Ihre Meinung zu: Weltspiegel-Bericht: Die Babygangs von Neapel

19. August 2018 - 14:39 Uhr

Sie verkaufen Drogen, liefern sich Messerstechereien und sogar Schießereien: Viele Jugendliche in Neapel schließen sich Gangs an. Sie träumen von Reichtum und schaffen ihre eigenen Gesetze. Von Ellen Trapp.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
5
Durchschnitt: 5 (1 vote)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Ich hab bei Videospiele aufgehört

Ab da konnte ich den Beitrag nicht mehr ernst nehmen.

Unter dem Aspekt, dass es in

Unter dem Aspekt, dass es in Deutschland kaum genügend Arbeitsplätze gibt und geben wird und erst recht keine mit anständigen Gehältern, wir ein miserables Schulsystem, mit maroden Gebäuden und viel zu wenig Lehrern haben, in dem die Kinder der Flüchtlinge ebenso kaum realistische Chancen haben wie die restlichen Kinder, dann ist es ja nur eine Frage der Zeit, wann wir ähnliche Verhältnisse entwickeln.
Wenn den Flüchtlingen Klar wird, dass sie mindestens über zwei oder drei Generationen aus Harz4 oder dem ähnlich lächerlichen Mindestlohn nur in seltensten Einzelfällen heraus finden, dann ist eine ähnliche Entwicklung wie in Italien abgemachte Sache.
Denn dazu wird es für Viele keine Alternative geben.
Und diese Entwicklung wurde eingeleitet von der SPD durch die Agenda 2010!
Scholz und Nahles arbeiten gerade daran, es noch Schlimmer zu machen.
Und Merkel hilft tatkräftig mit.

In Deutschland besteht doch

In Deutschland besteht doch dasselbe Problem mit Clans aus einem anderen Kulturbereich. Drogenhandel und Messerstecherei gibt es auch z.b. in Berlin oder Gelsenkirchen, oft genug sind es kriminelle die unter das Jugendstrafrecht fallen.

Das ist echt schlimm

was im Beitrag zu sehen und hören ist.
Wer träumt im Leben als Mädchen oder Junge nicht von einem besserem Leben.
Das alles erinnert mich an eine andere Gegend ( Stadt ) wo ich mal eine Zeitlang sein musste oder zu tun hat.
Und ich befürchte es wird nicht besser, sondern eher das Gegenteil, solche Artikel aus unseren wirklichen Nachbarländern kommen sehr wenig.
Da spricht auch niemand von der gestohlenen Jugend, wir sind ja zu größerem berufen.

16:38, Dicodes

>>In Deutschland besteht doch dasselbe Problem mit Clans aus einem anderen Kulturbereich. Drogenhandel und Messerstecherei gibt es auch z.b. in Berlin oder Gelsenkirchen, oft genug sind es kriminelle die unter das Jugendstrafrecht fallen.<<

Der Beitrag, den wir hier diskutieren, ist doch eigentlich ein Indiz dafür, daß das Problem mit "anderer Kulturbereich" nicht unbedingt was zu tun hat, dafür aber mehr mit mangelnden Zukunftsaussichten, oder?

warum ist die ARD so erschüttert?

diese kindergangs gibt es überall in deutschland, wo die familienclans das sagen haben. die polizei greift die jungverbrecher zwar hin und wieder auf. aber unsere wunderbaren richter und innen lassen die kleinen sofort wieder frei, weil sie eine wohnung und eine erschwerliche kindheit genossen haben.

ok, es gibt auch verwahrloste deutsche kinder und jugendgangs

Das hat nicht unbedingt etwas

Das hat nicht unbedingt etwas mit Jugendlichen aus anderen Kulturbereichen zu tun.Ursache ist meistens die Perspekivlosigkeit dieser Gruppen.Alleingelassen,manchmal verachtet in einem wohlhabenden Umfeld. Hierdurch stellt sich sehr oft Minderwertigkeit ein, gepaart mit Neid. Ein Hauch von krimineller Energie in einem entsprechenden Umfeld füllt dann die Statistik.

Das hat nicht unbedingt etwas

Das hat nicht unbedingt etwas mit Jugendlichen aus anderen Kulturbereichen zu tun.Ursache ist meistens die Perspekivlosigkeit dieser Gruppen.Alleingelassen,manchmal verachtet in einem wohlhabenden Umfeld. Hierdurch stellt sich sehr oft Minderwertigkeit ein, gepaart mit Neid. Ein Hauch von krimineller Energie in einem entsprechenden Umfeld füllt dann die Statistik.

Bewusstsein

Falsch ist es, immer nur nach dem Staat zu rufen. Ein Staat ist immer nur so gut wie die Menschen die jene Vertreter waehlen, und aus denen sich die Staatsbediensteten rekrutieren. "Unrechtsbewusstsein Fehlanzeige" war der Schluesselsatz in dem Bericht. Wie schon am Ende anklingt (unterschiedliche Gegebenheiten je nach Stadtteil) koennen Menschen direkt ihre unmittelbare Umgebung beeinflussen. Sich mit Nachbarn organisieren, mit Gleichgesinnten, sich einen Strassenzug, ein Viertel, sich eine wenn auch noch so kleine Umgebung schaffen indem man die Regeln schafft, die Kinder erzieht, sich gegenseitig hilft. Und Verantwortung uebernimmt. Ein "System" eben. Wenn das nicht "von oben" kommt dann muss es "von unten" kommen.

@ Keyalha, um 16:11

Reden Sie von dem Beitrag über die Babygangs in Neapel?
Wenn ja, haben Sie wohl Wesentliches nicht verstanden.

