Ihre Meinung zu: Argentinien: "Geldscheine sind nur noch Papierfetzen"

30. August 2018 - 17:15 Uhr

Der Peso im freien Fall, die Märkte verunsichert - Argentinien rutscht immer tiefer in die Krise. Die Leitbank reagierte nun und erhöhte den Leitzins drastisch auf 60 Prozent. Von Ivo Marusczyk.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
5
Durchschnitt: 5 (2 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

"Erfolg" der Konservativen.

Deren Rezepte haben noch nie funktioniert. Sie haben es in Griechenland, Spanien etc. oft genug gezeigt.
Und der IWF macht es dann jeweils noch schlimmer.

Ahhh, 60% ein reines

Ahhh, 60% ein reines Sparerparadis oder doch nicht ? Nicht nur der argentinische Peso geht den Bach runter, da wäre im Moment aktuell noch die türkische Lira, der brasilanische Real und der südafrikanishe Rand die alle wegen dem 'starken' US Dollar leiden. Andere FIAT Währungen werden prompt folgen, die einen früher die anderen etwas später.
Tja diese Länder hätten besser keine US Dollar Kredite mit variablem Zins aufnehmen sollen, jetzt wo die US FED die Zinsen anhebt wird es empfindlich teuerer diese Kretite zurück zu zahlen.
Wer weiss vielleicht überleben diese Währungen diesen Stress nicht, aber da gibt es ja noch den IWF der gerne frisches Knete in der Welt verteilt, natürlich nur als Kredite versteht sich von selbst.
Aprpos Währung, weiss hier jemand zufällig was der Unterschied zwischen Geld und einer Währung ist ?

@ Tagesschau: Fehlende Hintergründe der Krise

Ich würde in einem Artikel, der über die argentinische Krise berichtet, einige Hintergründe hierzu erwarten - was ist der Auslöser, weshalb gibt es dieses Haushaltsdefizit, was sind die Zusammenhänge zur letzten argentinishen Staatspleite 2001 bzw. die gleichen oder ähnlichen Ursachen.

Ich wusste bisher nichts von den argentinischen Problemen. Weder in ARD noch ZDF war in den Nachrichten davon die Rede, außer mal kurz vor ein paar Wochen, dass dort etwas mit der Wirtschaft nicht stimmt.

Das ist überhaupt ein Problem von tagesschau.de - da werden einem solche Fakten aus heiterem Himmel hingeklatscht, und dies oft ohne Hintergründe. Früher wurde tage- oder wochenlang über solche Dinge berichtet.

Da erwarte ich von der ÖR schon etwas mehr. Danke.

Wieder mal die Dollar-Spekulation?

Erst vor kurzem wurde die Türkei Opfer einer Dollar-Spekulations-Blase. Trotzdem ist die türk. 'Lira' stabil. Anders als Argentinien ist die Türkei kein Agrarstaat, sondern verfügt über eine moderne Industrie. Man kann sich der Situation schnell anpassen und die Produktpalette erweitern bzw. neue Märkte erobern. Dadurch ist bspw. der Export im Juli zweistellig gewachsen und der Tourismus sogar um über 20%.

Dagegen ist Argentinien abhängig vom Weltmarkt-Preis für seine bspw. Fleisch- oder Sojaexporte. Dieser wird aber von ausländischen Börsen bestimmt. Fällt der Kurs, fehlen die Einnahmen.

@ pxslo

Dollar-Spekulation?
Warum eigentlich gibt es nicht - analog zum Euro - eine gemeinsame Währung in Südamerika? Ist das nicht das richtige Erfolgsrezept, um dem Dollar Paroli zu bieten?

Wozu es in Venezuela einen massiven Wirtschaftskrieg

von Seiten der USA, somit auch anderen Ländern und einiger Firmen seit Jahren brauch, geht es Andernlandes wie der Spitze der Lateinamerikanischen Länder in Tendenz ebenso.

Warum wohl....(?)
Wachstumsgrenzen wurden schon aufs ungesündeste überdehnt wenn man sich die Wirtschaft in den moderneren Ländern ansieht. Aber da hofft mancher noch auf mehr, gleich wie von der Raubbauzerwirtschaftung die Erde dort zermürbt wird. Hauptsache Arbeitsplätze für die einen und das eigentliche - wenn auch etwas Sachlichweltfremde - für die anderen.

Wenn Venezuela Politspekulanten dort vergleichen würden, wie diese Lieblingsstaaten Langjährig nach solch Sanktions und Beschlahnahmungs Drangsale aussehen würden, wäre es vielleicht einmal erhellend, dass es offenbar überall einen einholen kann, worüber man nicht nachdenken mag.
Details usw kann man ja mal zusammen zählen, anstatt im Trüben herum zu stochern mit einzelnen Anschuldigungen, damit auch die Marktpolitik und -dynamiken gar nicht beachten.

Weshalb in allem kommt bspw.

dieser Außen- Handelsdefizit zu Stande...? Ist er nicht sogar selbstverständlich? So wurde hier u.a. richtig gefragt.

Aber manche finden die Arbeitsverhältnisse ja immernoch zu lasch, also unwirtschaftlich, wie man immer wieder lesen darf.
Effizienz in den Exportfeldern..., beim Herstellen und Abtransportieren, weiter Leute aus der Rechnung heraus nehmen. Hauptsache das Steak und dessen Rendite landen täglich auf dem Teller.

So wird hier gefordert, auch hier im Forum zum vorigen Lat.Am. Crashthema.

"Weiter so" mit allen Mitteln, selbst Fakeinfos und Vergleiche dürfen herhalten.
Wie erfrischend, hier etwas weitblickenderes zu lesen weiter oben.

@pxslo

"Anders als Argentinien ist die Türkei kein Agrarstaat, sondern verfügt über eine moderne Industrie. Man kann sich der Situation schnell anpassen und die Produktpalette erweitern bzw. neue Märkte erobern. Dadurch ist bspw. der Export im Juli zweistellig gewachsen und der Tourismus sogar um über 20%."

Naja, ich will Ihre Illusion nicht zerstören, aber die genannten Auswirkungen sind weniger Folge einer herausragend modernen Industrie, sondern vielmehr Nebeneffekte des Preisverfalls der Währung: Exporte werden für den Käufer schlicht viel billiger. Das gleiche gilt für die Touristen die mit harter Währung ins Land kommen...

Darstellung: