Ihre Meinung zu: Gebeine von US-Soldaten aus Nordkorea heimgekehrt

2. August 2018 - 10:01 Uhr

"Heute kommen unsere Jungs nach Hause", mit diesen Worten hat US-Vizepräsident Pence 55 Särge mit den Gebeinen von US-Soldaten entgegengenommen. Sie waren im Koreakrieg gefallen. Jetzt werden sie untersucht.

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Kommentare

Gut, dass die Koreaner...

... Nichts vergleichbares tun wollen. Sonst hätten sie Millionen von Gebeinen von Zivilisten sortieren müssen, die die "Jungs" dort durch ihren heldenhaften Einsatz damals hinterlassen haben.

UN-Resolution

Die UN-Resolution für die Koreakrieg ist nach wie vor ungültig, da der Sicherheitsrat nicht beschlussfähig war. Es handelt sich nach wie vor um eine US-Intervention in einen Bürgerkrieg.

Das ist ein klarer Erfolg für Trump,

der aber schon im Artikel runter gespielt wird.
So viel zum Thema neutrale Berichterstattung.

Für mich ist das ein Beitrag zu Annäherung

Für mich ist das ein Beitrag zur Annäherung, vielleicht auch zur Versöhnung und deshalb finde ich das gut.

Tolles Ergebnis

Liebe Tagesschau-Team,

es handelt sich bei diesem Bericht um keinen Kommentar, der eine Meinung beinhaltet. Warum wird dann bei dem Satz "Sie ist eines der wenigen greifbaren Ergebnisse ihres Treffens in Singapur im Juni" trotzdem nicht auf eine wertende Aussage verzichtet? Welche Anzahl greifbarer Ergebnisse bei einem erstmaligen Treffen eines US-Präsidenten mit Kim Jong Un würden Sie denn als viele greifbare Ergebnisse bezeichnen? Für mein Dafürhalten ist das einfach nur pure Meinungsmache, ich persönlich finde es gut, dass ein Gespräch gesucht wurde.

Die Überschrift klingt ja

Die Überschrift klingt ja lustig:

Gebeine kehren heim:)

Prima Sache...

Nach so vielen Jahrzehnten kommen die Überreste der Menschen in die Heimat und vielleicht so zu den Angehörigen zurück. Verdienter Weise hat man doch für sein Land unabhängig ob dieser Krieg richtig oder falsch war sein Leben gegeben. Mehr gibt es da nicht zu erwähnen außer prima Sache...

Heute kommen unsere Jungs nach Hause

In den Genfer Konventionen sind verbindliche Grundlagen für Kriegsgräberstätten definiert. In Europa gibt es viele Soldatenfriedhöfe, darunter auch amerikanische, die von den Familien der Gefallenen besucht werden. Das wäre sicherlich auch in Nordkorea möglich gewesen. Das arme Nordkorea hätte sich über die Besucher gefreut. Die 11.000 Kilometer Luftlinie von New York nach Pjöngjang würde heutzutage kein unüberwindbares Hindernis darstellen.

Das ist .....

der Unterschied im Verhalten der amerikanischen Politik und der amerikanischen Medien im Vergleich zu den deutschen Varianten. Während in Deutschland Soldaten als "Mörder in Uniform" bezeichnet werden dürfen, habe ich von US-Amerikanern nicht nur einmal den Standpunkt gehört: "I don´t support our president, but I support our army"! Amerikaner können also unterscheiden, zwischen der Politik und dem Soldaten, eine Eigenschaft, welche anscheinend der deutschen Bevölkerung fehlt! In diesem Licht sollte man auch die Show sehen,welche von den US-Medien abgezogen wird und wo die Teilnahme von Politikern als unvermeidbares Übel in Kauf genommen wird.

Genauer:

"Die Wiederaufnahme der Rückführungen geht auf eine Absprache von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zurück. Sie ist eines der wenigen greifbaren Ergebnisse ihres Treffens in Singapur im Juni."

Es ist das EINZIGE konkrete Ergebnis des "großartigen" Treffens ...

@10:34 von AK47

Die UN-Resolution für die Koreakrieg ist nach wie vor ungültig, da der Sicherheitsrat nicht beschlussfähig war.

Das interessiert 52 Millionen Südkoreaner einen feuchten Kehricht.

re ak47

"Die UN-Resolution für die Koreakrieg ist nach wie vor ungültig, da der Sicherheitsrat nicht beschlussfähig war."

Dummes Zeug. Die Resolution war und ist rechtskräftig.

Sonst zitieren Sie doch mal aus der UN-Satzung, wann und wodurch der Sicherheitsrat nicht beschlussfähig ist.

re duisburg

"Das ist ein klarer Erfolg für Trump,

der aber schon im Artikel runter gespielt wird.
So viel zum Thema neutrale Berichterstattung."

So viel zum Thema: blinde Begeisterung für Trump, auch wenn er gar nichts leistet.

Dieser . . .

. . . Knochenkult nach 60 Jahren ist mehr als lächerlich. Der Aggressor bekommt seine Gebeine zurück. Unglaublich.
b.k.

Nach Jahren kommen also die

Nach Jahren kommen also die "Jungs" nach Hause. Man will noch Untersuchungen anstellen. Ich frage mich für was soll das gut sein?
Man sollte ihnen eine letzte Ruhestätte geben.
Ausserdem, warum musste sich Amerika in den Bürgerkrieg einmischen?
Überall, wo Amerika sich einmischt gibt es unschuldige Tote und Verwüstung.
(sh. Vietnam, Afghanistan etc.)

11:54 von karwandler

Genauer:

"Die Wiederaufnahme der Rückführungen geht auf eine Absprache von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zurück. Sie ist eines der wenigen greifbaren Ergebnisse ihres Treffens in Singapur im Juni."

Es ist das EINZIGE konkrete Ergebnis des "großartigen" Treffens ...
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Wenn Ihnen der genaue Text für Ihre Feststellung vorliegt, lassen Sie uns doch bitte noch ein paar Nebensächlichkeiten, zur eigenen Meinungsbildung zukommen.

@11:04 von lordford

Was ist denn an dem Satz "Sie ist eines der wenigen greifbaren Ergebnisse ihres Treffens in Singapur im Juni" wertend? Sie sagen ja selbst, dass bei einem erstmaligen Treffen nicht zu viel erwarten kann. Also stimmt doch die Tatsache an sich.
Ansonsten stimme ich Ihrer Einschätzung zu, dass die Tatsache, dass Trump und Kim miteinander sprachen, anstatt sich, wie zuvor, über Twitter zu beschimpfen, als positiv zu werten ist.
Es ist traurig, dass die Feindschaft über Jahrzehnte so kultiviert wurde, dass nicht mal die Rückgaben der sterblichen Überreste von Gefallenen möglich war.
Jahrelanges gegenseitiges Aufrechnen der Verfehlungen der jeweils anderen Seite führt meist nur zu weiteren Kriegen. Das zeigt die deutsch-französische Geschichte und heute der Nahostkonflikt.

10:34 von AK47

«Die UN-Resolution für die Koreakrieg ist nach wie vor ungültig, da der Sicherheitsrat nicht beschlussfähig war. Es handelt sich nach wie vor um eine US-Intervention in einen Bürgerkrieg.»

Erstens ist es heute (68 Jahre nachdem die damalige Resolution gefasst wurde) im Hinblick auf eine mögliche Annäherung zwischen Nord/Süd völlig sinnfrei, die alten toten Motten in der Kiste wiederzubeleben.

Zweitens überfiel der Norden 1950 den Süden, und griff dabei in den ersten Tagen des Überfalls erst mal einen US-Militärstützpunkt an. Um sich dagegen zu verteidigen, brauchte es gar keine Resolution der UN.

