Ihre Meinung zu: Kaufhof und Karstadt - Gerät die Fusion ins Wanken?

27. August 2018 - 11:28 Uhr

Der kanadische Mutterkonzern von Kaufhof gerät finanziell unter Druck: Ein Bankenkonsortium droht, Kreditlasten in Milliardenhöhe einzufordern. Das könnte auch die geplante Fusion mit Karstadt verzögern.

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Kommentare

Stadtplaner haben Schuld

In grün regierten Kommunen mit Kfz-feindlichen Verkehrswegen - so es die überhaupt noch gibt - haben Kaufhäuser alten Stils keine Zukunft mehr. Wenn ich etwas kaufe, wie kriege ich es nach Hause? Mit dem Auto geht es nicht. In Bremen bezahle ich für hin- und zurück per Straßenbahn 5,60 Euro. Das Porto bei Amazon kostet max. 4,99 - manchmal auch gar nichts. Ist doch klar, wo gekauft wird.

Die grünen Umwelt- und Verkehrsbehörden machen unsere Innenstädte kaputt - nur noch Friedhofsruhe, herumfliegende Papiertüten der Fast-Food-Ketten, Billigtouristen und andere herumvagabundierende Menschengruppen, die garantiert kaum etwas kaufen (können).

Korrekt

Und wenn man dann mal doch etwas in der Stadt kaufen möchte, um es gleich mitzunehmen, dann gibt es das dort nicht - ergo kaufe ich es dann doch im Internet

Die Entwicklung hat mit der

Die Entwicklung hat mit der Verkehrspolitik absolut nichts zu tun. Leute, die ihre Einkäufe am liebsten mit dem Auto erledigen, sind ohnehin schon viel bequemer als solche, die dies nicht tun, und würden auch bei bester Autoinfrastruktur eher ein Schnäppchen im Internet bestellen als sich selbst bewegen zu müssen.

Dazu kommt noch, dass man im Internet Dinge findet, die man im weiteren Umkreis des eigenen zu Hauses nicht bekommen würde, also gehen viele Leute schon mit der unerfüllbaren Erwartung heran, dass sie unbedingt das haben wollen, was sie im Internet gesehen haben.

Die „Kaufhäuser des alten Stils“ sind kein Opfer der Verkehrspolitik, sondern ein Opfer eines „Konsums neuen Stils“, der unabhängig von der Verkehrspolitik stattfindet.

Kaufhof und Karstadt-Gerät Fusion ins Wanken ???

Ob Fusion oder nicht.Die Gewerkschaft soll sich bloß nicht unter Druck setzen lassen und irgendwelchen Verschlechterungen für das Personal zustimmen.Einzelhandel ist doch schon sowieso schlecht bezahlt und hat schlechte Arbeitszeiten.
Und bei einer Fusion,da wird doch ganz schnell,bei zwei nebeneinander liegenden Filialen eine geschlossen.

Fusion und dann?

@drauguckerin, ihr Vergleich mit dem Internet zum Einkaufen hinkt gewaltig. Klar kann man dort günstig bestellen, aber bei Kleidung kommt es auf die Passform an die trotz gleicher Größe höchst unterschiedlich sein kann, Retouren kosten, Zeit, Neubeschaffung erfordert Zeit und wenn dann es auch noch zu Problemen bei Erstattung von Gutschriften kommt ist meist das Chaos im Netz perfect. Sicherlich Dinge welche man schnell verdrängt.
Eine fusion halte ich nicht für notwendig, nur selten. Stehen beide Häuser in der gleichen Straße.
Wichtig ist, dass solche Häuser eine riesen warenspanne beherrschen. Sollte das wegfallen wird einigen wahrscheinlich erst bewußt wie schwierig einiges im Netz zu besorgen ist.

Schwere Zeiten für Warenhäuser

Es stimmt, dass fehlende oder teuer zu bezahlende Parkplätze Kunden aus den Innenstädten vertreiben.
Wer ein Warenhaus wie Kaufhof oder Karstadt besucht, kauft meist sperrigere oder schwere Produkte, die ohne Auto nur mühevoll zu transportieren sind.
Gewinner der grünen Autovertreibung aus der Innenstadt sind amerikanische Versandhäuser wie Amazon.
Kaufhof und Karstadt werden nur dann eine Zukunft haben, wenn sie ein starkes Standbein im Versandhandel haben.

re bernd kevesligeti

"Und bei einer Fusion,da wird doch ganz schnell,bei zwei nebeneinander liegenden Filialen eine geschlossen."

Aber ohne Fusion sind beide rentabel?

So pauschal geht's ja wohl nicht.

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