Ihre Meinung zu: US-Sanktionen gegen Iran setzen Irak unter Druck

24. August 2018 - 10:11 Uhr

Die US-Sanktionen gegen den Iran dürften auch dem Irak schaden. Die Regierung in Bagdad sieht sich in einer Zwickmühle: Sie muss sich zwischen zwei wichtigen Verbündeten entscheiden. Von Carsten Kühntopp.

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Kommentare

das ist Weltkrieg

Die USA führen einen Wirtschaftsweltkrieg (oder Weltwirtschaftskrieg).
Sie attackieren mit ihren wirtschaftlichen Mitteln - dazu gehören auch die wirtschaftlichen Massenvernichtungswaffen der großen Banken - alle Länder, die nicht im Interesse der USA handeln.

Und ganz nebenbei drohen sie stets auch militärisch.

Aber was will man machen? Sie erkennen ja kein internationales Recht an.

Wenn das Land Irak am Boden

Wenn das Land Irak am Boden liegt, ist es jetzt die beste Zeit für Wiederaufbau und bringt gleichzeitig Vollbeschäftigung. Ein ölreiches Land sollte kein Problem der Kreditbeschaffung, falls nötig, haben.

Gäbe es internationales

Gäbe es internationales Recht, könnte der Irak die USA jetzt verklagen für diese willkürlichen Maßnahmen.

Fragwürdige Entwicklung zur Globalisierung

"Nach den Jahren des Krieges seit 2003 stellt der Irak selbst kaum noch etwas her, auch fast alle Lebensmittel führt er aus dem Iran ein."

Schöner kann man die Situation nicht darstellen, welche die hochgejubelte "Globalisierung" auslöst. Einige Länder können noch nicht einmal mehr ihre eigene Bevölkerung mit Lebensmitteln versorgen. Hähnchenfleisch ein Drittel teurer? Dann baut selbst eine Zucht auf.

Die Lösung ist die regionale Produktion von allem, was regional herstellbar ist. Das wäre auch gut für die Umwelt. Nur besondere Produkte (im Irak das Öl) wären für den Weltmarkt zum Export, dafür Maschinen, Technik etc. zu importieren. Das richtet sich nach der Möglichkeit und dem Bedarf.
Dafür müßten aber die auch so tollen Freihandelsverträge sämtlichst über Bord geworfen werden. Die Menschheit wird noch erkennen, das diese nicht die neue Heilslehre sind!

Entscheidung zwischen zwei Verbündeten....

oder sollte man sagen Erpressung ?

Verbündete?

Erster Golfkrieg!
Zweiter Golfkrieg!

Vasall trifft eigentlich besser!

Was zu bedenken ist!

Nehmen wir doch mal an

niemand hält sich an die USA Drohungen
(wer Geschäfte mit Iran macht wird keine
Geschäfte mit den USA machen können).
Was würde das denn für den US Markt bedeuten? Noch mehr steigende Preise,
Unterversorgung einzelner Branchen?
Wachsender Unmut der US Bevölkerung gegen ihren glorreichen Präsidenten?
Noch mehr Isolation?
Nichts, was Mr. Trump bis anhin an Sanktionen angeleiert hat, hat der USA
Wirtschaft geholfen - im Gegenteil, einige Firmen denken laut über Produktionsverlagerung ins Ausland nach.

Im Zweifelsfall ...

... sollte man sich immer für jahrtausendealte Kulturnationen als Verbündete entscheiden denn für Cowboyanarchien! Dies sei auch dringend Frau Dr. Merkel ins Gewissen geredet: Deutschlands Platz in der Welt ist zweifelsfrei an der Seite Chinas und des Irans sowie eines voll in Europa integrierten Russlands... Maas hat das zwar auch noch nicht ganz begriffen, beginnt aber immerhin langsam über Alternativen nachzudenken – wenn Dr. Merkel aber ausgerechnet Maas zurückpfeift, dann muss man sich schon fragen: In welcher für eine Bundeskanzlerin ein absolutes No go darstellenden Traumwelt lebt die denn?

Entscheidung klar

In diesen Zeiten ist ja wohl klar, dass man sich bei einer Alternative immer gegen die USA entscheidet.

@ um 11:59 von B. Pfluger

"Nehmen wir doch mal an

niemand hält sich an die USA Drohungen ..."

Genau das würde sich Herr Trump wünschen. Denn die Isolation, die Sie ansprechen würde zur Vollbeschäftigung im Land führen. USA sind nicht irgend ein kleiner Staat. Die USA sind sehr wohl in der Lage autark zu funktionieren, denn in der Größe verfügt das Land über so ziemlich alle Rohstoffe, die in der Welt gefördert werden. Hinzu kommt, dass wohl niemals die ganze Welt sich abwenden würde. Hinzu kommt, dass das NATO Bündnis nicht zu einer Spaltung der Mitglieder führen würde. Oder glaubt jemand, die übrigen NATO Staaten sagen "ja, wir glauben, die Merkel kann uns vor Gefahren schützen und unsere Interessen in der Welt durchsetzen ...".

Je mehr Absonderung gegenüber den USA, desto mehr anständig bezahlte Jobs werden im Land entstehen, da immer weniger Lohndumping-Staaten Zugang hätten.

re von werner40

Also der Irak soll sich für den Wiederaufbau Kredite beschaffen.Das er am Boden liegt,ist aber eine Folge der Kriege von 1991 und 2003.Sollten nicht die Akteure von damals für den Wiederaufbau bezahlen ? Oder gab es die nicht ?

Von 11:59 von B. Pfluger .. Nehmen wir doch mal an

.. niemand hält sich an die USA Drohungen.
So einfach ist das nicht, nehmen wir mal an Niederlande hällt sich nicht daran und macht Geschäfte mit Iran. Was würde passieren ?
Die Niederländer kämmen wohl auf die Blacklist der USA, das würde bedeuten das auf alle Niderländischen Produkte enorme Importsteuern aufgelegt würden vlt. auch wie in der Türkei, das doppelte an Steuern. Und alle Länder die mit Niederlanden Geschäfte machen, würden auch betroffen sein weil Sie importiertes Öl aus Iran in Niederlanden aufgekauft haben. Dann kämme vlt. auch noch die finanzkeule der US Administration usw. Ich will nicht den Teufel an die Wand malen aber so ähnlich würde es ablaufen. Ich wundere mich gerade, wie es Kuba, die seit 60 Jahren unter US Ambargo leidet ausgehalten hat... da sage ich nur respekt.

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