Drittens war der Sicherheitsrat nicht beschlussunfähig. Lediglich der Vertreter der UdSSR hatte von Januar bis August 1950 aus irgendwelchen Gründen rumgeschmollt, und kam einfach nicht zu den Sitzungen und Abstimmungen. Selber schuld. Wer nicht will, der hat schon.

Viertens: Und Sie wollen mit Ihrer Aussage was genau sagen?
Außer natürlich, die USA sind seit jeher immer die Bösen …

@11:04 von lordford: Wertende Aussage

"Warum wird dann bei dem Satz "Sie ist eines der wenigen greifbaren Ergebnisse ihres Treffens in Singapur im Juni" trotzdem nicht auf eine wertende Aussage verzichtet?"

Inwieweit ist das denn eine wertende Aussage?
Es handelt sich um eine sachliche Feststellung, dass das Treffen in Singapur nicht viel Konkretes ergeben hat.

Sie können ja eine Liste mit den konkreten Ergebnissen (unterschriebene Vereinbarungen) der Gespräche zur Verfügung stellen, dann kann jeder selbst beurteilen ob das viel oder wenig ist.

@störschall, 11:16

Ist mir auch aufgefallen. So lustig finde ich das allerdings nicht.

Es ist dürfte kaum Aufgabe der Tagesschau sein, pathetisch-patriotische Äußerungen dieses seltsamen Herrn Pence unkommentiert als Artikelüberschriften zu übernehmen!

"Gebeine überführt" wäre hier vollkommen ausreichend (und sachlich angemessen) gewesen.

re boris.1945

"Wenn Ihnen der genaue Text für Ihre Feststellung vorliegt, lassen Sie uns doch bitte noch ein paar Nebensächlichkeiten, zur eigenen Meinungsbildung zukommen."

Wenn Sie Ihr Anliegen in verständlichen Sätzen vortragen könnten wäre ich möglicherweise in der Lage, dazu Stellung zu nehmen.

12:35 von Boris.1945 / @karwandler, 11:54

«Es ist das EINZIGE konkrete Ergebnis des "großartigen" Treffens ...»

«Wenn Ihnen der genaue Text für Ihre Feststellung vorliegt, lassen Sie uns doch bitte noch ein paar Nebensächlichkeiten, zur eigenen Meinungsbildung zukommen.»

Weder "karwandler", noch ich, noch Sie werden den Text der gemeinsamen Erklärung von Trump/Un aus Singapur per Post zur persönlichen Ansichtnahme zugeschickt bekommen.

Ist aber auch nicht nötig. Jeder, der mag, kann sich den Wortlaut der Erklärung im Internet anschauen. Wenn Sie Koreanisch sprechen, auch auf Koreanisch.

Ansonsten:

1. N-Korea rüstet atomar ab ("vollständige Denuklearisierung").
Was wie in welchem Zeitraum unter welchen Voraussetzungen genau: offen.

2. "Sicherheitsgarantien" für N-Korea.
Was das genau sein soll: offen.

3. "Beziehungen verbessern und auf eine neue Grundlage stellen".
Genaueres: offen.

4. "Sterbliche Überreste der Kriegsgefangenen und Vermissten zurückführen".
Passiert gerade.

Und die Atomraketen werden reduziert!

Und die Atomraketen werden reduziert und Testgelände abgebaut.
Wenn das kein Erfolg von Trump ist, dann frage ich mich, was man denn von einem ersten Gespräch hätte mehr erwarten können.
Da kann ich den vielen meta-kommentaren nur meine Zustimmung geben, welche die Nachrichten- bzw. Berichterstattung der TS kritisieren.

@11:04 lordford

Statt die Tagesschau - in meinen Augen völlig überzogen -anzugreifen, können Sie ja gerne die Kommentarfunktion nutzen (genau dafür ist sie u.a. da), um auf die Vielzahl der "greifbaren Ergebnisse" des Trump-Kim-Treffens hinzuweisen. Nur zu, ich bin gespannt. Bis dahin halte ich es mit der Einschätzung, dass das Treffen (übrigens wie das Treffen Trump-Putin) ein Desaster war, wo hinter den Kulissen die Trump-Stäbe hektisch und intensivst mit Schadensbegrenzung beschäftigt waren - aber das ist ja für Trumps Mannschaft Business as usual...

@12:37 von dr.bashir

Ist das Glas halbvoll oder halbleer? Eine Diskussion, die so alt ist, wie die Diskussion selbst. Nur möchte ich als Leser bei einer Berichterstattung weder in die eine, noch in die andere Richtung gelenkt werden. Richtig wäre es zu sagen: "Sie ist ein Ergebnis ihres Treffens in Singapur im Juni"

Dann kann ich mir selbst aussuchen, ob ich es als wenig oder viel betrachte und mir ein eigenes Bild von dem Treffen machen. Wäre das Glas bei allen Berichterstattungen halb leer, könnte ich gar nichts mehr Positives am Weltgeschehen sehen. Es handelt sich dabei aber auch nur um meine Meinung.

Beste Grüße lordford

11:40, karlheinzfaltermeier

>> Während in Deutschland Soldaten als "Mörder in Uniform" bezeichnet werden dürfen, habe ich von US-Amerikanern nicht nur einmal den Standpunkt gehört: "I don´t support our president, but I support our army"! Amerikaner können also unterscheiden, zwischen der Politik und dem Soldaten, eine Eigenschaft, welche anscheinend der deutschen Bevölkerung fehlt!<<

Bitte verallgemeinern Sie nicht so gnadenlos.

re kuerbis

"Und die Atomraketen werden reduziert und Testgelände abgebaut."

Dass Atomraketen reduziert werden ist Ihrer Phantasie entsprungen.

Mit Satellitenaufnahmen wurden Rückbauten an einem Testgelände festgestellt. Mitr anderen Aufnahmen wurden dagegen Aktivitäten an Testgeländen festgestellt.

Konkret, nachgeprüft, verfiziert: Null, Nix, Nada

"Wenn das kein Erfolg von Trump ist, dann frage ich mich, was man denn von einem ersten Gespräch hätte mehr erwarten können."

Wenn Sie Absichtserklärungen als Erfolg werten, bitte gern. Aber sofern die Tagesschau von greifbaren Ergebnissen spricht, sind das eben keine greifbaren Ergebnisse.

13:30, kuerbis

>>Und die Atomraketen werden reduziert und Testgelände abgebaut.
Wenn das kein Erfolg von Trump ist, dann frage ich mich, was man denn von einem ersten Gespräch hätte mehr erwarten können.<<

Das Testgelände war vorher schon kollabiert, wegen der vielen unterirdischen Atomexplosionen. In der wissenschaftlichen Gemeinde herrscht große Sorge, daß es sozusagen undicht geworden ist und Radioaktivität in die Umwelt entlassen könnte.

"Atomraketen" bestehen aus einer Trägerrakete und einem Sprengkopf. Was die Trägerraketen angeht, so werden die offensichtlich weiter gebaut, wie nicht nur hier vor ein paar Tagen zu lesen war. Und was die Sprengköpfe betrifft, so ist mir keine konkrete Absprache zu ihrer Reduktion bekannt geworden.

Ihnen vielleicht?

Dann lassen Sie mich doch bitte an Ihrem Wissen teilhaben.

13:39, lordford

>>@12:37 von dr.bashir
Ist das Glas halbvoll oder halbleer? Eine Diskussion, die so alt ist, wie die Diskussion selbst. Nur möchte ich als Leser bei einer Berichterstattung weder in die eine, noch in die andere Richtung gelenkt werden. Richtig wäre es zu sagen: "Sie ist ein Ergebnis ihres Treffens in Singapur im Juni"<<

Es ist das einzige konkrete Ergebnis des Treffens.

Alles andere sind wolkige Absichtserklärungen ohne jegliche Bindungskraft.

Das ist eine jederzeit nachprüfbare Tatsache.

Oder können Sie mir noch ein konkretes Ergebnis nennen?

Nur ein einziges?

re lordford

"Ist das Glas halbvoll oder halbleer? Eine Diskussion, die so alt ist, wie die Diskussion selbst. Nur möchte ich als Leser bei einer Berichterstattung weder in die eine, noch in die andere Richtung gelenkt werden. Richtig wäre es zu sagen: "Sie ist ein Ergebnis ihres Treffens in Singapur im Juni""

Damit werden Sie ebenso in eine Richtung gelenkt: "Ein Ergebnis" suggeriert, dass es noch andere Ergebnisse gibt.

Dies nur als Haarspalterei gegen Haarspalterei; zu eigen mache ich mir keine davon.

Die Formulierung der TS: "eines der wenigen greifbaren Ergebnisse" ist so tatsachengenau wie nur möglich.

Am 02. August 2018 um 13:30 von kuerbis

"Und die Atomraketen werden reduziert und Testgelände abgebaut.
Wenn das kein Erfolg von Trump ist, dann frage ich mich, was man denn von einem ersten Gespräch hätte mehr erwarten können."

Na, da wissen Sie aber mehr, als Trump über Twitter verbreitet hat. Mir ist nämlich nicht bekannt, dass Nordkorea auch nur eine einzige Atomrakete verschrottet hat. Und das Testgelände? Wenn man seine Tests abgeschlossen hat, dann braucht man es vielleicht nicht mehr. Abgesehen davon gab es Untersuchungen zu einem unterirdischen Testgelände, welches wohl bei einem Test irreparabel beschädigt wurde. Daraufhin wurde es komplett gesprengt. Unabhängige Beobachter waren jedoch nicht zugelassen. Insofern muss man sich voll und ganz auf die eigene Aussage Nordkoreas verlassen. Ich verlasse mich jedoch nicht darauf.

@fathaland slim um 13:49Uhr

Der war wirklich gut! Ausgerechnet von Ihnen eine Warnung vor Verallgemeinerung! Ich lese daraus aber nicht, daß ich nicht Recht habe und gnadenlos bin ich bestimmt nicht. Oder wollen Sie tatsächlich behaupten, daß es zu manchen Themen oder Institutionen keine Grundströmung/ Grundstimmung gibt? Erschwerend ist, daß die Grundströmung entweder von Medien und Politikern gesteuert wird und/oder nur auf Emotionen baut und sachlich meist nicht zu erklären ist. Die amerikanische Bevölkerung scheint jedenfalls genau zwischen Politik und seinen Soldaten zu unterscheiden, auch wenn es genügend berechtigte Kritik daran gibt. Daß dieser symbolische Akt von der Bevölkerung begrüßt wird, ist ist für uns aber ebenso unverständlich wie deren Einstellung zu ihrer Flagge oder den Veteranenverbänden u.v.m.. Mit Ihrer Erfahrung mit Amerikanern aller Rassen und aller Berufe oder sozialen Schichten werden Sie das bestätigen können, oder?

13:39 von lordford

«Ist das Glas halbvoll oder halbleer? Eine Diskussion, die so alt ist, wie die Diskussion selbst. Nur möchte ich als Leser bei einer Berichterstattung weder in die eine, noch in die andere Richtung gelenkt werden. Richtig wäre es zu sagen: "Sie ist ein Ergebnis ihres Treffens in Singapur im Juni."»

Die Rückführung der Gebeine ist die Umsetzung eines von vier Punkten in der gemeinsamen Erklärung.

Wenn man alle vier Punkte von "vollständiger Denuklearisierung" bis hin zu "Gebeinrückführung" als gleichwertig betrachtet, dann ist das Glas "viertelvoll".

Gewichtet man anders, könnte es auch nur "ein Tröpfen voll" sein …

Recht auf freie Meinungsäußerung

Nun, die Aussage "alle Soldaten sind Mörder" fällt bei uns unter das Recht auf freie Meinungsäußerung (Art. 5 GG, Art 10 EMRK). Die Aussage "Soldat X ist ein Mörder" wäre allerdings eine Behauptung, die Sie belegen müssten, anderfalls käme eine Bestrafung wegen Verleumdung oder Beleiduigung in Betracht.
Da die USA das Recht auf freie Meinungsäußerung noch weiter gefasst haben als wir, wird die entsprechende Aussage dort mit Sicherheit auch nicht juristisch verfolgt.

"I don´t support our president, but I support our army." Was soll das denn heißen? Ich bin dagegen, dass ein Armee irgendwo kämpft, aber ich unterstütze sie trotzdem dabei? Entweder oder, beides geht meiner Meinung nach nicht.

Sie wissen schon, wer den

Sie wissen schon, wer den Koreakrieg begonnen hat?

Die USA haben sicherlich einiges an Kriegen gestartet, aber der Koreakrieg war ganz bestimmt nicht darunter.

Es ist das EINZIGE konkrete Ergebnis des "großartigen" Treffens

Kein Säbelrasseln, keine Kriegsdrohungen, es hat ein Umdenken stattgefunden.
Der Anfang ist gemacht.
Das ist das wirklich großartige.

@No pasaran, 10.32h

Sie haben vergessen zu erwähnen, dass diese Millionen Gebeine die Folge eines Angriffskrieges des kommunistischen Nordens sind, der u.a. auch von den "Jungs" abgewehrt werden musste.
Soviel Zeit muss sein.

so lebt der patriotismus wieder auf ...

erst die jungen leute in ein sinnloses sterben schicken und dann ihre restlichen knochen nach jahrzehnten feierlich auf amerikanischem boden in empfang nehmen.

nur einer hat was davon:
der, der auf dem pressefoto besonders 'betroffen' ausschaut.

@AK47, 10.34h

Südkorea hat die UN offiziell um Militärhilfe gebeten und auch bekommen.

Russland (SU) ist der Abstimmung ferngeblieben.

Seltsam, dass Sie das in Syrien anders sehen.

Da sind die Russen selbstverständlich vollkommen im Recht, weil Assad sie zu Hilfe gerufen hat.

Dass auf kommunistischer Seite China kräftig mitgemischt hat, um den Untergang des Nordens abzuwenden, ist Ihnen sicherlich entfallen.

@nach-denken, 12.15h

"Der Aggressor bekommt seine Gebeine zurück"

Eigene Geschichtsschreibung?

Schlagen Sie mal nach, wer den Krieg angefangen hat.

Kleiner Hinweis: Der "Aggressor" war es nicht.

@hembo, 12.31h

Analoge Frage: Warum muss sich Russland in den Bürgerkrieg Syrien einmischen?
Russische Bomben töten Gott sei Dank nicht.

Ich bin kein Verteidiger der USA, aber ein strikter Gegner von Einseitigkeit.

"Ist das Glas halbvoll oder halbleer?

Das Glas ist in beiden Fällen zu gross.

von karwandler

Es ist das EINZIGE konkrete Ergebnis des "großartigen" Treffen

Allein dieses Ergebnis ist für viele Amerikaner ein riesen Ergebnis und ein enormer Erfolg von Trump. Dazu gibt es erste Annäherungen man verzichtet auf Manöver und Nordkorea scheint wenn auch nur geringe Schritte in Richtung Abrüstung zu gehen. Viel mehr Ergebnisse gab es in den ersten Treffen der Ost-Westannäherung auch nicht. Und die führten zum Ende der Sovietunion. Somit hat Trump wesentlich mehr erreicht als sein Vorgänger. Auch wenn das vielen Linken Trump-Hassern nicht passt.

