Ihre Meinung zu: Smartphones: Kasse sieht negative Folgen für Kinder

23. August 2018 - 15:37 Uhr

Im Minutentakt WhatsApp-Nachrichten schreiben, Bilder bei Instagram hochladen, spielen - viele Kinder nutzen Smartphones intensiv. Das kann ihre Entwicklung massiv stören, warnt nun die Krankenkasse KKH.

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Kommentare

Kasse sieht negative Folgen ... haben wir jemals daran gezweife

also soll auf jedes verkaufte Smartphone nicht nur ein "Umwelt Fünfer" fällig werden, sondern auch ein "Gesundheits-Fünfer", dann kommen wir trotz dem voran, den Rest kann man bequem den Erziehungsberechtigten überlassen, weil die so klasse Vorbilder sind. (Smartphone ja, aber erst wieder wenn Du Beethovens 5. leidlich auf der Geige kannst, oder nach der 32 Liegestütze.)

Massiv stören ..

Wie jetzt, ich dachte 'Digitalisierung' sei die Zukunft und früh übt sich, wer ein Meister werden will.

Das kann ich bestätigen...

...wenn ich in der Arbeit mit einem Kunden ein Gespräch führe. Da scheitert es bereits an der Reihenfolge von Subjekt, Prädikat und Objekt. Da dieses Problem auch immer mehr in Bewerbungsunterlagen auftritt, landen diese posthum im Papierkorb.
Ich denke aber, das ist nicht nur Smartphones geschuldet....

16:07 von perchta

Digitalisierung sollte nicht nur auf die Nutzung von Smartphones reduziert werden. Viel spannender und wichtiger ist es Prozesse schlanker, schneller und effizienter umzugestalten. Das ist auch der Punkt, den Unternehmen ansprechen, wenn sie den Begriff Digitalisierung in den Mund nehmen.

@inslandschauer

"Ich denke aber, das ist nicht nur Smartphones geschuldet...."

Das Bildungsniveau ist in Deutschland merklich gesunken, wie ich finde. Ich lebe zwar erst seit 20 Jahren fest in Deutschland, aber mir ist das aufgefallen.
Und überall sieht man nur noch Menschen mit Handys in den Händen. Achten nicht auf den Strassenverkehr, bei einer Unterhaltung hören sie nicht zu, weil sie auf's Handy starren etc..
Handy-Zombies nenne ich solche Menschen. Ich besitze kein Handy und wie Stephen King schon sagte: Handys sind Satans Sprechfunk.
Es gab mal Zeiten, in denen die Eltern ihren Kindern sagten, dass sie noch zu jung für ein Handy sind. Diese Zeiten haben sich wohl auch geändert, wenn man schon 8 jährige mit Handys rumlaufen sieht.

Kinder

Kinder sollten mit Sand oder mit einem Ball spielen, dann Fahrrad fahren und malen z.B., mit dem Smartphone umgehen wird es sicherlich früh genug lernen. Kenne Kinder, welche das teil besser als ich können. Diese SAR, WLAN und andere Strahlen sind sicherlich nicht nur für Kinder ungesund. Ich versuche mich so oft wie möglich davon fern zu halten.

Die Verantwortung tragen die Eltern

Die Schuld liegt hier nicht bei den Handys, sondern bei den Eltern. Denn diese sind für das Wohlergehen der Kinder verantwortlich, nicht die Hersteller der Smart-Phones. Die Aufgabe der Eltern/Erziehungsberechtigter ist es, den Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit den Geräten zu vermitteln, was aber zugegebener Maßen oft schon daran scheitert, das die Eltern selber ununterbrochen am Smartphone hängen.

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Ja, früher war alles besser...

Nein, war es nicht. Es gab dieselben Probleme.
Man hat nur andere Ursachen vermutet.

Soll sich Mal jeder an seine Kindheit erinnern, was er so pedagogisch wertvolles in der Freizeit angestellt hatte. Ich kann mich an tote Ratten erinnern, an Kabeln und Schnüren gebunden und hinterhergezogen oder geschleudert. Die Kabeln und Schnüre hatte man aus den Mülltonnen. Und ich war wirklich in einer gepflegten Viertel aufgewachsen.

Früher war das Problem eigentlich noch schlimmer. Heute muss zum Glück niemand mehr ein Kind bekommen, wenn sie das nicht will / sie das nicht wollen. Es stehen diverse Möglichkeiten zur Verfügung. Ungewollte Kinder werden häufiger verwarlost.

Faulheit der Eltern ist schuld

Früher wurde das Fernsehen durch die Eltern reguliert, für die Kleinen Sandmännchen und am Sonntag Augsburger Puppenkiste.

Heute rennen schon Einjährige mit leuchtenden quakigen Elektrotöne ausstoßenden smartphones rum, nur damit sie nicht nerven.

Und je größer die Kinder werden, desto unkon trollierter der Umgang mit dem smartphone. Nicht nur die Ablenkung und Volldrönung, sondern über die sozialen Medien auch Mobbing, Gruppendiktat zu angesagten Klamotten und Verhaltensweisen. Likes als Beliebheitsmesser oder eben Folterinstrument. Eltern setzen sich nicht durch, weil sie faul sind. Kinder unter 10 brauchen kein eigenes Gerät. Da sollte es ein Familientablet geben, dass zeitlich begrenzt genutzt werden darf. Und die Eltern sollten schon einen Überblick haben, was da angeklickt wurde und darüber mit dem Kind sprechen. Ansonsten auch bei Kinderbesuch kann man allen die Phones abknöpfen und zum Fussball rausschmeißen. Eltern müssen der Herr im Haus sein.

@inslandschauer, 16:08

...wenn ich in der Arbeit mit einem Kunden ein Gespräch führe. Da scheitert es bereits an der Reihenfolge von Subjekt, Prädikat und Objekt. Da dieses Problem auch immer mehr in Bewerbungsunterlagen auftritt, landen diese posthum im Papierkorb.

Vielleicht versuchen Ihre Kunden und Ihre Bewerber einfach, sich Ihrem Kompetenzgrad in puncto Sprache anzunähern. Oder warten Sie mit der Entsorgung der Bewerbungsunterlagen, bis die Interessenten für die Stelle verstorben sind ("posthum")?

Kasse sieht negative Folgen

Danke für den Artikel.

"Im Minutentakt

"Im Minutentakt WhatsApp-Nachrichten schreiben, Bilder bei Instagram hochladen, spielen - viele Kinder nutzen Smartphones intensiv. Das kann ihre Entwicklung massiv stören, warnt nun die Krankenkasse KKH."

Ich bin zwar kein Fan von Manfred Spitzer, aber mit dem, was er in seinem Buch "Die digitale Demenz" beschreibt, hat er Recht. Was hier für Erwachsene gilt, gilt doppelt für Kinder. Aufmerksamkeitsstörungen sind da noch die harmlosesten Folgen.
Aber wie der User "Thomas Wohlzufrieden" hier schon schrieb: "...das die Eltern selber ununterbrochen am Smartphone hängen."
Ich habe in einem Wartezimmer einen Papa verständnislos angegafft, weil der dem Kleinkind auf seinem Schoß Bilder auf dem Smartphone vor die Nase hielt. Naja, dafür habe ich dann zu den Bilderbüchern gegriffen und "den Dieb" gesucht - und hab' mich dabei erstaunlich blöd angestellt.

Früher war alles besser.

Früher war alles besser. Dieser spruch ist so alt, wie es früher gibt. Beim urknall ist Schluss.
Warum haben wir heute 24/7 kinderfernsehen mit fragwürdigigen formaten? In meinem umfeld sind Kinder noch Kinder. Warum? Weil Eltern noch Eltern sind. Da liegt das Problem. Würden Eltern mehr drauf achten, was der Nachwuchs so macht, wie es übrigens auch im Gesetz steht, gäbe es deutlich weniger Probleme. Das auf smartphone, früher computer, videokonsole, Fernseher, Radio, telegrafen, reiterboten,.... zu schieben, ist zu bilig.

@16:07 von perchta

"Wie jetzt, ich dachte 'Digitalisierung' sei die Zukunft und früh übt sich, wer ein Meister werden will."

Nun ja, beim Tippen sind die jedenfalls hundertmal schneller als ich.

Wie sollten Kinder anders sein, bei

den Vorbildern? Haben Sie schon einmal eine Sitzung des Bundestags gesehen und betrachtet, wie viele Parlamentarier nur mit dem Smartphone beschäftigt sind? Die Reden anderer Abgeordneter scheinen völlig uninteressant zu sein. Besonders die Kanzlerin ist da wohl als "Vorbild" zu nennen.

Der Preis der bunten Welt...

Es ist schwer und anstrengend, Kinder von der digitalen Welt abzuhalten und (für sie mit) zu filtern. Das gilt für eigene Kinder wie für (eigene) Schüler. Schon im Kindergarten wird ganz viel über wer welche Sendungen / Filme / Serien kennt selektiert (neben Kleidung und sonstigem Besitz, vor allem teurem Spielzeug).

Gleichzeitig ist es für die Lehrer selbst bei gutem Willen und eigenem Können (dazu sind Lehrer NIE ausgebildet worden und werden es immer noch nicht) fast unmöglich, Medienerziehung zu leisten. Zum einen ist die Thematik komplex (Pluralismus, extreme Meinungsmache bis Fake News, Mobbing, moralische Grenzen, Geldmacherei mit Big Data etc.), zum anderen fehlt sowohl die Zeit als auch das Material / die Medien (mal eben in den Computerraum geht kaum irgendwo, zentral über Beamer ist mögl. zu langweilig). Dazu kommt dann noch, dass man eigentlich die Eltern schulen müsste - und die die Kinder. Sonst verpuffen selbst die besten Argumente im Alltag und im Gruppenzwang.

Eritas

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