Ihre Meinung zu: Organspende: Merkel befürwortet Widerspruchslösung

6. September 2018 - 16:49 Uhr

Bundeskanzlerin Merkel hat sich für die Einführung der Widerspruchslösung bei der Organspende ausgesprochen. Sie unterstützt damit den Vorstoß von Gesundheitsminister Spahn.

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"Die Deutsche Stiftung Patientenschutz bekräftigte ihr Nein zur Widerspruchslösung. Diese bringe nichts, solange es kein Vertrauen in das Transplantationssystem gebe, erklärte Stiiftungsvorstand Eugen Brysch. Letzteres sei nur durch klare und einheitliche Regeln zu erreichen."

Soweit ich mich erinnere ging es bei den "Skandalen" um Transplantationen darum, dass Ärzte Patientendaten manipuliert haben, um den Betreffenden einen besseren Platz in der Warteliste zu ermöglichen.

Also ein Regelverstoß. Auch gegen die geforderten "klare und einheitliche Regeln" wären Regelverstöße möglich. Wie gegen alle Regeln überhaupt.

Oder nicht?

Unsägliche Diskussion

Wer spenden will, der soll es tun.

Aber man sollte den der es nicht tun möchte nicht versuchen umzustimmen. Auch sollte man endlich damit aufhören nicht Spender dauernd als egomanische und undankbare, und/oder auch ungebildete Menschen anzuprangern.

Genügend Organe im Sinne der Transplantations- Kliniken, Ärzte und Befürwortern sowie der Pharmaindustrie wird es übrigens nie geben.

Organe? Genug Organe wird es nie geben

Wer spenden will, der soll es tun.

Aber man sollte den der es nicht tun möchte nicht versuchen umzustimmen.

In diesem Sinne, genug Organe wird es übrigens nie geben. Denn, was "geliefert" wird, wird auch verbaut.

Organspende?

Organspender sind lebende Menschen von denen mal annimmt und unterstellt dass sie nicht mehr aus dem Koma erwachen. Deshalb hat man den Begriff "Hirntod" kreiert (Das ist dann quasi der Freibrief zum Ausschlachten). Die Intensiv-Pflege benötigt man um den Hirntoten vor der Organentnahme zu konditionieren. Die Organe von Verstorbenen sind tot und daher zur Transplantation ungeeignet, Ausnahme Hornhaut des Auges.

Wo kann ich meinen Widerspruch aktenkundig machen?

Mich interessiert, in welcher Form und bei welchem Register ich widersprechen kann.
Wenn es kein zentrales Register gibt, befürchte ich, nein gehe ich davon aus, dass mein Widerspruch „übersehen“ wird. Wenn ein Krankenhaus Geld verdienen kann, dann wird es das auch tun, Widerspruch hin oder her.

Frau Merkel

befürwortet so einiges, was aber nicht bindend ist das auch jeder so machen muss.
Der Zuspruch oder Widerspruch soll also erzwungen werden, viele auch ich haben aber etwas gegen Zwang.
Und fairerweise sollte dem Spender die Beerdigung bezahlt werden, und nicht das die Familie des Ersatzteilspenders dann auch die Beerdigung tragen muss.
Das wäre dann wenigstens ein Deal im Gegenseitigen Interesse.
Die Gefahr das Organe entnommen werden ohne das man den Widerspruch findet, oder Angehörige die gerade irgendwo auf der Welt im Urlaub sind nicht fragen kann.
Ist viel zu hoch, das jetzige System ist viel sicherer.
Beugt zumindest von der Seite Missbrauch vor, den anderen kann der Spender leider nicht verhindern.
Weil Er keinen Einfluss darauf hat.

Widerspruchlösung

Eine Widerspruchlösung würde eine Trotzreaktion auslösen, und es würden noch weniger Menschen zu Organspenden bereit sein. Gerade bei diesem hochsensiblen Thema wollen die Menschen sich nicht bevormunden lassen. Richtig wäre es, Vertrauen dadurch wieder herzustellen, das viel konsequenter gegen Organspendenmißbrauch vorgegangen wird.

Nichts für mich

Die Vorteile der Organspenden liegen für die beteiligten Ärzten und die Pharmaindustrie klar auf der Hand.

So ist ein Organempfänger/in keineswegs gesund, er/sie ist, wenn er/sie die OP überlebt, krank, anders als vorher, aber er/sie ist und bleibt ein chronisch schwer kranker Mensch der monatlich für ca. 1000 EUR Medikamente benötigt.

Und das Lebenslang.

Und NEIN, ich selbst stehe weder als Organspender zur Verfügung, noch möchte ich welche transplantiert bekommen.
Und jetzt bitte nicht wieder die hinkenden Vergleiche mit Blinddarm OPs und Herzschrittmachern.

Widerspruchslösung

Vorab: Ich bin überzeugter Organspender und habe seit über 30 Jahren einen entsprechenden Ausweis bei mir.

Ich bin aber ein strikter Gegner der Widerspruchslösung. Bei der jetzigen Regelung gibt es Millionen Menschen, die bereit wären ihre Organe zu spenden, aber aus z. B. Bequemlichkeit oder Unwissenheit keinen Ausweis bei sich führen. Bei der Widerspruchslösung wäre es sicher nicht anders, nur umgekehrt. Millionen Menschen gälten als Spender, obwohl sie das nicht wollen. Das darf aber auf keinen Fall sein.

Stattdessen müsste viel mehr Aufklärung über die Organspende gemacht werden.

Im "neuen" Deutschland ...

... werde ich ganz bestimmt nicht einwilligen, dass mir meine Organe entnommen werden, zumal ich davon ausgehen muss, dass sie einem Gefährder, illegalen Migranten, Messerstecher oder Drogendealer zugute kommen.

Ich habe seit 2015 ohnehin kein Gefühl der Zugehörigkeit mehr in diesem Land und verspüre daher auch nicht die geringste Lust, meine Organe verfuegbar zu machen. Traurig aber leider wahr!

Bei diesen offen

Bei diesen offen ausgesprochenen Überlegungen bekommt das Thema "spurlos verschwundene minderjährige Flüchtlinge"
die ja zu zehntausenden verschwanden und verschwinden gleich eine ganz neue Dimension.

Bürger sind keine laufenden Ersatzteilspender

Bürger sind keine laufenden Ersatzteilspender für besser verdienende. Ein Staat der Anspruch auf die Körper seiner Bürger erhebt... wie weit ist es da noch bis zur Leibeigenschaft zu Lebenszeit?

"Soweit ich mich erinnere

"Soweit ich mich erinnere ging es bei den "Skandalen" um Transplantationen darum, dass Ärzte Patientendaten manipuliert haben, um den Betreffenden einen besseren Platz in der Warteliste zu ermöglichen."

Richtig. Es ging darum in der Listung nach oben zu wandern.
Diese Listung richtet sich nach Dringlichkeit.

Wenn es einem Arzt nicht um Dringlichkeit geht, dann kostet das.

Vor So einem System mit so korrupten Medizinern muss man Menschen dringend schützen!

falscher Ansatz

Organspende als Konzept ist falsch. Wir sollten nicht versuchen so gut wie möglich darin zu werden, Menschen auszuschlachten, sondern in die Kunstorganforschung investieren. Alles andere ist nur Mangelwirtschaft. Das bringt nichts.

Und das Übel an der Widerspruchslösung ist, dass dann automatisch "im Zweifel für die Spende" gilt. Da muss so ein Widerspruchsschein nur mal kurz vom Tisch fallen und schon wird fröhlich drauf los geschnippelt!

Menschen sind kein Ersatzteillager! Kommt zur Vernunft!

Was kommt dann noch, wie

Was kommt dann noch, wie wär’s mit Versklavung
Das war nicht anders zu erwarten, dass Frau Merkel das nun sagt. Schließlich hat sie einen ausgeprägten Opfersinn, was ihre Bürger betrifft. Der besteht nun nicht mehr länger bloß im allgemeinen Ausplündern über unsere Grenzen hinaus zu den EU-Partnern und auch weltweit, z.B. zu Zahlungen an Despoten, mittels des Bürgers Steuergeldern, nein nun kann man diese Bürger ja ruhig auch noch ausweiden lassen. Man kommt sich als eingeborener Deutscher (schlimmes Wort?) mittlerweile wie in Zeiten von Schuldknechtschaft und Leibeigenschaft vor, wo über Leib und Leben genauso willkürlich verfügt wurde. Was kommt denn demnächst von den berliner Herr- und Damschaften da oben noch auf uns zu? Wie wär's a mit Jus prima noctis, was dann alle anerkannt verdienten Mitglieder dieser herrschenden Klasse zu eigen machen können? Oder ist das bei der zunehmenden anderweitigen Orientierung 'unserer' Politiker dann eher ein Problem für den potentiellen Bräutigam?

Kein Blanko-Scheck

Eine Entweder-Oder-Lösung halte ich für ethisch inakzeptabel, und würde selbst Widerspruch einlegen. Unter bestimmten Bedingungen aber bin ich bereit, während des Sterbeprozesses Organe zu spenden und daran zu sterben. Unter Vollnarkose, und wenn meine Angehörigen einverstanden sind.
Die Evangelischen Frauen in Deutschland bieten einen differenzierten Organspendeausweis an, den ich auch bei mir trage.

Wer sich nicht dagegen

Wer sich nicht dagegen entscheidet, ist dafür?

Neeeee, so läuft das nicht!

Das ist ja schlechter als das was die Drückerbanden abliefern!

Liebe Politiker, ein Vertrag

Liebe Politiker,

ein Vertrag kommt NICHT zustande, indem EINE von beiden Parteien den Vertrag im Vorfeld Vertragsschluss ausschlagen muss, weil er sonst zustandekäme!

So läuft das nicht!

Wer was will, stimmt zu!

Und erst recht wenns um Leben und Tod und Organhandel geht !

Und was ist, wenn jemand

Und was ist, wenn jemand vergisst einen Widerspruch einzulegen? Es soll ja vergessliche Menschen geben...
Pech gehabt oder was?

Ich finde diese Regelung unter aller Kanone...

Typisch Politiker-Denken

"Wer nicht wählen geht, der hat mich gewählt." Das erklärt jedenfalls die Politik.

re sydb

"Organspender sind lebende Menschen von denen mal annimmt und unterstellt dass sie nicht mehr aus dem Koma erwachen. Deshalb hat man den Begriff "Hirntod" kreiert (Das ist dann quasi der Freibrief zum Ausschlachten)."

Der Begriff Koma ist viel umfassender als der Hirntod.

Aus dem Koma sind schon viele erwacht. Aus dem Hirntod noch keiner.

Wenn ich mal das zeitliche

Wenn ich mal das zeitliche segne, dann können die mich ausnehmen, wie eine Weihnachtsgans, aber ich verstehe auch, dass es Menschen gibt, die das nicht wollen und das sollte man respektieren und sie nicht zwingen Organe zu spenden. Ja, ich weiß, niemand wird gezwungen, aber diese Widerspruchsmasche ist fast wie Zwang. Man wird gezwungen Widerspruch einzulegen und wenn man das vergisst oder aus anderen Gründen nicht tut, dann hat man die Hinterteilkarte gezogen.
Was für eine grandiose Masche um an Organe zu kommen.

Ich würde mir wünschen, dass man sich aussuchen könnte, wer meine Organe bekommt. Ich würde nämlich den wählen, der sie am dringensten braucht und nicht dem, der den dicksten Geldbeutel hat. Und darauf läuft es doch immer hinaus. Soll mir bloß keiner erzählen, dass dem nicht so wäre.

re morquai

"Mich interessiert, in welcher Form und bei welchem Register ich widersprechen kann."

Der Widerspruch wird ganz einfach auf dem Organspendeausweis erklärt.

Dass das nicht bekannt ist zeigt eben, dass Sie sich (wie viele andere) noch nicht mal so einen Ausweis angesehen haben.

interessant

Jeder hat ja nach wie vor die freie Wahl ob er Organe spenden will oder nicht..nur die ganzen Leute, die denken, dass sie das nichts angeht werden gezwungen sich damit mal zu beschäftigen..alleine deshalb befürworte ich diese Regelung- ganz nebenbei wird sie auch Leben retten ! Schon wenn die Regelung nur ein zusätzliches Leben rettet ist sie sinnvoll..denkt mal drüber nach

re wenigfahrer

"Und fairerweise sollte dem Spender die Beerdigung bezahlt werden, und nicht das die Familie des Ersatzteilspenders dann auch die Beerdigung tragen muss."

Dann stehen Sie doch erst recht auf den Barrikaden und heulen rum, dass die weniger Begüterten quasi zum Verkauf ihrer Organe animiert werden.

Ersatzteillager Mensch

Liebe Frau Merkel,
warum wundert es mich nicht, dass gerade Sie für die Widerspruchlösung sind? Das dürfte Sie zumindest meine Stimme bei den nächsten Wahlen kosten. Es gibt zum Glück noch Alternativen, die sich für die echten Belange der Bürger interessieren und die ihre Wähler nicht nur als „Ersatzteillager“ oder „Wahlvieh“ betrachten.

re sydb

"Und NEIN, ich selbst stehe weder als Organspender zur Verfügung, noch möchte ich welche transplantiert bekommen."

Macht Ihnen das jemand streitig?

Worüber regen Sie sich denn auf? Ist doch alles klar in Ihrem Fall.

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