Ihre Meinung zu: Europawahl: CSU-Politiker Weber wird wohl Spitzenkandidat

31. August 2018 - 6:13 Uhr

CSU-Politiker Manfred Weber bewirbt sich um die Spitzenkandidatur der Konservativen bei der kommenden Europawahl. Kanzlerin Merkel hat ihm bei einem Treffen in Berlin ihre Unterstützung zugesichert.

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Kommentare

Wenn Juncker das, was er letztes Jahr...

...gesagt hat, wahrmacht, hat Manfred Weber sicher eine gute Chance, ihn abzulösen; hinreichend Erfahrung dürfte er haben; und vielleicht bringt er neuen Schwung in die Kommission, ist er mit seinen nicht mal 50 Jahren doch deutlich jünger als der mittlerweile doch - mit Verlaub: etwas betagt wirkende derzeitige Chef der EU-Kommission.

Spitzenkandidatur der Konservativen

Spitzenkandidatur wofür?

Manfred Weber als Nachfolger Junkers

bedeutet, dass Jens Weidmann nicht Nachfolger von Herrn Draghi wird. Damit verzichtet Frau Merkel auf eine Umkehr der inflationären Geldpolitik und es wird weiterhin auf lange Sicht keine Zinsen auf das Ersparte des kleinen Mannes geben.
Wie man später jemals wieder aus dieser Spirale herauskommen will und welche Konsequenzen dies noch haben wird, mag ich mir gar nicht vorstellen.

Weber steht nicht für einen Kurswechsel

sondern steht für die Politik Junkers. Immer mehr Souveränität geht schrittweise zur EU, immer größer und teurer wird der Haushalt.
Dabei wäre ein Kurswechsel zurück zu Kernaufgaben der EU ein Gewinn.

@harry_up

Sowas wie der Schulz von der SPD? Messias 2.0?

Verzichtet Junker denn auf

Verzichtet Junker denn auf seinen Posten oder tritt er wieder an?
Am Jahresanfang hätte ich ja noch gesagt : Toll jemand der die Zuwanderung beendet und mit den undankbaren Ostländern passend umgeht.
Inzwischen wissen wir das die CSU sich vor Merkel duckt. Also sollte der Kommissionspräsident doch lieber aus Italien oder Lettland kommen. Die Letten wissen wie man Wirtschaftspolitik macht. Welche Zuwanderungspolitik sie machen habe ich noch nicht mitbekommen. Weis es jemand?

Das Alter von Herrn Weber ist

Das Alter von Herrn Weber ist für mich sekundär. Ich halte ihn in der csu zwar für einen der wenigen etwas besonneneren Köpfe, allerdings ist er in der Abgrenzung zu rechtspopulistischen und nationalistischen Gruppen, die sich z.B. aus Ungarn, Italien oder Polen in der Fraktion der europäischen Konservativen tummeln, nicht besonders aufgefallen - genau wie seine bayrische Regionalpartei und ihre derzeitige Führungsriege.

Merkel unterstützt Konservative ?

Warten wir’s ab…

@ Schlaubär

Sehe ich ebenso wie Sie.
Jens Weidmann wäre der richtige Nachfolger von Draghi.

Da kann die CSU

schon mal ihre Spagat-Fähigkeiten testen. In Bayern auf vernünftige Politik machen und in Brüssel einen der schlimmsten Zentralstaatler an die Spitze hieven.
Wie man das denn Leuten erklärt wird bestimmt spannend. Der Weber ist ein Apparatschik für eine EUdSSR und nichts anderes.
Übrigens heute schon oft zu beobachten. Das eigene Land zählt bei solchen Leuten nichts mehr, da ist er mit Merkel völlig einig.

ich kann mir lebhaft vorstellen,

das merkel den weidmann schon gerne verhindern möchte. der würde auch dem deutschen finanzminister und damit der gesamten regierung beine machen, sich endlich mal zu bewegen.

Was sollen da "übernationale" Fraktionen?

Die Entwicklung zeigt doch, daß man der EU gerne das Links-Rechts-System durch Bildung von Fraktionen überstülpen will. Da die Wahlen aber ein Sinnwiderspruch in sich sind (in den einzelnen Nationen gewählt, um dann gegen, auch die eigene Nation, zu "regieren"), Man sollte dies schon mal den Wählern deutlich machen, daß nur sogenannte als rechtspopulistisch diffamierte Parteien ihr Land WIRKLICH vertreten können. Denn alle anderen Abgeordneten arbeiten nachher GEGEN ihren Wählerauftrag, ihr Land zu vertreten.
Mit anderen Worten: Die EU-Idee ist eine Farce, worin mit solchen Wahlen und dann Fraktionen den Bürgern Sand in die Augen gestreut werden sollen.
Ich sehne mich nach der einzigen sinnvollen Idee zurück: Europäische Wirtschaftsunion, der dann auch Rußland z.B. angehören könnte. DAS würde uns nämlich echten Frieden garantieren, der uns durch die EU doch nur vorgegaukelt wird, als würden sich sonst die EU-Länder bekriegen. Das ist nun wirklich billigste Volksverdummung!

Europawahl:CSU-Politiker Weber wird wohl Spitzenkandidat....

Wenn es nach der EU-Wahl für eine Mehrheit von Konservativen und Sozialdemokraten reicht.
Dann geht es weiter mit der Austeritätspolitik und den Exporten der Stärksten(Handelsbilanzdefizite).Aber ob sich das die Völker auf Dauer gefallen lassen ?

Herrjee, ein CSU-ler

Leider werden die Kommissionsmitglieder von den Regierungen benannt - schade eigentlich, weil das Sache des gewählten Parlaments sein müsste. Einen CSU-Mann, dessen Partei ja eher gegen die Vergemeinschaftung ist, also mehr Lokalgedöns proklamiert, sehe ich auf diesem Posten sehr ungern. Die EU braucht gerade JETZT das Gegenteil von einem CSU-Heimat-Recken a la Klein-Seehofer.
Mit so einer Inthronisierung läuft Merkel Gefahr, dass viele gar nicht zur EU-Wahl gehen. Was darf das Parlament denn schon "mitbestimmen"? Die haben die Funktion des Dabattierclubs wie zu Bismarks Zeiten.

@10:29 von paule2

ex falso quodlibet

Aus Falschem folgt Beliebiges.

In diesem Fall: Schon ihre Grundaussagen sind falsch. Und dann kommen sie zu falschen Ergebnissen.

@08:30 von evhie

Verzichtet Junker denn auf seinen Posten oder tritt er wieder an?

Jean-Claude Juncker tritt nicht wieder an.

Weber wird

für die Bürger nicht viel bringen.
Was wir brauchen ist eine Reform der EU, und die kommt mit Weber nicht.

@08:34 von andererseits

Herr Weber ist wohl der am wenigsten Untaugliche der CSU. Ob das allerdings schon Qualifikation genug ist, wage ich zu bezweifeln.

Im Interesse sämtlicher Bürger der Europäischen Union muss die Macht des intergouvernementalistischen Europäischen Rats, in dem oft nur nationale Egoismen gegen das Interesse aller ausgespielt werden, zurückgedrängt werden. Dafür steht Herr Weber nicht.

Wir brauchen für die drängenden Probleme der EU eine Weiterentwicklung der EU zu einem dem Gemeinwohl verpflichteteten Gemeinwesen, zu einer Europäischen Republik. Dafür steht Herr Weber nicht.

Wer soll da nur installiert werden?

Jedenfalls jemand, der ein konservatives Etikett trägt, aber in Wahrheit Merkel zu 100% untersteht!
Damit kann das Merkeltum in der EU wahrscheinlich weiterhin gesichert werden.
Die wahren Konservativen wird es wohl beim Anklingen dieses Namens eher grauen, kann ich mir vorstellen.
Aus meiner Sicht versucht Merkel die EU so umzubauben, wie sie es auch mit der CDU in Deutschland geschafft hat:
Sich konservativ einnisten, aber zutiefst linke Politik installieren!

Das sollte nicht noch einmal funktionieren, denn eine große Anzahl an EU-Bürgern wählt zusehends wirklich konservativ und hat ein Recht auf Interessensvertretung!

11:25 von Politeia

>Wir brauchen für die drängenden Probleme der EU eine Weiterentwicklung der EU zu einem dem Gemeinwohl verpflichteteten Gemeinwesen, zu einer Europäischen Republik. Dafür steht Herr Weber nicht.<

Volle Zustimmung. Die nationalen Interessen können auch weiterhin gewahrt bleiben, unser (ungeliebte) Partner USA haben es bewiesen.

In der Mitte weht der Wind am heftigsten.

Manfred Weber von der CSU ist ein Politiker der Mitte.

In letzter Zeit wird die politische Mitte so extrem wie noch nie unter Beschuss genommen. Von links schießen die die Linken, SPD, Grüne, die meisten Medien und die linksgewordenen CDUler und versuchen alles, was nicht genauso links ist, in die rechte Ecke zu stellen.

Von rechts schießen AfD, NPD, unzählige Hetzseiten und Verschwörungsblogs, flankiert von tausenden Internetsoldaten der russischen Propaganda auf die Mitte.

Wir leben in einer Zeit der Spaltung.

Groteskerweise beklagen vor allem die linken Gruppen die Spaltung der Gesellschaft. Auch aus der ARD bzw. allen öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten wird dies beklagt - und dabei weitergesucht, was von Politikern aus dem Zusammenhang gezogen und skandalisiert werden kann um damit gegen die Mitte zu schießen und zu spalten. Oft geht es dabei nur um Begriffe (z. B. "Asyltourismus").

Die ö.-r. Rundfunkanstalten haben eine große Mitschuld an der Spaltung der Gesellschaft.

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