Ihre Meinung zu: Russische Spione auf dem Weg ins Chemielabor gefasst

14. September 2018 - 11:52 Uhr

Angeblich wollten sie in ein Chemielabor eindringen, das offenbar auch Proben im Fall Skripal untersuchte: In den Niederlanden wurden laut Medienberichten zwei russische Spione gefasst und des Landes verwiesen.

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Kommentare

Welche Ziele wurden verfolgt?

Gesetzt den Fall, dass es sich tatsächlich um russische Spione handelte, wollten sich diese wohl Zugang zu den Proben bzw. Analyseergebnissen verschaffen. Schließlich weigen sich die Briten bis heute, die Regeln der OPCW zu befolgen und Russland das entsprechende Material bereitzustellen.

Ebenfalls denkbar, aber eher unwahrscheinlich wäre ein gescheiterter Versuch, die Proben auszutauschen. Dann hätten die aufgegriffenen Personen allerdings entsprechende Chemikalien dabei haben müssen. Außerdem waren auch andere Labore an den Analysen der von den Briten bereitgestellten Proben beteiligt waren.

Nicht zuletzt frage ich mich, was es heißt, dass der schweizer Geheimdienst mit seinen "mit seinen holländischen und britischen Partnern" "aktiv an dieser Operation teilgenommen" habe. Wurden die mutmaßlichen Spione zu ihrer Tat verleitet, um sie dann aufgreifen zu können?

Bitte das nächste Mal

Bitte das nächste Mal einsperren. Einfach so gratis Flug nach Hause???

Ja nun wissen

wir es ja 100% wär die Täter waren und sein werden.
Nun kann endlich diese Akte geschlossen werden.Es wird langsam langweilig,immer das selbe zu lesen.

Novitschok wurde in "ungewöhnlicher Reinheit"

festgestellt.
Das könnte bedeuten, dass es aus einem Labor stammt.

Das Problem ist, dass sich GB weigerte, Proben - wie von der internationalen Abmachung vorgesehen - an Russland und die OPCW zu liefern.

Die sehr späte Einbeziehung der OPCW und auch die Tatsache, dass die internationalen Ermittler die Proben nicht selbst nehmen konnten, ist natürlich nicht dazu geeignet, das Misstrauen zu zerstreuen.

Zu wenig Infos

Wenn ich das jetzt richtig verstehe, wollten diese beide "Spione" in ein Chemielabor eindringen, wobei sie vorher von der Polizei geschnappt wurden. Woher weiss man denn, dass diese beiden Personen dort Daten entwenden wollten? Sollte man dann nicht, bevor man diese des Landes verweist, die beiden in U-Haft nehmen, um die Auftraggeber und Hintergründe zu ermitteln? Die Geschichte klingt ohne die Vorlage von irgendwelchen Indizien, an den Haaren herbei gezogen, wie der Fall Skripal. "laut NRC Handelsblad" hatten die beiden Spione Ausrüstung, um in das Computernetzwerk des Labors eindringen zu können." Was genau ist hier mit gemeint? Eventuell ein ganz normaler Laptop?

Einen Spion ausschaffen?

Etwas Dümmeres kann man doch gar nicht machen. An die Fersen heften und dessen Aktionen und Netzwerke ausspähen. Und danach immer noch austauschen - das hat selbst im Krieg funktioniert. Chance vertan. Da hätte Maaßen schon die besseren V-Männer parat?

Verstehe ich nicht

Wurden die Daten nicht bereits ausgetauscht? Als Beweis für Russlands Schuld?

Wird immer

verworrener die ganze Sache, das einfachste wäre gewesen die Russen einbeziehen.
Und die Proben zur Prüfung bereitzustellen, ohne das ist die Angelegenheit anrüchig.
Klingt alles sehr eigenwillig.

14:38 Tada

Verstehe ich nicht..........
Sie und ich sollen auch nicht verstehen wir sollen einfach glauben und sonst nichts.
Die einfache Botschaft heißt "Russen schlimm". Und wenn sich das tief genug eingeprägt hat dann hat die Botschaft ihren Zweck erfüllt.

Kling interessant: angeblich wollten .....

Nun ist man in den Niederlanden also schon in der Lage, die Gedanken und Pläne von Menschen im Voraus zu wissen. Aber ich könnte mir wirklich vorstellen, dass Russland Interesse an den Proben hat. Vielleicht wären die Russen ja in der Lage, das betreffende Labor zu identifizieren. Hat man davor so große Angst?

