbst bei Thema Schweinefleisch die Gelegenheit nicht auslassen gegen den Islam und die Grünen zu wettern.
Zum einen gehört das Schächten auch zu der Kultur der Juden, zum andern ist die Anzahl an betäubungslosen Schlachtung aufgrund von strikten Auflagen sehr gering.
Fleisch welches als halal auf dem Markt verkauft wird muss nicht ohne Betäubung des Tieres erfolgt sein, denn die meisten Muslimen akzeptieren die elektrische Betäubung bei dem das Tier nicht getötet wird.
Und da wir beim Schwein sind, informieren Sie sich doch bitte wie "tierlieb" wir unsere Schweine betäuben. Die armen Dinger quälen sich einen ab und ringen nach Luft mit Schnappatmung da das CO2 bei den Tieren für Atemnot sorgt. Das ruhige Einschlafen vor dem Tod ist ein Märchen der Industrie. Mit Helium als Gas könnte man hier entgegenwirken aber das ist nun mal teurer als CO2
Ein Glück dass im Islam und Judentum kein Schwein serviert wird

@yolo

Alle Achtung! Sie haben es geschafft auch hier eine umfassende Islamophobie vorzuführen. Sicherheitshalber werden die Grünen gleich mit erwähnt.
Aber im Ernst.
1. Es gibt in jedem Beruf Übergangsfristen auf die man sich einzustellen hat. Wer es verpasst muss zahlen.
2. Wenn eine Kastration keine Schmerzen verursacht sollten die Sachverständigen einmal zum Selbsttest …..
3. Ein geringerer Verbrauch von tierischen Produkten würde auch helfen.

Schrecklich

Das ist schon Ungeheuerlich so eine Tierquälerei.Ich darf gar nicht weiter Denken was diese Tiere alles erleiden müssen.Das gab es vor 50 Jahren auch nicht das täglich Fleisch zu Mittag auf dem Tisch stand,bei meiner Oma damals nur Sonntags und an Feiertagen und Freitags eh nicht.Heute kümmert es keinen mehr.

Man sollte den Politikern und Lobbyisten auch

mal ohne Narkose was abschneiden. Ich darf aus Tierschutzgründen keine Wespe töten (5000 Euro), keine Kreiselwespe töten (25.000 Euro), keine Fledermäuse oder Tauben vertreiben (Krankheitsverbreiter No. 1), Mäuse am besten lebend fangen und am Waldrand aussetzen, Ratten im absoluten Ausnahmefall mit einer speziellen Schlagfalle töten, damit das Tier keinen Schmerz verspürt. Aber Schweine, die uns genetisch wohl näher stehen als alle aufgeführten Tiere, die darf man dann ohne Narkose kastrieren. - Was sagen eigentlich die Grünen dazu, die doch immer so tierlieb sein wollen?

@Elefant

Es ist etwas zu einfach dabei auf den Verbraucher zu schielen und zu schimpfen. Er will Fleisch, ja, aber es ist eine spannende Frage ob er nicht unter den richtigen Voraussetzungen bereit wäre, mehr zu zahlen. Im Moment lässt sich an vielen Stellen des Einzelhandels ein Trend zu faireren, nachhaltigeren Produkten bemerken. Wenn die Verbraucher vor die Wahl gestellt werden greifen sie auch durchaus beim teureren zu, allerdings gibt es beim Fleisch bisher zwar gewisse Preisunterschiede jedoch keine nachvollziehbaren Unterschiede in der Haltung. Pommersche Leberwurst ist im Vergleich zu den Eigenmarken z.B. fast doppelt so teuer, aber ich würde nicht darauf wetten dass das auf die Haltungsbedingungen schlägt. Man muss also erstmal sehen wie sich die Leute verhalten wenn sie echte Alternativen haben ohne für ihren Wocheneinkauf zum Biobauern fahren zu müssen.

Betäubung von Ferkeln

Die Ferkel nicht zu betäuben ist reinste Tierquälerei wie so vieles Andere in der Landwirtschaft auch. Alle wissen das aber die Damen und Herren Landwirtschaftsminister sitzen seit Jahren alles aus. Prost auf die Lobby wo alles n u r um Geld geht. Die Lebewesen sind denen völlig Wurscht und das Volk auch.

wer einmal

ein Ferkel während der Kastration schreien gehört hat der vergisst das nicht. Und Krustentiere werden lebendig in kochendes Wasser geworfen. Da bleibt doch nur der Verzicht auf den Verzehr derartigen Fleisches!

@Quakbuendel

...wenn es denn so ist, dann einfach Tonaufnahmen einer beliebigen "Schlacht-Station" (Kenne leider nicht den "politisch-korrekten" Ausdruck) in Deutschland...

..die Schreie "brannten" sich in meine Ohren...

@ um 11:28 von frosthorn

Sind Sie der Ansicht, mit der Kastration von Schweinen ohne Betäubung sollte aus Gründen der Fairness weitergemacht werden?
---
Wenn Sie meinen Kommentar richtig gelesen hätten, würden Sie entnehmen können, dass ich für die Betäubung von Tieren bin.

Bitte richtig lesen!

Und dennoch gibt es auch den von mir angesprochenen Aspekt. Es ist eine Erweiterung der Thematik, die sich in Anlehnung an diesen Bericht aufdrängt.

Rheinland-Pfalz: Kabinett

Rheinland-Pfalz:
Kabinett Dreyer II (SPD/Bündnis 90/d. Grünen, FDP)
Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten - Ministerin Ulrike Höfke (Bündnis 90/die Grünen)

Mecklenburg-Vorpommern:
Kabinett Schwesig (SPD, CDU)
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Till Backhaus (SPD)

.
So sieht also Umwelt - und Tierschutz von Bündnis 90/den Grünen und SPD aus.

@um 11:29 von lakshmi

zum andern ist die Anzahl an betäubungslosen Schlachtung aufgrund von strikten Auflagen sehr gering.
---
Falsch. Das zeigen viele Berichte:
Tierschutzminister bringt Muslime gegen sich auf
Belgien streitet über das Schächten, denn die belgische Region Flandern verschärft die Vorgaben dafür. Muslime und Juden wehren sich.
Fast 40.000 Schafe schlachten die belgischen Muslime im September für ihr Opferfest.
Dies schrieb swp online.

Es soll nun eine Betäubungspflicht für die Tiere bestehen und Muslime und Juden gehen auf die Barrikaden.
Warum, wenn dies ohnehin schon meist eine gültige Praxis hätte?
Hat es eben nicht!
"In anderen Ländern wie Indonesien wird Fleisch von betäubt geschlachteten Tieren als Halal akzeptiert, aber in Belgien lehnen die Muslime das ab", sagt Tiebout.

Und so sieht es oft in Europa aus: Die Muslime sind hier viel konservativer, als in ihren Heimatländern und stellen sich so bewusst gegen europäische Werte.

Das Problem muss man benennen dürfen!
Wer gibt nach?

Eine Schande

Ein Forist schlägt die Schmerzenschreie der gequälten Kreaturen in den Landtagen und Bundestag zu beschallen, ergänzen würde ich die Fleischabteilungen der Discounter dazu nehmen. Eine Schande für unsere Zeit, Das so brutales Verhalten von oben geregelt werden muss.

Klares NEIN zu einer Verschiebung - Tierquälerei!

In der Sache sage ich mal - schon aus Gruenden des Tierschutzes - dass es hier keine Verschiebung geben kann:

https://www.tagesschau.de/inland/ferkelkastration-103.html

Nun aber wollen einige Bundesländer über den Bundesrat einen Aufschub erreichen. Bayern fordert fünf Jahre zusätzlich Zeit, hat aber im Fachausschuss keine Mehrheit für diesen Gesetzentwurf gefunden. Niedersachsen schlägt zwei Jahre vor. Zusätzlich liegen Initiativen von Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern vor, die nicht explizit für eine neue Frist sind. Die Bundesregierung wird aufgefordert, sich mehr für die Landwirte einzusetzen und ihnen dabei zu helfen, die neue Rechtslage umzusetzen.

Es geht der CSU doch einzig und alleine um die Bayernwahl und nicht um die Landwirte. Die Frist zur Umsetzung war lang genug. Weiterhin geht es hier nur um Aufweichung beim Tierschutz. So aber geht es nicht. Deswegen Abstimmung JETZT. Zusätzlich ist eine Kastration ohne Betäubung Tierquälerei!

@um 11:31 von Ingmalo

3. Ein geringerer Verbrauch von tierischen Produkten würde auch helfen.
---
Das versuchen Sie mal den Muslimen zu erklären, dass sie zum Opferfest auf ihr Lamm verzichten könnten?

Merken Sie, wie weit weg Sie sich von der Realität bewegen?
Oder sind in einer Gesellschaft dann nur noch bestimmte Teile verantwortlich für ein moralisches Handeln und erhöhen sich auf diese Weise über andere?
Wenn es Ihnen ein besseres Lebensgefühl gibt, dann bitte.
Aber ich bin für die Einhaltung von Gesetzen für alle Bürger gleichermaßen.
Wenn die EU eine Betäubung vorschreibt, dann muss sie für alle gelten, ob Christ, Jude oder Muslim. Punkt.

Wem die Verhältnisse und moralischen Werte der EU nicht passen, kann dann ja in seiner Heimat sein Heil suchen!

Wo sind die christlichen Kirchen?

Ich vermisse den Aufschrei der Christlichen Kirchen, bei der vermutlich kleinsten Ungerechtigkeit gegenüber von Migranten kommt der erhobenen Finger, sind die Tiere nicht auch Geschöpfe ihres Gottes.

Herr Quakbüdel

"(durch einen kleinen Schnitt werden die noch sehr kleinen Hodenknospen herausgedrückt und verworfen)."
Klingt tatsächlich nach "Klacks". Stelle mir gerade vor, wie ein Säugling dabei "quiekt". Und nein, das ist nichts anderes. Tiere können nun mal, genau wie Babys, nicht sprechen, um uns ihr Befinden mitzuteilen. Und dennoch ist Schmerz messbar. Von mir aus darf Fleisch gerne zur Delikatesse werden. Tiere sind wertvoll.

Das kastrieren von Ferkeln

Das kastrieren von Ferkeln ohne Betäubung hat eine lange Tradition. Wenn diese im zuge des Tierschutzes geändert werden muss, wie verhält sich das mit dem Schächten von Tieren? Das bleibt uns dann sicher erhalten.

@andererseits

"Aber man kann ja mal den "Lieblingsfeind" beschuldigen - irgendetwas wird schon hängen bleiben..."

Ich denke, der Forist bezog sich auf den Antrag, der von der AfD gestellt wurde, dass Tiere nicht mehr ohne Betäubung geschlachtet werden dürfen , und die Grünen stimmten dagegen. Höchstwahrscheinlich weil der Antrag von der AfD kam. Gegen die AfD zu sein, ist den Grünen wichtiger, als das Wohl von Tieren. Das muss man sich mal vorstellen. *kopfschüttel*

@Mifra

"komisch...

... viele sind empört über den Artikel und den Umgang mit den Tieren. Einfachste Lösung:
kein Schweinefleisch mehr kaufen.
Das kann jeder selbst entscheiden und beeinflussen. Vielleicht ist es aber für das eigene Gewissen besser wenn man die Schuld den Tierhaltern und Politikern geben kann? Wer wirklich an das Tierwohl denkt, wird weniger Fleisch und aus ausgesuchten Quellen kaufen."

Woher wissen Sie denn so genau, dass die, die sich empören jeden Tag billiges Schweinefleisch kaufen und somit kein Recht haben, sich über Tierhalter und Politiker zu beschweren?

10:38 yolo

>>Wo sind die Tierschützer?
Das betäubungslose Schächten soll erlaubt werden und uns erzählen sie, dass der Islam keine großen Auswirkungen in dieser Gesellschaft hat?
Tierschutz ade!

So schnell springen die Grünen in die Büsche!<<

Großartig, wie Sie die Kurve zum bösen Islam kriegen.

