Ihre Meinung zu: Iran wappnet sich mit Währungsplan für US-Sanktionen

5. August 2018 - 21:37 Uhr

Die neuen US-Sanktionen könnten die Iraner hart treffen, schon jetzt leiden sie unter Währungsverfall und Preiserhöhungen. Nun legt die Regierung einen Währungsplan vor, um die Lage zu entschärfen.

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Kommentare

Es wird vielleicht Proteste geben

Ich würde mir wünschen, dass die Opposition einen Machtwechsel im Iran weg von der religiösen Diktatur hin zur Demokratie schafft.
Viel Erfolg.

Druck ausüben

Vermutlich war die amerikanische Strategie richtig, das Atomabkommen zu kündigen und die härtesten Sanktionen der Geschichte zu verhängen. Es besteht die große Chance, die religiöse Diktatur im Iran durch Aufstände der Bevölkerung abzulösen.

Bürgerkrieg

Hoffentlich sind die religiösen Führer im Iran bei ihrer Trennung von der Macht klug und lassen es nicht zu einem Bürgerkrieg kommen, wie in Syrien. Der Iran hat aber andererseits keine Militärdiktatur wie Assad.

Inflation

Wenn die iranische Währung seit Januar die Hälfte ihres Wertes verloren hat, dann kann das ja nur bedeuten, dass der iranische Staat rund um die Uhr die Notenpresse am Laufen hat. Sonst könnte das wohl nicht passieren. Oder?

Destabilisierung

Schön, die Amerikaner destabilisieren wieder eine Region, bei der es so aussah, als könnte es endlich Frieden geben.
Aber das ist ja durchaus gewollt. Wenn im Iran dann wieder radikale Kräfte die Oberhand gewinnen hat man einen neuen alten Sündenbock für alles. Eine externe Bedrohung. Und solche sind praktisch um von internen Problemen abzulenken und den Pöbel zu einen. Außerdem lassen sich so wunderbar Militärausgaben rechtfertigen. Die Strategie funktionierte schon immer in der Geschichte der Menschheit.

Nebenbei ist es strategisch, alle potentiellen Gegner und deren Allianzen zu schwächen (man hat sicherlich auch Russland im Blick dabei ).

Na der erste Gottesstaat des Universums

wird sich doch nicht auf die Knie zwingen lassen von der Wirtschaftsmacht USA !

Wieso zeigen denn Sanktionen

Wieso zeigen denn Sanktionen gegen den Iran Wirkung, während es immer heißt, gegenüber Russland würden ähnliche Sanktionen praktisch nichts bewirken? Und wieso eigentlich ist der Iran von den USA abhängig? Hat man nicht eigene Erdölquellen? Kann man den Außenhandel nicht mit dritten, z.B. China, abwickeln? China produziert doch fast alles, was überhaupt so produziert wird.

Erstaunlich

wie schnell die Sanktionen der USA Erfolge zeitigen. Sogar schon bevor sie wirklich in Wirkung sind.

Das wird aber wohl nur deshalb so funktionieren, weil die Wirtschaft des Iran schon vorher sehr anfällig war.

Scheinbar können religiöse Fanatiker nicht Wirtschaft. Und dann auch noch die vielen Auslandseinsätze des Irans. Von Gaza über den Libanon, Syrien bis hin in den Irak. Seltsam dass überall im Nahen Osten, wo es schief läuft, der Iran mit im Spiel ist.

So gesehen kann man der USA nur Erfolg wünschen. Auf dass der Iran wirtschaftlich geschwächt wird. Und so weniger Geld und Mittel hat, seine Nachbarn zu destabilisieren.

Keine Ahnung haben, aber einen Austand wünschen

Die iranische Währung verfällt, weil Trump ein weltweites Embargo gegen den Iran angekündigt hat: alle Firmen, die mit dem Iran Handel treiben, dürfen nicht mehr mit den USA handeln. So die perfide US-Handelspolitik. Hat nichts mit iranischer Notenpresse zu tun - als ob ein Aufstand und Blutvergiessen ein Garant für Fortschritt wäre. Destabilisierung anderer Weltregionen ist das Hauptmerkmal der US-Aussenpolitik. Wann löst sich die EU endlich davon?

22:44 von Mannemer Bub

"" Ich würde mir wünschen, dass die Opposition einen Machtwechsel im Iran weg von der religiösen Diktatur hin zur Demokratie schafft.""
#
Diesen Wunsch schließe ich mich an! Und ich denke ein großer Teil der jungen Menschen im Iran wollen es auch.

@ zyklop

Kann man den Außenhandel nicht mit dritten, z.B. China, abwickeln? China produziert doch fast alles, was überhaupt so produziert wird.

Die chinesischen Unternehmen haben wenig Interesse daran, dem Iran zu helfen aber großes Interesse an billigem Öl. Und der Preis für iranische Öl wird noch deutlich sinken.

Druck ausüben

Vielleicht kann Trump den Stellvertreterkrieg in Syrien zumindest noch unentschieden gestalten, wenn der Druck auf den Iran so groß wird, dass sich die Revolutionsgarden aus Syrien zurück ziehen müssen.
Das wäre doch wünschenswert.

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