Ihre Meinung zu: Mehr Kinder bekommen Zuschuss für Schulbedarf

27. August 2018 - 7:41 Uhr

Immer mehr Kinder brauchen einem Zeitungsbericht zufolge staatliche Hilfe beim Schulbedarf. Ihre Zahl ist in diesem Jahr erneut leicht gestiegen - auf mehr als eine Million. Die meisten von ihnen leben in NRW.

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Kommentare

Schulbedarf muss von den Eltern geschätzt werden

Aus meiner Erfahrung als Bremerin kann ich sagen: Es gibt hier seit ewigen Zeiten die sogenannte Lehrmittelfreiheit. Manche Menschen können damit umgehen. Für andere ist alles, was nichts kostet, gleichbedeutend mit "nichts wert". Das führt dazu, dass die Schulsachen schnell "aufgebraucht", d.h. verschlissen, verschmutzt, verkauft werden oder verschwinden. Die Discounter bieten jedes Jahr im Frühsommer Schulbedarf zu sehr günstigen Preisen an.
Erfahrungsgemäß schadet ein kleiner Obolus, eine symbolische Leihgebühr, nicht. Verbrauchsmaterialien können gemeinsam günstig gekauft werden, das ist billiger, als sie über die Behörde zu bestellen.

Gut und Gerne!

Auch diese Kinder leben gut und gerne in der BRD.
Nicht wahr, Frau Merkel?
Nicht war, SPD?
Vielen Dank für die Agenda 2010!

langenscheidt

ich bin dafür, dass ergänzend langenscheidts verteilt werden, damit sich die zöglinge von alt- und neubürgern miteinander verständigen können.

Total lustig. Einerseits

Total lustig. Einerseits werden Arbeitnehmer streng gen Minimum gefahren. Dazu noch eine Abgabenlast, die auch die Ersparnisse aufzehrt. Der Normale Arbeitnehmer darf kein Geld haben, da er sonst nicht zur Arbeit gezwungen werden kann. Andereseits wundert man sich dann über immer mehr Zuschüsse. Es ist doch gut, daß vieles vom Staat bezahlt werden kann. So muß man das Geld nicht erst den Eltern geben, die davon möglicherweise Luxuskrempel besorgen.

Ostdeutschland nicht ganz vorn dabei?

Das ist ja erstaunlich, dass im Artikel keine Ostdeutschen Bundesländer erwähnt werden, bzw. an erster Stelle stehen (Berlin ist ein Sonderfall). Auch beim prozentualen Anteil an der Gesamtbevölkerung dürfte das ja kein großer Unterschied sein. Darf ich da mal einen gewagten Zusammenhang herstellen? Wieviele dieser zuschussberechtigten Kinder sind denn Ausländer oder haben einen sonstigen Migrationshintergrund? Bekanntlich gibt’s davon ja im Osten weniger als in süd- und westdeutschen Bundesländern. Ist dieser Anstieg vielleicht auch auf die Flüchtlingssituation zurückzuführen? Solche Fragen lässt die Linkspartei natürlich geflissentlich unter den Tisch fallen; man will ja kein Rassist sein.

warum muss das Geld Cash

warum muss das Geld Cash ausbezahlt werden???

So kassieren einige mit vielen Kindern kräftig ab und die Kinder haben in der Realität in bildungsfernen Schichten nix davon.Die Mäppchen bleiben leer und das Geld wird leider oft anderweitig investiert.

Die Leistungen reichen aus

Die Leistungen gemäß SGB-II umfassen auch einen Anteil für Kinder. Davon müsste grundsätzlich der Schulbedarf gedeckt werden. Dennoch gibt es zusätzlich die 100,-- Euro.

Bekommt ein Arbeitnehmer oder ein Selbstständiger/Freiberufler am Schuljahresanfang einen Zuschuss?

Schullandheimaufenthalte oder Betreuung wird ggfs. nochmal separat bezuschusst.

Der Streit ist falsch.

Nicht die Höhe dieser Einzelleistung ist verkehrt, oder die Politiker, die daraus etwas machen, um sich selbst in der Presse wieder zu finden, sondern das gesamte, menschenunwürdige System ist verkehrt.

Hartz-4 muss weg.

Diese "Reform" unter dem heutigen GazProm-Mitarbeiter hat zu einer Spaltung der Gesellschaft insgesamt, und zu einer weiteren Verarmung der Bezieher geführt. Und sie wird uns beginnend in ca. 10 Jahren mit dann kontinuierlicher Steigerung Probleme bei der Alterssicherung bereiten.

Das muss jetzt angegangen werden. Sofort!

@ Superschlau um 9.15 Uhr: Total lustig ...

Es ist aber leider so, dass das Geld für den Schulbedarf von den Eltern ausgegeben werden kann und teils auch ausgegeben wird.
Es gibt z.B. für Kinder zur Einschulung Geld, wenn die Eltern arm sind. Neue Schulranzen samt Erstausstattung (Brotdose, Trinkflasche) sind teuer. Einige ( nicht wenige) Kinder kommen trotzdem mit einem abgewetzten Ranzen und Fertigfutter (Schokocroissants oder ungekochten Chinesennudeln o.ä. vom Discounter), dazu Capri-Sonne in der Plastiktüte, zur Schule.

Wo das Geld für die SchulanfängerInnen bleibt, kontrolliert kein Mensch.

Lernmittelfreiheit

Im Jahre 1848 wurde die Lernmittelfreiheit für alle Kinder eingeführt, um Bildung unabhängig vom Einkommen zu ermöglichen.

Mittlerweile haben vor allem in Perioden mit SPD-geführten Landesregierungen die Aufweichungen dieses Vorsatzes überhand genommen. Die Sozis haben sogar den besonders schwammigen Begriff:

"Gegenstände, die auch außerhalb des Unterrichts gebräuchlich sind, sind keine Lernmittel."

eingebracht.

Damit wurden sogar Bleistifte, Füller, Kugelschreiber, Taschenrechner usw. von der Lernmittelfreiheit raus genommen (sind ja Alltagstauglich) und die Eltern damit belastet. Besuche von Theater, Konzerte, Schwimmen und Schullandheim wurden als "nicht finanzierbar" gestrichen.

Seit dem geht die Schere auseinander, Bildung gibt es nur noch für Kinder in finanzstarken Familien.

Fach- und Lehrbücher

sind insgesamt zu teuer in Deutschland.

Ich musste für ein 280 Seitiges Buch über Mechanik 195€ zahlen, damit ich den genauen Wortlaut eines Satzes im dritten Absatz der Seite 194 kannte.

Denn nur wer die Antwort wortwörtlich zitieren konnte bekam in der Klausur Punkte.

Dafür musste ich 2 Wochen Arbeiten bei meinem Nebenjob.

Aber zurück zum eigentlichem Thema,
warum wird denn nach wie vor eine Ost/West Rechnung aufgemacht?

Sind knapp 30 Jahre Wiedervereinigung nicht genug um sich endlich wieder als Einheit zu fühlen?

Bildung hat einen viel zu geringen Stellenwert in Deutschland und dafür müssen sich sowohl Politiker als auch Gesellschaft schämen.

Schulbedarf von Eltern?

Ich hatte zwar nie Kinder, aber ich finde es ein Unding, dass Eltern überhaupt Schulbedarf aus eigener Tasche bezahlen müssen. Ich dachte, wir hätten kostenlose Bildung. Und alle stellen ja immer wieder fest, wie wichtig Bildung ist. Und für wichtige Dinge sollte die Schwelle möglichst niedrig liegen. Oder sehe ich das falsch?

Sachleistungen

Wären die Lösung. Und leihgut. Gern den Konsumwahnsinn und die vermüllung.

@Kurtimwald

Danke, ich stimme ihnen zu.

Finden sie es auch traurig, dass maßgeblich die Partei die ein S für Sozial im Namen trägt, das Sozialgefüge in Deutschland ruiniert hat, nur um Wähler am konservativem bis rechten Rand zu fischen?

Aber egal, wenn all unsere Schüler irgendwann ungebildete Analphabeten sind die in Schuppen ohne Dach eingesperrt sind damit beide Eltern für einen Hungerlohn Buckeln können, verlassen wir uns anstatt auf Innovation halt auf unsere Ölvorkommen... oh haben wir nicht...
Gold? Ne..
Edelsteine? Was auch nicht?
Kohle und Stahl? Wie international nicht Marktfähig?

Langsam glaub ich da wird sehenden Auges die Zukunft unserer Nation zu Tode gespart.

deshalb ist es richtig, daß politiker

daran denken, das bargeld abzuschaffen. dann gibt es gutscheine für schulbedarf und hefte für lebensmittelmarken. DDR2. halt

Sinnvoller wäre es vielleicht

Hefte Stifte etc.pp. in der Schule an die Kinder zu verteilen.
Den Schulranzen könnten sich die Kleinen mit Hilfe der Eltern in der Kita im Katalog aussuchen.
Dann wäre doch sicher gestellt, dass das Geld nicht anderweitig verwendet wird.

In der Rechnung sind alle die nicht dabei die einen Winzbetrag zuviel haben um mit H4 aufzustocken damit fallen diese Familien da raus.

Und sehr viele beantragen es nicht weil der Antrag kompliziert ist und der Aufwand, evtl. verbunden mit teuren Fahrten zum Amt, nicht lohnt umd zu frustrierend ist.

>>"Finden sie es auch

>>"Finden sie es auch traurig, dass maßgeblich die Partei die ein S für Sozial im Namen trägt, das Sozialgefüge in Deutschland ruiniert hat, nur um Wähler am konservativem bis rechten Rand zu fischen?"<<

Ja genau und die "S"-Wähler laufen mittlerweile wie Schoßhündchen den Grünen hinterher und bescheren den Grünen Spitzenergebnisse (15%). Dabei haben die Grünen mit "Sozial" nunmal sehr wenig bis garnix am Hut?

nie wieder spd

Hören Sie doch endlich auf, immer die SPD für das verantwortlich zu machen, was momentan in unserem Land passiert. Die SPD wollte doch schon seit langem die Agenda 2010 bearbeiten, scheitern aber immer wieder an CDU/CSU, die diese Agenda voll für sich ausgenutzt haben. Ich weiss nicht, was Sie mit Ihren Kommentaren bezwecken wollen.

Beste Grüße

um 09:35 von Deeskalator

>>"Sind knapp 30 Jahre Wiedervereinigung nicht genug um sich endlich wieder als Einheit zu fühlen?"<<

Das sehe ich genauso.

Zuschüsse...

für den Schulbedarf, ein klares Thema. Bei der Tochter meiner Freundin (Integrationsklassen) haben 90% Anspruch darauf, die Blaue Karte regelt alles. Einige wenige wo die Eltern noch arbeiten gehen (im Mindestlohn beispielsweise) bekommen diese blaue Karte nicht, obwohl Sie nach Abzug aller Kosten weniger verdienen als eine Person welche Anspruch besitzt. Da muss man dann eben ein paar Wohnungen mehr reinigen um den Bedarf aus eigener Tasche zahlen zu können, während sich die anderen im Bett noch einmal herum drehen! Wann merkt hier mal jemand etwas und regt sich darüber einmal auf, keiner.

Ich möchte gerne den realistischen Bedarf kennen

..bevor ich mir ein Urteil bilde ob das Geld zu viel oder zu wenig ist.
Ich bin auch Mutter, schon seit der Geburt meines Kindes weiß ich, dass es mit 6 Jahren eingeschult wird.
Zu Beginn wird mein Kind einen Schulranzen brauchen, den kann man neu oder auch gebraucht kaufen. Oder was häufiger vor kommt, er wird von den Großeltern geschenkt.
Ein Mäppchen mit Buntstiften ist schon für 5-6 Euro zu haben. Ein 5er Pack Hefte kostet ca. 2 Euro. Ein 10er Pack Schnellhefter 2-3 Euro. Ein Füller etwa 10 Euro. Allerdings schreiben Erstklässler noch nicht mit Füller. Zum 2. Halbjahr gibt es dann nochmal 30 Euro? Für was - 100 Hefte?
Natürlich brauchen Kinder nach einigen Jahren einen neuen Rucksack, auch mal ein Geodreieck (1,50 Euro) und auch mal einen (grafischen) Taschenrechner (30 Euro). Aber, soweit ich mich an meine Schulzeit erinnern kann, brauchte man keine 100 Euro pro Jahr. Ich hätte gerne eine Auflistung, wofür die Eltern die 100 Euro im Jahr ausgeben.

@Kommerz

"Darf ich da mal einen gewagten Zusammenhang herstellen? Wieviele dieser zuschussberechtigten Kinder sind denn Ausländer oder haben einen sonstigen Migrationshintergrund?"

Diese Frage ist mir auch sofort in den Sinn gekommen, vor allem, wenn man liest, dass in NRW, wo wohl die meisten Migranten untergekommen sind, die Zahl am Höchsten ist.

@Marcelino

"Die SPD wollte doch schon seit langem die Agenda 2010 bearbeiten.."

Das BEHAUPTET die SPD nur, weil sie wissen, dass die CDU da nicht mitspielt, aber Hauptsache, sie haben sich als Helden aufgespielt, damit es Leute gibt, die sie wiederwählen. Und so macht es die SPD nicht nur in diesem Fall. Alles nur leeres Gebrabbel.

@ kurtimwald: das kann ich bestätigen

Es war sogar so, dass einige SPD-geführte Behörden nach Einführung der Teilhabe-Karte für bedürftige Schülerinnen und Schüler erst die Parole ausgegeben hatten, die Eltern nicht auf die Möglichkeit dieses Teilhabe-Paketes (zur Unterstützung der schulischen Ausgaben, auch Ausflügen, Landheimaufenthalte) aufmerksam zu machen.

Warum? Um Geld zu sparen.
Und um das damals CDU-geführte Bildungsministerium nicht in einem guten Licht erscheinen zu lassen.

Wenn dann ?

Wenn ca. 1 Mill. Kinder Hartz 4 so hängen damit wenigstens ein Elternteil dahinter?! Wie kann dann fast eine angebliche Vollbeschäftigung sein bei ca. derzeitig 2,5 Mill Arbeitslosen ? Wenn ich oft Zahlen zu Sachverhalten sehe so muß ich immer öfter feststellen das da was nicht zusammenpaast u. die Zahlen eher um jeden Preis oder auch ohne Rücksicht auf Verluste Stimmung oder Ideologisch geprägte Sachverhalte bestätigen sollen. Wer weiß schon so ganz genau was zu einer Gleichung oder Rechenweise gehört die zu einer bestimmten z.B. sozialen Zahl führen u. ob es mit den korrekten Faktoren gerechnet wird ?
z.B.: rechts außen Spalte bzw. Zahlen zu xy :
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt
Oder auf einen langen Zeitraum bezogen :
https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsvolumen#Die_Situation_in_der_Bundes...
Jetzt muß man nur noch das Hirn einschalten.

100€ plus sämtliche Kosten für Bücher müssen gezahlt werden

Der Artikel zeigt nicht deutlich die aktuelle Rechtslage:
Das Jobcenter muss die Kosten für Schulbücher von Hartz-IV-Empfängern tragen. Das hat das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen entschieden.
Geklagt hatte eine Schülerin der gymnasialen Oberstufe. Sie hatte unter anderem die Erstattung von 135,65 Euro für den Kauf von Schulbüchern als Zusatzleistung zum Regelbedarf gefordert. Das Jobcenter bewilligte mit dem sogenannten Schulbedarfspaket insgesamt 100 Euro pro Schuljahr und verwies auf die vorgesehene Pauschale.
..
Besser ist es natürlich, wenn die Bücher und alle notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt werden.
Bremen kann beispielhaft sein.

@Juno_Artemis

Tja, da vergessen sie die Hauptausgaben... Bei uns ist es z.B. "Verbrauchsmaterial". Das sind bei meiner Tochter unter anderem 5-6 Hefte "Flex und Flo". Pro Heft um die 20€. Kann man nicht leihen, da jeder dort reinschreibt. Gerne mal googlen, was das pro Schuljahr kostet. Da sind gerne mal 100€ weg, ohne auch nur einen Cent für ihre Auflistung ausgegeben zu haben. Hinzu kommt immer gerne das "Kopiergeld"... auch über das Jahr verteilt ca. 20€. Dann noch andere Aktivitäten (Basteln im Hort etc.), wie letztens "batiken", da sollten alle neben einem weissen T-Shirt auch einen Unkostenbeitrag leisten.
Also 100€ sind schnell weg.

Grundsätzlich befürworte ich es, wenn die Schule alle Kinder auf Kosten des Landes mit den Materialien einheitlich ausstattet werden (Ausnahme Ranzen, da sollen sich die Kinder einen aussuchen dürfen, der ihnen gefällt.... von mir aus aus einem Katalog in der Schule...). Kein Neid und es fehlt niemandem etwas, weil die Eltern das Geld zweckentfremdet haben.

@Juno_Artemis

In welche Schule wird denn ihr Kind geben, welche die Bücher kostenlos raus gibt?

Hier, an meinem Ort ist das nicht der Fall. Genau diese Schulbücher und Lernmappen machen schon 100+ aus und in den weiterführenden Schulen ist man dann gerne auch mal bei 500+ EUR.

Ja richtig. Wie es hier schon steht. Oft wird dann zB ein Buch als "Empfohlen" angeboten, kauft man es aber nicht, dann ist das Kind im Nachteil und zwar ordentlich. Dieses Buch gibt es dann natürlich nur, wenn man es über die Schule bezieht... Manch Mathebuch kostet 200+ EUR, für nur ein Buch. Ok, ist dann weiterführend, aber so günstig ist das nicht.

Warum nicht direkt über die Schulen?

Einige Schulutensilien könnten von den Schulen selbst bereitgestellt werden. Dann vergisst keiner mehr seine Hefter oder muss sich ständig Blätter oder Stifte Leihen.
Das funktioniert mit einfachen, aufladbaren Chipkarten an Universitäten ganz gut.

Außerdem wäre es gut, wenn staatliche Hilfen für Fahrkarten direkt an die Schule gehen... ich kann aus eigener Erfahrung sagen. Es macht keinen Spaß sich mehrmals vom Schaffner beim Schwarzfahren erwischen zu lassen und sich im Zug vor anderen Schülern zur Rede stellen zu lassen. Besonders dann nicht, wenn man als Schüler selbst keine Wahl hat.

@michel56

ALG2-Bezieher bedeutet nicht, daß man arbeitslos ist. Es wird daher immer von ALG2 Beziehern gesprochen und nicht von Arbeitslosen.

Leider ist es in Deutschland so, daß trotz Beschäftigung das Gehalt / Lohn so gering ist, daß man zusätzlich ALG2 bekommt. Wie dabei von Firmen getrickst wird, um eben weniger als Mindestlohn zu zahlen, zeigen genug ARD-Reportagen.

Kosten zur Einschulung

Einschulung:
Kosten vernünftiger, haltbarer Ranzen, damit der Rücken heil bleibt: 150 Euro. Federtasche war glücklicherweise im Preis inklusive.
Turnbeutel, Portemonnaie mit Klarsichtfach für die Fahrkarte: 25 Euro.
Kosten Turnschuhe, Hausschuhe für die Schule: zusammen 40 Euro.
Kosten Sporthose, lang 1x und 1x kurz: 40 Euro.
Kosten Schreibtisch: 120 Euro.
Kosten Schreibtischcontainer: 80 Euro.
Kosten Schreibtischstuhl: ca. 50.
Flöte: 10 Euro.
Klassenlehrerin besorgt Mappen, Tuschkasten, Hefte und Ordner: 30 Euro mussten überwiesen werden.
Schultüte: ein Jahr vorher besorgt, 40 Euro (ok, das hätte es auch in günstiger gegeben, aber das war es mir wert)

Einschulungsfeier? Dafür war kein Geld mehr da. Für das Oberhemd und eine neue Hose für mein Kind hat es gerade noch gereicht.

Was sind da 70 Euro, die man über das Bildungs- und Teilhabepaket bekommt?
Ein Tropfen auf den heißen Stein.

@ hut

Bekommt ein Arbeitnehmer oder ein Selbstständiger/Freiberufler am Schuljahresanfang einen Zuschuss?Haben Sie es schon einmal versucht? Wenn nein, lassen sie doch einfach die Jammerei. Jeder kann Zuschüsse beantragen und wenn er ein Anrecht darauf hat, zB weil der Verdienst zu niedrig ist wird er sie auch bekommen. Sie müssen sich allerdings SELBER drum kümmern und gegeben falls die Hosen runter lassen (Einkünfte und Ausgaben offen legen) statt hier rum zu jammern.

Ich hätte gerne eine Auflistung, wofür die Eltern die 100 Euro

Utensilien für den Kunst- und Bastelunterricht. Bücher für Deutsch und Fremdsprachen, Arbeitshefte für Grammatik oder ähnliches, Arbeitshefte für Mathematik.
Ein guter grafischer Taschenrechner kostet keine 30 Euro, unsere kosteten damals 80 Euro.
Gerade in den späteren Jahren mit Deutsch und einer Fremdsprache kommen alleine Bücher für den Unterricht teilweise auf über 50 Euro im Jahr. Hinzu kommen während des Wachstums Hallenschuhe, die ja idealerweise auch sitzen müssen und außerhalb des Unterrichts kaum Anwendung finden, wenn man nicht auch einem entsprechendem Sport nachgeht. Die Kinder können nichts für ihre Eltern!!! Wenn diese nicht vorsorgen, leiden die Kinder darunter!

eine schwierige Sache

aber gerade bei angesprochener Gruppe, so meine Erfahrung, ist die Wertschätzung bei Null
wenn ich mir nur Leibbücher betrachte, die werden beschmiert
obgleich sie einem nicht gehören

jedes Kind hat ein Recht auf Bildung

an @Alex Faulkner um 10:33 Uhr:

... was ist da ein gewagter Zusammenhang?

Wenn ich für ein paar Jahre z.B. in Ägypten oder Syrien (Schulpflicht) arbeite und meine Familie mitnehme, dürfen meine Kinder die Schule auch dort besuchen und alle Leistungen in Anspruch nehmen. Erst recht wenn ich da hinziehe und bleibe.

Was ist da besonderes - jedes Kind hat ein Recht auf Bildung!!!

Die Kinder brauchen keine

Die Kinder brauchen keine Hilfe, sondern bekommen sie, weil Deutschland so ein reiches Land ist und Steuereinnahmen gerne mit der Gießkanne verteilt werden.

<3

Vielen Dank, genau das dachte ich mir auch.
Ich finde es schon unverschämt, wenn immer "nebenbei" Kopiergeld gezahlt werden muss, die "work books" für Sprachen oder auch Ausflüge, egal ob ins Museum. Wie soll es denn hier Gleichberechtigung geben?
Fährt dann eine Klasse ins Schullandheim kann man sich an drei Fingern abzählen, wer daheim bleibt. Und dann kommen noch die Lehrer / Direktoren und weisen die Eltern darauf hin, dass die Kinder doch bitte mitfahren müssen weil wenn nur die Hälfte mitfährt gibt es keine Lehrer, die an der Schule auf die "zurückgebliebenen" aufpassen. Die Lehrer zahlen es ja nicht.
Auch wenn es traurig ist, dass viele Eltern nicht zuerst versuchen, die Ausgaben für ihre Kinder zu decken sondern lieber anderen Tätigkeiten nachgehen.
Trotzdem finde ich die Listen am Schulanfang für Hefteinbände in allen Farben lächerlich. Umweltverschmutzung da unsinnig und rausgeschmissenes Geld.

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