Ihre Meinung zu: Zuckerberg zu Richtlinien: Holocaust darf auf Facebook geleugnet werden

19. Juli 2018 - 8:02 Uhr

Facebook-Gründer Zuckerberg will Beiträge von Holocaust-Leugnern nicht aus der Plattform löschen lassen. Er sei zwar selbst Jude, aber solange man nicht zu Gewalt aufrufe, dürfe man auch Falsches behaupten.

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Kommentare

Meinungsfreiheit gilt auch für Unsinn

Sonst bekommen wir ein Internet wie in China, in dem alle politisch inkorrekten Beiträge persönliche Konsequenzen haben.
Das will vielleicht der eine oder andere (auch deutsche) Politiker gerne so.
Zensur sollte aber nicht die Aufgabe von Internetmedien sein, sondern von Gerichten.

HOLOCAUST leugnen !???

Sorry, aber selbst wenn es in seinen Richtlinien OK ist, das ist ein UNDING.
Da die Erde eine Scheibe ist ! : LESEN SIE (Hr.Zuckerberg) einmal ~~FANIA FENELON -
Das Mädchenorchester in Auschwitz ZB

Den Holocaust leugnen, ist so als hätte das III.Reich nicht den 2.WK angezettelt.Und das ist doch wohl UNBESTRITTEN.

Facebook

Inhalte auf Facebook sollten aber lediglich verboten werden, wenn sie für den Angriff auf jemanden verwendet würden oder Schaden erzeugten.

Facebook verfolgt anscheinend das Konzept, dass jeder jeden Stuss behaupten kann. Das mag bei der Behauptung, die Erde sei eine Scheibe, harmlos sein. Bei vielen anderen Sachen sicherlich auch.

Bei der Leugnung des Holocaust sind viele in Deutschland und bestimmt auch in Israel sicherlich empfindlicher und anderer Meinung. Dass Herr Zuckerberg da "entspannter" ist verwundert zwar, ist vermutlich in den USA gar nicht so selten, da dort insgesamt eher eine starke Betonung der individuellen Freiheit vorherrscht und auch vehement verteidigt wird.

Leider ist es anscheinend nicht mehr möglich, sich von dieser US-bestimmten Weltsicht abzukoppeln. Facebook u.a. dominieren inzwischen weltweit und jeder kann dort scheinbare Bestätigung für alles finden, was er oder sie gerne glauben wollen. Anscheinend ein verbreitetes Bedürfnis.

Es ist immer kontraproduktiv,

wenn Menschen daran gehindert werden, ihre Meinung zu sagen, selbst wenn sie völlig danebenliegt. Jedes Denkverbot, jede Meinungsvorgabe und jede "Keule" führen automatisch dazu, dass gerade das Gegenteil erreicht wird. Sogenannten Holocaust-Leugnern kann man ihre Meinung zwar nicht verbieten, man kann sie aber an die Stätten der Judenvernichtung -wie Auschwitz- expedieren, wo sie sich vielleicht doch ein anderes Geschichtsbild erwerben können. Bei manchen wird es fruchten, sicher nicht bei allen. Und genauso grundverkehrt ist es, in einer totalen Informationsgesellschaft wie der unseren Dinge zu verschweigen, schönzufärben, umzudeuten usw., das hat schon früher nur bedingt funktioniert und geht heute gar nicht mehr.

Ein Fall für den Psychologen

Zuckerberg:
„Ziel seines Netzwerks sei aber nicht, User davon abzuhalten, etwas Unwahres zu sagen - sondern die Verbreitung von Falschnachrichten und falschen Informationen über Facebook zu stoppen.“

Das soll einer Verstehen!?!

Wenn also jemand behauptet es gab keinen Holocaust, dann ist das nach Zuckerberg keine falsche Information sondern schlicht nur die Unwahrheit? Geht's noch?
Facebook ist eine der größten Plattformen auf denen „Fake-News“ und Unwahrheiten zu „News“ und Wahrheiten werden und von Unwissenden aufgesogen werden als wäre es die „reine Wahrheit“. Das ist auch der Grund warum User die Ihre „Wahrheiten“ nur über „social media“ konsumieren ein verzerrtes Weltbild haben.
Ich würde Herrn Zuckerberg dringend den Besuch eines Psychologen nahelegen um mit seiner Verantwortung besser umgehen zu können.
Der Politik würde Ich raten noch härter gegen Facebook vorzugehen, gerade bei solch „schrägen“ Begründungen.

