Ihre Meinung zu: Süditalien: Die Wut der afrikanischen Erntehelfer

25. August 2018 - 1:24 Uhr

Zehntausende Erntehelfer schuften in den Tomatenfeldern Süditaliens. Viele von ihnen kommen aus Afrika, haben keine Papiere und hausen in Baracken. Nach tödlichen Unfällen entlädt sich nun ihre Wut. Von Lisa Weiß.

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Kommentare

Und schon wieder der schwarze Peter...

auch wenn es erst ganz am Ende passiert wird schon wieder der schwarze Peter zum Verbraucher rübergeschoben, der zwar indirekt profitiert, aber keinerlei Möglichkeiten hat sicherzustellen ob die Tomaten die er kauft nun durch Sklavenarbeit entstanden sind oder nicht.

Die Schwarzarbeiter werden eingesetzt um den Gewinn zu steigern und/oder die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Die Schuld ist hauptsächlich bei den Arbeitgebern zu suchen. Den Arbeitern kann man wohl den Vorwurf der Blauäugigkeit machen und auch sie stützen das System. Allerdings bleibt ihnen sobald sie erst einmal in Italien sind wohl wenig anderes übrig.
Das hier weder von Polizei noch Politik effektiv etwas unternommen wird ist ein Skandal. So ein Dorf von über 1000 Menschen kann kein Geheimnis sein.

Erntehelfer in Italien

Sie haben alle keine Papiere?
Nigerianische Mafia?
Prostitution?
Fragen und noch mehr Fragen und keine Lösung in Sicht?

"Aber wir brauchen Papiere,

"Aber wir brauchen Papiere, um Wohnungen anzumieten, eine gute Arbeit, damit man die Miete zahlen kann und es einem gut geht.""

Dann muss man diesen Menschen leider verständlich machen, dass man für eine gute Arbeit eine gute Ausbildung braucht, in einem gefragten Beruf.
Wieviele dieser Erntehelfer haben die wohl?
Genau...

Die meisten dieser Menschen haben keine Aufenthaltserlaubnis, laut TS, was machen sie dann in Italien?
Warum reisen sie nicht aus sondern verlangen auch noch Papiere, gutes Geld, Wohnungen usw usf?
Das gute Leben kriegen nicht mal alle Italiener, die gerade existieren, Arbeitslosigkeit grassiert, gerade in der Jugend.

Nein ich finde es nicht gut, wenn ungelernte Illegale von Geschäftemachern ausgebeutet werden.
Ich finde es aber auch absurd und inakzeptabel, welche Erwartungshaltung diese Menschen an den Tag legen.
Denen sollte man mal was von westlicher Armut erklären.

Es fließt hier in der EU keine Milch und kein Honig, außer für die top 30%.

Diesen Kriminellen wird also

Diesen Kriminellen wird also eine Möglichkeit geboten ein halblegales Leben zu bestreiten, welche diese Menschen freiwillig annehmen können. Man drückt ein Auge zu und gibt sich nett und als Belohnung gibt es einen Aufstand. So eine verrückte Welt.

Das kommt einem bekannt vor und dabei muss man nicht einmal die Kette "Mafia, Unternehmen, Verbraucher" zu bemühen, die oftmals nur aus zwei Komponenten zu bestehen scheint - Denn solange "Geiz ist geil" ungestraft skandiert werden darf, solange gibt es auch Arbeiter in einem sklavenähnlichen Verhältnis in Usbekistan (Baumwolle), Kongo (Kobalt), Ghana ("Wertstoffaufbereitung"), Brasilien & Kolumbien & Chile (Gold, dessen Gewinnung mittels Quecksilber extremst gesundheitsschädlich ist).

Erntehelfer sind nur eine winzige Spitze eines riesigen Eisberges (um den sich zu kümmern niemand bereit zu sein scheint). Es liegt nicht im Interesse der EU, die Erntehelfer aus Drittstaaten an ihrer Arbeit zu hindern, da Ersatz aus anderen EU- Staaten (z.B. Rumänien, Bulgarien, Polen) ganz andere Löhne, Arbeitsschutzmaßnahmen und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall einfordern könnten. Bei anderen ist das anders! Es ist eine neoliberale Sklaverei...