Sie wissen, daß die Juden was das Schächten betrifft, die gleichen Vorschriften haben?

Und Sie haben nicht mitbekommen, daß es hier um Ferkelkastration geht?

12:23, yolo

>>Wenn die EU eine Betäubung vorschreibt, dann muss sie für alle gelten, ob Christ, Jude oder Muslim. Punkt.

Wem die Verhältnisse und moralischen Werte der EU nicht passen, kann dann ja in seiner Heimat sein Heil suchen!<<

Sie wollen den strengläubigen Juden nahelegen, die EU zu verlassen?

@ 10:49 rainer4528

Zwischen Billigfleisch und Kobe-rind gibt es tonnenweise Fleisch dazwischen. Aber ums mal glasklar zu sagen: Es gibt kein Menschenrecht auf das tägliche superbillige Schweinefleisch auf Kosten des Tierwohls. Und Verbraucher können sehrwohl ihr Einkauf- und Essverhalten auch mit kleinem Geldbeutel verändern. Ich weiß, wovon ich rede.

12:41, carto

>>Das kastrieren von Ferkeln ohne Betäubung hat eine lange Tradition. Wenn diese im zuge des Tierschutzes geändert werden muss, wie verhält sich das mit dem Schächten von Tieren? Das bleibt uns dann sicher erhalten.<<

Das Kastrieren von Ferkeln hat aber keine religiöse oder kulturelle, sondern eine ausschließlich pragmatisch-wirtschaftliche Tradition.

Deswegen sollte man diese Diskussion nicht mit der ums Schächten vermischen.

Diese Diskussion kann und sollte natürlich auch geführt werden, aber bitte nicht mit antisemitischen oder "islamkritischen" Untertönen, die hier leider deutlich zu hören sind.

14:14, Alex Faulkner

>>@Mifra
"komisch...

... viele sind empört über den Artikel und den Umgang mit den Tieren. Einfachste Lösung:
kein Schweinefleisch mehr kaufen.
Das kann jeder selbst entscheiden und beeinflussen. Vielleicht ist es aber für das eigene Gewissen besser wenn man die Schuld den Tierhaltern und Politikern geben kann? Wer wirklich an das Tierwohl denkt, wird weniger Fleisch und aus ausgesuchten Quellen kaufen."

Woher wissen Sie denn so genau, dass die, die sich empören jeden Tag billiges Schweinefleisch kaufen und somit kein Recht haben, sich über Tierhalter und Politiker zu beschweren?<<

Auch wer billiges Schweinefleisch kauft, hat das Recht, sich über die Art und Weise, wie die Tiere gehalten werden, zu beschweren.

Der Forist, auf den Sie antworten, hat niemandem dieses Recht abgesprochen. Das legen Sie ihm in den Mund.

Ich schätze mal, daß 95% der Foristen hier gelegentlich Wurst und Schinken aus dem Supermarkt, also billig produziertes Schweinefleisch, essen.

@ 14:09 Alex Faulkner

Netter Versuch, aber Sie verdrehen die Dinge doch ziemlich kräftig. Zum einen geht es hier um Kastration, nicht ums Schlachten - der Unterschied ist Ihnen geläufig? Zum anderen war der Antrag der afd in Niedersachen tatsächlich ein "politisch vergifteter" Antrag: Die AfD-Fraktion forderte, dass „Angehörige des islamischen Glaubens künftig keine Ausnahmegenehmigungen für diese Form der rituellen Schlachtungen erhalten sollen", und instrumentalisierten dafür den Tierschutz. Üble Masche, auf die allerdings kaum jemand reingefallen ist - außer natürlich die empörten afd-Fans. Frau Dinter (Organisation ProVieh) brachte das gut auf den Punkt: Man könne sich nicht für Tiere einsetzen, wenn einem Menschen egal seien: „Entweder man hat ein Herz, oder man hat eben keins.“ Auch Dieter Ruhnke (Vorsitzender Deutscher Tierschutzbund Niedersachsen) benannte das klar: Der Antrag der AfD ziele auf die Begrenzung der Religionsfreiheit. Der Tierschutz sei nur der Deckmantel.

Darstellung: