Ihre Meinung zu: Kommentar: Finanzkrise kostete vor allem Vertrauen

14. September 2018 - 0:28 Uhr

Die Bankenkrise vor zehn Jahren hat wirtschaftlich und gesellschaftlich großen Schaden angerichtet. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Gerechtigkeit sei verloren gegangen und habe Populisten geholfen, meint Marcus Bornheim.

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Was hat es gekostet?

Wir betrachten die Finanzkrise gerne international. Dabei übersehen wir, dass uns die Fianzkries in Deutschland bisher wenig gekostet hat. In kaum einem Land ist sie glimpflicher ausgegangen als bei uns. Kein Grund Vertrauen zu verlieren. Die größten Fehler wurden in Deutschland von staatlichen Banken gemacht. Ein klares Indiz dafür, dass staatlicher Einfluß über Banken nicht vor Risiken schützt. Die EZB Zinspolitik führt zu einer Umverteilung von Sparern zu Kreditnehmern. Das mag man für ungerecht halten, ist aber gesamtwirtschaftlich auch kein Schaden. Wenn ich AfD Kundgebungen sehe, dann fällt es mir schwer zu glauben, dass deren Wähler zu den fleißigen Sparern gehören. Zum Jubiläum der Finanzkriese würde ich mir eine Analyse wünschen. Wer, außer den arbeitslos gewordenen Bankern, hat in Deutschland unter der Finanzkriese gelitten? Und zu den Sparern:Hohe Zinsen gab es in der Vergangenheit nur zusammen mit hoher Inflation. Nach Abzug der Kapitalertragssteuer war das auch ein Minus.

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