Ihre Meinung zu: Syrien - Rückkehr in ein unsicheres Land

29. Juli 2018 - 18:30 Uhr

Etwa 1000 Syrer sind aus dem Libanon in ihre Heimat zurückgekehrt, wie die syrische Führung berichtet. Die UN halten die Lage dort allerdings noch nicht für sicher genug. Von Udo Schmidt.

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Kommentare

Die Militärdiktatur

... bemüht sich, das Land friedlich darzustellen. Bleibt die Hoffnung, dass sich die Armee im Moment wirklich ein wenig mit Fassbomben und Chemiewaffen zurück hält - vorerst.

Folter

Nach Untersuchungen der UN gibt es in Syrien noch immer über 40.000 politische Gefangene und verschwundene oder ermordete Oppositionelle.

1000 Syrer zurückgekehrt

In die syrischen Gebiete, die von der Türkei kontrolliert, aufgebaut u. beschützt werden sind in 2 Jahren über 200.000 Syrer von Lagern in der Türkei in ihre Heimat zurückgekehrt.

Die Türkei baut und finanziert dabei die Infrastruktur (Schulen, Straßen, Krankenhäuser).

Richtigstellung

"Syrische Flüchtlinge in Jordanien allerdings erklärten kürzlich, nicht in das Syriens Assads zurückkehren zu wollen."

Es sollte erwähnt werden, daß in diesem Artikel von Udo Schmidt vom 27. Juli 3 (in Worten: drei) syrische Flüchtlinge in Jordanien erklärt haben, nicht nach Syrien zurükkehren zu wollen.
Daß zwei Tage vorher die UNHCR erklärt hatte, daß 149.268 syrische Flüchtlinge aus Jordanien sehr wohl nach Syrien heimkehren wollen, wurde in diesem Artikel einfach unterschlagen.

Leserkommentare, die dies richtigstellen wollten, wurden "Von der Redaktion nicht freigegeben".

"Kurdisch-Amerikanische Parnterschaft"

Ich frage mich immer noch, wie die amerik. Regierung ihrer Bevölkerung die Zusammenarbeit (viele Waffenlieferungen) mit der kurdisch-marxistischen YPG verkauft. Das ist doch ein Widerspruch in sich.

In Afghanistan hat man vor 30 Jahren islamische Gruppen unterstützt, um den Kommunismus zu vertreiben. Absurdistan!

Sie vertrauen den Angaben der Islamisten.

@18:54 von Forengeschwätz
Ich habe nach den Vor-Ort-Berichten da meine Zweifel.
Chemieeinsätze wurden von Professoren des renommierten Massachussets Institute of Technology untersucht. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass aus technischen Gründen die Regierung nicht für die Angriffe in Frage kommt.

Die Forderungen der Kurden

Salih Muslim von der syrischen Kurdenpartei PYD hat wiederholt darauf hingewiesen, dass eine politische Vereinbarung möglich sei, wenn Damaskus dem Umbau Syriens zu einem föderalen und demokratischen Staat zustimme. »Wir wollen nichts außerhalb des syrischen Staates gründen, wir nehmen die nationale Einheit Syriens sehr ernst.«

Ein föderaler Staat bedeutet zumindest eine gewisse Selbständigkeit in manchen Fragen für die Länder und Kommunen, wie das z.B. bei uns der Fall ist. Zentralistisch denkende Herrscher wie Assad und Erdogan haben damit so ihre Probleme.

Kurdisch-Marxistische YPG

"Damit bereiten sich die Kurden, die Gebiete im Nordosten Syriens kontrollieren.."

Genaugenommen kontrolliert die kurdisch-marxistische YPG, dank US-Unterstützung, etwa 30 % von Syrien. Und das obwohl die kurdische Bevölkerung vor dem Krieg nur 7 % betrug. Die großen Flüsse, die Wasserkraftwerke und das Erdöl sind in kurdischer Hand.

Ohne diese Grundlagen wird eine Rückkehr der Araber praktisch unmöglich gemacht. Das gilt auch für die Flüchtlinge in Deutschland.