Und warum

...dürfen die Russen bei der Aufklärung des Falles nicht mitmachen?

Russische Spione auf dem Weg ins Chemielabor gefasst

Zum Kommentar von EUler:
"Bitte das nächste Mal einsperren. Einfach so Gratisflug nach Hause"?

Nein, bitte dahin zurückschicken, wo sie herkommen. Der "Gratisflug nach Hause" ist mit Sicherheit wesentlich effizienter und preisgünster als der Verbleib im Lande.

15:02 pxslo

"Berufs-Lügner"

nur so ein Hinweis sie sollten sich dringend die Dokumentation "CIA von innen" oder "Täuschung - die Methode Reagan" anschauen kam mal auf ARTE und auf den Digital-Sendern.

@Tada - Ich vertraue der OPCW.

14:38 von Tada:
"Wurden die Daten nicht bereits ausgetauscht? Als Beweis für Russlands Schuld?"

Den Untersuchungen der OPCW muss man schon vertrauen. Die Fragen lauten eher, woher die Proben der Briten stammen - vom Tatort oder aus Porton Down -
und warum ausschließlich Russland verdächtigt wird, wenn zahlreiche Nationen Nowitschok besitzen oder herstellen können.

re wenigfahrer: Einfach

„Wird immer verworrener die ganze Sache, das einfachste wäre gewesen die Russen einbeziehen.“

Noch einfacher wäre es gewesen, man hätte die Russen selber die Untersuchung machen lassen...

Im Ernst: Ich erkenne hier gar keine zunehmende Verworrenheit, sondern eine zunehmende Klarheit. Schritt für Schritt.

@pxlos

Das ist doch schon krankhaft. Was hat denn Putin persoenlich damit zu tun? Offenbar waren die Herren im Besitz von Diplomatenpaessen, sonst waere ja Anklage wegen versuchtem Ein ruch erhoben worden. War der Einbruch noch in der Planungsphase oder wie muss man sich das vorstellen? Alles mehr als undurchsichtig. Aber schon klar: Putin wars.

Wenn es nach der deutschen Presse geht ...

... könnte man glatt meinen, dass die CIA ihre 107.000 Mitarbeiter nur als ABM beschäftigen.

Hätte man den Russen die Proben zur Verfügung gestellt, wie es vertraglich vereinbart ist, müssten sie sich die Proben und Daten nicht selber beschaffen.

Proben an Russland?

Wieso hat Russland keine Proben bezüglich dieses Giftes bekommen. Somit hat das ganze einen faden Beigeschmack. Wieso werden diese Proben so Geheim gehalten.
Als Angeklater hätte man das Recht dazu.

Einer Probe dieses Labors enthielt einen Stoff, der ziemlich gut

zu den berichteten Symptomen der Skripals passte.
Ein Stoff, der eine drogenähnliche Wirkung hat.

Dieses Labor hatte genau diesen Stoff analysiert. Aber es ist nach den Regeln der OPCW nicht klar, ob das die "richtige" Probe war.
Jedes Labor bekommt zur Kontrolle auch nicht originäre Proben zur Analyse.

Insofern müsste natürlich Russland grundsätzlich schon ein Interesse daran haben, Hintergründe zu den originalen Proben zu bekommen.

Dagegen spricht meines Erachtens, wer jetzt daran beteiligt ist.
Da GB alles tut, um vom wahrscheinlich eigenen Verhalten abzulenken, ist GB auch zuzutrauen, dass es am Zustandekommen dieses Vorfalls beteiligt ist.

Am 14. September 2018 um 15:21 von A1ex

"Wieso hat Russland keine Proben bezüglich dieses Giftes bekommen. Somit hat das ganze einen faden Beigeschmack. Wieso werden diese Proben so Geheim gehalten.
Als Angeklater hätte man das Recht dazu."

Weil Russland vielleicht die Möglichkeit hätte, den Hersteller des Giftes eindeutig zu identifizieren.

@pxslo - Politiker & die Wahrheit

15:02 von pxslo:
"Und da Putin ein Ex-KGB Offizier ist, sind seine Aussagen immer mit Vorsicht zu genießen."

Das ist völlig richtig, gilt aber für alle Politiker - auch die ohne KGB-Vergangenheit.

