Kommentare

das kann ja jeder!

Preise deckeln und dann in Kauf nehmen, dass sich lange Warteschlangen bilden, kann ja jeder.
Ich dachte, ich lese jetzt mal wirklich von einer brauchbaren Lösung aus der Schweiz.

Mietpreisbremse in der Schweiz-mit Trick.....

Das wäre auch ein Ansatz für hierzulande.Allerdings müßte er begleitet sein
von einer Ausdehnung des sozialen Wohnungsbaus.Wäre leicht zu finanzieren-auf Kosten des von der Leyen-Budgets.

Die Realität sieht anders aus

... und wenn der Hypothekarzins wieder steigt, steigen auch die Mieten. Auch beim aktuellen Niedrigstzins sind die Zürcher Mieten horrend und für Normalverdiener kaum noch erschwinglich. Die Vermieter nutzen alle Tricks, um die Mieten zu erhöhen, und die Gerichte sind oft auf ihrer Seite.

Der Einkommensanteil, der für die Miete draufgeht, ist nur deshalb so moderat, weil nur noch die Reichen überhaupt in der Stadt wohnen. Auch wenn man in der Schweiz deutlich mehr verdient, macht das die astronomischen Mieten bei weitem nicht wett.

Wie sich in der Vergangenheit

Wie sich in der Vergangenheit gezeigt hat, regelt der freie Markt Angebot und Nachfrage immer noch am Besten ( man erinnere sich z.B. an die Plattenbauplanwirtschaft in der DDR ). Natürlich dauert es einige Zeit, neuen Wohnraum zu schaffen, wenn sich die Bevölkerungszahl plötzlich um 1,5 Millionen Menschen erhöht. Da der Wohneigentumsanteil in Deutschland niedriger als in anderen EU Ländern ist und die Hypothekenzinsen historisch niedrig sind, sollte die Regierung hier mit steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten zusätzlich unterstützend eingreifen.

re von werner40

"Der freie Markt regelt es am besten".In welcher Realität leben Sie ?
In einer August Hayek & Milton Friedman-Realtität ?

um 16:03 von Werner40

Neoliberale Sprechblase! Der Markt kann nichts als Monopole bilden, die eigenen Kosten der Allgemeinheit bzw. Umwelt zuzumuten, und für den Besitzenden große Gewinne zu erzielen.

16:03 von Werner40

Laut dem statistischen Bundesamt, haben 2004 genauso viele Menschen in D gelebt wie 2016 (die Auswirkung des Zensus 2011 sind mir allerdings nicht bekannt).
In meinen Augen relevanter ist die Entwicklung der Haushalte. Im o.g. Zeitraum ist die Zahl von 39 Mio auf 41 Mio gewachsen, die Zahl der Singles von 37% auf 41%.
Dort sehe ich den größten Treiber auf dem Wohnungsmarkt, weshalb es in meinen Augen wichtiger wäre brauchbare Single Wohnungen zu bauen anstatt Familienförderung zu betreiben.
Wenn die Singles versorgt sind, werden automatisch auch wieder Wohnungen für Familien frei, die heute entweder allein oder als WG bewohnt werden.

Modernisierungsumlage

Die Umlage i.H. von derzeit 9% über 20 Jahre dient hervorragend zur Verdrängung von Mietern unter dem Mantel der Energieeffizienz. Die Umlage wird danach NATÜRLICH NICHT wieder zurückgenommen. Tatsachen sind jedoch Balkone, Aufzüge, ja auch Fenster und Türen sowie eine neue Heizung. Allerdings sind solche Heizungen (Gas-Brennwert), die hier neu verbaut werden in z.B. Dänemark bereits verboten. Also Grund genug, in ca 10 Jahren die Häuser wieder zu "modernisieren" diesmal vielleicht sogar mit modernen Anlagen, incl. neuer Umlage. Vorgeschrieben ist das jedoch noch nicht, also die Energieeffizienz daran. Derzeit muss es nur weniger schlecht sein, dann ist die Umlage rechtens.

Der wichtigste Satz

" "Man zahlt rund 20 bis 22 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens pro Monat für die Miete."

Das klingt zu schön um wahr zu sein aus meiner Rentnersicht.
Aber in Deutschland wird auch eine neue Bremse oder was auch immer nicht funktionieren oder helfen.
Selbst Neubau für 10 Euro pro Quadratmeter entspannt den Wohnungsmarkt nicht.
Das macht für 50 Quadratmeter plus Nebenkosten am Anfang rund 700 Euro, wie in die Tagesschau in den letzten Tagen zu lesen war. Liegt der Schnitt bei 1155 wenn ich mich jetzt nicht irre, zur Wohnung braucht es aber noch Strom und so weiter.
Darf sich jeder ausrechnen was dann zum Leben bleibt, also ist Neubau in den Preislagen auch nicht die Rettung.

Ohne Deckel wird die Zukunft nicht gehen, sonst ist der letzte Weg die Brücke, ob oben oder unten entscheidet dann jeder selber.

Das ist alles mögliche, nur keine Lösung.

Wo ist der Trick? MfG

Wo ist der Trick?
MfG

@um 16:03 von Werner40

tut mir leid aber das ist Quatsch. Die globale Vermögensverteilung ist in krasser Weise ungleich. Die Schere öffnet sich weiter. (creditsuisse global-wealth-report-2017).

Dieses Kapital sucht Anlagemöglichkeiten. Es wird in luxuriöse Immobilienprojekte in Metropolen investiert. Das führt zu steigenden Mieten und zu einem Verdrängungswettbewerb.

Quartiere mit einer einstmals guten Mischung aus Alt und Jung, Arm und reich, Alleinstehenden und Familien etc. werden homogenisiert. Parallelgesellschaften und gesellschaftliche Spannungen entstehen (bpb gentrifizierung-ursachen-formen-und-folgen).

Das ist dem Markt alles egal. Im Gegenteil geht es nur darum, das Kapital möglichst gewinnbringend anzulegen.

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