Ihre Meinung zu: Pflegekräfte: Ist Anwerbung aus dem Ausland die Lösung?

17. August 2018 - 14:43 Uhr

Ein Ziel des Eckpunktepapiers zur Fachkräfteeinwanderung ist es, Pfleger zu gewinnen. Dabei zeigt die Erfahrung: Bürokratie und praktische Probleme behindern die Einstellung ausländischer Pflegekräfte. Von Martin Polansky.

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Kommentare

Seit 2015, seit 2016, seit 5 Jahren!

Seit 2015, seit 2016, seit 5 Jahren!
Solange schon sind Pflegeindustrie und Arbeitsagentur schon dabei, dem Ausland Fachkräfte abzuwerben, die dort sicher auch benötigt werden.
Aber weder seit 5 Jahren noch seit 2015 oder 2016 ist irgendeiner dieser Strategen auf die Idee gekommen, diese Pflegekräfte in ausreichendem Maße, und mit exzellenter Bezahlung schon in der Ausbildung, direkt hier in der BRD auszubilden?
Wir haben 2,3 - 6 Millionen Arbeitslose.
Wenn man denen sagt, dass sie unabhängig von ihrem Alter schon in der Ausbildung mindestens 2000€ Netto verdienen, eine 4 Tagewoche haben und nur 6 Stunden pro Tag arbeiten müssen, zusammen mit der Garantie mit 60 und sehr guter Rente in den Ruhestand gehen zu können, kann ich mir gar nicht vorstellen, dass sich da nicht ein paar hunderttausend Arbeitslose melden würden.
Uns werden jedes Jahr 160 Milliarden Euro in Form von Steuerhinterziehungen gestohlen!
Von unseren sogenannten Leistungsträgern!
Auch von ein paar privaten Pflegeheimen

nichts neues

schon in den 90er Jahren wurden gezielt Pflegekräfte aus dem Ausland z.B. vom DRK angeworben

Erst alles

schleifen lassen und nun mit Salto Mortale vorwärs.So etwas kann nicht gut gehn.
Alles andere schreib ich lieber nicht,weil ich weiß wie es in der Pflege aussieht.

Scheindebatte!

Der einzige Grund für jedweden "Fachkräftemangel" sind Löhne für die sich Arbeiten einfach nicht lohnt. Vereinbaren wir einen Mindestlohn von 25 Euro, wird es binnen kürzester Zeit wieder zu Vollbeschäftigung kommen. Die wir ja schon mal hatten, die aber systematisch abgeschafft wurde, weil Vollbeschäftigte wenig Neigung zeigen sich für Hungerlöhne ausbeuten zu lassen.

Was sind das für "Pflegekräfte aus dem Ausland"?

Sind das Arbeitslose oder sind die in ihren Herkunftsländern in ihren Berufen beschäftigt?
Dies würde zu einer Schwächung der dortigen Versorgungslage führen.

Ein Wettlauf um die Pflegekräfte dieser Welt darf nicht stattfinden - was im Übrigen für alle Fachkräfte i.S. eines geplanten Einwanderungsgesetzes gelten muss.

Der Bericht zeigt

Der Bericht zeigt eindrücklich, nicht zuletzt durch die Expertise der im Interview beteiligten Führungs- und Fachkräfte, warum wir dringend ein Einwanderungsgesetz brauchen. Und da geht es nicht um "billige Arbeitskräfte", sondern um dringend benötigte Fachkräfte gerade für Menschen, die ohne Unterstützung noch stärker im Abseits der Gesellschaft landen. Selbstredend, dass die Standards von Mindestlohn, Arbeitssicherheit, Mitsprache (gewerkschaftliche Vertretung, Betriebsrat etc) dabei nicht verhandelbar sind.

Die Lohnhöhe entscheidet

ob man Arbeitskräfte findet oder nicht.

Wo sind denn plötzlich die Wirschaftswissenschaftler, die sonst immer auf die Kräfte des Marktes schwören?

Der Markt regelt das.

Fachkräftemangel ist kein Grund zur Einwanderung. Fachkräftemangel wird durch höhere Löhne gelöst. Der Markt regelt das. Dadurch wird ein Investitios- und Modernisierungs-Schub ausgelöst. Migration verzerrt den Arbeitsmarkt und verzögert Modernisierung.

rekrutierung von Fremdsprachlern

aus mehr als 25 jähriger Erfahrung als Krankenpfleger, kann ich nur sagen, das einzige Problem ist und bleibt die deutsche Sprache, denn die kommunikativen Fähigkeiten sind der Schlüssel zum Erfolg in der Pflege, es bringt uns Kollegen nichts wenn wir einen Fremdsprachler haben der signifikante Schwierigkeiten im Bereich der deutschen Sprache hat, beispielsweise die Arbeit mit einem an Demenz erkrankten oder einem Schmerzpatienten setzt eine sehr gute Kenntnis der Landessprache voraus um dem Menschen verstehen und helfen zu können, alleine schon dass hohe Maß an Schreibarbeit und die Hürden der Bürokratie erfordern eine ausreichende Sprachkenntnis

richtig und wo sind die heute

richtig und wo sind die heute "gut ausgebildet und abgewandert"

15:24 von R.Sauer

für Hungerlöhne ausbeuten lassen
.
so arbeitet man gar nicht, beutet stattdessen diejenigen aus, die arbeiten

re Paul Puma: So so, der Markt

„Der Markt regelt das.
Fachkräftemangel ist kein Grund zur Einwanderung. Fachkräftemangel wird durch höhere Löhne gel öst. Der Markt regelt das. Dadurch wird ein Investitios- und Modernisierungs-Schubausgelöst. Migration verzerrt den Arbeitsmarkt und verzögert Modernisierung.“

Höhere Löhne also lösen einen Investitions- und Modernisierungs-Schub aus? Und dadurch löst sich dann der Fachkräftemangel auf?
Müsste der sich nicht zuerst auflösen, damit es diesen Schub geben kann?

Oder meinen Sie, wir hätten genug Fachkräfte, nur hätten diese keine Lust zu arbeiten. Weil die Löhne zu niedrig seien?

Dann sähe ich nur zwei Lösungsstrategien:
1) Staatlich Festsetzung von „Lohnhöhen“. Und natürlich deren staatliche Finanzierung.
2) Absenkung aller Sozialleistungen zur Beseitigung des „Hängemattensyndroms“.

Welche Strategie schlägt denn hier Ihre alternative Partei vor? Und vor allem: Wo ist da der „Markt“?

attraktivität durch Reform

Um den Pflegeberuf attraktiver zu machen bräuchte es eine Reform die den Begriff des Krankenpflegers/*in neu definiert.

In anderen Ländern werden die Grundbedürfnisse der Patienten durch Angehörige gedeckt und dort sind Pfleger hoch angesehen. Das ist hier in Deutschland nicht machbar, muss man so akzeptieren. Diese Lücke muss stärker als bisher durch Pflegehelfer gedeckt werden (Tätigkeiten wie waschen von Patienten ohne Wundversorgung, Essen anreichen etc).

Dann könnten sich die Pfleger auf anspruchsvolle Fachtätigkeiten beschränken, die eben Fachwissen und nicht ausschließlich Zeit/manpower kosten. Die Ausbildung darf auch ruhig einen Bachelor bekommen und somit akademischen, international anerkannten Charakter.

@nie wieder spd

" schon in der Ausbildung mindestens 2000€ Netto verdienen, eine 4 Tagewoche haben und nur 6 Stunden pro Tag arbeiten müssen, zusammen mit der Garantie mit 60 und sehr guter Rente in den Ruhestand gehen zu können"

solche Bedingungen hätte ich als approbierter Arzt auch gerne (das Nettomonatsgehalt kommt immerhin nach minimum 6 Jahren Studium hin).

Anständige Bezahlung

Wir benötigen keine ausländischen Pflegekräfte, wir benötigen anständige Bezahlung mit anständigen Arbeitsbedingungen in der Pflege.

15:13 von nie wieder spd

Sie haben das Problem richtig erkannt. Was die Politik nicht sehen will, ob der tollen Beratung durch die Lobbyisten, die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen sind so schlecht, dass sich der Mangel an Fachkräften immer weiter fortsetzt! Wenn eine ausländische Fachkraft die Wahl hat, in Deutschland oder in einem anderen nordeuropäischen Land zu arbeiten, ist Deutschland nicht die erste Wahl! Für die Pflegekräfte in Deutschland heist die Botschaft, die Regierung missachtet die Verantwortung und die Arbeit von euch immer noch! Gesetze für einen früheren Ruhestand, wirklich angemessene Erhöhung von Personalschlüssel und bessere Bezahlung, bleiben weiter aus! Alle Politiker sollten mal ein freiwilliges soziales Jahr in einem Krankenhaus oder Pflegeeinrichtung absolvieren, bevor sie Gesundheitspolitik machen dürfen, um zu begreifen um was es hier geht!

Wie ist das mit den Bürokraten?

Sie leben ihre vermeintliche Wichtigkeit in vollen Zügen aus, und sie freuen sich, wenn sie durch langsames Arbeiten immer mehr Kollegen bekommen. Hier bei mir wird seit 6 Jahren ein neues Rathaus geplant; in dieser Zeit ist der Personalbestand um 30% gewachsen. KeinWunder, dass es nie fertig wird, wenn die Raumbedarfe immer wieder neu geplant werden müssen.

@ um 16:03 von teachers voice

Was einen staatlich festgesetzten Lohn betrifft: Anfang diesen Jahres wirde auch hier über eine Glücks -Forschung berichtet, die zu der Erkenntnis gelangt war, dass sich bei 60.000€ Jahreseinkommen zumindest das finanzielle Glück nicht mehr steigern lässt.
Leider wurde dabei, wie so oft, nicht erklärt, ob es sich hier um die Nettosumme oder die Bruttosumme handelte.
Aber 60.000 Netto im Jahr sind 5000 Netto pro Monat und würden mir zB völlig ausreichen.
Und eben auch den meisten anderen Menschen.
Warum also nicht ein Gehalt inndieser Höhe festlegen?
Wer sonst nichts hat, gibt dieses Geld, gut und gerne, wenigstens wieder aus und es erfüllt damit den Zweck, die Wirtschaft am Laufen zu halten.
Mehr ist auch nicht nötig.

@ um 16:15 von halbgott

Das leider auch angestellte Ärzte für sehr viel Arbeit so schlecht bezahlt werden, ist mir bekannt.
Aber die hätten eine Lobby, die bereit ist Kompromisslos zu streiken, wenn sich die kleinen Ärzte da mal durchsetzen würden.
Zumindest sind Ärzte Intelligent genug um da etwas zu ändern.
Wenn da nicht immer die potentielle persönliche Karriere winken würde, nehme ich an.

Pflege

Wer von den ehrlichen Politikern nimmt den Kampf gegen die Pflegemafia, bestehend aus Politiker und Konzernen, auf? Von dem eingezahlten Geld wird nur ein kleiner Teil für die Pflege benutzt. Der größte Teil verschwindet im Nirwarner.

Ich halte nichts davon ausländische "Fachkräfte" anzuwerben!

Ich kenne die Situation in Bulgarien sehr gut und dort wird der Fachkräftemangel hin exportiert, die Situation ist dramatisch! In nicht EU-Staaten wird man nichts anderes erreichen. Nur weil man über Jahre nicht auf die betroffenen Fachkräfte gehört hat, sondern nur auf Vertreter der Arbeitgeberseite, sollte man solche unnütze Schnellschüsse unterlassen! Ich kenne diese Sache aus dem IT Bereich, dort machen uns Entwickler aus Indien, mit ihrem Lohndumping das Leben schwer! Wieviel "First Supplier" von Großunternehmen haben indische Entwickler im Einsatz (ARD bitte mal recherchieren!)? Da dürfen kleinere deutsche Beratungshäuser noch nicht mal an Ausschreibungen teilnehmen! Schluss mit dem willentlich herbeigeführten Fachkräftemangel!!

Pflegefachkraft77

Das von Ihnen ganz richtig geschilderte Problem wird sich ganz einfach lösen lassen, indem wir alle Pflegeheimbewohner (und natürlich auch die Menschen, welche in Kürze dort einziehen wollen !) in den Fremdsprachen unterrichten lassen, die von den angeheuerten ausländischen Pflegekräften gesprochen werden.

Dass hier ist zu eng gefasst - wir brauchen den Spurwechsel!

In der Sache bleibe ich dabei, dass nur das Ziel zur Gewinnung von Pflegekräften:

https://www.tagesschau.de/inland/pflegekraefte-ausland-101.html

Das Eckpunktepapier zur Fachkräfteeinwanderung nennt als ein Ziel, Pfleger zu gewinnen. Dabei zeigt die Erfahrung: Bürokratie und praktische Probleme behindern die Einstellung ausländischer Pflegekräfte.

viel zu eng gefasst ist. Wir brauchen jede Menge andere Berufe wie Ärzte, IT-Spezialisten, Elektriker, Bauarbeiter und vieles mehr, denn auf n-tv.de beklagt sich das Handwerk:

https://tinyurl.com/yb2xmw53
n-tv.de: Handwerker beklagen Personalengpässe (Freitag, 17. August 2018)

Was tun, wenn das Bauprojekt drängt, der Handwerker aber erst in vier Monaten Termine frei hat? In Deutschland wirkt sich der Mangel an Fachkräften und geeigneten Azubis längst als Konjunkturbremse aus. Die Branche spricht von 20.000 unbesetzten Stellen.

Spurwechsel muss ins Gesetz rein!

Außerdem bleibe ich auch hart in dem Punkt, dass dieser Spurwechsel in das Gesetz rein muss:

https://www.tagesschau.de/inland/pflegekraefte-ausland-101.html

Der Entwurf des Eckpunktepapiers zur Fachkräfteeinwanderung sieht zwar keinen Spurwechsel vor, aber schnellere Anerkennungsverfahren bei der Anwerbung aus dem Ausland sind ein wichtiges Ziel. Dass damit der Mangel an Pflegern schnell behoben werden kann, bezweifeln Fachpolitiker der Koalitionsparteien.

Diesen Spurwechsel kann man doch mit der schnelleren Anerkennung von Berufsabschluessen verbinden. Das passt doch. Also: her mit dem Spurwechsel und weg mit der CSU-Dauerblockade!

@Defender411

Gehts hier um IT Entwickler oder Pflegekräfte? Wenn Ihnen indische IT Entwickler das Leben schwer machen, dann sollten Sie mehr Argumente für sich sprechen lassen bzw. einfach besser sein. Es beschwert sich doch auch niemand, wenn deutsche Autobauer den Markt beherrschen. Wer es am besten macht, der ist nun mal am Drücker. Die Frage ist, ob man die Nachfrage ohne Arbeitskräfte aus dem Ausland decken kann oder es wirklich zu wenig sind. Pfleger als Job würde ich nicht machen, sorry aber unbekannten alten Menschen den Hintern abputzen, das wäre nichts für mich. Respekt vor denen die es machen, hab ich aber auf jedenfall.

15:30 von andererseits

Einhaltung von Mindestlöhnen? Ich glaube sie haben nicht begriffen, dass es darum geht, Fachkräfte, der Aufgabe und der Verantwortung entsprechend, ordentlich zu bezahlen. Fast jeder kennt Menschen aus dem Pflegebereich, die dem Beruf den Rücken gekehrt haben, weil sie sich nicht ausbeuten lassen wollen!
Die Pflege zu privatisieren und das im großen Stiel, war ein eklatanter Fehler! Pflege hätte nie dem shareholder value unterworfen werden dürfen und das ist das wirkliche Problem! Klar, ist ein Krankenhaus in der öffentlichen Hand nicht immer das große Gewinngeschäft, aber so wie es jetzt läuft, gefährdet der Kostendruck das Leben der Patienten. Der Kostendruck ist so hoch, weil ein Konzern Gewinn machen muss!! Der Schaden trägt dann die Allgemeinheit. Es ist eine schöne Aufgabe für Volkswirte mal zu errechnen, was uns wirklich mehr kostet. Ich bin der festen Überzeugung, dass das System, wie wir es jetzt haben, das teuerste ist!

@nie wieder spd, 15.13h

Eine Ausbildungsvergütung von 2000€ dürfte auf einen Fachkräftelohn von ca. 4000-5000 € hinauslaufen.
4 Tagewoche zu je 6 Stunden Arbeitszeit? Da kommt sich ja jeder vera... vor, der sich bis zum Studienabschluss, zur Meisterprüfung oder sonst was durchgeackert hat, und von solchen Einkommen und Arbeitszeiten nur träumen kann.

Schön ,dass Sie Ihre stereotypen Steuerhinterziehungen nur mäßig von 130 auf 160 Milliarden erhöht haben.

@vaihingerxx, 15.53h

Richtig, ich kenne einige davon.

15:30 von andererseits

Die Frage ist immer, wer hat die Expertise erstellt? Man sollte weniger auf die Führungskräfte hören, viel lieber auf die Menschen, die die Arbeit verrichten und die die wirkliche Verantwortung tragen. Die jüngste Vergangenheit zeigt, Führungskräfte haben immer einen unter sich, dem sie die Verantwortung übertragen können, wenn mal was schief läuft, bis auf wenige Ausnahmen!
Manchmal reicht auch mal der gesunde Menschenverstand und Mitgefühl, seitens der Politik, um Probleme selbst zu erkennen. Aber was soll man sagen, eine Ärztin leitet die Bundeswehr und ein Politikwissenschaftler das Gesundheitsministerium. In Beiden Bereichen kann man über die Politik nur noch den Kopf schütteln!

16:48 von Hackonya2

Erst lesen, begreifen und dann schreiben! Wenn sie nicht zur Sprache kommen, weil sie gar nicht eingeladen werden, bzw. Angebote abgeben dürfen, mit wem wollen sie da denn Reden? Richtig es geht hier, in erster Linie um Pflegekräfte, doch die Probleme sind ähnlich gelagert. Die Unternehmen im Pflegebereich sind auf Gewinnmaximierung ausgelegt und da wird jede Maßnahme begrüßt, um Kosten zu sparen!
Das Handwerk hat keine Nachwuchskräfte, weil die Konkurrenz aus dem Ausland und die, damit verbundene, zu geringe Entlohnung eine bessere Entlohnung ihrer Mitarbeiter verhindert. Das wiederum führt dazu, dass keiner mehr ein Handwerk lernen will und man lieber studieren gehen will. Dadurch entsteht ein Mangel an Nachwuchskräften, der kaum zu decken ist.

@!um 16:54 von DerVaihinger

Wie Sie nachfolgend lesen konnten, gibt es auch Ärzte die nach 6 Jahren Studium gerade mal an meinen Vorschlag herankommen.
Ist das nicht beschämend für ein so reiches Land?
Es steht Ihnen jedoch frei, über ihre zuständige Gewerkschaft ähnlich vernünftige Gehälter zu fordern.
Die Gewerkschaften müssen da eh mal langsam wach werden und nicht immer für die Arbeitgeber Partei ergreifen.
Wie ich dann auch noch schrieb, halte ich 60.000 € Netto als Einheitsgehalt für jeden, für sehr Vernünftig und Glücklichmachend.
Denn was tuen Sie oder ich mehr als 8 Stunden arbeiten? Da ist es doch völlig egal, welche Arbeit man erledigt.
Das Gehalt muss da keine Unterschiede hervorrufen, die nicht wirklich vorhanden sind.
5000 € Netto im Monat sollen Glücklich machen.
Mich auf jeden Fall!
Und jeden Anderen den ich kenne auch!

Da kommt was auf uns zu...

Die Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen sind mittlerweile so mies, dass es schon überdurchschnittlich hohe Löhne (und Reduzierung der Arbeitszeit) benötigt um die verschiedenen Berufe in der Branche einigermaßen attraktiv erscheinen zu lassen. Was nur durch eine ordentliche Erhöhung der Pflege-und Krankenversicherungsbeiträge möglich ist und daran wird es scheitern. Jeder will, dass das Personal mehr verdient aber dafür selber mehr abdrücken...nicht bei der vorherschenden Mentalität ala wasch mich aber mach mich nicht nass.
Egal wie, kurz- und mittelfristig wird es ohne (noch mehr) ausländische Kräfte nicht gehen. Da wäre es dringend nötig die Anerkennung der entsprechenden Abschlüsse deutlich zu vereinfachen, zumal die Ausbildung in einigen Ländern der Hiesigen deutlich überlegen ist. Aber letztendlich ist es auch schon zu spät, man kann den Aufprall den wir im Gesundheitswesen erleben werden höchstens noch etwas abfedern aber nichtmehr verhindern.

@ um 16:54 von DerVaihinger

Und die 160 Milliarden Euro pro Jahr an Steuerhinterziehungen hatte ich mal von 150 Milliarden Euro pro Jahr an Steuerhinterziehungen aufgestockt, nicht von 130 Milliarden Euro pro Jahr an Steuerhinterziehungen.
Das lag daran, dass Herr Borjans, ehemaliger Finanzminister NRW, vor ein paar Jahrrn von 150 Milliarden Euro pro Jahr an Steuerhinterziehungen sprach und etwas später der ehemalige Wirtschaftsminister BRD, Gabriel dann auf 160 Milliarden Euro pro Jahr an Steuerhinterziehungen.
Auf jeden Fall wäre genug Geld da, wenn man diese 160 Milliarden Euro endlich eintreiben würde!

16:48 von Hackonya2

"Pfleger als Job würde ich nicht machen, sorry aber unbekannten alten Menschen den Hintern abputzen, das wäre nichts für mich."
Ich habe eine komplette Sanitätsausbildung absolviert und im Krankenhaus gearbeitet. In meiner Jugend habe ich im Rettungsdienst, ehrenamtlich, mitgeholfen. Erst danach habe ich meine Ausbildung im Fachhochschulbereich zum IT Experten gemacht. Damals hatte ich die Misere in der Pflege schon kommen sehen. Und was das können im Bereich IT angeht, es gibt hier wie da gute Informatiker. Ich bin zu solange im Geschäft, würde ich mein Handwerk nicht verstehen, ich wäre längst weg vom Fenster;-)

Ist Anwerbung aus dem Ausland die Lösung?

Das ist sicher keine Lösung, aber die ausländischen Pflegekräfte sind für viele Menschen dringend notwendig. Und wenn wir ein Einwanderungsgesetz hätten, dann brauchten manche Leute diese auch nicht illegal zu beschäftigen. Das würde dann offiziell vom Staat bzw. der Pflegekasse geregelt.

@16:50 Defender411

Da arbeiten Sie sich aber an heftigen Unterstellungen an, von denen in meinem Kommentar keine Rede ist. Eins nach dem anderen: Ihr pauschale Verunglimpfung privater Pflegedienste hat mit der Wirklichkeit kaum etwas zu tun; ich kenne etliche Pflegedienste sowohl aus persönlichen wie beruflichen Beziehungen - da arbeiten engagierte kompetente Leute, die natürlich auch davon leben müssen, deren Problem auch die wenigen schwarzen Schafe im Feld sind, die aber vor allem am Mangel gut qualifizierten Personals leiden. Mit "Konzern" hat das herzlich wenig zu tun. Und die Gewinne werden ganz woanders eingefahren... Und auch bei den Kliniken "in öffentlicher Hand" spielt das Geld in den obersten Etagen oft die primäre Rolle: Sprechen Sie mal mit engagierten Pflegekräften und Ärztinnen...

@nie wieder spd, 17.19h

Zunächst danke für die Antwort.

Ich habe nur dargestellt, dass Ihre Lohnforderungen nicht realisierbar sind.

Es gibt für unterschiedliche Leistungen eben unterschiedliche Bezahlung.

Überall, außer im Sozialismus, und wie glücklich der macht, kann jeder seit ca. 100 Jahren sehen.

Abgesehen waren die Gewerkschaften schon immer eine Linksdomäne.

Sie waren auch die ersten, die Ihr Personal angesichts des selbstverschuldeten Mitgliederschwunds reduziert haben.

Ich selbst bin mit 76 Jahren immer noch zahlendes Gewerkschaftsmitglied aus Solidarität mit den Aktiven.

Pflegekräfte: Ist Anwerbung aus dem Ausland

die Lösung?.....wenn es sich um ausgebildete Pflegekräfte handelt die auch sprachlich verstehen was die zu pflegenden erbitten, dann wäre es für D eine Lösung. Nur, wer pflegt die Bedürftigen in den Heimatländern der von D angeworbenen Pflegekräfte?

Oh, wir haben Fachkräftemangel

Nein, wir haben keinen Fachkräftemangel. Wir haben einen Mangel an Arbeitgebern, die Fachkräfte für anständige Arbeit auch anständig bezahlen und behandeln. Das gilt im Pflegebereich genauso wie bei Handwerkern und Akademikern. Und wir haben Arbeitgeber, welche die Eier legende Wollmichsau suchen, am besten Mitarbeiter, 20 Jahre alt, ohne Kinderwunsch, mit 30 Jahren Berufserfahrung und Doktortitel. Und das alles natürlich zum Nulltarif. Da haben wir den Mangel und die Arbeitgeber haben nichts Besseres zu tun, als die Politik dafür verantwortlich zu machen. Liebe Arbeitgeber, bezahlt Eure Leute anständig und stellt auch Leute ein, die nicht 150 % alle Punkte im Anforderungsprofil erfüllen. Man kann sich auch Kenntnisse im Job aneignen und eine Investition in die Schulung der Mitarbeiter wäre vielleicht auch ganz sinnvoll. Es sitzen genügend Fachkräfte arbeitslos zu Hause. Es gab einmal eine Zeit, da waren die Mitarbeiter das Kapital der Firma, heute sind sie nur noch eine Teilenummer.

Anwerbung aus dem Ausland die Lösung?

Nur als Anmerkung:
Ich bin seit 23 Jahren Diplom-Ingenieur im Bauwesen, kann aber meinen Beruf seit 10---15 Jahren nicht ausüben, weil Mutter seit vielen Jahrzehnten zu Hause gepflegt werden muss.
Noch Fragen?

Behandle Mitarbeiter mit Respekt.

Und würdige ihre Arbeit. Diese Firma wird keinen Mangel an guten Leuten haben und sie wird Mitarbeiter haben, die stolz auf ihren Arbeitgeber sind und sich für ihn einsetzen. Sie braucht auch keine Energie an die ständige Rekrutierung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter verschwenden und kann voll und ganz ihrer Belegschaft vertrauen. Was haben wir heute in der Arbeitslandschaft? Zeitverträge, Knebelverträge, Werkverträge, Sklavenhändler, die zwischen Arbeitnehmer und Auftraggeber die Hand aufhalten. Und alles immer noch billiger. Danke dafür noch einmal an die Agenda 2010 der SPD, die das alles ermöglicht hat. Das war doch sehr sozial von der Sozialdemokratischen Partei Deutschland. Welch ein Hohn. Das Resultat ist, Arbeit nach Vorschrift, innere Kündigung, gelber Krankenschein bei dem kleinsten Zipperlein. Ob eine Firma damit konkurrenzfähig ist?

Nein das ist

keine Lösung, alte Menschen sind manchmal schwer verständlich und das setzt eine perfekte Sprache voraus.
Meist ist dann auch eines der vielen Dialekte im Spiel.
Und die Abschlüsse sind auch nicht vergleichbar, auch wenn man das jetzt gesund beten möchte.
Das Grundübel ist die Privatisierung und der Gewinn, erst neulich hat TS berichtet denke ich, das Immobilien Konstrukt gerade wieder 10 Heime gekauft hat mit 4700 Plätzen.
Das machen die nicht aus Nächstenliebe sondern weil dicke Gewinne zu erwarten sind.

Und dann scheinen einige in einem anderen Staat zu leben wenn ich die Summen so lese.
Die Schreiber sollten sich mal Tarifverträge ansehen was es für welche Arbeiten als Facharbeiter gibt.
Und was man als Singel verdienen muss um 2000 Netto zu haben.

In einem Nachbarland von uns ist Pflege Sache des Staates, und kostet die Bewohner nur Kost und Logis, und das deckt immer die allgemeine Grundrente die es für alle gibt ab.

Gab es diese Woche als Dokufilm im TV.

Was ist bei uns ?.

Bildung und Werte fördern

Etwas mehr Geld in die schulische Bildung und die Berufsausbildung der indigenen Deutschen stecken. Die Gesellschaft aufklären, dass es mal deutsche Tugenden, wie z. B. Fleiß, Pünktlichkeit, etc. gab und diese wiederbeleben.
Sonst zieht sich unsere Regierung ihr eigenes deutsches Proletariat heran. Ein großes Heer an vollkommen verarmten HARTz IV-Empfängern.

In D. leben doch seit 2015

In D. leben doch seit 2015 mehr als 1 Million zugereiste, überwiegend junge Leute. Anstatt Sie mit Hartz 4 oder Grundsicherung auszustatten sollten Sie sanft dazu gezwungen werden in Berufen zu arbeiten in denen Mangel auf dem Arbeitsmarkt besteht.

Fachkräfte, schön billig?

Ein Fachkräftemangel ist immer hausgemacht, und hat auch nichts mit der Demografie zu tun. Denn andere Länder haben diese Engpässe so nicht. Wenn natürlich alle Abitur machen müssen um dann BWL zu studieren, aber es keine Handwerker mehr gibt, dann ist auch das hausgemacht.
.
Und ganz übel wird mir, wenn nun für die unterbezahlte Pflege "Fachkräfte aus dem Ausland" diese privatisierte Misere ausbaden sollen.

Beispiel Hebammen

Die meisten Hebammen sind freiberuflich. Die Haftpflichtversicherungen haben die Prämien dermaßen erhöht, dass die Hebammen praktisch nur noch für die Abzahlung der Prämien arbeiten. Ihr eigener Lebensunterhalt liegt bei Null. Nach und nach werfen alle Hebammen ihren Job hin, sofern sie nicht fest angestellt sind. Und wer unterstützt sie? Wenn Deutschland eine Dürre hat, werden die Bauern aus dem Steuersäckel entschädigt, wie dieses Jahr. Wenn eine große Firma pleite geht, wird sie mit Subventionen künstlich am Leben erhalten, Beispiel Philipp Holzmann AG, bei der Bundeskanzler Schröder mit einem Milliarden "Rettungspaket" aus dem Steuersack Sterbehilfe geleistet hat. Und wie wird die Geburtenhilfe unterstützt? Gar nicht, es ist ja nur für die Kinder und da gibt es keine Lobby. Und da ruft Deutschland nach ausländischen Kräften? Die Probleme sind hausgemacht und werden damit nicht behoben.

Wie wird Pflege gewürdigt?

Pflege gehört zu den sozialen Berufen. Gerichte "bestrafen" Kleinkriminelle mit sounsovielen Stunden Sozialarbeit. Das zeigt doch, welchen Stellenwert Pflegeberufe in der Öffentlichkeit haben, wenn sie als gerichtliche Strafe behandelt werden. Also ich möchte nicht von einem Kriminellen gepflegt werden, der den Job nur als Strafarbeit macht. Es ist ein Schlag ins Gesicht für alle Pfleger und Pflegerinnen, die diesen Knochenjob trotz miesester Bezahlung aus Berufung machen und dafür auch ihre eigene Gesundheit opfern. Drehen Sie mal eine 150 Kilo-Person im Krankenbett um und säubern diese. Ich habe großen Respekt vor den Leuten, die das aus Überzeugung machen.

Das einzig Wichtige ist

, daß die Fremdarbeiter nicht dazu mißbtraucgt werden, um aus dem Niedriglohnsektor "Pflege" nun einen NiedrigSTlohnsektor zu machen, der am Ende NUR noch Fremde findet, die diesese schwere Arbeit machen. In Norwegen ist es bereits so: Dort arbeiten Polen für weniger als die Hälfte der Urbevölkerung, und drücken so langfristig das Lohnniveau für ALLE- sicher zur Freude der Kapitalisten!

@ophorus

So wird es aber kommen. Billich will ich. Es ist einfach nur erbärmlich. Und die Bürger stehen allein mit diesen Problemen da. Von der Politik wird keine Unterstützung kommen, die dafür angemessene Richtlinien und Gesetze entwerfen müßte. Das ist ihre Aufgabe im Interesse der deutschen Bürger. Da kann man wählen, wen man will oder den Wahlzettel wegwerfen. Das Ergebnis wird dasselbe sein.

@Stotterfritz um 20:05 Uhr

"Drehen Sie mal eine 150 Kilo-Person im Krankenbett um und säubern diese. Ich habe großen Respekt vor den Leuten, die das aus Überzeugung machen."

(50 oder 150 Kilo) Es gibt viel zu wenige Familienangehörige, die sich (mit oder ohne zusätzliche Pflegekräfte) das zumuten. Eigentlich und aus reinem Grundverständnis heraus sollte sich jeder Bürger voll umfänglich und intensiv um seine Eltern, Großeltern und/oder sonstige enge Verwandte fürsorglich kümmern. Aber da sich nun mal - aufgrund unserer Gesellschaftsform - Jeder selbst der Nächste ist.....

@19:50 von Stotterfritz

"Die meisten Hebammen sind freiberuflich. Die Haftpflichtversicherungen haben die Prämien dermaßen erhöht, dass die Hebammen praktisch nur noch für die Abzahlung der Prämien arbeiten. Ihr eigener Lebensunterhalt liegt bei Null .... wer unterstützt sie?"

Wie wollen Sie das denn ändern? Zunächst einmal sind es nicht die Hebammen schuld und auch nicht die Versicherungen, dass der Beitrag so stark steigt, sondern die Eltern, die für jede Kleinigkeit sofort die Hebamme verklagen und ihr die Schuld an allem geben.

Wie solle denen denn geholfen werden? Auch Handwerker zahlen zum Teil horrende Beiträge für die Haftpflichtvers., weil es mittlerweile normal ist, nach einem Fehler zu suchen um die Rechnung nicht zu zahlen.

Warum sollte man dann Hebammen unterstützen, Handwerker aber nicht? Ich kenne Hebammen und sehr viele Handwerker und das Problem ist nicht die Versicherung, es ist das unmoralische Verhalten der Kunden.

Fachkräfte verheizen

Fachkräfte fehlen unter anderem auch deshalb, weil man die Fachkräfte verheizt.
Heute werden Fachkräfte für Tätigkeiten eingesetzt, die früher von anderen Kräften erledigt wurden. Man setzt hochqualifizierte Leute ein, um Dinge zu machen, die früher z.B. die Sekretärin gemacht hat.

Stellen, die früher mit weniger Qualifizierten besetzt wurden, werden heute mit Hochqualifizierten besetzt.

Fachkräfte verschwenden die Arbeitszeit auf der Straße. Fachkräfte sind massenweise auf Geschäftsreise.
Pflegekräfte arbeiten bei mobilen Pflegediensten und fahren einen sehr großen Teil des Arbeitstages von Patient zu Patient. Völlig uneffektiv.

@19:09 von Stotterfritz

Selbstverständlich haben wir einen Fachkräftemangel, das kann ich als Arbeitgeber und Mitglied des Arbeitgeberverbandes so bestätigen.

Der Vorwurf, das sei "hausgemacht" ist völliger Blödsinn. Ich kenne hunderte Handwerker die keine Auszubildende finden, weil ein "Deutscher" so etwas nicht macht und "Flüchtlinge" es gern machen würden, aber nicht dürfen.

Ich kenne Kollegen die haben Ihre Ansprüche praktisch auf 0 runtergeschraubt und auch Jugendliche ohne Abschluss eine Chance gegeben, leider sind die schon am ersten Tag nicht gekommen. Ich selbst habe an einem Programm teilgenommen um Langzeitarbeitslose wieder eine Chance zu geben. Das Ergebnis war ein Desaster. Und nein, es lag keinesfalls an der Bezahlung - die war übertariflich, es lag ausschließlich am Willen der Bewerber. Wenn dir beim Bewerbungsgespräch jemand gegenübersitzt, der Aldiletten trägt und ständig betont, dass er Stress nicht verträgt und unpünktlich ist, das sagt wohl alles. Dann lieber einen Ausländer der will.

@ 15:13 von nie wieder spd

"Aber weder seit 5 Jahren noch seit 2015 oder 2016 ist irgendeiner dieser Strategen auf die Idee gekommen, diese Pflegekräfte in ausreichendem Maße, und mit exzellenter Bezahlung schon in der Ausbildung, direkt hier in der BRD auszubilden?
Wir haben 2,3 - 6 Millionen Arbeitslose.
Wenn man denen sagt, dass sie unabhängig von ihrem Alter schon in der Ausbildung mindestens 2000€ Netto verdienen, eine 4 Tagewoche haben und nur 6 Stunden pro Tag arbeiten müssen, "

Klar, lässt sich machen, sind Sie denn bereit den doppelten Beitrag für die Pflegeversicherung zu zahlen? Oder gehören Sie nicht ich zu denjenigen, die sich darüber beklagen, dass der Reallohn sinkt?
Die Ausbildungsvergütung ist schon hoch (über 1000 EUR - also mehr als Banker!) nach der Ausbildung min 2100 brutto - genau so viel wie ein Bankkaufmann - und etwa 25% mehr als in Österreich und fast 50% mehr als in Polen. Es liegt an der Dekadenz der Deutschen, die harte körperliche Arbeit scheuen, wie der Teufel das Weihwasser.

Satiresendung "die Anstalt"

Schaut Euch mal diese Sendung an. Vielleicht ist sie noch in der Mediathek. Am Jahresanfang 2018 brachte sie einen informativen Beitrag über Pflege und wo das Geld aus der Pflegeversicherung und der privaten Zuzahlung landet. Kleiner Tipp, es geht nicht an die Pfleger und Pflegerinnen und die großen Pflegeheime sind Aktiengesellschaften.

@15:13 von wega

"Erst alles
schleifen lassen und nun mit Salto Mortale vorwärs.So etwas kann nicht gut gehn."

Das wird auch nicht gut gehen. Abgesehen davon, ist auch nicht erkennbar, dass man die Gehälter nach oben korrigieren will. Die sogenannte Pflegeausbildungsreform lässt zumindest für das Krankenhauspersonal eher das Gegenteil befürchten. (Anpassung nach unten.)

"Alles andere schreib ich lieber nicht,weil ich weiß wie es in der Pflege aussieht."

Hat auch keinen Sinn - wird gesperrt. Weiß ich aus Erfahrung. Zu genau darf es der Bürger nun auch nicht wissen. Wir wollen doch niemanden verunsichern?

@15:13 von hg1

"nichts neues
schon in den 90er Jahren wurden gezielt Pflegekräfte aus dem Ausland z.B. vom DRK angeworben"

Schon in den 70igern z.B. aus Korea. Sehr angenehme Kolleginnen und aus meiner Sicht im Patientenumgang liebevoller und geduldiger als das deutsche Personal.

@Sheldon Cooper

Es ist Sache der Politik, hierfür eine geeignete Lösung zu entwerfen. Dafür gehen wir regelmäßig wählen und dafür haben die Politiker eine fürstliche Runumversorgung, von der jeder Otto-Normalo nur träumen kann. Es darf jedenfalls nicht sein, dass werdende Mütter wegen solcher Mißstände alleine ohne Geburtshilfe dastehen.

Am 17. August 2018 um 20:10 von ophorus

" und drücken so langfristig das Lohnniveau für ALLE- sicher zur Freude der Kapitalisten!"

Man kann nur hoffen, dass Sie keine Eltern haben, die ins normale Altersheim müssen. Dann würden Sie nämlich die Preise kennenlernen.
Als normaler Arbeitnehmer jeden Monat für die Eltern (trotz deren guter Rente) noch zuzahlen müssen, dann ist man froh, wenn im nächsten Jahr die Zuzahlungsplicht nicht wegen gestiegenen Lohnkosten schon wieder erhöht wird.

Soviel zu Ihrem Verständnis von Kapitalisten.

Allerdings für Sozialhifeempfänger und "Hart4" spielt das kaum eine Rolle.

16:03 von teachers voice

"Oder meinen Sie, wir hätten genug Fachkräfte, nur hätten diese keine Lust zu arbeiten. Weil die Löhne zu niedrig seien?"

Wir könnten auf jeden Fall mehr Fachkräfte haben, wenn die Arbeitsbedingungen nicht so unterirdisch schlecht wären. Zu viele wechseln ausschließlich aus diesem Grund den Beruf. Ich bin eine von Vielen.
Die mangelnde Anerkennung spielt aber sicher auch eine Rolle. Dies scheint mir allerdings ein spezifisch deutsches Problem zu sein.

@WM-Kasparov-Fan

Das ist falsch. Man kann es selbst machen oder man kann es an Fachbetriebe delegieren und dafür bezahlen. Pflegedienste sind dafür besser ausgebildet und haben die richtige Ausrüstung. Sie wissen, was im Notfall zu tun ist und haben emotional einen kühleren Kopf, wenn es kritisch wird.

@16:11 von halbgott

"(Tätigkeiten wie waschen von Patienten ohne Wundversorgung, Essen anreichen etc)."

Essen anreichen? Sie müssen aber noch relativ gute Bedingungen kennen. In vielen Kliniken wird das Essenausteilen von Fremdfirmen übernommen. Das Abräumen ebenso. Wenn der Patient nichts gegessen hat, weil er zum Beispiel schweren Parkinson hat und gefüttert werden müsste, dann wird das häufig nicht bemerkt. Und selbst wenn - niemand hat (nimmt sich) Zeit.

Mangel macht kostbar

Mangel macht kostbar. Also verbessert Bezahlung u. Arbeitsbedingungen so lange, bis genug Pflegende da sind. Kostet uns eben was … .

Nein muss nicht

solange es in Deutschland auch nur einen Erbeitslosen gibt, sage ich ganz laut und deutlich nein!
Deutschland muss seine fehlenden Fachkäfte selbst ausbilden. Statt diese aus Entwicklungsländern abzuziehen.

@16:15 von halbgott

solche Bedingungen hätte ich als approbierter Arzt auch gerne (das Nettomonatsgehalt kommt immerhin nach minimum 6 Jahren Studium hin).

Ist aber nur das Anfangsgehalt. Auch zwischen Ärzten und Pflegekräften ist - dem 3/4-Gott Montgomery sei Dank - die Schere weiter auseinandergegangen.

@Stotterfritz um 21:33

"Pflegedienste sind dafür besser ausgebildet und haben die richtige Ausrüstung. Sie wissen, was im Notfall zu tun ist und haben emotional einen kühleren Kopf, wenn es kritisch wird."

Das ist auch nicht richtig (falsch).
Der Pfleger/Notdienst, der meine Mutter ins Krankenhaus tranportierte, wunderte sich enorm über meine extreme Gelassenheit/Gleichgültigkeit.
Angehörige - wie ich- können (nach außen) extrem gleichgültig wirken, die Ruhe bewahren und viel trotzdem besser reagieren und handeln als es Sanitäter und/oder Pflegekräfte tun.

@Sheldon Cooper

Der Fachkräftemangel ist in Ihrer Phantasie. Ich kann Ihnen aus dem Stehgreif sofort eine Handvoll Akademiker aufzählen, die entweder zu Hause sitzen oder in einem völlig unterqualifizierten Job ihr Dasein fristen, entweder weil sie trotz großem zeitlichem Abstand zur Rente zu alt sind, also deren Lebensberechtigungskarte abgelaufen ist oder weil sie Ausländer sind. Einer davon ist sogar Dr. Ing. für Bergbautechnik. Er spricht fließend Deutsch, aber er kommt aus Pakistan und das war es. Wie heißt doch die schöne Floskel? "Aufgrund der vielen Bewerbungen konnten wir Sie nicht berücksichtigen. Wie wünschen Ihnen alles Gute.... bla bla bla. Das stinkt ja förmlich nach Fachkräftemangel.

Nicht zu glauben

Ich bin seit 30 Jahren Krankenpfleger. Konnte man kein Land finden, was noch weiter weg ist? Will sagen, aus Spanien zum Beispiel macht das hier keiner. Grund? Bezahlung zu schlecht. Es ist einfach unverschämt was hier gemacht wird. Man will schlicht nichts zahlen, das mit allen Mitteln...

Wenn ich das richtig mit dem "Spurwechsel" verstehe,

geht es um Personen, die bereits länger in einer Ausbildung oder einem Arbeitsverhältnis sind.

Es bedeutet jetzt nicht, das jedem Asylsuchenden eine Stelle in der Pflege angeboten werden soll (Siehe Absatz "Pflege ist nicht für Jeden etwas" im Artikel).

Ein Asylsuchender in einer handwerklichen oder kaufmännischen Ausbildung etc. wäre davon genauso betroffen.

Für mich macht es auch mehr Sinn Menschen aus Afrika als von den Philippinen, Mexiko usw. einwandern zu lassen. Die meissten Länder Afrikas haben ein explosionsartiges Bevölkerungswachstum. Da kann man gar nicht so viele Fachleute abwerben, dass die Länder dadurch einen Nachteil erleiden.

Fachkräftemangel in der Pflege

Die Arbeit an und mit alten und kranken Menschen ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Es ist jedoch zu bedenken, dass das Risiko, selbst pflegebedürftig zu werden, in einem hohen Maße gegeben ist. Dann muten wir uns fremden Menschen zu, diese Arbeit zu tun, die wir selbst nicht auf uns nehmen wollten.

@21:30 von Werner Krausss

"Als normaler Arbeitnehmer jeden Monat für die Eltern (trotz deren guter Rente) noch zuzahlen müssen, dann ist man froh, wenn im nächsten Jahr die Zuzahlungsplicht nicht wegen gestiegenen Lohnkosten schon wieder erhöht wird."

Ich weiß wovon Sie reden. Und wenn von den Geschwistern jemand stirbt und somit bei der Zuzahlung ausfällt, dann haben Sie vom Sozialamt die nächste Überprüfung - noch bevor der Bruder (oder Schwester) beerdigt ist.

Am 17. August 2018 um 19:25 von WM-Kasparov-Fan

"Ich bin seit 23 Jahren Diplom-Ingenieur im Bauwesen, kann aber meinen Beruf seit 10---15 Jahren nicht ausüben, weil Mutter seit vielen Jahrzehnten zu Hause gepflegt werden muss."

"Noch Fragen?"

Ja!
Seit vielen Jahrzehnten muß Ihre Mutter zu Hause gepflegt werden. Sie üben Ihren Beruf seit so ungefähr 10-15 Jahren nicht mehr aus.

Als Diplom-Ingenieur im Bauwesen dürften Sie sich doch eine
-professionelle Betreuung-
Ihrer Mutter locker leisten können. Ein bisschen zahlt die Krankenkasse, ein bisschen zahlt man von seinem guten Gehalt als Diplom-Ingenieur.

@Hippieholgy - 20:45

"Pflegekräfte arbeiten bei mobilen Pflegediensten und fahren einen sehr großen Teil des Arbeitstages von Patient zu Patient. Völlig uneffektiv."

Sollen sich die teilweise gehbehinderten Patienten lieber selbst auf den Weg zu den Pflegekräften machen?

Wie stellen Sie sich die Arbeit in ambulanten Pflegediensten eigentlich vor?

@ 15:13 von nie wieder spd

Wenn man denen sagt, dass sie unabhängig von ihrem Alter schon in der Ausbildung mindestens 2000€ Netto verdienen, eine 4 Tagewoche haben und nur 6 Stunden pro Tag arbeiten müssen, zusammen mit der Garantie mit 60 und sehr guter Rente in den Ruhestand gehen zu können, kann ich mir gar nicht vorstellen, dass sich da nicht ein paar hunderttausend Arbeitslose melden würden.

Dieser Vorschlag ist vielleicht ein bisschen übertrieben.

Leider weiss ich nicht mehr wer den Vorschlag gemacht hatte. Aber am Anfang der Diskussion wurde der Vorschlag gemacht, die Wochenarbeitszeit für Pflegekräfte auf 30 Stunden bei gleichbleibender Bezahlung zu senken.

Das käme dann einer Lohnerhöhung um 25% gleich.
Das wäre meiner Meinung nach entweder eine vernünftige Bezahlung oder eine Arbeitszeit, die ohne grosse gesundheitliche Schäden zu bewältigen ist.

Discounter wie Aldi oder Lidl zahlen für Verkäufer ab dem ersten Ausbildungsjahr 950€ im Monat. Das halte ich für realistischer als 2000€.

Die Altenpflege ist eine wunderbare Einnahmequelle.

Vor knapp 20 Jahren saß ich in einem Restaurant in Hörweite zu jungen Bankern. Sie haben sich gegenseitig abgefragt, ob sie schon Pflegeheime im Portefolio hätten.

Politik mit falschen Vorzeichen

Angesichts dieser Meldungen könnte man fast meinen, dass die aktuelle Arbeitslosenzahl bei (-)2,41 Mio. liegt(Quelle: Wikipedia). Leider muss hier das Vorzeichen umgekehrt werden. Und so lange das so ist, sehe ich keinen Grund ausländische Arbeitskräfte ins Land zu holen. Natürlich wird es auch hierzu wieder eine Links-Grüne-Gegenmeinung geben.

@22:21 von Manfred Korte

Die Altenpflege ist eine wunderbare Einnahmequelle.

Mit dem Gesundheitssystem im Allgemeinen ist das so, oder weshalb tut niemand was gegen den Schwachsinn, dass sich über 200 (in Worten: zweihundert) Krankenkassen(-wasserköpfe) die Taschen voll hauen? Die Versicherungen leben davon besser als das medizinische Personal, dass die Arbeit tut!

So lange Gesundheit kein Grundrecht ist und wir wirtschaftsliberale Regierungen wählen, so lange ist jegliche Diskussion dazu vollkommen überflüssig!

Wieder typisch...

Ich will ja nichts schwarz malen... aber es geht doch nur um billiges Personal.

Am 17. August 2018 um 21:32 von Anna-Elisabeth

"Die mangelnde Anerkennung spielt aber sicher auch eine Rolle."

Ja genau.
Soziale Berufe:
Lange Ausbildungszeiten, Einkommen im unteren Bereich, sehr oft von Frauen ausgeübt.

Das hat nichts mit Yangster, sozialem, finanziellem Aufstieg, Respekt, Anerkennung zu tun, sondern eher mit
"nur Hausfrau".

@22:21 von Manfred Korte

"Vor knapp 20 Jahren saß ich in einem Restaurant in Hörweite zu jungen Bankern. Sie haben sich gegenseitig abgefragt, ob sie schon Pflegeheime im Portefolio hätten."

Und ich dachte schon, mich könne nichts mehr erschüttern.
So kann man sich irren.

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