Rückkehr in ein unsicheres und ein undemokratisches Land

"Ziel der Kurden ist nach eigener Aussage, ein demokratisch organisiertes und dezentralisiertes Syrien zu erreichen. Die syrische Regierung äußerte sich dazu bislang nicht. Ihr Interesse an föderalen Strukturen dürfte gering sein."
Ja, ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die syrische Regierung den Zustand wie vor dem Krieg zurück haben will. Wer den Kurden ein demokratisches und dezentralisiertes Syrien verweigert, verlängert den Krieg.

Folter auch in Europa.

@18:57 von Forengeschwätz
Sie beziehen sich vermutlich auf die a.i.-Angaben und den angeblichen Fotografen "Cesar".

Foltergefängnisse gibt es vermutlich immer noch. Die USA und unser BND haben in Syrien früher Folterverhöre durchgeführt.
Die USA scheinen außerdem nicht nur in Guantanamo weiterhin Foltergefängnisse zu betreiben.

Rückkehr nach Syrien

Super. Geht doch.

@pxslo - Erdogan-Türkei als Beschützer?

So selbstlos wie Sie es darstellen sind sicher viele Türken aber nicht die Erdogan-Türkei. Es geht nicht um humanitäreZiele, sondern um politische.

Vor dem türkischen Angriff auf Afrin sind viele Menschen z.B. nach Şehba geflohen. Laut den Angaben der lokalen Behörden sind dort über 170 000 Geflohene in Ruinen, Zelten und in vermintem Gebiet. Es gibt massive Probleme mit der Hygiene und der Wasserversorgung.

Diese Menschen hatten vor dem türkischen Angriff in einem der sichersten Gebiete Syriens gelebt, wo neben den Kurden verschiedene Ethnien gleichberechtigt an der Verwaltung beteiligt waren.

Jetzt betreibt die türkische Besatzungsmacht eine ethnische undpolitische Säuberung und siedelt islamistische Verbündete und deren Familien an.

wer bitteschön

ist für die Zustände in einem Land einer Gesellschaft verantwortlich
doch wohl die Menschen aus der diese Gesellschaft besteht
und es müsste doch einleuchten, dass wenn es bei denen in ihrem Herkunftsland nicht klappt mit dem Zusammenleben, es im Ausland ob Jordanien dem Libanon oder in Europa noch viel weniger klappen kann

es ebenso wünschenswert wäre, dass diese sogenannten Oppositionellen endlich aufhören Kinder zu rekrutieren und als Kindersoldaten zu missbrauchen. Ebenso sollten sie Andersgläubigen als gleichberechtigt anerkennen.

18:57 von Forengeschwätz

die Alternative
"freie" Wahlen, die nachher keiner akzeptiert
liegt es am Assad wäre es besser ein anderer wäre dran
dann wären (meine ich) bestenfalls dessen Opposition im Bau oder Friedhof

19:06 von pxslo

1000 Syrer zurückgekehrt

In die syrischen Gebiete, die von der Türkei kontrolliert, aufgebaut u. beschützt werden sind in 2 Jahren über 200.000 Syrer von Lagern in der Türkei in ihre Heimat zurückgekehrt.

Die Türkei baut und finanziert dabei die Infrastruktur (Schulen, Straßen, Krankenhäuser).
///
*
*
Wie kann sich Erdogan erdreisten so etwas zu finanzieren.
*
Rückkehr wenn alle deutschen Parteien und Gerichte anders denken?
*
Aber dem ist ja nie zu trauen?

19:09 von DonJohn

Richtigstellung

"Syrische Flüchtlinge in Jordanien allerdings erklärten kürzlich, nicht in das Syriens Assads zurückkehren zu wollen."

Es sollte erwähnt werden, daß in diesem Artikel von Udo Schmidt vom 27. Juli 3 (in Worten: drei) syrische Flüchtlinge in Jordanien erklärt haben, nicht nach Syrien zurükkehren zu wollen.
Daß zwei Tage vorher die UNHCR erklärt hatte, daß 149.268 syrische Flüchtlinge aus Jordanien sehr wohl nach Syrien heimkehren wollen, wurde in diesem Artikel einfach unterschlagen.

Leserkommentare, die dies richtigstellen wollten, wurden "Von der Redaktion nicht freigegeben".
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*
*
Kein Wunder, das dauert.
*
Wie bei Trumps Handelsdefizit und den EU-Zöllen.

@DonJohn 19:09

Danke für Ihre Richtigstellung/Ergänzung zu dem Artikel.

um 18:57 von Forengeschwätz

Bei der UNO hat man offenbar noch nicht mitbekommen, dass der regime change-Krieg verloren ist, und versucht ihn fleissig weiter anzuheizen. Die Beschreibung der Rückeroberung der an die Golan-Höhen und Jordanien angrenzenden Provinzen ist unrealistisch - Hunderttausende vor Assad Fliehende - und von der realen Entwicklung überholt. Die meisten Einwohner dort hatten es gründlich satt unter den Dschihadisten zu leben und jubelten der regulären Armee zu.

unsicher? Kein IS mehr also

unsicher? Kein IS mehr also kein Grund weiter in Europa Hilfe zu kassieren.

18:57 von Forengeschwätz

Folter

Nach Untersuchungen der UN gibt es in Syrien noch immer über 40.000 politische Gefangene und verschwundene oder ermordete Oppositionelle.
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Selbst in der demokratischen BRD hat die SED ungenehme Republikflüchtlinge ermorden lassen.
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Waren wir also damals auch schon unsicher?

18:57 von Forengeschwätz

Folter

Nach Untersuchungen der UN gibt es in Syrien noch immer über 40.000 politische Gefangene und verschwundene oder ermordete Oppositionelle.
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*
Wieviel unregistrierte Doppel- oder Mehrfachidentitäten gibt es in Deuutschland?
*
Gefahr besteht für die auch nur im Bundesland Bayern.
*
Wenn die Sozialbehörden dort wenigstens Figerabdücke vergleichen könnten.

@20:06 Sisyphos3

Über manche Gedankenkombinationen kann man nur den Kopf schütteln - um milde zu bleiben. Mit dieser Logik hätte niemand Flüchtlinge aus Nazideutschland aufgenommen.

@ krittritt

Wenn es in Syrien Foltergefängnisse gibt (was ich nicht weiß), dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass diese von den USA betrieben werden. In Frage kommen eigentlich außer dem Geheimdienst von General Assad höchstens noch die Russen, die Iraner oder die Hisbollah.

Kein Frieden mit Assad

Frieden wird es in Syrien sicher nicht mit der Militärdiktatur unter General Assad geben. Ich wäre für einen Neustart unter Aufsicht der UN mit demokratischer Verfassung statt Dominanz einer brutalen alawitischen Elite.

Dann können die Flüchtlinge endlich zurück kehren. Das wäre ehrlich und fair.

@19:09 DonJohn - Richtigstellung 2.0

Natürlich will der Großteil der geflüchteten Syrer*innen zurück in die angestammte Heimat - das zeigen auch die Kommentare der Geflüchteten, die es derzeit für sich und ihre Familien für zu gefährlich halten; Ihr Zahlenspiel 3: 149.268 ist also blanker Unsinn.

Mit den Dutzenden Milliarden

Mit den Dutzenden Milliarden allein für wenige Jahre für die Hereinkommenden in Deutschland - mit demselben Geld könnte man in den Nachbarländern Syriens Millionen von Menschen ein erträgliches Leben in Flüchtlingslagern ermöglichen.

Es ist anmaßend, stattdessen einem Teil von ihnen dauerhaft hier Teilhabe am deutschen Sozialsystem zu geben - ohne dass sie jemals eingezahlt haben und zulasten von denen, denen in den Flüchtlingslagern ein erträglicheres Leben mit demselben Geld ermöglicht werden könnte

Syrien war ein gutes Land ...

... in dem verschiedene Glaubensrichtungen zusammen leben konnten, bevor sich der Assad-Clan noch unter dem Vater des heutigen Generals Assad an die Macht geputscht hat.

Thema verfehlt

@ Boris.1945

Wieviel unregistrierte Doppel- oder Mehrfachidentitäten gibt es in Deuutschland?

Weiß ich nicht, aber Sie sind im falschen Thema gelandet.

@ krittkitt

Die USA und unser BND haben in Syrien früher Folterverhöre durchgeführt.

Sorry, aber das halte ich für völligen Quatsch. Oder haben Sie Belege?

Militärbasen widersprechen angeblichen Rückzugsplänen

"[...] die USA halten Syrien strategisch für nicht mehr so bedeutend. Deshalb planen sie, sich zurückzuziehen. Die Kurden verlieren damit ihren wichtigsten Verbündeten." (Mahmoud)

Wie kommt Herr Mahmoud zu dieser Einschätzung? Die Kurden wurden schon vor Monaten von den USA fallen gelassen, als die Türkei gegen sie vorging. Außerdem unterhalten die USA mindestens 20 befestigte Militärbasen in Syrien. Von einem baldigen Rückzug kann da wohl keine Rede sein.

Traue keiner Statistik

... die du nicht selbst gefälscht hast. Wie leicht eine Rückkehr über die Türkei nach Syrien ist, hat der Fall Ali Bashar (mutmaßlicher Vergewaltiger von Susanne aus Mainz) gezeigt. Gut möglich, dass Tausende von syrischen Flüchtlingen längst zurück gekehrt sind, ohne dass wir es mitbekommen haben. Da die Sozialleistungen weiter gezahlt werden, wird sich kaum einer der Heimkehrer hier abmelden.

@19:59 Abschiebemini...

Schrecklich. Tausende möchten zurück und können nicht wegen der Gefahr für Leib und Leben. Geht nicht.
Aber das hält manche Kommentierende aus einer bestimmten Ecke, die sich einen feuchten Kehricht um Menschenrechte und Frieden woanders scheren, nicht davon ab, "super" zu skalieren.

@ krittkritt

Chemieeinsätze wurden von Professoren des renommierten Massachussets Institute of Technology untersucht.

Jeder schreibt diese ominöse Untersuchung einer anderen Hochschule zu. Belege sind aber trotz intensiver Recherche nicht auffindbar. Klingt eindeutig nach Fake.

Sie kamen zu dem Ergebnis, dass aus technischen Gründen die Regierung nicht für die Angriffe in Frage kommt.

Dann müssen es die technologisch überlegenen Rebellen gewesen sein. Wahrscheinlich mit der Kalaschnikow oder einer Steinschleuder.

Sofortige Rückführung

Ohne eine sofortige Rückführung der Migranten kann das Land nicht wieder aufgebaut werden.

@ krittkritt

Zitat: "Chemieeinsätze wurden von Professoren des renommierten Massachussets Institute of Technology untersucht. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass aus technischen Gründen die Regierung nicht für die Angriffe in Frage kommt."

Falsch. Außer der syrischen Armee, die über Flugzeuge, Helikopter, Panzer und Artillerie verfügt, ist niemand in Syrien in der Lage, Chemiewaffen einzusetzen. Und das Assad-Regime hat dabei keine Skrupel.

Militärdiktatur

In Chile gab es erst Frieden, als die Militärdiktatur überwunden war. Die syrische Militärdiktatur steht der friedlichen Koexistenz der Konfessionen und ethnischen Gruppen genau so im Weg. Nach ihrem Ende kann das Land unter Aufsicht der regionalen Mächte wieder aufgebaut werden. Dann können auch die Flüchtlinge zurück kehren.

@ Klausewitz

unsicher? Kein IS mehr also kein Grund weiter in Europa Hilfe zu kassieren.

Ich finde es nicht fair, Flüchtlingen zu unterstellen, sie wollten nur "kassieren".
In Syrien lässt die Regierung die Bevölkerung bombardieren. Da können die Leute nicht zurück.

Gelungene Propagandaaktion

Eins muss man Präsident Baschar al Assad anerkennen: er kann Propaganda. Vielleicht haben ihm auch seine persönlichen Berater aus Moskau oder seine neuen Freunde aus der NRW-AfD dezent geflüstert, wie das so geht mit Medien, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit.
Mit Sicherheit wird niemand regelmäßig weiter berichten, wie das Schicksal dieser 1.000 weiter geht und ob die Versprechen, mit denen sie gelockt wurden, eingehalten werden.

Es gibt nicht "die" Sicherheitheitslage in Syrien!

"Eben das beurteilen die Vereinten Nationen anders. Sie sehen die Bedingungen für eine Rückkehr nach Syrien noch nicht erfüllt."

Die Berichterstattung wirkt auf mich, als solle die Sicherheitslage in Syrien und der Rückkehrwille der Bevölkerung übertrieben schlecht dargestellt werden. Daher wüsste ich gern, wer für diese Beurteilung zuständig war: War es eine offizielle Arbeitsgruppe oder handelt es sich um die Einzelmeinung ausgewählter Experten? (Es wäre nicht das erste Mal, dass die Sicht eines westlichen UN-Mitarbeiters zum allgemeingültigen, internationalen Konsens erhoben würde.)

Darüber hinaus sollte jedem klar sein, dass Syrien ein großes Land ist, in dem es sowohl sichere als auch umkämpfte Gebiete gibt. Die Frage nach der Sicherheit lässt sich also keineswegs pauschal beantworten und im Zweifel würde ich eher den Betroffenen vertrauen, als irgendwelchen ungenannten Außenstehenden.

Kann es sein, dass es manche

Kann es sein, dass es manche nicht wahr haben wollen?

Ich freue micht für die Rückkehrer, würde es aber besonders begrüßen, wenn Aufbaugelder seitens unserer Regierung bereitgestellt würden!

@KowaIski - Freie Wahlen ohne fremddiktierte Bedingungen

22:14 von KowaIski:
"Ich wäre für einen Neustart unter Aufsicht der UN mit demokratischer Verfassung [...] Das wäre ehrlich und fair."

Ehrlich und fair ist es erst, wenn in Syrien freie Wahlen abgehalten werden. Insbesondere die in Selbstdarstellung so demokratieliebenden westlichen Nationen möchten aber noch immer die Bedingungen für diese Wahl diktieren.

Wenn sich das syrische Volk für Assad entscheidet, wäre das zu akzeptieren.

1000 Menschen angelockt?

Offenbar hat General Assad die 1000 Flüchtlinge mit irgendwelchen Versprechungen nach Syrien zurück gelockt. Wahrscheinlich beantragt er als nächstes, die Militärdiktatur zum sicheren Herkunftsland zu erklären.

um 22:57 von Erich

um 22:57 von Erich Honecker.
"
Militärdiktatur

In Chile gab es erst Frieden, als die Militärdiktatur überwunden war.
"

-> Und wer hat mitgemacht in Chile die Demokratie zu stürzen & die Diktatur zu errichten ? Die USA.
Jener Staat,der im Namen von "Demokratie,Freiheit & Menschenrechte" gleich in zig Staaten (inkl. in EU-Staaten) folterte sowie die "friedensbringende Freiheitskämpfer" (so lautete damals die offizielle Bezeichnung für die)
der Al-Quaida mit ins Leben rief & bewaffnete & nun gemeinsam mit "moderaten Rebellen" & dem "basisdemokratischen Saudi-Arabien" die "Demokratie" "voll friedlich" und "selbstlos" seit Jahren in Syrien "die Demokratie" bringen will...

@Erich Honecker. - Korrektur

22:48 von Erich Honecker.:
"Falsch. Außer der syrischen Armee, die über Flugzeuge, Helikopter, Panzer und Artillerie verfügt, ist niemand in Syrien in der Lage, Chemiewaffen einzusetzen."

Das ist gleich zwei Mal falsch.
Zum einen veröffentlichte die Tagesschau erst kürzlich ein Bild von sogenannten "Rebellen" mit einem Panzer. Es ist davon auszugehen, dass dieses Bild kein Einzelfall war.
Zum anderen kann jeder Chemiewaffen einsetzen, der über welche verfügt. Insbesondere bei Gasen wie dem laut gewisser Quellen immer wieder eingesetzten Chlor reicht es völlig aus, bei passender Windrichtung ein Ventil öffnen zu können.

Selbst die berüchtigten "Fassbomben" wurden auch von den "Rebellen" eingesetzt. Stichwort: Höllenkanone.

23:15 von Nachfragerin

Sie können wohl kaum sagen:

Ehrlich und fair ist es erst, wenn in Syrien freie Wahlen abgehalten werden.

um gleich im nächsten Satz sogleich Ihre eigenen Wertvorstellungen (fair, ehrlich, frei) wieder zu negieren:

Insbesondere die [...] westlichen Nationen möchten aber noch immer die Bedingungen für diese Wahl diktieren.

Augen auf beim Eierkauf ...

@Trumputin 23:20

"Offenbar hat General Assad die 1000 Flüchtlinge mit irgendwelchen Versprechungen nach Syrien zurück gelockt...."
.
Wie kommen Sie auf so eine verwegene Behauptung? Haben Sie irgendwelche Indizien?
.
Der Krieg in Syrien neigt sich dem Ende. Der IS wird womöglich hin und wieder Selbstmordattentäter losschicken. Aber militärisch sind die Terroristen wohl besiegt.
.
Das sollte reichen, um das Land zukünftig als hinreichend sicher gelten zu lassen, denn mit Selbstmordanschlägen von irgendwelchen fanatischen Terroristen muss man auf der ganzen Welt rechnen: von Australien über Berlin nach New York. Sicher ist man auf dieser Welt derzeit nirgendwo!

um 22:25 von KowaIski @

um 22:25 von KowaIski
@ krittkitt
"
Die USA und unser BND haben in Syrien früher Folterverhöre durchgeführt.

Sorry, aber das halte ich für völligen Quatsch. Oder haben Sie Belege?
"
->
Einfach mal besser informieren - könnte aber Ihr Weltbild gefährden...

Die USA foltert nicht nur selbst in Guantanamo & auf US-Schiffen oder folterte in EU-Staaten (wofür EU-Staaten ja nun verurteilt worden sind- die USA aber nicht...) /Thailand,Irak,Afghanistan - nein.Die USA gab auch Aufträge heraus an andere Staaten,damit die im Auftrag der USA foltern - z.B. Syrien.

Wer ist hier anmaßend?

29. Juli 2018 um 22:17 von Norddeutscher22

Lieber "Norddeutscher", kennen Sie das Prinzip des deutschen Solidarsystems? Ganz einfach: wer ein Recht auf Leistungsbezug hat, was durch ein rechtsstaatliches Verwaltungsverfahren festgestellt wird, der kann auch Leistungen beantragen und erhalten. Was ist anmaßend an der Stellung eines Antrags und einem späteren Leistungsbezug? Übrigens ist das Recht auf Leistungsbezug immer befristet. Schließlich muss die staatliche Verwaltung die Prinzipien von Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit im Umgang mit öffentlichen Mitteln stets beachten.
Deshalb sind auch staatliche Hilfsgelder für Flüchtlingslager außerhalb Europas tatsächlich eine Art "freiwilliger Leistungen" einer Landes- oder Bundesregierung.

Nur so nebenbei gefragt: lieber Norddeutscher, haben Sie jemals in einem Flüchtlingslager gelebt, um das Leben dort als "erträglich" bezeichnen zu können?
Und übrigens: die Bundes- und Landesregierungen finanzieren beides: Asyl und Rückkehrhilfen.

@ Nachfragerin

Wenn sich das syrische Volk für Assad entscheidet, wäre das zu akzeptieren.

Ist das nicht ein bisschen weltfremd? Assad und seine alawitische Elite besetzen alle Schaltstellen und unterdrücken seit über 40 Jahren jegliche politische Partizipation der Sunniten. Die werden ihn nicht wählen. Die Sunniten sind aber etwa 70 Prozent der Bevölkerung. Ein frei gewählter Präsident wäre auf jeden Fall ein Sunnit.

@22:17 Norddeutscher22

Anmaßend ist zu behaupten, aus Syrien geflüchtete Menschen wollten vor allem "Teilhabe am Sozialsystem": das ist nichts anderes als eine boshafte Unterstellung, die allerdings gerne zum Anfachen von Ressentiments verwendet wird; sie sagt mehr über die Erfinder/Nutzer*innen solcher Gedankengänge aus als über geflüchtete Syrer*innen.

21:59 von andererseits @20:06 Sisyphos3

Mit dieser Logik hätte niemand Flüchtlinge aus Nazideutschland aufgenommen.

War das denn der Fall, dort, von wo die Menschen nun zu uns kommen ... ?

um 22:48 von Erich

um 22:48 von Erich Honecker.
@ krittkritt

Zitat: "Chemieeinsätze wurden von Professoren des renommierten Massachussets Institute of Technology untersucht. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass aus technischen Gründen die Regierung nicht für die Angriffe in Frage kommt."

Falsch. Außer der syrischen Armee, die über Flugzeuge, Helikopter, Panzer und Artillerie verfügt, ist niemand in Syrien in der Lage, Chemiewaffen einzusetzen.

->
ja klar...nur die syrische Armee ist in der Lage...
...der IS nutzte ja auch keine Chemiewaffen...
...& der Fall den "krittkritt" meint wurde auch untersucht - verwendet wurden Boden-Boden-Raketen (werden die aus Hubschrauber geworfen - wohl eher nicht...) & deren Reichweite war begrenzt - syrische Armee konnte die gar nicht dahin schießen,wo die einschlugen - die war zu dem Zeitpunkt schlicht außerhalb der Maximalreichweite dieser Raketen - im Gegensatz zu den "moderaten Rebellen",die in passender Entfernung ihre Position hatten...

22:17 von Norddeutscher22

Ach so, und sie glauben, die Bundesregierung würde das tun ?
Wohl kaum. da ist ein gewisser Zwang wie nun sicher erfolgversprechender. Außerdem wollen die Menschen wohl auch kaum in Flüchtlingslagern leben. Sie haben ja vorher auch ganz normal in Häusern gelebt und gearbeitet und so.
So wie wir. Ohne ihr Zutun hat sich das dann geändert.

@ Nachfragerin

Assad wird es in einer wirklich freien Wahl ohne den gewaltigen Repressionsapparat aus 23 verschiedenen Geheimdiensten sehr schwer haben, denn kein syrischer Sunnit würde je einen alawitischen Präsidenten wählen. Aber auch die meisten Christen stehen nicht auf der Seite Assads.

Keine Chance für Assad

Wenn es in Syrien zu einer freien Wahl kommt, heißt der Präsident danach mit Sicherheit nicht mehr al-Assad.

um 22:18 von

um 22:18 von KowaIski
"
Syrien war ein gutes Land ...

... in dem verschiedene Glaubensrichtungen zusammen leben konnten, bevor sich der Assad-Clan noch unter dem Vater des heutigen Generals Assad an die Macht geputscht hat.
"

...& die Syrer haben das aber erst nach 40 Jahren gemerkt,wa?
Erst als die USA (mit Geld aus Saudi-Arabien) in EU-Ländern auf Waffenkauf ging & das Zeug im Gießkannenprinzip an praktisch jeden Radikalen verteilte,der bereits in Syrien war,oder vorher in syrischen Nachbarländern in US-Ausbildungslagern trainiert wurde & dann nach Syrien geschickt wurde...

Geschwätz

manche User machen ihrem Nick alle Ehre.

Es ist wichtig,

dass die Menschen wieder in ihr eigenes Land zurückkehren können.
Wenn man die jungen Männer betrachtet, die sich in Deutschland aufgrund ihrer Angabe, dass sie Syrer sind, als Flüchtlinge aufhalten, dann ist davon auszugehen, dass Syrien in dieser Beziehung völlig ausgeblutet ist.
Diese jungen Männer werden zum Wiederaufbau dieses Landes dringend gebraucht, da sie doch über gute Bildung und berufliche Ausbildung als Fachkräfte verfügen sollen.

Ich fände es gut, wenn sich Deutschland mit einem angemessenen Betrag für den Neustart im eigenen Land von ihnen verabschieden würde.

"Wir sind wegen des Terrors

"Wir sind wegen des Terrors geflüchtet, aber ich habe ein würdeloses Leben geführt, seit ich Zabadani 2011 verlassen habe. Ich bin sehr froh, dass Syrien jetzt wieder sicher ist."

Wer kontrollierte zeitweise Zabadani?
"moderate Rebellen".
Wie betrachtet z.B. dieser Flüchtling diese "moderaten Rebellen" ? Als Terroristen.

Wieso bezeichnet er Syrien als WIEDER sicher (zumindest in Teilen) - weil die syrische Regierung diese Teile wieder kontrolliert.
Genauso wie auch zuvor,bevor er flüchtete,da kontrollierte auch die syrische Regierung seine Heimat & er erlebte diese als sicher.

Wie viele Spindoktoren haben versucht zu erzählen,dass die Menschen in den Libanon wegen Assad flüchteten ? Reichlich.
Hier mal wieder ein O-Ton eines Flüchtlings,der offenbart,dass die Spindoktoren nichts weiter als Lügen verbreiteten

was wenn doch

@Trumputin:
"Wenn sich das syrische Volk für Assad entscheidet, wäre das zu akzeptieren.

Ist das nicht ein bisschen weltfremd? Assad und seine alawitische Elite besetzen alle Schaltstellen und unterdrücken seit über 40 Jahren jegliche politische Partizipation der Sunniten. Die werden ihn nicht wählen. Die Sunniten sind aber etwa 70 Prozent der Bevölkerung. Ein frei gewählter Präsident wäre auf jeden Fall ein Sunnit."

Was wäre wenn Assad die Wahlen trotzden gewinnen würde?
Was wäre dann?
Wahlmanipulation?
Keine richtige Opposition?
Stimmen wurden gekauft?
Stimmen wurden erzwungen?

Ich verweise auf seine letzte Wahl.
Trotz Sanktionen Diskreditierung und Bürgerkrieg haben sich die meissten Syrer für Assad entschieden.
Warum wohl?
Ganz einfach:
Vor den ganzen Sanktionen und behauptungen(2008), haben alle Religionen friedlich nebeneinander gelebt.
Ohne Probleme.

Wenn man aber einer Gruppe vorgaukelt dass sie benachteiligt werden un d sie mit Waffen unterstützt, dann knallts.

Ich frage mich ob jemals alle Flüchtlinge...

Ich frage mich ob jemals alle Flüchtlinge aus Deutschland zurückkehren werden und muss da an einen Bericht über einen syrischen Analphabeten der mit zwei Frauen und zwölf Kinder nach Deutschland flüchtete denken. In seiner Heimat wird er doch schwerlich in der Lage sein eine solche Familie zu ernähren. In Deutschland zahlt alles der deutsche Steuerzahler. Warum sollte er zurückgehen? Noch unter dem Hintergrund das er damit prahlte 40 Kinder in die Welt zu setzen wollen. Ich denke da anders. Ich würde mir zuerst darüber Gedanken machen wie ich eine Familie versorgen kann bevor ich Kinder in die Welt setze?

nachdenken

@Dr.Manfred Körte:
"Assad wird es in einer wirklich freien Wahl ohne den gewaltigen Repressionsapparat aus 23 verschiedenen Geheimdiensten sehr schwer haben, denn kein syrischer Sunnit würde je einen alawitischen Präsidenten wählen. Aber auch die meisten Christen stehen nicht auf der Seite Assads."

Wer hat denn bei den letzten beiden Wahlen Assad gewählt, wenn er auf über 90 % der Stimmen kam und die unterdrückten Sunniten ihn nicht gewählt haben?

Nebenbei: Es ist für Aussenstehende immer ein leichtes in einem Land Unruhe zu stiften, in dem man Religionen gegeneinander aufhetzt.
Sunniten und Schiiten gehen immer.
Aber Alaviten und Sunniten funktioniert nicht immer.
Bitte suchen Sie sich eine andere, glaubwürdigere Begründung aus.

@23:39 Phonomatic

Sie scheinen das infame gar nicht verstanden zu haben: wenn man Menschen, die aus einem Land fliehen müssen, weil sie zur Opposition oder zur "falschen" Ethnie gehören oder ganz einfach in Kriegsgebieten um Leib und Leben fürchten müssen, vorwirft, sie könnten sich dann ja erst recht nicht woanders integrieren, spricht man jedes gegen Teile der eigenen Bevölkerung kriegsführende oder Ethnien verfolgende Regime quasi von Vergehen frei. Das ist empörend und völlig inakzeptabel - und dient durchsichtigerweise nur der Angst- und Voruteilsschürung.

23:48 von derkleineBürger

Sie haben vielleicht nicht mitbekommen, dass in den letzten 40 Jahren schon Syrer in Deutschland tatsächlich echtes Asyl bekommen haben, weil ihnen in Syrien aufgrund politischer Betätigung nachweislich Verfolgung drohte ...

Die letzte Protestwelle in Syrien war über Monate friedlich. Der Einsatz von Waffen gegen die Demonstranten begann durch die Regierung, um durch Todesopfer bei einigen Demos ein Anschwellen der Protestwelle im ganzen Land zu unterbinden. Ein leider nicht ganz unüblichen Schema grundlegend auf Repression basierender Herrschaften, auch anderswo in der Welt.

Da brauchen Sie uns nicht wieder eine Geschichte mit Ihren liebsten Feinden zusammenspinnen.

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