Kommentare

Grundlegender Wandel bei Plastikmüll

Warum kommt die politische Intelligenz hier nicht auf solch naheliegende Lösung?
Dann lieber einen Ausschuss einberufen der das bestehende neu Verklausoliert weiter bestehen lässt?!

Frankreich will Plastikmüll verteuern

"Dem Plastik den Krieg zu erklären, reicht nicht aus", sagte die Umweltstaatssekretärin. "Wir müssen die französische Wirtschaft umbauen."
Und warum macht sie diesen Vorschlag nur für Frankreich und nicht gleich für die ganze EU. Das wäre doch eine dankbare Aufgabe für die EU-Kommission, um gleichzeitig auch das Umweltbewußtsein aller EU.Bürger zu stärken. Auch in Deutschland haben sich die Handelsketten mit diesem Problem schon befasst, indem sie die Einkaufstüten aus Plastik weitgehend abgeschafft haben. Die Produktion muss auch ihre Produkte nicht immer in einer Extraschachtel verpacken, um das Produkt als besonders wertvoll zu kennzeichnen.

Netter Ansatz

Aber der Ansatz muss in allen Bereichen Mehrweg statt Einweg heisen. In einen staatlichen-kapitalistischen System kann man das leider nur durch Gesetze und Zwangsabgaben erreichen.

Das ist natürlich ein Tropfen

Das ist natürlich ein Tropfen auf den heissen Stein. Aber immerhin. Es ist zu hoffen, dass das Ganze als Lenkungsabgabe ausgestaltet wird, also die Einnahmen verwendet werden, um unproblematische, sinnvolle, also nicht zu umgehende Verpackungen zu fördern.
Das Grundproblem - ein Wirtschaftssystem, dass darauf angewiesen ist, stetig zu wachsen - wird dadurch natürlich nicht berührt.

18:54 MaWo

Deutschland ist Spitzenreiter in der EU beim Produzieren von Plastikmüll. Pro Kopf liegt der Verbrauch bei 37kg.
Und nein, das ist nicht Chinesenmüll, wie sicher bald wieder welche schreiben. Das ist unserer: Obst geschnitten im Becher, Salat to go, Früchte eingeschweißt, die Schokobanane und der Kuchen in Plastik, Pralinen verpackt und verpackt und verpackt, Duschgel und Shampoo in Reisegrößen...
Rund um uns herum kommt man auf gute Ideen - ob es um die Reduzierung des Zuckerbrauchs geht oder eben um Plastikmüll.
Da kommt man tatsächlich ins Grübeln, warum unsere “politische Intelligenz“ da nichts ändern will.

Bravo Frankreich!

Aus Deutschland hört man diesbezüglich mal wieder leider nichts. Die Umweltpolitik der Regierungen Merkel ist seit jeher von Lobbyisten dominiert. Ob das die Autokonzerne sind, die Braunkohlelobby, die Verpackungskonzerne, der Tiefbau, die Agrarchemie oder der Bauernverband. Nichts rührt sich! Bleierne Schwere liegt auf dem Naturschutz, kuschen vor den Konzernen, kein Aufbruch, kein Lufthauch von grünen Denken. Und so erstickt Deutschland am Abgas, am Beton und am Plastikmüll, die Gewässer werden zu Jauchegruben, Flora und Fauna geht den Bach runter. Pfui TEUFEL !

Dir richtige Richtung

Frankreich geht hier in die richtige Richtung voran. Im Gegensatz zu Deutschland, wo ein Mindestmaß an recycelbaren Verpackungen gefordert wird, geht es in Frankreich um den tatsächlich recycelten Anteil. Und vermutlich wird er gesetzlich vorgeschrieben, und nicht auf eine nicht justitiable freiwillige Selbstverpflichtung der Industrie verwässert...

Deutschland ist schon lange nicht mehr der Vorreiter in Sachen Umweltschutz. Hier wird z.B. die Verwendung von kostenfreien Einmal-Einkaufstüten nicht etwa verboten, sondern die Regelungen so getroffen, dass die Händler durch den Verkauf ("Schutzgebühr") der Taschen auch noch Geld verdienen können.

Richtiger Ansatz

Aber ausbaufähig. 10% reichen auf Dauer nicht. Wenigstens 25% sollten es sein. Und Produkte wie hartgekochte Eier oder Bananen geschält und in Plastik verpackt sollten komplett verboten werden. Umverpackungen nur, wenn es nicht anders geht.

Horror Bilder

Damit das liebe Vieh in den Meeren oder Ozeane weniger leiden muss, könnte man in den armen Ländern wie Haïti endlich Mal richtiges Plastik Einsammeln organisieren.Für ein Paar euros würden viele untätige Leute anpacken.

um 19:36 von Ecologist: Bravo Frankreich!

„Die Umweltpolitik der Regierungen Merkel ist seit jeher von Lobbyisten dominiert. Ob das die Autokonzerne sind, die Braunkohlelobby, die Verpackungskonzerne, der Tiefbau, die Agrarchemie oder der Bauernverband. Nichts rührt sich! Bleierne Schwere liegt auf dem Naturschutz“
Wir sind nur immer wieder stolz auf unsere hohen Exportüberschüsse. Welchen Preis der Umweltschutz dafür zahlt, interessiert die Wirtschaftslobby und die Politiker der Regierung nicht.

19:51 laurentz1

Ein Ansatz. Aber warum einsammeln nur in “armen Ländern“?
Es gibt soviele Produkte bei denen ich mir, wenn ich beim Einkaufen bin, denke, wozu diese ganze Umverpackung. Besonders interessant finde ich immer die Bio-Gurken in Folie.

Bravour La France

Steuern auf Unternehmertätigkeit, das werden wir in Deutschland auch in 100 Jahren noch nicht haben oder nur, wenn die Bevölkerung Amok läuft. Steuern zu erheben ist zwar nur ein passives Mittel aber im Kapitalismus ein umso stärkeres. Mal hoffen dass das nicht irgendwie weichgespült wird.^^

Und wer jetzt mit Gewerbesteuer oder Körperschaftssteuer kommt, der sollte mal ganz kräftig nachdenken, warum Unternehmen den Hebesteuersatz mit den einzelnen Finanzämtern aushandeln können.

Prost Mahlzeit beim ärgern. :P

an Ecologiste

Bravo Ecologist - ihr Beitrag ist für mich sehr
erfreulich. Ich lebe als Deutsche seit vielen Jahren in Frankreich und musste mir von vielen Deutschen immer wieder sagen lassen wie grossartig doch Deutschland im Vergleich zu Frankreich ist.
Blind und taub gegen die Versäumnisse im
eigenen Land, aber andere Länder schlecht
reden.
Danke für ihre Ausführungen, sie haben mir
gezeigt dass der gesunde Menschenverstand in Deutschland nicht ausgestorben ist.

@pkeszler und andere

Umweltschutz ist die Sache jedes einzelnen.
Am wohlsten wird es einem ums Herz, wenn man auf die Regierung schimpfen kann und dabei das Gefühl hat, man setze sich dadurch schon für die Umwelt ein.

Wer kauft denn die geschnippelten Früchte im Plastikbecher oder Salat to go und Tomaten in der Plastikschale?
Wir diskutieren seit Jahrzehnten dieselben Probleme und sind nach der Schweiz die Mülltrennungs-Weltmeister, haben das duale Pfandsystem, Plastiktüten sind verbannt worden, Alternativen für Einmal-Kaffeebecher werden angeboten,
aber in D wartet man gerne auf eindeutige Verbote und Gebote und die Androhung von Bußgeld.

In Frankreich offensichtlich auch, sonst müsste man ja dort nicht zu staatlich angeordneten Preisauf- oder -abschlägen greifen.
Fazit: wir sind (fast) alle ganz schön bequem - wider bessere Einsicht.

Die machen was !

Chapeau, la Grance. Und wir müssen weiter mit Merkel aussitzen und Nichtstun. Mit dieser Regierung werden wir die Legislatur über in Phlegmatie versauern. Halt - die Industrie agiert weiter.

Auch bei uns in D.

sollte umgedacht werden.Ein Thema womit die Grünen richtig punkten könnten so wie es vor langer Zeit auch mit der Einführung des Dosenfand es auch geklappt hat.Da war Schweden der Vorreiter.

um 20:46 von Kokolores2017

"Umweltschutz ist die Sache jedes einzelnen."
Aber nur was man persönlich zum Umweltschutz beitragen kann. Das mache ich. Aber es ist in erster Linie eine staatliche Aufgabe. Denken Sie nur an die Vorgaben der EU und an die Kohlekommission, die vom Staat eingesetzt wurde. Ob sie Erfolg haben wird, müssen wir erst noch sehen.

@Margareta K., 19.32h

Versuchen Sie mal, Duschgel oder Shampoo in Normalpackung als Handgepäck im Flugzeug mitzunehmen.
Bei den anderen Punkten stimme ich Ihnen zu.

@Akuratesse, 19.36h

Ganz so, wie Sie das schildern, ist es nicht.

Früher wusste ich nicht, wohin mit den vielen Plastiktragetaschen, heute habe ich Probleme, eine zu bekommen, wenn ich sie mal brauche.

Bei vielen Händlern gibt es einfach keine mehr.

@22:13 von DerVaihinger: Sicherheitswahn vs. Umwelt

Hat niemand gesagt, dass der Sicherheitswahn pro Umwelt ist.... in dem Fall sogar diametral gegen die Umwelt.

Die EU ist Initiator

Wenn Frankreich, Deutschland und andere EU-Mitgliedsstaaten hinsichtlich Recycling verschiedene Maßnahmen ergreifen, dann geht das zurück auf die EU "Circular Economy Communication", die EU "Plastic Strategy", die Maßnahmen zu "Single Use Plastics", das neue EU "Waste Package" usw.
Steuern und andere konkrete Gesetzgebungsinitiativen wie das Verpackungsgesetz sind jedoch in der Hand der Mitgliedsstaaten, da die EU z.B. die neuen Abfallgesetze als Direktiven veröffentlicht hat, die nationale Implementierung erforderlich machen. Dies ist sinnvoll, da die verschiedenen Mitgliedsstaaten beim Recycling auf ganz unterschiedlichem Niveau sind und man einzelnen Staaten die Gelegenheit geben muss, aufzuschließen und die Recyclingraten zu erhöhen.

Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

wegen der hohen Anzahl der Kommentare auf meta.tagesschau.de kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

Darstellung: