Ihre Meinung zu: "New York Times": Planten USA und Militärs Putsch in Venezuela?

9. September 2018 - 7:44 Uhr

Hat die US-Regierung mit venezolanischen Militärs über einen möglichen Umsturz in dem lateinamerikanischen Land beraten? Die "New York Times" berichtet über geheime Treffen. Aus dem Weißen Haus kommt bislang zumindest kein klares Nein.

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Kommentare

Es gibt eigentlich ...

... keinen süd- und mittelamrikanischen Staat wo die USA nicht an Putschen und Regierungsstürzen beteiligt oder sogar führend dabei war.
Eben eine Werte-Führungsmacht.

"New York Times":Planten USA und Militärs Putsch in Venezuela ??

Die Geschichte Lateinamerikas ist ja nicht gerade arm an solchen Versuchen.Aber ob sich diesmal ein "Pinochet" finden lassen wird ist natürlich fraglich.Es zeigt aber auch,daß die USA eben nicht auf Wahlen und eine Mehrheit setzen,weil sie selbst nicht damit rechnen,daß es die gibt.
Bisher blockieren sie die Zahlungssysteme nach Venezuela,Brasilien kann 40 Millionen Dollar wegen Stromlieferungen,nicht nach Venezuela überweisen.
Und die Tankerflotte des Landes wird in Zukunft wohl unter dem Schutz der Marine auslaufen müssen,weil sonst die Beschlagnahme durch dritte Staaten droht.

Andere Frage ,würde das

Andere Frage ,würde das jemanden verwundern? Da ist eine menge Öl im Spiel, auch China mischt da ordentlich mit!

Die Überschrift....

hat leider die BILD-Zeitungs-Qualität und ist eben nur zum Teil richtig! Wie der Artikel erklärt, haben venezolanische Militärs nach Möglichkeiten der Unterstützung nachgefragt, mehr aber schon nicht! Daß Maduro jeden Verdacht, jede Vermutung für seine Zwecke ausnutzt, dürfte nicht überraschen. Und es dürfte auch nicht überraschen, daß die USA für derartige Anfragen empfänglich sind. Übrigens handeln Russland und China nicht anders und auch die EU würde insgeheim ähnlich handeln, wenn sie könnte!

Respekt vor anderen Nationen

Es wäre schön, wenn die USA sich weniger in die inneren Angelegenheiten anderer Nationen einmischen würden. 90% aller Putschversuche gehen doch am Ende nach hinten los. Man schweißt durch solche externe Einflussnahme das Volk hinter einer kleinen Herrscherklicke zusammen, egal, ob in Nordkorea oder Kuba. Oder man provoziert "Hilfsmaßnahmen" anderer Nationen, wie dem Einmarsch von Russland auf der Krim, nach den pro-westlichen Unruhen in der Ukraine...

waere nichts aussergewöhnliches

darin haben die USA so ihre Erfahrung
nicht erst seit Chile …..

Keine Einmischung

Ich glaube, einige Kommentatoren haben den Artikel nicht richtig gelesen: Es waren Militäres aus Venezuela, die die Initiative ergriffen hatten, aus der berechtigen Sorge um ihr Land. Die USA haben sich gegen eine Einmischung entschieden. Im Gegensatz zu Russland, was sich gegenwärtig überall einmischt (Ukraine, USA-Wahl, UK, Deutschland) um von den eigenen Problemen abzulenken.

Im Westen nichts Neues!

Wenn dem denn so wäre, wäre es nichts anderes als die Fortführung eines Politikstieles denn die USA schon in der Vergangenheit mal mehr, mal weniger erfolgreich praktiziert haben. Wobei es nie eine Rolle gespielt hat ob die missliebige Regierung durch eine Junta, einen Diktator oder eine pseudodemokratische Regierung ersetzt wurde. Hauptsache die Neuen sind dem großen Bruder in Washington nicht in die Quere gekommen.
Die betroffenen Länder durch eigene Truppen zu befreien war immer nur das letzte Mittel, wenn es denn gar nicht anders ging und sich ein paar willige Mitstreiter gefunden haben, um den Schein zu wahren und die Sache als wichtig genug erachtet wurde.

Was grundsätzlich falsch ist,

politisch-militärische Einflussnahme von außen, von den USA dutzendfach, von anderen Staaten etwas seltener geübt, könnte in diesem Fall doch wünschenswert sein, wenn man die Folge-Ordnung gut vorbereitet. Der Zweifel: Die USA haben z.Zt. nicht einmal selbst eine innere Ordnung.

Irreführend

Venezolanische Militärs hätten in der Hoffnung, die USA würden einen Putsch anführen, um technische Unterstützung beim Umsturz gebeten, so behauptet die NY Times, doch offensichtlich ist das Weiße Haus darauf nicht eingegangen.
Die Überschrift suggeriert jedoch ein konspiratives Treffen in der Art, wie Maduros Propaganda es sich seit Monaten schon zusammenphantasiert.
Das einzige, was gegen einen Umsturz in Venezuela spricht, ist das Risiko, dass das Land noch stärker im Chaos versinkt. Die sozialistische Regierung hat schon mit Chávez ihr Verfallsdatum überschritten.

Wen wundert das....

wirklich? Venezuelas Krise ist nicht nur hausgemacht. Die Finanzblockade seit Jahren durch den Westen hat massgebend zu den heutigen Zustaenden beigetragen. Das muss man klar sehen.

09:10, JaguarCa

>>Es wäre schön, wenn die USA sich weniger in die inneren Angelegenheiten anderer Nationen einmischen würden.<<

Die US-amerikanische Rechte betrachtet Mittel- und Südamerika traditionell als ihren Hinterhof und macht da auch kein Geheimnis draus.