Im Fall Skripal sind mir nur zwei Lügen bekannt: Die Behauptung Mays, dass nur Russland Nowitschok besäße, und die Behauptung Johnsons, dass der gefundene Stoff einem russischen Labor zugeordnet werden konnte. Beides wurde widerlegt.

Falls auch Putin in diesem Fall gelogen haben sollte, bitte ich Sie um die Ergänzung dieser Liste.

@teachers voice - Alles klar?

15:17 von teachers voice:
"Im Ernst: Ich erkenne hier gar keine zunehmende Verworrenheit, sondern eine zunehmende Klarheit. Schritt für Schritt."

Na dann erklären Sie mir bitte Schritt für Schritt, was die angeblichen Spione in dem schweizer Labor hätten tun können.

Eine Manipulation der Daten bzw. Proben hätte nichts gebracht, da beides auch an anderen Orten gesichert war.

Was bleibt also übrig, wenn kein Gewinn von Informationen?

Am 14. September 2018 um 15:07 von skydiver-sr

"Wieso hat Russland keine Proben bezüglich dieses Giftes bekommen. Somit hat das ganze einen faden Beigeschmack. Wieso werden diese Proben so Geheim gehalten.
Als Angeklater hätte man das Recht dazu."

Weil eventuell ein Konstrukt zusammenbrechen würde. Wäre es anders, so würde nichts gegen das gesetzliche Vorgehen sprechen. Verschiedene Regierungen haben sich ohne Beweise zu weit aus dem Fenster gelehnt, einen Gesichtsverlust kann man sich nicht leisten.

Wieder einmal tappt Putin ins

Wieder einmal tappt Putin ins Fettnäpfchen, wieder einmal Lügen und Betrügen. Wieso soll eigentlich Russland Proben erhalten, wieso soll ein Verbrecher an der Aufklärung seines Falls beteiligt werden. Lt. Gesetz kann das nur erfolgen, wenn die Tat zugegeben wurde, und der Täter geständig war. Das führt zur Strafminderung. Hat Putin etwas zugegeben? Dann ist doch alles klar

15:15 von Nachfragerin

Die Fragen lauten eher, woher die Proben der Briten stammen - vom Tatort oder aus Porton Down - und warum ausschließlich Russland verdächtigt wird, wenn zahlreiche Nationen Nowitschok besitzen oder herstellen können.

Es würde wohl kaum Sinn machen, wenn die Briten der OPCW zur Täuschung Proben übermitteln, die die OPCW bei näherer Betrachtung dann wiederum als von britischer Herkunft identifizieren würde - Proben, die dort in die Archive gehen und auch in 50 Jahren nochmal untersucht werden könnten ...

Auf die Russen als Urheber weisen alle Indizien hin, vom Motiv über die Vorgehensweise bis zum zuletzt orchestrierten Interview der mittlerweile kriminalistisch identifizierten Agenten auf RT. Schauen Sie sich das mal an und sagen Sie mir, ob Sie denen ihre Geschichte tatsächlich abnehmen ...

Russland sollte lieber seine

Russland sollte lieber seine Giftmorde einstellen und die Giftgasangriffe Syriens nicht weiter unterstützen, statt zu versuchen, diesbezügliche Untersuchungen zu sabotieren. Was denkt sich Putin eigentlich dabei ?

Am 14. September 2018 um 15:17 von teachers voice

"Noch einfacher wäre es gewesen, man hätte die Russen selber die Untersuchung machen lassen...
Im Ernst: Ich erkenne hier gar keine zunehmende Verworrenheit, sondern eine zunehmende Klarheit. Schritt für Schritt."

Soweit ich weiß, wollte Russland nur eine Beteiligung an den Untersuchungen. Wer grundsätzlich ausschließlich selbst als Beklagter Untersuchungen zu Vorwürfen macht, sind die USA. Übrigens, die eigene Verworrenheit erkennen nur die anderen, als kleiner Tipp.

15:42 von Nachfragerin

Warum glauben Sie, dass Sie auch nur annährend überblicken könnten, welche Ziele die dort möglicherweise verfolgen hätten können? Oder jemand anderes hier ...

@ex_Bayerndödel - Referenzprobe

15:30 von ex_Bayerndödel:
"Weil Russland vielleicht die Möglichkeit hätte, den Hersteller des Giftes eindeutig zu identifizieren."

Eine Identifikation wäre nur dann möglich, wenn eine Referenzprobe aus derselben Charge vorliegt. Wer auch immer eine solche Probe besitzt, wird sie der OPCW definitiv nicht zur Verfügung stellen.

Warum diese frühe Zugriff?

Was mich am meisten erstaunt und verwundert ist dieser frühe Zugriff der Behörden inclusive der schnellen Abschiebung.
Wäre es nicht besser gewesen, diesen Leuten zu folgen, ob sie wirklich ins Labor wollen und schauen was sie dort machen?

So wie die Geschichte jetzt abgelaufen ist, bleibt ein "Geschmäckle" - in beide Richtungen.

@Phonomatic - Sie bevorzugen Fertigwahrheiten?

15:57 von Phonomatic:
"Warum glauben Sie, dass Sie auch nur annährend überblicken könnten, welche Ziele die dort möglicherweise verfolgen hätten können?"

Wir wissen beide, dass Weltpolitik keine Aneinanderreihung von zufälligen Entwicklungen ist, sondern von allen Beteiligten im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv bestimmt wird. Jede Handlung hat ein Motiv und dieses gilt es zu ergründen, wenn man sich nicht den Darstellungen der jeweiligen Seite hingeben möchte.

Dass Russland bereitwillig Sanktionen und negative Publicity in Kauf nimmt sowie zukünftige Agentenaustausche gefährdet, um an einem unwichtigen Ex-Spion ein misslungenes Exempel zu statuieren, ist mehr als unwahrscheinlich.

skydiver-sr

Wie schon immer: Russland ist der Böse, auch wenn noch so viel Lügen verbreitet werden!

Alles deutet auf Moskau

Es bleibt spannend. Immer klarer wird die Verstrickung des Kremls in den Einsatz von Chemiewaffen - sowohl als Schutzmacht des Assad-Regimes, das nachweislich Zivilisten töten ließ, als auch bei den Mordanschlägen in England. Aber warum sollte ein Putin da auch Hemmungen haben, wo er doch mit der Besetzung der Krim den ersten Raubkrieg in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg lancierte?

@Phonomatic - Lügen für politische Ziele

15:55 von Phonomatic:
"Es würde wohl kaum Sinn machen, wenn die Briten der OPCW zur Täuschung Proben übermitteln, die die OPCW bei näherer Betrachtung dann wiederum als von britischer Herkunft identifizieren würde [...]"
> Spätestens seit den "Massenvernichtungswaffen" des Iraks wissen wir, dass so manche geopolitische Aktion durch entsprechende Lügen vorbereitet werden. (Anderes, Ihnen genehmeres Beispiel: Die "Urlauber" auf der Krim.)

"Auf die Russen als Urheber weisen alle Indizien hin, vom Motiv über die Vorgehensweise bis zum zuletzt orchestrierten Interview [...]"
> Naja. Das Motiv der britischen Regierung wäre ein Ablenkungsmanöver vom schleppenden Brexit. Das Motiv der US-Regierung sind weitere Sanktionengrundlagen, um Russland vom europäischen (Gas-)Markt fernzuhalten. Beide Regierungen kooperieren sehr eng und werden nicht mehr im Amt sein, denn die Wahrheit um den Fall Skripal herauskommt.

16:25 von Nachfragerin

Sie überschätzen sich wenn Sie denken, dass Sie mit ein bisschen Medienlektüre und jeder Menge uneducated guesses irgendwelchen großen Geheimnissen auf die Spur kommen. Das zusammen mit Ihrer zugrundeliegenden Prämisse, wir würden ständig nur belogen von unseren Regierungen (die eigentlich gegen uns arbeiteten), macht Sie sogar - ganz im Gegenteil zu Ihrer Absicht -, anfällig für Manipulation.

Wie sich ja auch im vorliegenden Fall zeigt. Der wird längst kriminalistisch behandelt, aber Sie konstruieren immer noch eine Verschwörung, die mittlerweile von der Premierministerin bis hin zum kleinen Detective reicht, mehrere unabhängige Institutionen umfasst und dabei auch noch wasserdicht ist. Da stört es dann auch nicht, dass sich essentielle Player Ihrer Verschwörung öffentlich widersprechen - die belügen uns trotzdem koordiniert.

Ich glaube dann doch lieber den echten Kriminalisten, die am konkreten Fall arbeiten, als jemandem, der die Welt so sieht wie einen Tatort mit Till Schweiger.

Russische Spione gefasst, und wieder laufen gelassen?

Wieder mal so eine 100 % Beweiskette, toll!

- anonyme Quellen
- festgenommen und ausgewiesen
- In Zusammenarbeit von NBD, holländischen und britischen Partnern
- usw., usw.

Ist es heute üblich, das Verdächtige Spione (zudem noch Russen) ohne umfangreiche Verhöre so einfach nach Hause geschickt werden.

Wer's glaubt, selber Schuld!

Na wie denn sonst...

... an eine Probe ran kommen, um die eigene Unschuld nachzuweisen?

Wenn es nämlich die Russen gewesen wären, bräuchten sie ja nicht versuchen, an die genauen Daten über das Gift ran zu kommen, dann hätten sie die Formel ja zu Hause.

Da inzwischen nicht mehr gilt unschuldig bis zum Beweis der Schuld, sondern schuldig wenn du Russe bist, fragt man sich schon: wie demonstriert man seine Unschuld?

Schönes Beispiel war doch:
Nur die Russen haben dieses Nervengift.
Die Russen sagen: ne stimmt nicht, die Tschechen haben auch.
Darauf bezichtigt die tschechische Regierung die Russen der Lüge, bestellen den Botschafter ein - um kurz darauf zu sagen: oops, ja gut, wir haben doch auch welches.

Diese falsche Bezichtigung hatte keine Folgen. Botschafter einbestellt - piece of cake.

Also ist doch nur eines klar: über die Russen darf man sagen, was man will. Die Beweislast liegt bei den Russen - und wenn sie Beweise hätten, würde man die auch noch zerlegen.

Am 14. September 2018 um 18:33 von Phonomatic

Sie kennen hoffentlich das Wort:

"Wer sich groß machen will, macht andere klein."

@ 16:53 von Nachfragerin

> Spätestens seit [...]
... Sie gehen auf das Argument nicht ein, sondern kommen mir mit sachfremden Belehrungen ... ja, danke, "spätestens seit" ist bei mir dann irgendwie doch mal ca. zehn Jahre früher als bei Ihnen.

> Naja. Das Motiv der britischen Regierung wäre ein Ablenkungsmanöver vom schleppenden Brexit.
Dafür nähme die britische Regierung inkauf, dass Staatsbürger umkommen und sie aus dem Amt gejagt werden, wenn es rauskommt? Und wer sollte dieses perfide Spiel mitspielen; Briten - alles Menschen ohne Gewissen, von der Premierministerin über die Wissenschaftler bis hin zum einfachen Detective ... ?

Das Motiv der US-Regierung sind weitere Sanktionengrundlagen, um Russland vom europäischen (Gas-)Markt fernzuhalten.
Klar, Assad oder Kim Jong Un würde man aus sehr viel besseren Gründen nicht umbringen - aber so ein paar Briten, das geht schonmal. Bei dem engsten Verbündten kann man's mal riskieren ...

16:25 von Nachfragerin

genauso ist es. Wer hatte also genau zu diesem Zeitpunkt ein Interesse daran Russland zu belasten? Genau zu diesem Zeitpunkt dachten Einige über die Lockerung von Sanktionen nach.
Wieso die Spione nicht auf frischer Tat ertappt und verhört wurden erschließt sich mir ebenfalls nicht.
Es sind für mich zuviele Zufälle . Wie immer sofort war klar- Putin wars- "die Maschinerie lief an". Wer seinen gesunden Menschenverstand einschaltet kann sich da nicht so sicher sein, dass es Putin war.

@Phonomatic - Was spricht gegen eine Inszenierung?

18:54 von Phonomatic:
"Sie gehen auf das Argument nicht ein, sondern kommen mir mit sachfremden Belehrungen ..."
> Welches Argument meinen Sie? Ich bezog mich auf den ganzen Fall.

"Dafür nähme die britische Regierung inkauf, dass Staatsbürger umkommen [...]"
> Warum gehen Sie immer davon aus, dass für eine Inszenierung tatsächlich die Substanzen eingesetzt wurden, die man offiziell angibt?

Laut der offiziellen Version müssen sich die Skripals spätestens beim Verlassen ihres Hauses an der Türklinke kontaminiert haben und waren mindestens bis zur Einlieferung ins Krankenhaus im direkten Kontakt mit dem Giftstoff. Die über so viele Stunden aufgenommene Dosis eines militärischen Nervenkampfstoffes wäre definitiv tödlich.

"Und wer sollte dieses perfide Spiel mitspielen [...]"
> Es haben alle mitgespielt, die ohne je einen Beweis gesehen zu haben intrinsisch von der russischen Täterschaft überzeugt waren. Und natürlich diejenigen, die keine andere Wahl hatten.

18:52 von Juergen

Rüttelt meine Auffassung (auch von mir selber) womöglich an Ihrem Selbstverständnis?

@Phonomatic - Welche Verschwörung?

18:33 von Phonomatic:
"Sie überschätzen sich wenn Sie denken, dass Sie mit ein bisschen Medienlektüre und jeder Menge uneducated guesses irgendwelchen großen Geheimnissen auf die Spur kommen."
> Ich versuche aus den vorhandenen Fakten meine Schlüsse zu ziehen. Sie hingegen wissen natürlich genau, welche Wahrheit die richtige ist und sind auch über jeden Zweifel erhaben. Woher kommt dieses Selbstvertrauen?

"Das zusammen mit Ihrer zugrundeliegenden Prämisse, wir würden ständig nur belogen von unseren Regierungen [...]"
> Meine Prämisse ist, dass jede Regierung sich selbst bzw. der Nation dient. Die dabei eingesetzten Mittel sind vielfältig.

"Sie konstruieren immer noch eine Verschwörung, die mittlerweile von der Premierministerin bis hin zum kleinen Detective reicht [...]"
> Mays Lüge, dass Nowitschok nur aus Russland stammen könnte, wurde widerlegt. Die OPCW untersuchte, was ihr geliefert wurde und der kleine Detective hat hier nichts zu melden.

19:24 von Nachfragerin

Den Kampf von Menschen um Leben oder Tod als Inszenierung abzutun, ist ganz einfach ein Mangel an Ernsthaftigkeit der Sache gegenüber und im gleichen Zug der Hang, sich selbst - bzw. die eigenen Ideen - übermäßig wichtig zu nehmen.

@Phonomatic - Widersprüche bitte nennen!

18:33 von Phonomatic:
"[...] Da stört es dann auch nicht, dass sich essentielle Player Ihrer Verschwörung öffentlich widersprechen - die belügen uns trotzdem koordiniert."
> Meines Wissens nach hat bisher nur die britische Regierung gelogen. Welche Fakten widersprechen denn meiner Erklärungsmodell?

"Ich glaube dann doch lieber den echten Kriminalisten, die am konkreten Fall arbeiten, als jemandem, der die Welt so sieht wie einen Tatort mit Till Schweiger."

Ich halte die britischen Ermittler insofern für befangen, als dass die Regierung durch ihre Voreingenommenheit den Fahrplan bereits am ersten Tag festlegte. Ein Ermittler wird es mit Rücksicht auf seine Karriere vermeiden, öffentlich die eigene Regierung bloßzustellen. Und wenn er es nicht tut, tut es sein Vorgesetzter. (Soweit ich weiß, wurden die Proben nicht von der Polizei, sondern vom Militär genommen und untersucht.)

Nachfragerin

Bleiben Sie bitte gelassen, liebe Nachfragerin. Überall gibt es Menschen, die Gelegenheiten suchen, sich an jemandem auszutoben. Ihre Mails dagegen finde ich sachlich, adäquat formuliert und taktvoll zu allen im Forum Beteiligten.
Die Skripals - Angelegenheit war von Anfang an so voreingenommen und gelenkt aufgebaut, im ganzen Verlauf so offen Russland feindlich geführt, dass man alle Schilderungen von der britischen Seite infrage stellen muss, wie auch die vorhergegangenen Vergiftungsfälle in England, bei denen viele Anschuldigungen in Richtung Russland ausgesprochen wurden über keine klaren, eindeutigen Beweise geliefert.

Das ist wiedermal...

einer der typischen Anti-Rußland-Artikel von Tagesschau.de. 2 in der Woche sind bei denen Pflicht. Mittlerweile total langweilig. Aber bei dem Einen oder Anderen wird ja was hängenbleiben über die "bösen Russen". Das ist leider wahr und das ist auch das Ziel dieser ARD-Tagesschau-Propaganda.

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