Ihre Meinung zu: Sexuelle Belästigung: CBS-Chef zurückgetreten

10. September 2018 - 7:55 Uhr

Der Chef des amerikanischen TV-Senders CBS ist wegen zahlreicher Vorwürfe der sexuellen Belästigung zurückgetreten. Der Vorstand hat eine Untersuchung eingeleitet. Der beschuldigte Moonves streitet alles ab.

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Kommentare

klasse

wieder einmal wurde die Medien als Polizei, Richter und Henker genutzt.

Vollkommen unabhängig davon, ob die Vorwürfe wahr sind oder nicht... bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung haben sich Alle beteiligten, die dies in die Öffentlichkeit gezerrt haben des Rufmordes schuldig gemacht.

Ich habe beruflich mit Menschen beider Geschlechter zu tun, die sich von, nenne wir es ungesunden Beziehungen inklusiver sexueller Gewalt in allen Formen, erholen.

Eins haben diese Menschen in der Regel gemein, sie verspüren keine große Lust ihr Leid in der Öffentlichkeit breit zu treten.

Daher haben Leute die zu solchen Mitteln greifen, wie Plakate zu Mieten oder große Exklusivinterviews zu geben (die in der Regel ja gut dotiert sind) für mich direkt etwas fragwürdiges an sich.

ja die Wahrheit ....

die einen nützen ihre Stellung aus
die anderen spielen ihre Trümpfe aus

Machtspiele beim "Täter" wie beim "Opfer"

Ein langer Weg zur Gerechtigkeit.

Trotz der manchmal fehlende Glaubwürdigkeit und auch finanzielle Absichten solcher Veröffentlichungen werden zumeist die Vorwürfe im Nachhinein bestätigt. Man staunt über das primitieve Verhalten so mancher Topmanager in Amerika. Im übrigen ist für Frauen der Weg zur Gerechtigkeit oft nur die Öffentlichkeit.

Die Mächtigen und der Sex

heißt ein Buch aus dem Jahr 1982 (Autoren: Sam Janus, Barbara Bess, Carol Saltus). Nach dessen Lektüre bleiben kaum noch Fragen und Zweifel darüber offen, ob bzw. dass unsere Eliten überdurchschnittlich viele Sozio-/Psychopathen beinhalten.

Natürlich streitet er alles

Natürlich streitet er alles ab.
Wäre er sich darüber bewüßt, was Grenzverletzungen sind, würde er Grenzen anderer nicht verletzen.

Es ist immer wieder das Selbe.

Aber er ist zurückgetreten. Das zeigt, dass es ihm zumindest dämmert.

So wie sich Verbrecher vor Gericht, das Gesicht verstecken, um nicht erkannt zu werden.

Irgendwo tief im Innern ist doch auch dem brutalsten Verbrecher klar, dass er ein Verbrecher ist.

08:37 von Sisyphos3 ja die

08:37 von Sisyphos3
ja die Wahrheit ....
die einen nützen ihre Stellung aus
die anderen spielen ihre Trümpfe aus

Machtspiele beim "Täter" wie beim "Opfer"

Ein Opfer spielt überhaupt nichts aus wenn es auf einen Täter zeigt.

Letztlich ist das gesellschaftliche Verpflichtung, die auch ein Opfer besitzt.

Rechtsstaat?

"Im übrigen ist für Frauen der Weg zur Gerechtigkeit oft nur die Öffentlichkeit." - Wie kommt man zu einer solchen Aussage? In einem Rechtsstaat - und um solche handelt es sich sowohl bei allen Staaten Mittel-, Nord- und Westeuropas sowie Nordamerikas - gibt es genügend Anlaufstellen, um gegen ungerechte oder gar rechtswidrige Behandlung vorzugehen und zu klagen: allem voran Polizei und Gerichte, aber auch verschiedene staatlich oder privat (von Vereinen) betriebene Beratungsstellen. Wer beweisbare (und darauf liegt hier die Betonung) Vorwürfe gegen jemanden hat, kann sich an diese Stellen wenden.
Ich teile Deeskalators Ansicht: "(es) wurde(n) die Medien als Polizei, Richter und Henker genutzt." 20 Jahre später, wenn nichts mehr beweisbar ist, jemanden mit Behauptungen an den Pranger zu stellen, ist Rufmord. Egal ob man allein oder im Rudel handelt.
Im Übrigen sind die vermeintlichen Taten als evtl. Straftaten verjährt, aus guten Gründen.

08:12 von Deeskalator "Daher

08:12 von Deeskalator

"Daher haben Leute die zu solchen Mitteln greifen, wie Plakate zu Mieten oder große Exklusivinterviews zu geben (die in der Regel ja gut dotiert sind) für mich direkt etwas fragwürdiges an sich."

Das ist der einzige Weg, diese Straftäter zu stellen und zu sanktionieren.

Es ist wie mit Menschen, die

Es ist wie mit Menschen, die andere an ihrer bösartigen narzistischen Persönlichkeitsstörung leiden lassen.

Beweisen kann man das nicht oder nur sehr schwer.

Für bezroffene Opfer ist das Reden über die Taten, das Informieren des Umfelds die einzige Möglichkeit die Bösartigkeit des Täters einzudämmen.

Denn wie will man z.B. beweisen, dass z.B Beziehungen sabotiert werden?
Um nur mal ein Tatbestand zu nennen...

Eben ...

08:12 von Deeskalator

Diese Typen verlassen sich darauf, dasd man es ihnen nicht beweisen kann...
Ich schätze, das verleitet zum Gewohnheitstäter.

"Die Frauen warfen Moonves vor,

ihren Karrieren geschadet zu haben, hätten sie seine Avancen abgelehnt."

Ich bewundere jede Frau, die nach sexueller Belästigung umgehend Anzeige erstattet. Aber wer sich erst nach 20/30 Jahren an der allgemeinen Hetzjagd beteiligt, ist für mich wenig glaubwürdig.

Offensichtlich waren diese Frauen bereit, alles für ihre (vermeintliche?) Karriere zu ertragen, wollen aber dann die Konsequenzen ihres Handelns nicht auf sich nehmen. Ähnliches hatten wir schon mal in Deutschland ...

Versorgung/Karriere und Sex;

Versorgung/Karriere und Sex; das uralte Thema immer wieder neu. Es wird noch dauern, bis sich diese Programmierung des Menschen durch bewusste Erziehung nicht mehr so stark durchsetzen kann.

10:49 von Werner40 Rihtig.

10:49 von Werner40

Rihtig. Erziehung heißt:

Aktion beeinflussen durch entsprechende Reaktionen.

Konsequenzen setzten und, wenn Verbrechen juristisch schwer beweisbar ist zumindest sozial zu sanktionieren.

Soziale Sanktionen sind stark. Erstens ist der Mensch ein Sozialwesen und auf Sozialleben angewiesen. Zweitens hängt der eigene Erfolg immer von der Gesellschaft ab.

Und soziale Sanktionen schützen gleichzeitig andere vor solchen Tätern.

Und wie gesagt Rückzug aus dem Umfeld ist ja shon mal eine Reaktion in die richtige Richtung, in Rihtung Reue ...
Auch wenn verbal erst mal noch alles abgestritten wird.

Richter & Henker

Es mischen sich schwarze Schafe unter #MeToo und das macht mich wütend, denn es ist ein Stoß vor den Kopf wirklicher Belästigungsopfer. Entscheidet man sich einem Vorgesetzten einen Blow-Job zu geben um die eigene Karriere voranzutreiben ist dies kein Missbrauch, sondern definitionsgemäß Prostitution. Täter sind an dieser Stelle BEIDE Beteiligten und Opfer die Kollegen, die die Stelle eigentlich verdient hätten. Sich selbst dann retrospektiv einzureden, dass man ein Opfer war ist ein Schlag ins Gesicht für alle Frauen und Männer die wirklich begrabbscht, bedrängt oder vergewaltigt wurden.

Perverserweise nehmen die Medien hier (mal wieder) die Rolle von Richter und Henker ein. Wir sollten aus Michael Jacksons Tod gelernt haben, aber es gibt doch so viele Clicks wenn man Promis vorverurteilen kann... Das darf man sich als Nachrichtenseite ja nicht entgehen lassen.

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