@Dicodes, 16:38

Von welchem anderen Kulturbereich reden Sie denn? Hier geht's um jugendliche Italiener in Italien. Ganz normale Einheimische.

@harry_up

Ich habe durchaus verstanden das sich da jemand hinstellt und anstelle von verfehlungen des Sozialstaats anzuprangern ein einfaches Opfer in Videospielen sucht, was es mir wie in meinem Kommentar bereits gesagt unmöglicht macht den Rest davon auch nur ansatzweise ernst zu nehmen. Wenn die ÖR etwas derartiges senden machen sie sich diese Ansicht meiner Meinung nach zu eigen.

@Sehr-Gescheit muss ihnen leider wiedersprechen

Ihre Meinung zur Perspektivlosigkeit teile ich mitnichten, und ich bitte sie ihre Meinung nicht so zu formulieren das es mir zu unterstellen wäre ich teile sie.

Mit dererlei rechten Gedankengut möchte ich nicht in Verbindung gebracht werden.

@Sehr-Gescheit, 17:46 re @fathaland slim

Ja, natürlich! Die mangelnden Zunkunftsaussichten sind einmal wieder schuld. Keine Perspektive! Mir haut es den Stöpsel raus.

Ihnen haut es nur deshalb den Stöpsel raus, weil Sie sich nicht die Mühe gemacht haben, den Beitrag von @fathaland richtig zu lesen, am besten auch noch den Post von @dicodes, auf den er sich bezog.
Dieser hatte nämlich Kriminalität als phänotypisch für "andere Kulturen" bezeichnet, und der antwortende Forist hat - völlig zutreffend - erwidert, dass es eine Korrelation zwischen Perspektivlosigkeit und Kriminalität gibt, und zwar unabhängig von der kulturellen Zugehörigkeit.
Das, was Sie unterstellen, nämlich eine Verharmlosung oder Entschuldigung von Kriminalität, hat der von ihnen zurechtgewiesene fathaland gar nicht geschrieben.

Vorfälle in Neapel

Schlimme Entwicklung.

Aber warum nur Neapel? Warum entdeckt tagesschau.de solche Themen meist dann, wenn sie in anderen Ländern spielen?

In NRW muss die Polizei immer häufiger Schusswaffen einsetzen - gegen Messerattacken. Ein neues Phänomen. Oder erzählt die Polizei FakeNews, wenn sie von immer häufigeren Messerstechereien berichtet, gegen die sich Polizisten zur Wehr setzen müssen?

Warum wird darüber nicht berichtet? Sind die sich häufenden Messer-Vorfälle in NRW Einzelfälle? Ist Neapel ein Einzelfall? Was ist relevanter für die nationale Meinungsbildung - NRW oder Neapel?

Existenzialisten

Die Gesellschaftsordnung muss sich den Menschen annehmbar machen - in einer Welt wie unseren, wo alles mit Zwang und Kontrolle erledigt werden will, und der Seele kein wahres Heim geschaffen wird, wundert es mich nicht über die vielen Parallelgesellschaften und das Auseinanderdriften.

Die Babygangs von Neapel ...

Baby hin oder her, man darf diesen Leuten keinen Fußbreit Boden kampflos preisgeben, das gilt zumindest für alle, die selbst Kinder haben. Und da darf es auch kein Pardon in form irgend eines Jugendstrafrechts geben.

Die andere Seite ist wohl eher nicht die, der fehlenden Perspektiven, die hatten unsere Arbeiterkinder um 1900 auch - das Problem dürften eher die großen Flausen sein, die unsere fehlgesteuerten Medien in die Köpfe und Herzen der Menschen hämmern.

@Rumpelstielz, 19:57

Baby hin oder her, man darf diesen Leuten keinen Fußbreit Boden kampflos preisgeben, das gilt zumindest für alle, die selbst Kinder haben.

Das blendet völlig aus, dass der Bericht sehr eindrücklich darstellt, dass Kriminalität - und damit ist nicht der Bodensatz gemeint, der immer da ist - durch bestimmte gesellschaftliche Verhältnisse begünstigt, wenn nicht gar gefördert wird. Hier gibt es nicht ein paar Charakterlumpen, die man nur aus dem Verkehr ziehen muss, und alles ist gut. Hier läuft Grundsätzliches schief, und die Folgen davon sind nicht das Problem der Polizei, sondern der Gesamtheit, die darüber endlich mal nachdenken muss.

Und da darf es auch kein Pardon in form irgend eines Jugendstrafrechts geben.

Der Sinn des Jugendstrafrechts ist nicht, Straftätern einen Altersrabatt zu verschaffen. Es hat gute Gründe, warum man bei Jugendlichen mehr auf den erzieherischen Effekt einer Strafe hofft als bei Erwachsenen.

Vakuum

Mir gibt zu denken, dass dieser ehemalige Drogenhändler (ziemlich zum Ende des Berichtes) sagte, dass es in den Vierteln, in denen die „Alteingesessenen“ (war es dieser Ausdruck?) - die „klassische Mafia“ - tätig sei, solche Gangs nicht gäbe - werden die dort „assimiliert“, sprich ins Geschäft einbezogen, oder trauen sie sich dort nicht?

MfG A.

@Rumpelstielz - Jugendkriminalität & Medien

19:57 von Rumpelstielz:
"Die andere Seite ist wohl eher nicht die, der fehlenden Perspektiven, die hatten unsere Arbeiterkinder um 1900 auch - das Problem dürften eher die großen Flausen sein, die unsere fehlgesteuerten Medien in die Köpfe und Herzen der Menschen hämmern."

Wie war denn die Jugendkriminalität um 1900 herum? Ich möchte behaupten, dass diese Probleme nicht erst mit unseren modernen Medien aufkamen.

Darstellung: