Ihre Meinung zu: Brexit-Minister droht: Ausstiegsrechnung unter Vorbehalt

22. Juli 2018 - 15:35 Uhr

Rund 40 Milliarden Euro soll Großbritannien für offenen Rechnungen an die EU zahlen. Der neue Brexit-Minister knüpft die Zahlung jetzt an Bedingungen: erst ein Handelsabkommen - dann das Geld.

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Kommentare

So nebenbei erfährt man interessante Dinge

Nur GB muss Milliarden für EU-Pensionen zahlen. Bedeutet: auch die anderen Länder müssen MIlliarden für EU-Pensionen zahlen.

Fragen:
wie viele Milliarden kosten uns diese EU-Beamte, die kaum einer kennt? Wie viele sind das? Und was verdienen die schon heute?

Und wer von diesen Beamten, die kaum einer kennt, hat wie viele Lobbyisten getroffen? Wer von diesen Beamten hat Nebeneinkommen? Und brauchen wir all diese Leute wirklich oder sind einige primär dafür da, um Anlaufstelle für Lobbyisten zu sein?

Abgeschaut. Erpressung erster

Abgeschaut. Erpressung erster Güte, ala Trump. Sich Rosinen rauspicken, ob das Brüssel zulässt. Tatsache ist, die Briten haben sich entschieden, dazu haben sie auch mit Nachteilen zu rechnen, wenn es so vereinfacht nach ihren Wünschen ginge, würden für jeden weiteren eventuellen Austrittskandidaten Tür und Tor weiter aufgehalten, das hieße im Endeffekt das die EU auseinanderbricht.

Soll das ein Scherz sein?

"Raab verwies auf Artikel 50 des EU-Vertrages, der den Austritt eines Mitgliedstaates regelt. Dort sei vorgesehen, dass während der Verhandlungen über ein Austrittsabkommen an künftigen Rahmenbedingungen für die neue Beziehung gearbeitet wird. "Beides ist also miteinander verbunden", sagte Raab."

Es steht nirgendwo in Artikel 50, dass ein austretendes Mitglied Anspruch auf ein Freiheindelsabkommen hat. Dass über den Ausstieg verhandelt wird? Ja, ok. Wird es ja auch. Aber die einzigen, die bisher eine Lösung verhindern sind die Briten selbst! Wer hat sich denn Monate nicht auf einen Plan einigen können und streitet selbst jetzt noch intern herum? Wer verzögert ständig die Fortschritte, weil man bitte alle Vorteile ohne Nachteile möchte?

Diese Drohung ist schlicht lächerlich und weiterhin keine konstruktive Lösung. Wieder werden Sprüche geklopft, aber wo ist das Angebot einer konkreten Lösung? Wieso unterbreiten die Briten denn nicht endlich mal ein Konzept, wie sie es sich vorstellen?

Verzweiflungsakt letzter Teil

Wer den Verein verlassen will, muß vorweg seine Schulden bezahlen,
Mehr ist dazu nicht zu sagen.
Die verwöhnten Upperclass-Glücksritter werden sich daran gewöhnen müssen, daß es auch für sie keine comfort-zone gibt. Und daß sie sich von denen zur Verantworung ziehen lassen müssen, die die Suppe auszulöffeln haben, die sie ganz GB eingebrockt haben. Die ersten haben sich ja schon in die Büsche geschlagen

Dass ein Abkommen über den Austritt und die künftigen Beziehungen ausgehandelt wird ist doch nicht die Frage. Wer verweigert denn Verhandlungen?

An was hält sich denn die eine Seite und die andere nicht?
Der Verweis auf Artikel 50 des EU-Vertrags ist überflüssig. Es gibt da keinen exclusiven Anspruch für den Austritt Großbritanniens. Der Austritt ist die Entscheidung dort!

Sich die attraktiven Teile sichern und die unattraktiven der EU belassen, das nennt man Rosinenpickerei. Dazu noch Erpressung, das geht gar nicht! So wird das hart werden, für beide Seiten!

Großbritannien hat angekündigt, die Austrittsrechnung für den Brexit erst zu begleichen, wenn ein Handelsabkommen mit der EU steht.

Lernprozesse

Die Lektion wird extrem schmerzhaft sein - und heilsam.
Am Ende, wenn GB wieder in die EU zurückkehrt, wird es klüger sein - und ärmer. Ohne Sonderrechte, ohne Briten-Rabatt. Die Upperclass-Glücksritter um Johnson werden sich für ihre Lügenkampagnen verantworten müssen und jede Verantwortung ableugnen.
Wie immer.

@HerrJemine

Johnson und Co. sind keinesfalls Upperclass,sondern ascendancy (vergleichbar mit den Preußischen Junkern) und somit dem Glücksspiel und Zocken verschrieben!
Tatsächlich handelt es sich bei den "Austrittsgebühren" um laufende Verpflichtungen.
Zu den EU-Gehältern: bereits vor über 20 Jahren bekamen Mitarbeiter der EU Poststelle wesentlich mehr als ein Professor an der Brüsseler Uni!

Verschobene Logik

Wie kann man das Zahlen von Verbindlichkeiten an Bedingungen knüpfen? Ich kann doch auch nicht die Zahlung der Schulden aus einem Handyvertrag an die Bedingung knüpfen, dass man mir erst nen neuen geben muss.

@ 18:48 Joes daily World

Was haben sie denn für Verschwörungsängste? Es überrascht sie, dass es EU Beamte gibt? Dass diese Info für sie neu ist und sie einen unbeabsichtigt aufgedeckten Skandal wittern liegt nicht an einer Geheimhaltung sondern ihrer Uninformiertheit. Was dachten sie denn, wer die Arbeit in den EU Behörden erledigt?

18:48 von Joes daily World

"So nebenbei erfährt man interessante Dinge
Nur GB muss Milliarden für EU-Pensionen zahlen. Bedeutet: auch die anderen Länder müssen MIlliarden für EU-Pensionen zahlen.
Fragen:
wie viele Milliarden kosten uns diese EU-Beamte, die kaum einer kennt? Wie viele sind das? Und was verdienen die schon heute?
Und wer von diesen Beamten, die kaum einer kennt, hat wie viele Lobbyisten getroffen? Wer von diesen Beamten hat Nebeneinkommen? Und brauchen wir all diese Leute wirklich oder sind einige primär dafür da, um Anlaufstelle für Lobbyisten zu sein?"

Da fragen Sie doch am Besten gleich Herrn Meuthen.
Der hat im ARD-Sommerinterview hervorgehoben, dass ihm die 'Arbeit' als EU-Parlametarier genügend Zeit für die Parteiführung lasse, ganz im Gegensatz zur Arbeit im badenwürttembergischen Landtag davor.
Was bekommt ein EU-Parlamentarier? Und ist das dann ein Halbtags-Job, der ihm genügend Zeit lässt, häufig nach Berlin zu reisen, um dort seinen (Fulltime-)Job als Parteivorsitzender nachzukommmen?

@Joes daily World Lieber

@Joes daily World
Lieber Experte, im Gegensatz zu vielen nationalen (auch deutschen!!) Beamten, die auf nachfolgende Generationen vertrauen, haben wir EU-Beamte uns unsere Rente durch unsere Beitragszahlungen zur Zeit unserer Pension selbst aufgebaut. Und stellen Sie sich vor, es gibt auch EU-Beamte, die noch nie einen Lobbyisten gesehen haben - Wissenschaftler zum Beispiel.
So gesehen klingt ihr Vorwurf recht neidzerfresse!

Brexit

Kann man sagen, "Dann behaltet eure 40 Mrd."? Ist das nicht günstiger für uns? Was sind schon 40 Mrd? Das schafft ein deutscher Autokonzern ma eben so.

@ 18:48 von Joes daily World

Die Antworten auf die meisten Ihrer Fragen können Sie im Internet nachlesen bei Eurostat.

Für deutsche Beamtinnen und Beamten bei destatis.

Ist Ihnen der Unterschied zwischen den Gruppen "Verbeamtete" und "Parlamentsmitglieder" gewärtig?

Wieviele in Deutschland Verbeamtete kennen Sie zumindest dem Namen nach?

Es sind ein paar Millionen im Einsatz für Bund, Land, Kreise und Kommunen.
In der Verwaltung.
Bei Gerichten und Staatsanwaltschaften.
Bei Polizei und Feuerwehr.
Als Profs an Unis und Uni-Kliniken.
Als Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen.
In Bibliotheken.
Bei Kirchen.
(Noch) bei Post und Bahn.
Etc.

Unter den Vorgenannten haben zB aus der Gruppe der Profs fast alle ein Nebenamt ("für Verzahnung von Theorie und Praxis").

Lobby-Besuche? Finden Sie bereits an Schulen und bei kleinen kommunalen (Bau-) Maßnahmen, erst recht bei größeren Infrastrukturprojekten, Uni-Forschung zu Pharma, Chemie, Agrar, Energie und und und.

Von Äpfeln und Birnen

Verwunderlich finde ich, wie viele Kommentatoren hier den Unterschied zwischen Beamten und Parlamentariern nicht kennt...

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