Ihre Meinung zu: Arbeitsagentur warnt vor zu niedrigem Beitragssatz

31. Juli 2018 - 15:00 Uhr

Laut Koalitionsvertrag sollen die Beiträge zur Arbeitlosenversicherung um 0,3 Punkte sinken. Die Union fordert nun 0,6 Punkte. Die Bundesagentur für Arbeit warnt, dass sie dann in die roten Zahlen rutsche.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2.333335
Durchschnitt: 2.3 (6 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Moment Moment, nie waren soviele Menschen beschäftigt!

Jeden Monat werden die Statistiken präsentiert, fast "Vollbeschäftigung" überall, ja hurra, da kann der Beitragssatz doch ruhig sinken! Nun aber kommt die Warnung, nicht zu stark absenken, sonst können wir diese "Vollbeschäftigung" nicht mehr "Subventionieren", wäre die Wahrheit im Kern der Aussage gewesen. Ja liebe Leute, wie da die ganzen Menschen ohne echtes Arbeitsverhältnis auffallen würden, was für ein durchschaubares Spielchen, weiter so.....hier kann man reinstechen und hinterfragen wo man will und es wird immer bunter!

Wie soll man das kommentieren?

Manchmal kann man es einfach nicht kommentieren, weil man es nicht wirklich verstehen/begreifen/nachvollziehen/in Bezug setzen kann. Ein paar Zahlen, etwas Text, so kriegt man auch eine Seite voll. Sicher kriegt dafür auch jemand Lohn oder Gehalt; ein Arbeitsloser weniger.

Sehr geringe Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit ist in Deutschland auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Da finde ich eine Senkung des Beitrages zur Arbeitslosenversicherung genau richtig. Das würde allen zu Gute kommen.

re junge welt

"Die Arbeitslosigkeit ist in Deutschland auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Da finde ich eine Senkung des Beitrages zur Arbeitslosenversicherung genau richtig. Das würde allen zu Gute kommen."

Die Senkung ist ja bereits beschlossen. Hier geht es darum, dass die Union noch draufsatteln will.

Weiß das jemand ?

Bei meinem ersten Ferienjob in den 70ern bekam ich mit das nach dem Sommer die Überschüsse der Arbeitslosenversicherung in die Rentenkasse abwanderten laut Aussage eines Arbeitsamtsmitarbeiters/in . Vor ca. 20-25 Jahren fragte ich noch mal auf dem Arbeitsamt nach diesem Sachverhalt in einem Smaltalk mit einem Sachbearbeiter/in u. es wurde bestätigt das ich richtig informiert sei.
Ist das heut noch so u. sind die Sozialversicherungen nicht in Selbstverwaltung also finanziell ;verwaltungstechnisch usw. unabhängig von anderen Interessen?
Wie kann es dann sein das hintenrum evtl. Quersubventioniert wird damit es nicht auffällt so wie z.B. bei der Subvention nur das hier die wenigsten davon wissen?!
https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstverwaltung#Sozialversicherung
Übrigens interessierte mich das weil ich in der Hauptschule damals ein Referat über die Rentenversicherung damals noch ohne PC halten sollte. Und heut gillst du als Hauptschule schon als minderbemittelt in.......

Eine Senkung des Beitrages halte ich für falsch, denn ...

... die nächste Wirtschaftskrise kommt ganz bestimmt - ich erinnere allein an Donald Trump.
Die Menschen und die Wirtschaft benötigt Planungs- und Kalkulationssicherheit und kein hektisches Runter und wieder Rauf. Eine solche Verunsicherung als Zeichen der Nicht-Langfristigkeit allein schadet aus diesem Grunde der Konjunktur.
Das ganze gilt auch für die Krankenversicherungsbeiträge. Ich habe gar nichts dagegen, dass die KVen sich dickere Polster anlegen. Dies erlaubt ihnen in Härtefall-Entscheidungen schon mal großzügiger zu entscheiden.
Also ein kurzfristiges Runter der Sozialversicherungsbeiträge dient allein der Profilierungssucht von Politikern und die sollten die letzten sein, die davon politisch profitieren sollten.

@ junge Welt 18:01 Uhr

"Die Arbeitslosigkeit ist in Deutschland auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. "
Wer von seiner Arbeit nicht leben kann ist zar nicht Arbeitslos, aber....
Chaupeau für den ersten Leserbeitrag, der genau Fiktion und Realität in Bezug zueinander gesetzt hat und das perfide System genau als solches erkannt hat.

Arbeitsagentur - andere Prioritäten setzen

Die Arbeitsagentur ist für vieles zuständig, für das eigentlich die Länder und Kommunen verantwortlich sind, da könnte man mehr einsparen. Menschen, die nicht (mehr) arbeiten können oder wollen, werden in unnütze Kurse gesteckt, nur damit sie „von der Straße“ und aus der Statistik sind. Normalerweise könnten diese Menschen einfache Hilfstätigkeiten im Dienste der Allgemeinheit erledigen, es gibt genug zu tun. Vieles bleibt liegen: Die Pflege öffentlichen Grüns, die Pflege von Kinder- und Sportplätzen, Straßenreinigung ( nicht Straße fegen), z.B. Verkehrsschilder wieder leserlich machen … Die Kommunen sind dafür zuständig, machen diese Arbeiten aber nicht. Bei uns in Bremen wächst das Unkraut auf Fußwegen und Brücken meterhoch, das zerstört die Substanz der Bauwerke – aber unser Grüner Bausenator weiht lieber Fahrradständer ein.
Auf dem freien Arbeitsmarkt findet man eher Arbeit als über die Arbeitsagentur - obwohl die Vermittlung die ureigene Tätigkeit der Arbeitsagentur sein sollte

Und noch was.Woher weht der Wind?

So wenig wie seit der Wiedervereinigung? Hatten wir da nicht auf einen Schlag 17 Mill. Menschen u. einen Arbeitsplatzvernichtung unbekannten Ausmaßes über die Abwicklung der EX-DDR ? Also was soll hier generiert werden z.B. ein paar Monate nach der Wiedervereinigung sah es Kathastrophal aus mit der Arbeitslosigkeit u. die westl. Industriellen u. Hasadeure haben sich krumm gelacht u. bereichert oder sich Konkurrenz vom Hals geschafft oder eine verlängerte Werkbank bis heute aufgebaut u. schon mal Hartz4 vorbereitet weil das Elend doch so dringlich wurde während man den Osten suventionierte bis heute. Soli ;Steuervorteile aller Art...

Also wenn man mal eben suventioniert oder den ein oder anderen Umstand weglässt dann kann man so manches verschleiern oder vertuschen ;profitieren......
Selbstverwaltung in der Sozialversicherung

So auch Selbstverwaltung in der Sozialversicherung ist unabhängig in Verwaltung ;finanziell.....
http://aok-bv.de/lexikon/s/index_00107.html

18:15 von karwandler

re junge welt

"Die Arbeitslosigkeit ist in Deutschland auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Da finde ich eine Senkung des Beitrages zur Arbeitslosenversicherung genau richtig. Das würde allen zu Gute kommen."

Die Senkung ist ja bereits beschlossen. Hier geht es darum, dass die Union noch draufsatteln will.
////
*
*
Mit weniger Zahlungen hat aber die Anstalt Probleme Ihre Kosten weiter finanzieren zu können.
*
Frage an Radio Eriwan:
*
Geht das mit der Beitragssenkung?
*
Antwort:
*
Im Prinzip ja, aber dann bleiben für Arbeitlose nicht mal die bisherigen knapp über 30%.
*
(wenn die Betriebskosten einer Anstalt die Einnahmen übersteigen, dann wirtschaftet sie nur nicht besonders erfolgreich)

Rechenirrsinn

Man glaubt es nicht, was eine Behörde so von sich gibt. Als würde die TS vor zu hohen Temperaturen warnen.
Das kann schon meine 12-jährige Tochter ausrechnen... Wenn Zuwenige einzahlen, aber Zuviele verköstigt werden, reicht das Budget nicht. Der Verursacher = Merkelregierung sollte den Rahmen schaffen, daß der Lohnnehmer nicht durch diese einfache Rechnung überbelastet wird!

Für diese Schein-Arbeitslosenversicherung

ist jeder Cent zuviel. Entweder Wiedereinführung der ehemaligen Arbeitslosenversicherung und des Arbeitslosengeldes oder ersatzlose Abschaffung.

Ja bloss nicht die

Ja bloss nicht die Arbeitnehmer entlasten wo kämen wir da hin wenn die ein paar Mickey Maus Euronen mehr in der Tasche haben.

In Gegensatz

zur Behauptung das alle profitieren, was ja nicht stimmt.
Bin ich trotzdem dafür das Beitrag um 0,7 gekürzt wird, 20 Milliarde Puffer sollten wohl dicke reichen. Außerdem haben wir ja angeblich so wenige Menschen die keiner Arbeit nachgehen, das auch Personal beim Arbeitsamt abgebaut werden kann.
Da kommen auch erhebliche Summen zusammen, außerdem werden die Sachbearbeiter Fachkräfte bestimmt dringend an anders Stelle benötigt.

Die CDU ist schon auf dem richtigen Weg.

"Warnung vor starker Beitragssenkung"

"Die Bundesagentur für Arbeit warnt, dass sie dann in die roten Zahlen rutsche."

Ja dann könnten wahrscheinlich auch die Zahlungen in den oberen Etagen etwas in Gefahr geraten, hängen ja auch einige "Beschäftigungssegelschaften" an dem Tropf.

Frechheit sondergleichen

Man sollte alle Deutschen Politiker in die Wüste schicken.
Hier wird der Bürger von allen Seiten abgezockt ohne Ende.es ist in allen Sozialkassen genug Geld und der Bürger müßte dringend finanziell entlastet werden.
Es wird nicht mehr lange gut gehen hier im Land.
Die Wirtschaftsflüchtlinge kosten Milliarden und werden nicht abgeschoben.Wann werden Politiker für Ihr Nichtstun und Betrug am Bürger zur Verantwortung gezogen.
Ich mache das Theater hier nicht mehr mit und wandere aus. Gebe mein Geld in Zukunft nicht mehr in Deutschland aus.

Ogottogott!

Der AfA reicht das Geld nicht mehr! Bloss keine Senkung der Beiträge! Wenn das Geld zur Zeit jedoch "reicht", dann frage ich mich, warum davon nichts bei den Bedürftigen ankommt? Die Zeitarbeitsfirma, die mich zur Zeit "verliehen" hat, bekommt ein paar Hundert Euro von der AfA, um mich wieder in Arbeit zu bringen, wohl wissend, dass meine Beschäftigung ein absehbares Ende hat! Ob ich davon nur einen Cent mehr sehe? Haha... :-(

Es kotzt mich ehrlich gesagt an...

...was die Regierung wieder an Geld zum Fenster rausschmeißen will. 0,3 Prozent merkt man praktisch als Normalverdiener nicht auf seinem Lohnstreifen. Besser ist es, den sozialen Sicherungssystemen mit mehr Puffer für die sicherlich kommenden schlechteren Jahre auzustatten.

Ich persönlich würde sogar noch 0,3 Prozent zusätzlich spenden für die Sicherung unseres Sozialstaates.

nicht eine Sekunde Bedenkzeit notwendig

Die Überschüsse der Agentur sind ausreichend. Bei einer Beitragssenkung von 0,6 Prozent würden diese für ein Jahr sinken, und dann wieder steigen.

Also runter mit dem Beitrag.

Und wenn in zwei Jahren das Geld nicht reichen sollte, gab es in der Vergangenheit nie das Problem den Beitragssatz anzuheben.

re c.schroeder

"Die Arbeitsagentur ist für vieles zuständig, für das eigentlich die Länder und Kommunen verantwortlich sind, da könnte man mehr einsparen. Menschen, die nicht (mehr) arbeiten können oder wollen, werden in unnütze Kurse gesteckt, nur damit sie „von der Straße“ und aus der Statistik sind. Normalerweise könnten diese Menschen einfache Hilfstätigkeiten im Dienste der Allgemeinheit erledigen, es gibt genug zu tun."

Mit einigen Grundbegriffen aus der BWL würden Sie verstehen, dass es sich schlicht nicht rechnet, einen Haufen unmotivierter, unwilliger Menschen in primitive "Hilfstätigkeiten" zu zwingen.

Es kostet mehr, sowas zu verwalten, zu beaufsichtigen, unentschuldigt Fehlenden hinterherzulaufen etc. als es an Arbeitsleistung bringt.

das ist eine alibiveranstaltung von kauder und co

wie wäre es denn mit einer steuersenkung für den mittelstand, auch wenn dann die scharze null weg ist. aber der olaf ist eh eine rote. das passt scho

re hut

"Und wenn in zwei Jahren das Geld nicht reichen sollte, gab es in der Vergangenheit nie das Problem den Beitragssatz anzuheben."

Und wenn in zwei Jahren der Beitragssatz erhöht wird geht das große Gejaule los und keiner will sich mehr an die große Beitragssenkung von vor zwei Jahren erinnern.

So geht das nämlich.

um 20:59 von karwandler

Sie sind der klassische Nullinger.

Überlegen sie mal, warum sie aus dem Fischerforum geworfen wurden :-))))

Ständige Verschärfung des Arbeitslosengeldes

Seit Jahren wird die reguläre Arbeitslosenversicherung, das sogenannte ALGI als Versicherungsleistung abgebaut und dem Jobcenter zugeschrieben, dem sogenannten ALGII. Man rutscht viel schneller an das Existenzminimum. Die AfA gewährt auch viel weniger Fortbildungsmaßnahmen als es die Jobcenter tun, mal unabhängig von der Qualität der Fortbildung. Sicherlich, wie im ersten Beitrag deutlich wurde, steigt die Bezuschussung für Geringbezahlte allein schon deswegen, weil es immer mehr solche Niedrigstlohnstellen gibt. Dazu noch die Arbeitskraftverleihpraxis, die ja auch von der AfA oder dem Jobcenter aktiv befördert wird und so den regulären Zugang zum Arbeitsmarkt ohne Zeitarbeit und Personalverleih unmöglich verschlimmert hat. Mir kommt es solangsam vor, als ob die reguläre Arbeitslosenversicherung Peu a Peu abgeschafft werden soll und direkt auf Grundsicherungsniveu geschaltet werden soll. Das würde die soziale Lage in Deutschland weiter verschärfen und die Gehaltsforderungen drücken...

@GeMe - vorheriger Thread

Sie baten mich um eine Quellenangabe - die Quelle linke ich Ihnen gerne noch. Die Vorrangprüfung ist nämlich seit August 2016 fast überall für drei Jahre ausgesetzt ...

"https://www.bmas.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2016/erleichterter-arbeitsmarktzugang-fluechtlinge.html"

Dazu, dass es die Erlaubnis zur Erwerbstätigkeit für Asylbewerber und Geduldete in manchen Berufen quasi pauschal gibt:
Als Spezialist für den regionalen Arbeitsmarkt stellt der örtliche AG-S global fest, für welche Tätigkeiten in Ihrer Region generell Bewerbermangel herrscht.
Ist in Ihrem Betrieb eine solche Stelle zu besetzen [...], kann das AMZ-Team die Zustimmung zur Beschäftigung ohne weitere Verzögerung direkt an die ABH übermitteln [...]

Quelle: "https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/dok_ba013628.pdf"

re karl napf

"wie wäre es denn mit einer steuersenkung für den mittelstand, auch wenn dann die scharze null weg ist. aber der olaf ist eh eine rote. das passt scho"

Auch wenn das für Sie sehr kompliziert ist: Über Steuersenkungen entscheidet nicht der Finanzminister. Da muss sich schon die gesamte Regierungskoalition drüber abstimmen.

Nichts für ungut für die gratis Nachhilfe.

Darstellung: