Ihre Meinung zu: Südamerika: Tausende flüchten aus Venezuela

25. August 2018 - 17:59 Uhr

Vor Inkrafttreten verschärfter Grenzkontrollen sind Tausende aus dem Krisenstaat Venezuela nach Peru geflüchtet. Die peruanische Regierung will nun aber die Vergabe "humanitärer Visa" prüfen.

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Kommentare

Überbordende Korruption

Das Regime in Venezuela ist reich an natürlichen Schätzen, aber an Korruption und Misswirtschaft kaum zu überbieten. Die Nachbarländer müssen massenweise Flüchtlinge aufnehmen. Unglaublich.

Gemeinsam könnten die anderen

Gemeinsam könnten die anderen südamerikanischen Staaten es schaffen, die geflüchteten Venezulaner aufzufangen.
Erst recht vor dem Hintergrund, dass es sich zwar um eine schwere Versorgungskrise handelt, ich mir aber kaum vorstellen kann, dass die venezulanische Regierung sich langfristig halten kann.
Aber so, wie es aussieht, wird es auch hier am Willen zur Zusammenarbeit mangeln.

@frau-ke

Ein Staat kann sich sozialistisch, nationalistische oder sonst wie nennen. Richtig erkannt, wenns Korruption gibt kann es dann nicht klappen, auch wenn Erdöl reich. Ob nun sozialistisch oder nationalistisch die Menschen ausgebeutet werden ist für mich nebensächlich.

Flüchtlinge aus Venezuela

Da machen sich jetzt die Kommentatoren aus Europa einen schlanken Schuh und geben schlaue Ratschläge. Die südamerikanische Staatengemeinschaft hat in den vergangenen 2 Jahren und verstärkt in den letzten Monaten 2,3 Millionen Flüchtlinge aus Venezuela relativ geräuschlos aufgenommen, versorgt sie und bringt sie unter. Da die Infrastruktur, insbesondere Fernstraßen und Bahnverbindungen in der Region deutlich schlechter ausgebaut ist in Europa, bleiben viele Flüchtlinge erst einmal in den Grenzstädten hängen, werden dann aber (so z.B. in Brasilien) auf andere Großstädte verteilt. Dazu kommen übrigens im letzten Jahr allein in Brasilien noch rd. 60.000 Kriegsflüchtlinge aus Syrien. Alles dies ohne großes Gejammer, nationalistische Polemik und Ausgrenzungen. Die Verantwortlichen in den EU Staaten sollten mal nach Südamerika schauen, wie man so eine Krise managed.

21:00 von silk

«Gemeinsam könnten die anderen südamerikanischen Staaten es schaffen, die geflüchteten Venezulaner aufzufangen. […] Aber so, wie es aussieht, wird es auch hier am Willen zur Zusammenarbeit mangeln.»

Unterschätzen Sie nicht den Willen der südamerikanischen Staaten zur Zusammenarbeit. Der ist größer, und von weniger Egoismen geprägt als der der EU.

Das Ziel vieler Venezuelaner ist übrigens weder Ecuador, noch Peru, sondern Chile. Das wohlhabensdste Land an der Ostküste Südamerikas. Aber auch weit weg von Venezuela.

"Nur die stärker Begüterten, die Jüngeren & die Kräftigeren" unter ihnen schaffen es überhaupt weiter als in die Grenzgebiete der direkten Nachbarländer Kolumbien und Brasilien.

22:17 von FalkoBahia

« Die südamerikanische Staatengemeinschaft hat in den vergangenen 2 Jahren und verstärkt in den letzten Monaten 2,3 Millionen Flüchtlinge aus Venezuela relativ geräuschlos aufgenommen, versorgt sie und bringt sie unter. […] Alles dies ohne großes Gejammer, nationalistische Polemik und Ausgrenzungen. Die Verantwortlichen in den EU Staaten sollten mal nach Südamerika schauen, wie man so eine Krise managed.»

101% Zustimmung meinerseits zu dem, was Sie schreiben.

Aber vom heutigen Südamerika haben auch nur wenige Menschen in Europa eine annähernde Vorstellung.

¡Muy triste!
Muito triste!
Sehr traurig!

22:17 von FalkoBahia

Kleine Ergänzung, die ich eben vergaß:

Die nicht vorhandene bzw. nur geringe Sprachbarriere (südamerikanisches Spanisch zu brasilianischem Portugiesisch) erleichtert den Umgang und die Versorgung der venezuelanischen Flüchtlinge doch erheblich (im Gegensatz zu den Sprachbarrien und zum sprachlichen Flickenteppich in der EU).

@FalkoBahia

Lesen sie den Artikel eventuell nochmal.

Ecuador hat faktisch seine Grenzen geschlossen und musste dies dann nach einer gerichtlichen Anordnung revidieren. Auch wird eine Meldung verlinkt über die Geschehnisse in Brasilien.

Sie mögen nichts von den Problemen gehört haben das bedeutet aber nicht automatisch das es keine gibt/gab.

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