Ihre Meinung zu: China weist deutschen Studenten wegen Filmprojekts aus

12. August 2018 - 17:40 Uhr

Ein Film über Menschenrechtsanwälte in China - das war das Projekt eines deutschen Austauschstudenten in Peking. Den chinesischen Behörden ging dies zu weit. Sie wiesen ihn aus. Von Axel Dorloff.

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Kommentare

Richtig so!

Meine Gratulation an die chinesische Regierung. Gute Aktion!

Jedes Land hat seine Regeln

und so war die Reaktion Chinas zu erwarten, verständlich und korrekt.

Man sollte schon die

Man sollte schon die Gepflogenheiten eines Landes oder auch einer Region beachten, wenn man sich dort aufhält. Außer Sitten und Gebräuche gehört auch die politische Situation dazu. Das ist doch Basiswissen bei einem Auslandsaufenthalt.

@pxslo, 18:01

Richtig so?
Ist das jetzt zynisch oder ironisch oder wollen Sie provozieren?

Nicht

jedes Land lässt sich alles gefallen. Recht so.
Es langt ja immer noch füe die freieste Universität in Berlin. Da kann er dann alles drehen.

@pxslo und Felina2

Wenn fortschreitende Diktatur und Menschenrechtsverletzungen uns erdrücken, und es wird die Frage gestellt: "warum hat niemand was gesagt, warum hat sich keiner dagegengestellt?" Was antwortet ihr? Alle Unrechtsregime haben ihre Regeln. Ist es immer falsch, etwas dagegen zu sagen?

In was für eine grauenvolle Zukunft treiben wir?

Gute Arbeit, viel Erfolg!

Gut dass er das Projekt gemacht hat! Junge Leute wie er sind schon immer an die Grenzen dessen gegangen was ein repressiver Staat zulaesst und haben das aufgezeigt was in so einem Land vor sich geht. Fuer ihn war das vielleicht sogar ein bisschen leichter weil er nicht um Familienangehoerige fuerchten muss und in seinem Heimatland einen sicheren Zufluchtsort hat und einigermassen verlaesslich schuetzende Konsularabteilungen die aufgrund der wirtschaftlichen Stellung Deutschlands auch gewissen Einfluss haben im Falle einer Inhaftierung. Jetzt hat er eine Arbeit abgeliefert die ihm sicherlich beruflich Aufmerksamkeit bringen wird, und die Reaktion Chinas ist die beste Werbung. Taiwan ist sehr schoen, dort wird er sicher auch eine gute Studienzeit haben.
Waere ich seine Mutter daheim in Deutschland, haette ich nun allerdings schlaflose Naechte hinter mir und waere aufgebracht dass er so unvorsichtig war, aber doch zugleich stolz auf einen mutigen Sohn. (@Pxslo, was soll Ihr Kommentar?)

@18:01 von pxslo

Ihr Kommentar: "Richtig so! Meine Gratulation an die chinesische Regierung. Gute Aktion!"

War ja zu erwarten, dass Erdogan-Anhänger dem zustimmen! Da hat ja der Student noch Glück gehabt, dass er nicht im Knast sitzt und als Geisel gegen jemand ausgetauscht werden soll.

"Natürlich war mir bewusst,

"Natürlich war mir bewusst, dass so etwas passieren kann, was jetzt passiert ist. Aber nichtsdestotrotz hätte ich vielleicht gedacht, dass es im Rahmen der Universität vielleicht noch ein bisschen mehr Freiheiten gibt. Aber natürlich: Dass China nicht das Land der Pressefreiheit ist, das ist klar."

Dem Menschen war bewusst, was ihm passieren kann?

Der wollte in die Presse. Übrigens ein schönes Wortspiel. Da wäre er vor einigen Äonen auch gelandet.

Oder ist er von mäßigem Verstand? Und studiert nebenbei noch Jura?

Dass eine Regierung Zeit

Dass eine Regierung Zeit aufwendet um sich mit den Filmprojekten von Austauschstudenten zu befassen - wie lächerlich. Ein Willkürstaat der nichts besseres zu tun findet mit seinen Ressourcen.

Achte die Regeln

Selbst die meisten von uns "Otto normalbürger" weiss wie China Tick und was man besser bleiben lassen sollte.. Drum habe ich auch kein Verständnis für den Studierenden.

Wahnsinn die Pro-China Kommentare!!

Ist ja unglaublich dass hier manche die chinesische Regierung loben und meinen, der junge Mann haette sich an die "Gepflogenheiten" halten sollen. Das sind die Stimmen derer die wohl Mitlaeufer waeren dort wo Unterdrueckung zur "Gepflogenheit" gehoert. Bei manchen Besuchen und Aufenthalten mag Diplomatie angesagt sein, wenn man so vielleicht erst mal das Gastland kennenlernt und dortige Aengste abbaut, sich als Botschafter sieht. Aber fuer einen Journalismusstudenten kann es doch nichts interessanteres geben als Grenzterritorium auszuloten und einen Beitrag zur freien Verbreitung von Information zu leisten. Seine heimische Universitaet duerfte ihn wohl mit stehendem Applaus empfangen, nachdem ihn vielleicht manch Professor und mit Sicherheit seine Familie zunaechst mal Vorwuerfe machen dass er sich in solche Gefahr begab. Leichtsinnig und bewundernswert zugleich! Na, als Mutter wuerde ich hoffen, dass er nicht als naechstes nach Mexiko will um ueber die Kartelle zu berichten.

duemmlich sind alle beteiligten, die glaubten..

dass china darauf nicht reagieren wuerde.

vor allem die aussage des stipendiaten, er habe geglaubt, dass es an der universitaet wenigstens ein bisschen freiheit gebe zeugt von der blindheit, mit der der westen diesem land begegnet.

wann kommt endlich mal eine generation, die begreift, dass die freiheit, die wir im westen geniessen (jedenfalls in der bundesrepublik) keine selbstverstaendlichkeit ist, und dass es unfreie systeme wirklich gibt!

ich beobachte auch immer wieder den verharmlosenden umgang mit der ddr-geschichte. vielerorts scheint es, als sei die stasi ein witz gewesen. seltsam, warum die wahrheit so schnell in vergessenheit geraet.

Inge N., stimmt. Er hat Glück

Inge N., stimmt. Er hat Glück gehabt. Wenn man so ein Projekt vorhat, benötigt man überall in der Welt eine Erlaubnis oder Registrierung, und wenn es nur die örtliche Tourismusbehörde für Werbefotos oder -filme ist. Der junge Mann hat Recherchen gemacht und öffentlich publiziert.

Formal gesehen

hat der Student journalistische Aktivitaeten durchgefuehrt, die nicht durch sein Studentenvisa abgedeckt waren.

Besonders im sensiblen Bereich der Menschenrechte war die politische Reaktion nach Veroeffentlichung der Berichte waehrend seines Aufenthaltes provokativ und eigentlich vorhersehbar.

Ihm ist ja nichts passiert und er ist wieder zuhause in Berlin.

Fehlerhafte Überschrift

Der Titel des Artikels ist schlechthin falsch. Eine Ausweisung hat überhaupt nicht stattgefunden, sondern es wurde die Verlängerung des Aufenthaltstitels verweigert. Bitte korrekt bleiben.

Im Moment kennen wir nur eine Seite, ...

... nämlich die des ausgewiesenen Studenten.

Für mich ist das zu wenig, um das Vorgehen der Chinesen als richtig oder falsch zu betrachten. Wenn dort Verstöße gegen dort herrschende Gesetze begangen worden, ist es deren Recht, jemanden auszuweisen. Dazu gehört natürlich tatsächlich, dass man sich -auch als Student- über die dortigen Gepflogenheiten informiert.

Um das abschließend beurteilen zu können, müssten wir aber -wie gesagt- dazu erst einmal die Gegenseite hören.

Bis dahin ist diese Meldung eine Information, die man nicht abschließend beurteilen kann.

Er hat es doch gewusst, also

Er hat es doch gewusst, also warum die Aufregung?

Konsequenzen

Ein amerikanischer Professor an einer chinesischen Uni beauftragt einen deutschen Austauschstudenten mit einem Projekt von dem der Professor sicher weiß das es nicht der chinesischen Rechtsaufassung entspricht. Und der Student ist sich auch bewußt das er provoziert.
Tolle Kombination. Das sieht schon nach "Sucht auf Schlagzeile" aus. So kann man langwierige Diplomatiebemühungen kaput machen.

Dass die chinesische Führung

Dass die chinesische Führung so viel Angst hat, selbst ein solches Projekt eines Austauschstudenten als gefährlich für den eigenen Machterhalt anzusehen, ist erschreckend und lässt tief blicken. Meinungs- und Pressefreiheit werden unterdrückt und statt dessen die Totalüberwachung weiter ausgebaut. Arme Chinesen. Und Vorsicht vor der Ausbreitung Chinas mit diesen Methoden.

China ist kein freies Land

Richtig so schreiben einige.
Muß wohl Ironie sein.

Volle Zustimmung mit:
Am 12. August 2018 um 18:38 von holistic

Welche Aufregung?

Ich finde, hier wird ziemlich unaufgeregt darüber berichtet, warum einem DAAD-Stipendiaten in China sein Visum nicht verlängert wurde... Auch der Student selbst kommt dort, wo er in dem Artikel zitiert wird, sehr cool, pragmatisch und überhaupt nicht selbstmitleidig rüber.

Welche Aufregung?

Ich finde, hier wird ziemlich unaufgeregt darüber berichtet, warum einem DAAD-Stipendiaten in China sein Visum nicht verlängert wurde... Auch der Student selbst kommt dort, wo er in dem Artikel zitiert wird, sehr cool, pragmatisch und überhaupt nicht selbstmitleidig rüber.

Merkwürdig finde ich

Die meisten hier vertreten die Meinung, dass weder Journalismus noch Kommunikation in China frei ausgeübt werden kann.

So gesehen:
Warum zum Geier fährt man nach China, um genau das dort zu studieren?

Irgendwie wäre China für den Fall nicht meine erste Wahl...

Was lernt man dort außer Manipulation, bzw. Balsamtexte zu schreiben? Wozu soll das einem später nutzen?

Was heisst da "de facto"?

Sie schreiben, er wäre "de facto" ausgewiesen worden.

De facto bedeutet: den Fakten nach.

Und das heisst: de facto wurde sein Visum nicht verlängert.

Ihre Schlagzeile ist falsch!

Oder wollen Sie mir nun erzählen, dass jeder, dessen Aufenthaltstitel nicht verlängert wird, aus einem Land ausgewiesen wird?

Ich beeindruckt wie naiv man

Ich beeindruckt wie naiv man sein kann.
Der junge Mann hat totales Glück gehabt, daß Deutschland gute Beziehungen zu China unterhält!
Es gab Zeiten da hätte er weit weniger Glück gehabt.
Ich gratuliere ihm zu seinem Glück!

Das geht in Ordnung. Es ist

Das geht in Ordnung. Es ist nicht die Aufgabe ausländischer Studenten, sich in die Politik ihres Gaststaates einzumischen.

Mal ehrlich...

...der junge Mann scheint wahnsinnig oder vollkomen blöd zu sein oder kennt die politische Lage in China nicht... ist doch klar dass sein Visum nicht verlängert wird wenn er "chinafeindlich" dokumentieren wollte... oder was wollte er mit seiner Doku über China aussagen, ausser das Land schlecht zu machen... die Konsequenz hat er nun zu tragen und kann froh sein nicht inhaftiert worden zu sein, dank guter Beziehungen zwischen seinem Heimat- und Gastland...

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Veröffentlichung...

... der Arbeit auf YouTube und Twitter der Grund ist, warum das Visum nicht verlängert wurde. Und in diesem Fall müsste ich auch sagen, dass die Entscheidung nachvollziehbar ist.

Als Journalistik-Student durfte er natürlich das Projekt durchführen - keine Frage. Aber eine internationale Veröffentlichung dieses sensiblen Themas auf amerikanischen Internet-Plattformen ist in diesem Zusammenhang einfach nicht klug, es provoziert China geradezu, etwas zu unternehmen.

Der junge Mann sagt ja selbst, dass er wusste, worauf er sich einließ, als er ausgerechnet in China Journalistik studieren wollte. Wenn er sich in dieser Situation Themen auswählt, die klar gegen die Staatsräson dieses autoritären Staates verstoßen, ist das zwar mutig, aber hat eben seinen Preis. Wenn er das Ganze dann noch öffentlich auf YouTube und Twitter präsentiert, überschreitet er definitiv die Grenze, bei der man ihm vorwerfen kann, dass er mit seiner Arbeit provozieren und politisch tätig werden wollte.

Am 12. August 2018 um 18:23

Am 12. August 2018 um 18:23 von ostfreund

Man sollte schon die-Man sollte schon die Gepflogenheiten eines Landes oder auch einer Region beachten

Was ist den mit den Gepflogenheiten der Menschenrechtsanwälte in China ?
Soll man die Missachten,weil Sie sich fuer Menschen einsetzen?

Am 12. August 2018 um 19:43

Am 12. August 2018 um 19:43 von Erny

Mal ehrlich......der junge Mann scheint wahnsinnig oder vollkomen blöd zu sein oder kennt die politische Lage in China nicht...

Sehe ich nicht so,Er kennt China warscheinlich 100% besser als Sie,und ist auch 100% mutiger als die hier mit dem Finger zeigen!

Alle Schreiben hier was Sie wollen

und finden es total richtig das man das in China nicht machen kann,eine Große Heuchelei ist das!

Mutiger? Kenner?

Ich achte ganz einfach die Rechte und Gepflogenheiten meines Gast- oder auch Urlaubslandes.

völlig unverständlich...

Sicherlich hatte man dem Studenten das Visum für ein Studium und nicht für obskure NGO-Aktivitäten gegeben.

Normal

Für mich ist es normal, dass ich mich überall wo ich als Gast bin, nach den Regeln des Gastgebers richten muss.

Die Chinesen haben richtig gehandelt, zumal es keine Ausweisung war wie die TS schreibt. Lediglich das Visum wurde nicht verlängert.

Für mich stellt sich die Frage, ob dieser Bericht noch als objektiv und neutral bewertet werden kann.

@weltoffen

"Er kennt China warscheinlich 100% besser als Sie,und ist auch 100% mutiger als die hier mit dem Finger zeigen!" Am 12. August 2018 um 19:58 von weltoffen

Nein. Wenn einem Austauschstudenten als die allerschlimmste Konsequenz das nicht-Verlängern eines Visums droht, dann ist das nicht mutig. Er verliert noch nicht einmal eine Arbeitsstelle.

Ich hoffe aber, dass er China gut genug kennt, um keinen Chinesen in echte Gefahr zu bringen.

Chinesische und Westliche Universitäten

teilen in bestimmten Bereichen nicht die gleiche Vorgehensweise. Nun hat der junge Journalist eine wichtige Lektion gelernt. Bevor nicht alles im Kasten ist (und in dieser Situation meine ich sein Studium) wird auch nichts veröffentlicht! In Europa und Amerika mag das anders sein. Da gilt es sich so schnell und umfassend zu publizieren. Aber nicht in anderen Ländern wie z. B. China. Der Effekt auf Youtube und Twitter ist gleich null. Zu einem sehen das die meisten Chinesen nicht, bringt also den Menschenrechtsaktivisten garnichts und zum Zweiten geht der Beitrag auch in der Westlichen Welt damit unter, fehlt die breite Veröffentlichung, das sogenannte Netzwerk. Nun kann er nur noch hoffen das im Nachhinein sich jemand der Reportage annimmt, was ich aber bezweifeln würde. Und wie gesagt, das wichtigste Publikum, die Chinesen, trifft es überhaupt nicht. Das muss er auch noch lernen, wie man seinen Journalismus an den Mann kriegt, wenn Herrschende und Zensur entgegenstehen.

Als DAAD Austauschstudent...

Als DAAD Austauschstudent...

musste er in China übrigens keine Studiengebühren bezahlen.
Diese sind durchaus happig bei guten Unis dort. Zwischen 400 und 800 Euro zahlen Einheimische pro Semester. Bei Ausländern werden schonmal ein par Tausend Euro fällig.

Quellen:
"http://www.daad.org.cn/studium-und-forschung-in-china/studium-in-china/allgemeine-informationen-zum-studium-in-china-fur-auslander"

"https://www.college-contact.com/china/kosten"

Das kommt dabei heraus...

Wenn man nicht die Gepflogenheiten eines Gastlandes akzeptiert...

@ weltoffen

Ich weiss nicht was daran mutig ist chinesische Menschenrechtler zu dokumentieren... die Menschenrechtler in China sind mutig und wissen im Gegensatz zum Studenten Ihr Risiko einzuschätzen, warum muss ein Student in die Politik eingreifen wenn er doch zum studieren dort ist. Ihm war auch vor seiner Reise nach China vollkommen bewusst was er darf und was nicht. Ich war zweimal in China und konnte nicht mal unter vier Augen mit Menchen über Ihre politische Lage sprechen weil sich niemand durchschnittliches traut über diese Themen zu sprechen. Aber es gibt sehr wohl genug Menschen die dem System die Stirn bieten und die Lage der Menschrechte in China verbessern. Teils erfolgreich, aber insgesamt sehr schwierig. Aber es tut sich was, auch wenn es langsam ist. Nicht jeder erfolgreiche Menschenrechtler wird eingesperrt, aber so einige. Ich wünsche den Chinesen weiterhin viel Erfolg bei der Verbesserung der Menschenrechte in Ihrem Land.

Was ist mit Deutschland los?

Anstatt stolz auf unsere Demokratie und Freiheit zu sein, trollen sich immer mehr Claquere pro Diktaturen und Kleptokratien hier und überall.
.
Vielleicht stimmt es doch: uns geht es selbst schon viel zu lange viel zu gut und wir haben dadurch jeden Kompass verloren.

Kein Verständnis!

Und zwar für die Aktion des Studenten!
"Dass China nicht das Land der Pressefreiheit ist, das ist klar."
Das gilt umso mehr, wenn solche Recherchen ohne Journalisten-Visum gemacht werden. Missal veröffentlichte die Arbeit auf seiner Internetseite sowie via Youtube und Twitter."
(Das vom Prof abgesegnet?)
Das zu wissen, und die Recherche trotzdem zu machen, ist entweder grenzenlose Naivität, oder eben als Provokation gedacht.
Und deshalb auch der Artikel verfehlt.

Seltsam wieviele hier China

Seltsam wieviele hier China verteidigen.

Vielleicht sollten Sie sich fragen ob wenn man nichts tut und dort studiert oder Urlaub macht man sich nicht an den Opfern mitschuldig macht. Denn das es diese gibt dürfte ja unzweifelhaft sein.
Da hilft auch kein lamentieren über Gaststatus etc.

Insofern sollten wir wenigstens Respekt vor dem Mut des Studenten haben, der hat männlich gemacht wozu die meisten hier gar nicht den Mut hätten.
Und wie er selbst schrieb war ihm klar, dass dies passieren konnte.

Mit Wahnsinn oder Blödheit hat das nur wenig zu tun.
Es sind übrigens solche Menschen denen wir unsere Freiheiten verdanken und die diese erhalten.

Vielleicht denkt ja der eine oder andere mal drüber nach :-)

Korrekte Entscheidung

Wohlwissend, dass die politische Uhr in China anders tickt als in Europa, sucht man sich so ein Thema aus?
Das ist doch Provokation pur!
Fragt sich nur, ob der Student wirklich so dumm ist und sich nicht vorher über die Politik, Kultur und Gepflogenheiten des Landes informiert hat.

Kann auch sein, dass man ihn mit falschen Versprechungen gelockt hat.
Wer weiss schon so genau, wer/was ihn antreibt.

Claro, China ist ein Überwachungsstaat

Mutig von dem Studenten...über diese Diktatur bis in den Wissenschaftsbetrieb zu recherchieren. Falsch ist es, diese Universität als renommiert zu bezeichnen...von Freiheit der Wissenschaften haben die Kommunisten noch nie was verstanden...eine Universität, die dazu schweigt, hat diesen Namen nicht verdient. Wissenschaft ohne Freiheit des Denkens kann zwar Wissen erzeugen....aber letztlich ist dieses Wissen ohne Wertbezug. Wissenschaft ist eine Schwester der Freiheit (in Anlehnung an SCHILLER). Ein solches Unterdrückungssystem ist letztlich zum Scheitern verurteilt.

@landart

besuchen sie mal china und sie werden überall alle strukturen des kapitalismus sehen und erleben (auf schritt und tritt), von möchtegern kommunisten geregelt und kontrolliert... und in china ist es inzwischen möglich vom tellerwäscher zum millionär aufzusteigen... sehr gegensätzliches land, wenn man dort war... hat nichts mit der darstellung unserer medien gemeinsam...

Was kommt dabei heraus?

20:14von erster Realist
Meinen sie die totalitären Überwachungsmaßnahmen in China, die man beachten muß, wenn man dort hinfährt. Oder meinen sie die totale Kontrolle von ausländischen Studenten in China, die man dort akzeptieren sollte. Was ist das für ein Freiheitsbegriff, den sie da reklamieren. Die hier schreibenden ProChina Foristen, die solche eigentlichen Menschenrechtsverletzungen noch befürworten, machen doch stutzig, auf welchem Werteverständnis diese Argumente beruhen.

Am 12. August 2018 um 19:58 von weltoffen

Zitat:
"Alle Schreiben hier was Sie wollen und finden es total richtig das man das in China nicht machen kann,eine Große Heuchelei ist das!"

Wer hat geschrieben, dass es "total richtig" ist, dass man in China nicht schreiben kann, was man will?

Es wurde geschrieben, dass bekannt ist, dass man in China nicht alles schreiben kann und dass man daher vorsichtig sein sollte. Und/oder dass es das Recht des Gastlandes China ist, darauf zu achten, dass sich die Gäste entsprechend der chinesischen Vorstellungen verhalten.

Am 12. August 2018 um 20:14 von Erny

Ich war zweimal in China und konnte nicht mal unter vier Augen mit Menchen über Ihre politische Lage sprechen weil sich niemand durchschnittliches traut über diese Themen zu sprechen.

Ich hab dort 1,5 Jahre gearbeitet,Liebe das Land die Kultur und die Menschen,ich weiss warum sich dort niemand durschnittlich traut ueber politik zu sprechen,finde es aber ziemlich anmassend das man einen Jungen Menschen beleidigt und verurteilt,weil Er sich fuer Menschrechte einsetzt,wenn die Jugend nur Dumm und Bloed sein soll,werden Wir NIE was aendern,oder Menschliche vortschritte machen,nach dem Motto,wir haben die ja einigermassen,andere gehen uns nix an!?
Da bin ich eher auf der seite des Jungen Dummen Mannes,weil meine Jungen Kinder haben das verdient,das ich Ihnen zur seite stehe!

Hut ab...

...vor dem Mut dieses jungen Mannes!
Er hat das umgesetzt was er in seinem Studium gelernt hat, mit dem Risiko was nun leider eingetreten ist.
Dennoch wird auch dies ein kleiner Beitrag zu einer gesellschaftlichen Veränderung in China sein. Heute nicht, aber vielleicht morgen oder übermorgen...

Und alle die hier im Forum behaupten, Pressefreiheit und Meinungsfreiheit zu unterdrücken gehört zu den "Gepflogenheiten" eines Landes, wollen doch nur polemisieren. Und dem jungen Mann noch zu unterstellen dies nur aus Pressegeilheit zu machen ist nur arm. Aber das schreibt sich ja so schön leicht im sicheren Deutschland.

Was darf man denn in China als Student?

20:28 von fünf vor zwölf
Dann sagen sie doch, was man in China als Student darf! Soll man über die Überwachungsmechanismen dort schreiben, oder soll man darüber schreiben, daß die Chinesen gerne überwacht werden wollen oder es ihnen gleichgültig ist? Oder darf man letztlich nur die chinesische Sprache erlernen? Welche kritischen Fähigkeiten soll man denn in China erlernen, denn nur darum geht es in einem Studium...die Kritikfähigkeit zu erlangen. Provokativ finde ich ihren Forenbeitrag, er läuft darauf hinaus...mit den chinesischen Studenten die Unterdrückung zu erdulden.

20:28 von landart

Claro, China ist ein Überwachungsstaat

Mutig von dem Studenten...über diese Diktatur bis in den Wissenschaftsbetrieb zu recherchieren. Falsch ist es, diese Universität als renommiert zu bezeichnen...von Freiheit der Wissenschaften haben die Kommunisten noch nie was verstanden...eine Universität, die dazu schweigt, hat diesen Namen nicht verdient. Wissenschaft ohne Freiheit des Denkens kann zwar Wissen erzeugen....aber letztlich ist dieses Wissen ohne Wertbezug. Wissenschaft ist eine Schwester der Freiheit (in Anlehnung an SCHILLER). Ein solches Unterdrückungssystem ist letztlich zum Scheitern verurteilt.
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Freiheit die ich meine?
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Da haben linke Systemen ja in unserer Gesellschaftsform Artenschutz.

@weltoffen

... ja dann wissen sie auch bescheid dass sich das land nur von innen entwickeln kann und garantiert jede einmischung von aussen schwer bestraft. sie wissen auch welche freiheiten die menschen dort haben im gegensatz zu dem was man uns hier darstellt. es gibt zu genüge sehr gute entwicklungen in china, aber garantiert nicht durch einfluss von ausländern, das hat die "partei" schon längst begriffen und was bitte soll die reportage des studenten bringen? glauben sie er hat einen einfluss auf die chinesische regierung durch sein dumme handlungsweise? kein chinese wird jemals diesen film sehen! die menschen in china entwickeln sich gut, dafür dass es mal tatsächlich rein kommunistisch regiert wurde hat sich in den letzten jahren sehr viel getan in diesem land und selbst korruption wird bekämpft und chinesische menschrechtler positionieren sich immer besser in der gesellschaft. die partei lässt immer mehr zu und entwickelt sich, auch wenn lahm, positiv. #gibchinaeinechange ;)

Ich glaube den Mut des

Ich glaube den Mut des Studenten habe ich leider nicht. Sein Verhalten ringt mir Respekt ab. Natürlich gibt es Gesetze im Gastland, aber ich bin mir nicht sicher, ob in der chinesichen Verfassung niedergeschrieben ist, dass man keine Anwälte treffen oder interviewen darf. Kritischer Journalismus sollte Teil der Ausbildung sein und ich denke das wissen auch die chinesichen Organe, die ein Studium von ausländischen Studenten zulassen. Der Student ist an die Grenze dessen gekommen, was der chinesische Staat zulässt. Wenn man bedenkt, dass sich dieser Staat -die zweitegrößte Wirtschaftsmacht mit Milliardenbudget für ihr Militär und Geheimdienst- so sehr fürchtet vor einem 24-jährigen Studenten... Wenn mir Freiheit etwas bedeutet, soll mir das dann im Ausland alles egal sein? Erst recht als (angehender) Journalist? Die KP wird niemals sagen, dass China unfrei ist, stattdessen beschwört sie die heile Welt. Der Student hat dies durch sein Tun als faule Propaganda wiederlegt!

Traurige Wahrheit

Wer sich in Gefahr begibt, kann darin umkommen. Dieses Wissen setze ich bei Studenten voraus, oder sie haben ihr Abi im Lotto gewonnen?

12. August 2018 um 20:17 von Frankfurter Helden

Haben Sie Produkte aus China oder in denen Teile aus China verbaut sind in Gebrauch?

Wenn Sie diese Frage ehrlich verneinen können sind Sie für mich ein Held.

Bei Beantwortung mit ja, sollte Ihnen zumindest Bewusst sein, dass Sie ein totalitäres Regime unterstützen. Für mich stellt sich dann die Frage, wer denn hier eigentlich "trollt"?

Kapitalismus ohne Freiheit

20:37 von Erny
Sie haben natürlich Recht, man kann Millionär werden in China...und es gibt dort mehr als bei uns...aber es ist ein Besitz von Geld und Sachgüter, es ist kein Besitz über ihr Denken und ihre Einstellungen, über ihre Kommunikation...darüber haben sie keine Freiheit, sie können nicht offen ihre Meinung sagen, sie sind und bleiben in Ketten, auch wenn sie frei geboren wurden. Diogenes läßt grüßen, als Alexander der Große ihm größte Schätze anbot. Er lehnte die Schätze ab.

Warum macht er sich auf dem

Warum macht er sich auf dem weiten Weg ubd sucht nach Menschenrechtsverletzungen, hierzulande gibt es genug.
Wir behandeln muslimische Migranten wie Menschen 3 Klasse und geben ihn kaum Rechte der Religionsausübing und - Lehre. Der soll mal hier die Augen aufmachen.

@weltoffenAm 12. August 2018

@weltoffenAm 12. August 2018 um 20:54 von Erny es gibt zu genüge sehr gute entwicklungen in china, aber garantiert nicht durch einfluss von ausländern.......

Was meinen Sie wie-viele Ausländer dort Arbeiten,deren einfluss ist in vielen sparten zum besten der entwicklung Chinas,deshalb sind Die dort! Deshalb war ich dort!

Nationale Gepflogenheiten versus Menschenrechte

Den Trollen hier im Forum, die - eigenartigerweise immer mit dem identischen Wortlaut und dem identischen schlechten Schreibstil - einfordern, man müsse die "Gepflogenheiten" des "Gastlandes" respektieren, geht es doch erkennbar darum, ein Beispiel dafür zu finden, dass die nationalen "Gepflogenheiten" eines Landes einen höheren Stellenwert haben als andere Werte, wie beispielsweise Pressefreiheit. Man muss kein Hellseher sein um zu verstehen, aus welcher politischen Ecke derartiger Unsinn kommt, und welches Ziel damit verfolgt wird.

Am 12. August 2018 um 21:03

Am 12. August 2018 um 21:03 von HAQH Wir behandeln muslimische Migranten wie Menschen 3 Klasse und geben ihn kaum Rechte der Religionsausübing und - Lehre. Der soll mal hier die Augen aufmachen.

Dieser Vergleich hinkt total,Es giebt musleme die Leben in 4ter Generation in Deutschland,die koennen sagen, schreiben und waehlen was Sie wollen!
Und es giebt viele Menschen die sich dafuer einsetzen,die werden nicht des Landes verwiesen!

Was läßt die Partei zu?

20:54 von Erny
Warum verteidigen sie ein totalitäres Regime? Wenn China sich nur von innen entwickeln sollte, würde es immer noch den Bambusvorhang geben. Warum hat China seit Jahrzehnten geistiges Eigentum aus dem Westen "gestohlen"? Warum kauft China Firmen in Deutschland auf? Warum denunzieren sie diesen deutschen Studenten als dumm? Ich glaube nicht, daß sie beurteilen können, welche Entwicklungen von außen China beinflussen. Der Handel mit China verändert China mehr als der kommunistischen Partei lieb ist, darum auch die überbordende Machtkontrolle im Land.

@landart

das kritisiere ich auch, aber es geht hier um ein anderes thema. muss ich in jedem satz chinas unfreiheiten erwähnen? ich sehe nunmal auch eine transformation des landes zum guten....

@weltoffen

"Dieser Vergleich hinkt total"

.

Wieso "Hinkt" der Vergleich? Bevor wir von anderen einforden die Menschenrechte einzuhalten sollten wir villeicht selber als "Vorbild" vorangehen.

Fassungungslos

Fassungslos bleibt man zurück, wenn man lesen muss, dass es in unserem Land tatsächlich Zeitgenossen gibt, die solche Reaktionen als richtig bezeichnen. Es bleibt dann tatsächlich nur eine Schlussfolgerung: Auch unsere Demokratie ist von solchen „Mitbürgern“ akut bedroht. Ich bin zutiefst besorgt. 1933 sollte uns mahnen.

Am 12. August 2018 um 21:10 von CMartin

Volle zustimmung!

21:00 von Kein Einstein... Bitte?

Sorry, aber Sie reden wirr. Das ich als Einzelner zum Glück nicht die ganze Welt verändern kann, so kann ich dennoch erkennen, was Demokratie und Freiheit, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit bedeutet. Und ich käme, im Gegensatz zu Ihnen nicht einem System hier Beifall zu zollen, in denen all dies keinen Pfifferling wert ist. Soviel dazu!

20:54 von Erny

dass sich das land nur von innen entwickeln kann und garantiert jede einmischung von aussen schwer bestraft.

Der Student dreht einfach einen Dokumentarfilm. Wenn Sie das schon als "Einmischung von aussen" oder als eine aufoktroyierte Entwicklung sehen, dann bin ich ratlos.

#gibchinaeinechange
Fremdschämen hoch zehn ...

@ weltoffen

"Was meinen Sie wie-viele Ausländer dort Arbeiten,deren einfluss ist in vielen sparten zum besten der entwicklung Chinas,deshalb sind Die dort! Deshalb war ich dort!"

Sie waren zeitlich begrenzter bürger des landes und kein ausländer.... und wenn sie schon so viele monate dort waren können sie doch bestätigen dass man mit sicherheit mehr rechte in china hat als zum Beispiel in Saudi arabien... vor allem frauenrechte... und jeder kann leben wie er will... keiner wird angegangen und kann machen was er/sie will solange nicht die regierung kritisiert wird, ansonsten alles wie bei uns nur auf die fernöstliche art, zwar nicht ganz wie hong kong aber fast, nur etwas provinzieller die menschen (auch in grossstädten)...

Ablenkung

21:03 von HAQH
Natürlich gibt es auch bei uns, Kritisches zu berichten, wenn Rechte verletzt werden...das geschieht ausreichend bei uns in allen Medien. Als Ablenkung ist aber ihr Beitrag nicht ausreichend, daß es unwichtig ist, über Menschenrechte in China zu recherchieren. Mit Polemik ist da nicht viel zu machen...lesen mal den Beitrag von SCHOPENHAUER über das Thema Eristik, wie man klug ablenkt.

Am 12. August 2018 um 21:10 von CMartin

Ihr Kommentar und die dahinterstehende Denkweise sind genau das, was mir die Anfangszeit in Norwegen so schwer gemacht hat.

Meine Erfahrung/Meinung:
Erst einmal muss man lernen, die Gepflogenheiten der Menschen seines Gastlandes zu erkennen und respektieren.
Dann lernt man z.B. dass man nicht ungefragt mehr oder weniger gute Ratschläge gibt, dass man sich aus vielem heraushält, insbesondere aus Dingen, die man anders kennt/gewohnt ist.

Ansonsten ist Ihre Art und Weise der Formulierungen so abschreckend, dass die Menschen in Norwegen nicht einmal den ersten Satz komplett gelesen hätten.

Am 12. August 2018 um 21:21

Am 12. August 2018 um 21:21 von laurisch._karsten

@weltoffen Wieso "Hinkt" der Vergleich? Bevor wir von anderen einforden die Menschenrechte einzuhalten sollten wir villeicht selber als "Vorbild" vorangehen.

Das mach ich jeden Tag,Sie sollten villeicht auch damit anfangen!?

Menschenrechte

Es wäre gut wenn der Herr Student mal die Menschenrechte in Deutschland überprüfen würde.

@landart

"Wenn China sich nur von innen entwickeln sollte, würde es immer noch den Bambusvorhang geben." Am 12. August 2018 um 21:17 von landart

Den Bambusvorhang haben wohl eher Sie vor dem Kopf.

China war bereits eine Hochkultur, als hier die Finsternis herrschte. Die brauchen dort keinen großen weißen Mann, um für ihr Recht zu kämpfen.

Wir sollten nun wirklich nicht so tun, als ob dieser Austauschstudent etwas super tolles gemacht hätte, was noch nie ein Chinese vor ihm getan hatte. Nur versuchen die Chinesen sich nicht gleich mit dem Hintern ins Fettnäpfchen zu setzen, weil sie eben an länger denken müssen, als bis zum Semesterende.

Transformation zum Guten...

21:20 von Erny
Finden sie die Einführung von social benchmarking in chinesischen Städten als gute Entwicklung...hier ist wohl eher Orwell das Vorbild...mal sehen, ob die Partei in China davon profitiert.

Vorhersehbar ja, sinnvoll nein

Die Position und Dünnhäutigkeit Chinas ist bekannt. Die Reaktion überrascht nicht.
Überraschend sind eher die Gratulationen an das Regime.

Ich kenne China ganz gut und ich finde das Land hochinteressant. Die Regierung macht vielfach professionelle Arbeit und sorgt für eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung die es in anderen Schwellenländern nicht in der Geschwindigkeit gibt. Wenn es um Kritik am System geht schießt man aber gern mit Kanonen auf Spatzen.

@ Phonomatic

"Der Student dreht einfach einen Dokumentarfilm."

Und das ohne ein Visum für Journalisten. Wer derart sein Studentenvisum missbraucht, dass lediglich dazu da ist, in China zu studieren, und nicht etwa Dokumentarfilme auf eigene Faust zu machen, ist dem Gesetz nach sofort auszuweisen.

Das ist in Deutschland im Übrigen nicht anders, wenn ich unter dem Vorwand eines bestimmten Visum einer anderen Tätigkeit nachgehe, die unter eine völlig andere Visabestimmung fällt, werde ich hier in Deutschland auch umgehend ausgewiesen.

Was hier jetzt die Aufregung soll, erschließt sich mir daher nicht.

Der Junge ist im vollen Bewusstsein um die gesetzlichen Bestimmungen und die Möglichkeiten, die ihm ein Studentenvisum einräumt, in China unter Vorspielung falscher Tatsachen einer somit illegalen Tätigkeit nachgegangen und dementsprechend dafür zu sanktionieren.

Und er wurde nur des Landes verwiesen. Auch daran erkenne ich rein gar nichts Unmenschliches.

Wer ist mutig?

Ich verstehe überhaupt nicht, wie man sich hier hin stellen kann und dem "mutigen" Mann Beifall spenden kann.

Könnte vielleicht mal jemand die Sache konsequent durchdenken?

Das Risiko war für ihn überschaubar. Deutsche Staatsbürgerschaft etc. China ist ja nicht Nordkorea, wo Ausländer dann auch mal gerne ein paar Jahre unter erbärmlichen Zuständen eingesperrt werden.

Mein Problem mit diesen selbsternannten westlichen Weltrettungs-Einsätzen ist:

Jetzt wird über den Mann berichtet.
Wird in 3 Monaten auch noch mal nachgeschaut, was mit den Leuten passiert(e), die mit dem Mann gesprochen haben etc?

Denen er womöglich versprochen hatte, wir machen das bekannt, wir werden euch unterstützen etc?

Den Preis für den "Mut" von Leuten, die sich auf Staatsbürgerschaft, Diplomatie etc verlassen können - den bezahlten und bezahlen stets Namenlose. Jene, die weiter in dem Land leben.

Genau DAS ist generell das Problem, wenn man im Ausland "retten" will. Andere bezahlen dafür!

Am 12. August 2018 um 21:31

Am 12. August 2018 um 21:31 von Erny Sie waren zeitlich begrenzter bürger des landes und kein ausländer

Natuerlich war ich ausländer dort!
Sie reden im kreis,alles was Sie hier schreiben(Am 12. August 2018 um 21:31 von Erny) hab ich nicht beansprucht oder bezweifelt,ich komme einem Jungen Menschen zur hilfe der hier als dumm bloed und soll mal ruhig sein eingestuft wird ENDE.!

Graubereich als "nationale Gepflogenheit" 1

Mir fällt auf, dass in vielen Kommentaren implizit davon ausgegangen wird, dass die Regeln und Gesetze in China genauso klar und deutlich sind, wie in Deutschland -- man muss sich nur daran halten, und alles ist gut. Dem ist aber bei weitem nicht so! China ist eben kein Rechtsstaat, in dem das, was rechtmäßig ist, klar geregelt ist und im Zweifelsfall von einer unabhängigen Justiz geklärt würde. Wenn es hier eine "nationale Gepflogenheit" gibt, auf die in der Diskussion gerne verwiesen wird, dann die, dass allenthalben riesige Graubereiche gelassen werden. Diese ermöglichen es dem Parteistaat letztlich nach Belieben einzugreifen (oder auch nicht) -- Willkür statt Rechtssicherheit lautet das Prinzip.
Wenn der junge Mann sagt, das er im universitären Bereich doch etwas weitergehende Freiheiten vermutete, dann ist das nicht naiv, sondern entspricht der gelebten Praxis: Längst nicht alles, was dem Buchstaben des Gesetzes nicht entspricht, wird in China unterbunden, vieles wird "übersehen".

@ Dennis K.

"Als Journalistik-Student durfte er natürlich das Projekt durchführen - keine Frage. Aber eine internationale Veröffentlichung dieses sensiblen Themas auf amerikanischen Internet-Plattformen ist in diesem Zusammenhang einfach nicht klug, es provoziert China geradezu, etwas zu unternehmen."

Nein, hätte er nicht! Er hätte sich hierfür die dazu notwendigen Erlaubnisse des chinesischen Ministeriums einholen müssen, wie es das jeder in- und ausländische Journalist in China tun muss.

Hat er nicht? Erwischt! Und tschüß!

Kampf der Systeme

Ich denke, wir sollten unsere Handelspartner auch nach ihrem Menschenrechtsverhalten aussuchen. Die Chinesen versuchen recht rücksichtslos ihre Macht und ihr Selbstverständnis auszuweiten und man sollte rechtzeitig gewappnet sein.
Bei den ganzen pro China, pro Putin, pro Erdogan etc. ,Kommentaren komme ich mir manchmal wie einer Bot Fabrik gegenüber vor.

Warum ist das eine Meldung wert?

Wir wissen alle, dass die VR China autoritär regiert wird. Mir wäre das eine Schlagzeile wert gewesen, wenn der mutige junge Mann nicht ausgewiesen worden wäre.

@ WiPoEthik

Sie schrieben: "Ich kenne China ganz gut und ich finde das Land hochinteressant. Die Regierung macht vielfach professionelle Arbeit und sorgt für eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung die es in anderen Schwellenländern nicht in der Geschwindigkeit gibt. Wenn es um Kritik am System geht schießt man aber gern mit Kanonen auf Spatzen."
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danke für Ihre Worte, ich habe hier vergeblich versucht meine position zum thema dummer student und reich der mitte abzugeben und sie haben es in nur wenigen sätzen präzisiert erklärt... danke für ihre hellsichtigkeit...

Es geht um MENSCHENRECHTE,

die vermutlich auch diejenigen für sich in Anspruch nehmen, die den Studenten hier kritisieren, als hätte er falsch geparkt o.ä..
Dass er aber mit seiner Tätigkeit dazu beigetragen hat, dass Menschenrechte einen Platz haben auf dieser Welt haben, wird offensichtlich nicht nur verdrängt, sondern auch so kommentiert, dass ich denke einige von Ihnen merken nicht, dass sie an dem Ast sägen auf dem sie (bequem) sitzen. - Wo führt das noch hin?

Respekt!

Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit sind hohe Güter, für die viele gekämpft haben und dank derer wir u.a. hier auf Tagesschau.de die Möglichkeit haben, unsere verschiedenen Meinungen zu äußern. Umso mehr verwundert es, wieviel Verständnis (und teilweise sogar Bewunderung) einem System entgegengebracht wird, in dem diese Werte nicht gelten.
Meinen Respekt für Herrn Missal, seinen Professor und den DAAD.

keine Meldung wert

Ich lebe seit 15 Jahren in China und fibe auch, dass es keine Meldung wert ist. Die Universität ist tatsächlich eine der bekanntesten Universitäten in China und das Verhalten des Studenten ist naiv. Eigenartig ist, dass der amerikanische Professor so etwas zugelassen hat, da ihm die Risiken bewusst sein müssten.

Mund aufmachen, auch wenn es gegen den König geht

Oder? Ich finde daher, er ist guter Mann!!!!!

21:50 acidman

“Ich denke, wir sollten unsere Handelspartner auch nach ihrem Menschenrechtsverhalten aussuchen.“

Und wer, glauben Sie, bleibt da noch? Für “uns“ gelten Menschenrechte doch auch nur (noch), wenn's in den Kram passt. Wenn es um das Wohl der Wirtschaft und um Interessen geht, haben Menschenrechte ausgedient. Das beste Beispiel sind unsere Geschäfte mit Saudi-Arabien.

...sich winden

21:57 von erny
...sie haben mir doch recht gegeben über die Mechanismen der chinesischen Diktatur. Jetzt sind sie wieder umgekippt und verteidigen -ja bewundern - dieses System der Unmenschlichkeit und Rechtlosigkeit. Und den Begriff "dummer Student" wiederholen sie nochmal. Dabei ist der Student ein sehr kritischer Student...mehr war nicht seine Aufgabe im Gegensatz zu vielen unkritischen, polemischen Kommentatoren und Kommentaren, die ich niemals mit dem Begriff der Dummheit etikettieren würde.

@ acidman

Sie kommen sich wie "einer Bot Fabrik gegenüber" vor - wenn Sie Meinungen lesen, die nicht Ihrer eigenen entsprechen?

Sehen Sie - genau dieser Trend (Keine Diskussion, sondern Kampf/Diffamierung gegen Meinungen die man nicht mag) ist es, der viele Menschen dazu bringt, zu sagen: in Russland, der Türkei, China - da guckt man hin und kritisiert - kümmert euch um die bedenklichen Tendenzen hier - direkt vor eurer Nase.

Wissen Sie, wenn diese Bot-Troll etc Hysterie (oder eben bequeme Methode Meinungen vom Tisch zu fegen) dazu führen, dass ein französischer ehemaliger Bewerber für das Präsidentenamt (Mélenchon) auf Twitter von "Fake News" Jägern als Bot gesperrt wird - dann sollte man sich wirklich um unsere Meinungsfreiheit, unseren Umgang mit Andersdenkenden sorgen.

Die Chinesen machen sich vermutlich keine Illusionen - das haben sie uns voraus, wir glauben fest: wir sind die Guten, bei uns ist alles super. Und halten diese Linie - während wir längst auf bedenklichem Kurs sind

@ leineblick

Ich habe in CN als Ausländer explizit & ausschließlich 8 Jahre unter minderprivilegierten Chinesen gelebt. Ich habe für eine chin. Firma nur zu lokalen Vertragsbedingungen ohne jedwede Extras gearbeitet & habe weniger verdient als die meisten meiner chin. Kollegen. Ich habe zudem eine Frau aus einem völlig unbekannten Provinzkaff geehelicht, eine Familie ohne Einfluss.

& trotzdem ich nicht das Leben eines ausländischen hochbezahlten & verwöhnten Expats in CN geführt habe, habe ich mich nie in meinem ganzen Leben je so frei gefühlt wie dort! Denn in CN ist viel mehr "grau" als es z.B. in D je sein könnte. Die chin. Behörden schauen nur sehr sporadisch auch mal genauer hin. Lug & Trug sind auch allgegenwärtig, weil es denen nahezu völlig egal ist, was die Leute so treiben.

Ich will jetzt nicht behaupten, dass CN der Hort der Freiheit wäre, aber ich verwahre mich gegen jedweden Versuch, CN permanent als den Hort des Bösen darstellen zu wollen. Damit wird man dem Land nicht gerecht!

Bedrohte Macht

Überall, wo Macht und ihre "Wahrheit/en", die sie sichert/-n, ausbaut/-en und ihr nutzt -en, infrage gestellt wird, zeigt sich, wie moralisch, gerecht und wie sehr eigene Werte beachtend diese Macht tatsächlich ist.

Auch im ach so freien Westen ist dieses Infragestellen nicht gern gesehen:

Chelsea Manning, Julian Assange, Edward Snowden ...

Ihre wahren Verbrechen lagen doch im Herausfordern der Macht und nicht im Brechen von Gesetzen.

Zudem gibt es weltweit Menschen, die ihre Arbeitsplätze verlieren, die verfemt, gefoltert und ermordet werden, eben weil sie der Macht gefährlich wurden.

Auch im freien Westen werden Menschen, die bestimmte Narrative, die als "Wahrheit" gelten, infrage stellen, oft lächerlich gemacht und als "Verschwörungstheoretiker" gebrandmarkt.

Ihr Verbrechen: das Stellen intelligenter und logischer Fragen.

Insofern taugt der Artikel nicht für moralische Überlegenheitsgefühle.

Addendum

Und statt immer und immer wieder den Fokus nur darauf zu verengen, was in CN alles nicht möglich ist - schlimm genug - sollte endlich auch einmal thematisiert werden, was in China im Unterschied zu Deutschland z.B. alles möglich ist, damit Leute wie Sie auch endlich verstehen, dass wir hier eben auch alles andere als "frei" sind! Unsere Unfreiheiten in Deutschland sind lediglich anders gelagert...

Korrektur

Verzeihung - zu meinem Post eine Korrektur - Mélenchon wurde natürlich nicht gesperrt - sondern als Bot markiert - heisst: Leser werden so vor seiner Meinung "gewarnt".

Graubereich als "nationale Gepflogenheit" 2

Die Reaktion der chinesischen Behörden in diesem Fall wendet genau dieses Prinzip an: Statt dem Studenten einen konkreten Rechtsbruch vorzuwerfen, wird ihm der Aufenthalt ohne offizielle Begründung nicht verlängert, obwohl das Studium noch nicht abgeschlossen ist -- auch auf Nachfrage wird der wahre Grund nur angedeutet.

Dennoch kann man dem Studenten aus meiner Sicht einen Mangel an Fingerspitzengefühl vorhalten. Das eigentlich Verwunderliche ist für mich aber, dass ein US-Professor an der Tsinghua Universität den Studenten zu diesem Thema recherchieren und publizieren lässt. Wenn er das wirklich "abgesegnet" haben sollte, hätte er sich aus meiner Sicht eine grobe Fahrlässigkeit erlaubt.

@ tisiphone

Sie schreiben:
"Die Chinesen machen sich vermutlich keine Illusionen - das haben sie uns voraus, wir glauben fest: wir sind die Guten, bei uns ist alles super. Und halten diese Linie - während wir längst auf bedenklichem Kurs sind"
.
Nur ganz kurz. Gehts den Menschen bei uns besser oder in China? Was hält Sie noch?

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