Ihre Meinung zu: Geflüchtete Syrer in Jordanien: Kein Zurück

28. Juli 2018 - 3:18 Uhr

Mehr als 600.000 syrische Flüchtlinge leben in Jordanien. Zwar hat Syriens Präsident Assad sie aufgerufen, zurückzukehren - doch so lange der Krieg andauert, kommt das für sie nicht infrage. Von Udo Schmidt.

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Ob und wann sie zurückkehren

Ob und wann sie zurückkehren wird wohl ganz entscheidend von den Umständen ihrer Flucht abhängen.

Wer "vorsorglich" - und das werden eher die Wenigsten sein - gegangen ist, könnte relativ schnell eine Entscheidung zur Rückkehr fällen. Jedenfalls sobald klar ist, dass ein Trend zu Frieden und Sicherheit da ist und sich auch fortsetzen wird.

Wer hingegen keine andere Wahl mehr hatte als mit Flucht das nackte Leben zu retten, dessen Flucht gefährlich und beschwerlich war, der wird sich sicher gut überlegen, ob er nicht lieber da bleibt, wo er sich hingerettet hat.

Solange ein grundlegender Systemwechsel in Syrien nicht stattgefunden hat, wird es für potentielle Rückkehrer immer ein Risiko sein die alte Heimat wieder aufzusuchen. Ein persönlicher Verlust für die Geflüchteten und auch das Land wird viel investieren müssen, um die abgeflossenen Human Resources wieder aufzubauen. Dumm gelaufen für alle Beteiligten. Unendlich schade!

Es herrscht immer noch Krieg

Es ist nur zu verständlich, dass die Menschen nicht nach Syrien zurück können, so lange noch Krieg herrscht. Und ein Ende ist nicht absehbar. Es haben nie ernsthaft Verahndlungen stattgefunden, jede Seite sucht den militärischen Sieg.

Fassbomben

Das Widerwärtigste sind Fassbomben: billige Bomben aus einem Fass gefüllt mit Eisenschrott und Sprengstoff. Sie werden aus Helikoptern von General Assads Armee willkürlich auf belebte Straßen und Plätze im Rebellengebiet abgeworfen. Billiger Terror des Militärregimes.

Die wehrlose Zivilbevölkerung kann in dieses Land nicht zurück kehren, bevor das Regime nicht aufgelöst ist.

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