Kommentare

Abstimmeritis?

Es IST entschieden! Akzeptiert es endlich!

Aber es entspricht ja dem "europäischen Geist", notfalls so lange abzustimmen, bis das Ergebnis passt (siehe Frankreich, siehe Niederlande). Das ist Dummokratie, nicht Demokratie.

Volksentscheide sind eben schwierig

Einerseits finde ich es nur legitim, die Briten nun ein zweites Mal zu befragen, wo das Ergebnis des Brexit-Prozesses abzusehen ist.

Viele fragen sich inzwischen, ob sie dieses Chaos und die drohenden Nachteile wirklich gewollt haben - andere waren damals schon dagegen, haben die Abstimmung aber nicht ernst genug genommen.

Solche Abstimmungen sind aber auch an sich schwierig, weil so vieles unklar ist:

-Soll eine 51%-Mehrheit genügen, oder in so wichtigen Fragen doch besser zwei Drittel?
-Darf so eine Volksabstimmung überhaupt wiederholt werden, oder gilt das Ergebnis für immer?
-Was ist, wenn im Wahlkampf völlig unrealistische Versprechungen gemacht werden - z.B. die EU zu verlassen und dabei alle wirtschaftlichen Vorteile zu behalten?

Was in GB passiert - oder auch damals in der Schweiz mit dem unsäglichen Minarettverbot - ist nicht gerade gute Werbung für Volksabstimmungen. Dieses Konzept muss noch verbessert werden.

Das ist

Demokratie heute. Abstimmungen werden so oft wiederholt, bis das Ergebnis für die ursprüngliche Minderheit und die Herrschenden passt.
Oder es darf gar nicht abgestimmt werden, weil zu befürchten ist, dass das Ergebnis nicht zur Meinung der Herrschenden passt.

Wird's nicht geben

Was für ein seltsames Demokratieverständnis.

Wenn einem das Ergebnis nicht passt, soll so lange abgestimmt werden bis man zufrieden ist?

Brexit will be a success. Und gut ist!

und was soll ein neues Referendum?

Die Briten haben sich von einem mitlerweile untergetauchten Haufen nationalistischer Populisten bewegen lassen, für den Austritt zu stimmen, weil vieler der Brexit Gegner die Wahl offenbar für uncool gehalten haben. Sie haben ihren Austritt angemeldet und sind am Anfang nächsten Jahres draußen. Punkt. Man kann dafür gewesen sein oder dagegen, aber so läuft es.

Nachdem sie Ausgetreten sind, können sie sich wie alle anderen Drittstaaten wieder um eine Mitgliedschaft bewerben, vorrausgesetzt sie wollen nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden - Extrawürste darf es dann aber keine mehr geben. Bei Schengen nicht mitmachen oder generelle Ablehnung vom Euro? Nichts da!

Werben für ein zweites .... so lange abstimmen ...

bis das Ergebnis eine tatsächliche Einsicht widerspiegelt? Wenn wir das immer täten, wo kämen wir da hin. Und was heißt hier "People's Vote", als ob nicht immer das gemeine Volk gefragt gewesen wäre. Die neue Mode (der Populisten), Buhmänner vor der Tür zu wittern und mit den Fingern auf Schloss und Klinke zu zeigen, verfängt immer wieder, nur wenn die Butter bei die Fische soll, dann fängt das Fragen nach der Wurzel an - der mediale Hype ist die große Schwester der Uninformiertheit und Stumpfheit der Paupers der vorigen Jahrhunderte.

Logisch und notwendig

Eine zweite Abstimmung ist logisch und unbedingt notwendig um hier demokratische Regeln einzuhalten.
Ja, ein „Volk“ kann im Rahmen der Verfassung bindende Entscheidungen treffen. Und sollten hieraus Verträge hervorgegangen sein, so müssten diese auch von einem künftigen „Volk“ (das sich in der Zwischenzeit verändert hat) eingehalten werden: pacta sunt servanda.
Aber hier wurde vor jetzt schon zig Jahren überhaupt kein Vertrag geschlossen. Das damalige Volk hat an einem bestimmten Tag unter bestimmten Umständen zu einem unbestimmten Thema Stellung bezogen.

Und selbstverständlich muss auf eine Volksabstimmung eine andere Volksabstimmung folgen können. Und das immer so weiter.

Wer das nicht möchte, verzichtet eben auf diesen Unsinn und wählt stattdessen regelmäßig ein neues Parlament. Das nennt man parlamentarische Demokratie. Die offensichtlich nicht jedem passt. Aber das war schon immer so, sonst hätte es nie einer französischen Revolution und ihrer Verwandten bedurft.

Die hatten ihre Chance

Das Referendum ist doch gelaufen. Die Ursache waren doch nicht falsche Versprechungen, da müßte ja bei uns jede Wahl wiederholt werden.
Die Mehrheit der jungen Briten war doch so fest vom Erfolg der Brexitgegner überzeugt, daß sie erst gar nicht teilgenommen haben.
Einfach Pech gehabt. Wer nicht hingeht, muß mit dem Ergebnis leben!

@ Der_Mahner um 07:04

Volksentscheide sind eben Momentaufnahmen, ebenso wie das bei einer Wahl der Fall ist.
Eine Wahl wird aber in regelmäßigen Abständen wiederholt, um die gewählte Repräsentanz der Wähler zu aktualisieren.

In welchen Abständen würden Sie das denn bei Volksentscheiden für sinnvoll erachten?
Oder gilt ein Volksentscheid, anders als eine Wahl, für alle Ewigkeit?

re Der_Mahner: Dummokratie

„Es IST entschieden! Akzeptiert es endlich!
Aber es entspricht ja dem "europäischen Geist", notfalls so lange abzustimmen, bis das Ergebnis passt (siehe Frankreich, siehe Niederlande). Das ist Dummokratie, nicht Demokratie.“
Klingt logisch, ist es aber nicht. Es ist sogar exakt andersherum und dann stimmt auch ihr wirklich schönes Wortspiel wieder.

Natürlich wird solange abgestimmt bis „das Ergebnis passt“. Was denn sonst? Akzeptieren Sie eine Wahl, an der Sie vielleicht auf Grund ihres Alters z.B. nicht mal teilnehmen durften? Nur weil sie einmal durchgeführt wurde?

Das ist ein Irrweg! Für eine Demokratie ist nicht eine (oder gar „die“) Wahl entscheidend. Nein, es ist die die ständig gültige Garantie, wieder neu wählen zu dürfen.

Falls ich Sie noch nicht überzeugen konnte: Wer betont denn aktuell immer die scheinbare Tatsache, „gewählt“ worden zu sein? Die Demokraten oder die Autokraten?

@ Sparer um 08:00

>>Demokratie heute. Abstimmungen werden so oft wiederholt, bis das Ergebnis für die ursprüngliche Minderheit und die Herrschenden passt. Oder es darf gar nicht abgestimmt werden, weil zu befürchten ist, dass das Ergebnis nicht zur Meinung der Herrschenden passt.<<

Kann es sein, dass Sie befürchten, ein erneuertes Wahlergebnis würde zu einem anderen Ergebnis führen, als Sie es sich wünschen? Vielleicht befürchten Sie ja nur, dass ein Ergebnis heute nicht zu Ihrer Meinung passen würde...

Volksentscheide sind Momentaufnahmen.
Die Situation heute ist eine deutlich andere, als damals vor dem Brexit-Votum.
Warum wollen Sie die Briten für alle Ewigkeit auf dieses Ergebnis festnageln?
Bei einer Parlamentswahl käme doch auch niemand auf die Idee, oder?

@ 07:04 Der_Mahner

Es ist seit dem ersten Tag nach dem Brexit-Votum vielen Brit*innen klar geworden, mit welch unglaublichen Lügengeschichten, falschen Zahlen und "alternativen Fakten" die EU-Gegner operiert haben. Was also könnte konsequenter sein, als eine Abstimmung auf dem Boden realer Zahlen und Fakten anzusetzen? Wie können die Befürworter von Volksabstimmungen da dagegen sein? Oder geht es ihnen am Ende gar nicht um Beteiligung, sondern um die Zementierung eines Ergebnisses, egal mit welchen Mitteln das zustande kam?

Boris Sparks cabinet war ...

.. titelt heute morgen die Sundax Times.

Jetzt wird es spannend !

Grüße aus dem sonnigen Barcelona :)

Wenn es so ist

Brauchen wir nicht alle 4 Jahre zu wählen, spart Kosten.

Super Idee

Ich finde die erneute Abstimmung super, denn Fehler sind dazu da, korrigiert zu werden.

@ Der_Mahner

Es IST entschieden! Akzeptiert es endlich!

Nichts ist entschieden, wenn das Volk es in Wirklichkeit anders will und sich umentscheidet.

"... es gibt keine klare Mehrheit für eine Variante"

Was wollte die Dame damit zum Ausdruck bringen? Keine klare Mehrheit für Brexit ohne Bedingungen oder mit Bedingungen? Oder versucht die Dame zu suggerieren, dass es keine klare Mehrheit für den Austritt gab?

Vielleicht wird es für die ÖR niemals eine klare Mehrheit geben, solange die Mehrheitsentscheidung entgegen den pervertierten Anstrengungen in Brüssel laufen, die dem Bürger vom Nutzen sind.

Ein Scheitern der EU wie sie ist, würde mich erfreuen und vielleicht würde jemand auf die Idee kommen, diese organisierte Schönmacherei im ÖR zu unterbinden, in dem den Schönmachern alle Wege zu einer besseren, freien, beruflichen Zukunft freigestellt werden.

Nein, danke...

...auch wenn es schmerzhaft wird, glaube ich, dass es für die EU langfristig besser sein wird, wenn die ständige Rosinenpickerei und Vetos gegen Finanzregulationen etc. aufhören. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, wie es so schön heißt. Die Briten wollten nicht wirklich Teil des Projekts sein, nur die Vorteile ohne die verschiedenen Pflichten und Nachteile genießen. Das merkt man auch jetzt, wo es um die Konditionen eines möglichen Soft Brexit geht. Ich kann diese Menschen ja verstehen, aber so lange die britische Regierung dem Thatcherism nachläuft, ist ein Verbleiben in der EU auch nicht in unserem Sinne.

That's Democracy

Wer möchte allen Ernstes eine erneute Abstimmung verbieten? Wer hätte das Recht, dem Volk vorzuschreiben, seine richtige Ansicht jetzt nicht mehr sagen zu dürfen?
Es gehört zur Demokratie, eine falsche Entscheidung später zu korrigieren.

Das ist der Unterschied:

Einem Straftäter wird nach Verbüßung seiner Haftstrafe (wenn er denn dazu verdonnert wurde und nicht aus irgendwelchen Gründen eine Bewährungsstrafe erhielt) die Möglichkeit zur Rehabilitation eingeräumt.
Hier aber wird mindestens die Hälfte eines Volkes in Haft(ung) genommen, ohne die vergleichbare Möglichkeit.
Es liegt doch auf der Hand, dass der Großteil der Briten keine Vorstellung der Konsequenzen hatte, die der Brexit nach sich ziehen würde. Nur ganz allmählich schälen sich diese heraus, die meisten dürften aber noch nicht einmal richtig erfasst worden sein.
Daher halte ich ein zweites Referendum in GB für legitim.

@ 08:07 Einfach Unglaublich

Was soll daran ein "merkwürdiges Demokratieverständnis" sein, wenn die Brit*innen nach einer von falschen Zahlen und absurden Szenarien durchsetzten Austrittskampagne der EU-Gegner neu abstimmen? Spätestens der Zeitpunkt, wenn die Ergebnisse der Verhandlungen über die Modalitäten mit der EU (oder eben das harte Ergebnis eines Brexit ohne Verhandlungsergebnis) auf dem Tisch liegen, wäre es beste demokratische Tradition, Parlament und Bevölkerung darüber abstimmen zu lassen. Es ist einfach unglaublich, das als "seltsames Demokratieverständnis" zu diskreditieren.

Kein Brexit

Fehler muss man in einer Demokratie doch korrigieren können. Wollen die Brexiteers das dem Volk verbieten?

Ein gutes Beispiel

Der Abstimmung sind seinerzeit viele Befürworter fern geblieben in dem sicheren Glauben, alles bleibt eh so wie es ist. - ein Riesenfehler wie sich dann herausgestellt hat.
Hier sieht man wie wichtig es ist, für Demokratie einzustehen. - Und wie gefährlich Volksabstimmungen über Entscheidungen solcher Tragweite, deren Auswirkungen weder das Volk noch die Regierenden überblicken, sind.

@ um 08:09 von flodian und was soll ein neues Referendum?

Geht es auch ohne Diffamierungen und Entwertungen?

08:09 von flodian

Hundertprozentige Zustimmung!

" Nachdem sie Ausgetreten sind, können sie sich wie alle anderen Drittstaaten wieder um eine Mitgliedschaft bewerben, vorrausgesetzt sie wollen nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden - Extrawürste darf es dann aber keine mehr geben. Bei Schengen nicht mitmachen oder generelle Ablehnung vom Euro? Nichts da!"

Wiederholung des Referendums

Angesichts der Bedeutung des EU-Austritts halte ich es für sinnvoll, das Referendum zu wiederholen. Die Parlamentswahlen finden ja auch alle paar Jahre statt und sind keine Entscheidung für die Ewigkeit.

Neue Lage-neue Befragung

Entscheidungen können zu Erfolg und zu Chaos führen. Die Kunst ist, die aktuelle Lage richtig zu beurteilen und wichtige Entscheidungen neu zu treffen, wenn es nötig ist.
Das hat nichts mit „Abstimmen, bis es passt“ zu tun. Gerade knappe Ergebnisse haben eine sehr kurze Halbwertzeit. Das muss jeder wissen, der sein Handeln auf schwache Mehrheiten stützt.

Schluss mit der Angst vor Austritten.

Eine zweite Abstimmung in England wäre fatal. Mit etwa 51% bliebe alles wie gehabt. Die Mitgliedschaft in der EU bliebe erhalten, aber auch die Austrittsdrohungen und das Bestehen auf Sonderkonditionen nähmen kein Ende. Mein Votum: Raus mit den Briten aus der EU und raus mit den Teilhabern, die europäische Richtlinien nicht einhalten wollen. Nur so kann sich die europäische Gemeinschaft zum Guten entwickeln.

@ 07:04 von Der_Mahner

"Es IST entschieden! Akzeptiert es endlich!" Nein, es nie etwas entschieden. Das Volk ist der Souverän und kann sich auch jederzeit, insbesondere wenn sich Fakten und Erkenntnisse ändern, umentscheiden. Und Fakten und Erkenntnisse haben sich gravierend geändert. UK hat damals in völliger Verkennung seiner Position in der Welt und politischen und öknomischen Attraktivität eine Entscheidung gefällt, die aus heutiger Sicht nur noch absurd ist. UK weiß inzwischen, dass diesem Finanzdienstleistungsstaat ohne wesentliche Rohstoffe (nur in Schottland) und Industrien (Mini fertigt wesentlich auf der Basis von Bauteilen von BMW, die zukünftig erst mal 1-2 Wochen am Zoll in Dover festhängen, von just in time Logistik kann da keine Rede mehr sein) keiner helfen will, auch die special relationship USA nicht. Ein Haufen von politischen Dilettanten fährt UK gerade gegen die Wand. Und die Bevölkerung wacht vielleicht gerade noch rechtzeitig auf. Vielleicht.

@07:04 von Der_Mahner

Dummokratie ist, wenn man den Menschen Lügenmärchen auftischt und diese dann als Entscheidungsgrundlage für voll genommen werden. Die Leute werden also für DUMM verkauft. Das begehren nach einer neuen Abstimmung ist Demokratie.

von Bernd39

"...."waren doch nicht falsche Versprechungen..."

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Oh wohl! Es ist durch Populisten entstanden, die den Wählern suggeriert haben, sie könnten die Zeit zurückdrehen, alles wird wie "früher". - als es Ernst wurde, sind sie untergetaucht.
Man darf solche Entscheidungen eben nicht "aus dem Bauch heraus" treffen. - Manches muss man eben doch den Fachleuten überlassen. Es müssen aber Fachleute sein, keine Lobbyisten. Darauf kommt es an.

Volksentscheid

Volksentscheide sind per se eine gute Sache! Allerdings muss man sich fragen ob bei wichtigen tiefgreifenden Entscheidungen eine einfache Mehrheit ausreicht!
Wenn es darum geht ob eine Bahnunterführung oder eine Schranke gebaut werden soll, dann ja!
Bei wichtigen Fragen sollte allerdings zumindest eine 60% wenn nicht ⅔ Mehrheit, auch bei Volksentscheiden verlangt werden!

Nachdem die Brexit Politiker

Nachdem die Brexit Politiker die Bevölkerung so belogen und betrogen haben, sollte ein 2 Abstimmung erfolgen, wenn es von der Mehrzahl der Bürger gewünscht wird. Ich vermute, der Brexit wäre vom Tisch. Trump, Putin und Co. würden in den Tisch beissen.

Neues Referendum mit sinvoller Mehrheitsgrenze

Es war richtig und notwendig, das erste Referendum abzuhalten. Aber bei einer so wichtigen Frage, dürfte in erster Abstimmung niemals eine "50%+1 Stimme"-Mehrheit ausreichen.

Eine 2/3 Schwelle wäre dagegen eine zu hohe, antidemokratische Hürde.

Es gibt sicherlich einen vernünftigen Wert dazwischen (55% zu 45% z.B.).

Es sollte nun auf Basis des "Ausgehandelten" bzw. auch "nicht Ausgehandelten" ein neues Referendum über den zweiten Schritt geben, wobei der Verbleib in der EU auch eine der Optionen sein sollte.

Die Ablehnung der EU durch die Briten kommt ja auch nicht von ungefähr. Die EU als Organisation bedarf dringend tiefgreifender Reformen, sonst schafft sie sich auf kurz oder lang selbst ab. Eine EU als "Vertretung der Europäischen Bürger " (nicht der Staaten) - mit tiefen Befugnissen in allem was auf kontinentaler Ebene definiert werden muss und absolut keinen Befugnissen über regionale und kulturelle Belange!

Eine EU ohne UK ist nicht die EU, mit der ich mich identifiziere

Volksabstimmung für Populisten

In der Regel befürworten Populisten Volksabstimmungen, weil sie es als Instrument der schnellsten Veränderung begreifen. Sinn machen sie aber nur wenn jeder, der abstimmen darf, die Tragweite und Konsequenzen in jeder Hinsicht kennt. Beeinflussungen, so wie es in GB war, wie in einem Wahlkampf, dazu in einer aufgeladenen Stimmung, ist unverantwortlich.
Sie müssen es jetzt durchziehen, damit der Letzte es auch begreift.

Faire Revanche

Unter den Brexit Befürwortern gibt es sicherlich auch einige, die ihrer Sache sicher sind und an die Mehrheit für den Brexit glauben. Die haben keinen Grund, gegen eine zweite Abstimmung zu sein. Deshalb wird es sie geben.

@ teachers voice um 08:32

>>Für eine Demokratie ist nicht eine (oder gar „die“) Wahl entscheidend. Nein, es ist [die] die ständig gültige Garantie, wieder neu wählen zu dürfen. <<

Danke.
Das bringt es auf den Punkt.

Unfassbar. Das Ergebnis der

Unfassbar.
Das Ergebnis der Wahl gefällt uns jetzt doch nicht mehr, dachte wir kommen besser dabei weg, NOCHMAL WÄHLEN und wenns wieder nicht das Richtige wird, dann auch noch ein drittes oder viertes Mal, solange bis das Richtige gewählt wird.

Wo ist hier das Problem?

Es steht nirgends geschrieben, dass eine Entscheidung einer Volksabstimmung für die "Ewigkeit" sein muss - daran sollte aber auch die EU denken, wenn sie ihre Verträge machen und z.B. genau festlegen, wie ein Austritt - also ein Ende der Mitgliedschaft möglich ist.
Außerdem war es eine echt knappe Entscheidung für den Brexit. Da erfordert es ja nicht viele Wähler, um ein anderes Ergebnis zu erreichen. Und es hat sich einiges getan seit der Abstimmung, was manches anders aussehen läßt. Jedoch in beide Richtungen.

Solche wichtigen Beschlüsse: Also Eintritt in die EU oder wie hier Austritt aus der EU sollten mit 2/3 Mehrheit beschlossen werden.

Beispielsweise in Norwegen wird es die nächste Abstimmung geben, sobald die EU-Befürworter "Morgenluft" wittern. Derzeit würden sie jedoch eine richtige "Crashlandung" erleben.

Volksabstimmung

Natürlich klingt es doof, wenn man es so formuliert, dass eine Wahl so oft wiederholt wird, bis das Ergebnis passt. Aber darf ein Volk nicht auch seine Meinung ändern? Evtl. im Lichte neuer Erkenntnisse. Auch Frau Merkel ist gewählt und trotzdem wird die Wahl regelmäßig wiederholt.

@ Der_Mahner

Aber es entspricht ja dem "europäischen Geist", notfalls so lange abzustimmen, bis das Ergebnis passt

Es ist schon oft in der Geschichte der Demokratie aus einer Minderheit eine Mehrheit geworden. Beispiel: Frauenwahlrecht oder Gleichberechtigung für Homosexuelle. Warum wollen Sie das nicht zulassen?

erst muß der Brexit...

vollzogen sein...dann könnte man neu abstimmen...
wir sollten auch mal die BTW neu machen...denn schließlich hat die große Koalition im Volk kaum noch Rückhalt...aber das ist ja im eigenen Land...da kann man Wahlen natürlich nicht wiederholen...

@ Sparer

Abstimmungen werden so oft wiederholt, bis das Ergebnis für die ursprüngliche Minderheit und die Herrschenden passt.

Aus einer Minderheit kann doch nach demokratischer Diskussion eine Mehrheit werden. Wozu sollte man das verhindern? Der Brexit ist ja kein göttliches Gesetz.

Die meisten Briten haben

Die meisten Briten haben ohnehin keine Ahnung von der EU, das Argument sie hätten nicht gewusst, warauf sie sich mit einem Austritt einlassen, ist einfach nur albern, denn sie wissen sowieso fast nichts über die EU und wie sie funktioniert.

Sämtliche Brexit-Gegner sollten sich die arte-Doku "Brüssel Business" anschauen und sich gut überlegen, ob sie das wirklich wollen.
Und die Doku kratzt nur ein bisschen an der Oberfläche...

Hoffentlich

ist dieses Theater bald zu Ende.
Das ist wie bei Wahlen, am Ende muss immer der Größere Teil mit dem Ergebnis leben.
Nimmt man die Nichtwähler oder Abstimmer dazu dann ist es meist noch mehr.
Der Brexit ist schon richtig, weil das Land so wieso gemacht hat was es will und nur die Rosinen genommen hat, der trockne Kuchen war für die Anderen.
In Deutschland wäre man schon froh überhaupt mal über etwas abstimmen zu dürfen, und da gäbe es einige Dinge zu dem der Bürger mal gefragt werden sollte.
Sieht man an Umfragen und dem was die Regierung dann wirklich macht.

Also sollte GB nun endlich mal zu Stuhle und die Sache beenden und sich von der EU trennen.

Westliche "Werte"-Demokraten...

... die so lange abstimmen wollen, bis das Ergebnis endlich paßt...

So ein Quatsch

Man kann nicht so lange wählen, bis bestimmten Leuten das Ergebnis passt.

Chance

Natürlich darf die EU kein Wunschkonzert sein, aber wenn die EU die Organisation sein soll, die Europa angesichts der geopolitischen Entwicklungen Gewicht verschaffen soll, wäre ein engagiertes Großbritannien wichtig.

Das größere Problem, das wir haben, sind die antieuropäischen Töne aus Polen, Ungarn und Österreich.

Warum nicht

Die Resteuropäer dachten ohnehin schon lange, das Groß Britannien in der EU bleiben sollte. Nun denken es die Engländer auch. Das ist wie eine zerstrittene Ehe. Nur gab es hier eben zwei Trennungsjahre. Inzwischen vertragen sich die Partner wieder. Jetzt muss sich nur einer trauen zu sagen, wollen wirs nochmal versuchen.
Aber wie im Kleinen, ist das auch im Großen schwer....
Obwohl ein paar Tränen der Rührung dem ausgetrockneten Boden dieses Sommers sicher gut tuen würden ;-)

08:51 von KowaIski

>Es gehört zur Demokratie, eine falsche Entscheidung später zu korrigieren.<

Und dafür haben (auch) die Briten Wahlen. Niemand hindert die Briten bei der nächsten Parlamentswahl anders zu entscheiden. Der Volksentscheid, den jetzt viele als nicht richtig ansehen, war nun mal ein Entscheid.
Und es ist ihre gewählte Regierung die sich jetzt der Lächerlichkeit preis gibt (Gruß an Boris).

re ladycat: Passt?

„So ein Quatsch
Man kann nicht so lange wählen, bis bestimmten Leuten das Ergebnis passt.“

Offensichtlich gehören Sie zu den „Leuten“, denen das „Ergebnis passt“. Dann ist es zumindest verständlich, eine erneute Abstimmung nicht zuzulassen. Verständlich, aber nicht demokratisch.

Das Volk (?) hat entschieden und basta !

Ja, das ist wahr, "das Volk" hat enschieden.
Aufgrund falscher Versprechungen und Lügen über die Vorraussetzungen und Auswirkungen.

Aber wer war (!) denn "das Volk" ?

In dem Fall waren es 51,9 % von den 72,2 % der am 23. Juni 2016 Wahlberechtigten, die zur Abstimmung gegangen sind.

Und die sind immer noch "das Volk" ?

Also, die Menschen die damals abgestimmt haben, heute aber verstorben sind, sind immer noch "das Volk", aber die, die damals zufälligerweise einen Tag zu jung waren um wahlberechtigt zu sein, sind auch heute immer noch nicht Teil des Volkes ?

Und seine Meinung ändern darf hinterher auch keiner, wenn er erst die Lügen durchschaut hat ?

Unfug !

"Das Volk" ist nichts statisches, der "Volkeswille" noch weniger.
Die Zusammensetzung des Volkes und der Wille der einzelnen Bürger ändern sich ständig.

Das Votum war lediglich eine Momentaufnahme der politischen Stimmung in GB.

Auch wenn die Menschen, die den Brexit unbedingt wollen, anders sehen.

Gruß, zopf.

Blinder Hass

Als direkt nach dem Krieg zum Teil noch unter Ruinen aufgewachsen, kann ich den Überdruss vieler Menschen nicht verstehen, der teils in blinden Hass umgeschlagen ist.
.
Dass der Volksentscheid zum Brexit mit Lügen und falschen Behauptungen von absolut UNFÄHIGEN manipuliert worden ist, müsste eigentlich jedem bekannt sein. Und dass die beiden Hauptaktöre nun den Kram hingeschmissen haben, weil ihnen die Arbeit zu mühselig ist, spricht auch nicht gerade für verantwortliches Handeln. Erinnert eher an kleine Kinder, die wenn sie sauer sind das Spielzeug auf den Fuboden knallen.
.
Insofern wäre eine erneute Abstimmung absolut gerechtfertigt. Aber es würde eben vielen Frustschiebern den Spaß (die Rache) verderben, wenn England doch in der EU bliebe.

Über 300 Mrd angestimmt

„Control back“ war wichtig und die 300 Mrd, die anscheindend in der EU versacken. Die 300 Mrd werden nie auch nur annähernd auftauchen und die Kontrolle haben die Briten gerade auch nicht. Im Kommunalrecht darf es mW ein zweites Referendum erst nach Ablauf einer Frist geben - der Beschluss gilt! Warum sollte es in UK anders sein? Das Problem ist, dass die Brexitler KEINEN Plan hatten und haben und sich reihenweise vom Acker gemacht haben. Es luft hoffentlich auf einen harten Ausstieg hinaus - alles andere würde der EU WESENTLICH existezieller schaden. Die Wirtschaftsflügler ind der EU sollten das zwingend bedenken, wenn sie Zugeständnisse machen wollen. Ja, auch die EU-Wirtschaft wird Federn lassen müssen. Neuwahlen in UK würden den Prozess kaum beschleunigen.

08:54 von harry_up

...daher halten Sie eine neue Abstimmung für legitim. ..
Ja glauben Sie denn wirklich, dass die Leute jetzt durchblicken?
Nein, die einzige Lehre die sie daraus ziehen sollten ist, keine Volksabstimmung zu so weitreichenden Entscheidungen mehr zuzulassen.
Jetzt raus heißt ja nicht, dass sie nicht irgendwann wieder rein können.

Brexit means Brexit

...so haben es die britischen Politiker vollmundig erklärt nach der Abstimmung.
Daran sollte man sich halten-das Volk in GB hat seine Entscheidung getroffen

@09:54 ladycat

"Nicht so lange wählen, bis bestimmten Leuten das Ergebnis passt": Darum geht es nicht im mindesten. Aber allen, die sich mit der Materie auseinandersetzen, wissen sehr genau, mit welchen falschen Zahlen und verquerten Schreckenszenarien die EU-gegner gearbeitet haben; da wäre die Chance zu einer Abstimmung auf der Basis realer Zahlen und Szenarien das normale demokratische Prozedere. Aber bestimmte Leute, denen das Ergebnis wichtiger ist als demokratische Prozesse, werden da wohl was dagegen haben. Auch entlarvend.

@ 08:51 von KowaIski

Zitat: "Wer möchte allen Ernstes eine erneute Abstimmung verbieten?"

Schaun, Sie sich die nicknames an, es sind genau die user, die ständig nach mehr Basisdemokratie und Voksabstimmungen rufen.

Die, die ständig den "Volkeswillen" im Munde führen und dabei verkennen, daß damit nicht ihr eigener Wille gemeint ist.

Gruß, zopf.

Jetzt wird teuer

08:5 von gestört aber geil

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Sie schreiben:
"Fehler muss man in einer Demokratie doch korrigieren können. Wollen die Brexiteers das dem Volk verbieten?"
--'-
Kann man doch. Aber nicht so.
Sie hätten ja auch eine Volksbefragung machen können statt einer Volksabstimmung.
Dann hätten sie später darüber diskutieren können.
Jetzt wird es halt teuer, kann man aber auch vorher wissen.

Autograf 09:07

"... Das Volk ist der Souverän und kann sich auch jederzeit, insbesondere wenn sich Fakten und Erkenntnisse ändern, umentscheiden. Und Fakten und Erkenntnisse haben sich gravierend geändert"
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Die Fakten u. Erkenntnisse haben sich gravierend geändert? Ich glaube nicht. Geändert hat sich, dass die Menschen jetzt erst über die Konsequenzen nachdenken. Dumm gelaufen, aber gelaufen würde ich sagen.

Es war von Anfang an ein

Es war von Anfang an ein Fehler, das als Volksabstimmung abstimmen zu lassen.

Eigentlich kann ich mir auch nicht vorstellen, dass sowas juristisch bindend sein kann.

Jedenfalls stellt der Brexit ohne Einigung eine neue Bedingung dar, weil alle Seiten im Vorfeld von einer Einigung ausgingen. Insofern müsste dann nochmal abgestimmt werden.

08:26, Bernd39

>> Die Ursache waren doch nicht falsche Versprechungen, da müßte ja bei uns jede Wahl wiederholt werden.<<

Wird sie ja auch. Alle vier Jahre, auf Landesebene alle fünf Jahre.

Aber eine Volksabstimmung mit knapper Mehrheit, die gilt für die Ewigkeit?

Warum dann nicht auch die nächste Bundestagswahl?

"08:54 von Ladon so kann man

"08:54 von Ladon
so kann man sich auch im Kreis drehen
Demokratie kann nur funktionieren wenn die Minderheit das Ergebnis akzeptiert. "

Für immer und ewig und nie mehr Wahlen, die das ändern.
So funktioniert eine Dikratur.

@ Shuusui

Unfassbar. Das Ergebnis der Wahl gefällt uns jetzt doch nicht mehr, dachte wir kommen besser dabei weg, NOCHMAL WÄHLEN und wenns wieder nicht das Richtige wird, dann auch noch ein drittes oder viertes Mal, solange bis das Richtige gewählt wird.

Genau. Demokratie ist auch die Freiheit sich korrigieren zu dürfen. Nirgendwo steht in der Verfassung so etwas wie "bis dass der Tod euch scheidet".

10:37 von zopf

Das ist jetzt starker Tobac. Ihnen müsste doch schon aufgefallen sein, daß die Demokratie in Europa unterschiedlich gehandhabt wird. So hat es in Deutschland keinen Volksentscheid zur Abschaffung der Landeswährung gegeben, in anderen Ländern schon. Für diese Art der Demokratie hält sich die Begeisterung eben in Grenzen.

Alles richtig, aber. ..

Am 12. August 2018 um 09:32 von Auf eine Frage
@ teachers voice um 08:32
>>Für eine Demokratie ist nicht eine (oder gar „die“) Wahl entscheidend. Nein, es ist [die] die ständig gültige Garantie, wieder neu wählen zu dürfen. <<

Danke.
Das bringt es auf den Punkt.
---
Es geht ja nicht um das ob, sondern nur um das "wann"

Zweite Abstimmung

Auch ich bin für ein zweites Votum der britischen Bevölkerung.

So ein bis zwei Jahre nach einem harten Brexit mit allen Konsequenzen.

In der Zwischenzeit können sich die Verantwortlichen in der EU ja schon mal Gedanken über die Wiedereintrittsbedingungen für GB machen ... ohne rosinengespickte Extrawürste.

Gruß, zopf.

Die, die sich darüber freuen,

Die, die sich darüber freuen, dass es eine neue Abstimmung geben soll und die das für richtig erachten, möchte ich einmal fragen, wie Sie über eine neue Abstimmung denken würden, hätten die Brexit-Befürworter NICHT die erste Abstimmung für sich entschieden und würden nun eine zweite Abstimmung fordern. Dann wäre, schätze ich mal, hier nicht so ein Jubel der Brexit-Gegner zu lesen.

Rosinenpickerei

Da sind wir anscheinend einig, will keiner.
Aber ein neues Referendum zum jetzigen Zeitpunkt wäre genau das.

Außerdem darf man die Wirkung auf andere Länder nicht ausser Acht lassen. Wer weiß, was denen noch einfällt , zur Abstimmung zu geben.

@ skydiver-sr

Daran sollte man sich halten-das Volk in GB hat seine Entscheidung getroffen

Es hat eine Entscheidung getroffen. Warum sollte das Volk die nicht korrigieren können? Gerade die Anhänger direkter Demokratie können doch eine neue Volksabstimmung unmöglich verhindern wollen. Das wäre doch völlig paradox.

09:20, Germanokatalane

>>Es war richtig und notwendig, das erste Referendum abzuhalten. Aber bei einer so wichtigen Frage, dürfte in erster Abstimmung niemals eine "50%+1 Stimme"-Mehrheit ausreichen.

Eine 2/3 Schwelle wäre dagegen eine zu hohe, antidemokratische Hürde.<<

Es handelt sich ja um eine Entscheidung, die einer Verfassungsänderung gleichkommt.

Finden Sie auch, daß die 2/3 Mehrheit, die im Parlament für eine Verfassungsänderung notwendig ist, eine antidemokratische Hürde darstellt?

Ich würde bei Volksabstimmungen mit solcher Tragweite sogar noch weiter gehen und eine Wahlbeteiligung von 75% zur Voraussetzung ihrer Gültigkeit machen. Denn sonst können gut organisierte Minderheiten jedes Thema bestimmen.

Wir stimmen ab....

Bis das Ergebnis passt.

Die britische Regierung führt den brexit durch, obwohl das erste Referendum nicht bindend war.

Sie führt den Volkswillen aus.

Mir betrachtend, was grad an den Grenzen der Eu abläuft, glaube ich auch nicht, das man von seinen Plänen abrückt.

Ein brexit mag - von der eu gewollt - eine wirtschaftliche Krise in GB auslösen.

Aber ein verbleib in der EU haette noch größere Nachteile.

Die zuwanderung osteuropäischer, arabischer, afrikanischer und in Zukunft vielleicht auch türkischer Armutsmigranten würde massiv anschwellen.

Das wiederum wird mehr kosten als eine Wirtschaftskrise infolge des brexit.

Die britische Regierung sollte den Brexit durchziehen.
Auch wenn es einige Jahre sehr weh tut.

Die Zeit wird ihr Recht geben.

Mein vorschlag: Ein

Mein vorschlag:
Ein Referendum mit der Frage, ob es ein 2.brexit-referendum geben soll ...

Das ganze Theater.....

beweist nur, daß Volksabstimmungen für komplexe, komplizierte Zusammenhänge nicht geeignet sind. Man kann sie bestenfalls wie in der Schweiz nur verwenden, wenn die Ausgangslage klar und die Frage mit Ja oder Nein beantwortet werden kann. Verständnis für die Briten habe ich nur bedingt, denn der Mißbrauch einer Volksabstimmung für parteipolitische Zwecke hat als Ergebnis nur eine Spaltung der Gesellschaft gebracht. Die Befürworter des Brexit waren sich über die Folgen nicht klar und haben den Phrasen von Farage usw. geglaubt bzw. wissen erst jetzt, wem z.B. die Landwirtschaft die Existenz zu verdnken hat. Und die Gegner des Brexit? Nun, die gingen erst garnicht zur Volksabstimmung! Und jetzt sind beide aufgewacht! Aber ehrlich, mein Mitleid hält sich in Grenzen.

"Nichts ist entschieden, wenn

"Nichts ist entschieden, wenn das Volk es in Wirklichkeit anders will und sich umentscheidet."

Woher wissen Sie, was das britische Volk "wirklich" will?
Das britische Volk hatte seine Chance bei der ersten Abstimmung. Viele sind nicht hingegangen, hatten keine Ahnung, waren zu faul sich zu informieren. Pech gehabt!
Jetzt zu kommen und sich über die eigene Faul- und Dummheit zu beschweren und eine neue Abstimmung zu forden ist einfach nur dreist!
Und hier wird immer wieder geschrieben, das von der Befürworterseite mit falschen Zahlen gearbeitet wurde... von der Brexit-Gegnerseite auch, DAS vergessen viele leider allzu gerne zu erwähnen.
Bei einem Brexit geht die Welt NICHT unter!

Knappe Mehrheiten erfordern Stichwahlen

Bei Referenden und Gesetzesinitiativen über die ein Volk entscheidet, muss es bei knappen Ausgängen Stichwahlen geben! Denn anders als im Parlament ist nicht immer ganz klar, ob 1. Die Sachkundigkeit besteht, 2. Die Beschlussvorlage der Befürworter oder der Gegner einer Frage durchgelesen wurde, 3. Die Vollständigkeit der Wahlberechtigten besteht.

Ausnahme: Wahlpflicht. Allerdings empfiehlt sich so eine Wahlpflicht erst im zweiten Durchgang nach knappen Ergebnis.

Eine Wahlpflicht für die EU-Befürworter würde ein zweites Referendum durchaus legitimieren. Außerdem muss die Zufriedenheit der Verhandlungen von der Bevölkerung abgesegnet werden. Dann muss aber tatsächlich Schluss sein.

10:57, Alex Faulkner

>>Die, die sich darüber freuen,
Die, die sich darüber freuen, dass es eine neue Abstimmung geben soll und die das für richtig erachten, möchte ich einmal fragen, wie Sie über eine neue Abstimmung denken würden, hätten die Brexit-Befürworter NICHT die erste Abstimmung für sich entschieden und würden nun eine zweite Abstimmung fordern. Dann wäre, schätze ich mal, hier nicht so ein Jubel der Brexit-Gegner zu lesen.<<

Wo erkennen Sie hier Jubel von Brexitgegnern? Und worüber jubeln die?

re von Kowalski

Sie berufen sich aber feste auf das Volk.Aber natürlich nur dann wenn Ihnen die Richtung paßt.
Die Mehrheit der englischen Arbeiter hat für den Brexit gestimmt.Fragen Sie mal warum.

@Kowalski

"Wer möchte allen Ernstes eine erneute Abstimmung verbieten? Wer hätte das Recht, dem Volk vorzuschreiben, seine richtige Ansicht jetzt nicht mehr sagen zu dürfen?"

Seine "RICHTIGE" Ansicht, hätte das Volk auch bei der ersten Abstimmung kundtun können. Warum hat es nicht?

Und woher wollen Sie eigentlich wissen, dass die richtige Ansicht nicht die war, die bei der ersten Abstimmung herausgekommen ist? Nur weil Sie persönlich die EU lieben, mit all ihren schrecklichen Fehlern, die sie hat?
Zum Glück denken nicht alle Menschen wie Sie. Vor allem nicht die Briten.

Fakten bereits geschaffen

Seit der Abstimmung sind ja schon einige Fakten geschaffen worden wie die Verlegung Europäischer Behörden, könnte man das so einfach wieder zurück drehen?

Das Argument dass sich ein Volkwille auch ändern kann macht für mich Sinn. Ich würde denken dass bei wiederkehrenden Wahlen oder Abstimmungen einfache Mehrheit reicht während bei einmaligen Abstimmungen 2/3 sein muss um sicher zu sein dass es auch in längerer Zukunft noch der Wählerwille sein wird.

Re Tschabo, 10:29

@ harry-up, 08:54
Ja natürlich glaube ich, dass jetzt nicht alle, aber weitaus mehr britische Bürger und Politiker jetzt “durchblicken“.
Es ist für mich kein Zufall, dass die ursprünglichen Brexit-Anstoßer sich inzwischen vom Acker gemacht haben, weil auch denen inzwischen ein Licht aufgegangen war.
Und: Der Brexit ist kein Ding, das man mal eben durchziehen kann mit der Option,doch in ein paar Jahren wieder neue Aufnahmeverhandlungen anzufangen. Dann besser jetzt neu, gerne auch hart, mit GB verhandeln und den Brexit in die Tonne kloppen, wenn es die britische Mehrheit so wollen sollte.

Ergänzung zu Kommentar von zopf um 10:37

Zitat zopf: "Schaun, Sie sich die nicknames an, es sind genau die user, die ständig nach mehr Basisdemokratie und Voksabstimmungen rufen."

Da geht es um "Volksabstimmungen", die entweder gelenkt werden (wie z.B. in Ungarn von Orban) oder um solche, bei denen gewisse Kreise annehmen, dass sie die Mehrheit mit populistischen Sprüchen hinter sich bringen. Dabei würde dann wohl auch das grundsätzliche Problem von Volksabstimmungen ausgenutzt, komplexe Fragen/Themen derart vereinfachen zu müssen, dass der Wähler darauf nur mit "Ja" oder "Nein" antworten kann. Das zeigt sich ja schon in den Meinungsumfragen hierzulande. Beispiel: Wer antwortet schon auf die Frage nach der Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung mit "sehr zufrieden"? Und wer konstruiert aus einer geringen Zustimmung zu dieser Frage, dass wir dringend Neuwahlen brauchen??

Die EU

Muss ihre Richtlinien besser definieren. Es müssen dort die fähigsten Leute hin, es kann nicht sein, dass ein Posten bei der EU als quasi Vorruhestand begriffen wird.

@ teachers voice

>> Offensichtlich gehören Sie zu den „Leuten“, denen das „Ergebnis passt“. Dann ist es zumindest verständlich, eine erneute Abstimmung nicht zuzulassen. Verständlich, aber nicht demokratisch.<<

Nach Ihrer Vorstellung von Demokratie müßten wir einen Tag nach den Wahlen gleich wieder wählen, weil es IMMER irgendwem nicht paßt. Kopfschüttel... Und wenn hier einige erklären, daß in einer Demokratie Fehler korrigiert werden müssen, dann frage ich mich, wer denn entscheidet, was ein Fehler ist. Etwa die, die gerade eine Abstimmung mangels Zuspruch verloren? Das ist doch absurd!

@ Weltbürger

Wir stimmen ab.... Bis das Ergebnis passt.
Die britische Regierung führt den brexit durch, obwohl das erste Referendum nicht bindend war.
Sie führt den Volkswillen aus.

Ich widerspreche Ihnen nicht, möchte aber ergänzen: Wenn sich der Volkswillen ändert, führt die Regierung bitte den geänderten Volkswillen aus.

@sven1011

1A Vorschlag! :D

Brexit

Mit dem britischen Wahlsystem bin ich nicht so recht vertraut, doch werden vermutlich in nächster Zukunft wieder Wahlen stattfinden. Da muß dann nur eine Partei sich den neuen "Wiedereintritt in die EU" auf ihre Fahne schreiben (und natürlich das auch meinen !) und das Wahlergebnis abwarten. Wenn es den Briten in der EU so gut gefallen hat, dürfte das Wahlergebnis deutlich über 50 % liegen - aber auch das Gegenteil wäre wieder möglich. Eine erneute Volksabstimmung könnte man sich auf diese Weise ersparen und die Briten hätten dann eine Partei, die für den evtl. Wiedereintritt voll verantwortlich ist und für die möglichen unangenehmen Folgen bei der übernächsten Wahl wieder abgewählt wird..

10:59, Kein Weltbürger

>>Ein brexit mag - von der eu gewollt - eine wirtschaftliche Krise in GB auslösen.

Aber ein verbleib in der EU haette noch größere Nachteile.

Die zuwanderung osteuropäischer, arabischer, afrikanischer und in Zukunft vielleicht auch türkischer Armutsmigranten würde massiv anschwellen.<<

Und wenn GB aus der EU austritt, dann hört diese Zuwanderung auf?

Warum?

Wo ist der Zusammenhang zwischen dieser Zuwanderung und einer EU-Mitgliedschaft?

Vielleicht werfen Sie da etwas durcheinander. Denn es gab eine Zuwanderung nach GB, die mit der EU-Mitgliedschaft zusammenhängt, und gegen die beim "Brexit"-Wahlkampf polemisiert wurde.

Das war die Zuwanderung von EU-Bürgern im Zuge der Freizügigkeit, hauptsächlich von Polen.

Es gab im Zuge der Brexitkampagne sogar sogar durchaus pogromartig zu nennende Übergriffe auf in GB lebende und arbeitende Polen.

@ 10:59 von Barbarossa 2

Ääh, ja .. oder vielleicht ... oder auch nicht.

In welchem Bezug soll Ihr Beitrag zu meinem Kommentar stehen ???

Gruß, zopf.

Was mich stört,...

...ist die hier vielfach geäußerte Meinung, dass man den Brexit erst einmal “durchziehen“ sollte, um dann gegebenenfalls in einigen Jahren einen erneuten Eintritt von GB in die EU zu verhandeln.
Die EU ist doch keine Kegelclub, aus dem man mal für eine Weile aus- und dann wieder eintritt. Mit dem Brexit sind derart viele tiefgreifende Konsequenzen verbunden, dass es sich lohnt, diese Entscheidung zweimal zu überdenken, m i t der Option, davon Abstand zu nehmen. Es ist doch unsinnig, die beleidigte Leberwurst zu spielen, weil GB seine Nachteile der Mitgliedschaft aufgezeigt hat und daraus die Konsequenzen ziehen wollte - und das auch noch mit einer lächerlich geringen Mehrheit bei der Abstimmung.

@ zopf

Zweite Abstimmung
Auch ich bin für ein zweites Votum der britischen Bevölkerung.
So ein bis zwei Jahre nach einem harten Brexit mit allen Konsequenzen.

Ok, damit könnte ich mich auch anfreunden.

Gruß gag

@ 10:59 von fathaland slim

Zitat: "Es handelt sich ja um eine Entscheidung, die einer Verfassungsänderung gleichkommt.

Finden Sie auch, daß die 2/3 Mehrheit, die im Parlament für eine Verfassungsänderung notwendig ist, eine antidemokratische Hürde darstellt?

Ich würde bei Volksabstimmungen mit solcher Tragweite sogar noch weiter gehen und eine Wahlbeteiligung von 75% zur Voraussetzung ihrer Gültigkeit machen. Denn sonst können gut organisierte Minderheiten jedes Thema bestimmen."

100 % Zustimmung.

Gruß, zopf.

10:57 von Alex Faulkner

Das ist nicht zu Ende gedacht. Denn in dem Fall wäre ja alles beim alten geblieben. - Aber ich weiß was Sie meinen. Man sollte immer mal ein Problem aus der anderen Perspektive betrachten.
- verständlich ist der Ruf nach einer neuen Abstimmung allemal. Aber worüber wir diskutieren ist die Einhaltung der Regeln. Grundsätze der Demokratie. Der Antrag ist bereits gestellt. Jetzt geht es seinen Weg.

von Sparer

Eine zweite Abstimmung ist sehr wohl
angebracht, da nun ganz neue Erkenntnisse
über die Folgen des Brexit vorliegen.
Die Menschen in UK wurden vor der ersten Abstimmung schamlos belogen.

Aber Demokratie beinhaltet

Aber Demokratie beinhaltet doch regelmässige Neuwahlen?

Sicher. Die Briten können darüber so oft abstimmen, wie sie wollen. Das bedeutet aber nicht, dass der Brexit aufzuhalten wäre, denn in den Statuten der EU gibt es nur den Eintritt und den Austritt. Jedoch keinen Austritt vom Austritt. Sprich: Austreten und anschliessend wieder eintreten wäre wohl drin. Alles andere eben nicht.

Ein weiterer Punkt, warum diese Argumentation Quatsch ist: Es geht hier nicht um die Zusammensetzung eines Parlaments oder einer Regierung, das EU-Parlament wird weiterhin gewählt. Es ist der Unterschied zwischen Beitritt zur Freiwilligen Feuerwehr und der Wahl des Ortsbrandmeisters. Zwei Dinge, die unterschiedlicher nicht sein können. Zudem ersteres nichts mit einer Wahl zu tun hat, auch, wenn die Briten das intern abgestimmt haben.

Und zu guter Letzt: Die haben alle nur aufgrund von Lügen abgestimmt? Waren also die Brexit-Gegner zu unfähig, die "Wahrheit" zu kommunizieren? Na sicher doch...

Wahlbeteiligung von 75 Prozent

Was fs da vorschlägt ist das, was ich für absolut richtig erachte. Erst dann kann man von einem tatsächlichen Volksreferendum sprechen.

ceterum censeo...

für Hygiene und politische Lernprozesse brauchen wir den Brexit as hard as possible.
Dann schaun wir mal, ob es ohne EU besser geht oder nicht.

@ Tschabo 10.45

" Dumm gelaufen, aber gelaufen würde ich sagen."
****

Nein, eigentlich nicht.. Der Brexit kann lt. EU Regeln noch am allerletzten Tag vor Ablauf der Frist von der britischen Regierung zurück genommen werden.

Ich fand es richtig, dass die Volksabstimmung anerkannt wurde und entsprechende Verhandlungen eingeleitet wurden.

Ebenso richtig würde ich es finden, wenn "dem Volk" die Ergebnisse der Verhandlungen und die Austrittsbedingungen dargelegt werden und auf dieser Grundlage eine erneute Abstimmung angesetzt wird.

Das wäre absolut demokratisch und wäre der Bedeutsamkeit dieser Entscheidung angemessen.

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