Ihre Meinung zu: Karstadt und Kaufhof verkünden Zusammenschluss

11. September 2018 - 9:35 Uhr

Die traditionsreichen Warenhausketten Karstadt und Kaufhof schließen sich zusammen. Entsprechende Medienberichte haben beide Konzerne jetzt offiziell bestätigt. Die Leitung übernimmt Karstadt-Chef Fanderl.

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Kommentare

Der letzte Schritt vor dem Ende

Das Modell Kaufhaus hat ausgedient. Der nächste Zusammenschluss wird wohl as endgültige Ende werden.

Ladenschluss

Als ehemaliger, langjähriger Mitarbeiter des Kaufhof sehe ich dieser Fusion mit größter Sorge entgegen. Das wird vielen tausend Mitarbeitern den Arbeitsplatz kosten, und den Kaufhof in seiner bisherigen Form völlig verändern. Schade.

Ewiges hin und her

Was soll sich dadurch ändern?

Kaufhof bietet unmodische Kleidung zu überteuerten Preisen an und Karstadt verfehlt seine Zielgruppe und meint sich auch teurer positionieren zu müssen.

Wenn man zwei nicht funktionierende Geschäftsmodelle zusammenbringt - was soll das bringen?

Außer Lohnsenkungen?

Hoffentlich nutzt der

Hoffentlich nutzt der Zusammenschluss auch den vielen Beschäftigten.
Kündigungen der Mitarbeiter welche überwiegend nicht zu den gutverdienden Arbeitnehmern zählen, ist für die Meisten eine Katastrophe. Ich bin davon überzeugt,daß auch heutzutage ein Kaufhaus seine Berechtigung hat.
Eine Kombination aus Online-Bestellung und Abholung vor Ort ohne individuellen Transport ist möglich. Ebenso sehe ich das Geschäftsmodell speziell für die ältere Generation von Vorteil.Eben alles vor Ort gut erreichbar.

Es dürfte nur noch eine Frage der

Zeit sein wann das letzte große Kaufhaus schließt, zumindest in den Innenstädten. Die Städter bestellen bei Ebay oder Amazon, die vom Land kaufen in Märkten auf der grünen Wiese weil die Anfahrt schockt und die Parkhäuser ein Vermögen Kosten. Dieses ich wohne lieber in der Stadt weil da bekomme ich alles fußläufig stimmt schon lange nicht mehr. Unzählige Geschäfte mussten schon schließen weil die Mieten zu stark Stark stiegen, der Nachwuchs den Laden nicht übernehmen wollte und die Kunden sich zwar beraten ließen aber dann doch lieber ihr Geld per Ebay und Amazon ins Ausland transferierten. Problem also hausgemacht.

Wie das Foto schon Zeigt.

Karstadt und Kaufhof unmittelbar nebeneinander. Beide gehören in Zukunft einem Besitzer. Wo ist da der Wettbewerb? Monopole sind Gift für die soziale Marktwirtschaft.

Karstadt und Kaufhof verkünden Zusammenschluss....

Und 5000 Mitarbeiter müssen gehen.Zuvor besteht aber außerdem noch die Gefahr,daß das Management Verschlechterungen gegenüber den Beschäftigten durchsetzt.Die Gewerkschaften sollen sich bloß nicht darauf einlassen(kein Komanagement).
Außerdem besteht die Gefahr,daß durch die Schließung von Kaufhäusern für die verbliebenen Beschäftigten Pendelei zu weiter entfernten Standorten ensteht.

Die Sanierung bezahlt der Steuerzahler.

Natürlich muss die Belegschaft von einem drastischen Stellenabbau ausgehen. In vielen Städten gibt ein Überangebot an Kaufhäusern die nicht Überlebensfähig sind. Der neue Eigentümer ist hieran nicht Schuld und die früheren Eigentümer nur zum Teil. Eine erhebliche Mitschuld und das muss mal gesagt sein, tragen die Städte mit ihrer verfehlte Infrastruktur, überhöhte Parkgebühren, Kosten, Mieten, verfehlte Verkehrsverbindungen und Mittel, Vergünstigungen für außerstädtische Einkaufszentren und Steuervergünstigungen.... So hat Ikea die Gewinne nach den Niederlanden verschoben, dort wurden nur circa 0,4 % Steuern bezahlt.. Wer sollte dagegen konkurrieren können. Die Rechnung kommt jetzt für den Steuerzahler, sie müssen die Sanierung mit bezahlen.

Kaustadt

Zwei Kranke machen noch keinen Gesunden. Und am Grundproblem, nämlich dass das Modell Kaufhaus sehr 20. Jahrhundert ist, ändert die Fusion gar nichts.

es würde mich ...

... schon sehr verwundern käme es NICHT zu Schließungen von Filialen!
Schließlich liegen, gerade in den großen Städten, Filialen beider Ketten ja doch in unmittelbarer Nähe, und nach einer Fusion wird man sich ja wohl kaum gegenseitig Konkurrenz machen wollen?!?

Da muss sich aber vieles ändern,

damit Kaufhof/Karstadt wieder erfolgreicher werden. In unserer Stadt gibt es ein Karstadtgeschäft. Baulich gesehen aus den 50/60er Jahren. Innen bieder (altmodisch) und grösstenteils mit Waren, die man anderswo in grösserer Auswahl findet. Die vielen kleineren Geschäfte in der Fussgängerzone, die zu Ketten gehören, machen in Bezug auf Kleidung starke Konkurrenz. Und die Spezialgeschäfte
(weisse Ware, Elektronik, Unterhaltung) sind in Bezug auf Auswahlauch viel besser aufgestellt. Was noch auffällt, ist
der Mangel an Bedienpersonal. Oftmals sind es nur 2 oder 3 Leute in jeder Etage, die einen bedienen. Sogar Kassen gibt es nur in jeder 2. Etage. Ich sehe da nur eine grundlegende Änderung des Warensortimentes. Persönlich fände ich es sehr schade, wenn der Karstadt in unserem Ort schliessen müsste.

wenn jetzt noch

die griesgrämigen karstadtverkäufer/innen auch den kaufhof bevölkern, gehts ganz schnell mit dem letzten gewerkschaftler, der das licht ausmacht. sparen wir wenigstens energie

Auslaufmodell

Die Kaufhäuser sind ein Auslaufmodell. Die Fusion ist nur eine lebensverlängernde Maßnahme. Irgendwann werden alle Mitarbeiter ihren Job verlieren (genau wie bei Quelle). Das Einkaufsverhalten hat sich durch den Onlinehandel in den letzten Jahren stark verändert. Die jetzige Kundschaft in den Kaufhäuser (55+) stirbt langsam aus und die Jüngeren kaufen woanders ein.
Durch die Politik der Städte beschleunigt sich der Niedergang der Kaufhäuser noch. Mit Fahrverboten, teuren Parkplätzen bzw. zu wenigen Parkplätzen lockt man keine Kundschaft in die Innenstadt. Da gibt es auf der grünen Wiese sowie durch den Onlinehandel bessere Alternativen.

Grundbesitz

Kein Wort wird leider darüber gesagt, wem die Grundstücke und die Häuser gehören. In aller Regel sind das beste Innenstadt-Lagen. Warum sollte jemand, der wirtschaftlichen Verstand haben, derart marode, weil überholte, Kaufhäuser erwerben? Wenn man aus dem Geschäftsmodell noch etwas machen könnte, wäre das längst geschehen.

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