Ihre Meinung zu: Einigung über Kaspisches Meer erzielt

12. August 2018 - 13:36 Uhr

Ist das Kaspische Meer ein See oder ein Meer? Darüber stritten sich die fünf Anrainer jahrelang. Hintergrund ist der Zugriff auf die Ressourcen, darunter Öl und Gas. Nun wurde eine Einigung erzielt.

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Kommentare

Sichere Energiebelieferung.

Erfreulich dieser Vertrag. Noch bemerkenswerter ist das Europa direkt beliefert werden kann, je mehr Lieferanten desto sicherer die Belieferung mit Energie. Das keine Soldaten aus Drittstaaten zutritt haben hilft hoffentlich den Frieden zu bewahren. Das der Vertrag ohne die USA und die EU zustande kam zeigt die geänderte Machtverhältnisse.

Einigung über das Kaspische Meer erzielt....

Diese Einigung legt den Grundstein dafür,daß die Ressourcen der Region der wirtschaftlichen Entwicklung der Anrainerländer zu gute kommt.
Die EU bekommt keinen Fuß herein.Wichtig auch die Regelung,daß kein auswärtiges Militär dort hin darf(nichts mit Erweiterungsphantasien).

schön

wenn Nachbarn miteinander reden statt zu kämpfen. Dachte schon das wäre völlig aus der Mode gekommen...

Das freut mich. Gratulation!

Das freut mich besonders, es nützt dem friedlichen Zusammenleben:

"Die Konvention regelt unter anderem auch, dass keine Streitkräfte von Drittstaaten das Kaspische Meer nutzen dürfen. "

Gratulation!:
Ein sehr wichtiges Abkommen, endlich unterschrieben. Dass noch wichtige weitere Fragen offen sind, mindert nicht die Bedeutung des Erreichten.

Schön, keine Europäer oder Amerikaner mit im Boot

Ich finde es sehr gut, dass der sog. "Westen" (Europa, USA) hier keine Rolle spielt bzw. nicht mitmischen darf.

Für mich ist das die beste Garantie für Frieden, Stabilität und Wachstum. Weiter so!

Ich glaube, wir sollten unsere Werte

überdenken und Vernunft walten lassen. Dies wäre zum Vorteil aller in der Welt. Oder ist es so, dass der höchste westliche Wert der Profit ist? Zusammenarbeit ist immer besser als Konfrontation.

Und wie sieht die Aufteilung aus?

Eine Übersichtsskizze der Grenzen mit zusätzlich den bekannten Öl-Lagerstätten wäre nützlich. Denn nur wenn gerecht und annehmbar verteilt ist, besteht die Chance auf Frieden.

@ Bernd Kevesligeti 17:32 Uhr

"Diese Einigung legt den Grundstein dafür, dass die Ressourcen der Region der wirtschaftlichen Entwicklung der Anrainerländer zu gute kommt."
Warum aber haben die Anrainerstaaten nicht einen (gemeinsam gegründeten) Konzern beauftragt und diese anteiligen Kosten in Relation zum anteiligen Ertrag aufgeteilt?
Auch hier wären NUR die Anrainer involvierte Nutznießer - aber in Relation zu ihren finanziellen Möglichkeiten.

18:35 Gassi

Was hat es uns zu interessieren, wie die Aufteilung durch diese Länder vorgenommen wurde? Nachdem es Verhandlungen gab und alle damit einverstanden waren, wird es wohl passen.
Oder gehen Sie davon aus, daß “unser“ (damit meine ich nicht Deutschland, sondern alle der sogenannten Wertestaaten) o.k. nötig ist?
Wann wurde durch “uns“ jemals etwas gerecht aufgeteilt? Und zwar so, daß es zu dauerhaften Frieden geführt hätte. “Wir“ teilten sogar da auf, wo “wir“ gar keine Ahnung hatten.
Gehen Sie einfach davon aus, daß diese Fünf sich schon richtig geeinigt haben.

re von Ma Wo

Nun,vielleicht kommt das noch.Wie interne geschäftliche Angelegenheiten laufen,daß kann man nicht wissen.
Jedenfalls scheint alles in der Region zu bleiben.IWF und EU bleiben draussen.

@17:25 von friedrich peter...

"Das der Vertrag ohne die USA und die EU zustande kam zeigt die geänderte Machtverhältnisse."

Das ist doch Unfug. Das Kaspische Meer hatte vor nicht allzu langer Zeit nur zwei Anrainer: Die Sowjetunion und den Iran. Das nach dem Zerfall der Sowjetunion sich dort zwei Staaten wieder von der Besetzung der Sowjets befreien konnten, führte zu der jetzigen Situation.

Weder die EU noch die USA sind da involviert. Warum auch?

19:19 Hugomauser

“Weder die EU noch die USA sind da involviert. Warum auch?“

Ja, warum auch? Also mir würde da schon was einfallen.

@Hugomauser

"Das Kaspische Meer hatte vor nicht allzu langer Zeit nur zwei Anrainer: Die Sowjetunion und den Iran. Das nach dem Zerfall der Sowjetunion sich dort zwei Staaten wieder von der Besetzung der Sowjets befreien konnten, führte zu der jetzigen Situation."

Genauer nachgezählt sind es drei Staaten gewesen, die sich von der Besetzung der Sowjets befreien konnten. Falls Sie nur Kasachstan und Turkmenistan gezählt haben - das sind eben Sowjets gewesen, von denen man sich dann befreit hat.

@Mawo

""Anrainer involvierte Nutznießer - aber in Relation zu ihren finanziellen Möglichkeiten.""

Sowas unterschreibt doch keiner mehr...
Solche "Verträge" waren am Anfang der Jelzin Ära in Russland üblich.

Konzern stemmt 90% des Kapitals und Staat bekam vom eigenem Öl nur 10%

Angenommen ein kleiner Anrainer hält zufällig 80% eines Gasfeldes auf seiner Wirtschaftszone, könnte aber nur 10% Investition stemmen... Derjenige welche dann die anderen 90% Investition stemmt bekommt dann von dessen Gasfeld 90% der Gewinne?

Nein, die gesrechteste Aufteilung ist genau die, welche auch International angewendet wird. Von der Landgrenze an gerechnet 200 Meilen, oder genau die Mitte.

@um 17:40 von A-R

Sehe ich genauso.....

kaspisches Meer

bezüglich der hier oft befürchteten Interessenlage von westlichen Firmen am kaspischen Meer folgender Hinweis: Sollte dort etwas auszubeuten sein, werden westliche Firmen für die technische Ausführung sorgen - üblicherweise: Shell, BP, Total, Exxon, Chevron. Diese werden dafür entlohnt und gut ist's.

Zufriedenstellende Lösung

für alle - außer für die Natur.
Alles nimmt seinen Gang, ob wir wollen oder nicht. Oder besser noch, ob wir leugnen oder nicht.
Leider handeln wir nicht, oder sagen wir mal: Viel zu wneige tun etwas.

Wesentlich: die Verankerung der Prinzipien der Nutzung

Haupt-Kontroversen waren zwischen dem Iran und Aserbaidschan bzw. Aserbaidschan und Tadschikistan um die reichen Schelfvorkommen.
Die Interessenlage ist komplex, der Einsatz hoch. Die Unberechenbarkeit der USA bei der NICHT-Einhaltung von Verträgen (Iran-Abkommen) haben vermutlich beim Iran den Willen zur Einigung forciert.

"„Dieses Übereinkommen ist an sich das Basisdokument, das 60 bis 70 Prozent aller Fragen hinsichtlich des Kaspischen Meeres regelt. Das reicht aus, um mit der Erschließung der Vorkommen, mit der Heranziehung von Investitionen und mit der Ausrichtung der Wirtschaft auf die Ressourcen des Kaspischen Meeres zu beginnen. Ohne dies hätte niemand das Recht, etwas einseitig zu unternehmen, was die Nachbarstaaten beunruhigt“, sagte der Iran-Experte Radschab Safarow."

Quelle: ein kenntnisreicher Namensbeitrag Wsgljad in Sputnik 10.8.2018

Das Wichtigste an dem vereinbarten Dokument sind die PRINZIPIEN für die Nutzung und gemeinsame Verantwortung

Quelle Sputnik

Wie man hier auf Putins Propagandablatt "Sputnik" berufen kann ist mir ein Rätsel.
Und zu ihre Einlassung auf die Unberechenbarkeit der USA verweise ich auf den Nichtangriffspakt Russland / Ukraine: Volle Souveränität, Unverletzbarkeit der Grenzen usw. - damit wurden der Ukraine die Atomraketen abgeschwatzt - das Ergebnis ist bekannt.

Vorbild für komplexe Problemlösung durch Diplomatie

Zustimmend zu 19:11 von Margareta K,

"Was hat es uns zu interessieren, wie die Aufteilung durch diese Länder vorgenommen wurde? Nachdem es Verhandlungen gab und alle damit einverstanden waren, wird es wohl passen"

Nach Berichten "vor Ort" sieht die vereinbarte Konvention territoriale Gewässer der Anrainerstaaten, Fischereigewässer und ein „gemeinsames Gewässer“ vor. Letzteres ist das Gebiet, in dem sich die Seestreitkräfte NUR dieser Länder frei bewegen können.

Das Kaspische Meer ist weder Meer noch See, bekommt einen Sonderrechtsstatus.

Schon jetzt ist diese Einigung ein Vorbild für die Lösung sehr komplexer Probleme auf dem Wege der gemeinsamen Diplomatie.

Leider kenne ich bisher keinen iranischen Nachrichtdiensst, um deren Sicht im O-Ton auswerten zu können.

19.19 Hugomauser - Unfug - Geänderte Machtverhältnisse

Befreit von der Besetzung der Sowjets haben sich 3 Staaten, Aserbaidschan, Kasachstan und Turkmenistan. Diese Staaten h a t t e n verschiedentlich Kontakte zu amerikanische Ölkonzerne incl. Vermarktung. Das scheint nicht mehr der Fall zu sein. Daher geänderte Machtverhältnisse. Zurecht jetzt unabhängige Anbieter.

@Hugomauser, wagr

Hugomauser:
"Das nach dem Zerfall der Sowjetunion sich dort zwei Staaten wieder von der Besetzung der Sowjets befreien konnten, führte zu der jetzigen Situation."

wagr:
"Genauer nachgezählt sind es drei Staaten gewesen, die sich von der Besetzung der Sowjets befreien konnten."

Es sind nicht zwei und auch nicht drei, sondern vier Staaten, die aus dem Zerfall der Sowjetunion als neue Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres resultierten: Aserbaidschan, Kasachstan, Russland und Turkmenistan.

Ich wüsste nicht, welches der vier Länder derzeit noch von Sowjets "besetzt" ist, dass Sie es in Ihren Aufzählungen meinen weglassen zu können.

Irrtum: Der Vertrag wurde nie ratifiziert.

@21:09 von Brauner
Und von allen Teilnehmern, auch den USA beinahe sofort gebrochen.

Das Budapester Abkommen hat nämlich auch die wirtschaftliche Einmischung in die Ukraine untersagt (Punkt 3).
Atomwaffen: Es wurde zugesichert, kein Angriff, bzw. Schutz bei Angriff mit Atomwaffen.

Die Souveränität wurde nach russischer Ansicht (die durch die ukrainische Verfassung gestützt wird) durch den von außen unterstützten Putsch in Kiew missachtet.

Antwort für "Brausser"

Volle Zustimmung zu Ihrem Kommentar. Trotz Vertrag mit Russland wurden der Ukraine die Kohle und Schiefergasvorkommen in Ostukraine mittels Militäreinsatz von Russland geraubt. Die Partner des "Vertrages" zum kaspischen Meer sollten gewarnt sein.

Russland

Ich trau jedem Russen oder Russischen Politikern , wenn er Verträge oder Absprachen abgiebt, mehr als der ganzen sogenannten westlichen Welt.

21:25 von Fassungslos

Russland

Ich trau jedem Russen oder Russischen Politikern , wenn er Verträge oder Absprachen abgiebt, mehr als der ganzen sogenannten westlichen Welt.
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Ich hätte als W18 und ehemaliger deutscher Unternehmer nie geglaubt, Ihnen nicht widersprechen zu müssen.
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Aber wir schaffen das.

für krittkritt - Irrtum: der Vertrag existierte sehr wohl

Selbstverständlich gab es diesen Abrüstungsvertrag zwischen Russland und Ukraine. Kaum war dieser von Ukraine erfüllt, stand der Russe im Land. Die Kohle der Ostukraine, die dort ansässige Schwerindustrie und die Schiefergasvorkommen gehören jetzt Russland. So werden also Verträge interpretiert.

Ein Erfolg für die Türken

Ein Erfolg für die Türken jetzt als Gas Transitland und der Abnehmer sind die Europäer.

für Brauser

Welche Ukraine hat Verträge erfüllt. Ok war wohl ein Witz. Die Agression ging vom Westen aus. Sie sollten mal auf die Bevölkerungen der Anrainerstaaten und nicht auf die Politischen hören. Aber da sind sie weit weg.

Fassungslos

Da gebe ich ihnen Recht. Den Amis und deren westlichen Verbündeten darf man nicht vertrauen.

für Fassungslos

Die Ukraine hat den Vertrag erfüllt, indem die Atomraketen der Ukraine verschrottet wurden. Ist kein Witz - ist Tatsache. Schon vergessen? Glaub ich nicht!

Antwort an Fassungslos

Welche Aggression vom Westen? Hat Ukraine Russland angegriffen? Da haben sie aber ein völlig schiefes Bild. Russland ist einmarschiert in Ostukraine und hat diese abgetrennt. Es enststeht sowas wie eine neue SBZ.

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