16:31, karlheinzfaltermeier

>> Die amerikanische Bevölkerung scheint jedenfalls genau zwischen Politik und seinen Soldaten zu unterscheiden, auch wenn es genügend berechtigte Kritik daran gibt. Daß dieser symbolische Akt von der Bevölkerung begrüßt wird, ist ist für uns aber ebenso unverständlich wie deren Einstellung zu ihrer Flagge oder den Veteranenverbänden u.v.m.. Mit Ihrer Erfahrung mit Amerikanern aller Rassen und aller Berufe oder sozialen Schichten werden Sie das bestätigen können, oder?<<

Nirgendwo habe ich fundamentalistischeren Pazifismus getroffen als in den USA. Insofern ist es hier etwas schwer, von "der Bevölkerung" zu sprechen. Oder zählen Sie Woody Guthrie, Pete Seeger oder Joan Baez, um nur mal drei Namen zu nennen, die auch hier viele kennen, nicht zur amerikanischen Bevölkerung?

16:31 von karlheinzfaltermeier

«Daß dieser symbolische Akt von der Bevölkerung begrüßt wird, ist ist für uns aber ebenso unverständlich wie deren Einstellung zu ihrer Flagge oder den Veteranenverbänden u.v.m.»

Würden Gebeine von im Ausland gefallenen deutschen Soldaten nach Deutschland zurück geführt, wäre die Begrüßung dafür in der deutschen Bevölkerung kaum geringer, als es jetzt in der USA der Fall ist.

Die Soldatengräber der vielen in Osteuropa gefallenen "unbekannten (deutschen) Soldaten" werden von vielen, vielen verschiedenen sehr jungen Menschen gepflegt, die das unentgeltlich in ihrer Freizeit tun.

Sie tun es nicht, um dem Nazi zu huldigen, der der gefallene Soldat möglicherweise war. Sie tun es, um der Toten zu gedenken, und an den Wahnsinn zu erinnern, der damals herrschte.

Die US-amerikanischen Soldatenfriedhöfe sind da anders, "pathetischer".
Ich habe mal eine Doku über "Arlington" gesehen.

Da gehen viele, viele Väter & Mütter hin.
Die um ihre Söhne & Töchter trauern, und nicht Pathos huldigen.

@wirkey um16:41Uhr

Obwohl ich kein Jurist bin, kenne ich die Geschichte der Prozesse um dieses Zitat und den Artikel 5 GG. Sie brauchen also nicht mich aufzuklären. Ich hatte allerdings gehofft, daß Sie zwischen den Zeilen lesen können und die auch in Hinsicht auf Soldaten unterschiedlichen Stimmungen und Emotionen erkennen. Um auch Ihnen den Unterschied klarer zu machen: Oberst Tibbets erhielt einen Orden für den Abwurf der Atombombe über Hiroshima, bei uns werden/wurden Soldaten der Wehrmacht mit Orden wegen Tapferkeit von einem nicht geringen Teil der Bevölkerung "schief" angesehen, wenn nicht sogar als Nazi diffamiert! Verantwortlich für beider Verhalten war die Politik der jeweiligen Staaten - oder etwa nicht?

Am 02. August 2018 um 17:28 von fathaland slim

"Nirgendwo habe ich fundamentalistischeren Pazifismus getroffen als in den USA. Insofern ist es hier etwas schwer, von "der Bevölkerung" zu sprechen. Oder zählen Sie Woody Guthrie, Pete Seeger oder Joan Baez, um nur mal drei Namen zu nennen, die auch hier viele kennen, nicht zur amerikanischen Bevölkerung?"

Man sollte nie von einigen Künstlern auf die Einstellung eines Volkes schließen. Auch in Deutschland gibt es pazifistische Menschen, darunter auch Künstler, nur kennen Sie diese scheinbar nicht, weil diese auch kritisch gegenüber der Politik der USA eingestellt sind. Ein gutes Beispiel ist Reinhard Mey.

18:04, ex_Bayerndödel

>>Am 02. August 2018 um 17:28 von fathaland slim
"Nirgendwo habe ich fundamentalistischeren Pazifismus getroffen als in den USA. Insofern ist es hier etwas schwer, von "der Bevölkerung" zu sprechen. Oder zählen Sie Woody Guthrie, Pete Seeger oder Joan Baez, um nur mal drei Namen zu nennen, die auch hier viele kennen, nicht zur amerikanischen Bevölkerung?"