Ich vermute mal, daß der einzige Grund, weswegen die Trumpadministration noch nicht hat putschen lassen, darin zu finden ist, daß das Land auch nach einem Putsch mehr oder weniger unregierbar sein würde. Diesen Klotz möchte die CIA sich wohl nicht ans Bein binden.

Na klar

Wer sieht, was in Venezuela in den letzten Jahren abgeht, der hat keinen Zweifel am destabilisierenden Einfluss der USA. Immer dasselbe Muster, immer dieselben Methoden - nur wir und unsere Medien wollen das nicht merken. Ist das Blindheit oder Dummheit oder gar beides? In Venezuela gibt es viel Öl. Und wir wissen doch, dass das Öl der Welt den USA gehört. Wenn nicht, dann holen sie sich das irgendwann mit Gewalt. Man muss die US-amerikanische Interessenlage und die daraus resultierende Politik doch verstehen.

10:08, Agent apple

>>Wen wundert das....
wirklich? Venezuelas Krise ist nicht nur hausgemacht. Die Finanzblockade seit Jahren durch den Westen hat massgebend zu den heutigen Zustaenden beigetragen. Das muss man klar sehen.<<

Würden Sie bitte näher ausführen, wie diese Finanzblockade aussieht?

Wer ist "der Westen"?

Es ist schon erstaunlich. Trotz angeblich prosperierender

Schieferöl-Produktion und immer wieder "riesiger" Lagerstätten Entdeckungen scheinen die USA ein Versorgungsproblem zu haben, zu dessen Lösung sogar Umsturz-Versuche als probates Mittel betrachtet werden...

Alptraum Trump

Unter Trump kann man sich dies gut vorstellen. Ich hoffe inständig, dass ihn das Militär im eigenen Land so ruhigstellt konnte, dass er nicht die alleinige Befugnis zum Drücken des roten Knopfes hat. Ihm ist alles zuzutrauen.

Hier wird von allen Seiten nicht korrekt gearbeitet.

Dass die USA sich dieses Mal raus halten wollen (folgere ich zumindest aus diesem Artikel) liegt wohl auch daran, dass sie neben den bekannten Krisenherden auch selbst so viele eigene Probleme haben, dass sie sich um Venezuela maximal mit untergeordneten Stellen kümmern können.

Die wirtschaftlichen Probleme Venezuelas sind garantiert nicht nur dem "Regierungsversagen" geschuldet. Ich habe noch keine Wirtschaftskrise erlebt, die auf reinem Regierungsversagen zurückgeht. Alle Wirtschaftskrisen, die ich selbst bewußt miterlebt habe waren ursächlich ein Versagen von Wirtschaftsbossen oder ein Folge von Spekulationen der großen Fonds.

Den Regierungen kann man jedoch weltweit vorwerfen, dass sie solche Spekulationen immer noch nicht verboten haben. Es daf m.E. nicht sein, dass solche Spekulanten ganze Länder ruinieren.

Jedenfalls wäre es typisch.

Jede vernünftige, anständige, empathiefähige, soziale, solidarische, gerechte und humanistisch denkende Gesellschaft würde Hilfe (finanzielle, materielle Hilfsgüter, Grundnahrungsmittel, Medizin, ...) in jeder Form für Regierung und Volk Venezuelas in Erwägung ziehen.
Doch genau alle diese Eigenschaften besitzt die US-Regierung und -Gesellschaft nicht, sie bevorzugt lieber Gewalt und Zerstörung.

@Agent apple um 10:08Uhr

Nur weil Sie Gerüchte und Unterstellungen nachplappern, werden die nicht zur Wahrheit! Soviel ich als Laie weiß, sind die Guthaben von einzelnen Personen des Maduro-Regimes in den USA eingefroren und auch die Zahlungsrückstände von venezolanischen Staatsbetrieben sind schwerlich den USA vorzuwerfen. Wenn Schulden durch Pfändungsbeschluss eines Gerichts eingetrieben werden, ist das auch ein normales Vorgehen, oder? Und was ist verwerflich, wenn eine Bank Gechäfte auf der Basis eines venezolanischen Peso ablehnt? Sogar Russland und China sind angesichts der Inflationsrate vorsichtig geworden. Die Verluste werden wohlwissend nicht bekannt gegeben!Wenn Sie aber genauere Informationen haben, wäre es schön, wenn Sie die auch nennen würden

10:17, Wegelagerer34

>>Man muss die US-amerikanische Interessenlage und die daraus resultierende Politik doch verstehen.<<

Ja, das sollte man.

Eine Aneinanderreihung antiamerikanischer Klischees hilft da aber nicht wesentlich weiter.

Die Sache ist nun doch ein klein wenig komplizierter, als daß man sie mit "die Amis wollen alles Öl der Welt" erklären könnte.

Von den USA ist nichts anderes ..

.. als die Einmischung zu eigenen Gunsten in souveräne Staaten zu erwarten.
Größte Erdölreserven der Welt sagt schon alles.

Hier dazu dann was aus heute.de - USA wollen an Ölquellen ran

Dann dazu was aus heute.de:

https://tinyurl.com/ybcu3bqe
heute.de: - USA planten offenbar Sturz von Maduro (09.09.2018 07:50 Uhr)

Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro gilt international als umstritten. Nach einem Bericht haben die USA bereits über einen Regimewechsel nachgedacht.

Vertreter der US-Regierung haben nach einem Bericht der "New York Times" mit venezolanischen Militärs Pläne zu einem möglichen Sturz von Präsident Nicolas Maduro erörtert. Allerdings seien diese Pläne nicht weiterverfolgt worden. Das Blatt berief sich bei seinen Informationen auf anonyme Teilnehmer der Gespräche.

Von daher:
das passt zur Maduros Aussagen. Und es ist schon lange bekannt, dass die USA sich das venezolanische Öl unter den Nagel reißen wollen.

Es geht immer nachdem gleichen Muster:

1. Wirtschaftliche Destabilisierung
2. Aufbau und Förderung einer Opposition
3. Unruhen
4. Militärisches Eingreifen
5. Sturz der gewählten Regierung

Und Deutschland steht zur Opposition, da diese ja unterdrückt wird.

@ fathaland slim: "Die

@ fathaland slim: "Die US-amerikanische Rechte betrachtet Mittel- und Südamerika traditionell als ihren Hinterhof und macht da auch kein Geheimnis draus."

Sie haben völlig recht! Unvergessen ist z.B. der Putsch am 31. März 1964 in Brasilien, welcher von dem rechten Demokraten John F. Kennedy initiiert wurde, weil nach Einschätzung von US-Botschafter Lincol Gordon und Militärattaché Vernon Walters mit einem Versuch "zur totalitären Machtübernahme zu rechnen sei".

21:22 von RoyalTramp

was versteht er denn von finanzblockade? meint er, es ist unangebracht, nichts mehr zu liefern, wenn die vorherigen lieferungen schon nicht bezahlt wurden?

re wolf666: Beteiligung

„Es gibt eigentlich keinen süd- und mittelamrikanischen Staat wo die USA nicht an Putschen und Regierungsstürzen beteiligt oder sogar führend dabei war.“

Das kann auch gar nicht anders sein angesichts der politischen Instabilitäten in der Region, in dem sich nahezu alle politischen Kräfte die USA entweder als Vorbild oder als Feindbild instrumentalisieren. In dieser Situation ist auch eine Nichteinmischung eine Einmischung.

Die USA neigten hier leider tatsächlich sehr oft dazu, gerade diejenigen zu unterstützen, die „Stabilität“ versprechen und hierunter die Unterdrückung von Pluralität und Demokratie verstehen.

Allerdings würde ihnen im anderen Falle auch der Vorwurf gemacht, „Umstürzler“ zu unterstützen.

Wie zum Beispiel zur Zeit wieder von Unterstützern dieses unsäglichen Maduro-Regimes.

10:22, checkerbun

>>Es ist schon erstaunlich. Trotz angeblich prosperierender
Schieferöl-Produktion und immer wieder "riesiger" Lagerstätten Entdeckungen scheinen die USA ein Versorgungsproblem zu haben, zu dessen Lösung sogar Umsturz-Versuche als probates Mittel betrachtet werden...<<

Sie glauben jetzt wirklich, die USA wollten Venezuela aufgrund von Versorgungsproblemen beputschen?

So einfach kann man sich die politische Analyse nun wirklich nicht machen.

Nur mal so als kleiner Tipp: ein Großteil der venezuelanischen Ölexporte geht in die USA.

11:01 von rimo19

Von den USA ist nichts anderes ..

.. als die Einmischung zu eigenen Gunsten in souveräne Staaten zu erwarten.
Größte Erdölreserven der Welt sagt schon alles.
///
*
*
Inflation und Demonstrationen gegen den auch in Venezuela praktizierten, hervorragenden Sozialismus sind dagegen nichtssagend und zu vernachlässigen?

10:43 von Juergen

Hier wird von allen Seiten nicht korrekt gearbeitet.

Dass die USA sich dieses Mal raus halten wollen (folgere ich zumindest aus diesem Artikel) liegt wohl auch daran, dass sie neben den bekannten Krisenherden auch selbst so viele eigene Probleme haben, dass sie sich um Venezuela maximal mit untergeordneten Stellen kümmern können.

Die wirtschaftlichen Probleme Venezuelas sind garantiert nicht nur dem "Regierungsversagen" geschuldet. Ich habe noch keine Wirtschaftskrise erlebt, die auf reinem Regierungsversagen zurückgeht. Alle Wirtschaftskrisen, die ich selbst bewußt miterlebt habe waren ursächlich ein Versagen von Wirtschaftsbossen oder ein Folge von Spekulationen der großen Fonds.

Den Regierungen kann man jedoch weltweit vorwerfen, dass sie solche Spekulationen immer noch nicht verboten haben. Es daf m.E. nicht sein, dass solche Spekulanten ganze Länder ruinieren.
///
*
*
Klar, das ganz normale Systemversagen, trotz Erdöl, ist ja nicht vorstellbar?

11:01, rimo19

>>Von den USA ist nichts anderes ..
.. als die Einmischung zu eigenen Gunsten in souveräne Staaten zu erwarten.<<

Das haben Weltmächte generell so an sich.

>>Größte Erdölreserven der Welt sagt schon alles<<

Nein, so einfach sollte man es sich nicht machen. Aber leider leben wir in einer Zeit, in der einfache Erklärungen komplizierter Sachverhalte Konjunktur haben. Die Folgen sieht man überall.

09:52 von Manfred Korte

>…..könnte in diesem Fall doch wünschenswert sein, wenn man die Folge-Ordnung gut vorbereitet. Der Zweifel: Die USA haben z.Zt. nicht einmal selbst eine innere Ordnung.<

Sicher ist das richtig aber, ich überlege gerade in welchem Land in dem die USA an einer "Befreiung" beteiligt war, es der Bevölkerung heute gut geht. Es wurde immer ein autoritäres System gegen ein anderes (willfähriges) ausgetauscht.
Es ist entsetzlich was in da passiert aber die Erfahrung hat gezeigt das ein Eingriff von Außen nie den gewünschten Effekt gezeigt hat.

10:25 von Icke 1

>Unter Trump kann man sich dies gut vorstellen. <

Das Problem heißt da nicht Trump. Die USA haben schon immer so reagiert und gehandelt wenn es ihren Interessen gedient hat. Z.B. gewaltsame Öffnung der Handelswege in China/Japan. Herr Trump führt nur die Politik seiner Vorgänger fort.

Am 09. September 2018 um 10:59 von fathaland slim

"Eine Aneinanderreihung antiamerikanischer Klischees hilft da aber nicht wesentlich weiter.
Die Sache ist nun doch ein klein wenig komplizierter, als daß man sie mit "die Amis wollen alles Öl der Welt" erklären könnte."

Stimmt, sie wollen nicht nur das Öl.

re rimo19: Souveräne Staaten?!

„Von den USA ist nichts anderes als die Einmischung zu eigenen Gunsten in souveräne Staaten zu erwarten.
Größte Erdölreserven der Welt sagt schon alles.“

Nein, die Phrase „souveräne Staaten“ sagt „schon alles“. Es gibt nämlich überhaupt keine nicht-souveränen Staaten, was vor allem für die Fans der russischen Geopolitik neu zu sein scheint.

Es gibt also nur „Staaten“ und in deren Politik darf „man“ sich selbstverständlich einmischen. Weil eine Nichteinmischung natürlich auch politische Folgen hätte und diese Folgen hätte man natürlich auch zu verantworten.

Und damit sind wir bei dem tatsächlichen Schlüsselbegriff: Verantwortung!

Jeder -tatsächlich jeder - muss sich immer wieder fragen, wie er seiner Verantwortung gerecht wird. Ich versuche - es ist immer ein Versuch- zum Beispiel, Verantwortung für die Einhaltung universeller Menschen- und Beteiligungsrechte zu übernehmen.

Andere übernehmen eben Verantwortung für ein bestimmtes Herrschaftsregime.

Es ist eben nicht so einfach!

Militärisch-industrieller Komplex

die Amis per se sind hier sicher nicht gemeint, vielmehr eben nur das eine Prozent, das mehr als 2/3 des Vermögens in Händen hält und das den Hals nicht voll genug bekommt.

Dem DurchschnittsAmi dürfte es vermutlich ziemlich wurscht sein, was in Südamerika passiert. Vor allem deswegen, weil sie durch das US-Bildungssystem, das wiederum nur den Besitzenden Zugang zu angemessener Bildung gewährt, blöd gehalten werden.

Es geht bei dieser Kritik also in erster Linie um diejenigen, die im militärisch-industriellen Komplex zuhause sind und mit Ihrem Reichtum versuchen, die (südamerikanische) Welt zu unterjochen.

Ähnliches passiert überall dort, wo Bodenschätze und andere Reserven locken - mittlerer Osten und so...

Mit Antiamerikanismus hat das also wenig zu tun.

Am 09. September 2018 um 09:47 von elcondorpasa

"Im Gegensatz zu Russland, was sich gegenwärtig überall einmischt (Ukraine, USA-Wahl, UK, Deutschland) um von den eigenen Problemen abzulenken."

Schön, und wo sind die Beweise für Ihre Behauptungen? Wenn eine Wahl nicht so läuft, wie von bestimmten Parteien erwartet, sind die Russen schuld. Welch Glück doch, dass wir in den westlichen Staaten keine Probleme haben.

11:05, KarlderKühne

>>Es geht immer nachdem gleichen Muster:
1. Wirtschaftliche Destabilisierung
2. Aufbau und Förderung einer Opposition
3. Unruhen
4. Militärisches Eingreifen
5. Sturz der gewählten Regierung<<

Dieser Ansatz geht erstens von der Prämisse aus, daß all diese Regierungen, in deren Ländern es Unruhen gibt, demokratisch gewählt sind. Eine Prämisse, die wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt, wenn man die allermeisten Regierungen dieser Erde etwas näher betrachtet.

Zweitens geht er davon aus, daß all die Untertanen dieser Regierungen mit ihren Eliten eigentlich glücklich und zufrieden sind und lediglich aufgrund von Einflußnahme von außen eine Opposition bilden.

Die Menschen sind also willenlose Marionetten, von der CIA führbar und verführbar. Alles läuft nach einem ausgeklügelten Plan, nichts wird dem Zufall überlassen.

Ein autoritär strukturiertes Welt- und Menschenbild.

Oft zu beobachten

Große Erdölvokommen oder großes Vorkommen anderer begehrter Bodenschätze sind in vielen Ländern oft mehr Fluch als Segen.
Es verhindert oft die Förerung anderer Alternativen und das Land gerät in den Sog Geopolitischer Interessen aller Seiten.
Maduro ordne ich nicht in irgendeine Idiologische Ecke,sonern er ist einfach nur ein egoistische Deledant.

Ich vermute ja, dass, wenn

Ich vermute ja, dass, wenn überhaupt, die CIA was mit einem Putschversuch zu tun hat.
MfG

11:06, Tarek94

>>
@ fathaland slim: "Die US-amerikanische Rechte betrachtet Mittel- und Südamerika traditionell als ihren Hinterhof und macht da auch kein Geheimnis draus."

Sie haben völlig recht! Unvergessen ist z.B. der Putsch am 31. März 1964 in Brasilien, welcher von dem rechten Demokraten John F. Kennedy initiiert wurde, weil nach Einschätzung von US-Botschafter Lincol Gordon und Militärattaché Vernon Walters mit einem Versuch "zur totalitären Machtübernahme zu rechnen sei".<<

Kennedy war zwar innenpolitisch kein Rechter, außenpolitisch aber als "Falke" zu betrachten. Was auch an seinen Beratern lag.

Seine Rolle im Vietnamkrieg ist auch nicht von schlechten Eltern...

Wer einmal lügt, dem glaubt

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht mehr.
Da stehen die USA weit voran aller anderen Staaten der Erde, und dabei wir sie schon oft genug erwischt.

11:29, ex_Bayerndödel

>>Am 09. September 2018 um 09:47 von elcondorpasa
"Im Gegensatz zu Russland, was sich gegenwärtig überall einmischt (Ukraine, USA-Wahl, UK, Deutschland) um von den eigenen Problemen abzulenken."

Schön, und wo sind die Beweise für Ihre Behauptungen? Wenn eine Wahl nicht so läuft, wie von bestimmten Parteien erwartet, sind die Russen schuld. Welch Glück doch, dass wir in den westlichen Staaten keine Probleme haben.<<

Ja sicher.

Für die einen sind immer die Russen, für die anderen immer die Amis schuld.

Einfache, patente Erklärungsversuche komplizierter Sachverhalte, die immer in die Irre gehen.

Ich spüre hier immer wieder die Sehnsucht nach den so herrlich übersichtlichen Zeiten des kalten Krieges.

Ja natürlich planen die USA einen Putsch!

Ja natürlich planten oder planen die USA in Venezuela einen Putsch! Schon Chavez hat sich ihnen widersetzt und das Land verfügt über sehr viel Öl, das ist also für die USA die "Tagesgeschäft", zumal Venezuela vor der Haustür liegt. Im Urlaub habe ich ein Buch von Prof. M. Lüders über die Aktivitäten der USA im Nahen Osten gelesen, in denen er sehr detailliert beschreibt, an welchen Umstürzen und Putschen die USA dort seit 1949 beteiligt waren und er hat dies und auch die Methoden mit zahlreichen Quellen belegt. Kann man alles nachlesen! Vor diesem Hintergrund ist es völlig aus der Welt, dass die USA in Sachen Venezuela nichts planen!

re KarlderKühne: Destabilisierung

„Es geht immer nachdem gleichen Muster:
1. Wirtschaftliche Destabilisierung
2. ...“

Entschuldigung, aber wenn Sie eine Kausalkette falsch anfangen, kann sie nur noch falsch weiter gehen.

Kein Land hat ein Interesse an einer wirtschaftlichen Destabilisierung seines Nachbarlandes. Es sei denn, man wolle sich dieses im wahrsten Sinne des Wortes einverleiben. Nun ist es aber absurd zu glauben, die USA wollten Venezuela in die Vereinigten Staaten eingliedern. Das wollen nicht mal die dortigen Ultrarechten.

Man schwankt aber ständig zwischen der Unterstützung demokratischer Tendenzen und der Ablehnung jeglicher sozialistischer Tendenzen. Dieser Zwiespalt spiegelt aber auch nur den kalten Krieg wieder, in dem sich jedes Land anscheinend nur zwischen „Links“ und „Rechts“ entscheiden konnte. Und dann standen die USA natürlich für „Rechts“, die Sowjetunion für „Links“.

Und diese Muster leben anscheinend immer noch. Weil sie wieder gepflegt werden - nicht nur von den USA. Wie man hier liest.

Es wäre den Venezulanern zu wünschen gewesen.

Wie lange sollen sie noch unter der linken Kamarilla leiden?

11:29, Costa6204

>>Es geht bei dieser Kritik also in erster Linie um diejenigen, die im militärisch-industriellen Komplex zuhause sind und mit Ihrem Reichtum versuchen, die (südamerikanische) Welt zu unterjochen.

Ähnliches passiert überall dort, wo Bodenschätze und andere Reserven locken - mittlerer Osten und so...

Mit Antiamerikanismus hat das also wenig zu tun.<<

Seltsam nur, daß das sozialistisch regierte Bolivien, welches die wohl weltgrößten Lithiumreserven besitzt, völlig in Ruhe gelassen wird und keinerlei Schlagzeilen macht.

Wie passt dies mit Ihrem Welterklärungsansatz zusammen?

11:44, Didib57

>>Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht mehr.
Da stehen die USA weit voran aller anderen Staaten der Erde, und dabei wir sie schon oft genug erwischt.<<

Die gesamte Weltgeschichte ist eine Geschichte der Lüge.

Eine Geschichte von Täuschung und Übervorteilung.

Deswegen ist niemandem blind zu glauben. Kindergartensprüche helfen aber auch nicht weiter.

Entwirren / re: teachers voice

"Das kann auch gar nicht anders sein angesichts der politischen Instabilitäten in der Region, in dem sich nahezu alle politischen Kräfte die USA entweder als Vorbild oder als Feindbild instrumentalisieren. In dieser Situation ist auch eine Nichteinmischung eine Einmischung."

Krude Argumentation, die Begrifflichkeiten so zu vereinigen, dass am Ende die USA immer das Opfer sind.

Die US-amerikanischen Hegemonialansprüche in Lateinamerika seit dem 19 Jahrhundert sind wohl kaum von der Hand zu weisen. In diesem Zusammenhang von einer "Instrumentalisierung" der USA zu sprechen bringt doch all zu sehr Ursache und Wirkung durcheinander.

Die USA haben oft genug Demokratien beseitigt!

@11:35 von fathaland slim
Sie vergessen:
– Im Iran wurde die Demokratie beseitigt.
– In Chile wurde die Demokratie beseitigt.
– Selbst das Engagement in der Ukraine betraf einen rechtmäßig gewählten Präsidenten.
– Und auch Maduro in Venezuela ist rechtmäßig gewählt.

Und: es ist immerhin auch dank der Informationsfreiheit in den USA auch bekannt geworden, dass die CIA mit "false flag operations" Regierungen zu stürzen plante. Ausführlich dokumentiert am Beispiel Kubas, wo sogar Terrorakte gegen ein US-Schiff oder ein US-Zivilflugzeug in Erwägung gezogen wurden. Kennedy hat allerdings nicht mitgespielt.

Für die Bevölkerung

Für die Bevölkerung Venezuelas wäre ein umgehendes Verschwinden des Maduro Regimes ein Segen. Sollten die USA und andere Länder hier unterstützend helfen könnte man das im Sinne der Bevölkerung nur begrüßen.

America first

Warum sagt Trump nicht : USA first?
Gehören seiner Meinung nach die Mittel- und Südamerikanischen Staaten nicht zu AMERICA?
Anscheinend nicht, so kann ich es mir nur erklären.

@Tarek94

Wie kann JFK an einem Putsch im Jahre 1964 beteiligt gewesen sein?
Er wurde 1963 erschossen.

11:56, krittkritt

Was Sie schreiben ist mir alles bekannt, und nichts davon streite ich ab.

Es widerspricht aber nicht dem, was ich geschrieben habe.

Bitte lesen Sie meine Beiträge noch einmal. Sie mißverstehen mich und rennen weit offene Türen ein.

Am 09. September 2018 um 11:14 von fathaland slim

Zitat:
"Nein, so einfach sollte man es sich nicht machen. Aber leider leben wir in einer Zeit, in der einfache Erklärungen komplizierter Sachverhalte Konjunktur haben. Die Folgen sieht man überall."
Auch Sie werden noch erkennen, dass es oft (öfter als Viele glauben) reicht, wenn man eins und eins zusammenzählt, selbst wenn man dazu beide Ausgangszahlen ab/-aufrunden muss.
Natürlich haben dann solche vereinfachten Aussagen Ungenauigkeiten über deren Bedeutung man streiten kann. Aber die prinzipielle Richtung ist korrekt.

Ich habe jedoch den Eindruck, dass solche Überschlagsmethoden als auch überschauende Gesamtbetrachtungen aus der Mode sind. Lieber wird sich an irgendwelchen kleinen, oft vollkommen unbedeutenden Detailmängeln ausgelassen.

Übrigens: Ging es vorher besser, als man alles bis ins kleinste Detail zerlegte oder hat man nicht dadurch die Vorausetzungen für die heutigen Probleme geschaffen?

11:54, rolldowntheflag

>>Entwirren / re: teachers voice
"Das kann auch gar nicht anders sein angesichts der politischen Instabilitäten in der Region, in dem sich nahezu alle politischen Kräfte die USA entweder als Vorbild oder als Feindbild instrumentalisieren. In dieser Situation ist auch eine Nichteinmischung eine Einmischung."

Krude Argumentation, die Begrifflichkeiten so zu vereinigen, dass am Ende die USA immer das Opfer sind.<<

Nichts dergleichen erkenne ich in dem Beitrag, auf den Sie sich beziehen.

schon interessant

wie hier Foristen, gemeint sind @fathaland slim und @teachers voice, zurecht vor "einfachen Antworten" warnen, gleichzeitig aber genau diese parat haben. Ihre Beiträge schätze ich im übrigens sonst sehr.
Natürlich ist die Situation außerordentlich komplex. Aber Zweifel daran, dass die USA in Venezuela nur die leidende Bevölkerung von einem brutalen und wirtschaftlich inkompetenten Diktator befreien wollen, und keine eigenen Interessen verfolgen, sind nun auch nicht so weit hergeholt. Der Anti-Amerikanismus-Vorwurf ist kein geeignetes Instrument, diese Zweifel zu zerstreuen, und zeugt schon gar nicht von einer differenzierten Betrachtungsweise.
"Weil man ja von den USA nichts anderes kennt" ist eine platte Argumentation, richtig. Aber dass die Russen nicht besser sind, ist erstens genau so platt und entkräftet auch nicht die Aussage. Und den Niedergang Venezuelas allein der Unfähigkeit des Präsidenten zuzuschreiben ist nicht weit weg von "Sozialismus hat noch nirgends funktioniert".

Da kann man gar nichts machen

Im Prinzip kann man da gar nichts machen.
Wie Präsident Obama in einem gestrigen Bericht hier auf Tagesschau.de (Stand: 08.09.2018 04:41 Uhr) zitiert wird:
„Immer, wenn wir unseren Idealen näher gekommen sind, schiebt das jemand wieder zurück. Meistens ist das von den Mächtigen inszeniert, die uns gespalten, ärgerlich und zynisch halten wollen, weil es ihnen hilft sich abzusichern."
Es gibt anscheinend „Mächte“ die stärker sind als der angeblich mächtigste Mann der Welt, der US-Präsident!
Wenn Obama gegen diese „Mächte“ unterlegen war, wird es Herrn Trump nicht anders ergehen.
Leider hat auch Obama nicht gesagt, wer diese „Mächte“ sind.
Aber niemand wird Herrn Obama unterstellen, dass er Verschwörungstheorien verbreitet, wenn tatsächlich Verschwörungspraxis am Werke ist.
Oder?

@frosthorn um 12:40

DANKE für diesen Kommentar!
Ich finde ihn sehr treffend und stimme vollumfänglich zu.

12:40 von frosthorn

Das ist in Venezuela kein Sozialismus. Wenn es so wäre, würde es allen Menschen dort gut gehen,also kann es kein Sozialismus sein,der alle gleich macht. Obwohl die Gleichheit in einigen sozialistisch geprägten Ländern fast erreicht wurde,gleich arm . Allerdings wird es noch viel Versuche geben.

@Sehr-Gescheit - Logik?

09:42 von Sehr-Gescheit:
"[...] die zu einem Sturz eines solchen Despoten führen; Voraussetzung hierfür ist, dass es dem Volk hinterher besser geht [...]"

Das ist unlogisch. Die Konsequenz einer Handlung kann nicht deren Voraussetzung sein.

Davon abgesehen waren die USA an mehreren "regime changes" beteiligt, die keine Besserung brachten, sondern die jeweiligen Länder in ein Chaos stürzten, das bis heute anhält.

So gesehen verbietet sich jegliche Einmischung eigentlich von selbst. Aber Machtpolitik fragt ja nicht nach Menschenrechten...

dazu meine ich:

Für bunte Revolutionen, für Chile 1973 sind us-amerikanische Geheimdienste immer behilflich gewesen. Das diese in Bezug auf Venezuela ebenfalls tätig sind, ist absolut wahrscheinlich.
Ja, Einmischung in fremde Staaten und die Korrektur in deren politischen Wahlentscheidungen ist für die USA keine Widerspruch zu ihren eigenen Befindlichkeiten. Auf die Einflußnahme in Russland 1996 sind die USA besonders stolz.

Schade!

Schade, dass die USA sich aus der Verantwortung rausgezogen haben und den Mörder und Diktator Maduro nicht entmachtet haben!

12:40, frosthorn

>>schon interessant
wie hier Foristen, gemeint sind @fathaland slim und @teachers voice, zurecht vor "einfachen Antworten" warnen, gleichzeitig aber genau diese parat haben. Ihre Beiträge schätze ich im übrigens sonst sehr.
Natürlich ist die Situation außerordentlich komplex. Aber Zweifel daran, dass die USA in Venezuela nur die leidende Bevölkerung von einem brutalen und wirtschaftlich inkompetenten Diktator befreien wollen, und keine eigenen Interessen verfolgen, sind nun auch nicht so weit hergeholt.<<

Wollen Sie mir wirklich eine solche Sichtweise unterstellen?

Das erstaunt mich jetzt aber ungeheuer. Das hätte ich nicht gedacht.

Welche einfachen Antworten habe ich denn Ihrer Ansicht nach parat?

Dies ist eine ehrliche Frage. Denn eigentlich wollte ich keine Antworten geben, sondern zum Nachdenken anregen.

12:40, frosthorn

>>Und den Niedergang Venezuelas allein der Unfähigkeit des Präsidenten zuzuschreiben ist nicht weit weg von "Sozialismus hat noch nirgends funktioniert".<<

Der Niedergang Venezuelas begann lange vor Maduro und lange vor Chávez.

Das Land wurde von den kleptokratischen Oligarchen in Grund und Boden gewirtschaftet.

Deswegen wurden mit Chávez große Hoffnungen verbunden.

Leider war der gute Hugo nicht die alkerhellste Funzel unter der Sonne, und leider hat er sich nicht mit Beratern umgeben, die ihm an Sachkenntnis und Intellektueller Kompetenz überlegen waren, sondern eher das Gegenteil.

Das ist der Grund, weswegen sein Land nach seinem Tode mit Maduro vorliebnehmen musste. Es gab einfach keine besseren im chavistischen Kosmos.

Mit Sozialismus hat das alles sehr wenig, mit Inkompetenz aber um so mehr zu tun.

Wer als Linker aus falsch verstandener Solidarität Maduro die Stange hält, schadet IMHO der linken Sache.

12:12, Juergen

>>Ging es vorher besser, als man alles bis ins kleinste Detail zerlegte oder hat man nicht dadurch die Vorausetzungen für die heutigen Probleme geschaffen?<<

Die heutigen Probleme sind das Resultat von vielen Jahrhunderten politischer Geschichte.

Ich kann es durchaus verstehen, daß man sich nach einfachen Lösungen sehnt. Aber bitte schauen Sie sich doch an, was immer und ausnahmslos passierte, wenn die, die diese einfachen Lösungen versprachen, an die Macht kamen.

Klarstellung

Da ich hier offensichtlich auch von eigentlich differenziert denkenden Foristen mißverstanden werde, möchte ich in aller Klarheit deutlich machen:

Ein von der CIA unterstützter Militärputsch brächte lediglich die alten Kleptokraten wieder an die Macht.

Das Land käme vom Regen in die Traufe.

@fathaland slim re @frosthorn

Sorry, aber das Konstrukt in Ihrer Antwort ist genau das "platte", das mich schon an Ihren vorherigen Posts mehr als gewundert hat, so sehr, dass ich mehrmals nachgelesen habe, ob sie von Ihnen stammen.

Wenn man also sich gut vorstellen kann, dass die USA offen oder heimlich an allen möglichen Regime-Changes zumindest mitarbeiten, und dass dann auch ein Land wie Venezuela dran sein könnte: dann "hält man aus falsch verstandener Solidarität Maduro die Stange"?

Es gibt hier wirklich genügend Foristen, bei denen ich solche "einfachen" (kann man das überhaupt noch so nennen?) Interpretationen erwarte, aber bei Ihnen bin ich, wie gesagt, über so etwas mehr als erstaunt.

@SanVito

Die USA sind so böse, sie erlauben dem staatlichen venezuelanischen Energiekonzern PDVSA eine Tankstellenkette (Citgo) in den USA zu betreiben.

16:08 von fathaland slim

Ein von der CIA unterstützter Militärputsch brächte lediglich die alten Kleptokraten wieder an die Macht. Das Land käme vom Regen in die Traufe.

Von der CIA ist im ganzen Artikel hier nichts zu lesen.

15:46 von fathaland slim

Mit Sozialismus hat das alles sehr wenig, mit Inkompetenz aber um so mehr zu tun.

Ist wohl nur Zufall, dass das für gewöhnlich zusammenfällt ...

re von brutus brutus

Also die USA sollen militärisch intervenieren ?
Sie bedauern,daß das bisher nicht geschah und reden von "Verantwortung".Natürlich für die Oligarchie.

@fathaland slim um 15:59Uhr

Natürlich sucht der Mensch immer nach möglichst einfachen Antworten, die auch noch funktionieren sollen. Und natürlich sind immer die gescheitert, welche die einfachen Antworten praktizieren wollten. Das fängt schon bei den Gracchen-Brüdern im alten Rom an. Diesem Denkfehler unterliegen auch die Anhänger mancher sozialistischen Ideen oder Ideologien. Ja, ich weiß, jetzt kommt wieder der Hinweis, daß sowohl Lenin, Stalin, Mao , Castro usw. die genialen Ideen von Marx und Engels nicht verstanden oder mißbraucht haben. Vermutlich hat auch Chavez die sozialistische Ideologie falsch verstanden und Maduro sowieso, gell? Aber immerhin war/ist die jeweilige Bevölkerung gleichmäßiger "arm"! Das gilt übrigens auch für die National-SOZIALISTEN und ist doch auch schon was, oder?!

16:17, frosthorn

>>Wenn man also sich gut vorstellen kann, dass die USA offen oder heimlich an allen möglichen Regime-Changes zumindest mitarbeiten, und dass dann auch ein Land wie Venezuela dran sein könnte: dann "hält man aus falsch verstandener Solidarität Maduro die Stange"?<<

Nichts, wirklich nichts dergleichen habe ich geschrieben.

Offensichtlich wollen Sie mich mißverstehen.

16:25, Phonomatic

>>15:46 von fathaland slim
"Mit Sozialismus hat das alles sehr wenig, mit Inkompetenz aber um so mehr zu tun."

Ist wohl nur Zufall, dass das für gewöhnlich zusammenfällt ...<<

Gegner des Sozialismus schreiben so etwas gerne und übersehen dabei, daß Kompetenz in der Politik lagerunabhängig generell dünn gesät ist.

Ich bin ja Fan von Evo Morales.

16:17 von frosthorn

Wenn man also sich gut vorstellen kann, dass die USA offen oder heimlich an allen möglichen Regime-Changes zumindest mitarbeiten, und dass dann auch ein Land wie Venezuela dran sein könnte:

Jetzt verkehren Sie mal nicht die Sachverhalte. Venezuela ist nicht "dran" - das impliziert wieder einen Plan, den es nicht gibt.

Dem Inhalt des Artikels nach wird das von der USA auch nicht betrieben, sondern kommt - wenn dann - von innen zustande. Und ein Wandel hin zu einem demokratischen System ist absolut unterstützenswert. Ob es gut ist dass die USA technische Hilfe leisten würden - na machen Sie sich mal nicht in's Hemd, abhörsichere Kommunikation hat die Regierung Maduro auch, das ist kein game-changer - und die zivile Hilfe beim Aufbau demokratischer Strukturen ist in so einer Situation dann einfach wichtig und richtig.

16:08 von fathaland slim

>Ein von der CIA unterstützter Militärputsch brächte lediglich die alten Kleptokraten wieder an die Macht.
Das Land käme vom Regen in die Traufe.<

Ja, ohne Einschränkung (leider).

16:23, Phonomatic

>>16:08 von fathaland slim
"Ein von der CIA unterstützter Militärputsch brächte lediglich die alten Kleptokraten wieder an die Macht. Das Land käme vom Regen in die Traufe."

Von der CIA ist im ganzen Artikel hier nichts zu lesen.<<

Nennen Sie mir doch bitte auch nur einen von den USA unterstützten Militärputsch, der ohne maßgebliche Beteiligung der CIA stattfand.

16:33 von fathaland slim

Gegner des Sozialismus schreiben so etwas gerne und übersehen dabei, daß Kompetenz in der Politik lagerunabhängig generell dünn gesät ist.

Das wiederum, schreiben dann Gegner der Politik im Allgemeinen. Im Gegensatz dazu steht, dass Sie scheinbar glauben, Bolivien könnte auch langfristig von der Politik Morales leben, also ohne eine entwicklete und differenzierte Wirtschaft ...

@fathaland slim

Nichts, wirklich nichts dergleichen habe ich geschrieben.
Offensichtlich wollen Sie mich mißverstehen.

Das Zitat von mir stammt wörtlich aus Ihrem Post. Und unterstellen Sie mir bitte nicht, Sie missverstehen zu wollen.

Danke.

16:48, Phonomatic

>>16:33 von fathaland slim
Gegner des Sozialismus schreiben so etwas gerne und übersehen dabei, daß Kompetenz in der Politik lagerunabhängig generell dünn gesät ist."

Das wiederum, schreiben dann Gegner der Politik im Allgemeinen.<<

Bin ich nicht.

>>Im Gegensatz dazu steht, dass Sie scheinbar glauben, Bolivien könnte auch langfristig von der Politik Morales leben, also ohne eine entwicklete und differenzierte Wirtschaft ...<<

Wissen Sie wirklich so wenig über Bolivien?

Dann empfehle ich für den Anfang den Wikipediaartikel.

16:41 von fathaland slim

Nennen Sie mir doch mal einen, der nicht schon mehr als 30 Jahre her ist.

Ungleiche Ellen

Das Wichtigste: Maduro hat mit seinen Vorwürfen Recht. Die usa wollen ihm ans Leder.
Er hat auch Recht mit anderen Vorwürfen. Ohne in Abrede stellen zu wollen, dass seine Wirtschaftspolitik nicht gerade fehlerlos war - aben von wessen Wirtschaftspolitik kann man das behaupten? - ist doch ganz klar, dass die u.s.-amerikanischen 'Sanktionen' - de facto Wirtschaftskrieg - das Land schwer belasten. Nicht anders als im Fall des Irans und anderer Länder, die die u.s.-Regierung bekämpft. Unter diesen Umständen auf einen grünen Zwei zu kommen ist äusserst schwierig. Der restliche Westen schaut zu und applaudiert sogar - wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen, lässt aber, um nur ein einziges Beispiel zu nennen, den Philippino Duterte völlig ungeschoren, der bereits Zehntausende auf dem Gewissen hat.

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