Ihre Meinung zu: Banken segnen Fusion von Karstadt und Kaufhof ab

6. September 2018 - 13:55 Uhr

Der Streit um einen Kredit hatte die Fusion von Karstadt und Kaufhof nochmal in Frage gestellt - doch nun haben laut "SZ" auch die Banken zugestimmt. Den Kaufhof-Mitarbeitern drohen offenbar herbe Einschnitte.

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Kommentare

Banken segnen Fusion von Karstadt und Kaufhof ab....

Und bei Kaufhof sollen 5000 der 20.000 Stellen gestrichen werden.Ergebnis der Fusion.
Hoffentlich lassen sich Gewerkschaft und Betriebsrat nicht noch zusätzlich vom Management über den Tisch ziehen.Mit irgendwelchen Zugeständnisse,wie Verzicht auf Tariferhöhungen oder Zulagen.Beschäftigte im Handel verdienen eh nicht viel und sollten nicht für die Fusion bezahlen.

Fragen über Fragen

Zunächst würde mich interessieren, wie man zwei marode, in den Miesen operierende Unternehmen durch Zusammenschluss wieder auf Kurs bringen will. Würde eines gut da stehen und das andere schwächelt, da kann ich mir noch positive Effekte vorstellen, wenn man das vernünftig angeht.

Und was ist mit den Städten, in denen beide Unternehmen ihre Filialen betreiben? Hier in Bremens Innenstadt sind Kaufhof und Karstadt fast direkte Nachbarn. Pessimistisch ausgehend kann man sich das Ergebnis der Fusion an allen acht Fingern und zwei Daumen abzählen: einer macht dicht.
Und das wird in einigen Städten kaum anders aussehen.
Gut, es entsteht dann einiges an verfügbarer Handels- und Gewerbefläche aber ob sich für die ohnehin allgemein schwächelnden Innenstädte überhaupt genug Interessenten finden?

Ich fürchte, die Fusion könnte der Anfang vom Ende sein.

Hat ausser den Banken das

Hat ausser den Banken das Kartellamt noch eine Funktion diese Tage ?

@14:24 von Bernd Kevesligeti

"Hoffentlich lassen sich Gewerkschaft und Betriebsrat nicht noch zusätzlich vom Management über den Tisch ziehen.Mit irgendwelchen Zugeständnisse,wie Verzicht auf Tariferhöhungen oder Zulagen."

Sich über den Tisch ziehen lassen und Zugeständnisse machen ist nicht das Gleiche.

Wenn es nur darum ginge, dass sich die Eigner die Taschen vollmachen wäre Ihre Position für mich nachvollziehbar. Allerdings haben Kaufhäuser es nun wirklich nicht mehr einfach. Wenn die Läden pleite gehen bringt es wenig, dass Sie standhaft waren und nicht zu Zugeständnissen bereit waren.

@15:01 von Goldenmichel

"Hat ausser den Banken das Kartellamt noch eine Funktion diese Tage ?"

Meinen Sie denn, dass eine der beiden Kaufhäuser oder beide in Kombination eine marktbeherrschende Stellung hätte?
Die können ja gern versuchen die Preise zu diktieren - dann kauft man eben online beim Anbieter seiner Wahl oder bei einem der kleinen Fachgeschäfte.

Internetzeitalter verpasst

"15:01 von Goldenmichel
Hat ausser den Banken das
Hat ausser den Banken das Kartellamt noch eine Funktion diese Tage ?"

Was soll denn das Kartellamt sagen? Eine Fusion ist das letzte Mittel vor der Pleite! Die Häuser haben das Internetzeitalter verpasst. Hier in Mainz gibt es beide Geschäfte. Der Karstadt wurde heruntergewirtschaftet und ist eine Bruchbude. An vielen Ecken müffelt es und das Angebot ist fern des üblichen Bedarfs. Er gehört einfach geschlossen. Seit dem Onlinehandel haben die Häuser es verpasst, das eigene Sortiment ins Netz zu übertragen und sich attraktiv zu machen (zum Beispiel mit Service und Kundennähe). Beraten wird man in den Häusern auch nicht mehr. Mich würde es nicht wundern, wenn jetzt einige Tausend Mitarbeiter entlassen werden.

re von Goldenmichel

Das Kartellamt hat durchaus hin und wieder eine Funktion.Die DuMont-Mediengruppe muß 16 Millionen Euro Strafe wegen Gebietsabsprachen mit dem Bonner Generalanzeiger zahlen.

Im Kölner Stadt-Anzeiger stand allerdings nichts davon.

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