Man sollte nie von einigen Künstlern auf die Einstellung eines Volkes schließen. Auch in Deutschland gibt es pazifistische Menschen, darunter auch Künstler, nur kennen Sie diese scheinbar nicht, weil diese auch kritisch gegenüber der Politik der USA eingestellt sind. Ein gutes Beispiel ist Reinhard Mey.<<

Reinhard Mey?

Einen Braveren hätten Sie aber nun wirklich kaum finden können.

Wie ist es denn mit Degenhardt, Süverkrüp, Kittner? Heinrich Pachl? Die Drei Tornados?

Und kennen Sie John Sinclair (nicht den Geisterjäger), Jerry Rubin, Abbie Hoffman, Cornel West, Angela Davis....

Ich könnte stundenlang fortfahren.

Am 02. August 2018 um 18:23 von fathaland slim

Keine Sorge, mir sind alle bekannt, sogar welche aus Bayern. Dass Reinhard Mey bei manchen "Linken?" keinen guten Stand hat, weiß ich auch.

18:04, ex_Bayerndödel

Ich habe mich gewundert, wie Sie ausgerechnet auf Reinhard Mey kamen.

Ich habe seine Homepage besucht. Jetzt weiß ich es.

Dort schreibt er:

"In jüngster Zeit wurden auf verschiedenen politischen Veranstaltungen Werke von Reinhard Mey verunstaltet und missbraucht. Reinhard Mey stellt klar, dass er keine Einwilligung in die urheberrechtswidrige, textliche Umgestaltung und Aufführung seines Werkes erteilt hat und dass er diese missbräuchliche Verwendung auch niemals genehmigen wird. Weiter stellt Reinhard Mey klar, dass er sich vom menschenverachtenden Gedankengut, welches durch die missbräuchliche Verwendung seiner Werke transportiert wird, umfassend distanziert."

Er bezieht sich hier, wie ich durch weitere Recherche herausfand, darauf, daß mit seinem Namen offensichtlich für die Ken Jebsen/"Friedens"demo/Querfront geworben wird.

18:04 von ex_Bayerndödel / @fathaland slim, 17:28

«Man sollte nie von einigen Künstlern auf die Einstellung eines Volkes schließen.»

Die Künstler, die "fathaland slim" nannte (Woody Guthrie, Pete Seeger, Joan Baez) haben nicht still im Kämmerlein vor sich hin geklampft, sondern über Jahre auf Konzerten, mit LPs, in Radio & TV mit ihrer Musik Massen bewegt.

Joan Baez macht heute noch die gleiche Art von Musik mit Texten, die die gleichen Anliegen transportieren. Heute hören ihr die Kinder & Enkel derjenigen zu, die ihr damals lauschten. Und viele andere junge Menschen, die sich aus Geschictsbüchern schlau machen müssen, "was Woodstock & the 68-Movement überhaupt waren".

Die Liste "dieser Art" Musiker lässt sich verlängern.
Bob Dylan & (der zu früh verstorbene) J.J. Cale gehören dazu.

Man kann so gut wie nie "auf die Einstellung eines Volkes schließen".
Nicht mal beim Fußball.

«…in DEU gibt es pazifistische … Künstler, nur kennen Sie diese scheinbar nicht …»

"fs" wird Sie + mich + 100 andere in dieser Kenntnis übertreffen.

18:33 von ex_Bayerndödel

«Dass Reinhard Mey bei manchen "Linken?" keinen guten Stand hat, weiß ich auch.»

Reinhard Mey hatte bei mir immer einen schweren Stand.
Wegen seines platt-plätschernd-poppigen musikalischen Geträllers.
Hätte ich mich an seiner Musik orientiert, wäre ich wohl nie geflogen …

Was der politisch so denkt, weiß ich gar nicht.

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