Selbstredend berufen sich Einzelstaaten auf die EU...

>>Dabei ist Prostitution in Italien verboten.<<

Echt? Es gab auch einmal eine Zeit, in der Alkohol in den USA verboten war (Prohibition). Auf Alkohol könnte jeder mangels Gelegenheit/ Anlass verzichten, auf anderes eigentlich nicht, denn S** ist ein Grundbedürfnis jedes Menschen oberhalb der Pubertät. Manche wollen nicht, manche können nicht, aber bei denen, bei denen beides nicht zutrifft und mangels beengtem Freundeskreis auch nicht möglich ist (z.B. Seefahrer), sollte es gesetzlich erlaubt sein... Andernfalls blüht, wie während der Prohibition in den USA während der 1920/ 30er Jahre, das organisierte Verbrechen. Der Cosa Nostra oder Mafia ist es egal, was das italienische StGB über Zuhälterei und Prostitution sagt.

Und wenn die Erntehelfer auf Damen und Herren aus ihrem Landkreis und damit ebenfalls auf "Illegale" zugreifen (müssen), interessiert es den Staat umso weniger!

Überhaupt, wer kontrolliert wie, wann und wo die Einhaltung des Verbotes der Prostitution? Das ist doch unmöglich! Amüsant, dies zu verbieten zu versuchen...

System

Das ganze System muss zerschlagen werden, die illegalen Arbeiter ausgewiesen werden und die Grundbesitzer muessen angeklagt werden.

.

"Denn 16 ihrer Kollegen sind innerhalb weniger Tage auf dem Weg zur Arbeit ums Leben gekommen..."

Wie genau? Überfahren? Absichtlich?

Und warum keine Papiere?
Weil sie sich illegal in Italien aufhalten.
Dann gibts nur zwei Möglichkeiten: man kümmert sich trotzdem um die Menschen oder man schickt sie zurück.

Dann sollen die Afrikaner

Dann sollen die Afrikaner ohne Papiere zurück gehen. Illegale Einreise ist halt illegal.

Und auf die humanitäre Tränendrüse zu drückem, dafür ist es leider zu spät. Den Schuh zieht sich iemand mehr an.

Ausbeutung durch Angst

Ohne gültige Dokumente kann ich keine Wohnung mieten, kein Konto eröffnen und auch keine staatliche Unterstützung bekommen. Ich finde , das ist gut so, denn es schützt vor Missbrauch.

Nun kann ich aber auch nachvollziehen, dass die Afrikaner in Italien aus Angst vor Abschiebung keine Dokumente besitzen wollen. Es geht aber nicht alles. Eine Arbeit von der ich gut Leben kann ohne den Nachweis, wer ich bin. Hier hilft nur Rechtssicherheit.

Krass, dass es in Italien eine illegale Stadt gibt. Erschütternd, dass dort Menschen so hausen. Das sind die Schattenseiten der illegalen Migration, die nur Entstehen konnten, weil eine Abschiebung ohne Dokumente nicht funktioniert.

Ich kann die Wut der Erntehelfer verstehen, doch gegen das Argument, dass sie mit einem Ausweis über ihre Identität Abhilfe schaffen könnten, finde ich keine Antwort.

nigerianische Mafia in Süditalien?

"Es gebe hier alles: Restaurants, Bars und mindestens zwei Bordelle, die von der nigerianischen Mafia gebaut wurden."

Dass eine nigerianische Mafia in Süditalien aktiv sein soll, halte ich für ein Ammenmärchen. Bestenfalls sind es Nigerianer, die in Diensten der Cosa Nostra, Ndragheta oder anderen mafiösen Ausprägungen stehen.

Die Argumentation des Gewerkschafters Falcone ist zudem abstrus.
Tatsächlich ist es doch so: Die Nachfrage der Verbraucher an Tomaten ist eine Konstante (seit Jahrhunderten). Grund für die prekären Verhältnisse der afrikanischen Landarbeiter ist deren illegale Einwanderung und Anwesenheit, die sie zu niedrigen Löhnen ermutigt, sowie die Duldung solcher Ghettos durch die Behörden. Und das wegen des mafiösen Einflusses auf dieselben.

Das ist immer das Problem, wenn man illegal im Land ist

Und zwar, weil man sich eben nicht wie im Normalfall an die Polizei oder Behörden wendet, da man Angst hat abgeschoben zu werden.

Soll nur keiner denken, dass untergetauchte Personen, die abgeschoben werden sollen, es in Deutschland anders haben. Auch hier werden sie schwarz beschäftigt und nach getaner Arbeit teilweise sogar ohne Lohn fortgejagt.
Leiharbeiter haben es schon manchmal sehr schwer, Illegale noch mehr.

Ich wüsste aber nicht, wie man das zu allgemeinen Zufriedenheit lösen sollte. Jeder einzelner weiterer Migrant verstärkt das Problem nur, da er die Konkurrenz unter den illegalen Migranten verstärkt. Die Situation ist wirklich dramatisch.

Ich hoffe, die ARD nimmt sich des Themas Prostitution auch noch an. Auch da klagen Prostituierte schon lange darüber, dass immer jüngere (minderjährige) und billigere Prostituierte aus anderen Ländern die Kunden wegnehmen. (Man muss Prostitution nicht gut finden, aber man kann sie nicht ignorieren.)

Freiwillig hier

Sie sind freiwillg hier, viele von ihnen gesetzwidrig, ohne behördliche Genehmigung. Wenn es ihnen nicht gefällt, dann sollen sie doch zurückgehen nach Afrika. Da gehören sie hin.

hat auch seine Vorteile:

Die Dose Tomaten bei Lidl für 0,99 EUR

Je mehr Migranten kommen,

Je mehr Migranten kommen, desto schlimmer wird deren Situation. In Spanien, Frankreich, Belgien, Deutschland ( hier sind es noch die Bulgaren und Rumänen) etc. ist es, mit Einwilligung der Politik, nicht anders.

In Deutschland sind es die Werksverträge und die Leiharbeit. Dabei wäre es ein einfaches die Situation zu verändern. Dazu müsste die Leiharbeit nur an den Arbeitsplatz gebunden werden, statt an die Arbeiter. Wenn Firmen Leiharbeiter seit 3, 4, 5,......10 Jahre beschäftigen müssen sie sie fest anstellen. Dann würde sich der Lebensstandard in den Ländern nach oben verändern.

So kassieren nur die Firmeninhaber.

Die Leute müssten alle ihre Arbeit niederlegen und demonstrieren. Wie zu der Zeit, als die Gewerkschaften entstanden. Leider ist es wieder soweit. Es ist gut, dass die Arbeiter auf die Straße gehen. Ich bin mal gespannt, ob ich die Zensur passiere.

alles bekannt

Es ist alles bekannt, über Italien und Spanien. Wo ist die Empörung des moralisch überlegen Kontinents Europa hin, wenn es um billiges Obst und Gemüse geht? Weg! Nie dagewesen!
Der billige Arbeiter ist systemrelevant. Ob in Amerika die Haushaltshilfen oder in Europa die Feldarbeiter. Die Arbeit machen die Anderen. Je größer die Schar der Wohlhabenden desto niedriger der Ertrag derer, die mit Ihren Knochen schuften. Das Kapital lebt von diesem Lohngefälle. Und mit ihm das Europa der Empörten. Wie Wachstum geschaffen wird oder worauf Wachstumschancen basieren ist den Märkten und dem Kapital egal. Das ist jedem auf den Stufen der Macht bekannt.
Es ist so verlockend: Alle träumen vom Aufstieg. Noch mehr Komfort für noch weniger Einsatz. Und träumen kann man doch wohl besser mit verschlossen Augen! Das sieht man die Landarbeiter gar nicht.

"Wir brauchen Papiere"

"Wir brauchen Papiere"

Papiere bekommt man wenn man legal mit anderen Papieren einreist oder einen Asylantrag stellt.
Wie absurd ist der Gedanke illegal einzureisen, für die ital. Mafia ein paar Tomaten zu ernten und damit einen legalen Pass zu bekommen mit dem man sich in der EU frei bewegen kann.

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