Ihre Meinung zu: Kommentar zu Griechenland: Es bewegt sich was

20. August 2018 - 12:41 Uhr

Die Finanzkrise hat Griechenland verändert, meint Michael Lehmann. Gerettet ist das Land zwar noch lange nicht, dennoch gibt es positive Entwicklungen - und Anlass zu verhaltenem Optimismus.

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Kommentare

aber offenbar nur

die fahne im wind. ich glaube nicht, daß sich in der griechischen mentalität was ändert

Kommentar zu Griechenland:Es bewegt sich was...

In der Tat bewegt sich was:Die Daseinsvorsorge wird ausverkauft.Im Moment die Bahn,die Kraftwerke,vorher die Flughäfen(Fraport).Das Land ist so verschuldet wie vorher.
"Positive Entwicklungen"-die Lebenserwartung ist aufgrund der Troika-Auflagen gesunken.
Es bewegt sich was,der Ex-Linke Tsipras wurde
von Jean-Luc Melenchon treffend als eine der schäb...Personen in Europa charakterisiert.

Wer ist "Wir"?

Wir wohlhabenderen Länder in Europa sollten Griechenland als das sehen, was es ist und bleibt - ein wichtiger Partner im Südosten, ein schönes Reiseland mit liebenswerten Menschen.

Gerne, aber das stimmt und das reicht so nicht. Das schönes Reiseland ... ist nur die halbe Wahrheit. Tarnen, Täuschen von Beginn an. In den € gemogelt und sich damit billig weiter überschuldet. Steuern und Abgaben nicht erhoben. Reiche Griechen haben ihr Vermögen aus fragwürdigen und unversteuerten Quellen ins Ausland, auch nach D, gebracht.
Sparer und EU-Steuerzahler sollen das ausgleichen?!

Hellas hat Superreiche, die keine oder kaum Steuern zahlen. Wenn der Staat nicht "wohlhabend" ist, liegt das mit an der Politik die dort gemacht wird.
Die Griechen wählen ihre Regierungen selbst, sie sind dafür verantwortlich und keine anderer Europäer.

Partner kann nur sein, dem man vertrauen kann.
Hellas hat das Vertrauen längst verspielt und muss es erst wieder gewinnen. Viel Propaganda wenig Substanz!

Kann man die Prägung durch 400 Jahre osmanische Besetzung

in 200 Jahren loswerden? Bürokratie und vor allem Korruption haben sich in Griechenland damals zutiefst festgesetzt und seitdem hat man keinen Grund gesehen, an der Feier dieser fröhlichen Urständ irgendetwas zu ändern. Jetzt, in einem modernen Wirtschaftsstaat bleibt nur die Wahl: Übergang auf einen modernen Rechtsstaat oder Verbleib auf dem Status eines chaotischen Almosenempfängers zusammen mit dem gesamten Rest des ehemaligen osmanischen Reiches. Aber auch Staaten wie Italien dümpeln nur so vor sich dahin, unfähig die eigene mögliche Größe zu erreichen, weil man sich immer selbst im Wege steht. Immer mehr sieht man überall auf der Welt klarer, in welchem Umfang Korruption Völker ruinieren (selbst reiche Staaten wie Venezuela) - der Kampf gegen die Korruption ist die einzige Chance, vernünftige Verhältnisse für alle zu schaffen. Wer gegen den Kapitalismus kämpft, versteht nicht, wo das eigentliche Problem ist.

Solange es in der EU keinen

Solange es in der EU keinen Finanzausgleich gibt und ein Land bei Finanzschwierigkeiten den führenden EU-Staaten ausgeliefert ist, gibt es de facto keine europäische Union, sondern nur einen lose verbundenen Club von, im Weltmassstab gesehen, Duodezstaaten, deren globale Relevanz recht langsam aber sicher Richtung Null sinkt.
Wenn ein Staat wie Deutschland nicht einsieht, dass er mit seiner verfehlten Extrem-Exportpolitik destabilisierend wirkt, werden die finanziellen Turbulenzen in der EU nicht abnehmen.

RE:Bernd Kevesligeti

"Es bewegt sich was,der Ex-Linke Tsipras wurde von Jean-Luc Melenchon treffend als eine der schäb...Personen in Europa charakterisiert."

Nun, Herr Melenchon ist ein linker Populist und sitzt in der Opposition. Da kann er leicht große Töne über andere Linke spucken. Herr Tsipras war auch Populist, bevor er in Amt und Würden war. Aber mit der Verantwortung kamm auch die Verpflichtung die Karre (die andere ihm überlassen haben) aus dem Dreck zu ziehen.

Gruß Hador

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