Erinnerung contra Empfinden

Es gibt religiöse Gefühle.
Es gibt kein Erinnerungs-Gefühl.

religo - anbinden/festhalten

Gibt es laut Zuckerberg kein Erinnerungs-Gefühl?

Bertrand Russel und der ihn zitierende Aleister Crowley,
beide dehnen den Religionsbegriff sachkundig auf alles
Tradierbare, Lern und Lehrbare aus.

Sollte also Zuckerberg seine eigene Vita sakralisieren,
muß er sich dann aus berufenem Munde eines Besseren
belehren lassen? Seine eigenen Erinnerungen,
wie intim auch immer, sind dann
dauernder öffentlicher wissenschaftlicher Diskussionsgegenstand.

Na das passt ja genau zu dem

Na das passt ja genau zu dem Bild, das ich von den 'Sozialen Medien' habe. Jetzt weiß ich auch, warum manche Fernsehsendungen trotz allem, was sich Facebook schon so geleistet hat noch immer als Zuschauerzugang genutzt wird.

Entwicklungsgeschichtlich zurückgeblieben.

Die Aussagen muß man sich 3x durchlesen, um zu einem erschreckenden Urteil zu kommen. Der Mann besitzt je gerade einmal rudimentäre Merkmale einer entwicklungsgeschichtlichen Sozialisation.
Wozu soll man als den Holocaust nicht leugnen dürfen? das schadet doch niemandem. Erst recht nicht animiert man damit Geister wie ihn selbst zur Nachahmung, oder Wiederholung, so doch der wahre Kern seiner Aussage. Wer allerding einmal nachschaut, mit welchen Methoden Z. zu seinem Reichtum gekommen ist, kommt einfach nur zu dem Schluß. Sein Vermögen verhält sich umgkehrt prportional zu seiner sittlichen Reife.
Muß man sich jetzt noch wundern, wenn sich einige Politiker mit einer ähnliche Reife Zuckerbergs Philosophie anschließen?
Ein erschreckendes Bild. (darf man sich jetzt noch wundern, daß die wahren Wahlfälscher hinter FB nie hinterfragt werden? Was ist mit Korbyns Team?)

Soll das unter Meinungsfreiheit laufen???

Das ist dich wohl das Letzte .
Wenn ein Unbelehrbarer in seiner guten Stube Schwachsinn äussert, ist das eine Sache. Aber im Netz? Bei Facebook?

Wenn ich da noch wäre wäre das der Grund mich endgültig zu verabschieden.

Wo Lügen wie diese zugelassen werden, was haben Nutzer dort zu erwarten? Nichts Gutes.

Ich kann Herrn Zuckerberg verstehen

In einem Land, in dem selbst der Präsident jeden noch so großen Schwachsinn als Wahrheit (basierend auf alternativen Fakten) verbreitet, ist es mehr als schwierig Grenzen zwischen Meinungsfreiheit und Beleidigung / Straftat zu ziehen.
Die Meinungsfreiheit ist nun mal ein hohes Gut und sollte nicht mit Füßen getreten werden.
Es gilt also auch hier: "im Zweifel für den Angeklagten".

Widersprüchlich

"Ziel seines Netzwerks sei aber nicht, User davon abzuhalten, etwas Unwahres zu sagen - sondern die Verbreitung von Falschnachrichten und falschen Informationen über Facebook zu stoppen."

Im Falle der Holocaustleugnung ein Widerspruch in sich, oder ist die Leugnung keine Falschnachricht bzw. falsche Information?

Und jetzt, verstehe

das Problem nicht. Wenn jemand den Holocaust leugnet, dann soll er. Ist nur in Deutschland eine Straftat.
Evtl. kann ja ein anderer Nutzer ein paar Links zu Geschichten von Zeitzeugen beifügen.

Schwierig..

Soviel ich weiß ist das Leugnen des Holocaust nur in den deutschsprachigen Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein) eine Straftat, in anderen Ländern jedoch nicht.

Abgesehen vom moralischen Aspekt - wie kann man also von Facebook verlangen etwas zu tun, was im allergrößten Teil seines Verbreitungsgebietes keine Straftat darstellt?
Gibt es da überhaupt eine rechtliche Handhabe?

Ein schwieriges Thema.

Einerseits hat Zuckerberg recht, dass man auch unabsichtlich flaches behaupten kann und es dementsprechend falsch wäre, da die Sittenpolizei zu spielen, andererseits sollte dieses Recht spätestens da enden, wo es andere beleidigt. Ich weiß nicht, wie Überlebende darüber denken, wenn sie Texte lesen, in denen geleugnet wird, dass es den Holocaust überhaupt gab, aber wenn diese das gelöscht sehen wollen, sollte es auch gelöscht werden.

Darüber hinaus entsteht durch das Zulassen falscher Ansichten ein anderes Problem, nämlich eine Blase, in der Gleichgesinnte sich gegenseitig bestätigen und in ihrer falschen Meinung bestärken, was unter anderem von Populisten genutzt werden kann, um demokratische Strukturen zu untergraben.

Die großzügige Haltung von

Die großzügige Haltung von Marc Zuckerberg kann nicht genug gelobt werden ! Zensur in anderen Foren (auch Moderation genannt) ist stets kontraproduktiv und dann Begründung für "Lückenpresse" oder "Regierungssender". Alle Meinungen sollten öffentlich sein - und seien sie auch noch so abwegig. Jeder Mensch hat doch ausreichend Kritikvermögen und kann sehr wohl die Spreu vom Weizen trennen - wobei die Spreu durchaus interessant oder sogar belustigend sein kann. Der Holocaust ist für viele Menschen schlicht nicht vorstellbar. Auch für mich war es lange Zeit nicht erklärbar, wie eine so große Zahl von Menschen innerhalb von etwa fünf Jahren in Luft aufgelöst werden konnte und dies von der übrigen Bevölkerung weitestgehend unbemerkt blieb. Es ist gut, wenn darüber diskutiert werden kann, ohne daß sogleich mit der Antisemitismuskeule gedroht wird.

Warum lässt Herr Zuckerberg

Warum lässt Herr Zuckerberg dann richtige, echte und wahre Dinge von Facebook löschen? Z. B. haben Frauen Brüste und sie nutzen diese, um ihre Kinder zu stillen, und das ist keine Pornographie! Z. B. sind in der Kunst über die Jahrhunderte manche Menschen nackt dargestellt und diese Körper sind nicht etwa verzerrt oder verfälscht sondern natürlich.
Solange diese Diskrepanz besteht, ist Herr Zuc kerberg nichts weiter als ein Heuchler, der sich nicht traut, dem rechten Rand Schranken zu zeigen oder diese gar durchzusetzen.

Wie so oft:

Erst kommt das Fressen,
dann kommt die Moral.

Also ein bisschen Holocaust leugnen, ist ganz gut für´s Geschäft. MZ ist einfach nur eklig. Wie das Verhalten aus speziell jüdischer Sicht zu bewerten ist, sollte man aber den Schriftgelehrten überlassen.

@08:41 von Al Ternativ

...man kann sie aber an die Stätten der Judenvernichtung -wie Auschwitz- expedieren, wo sie sich vielleicht doch ein anderes Geschichtsbild erwerben können...

Wenn es so einfach wäre, dann gäbe es ja keine Holocaust-Leugner. Wenn sie so jemanden nach Auschwitz bringen, wird er Ihnen erzählen, die Gaskammern und Öfen seien von den Besatzern aufgebaut worden um Deutschland schlecht zu machen. Alles Fake-News. Wer Fakten, wie Filme vom Mond oder eben Gedenkstätten nicht als Beweis akzeptiert, bei dem haben Sie keine Chance. Früher waren das eben wenige Spinner, die sich auch nur schwer vernetzen konnten. Ein lokales Problem.
Heute kann jeder Ihrem Versuch, ihn mit einer Holocaust-Gedenkstätte zu überzeugen damit kontern, er habe auf Facebook oder woanders im Netz was anderes gelesen, andere Bilder gesehen. Da wird die Argumentation schwieriger.
Aber natürlich ist das Verbieten von Meinungen ein heikles Thema. Bei Mondlandung ist es mir der Stuss egal, bei Holocaust nicht.

Argumente

Man kann Menschen nur argumentativ vom Gegenteil überzeugen, wenn sie ebenfalls frei sprechen dürfen, auch wenn das der größte Unsinn sein sollte. Schprech und Denkverbote sind demnach kontraproduktiv. Deswegen in meinen Augen die richtige Entscheidung von Herr Zuckerberg.

Richtig so

Wer entscheidet welche Meinung richtig oder falsch ist?
Jeder soll selbst entscheiden welche Informationen richtig und welche Falsch sind.

Geht ja nicht nur um den Holocaust

Es gibt ja noch ein paar mehr historische Ereignisse, die von bestimmten Gruppen wehement geleugnet werden. Darüber zu urteilen wäre für Facebook eine große Anmaßung und vor allem eine Überforderung.
Facebook ist nichts anderes als eine elektronische Pinnwand. Über Wahrheit und Unwahrheit, Sinn und Unsinn entscheidet im Normalfall die Community und im Extremfall ein Gericht.

Überfordert

Zuckerberg ist kein Messias. Er weiß um die Grenzen der Technik und Machbarkeit des Filterns. Was Menschen als Freiheit deklarieren ist oft Mobbing, die Verbreitung von Lügen und die Manipulation von Menschen, die Unerkannt bleiben wollen. Zur Freiheit gehört aber auch der Schutz von Menschen und die Aufklärung von Lügen und Hassparolen. Das kann nur geschehen wenn der Mensch bekannt ist im Netz. Man muss ihn klar identifizieren können. Aber gerade die, die nach Neinungsfreiheit schreien wollen nicht erkannt werden und vor allem nicht zur Verantwortung gezogen werden. Zuckerberg steht nicht vor einen ethischen Problem. Er steht vor dem Problem das der Mensch nicht nur eine Sonnenseite hat. Der Mensch hat auch eine dunkle Seite. Und wozu die fähig ist, kann man täglich in den Navhrichten lesen oder in der Geschichte der Menschheit nachlesen. Zuckerberg ist ein Mensch mit viel Geld, das er wie Dagobert Duck verteidigen will. Er ist hilflos und vorallem nicht mehr geerdet.

Ich stimme ...

... Herrn Zuckerberg zu. Jeder sollte sich frei äußern können, von mir aus auch den Holocaust leugnen. Im Gegenzug muss derjenige dann aber auch Gegenrede, Spott und Häme oder auch ggf. strafrechtl. Konsequenzen akzeptieren.
Ausserdem fällt es auf diese Weise leichter, Feinde der Demokratie und Menschlichkeit zu entlarven bzw. zu identifizieren.
Auf, auf ... ein jeder mache sich so peinlich, wie er (oder sie) will.

@ Al Ternativ Am 19. Juli 2018 um 08:41

Auf Kommentar antworten:
Es gibt da evtl. eine Trennlinie zwischen "Freier Meinungsäusserung" und "Leugnung überprüfbarer Tatsachen".
An dem Punkt hat auch der POTUS z.Zt. erheblich Probleme.
Das mit der scheibenförmigen Erde war so lange Doktrin; bis eben das Gegenteil wissenschaftlich bewiesen wurde.
Und, man kann keinen Dummkopf daran hindern zu Twittern und bei facebook zu posten.

Dieses Redeverbot ist nicht

Dieses Redeverbot ist nicht nötig. Wer mir erzählen will, daß es keine Endlösung gab, soll das gerne machen. Dann lache ich ihn eben aus. Äußert sich so jemand im Netz öffentlich, wird er eben öffentlich lächerlich gemacht.

Schwachsinn erlauben

Jeder muss alles sagen dürfen, auch Schwachsinn. Denn damit fangen auch Diskussionen an. Das bloße Denken von Blödsinn ist harmlos. Und eine Meinung kann sich ändern.
D.h. ein Mensch kann auch durch die Jahre hin geläutert werden.
Also wir müssen uns nicht immer an Völkermord aufhängen, Schwachsinn hat da keine Grenzen.
Irgendwo sollte man, als "Ventil" seine vielleicht falsche Meinung ausdrücken dürfen.
Wenn sich etwas hier aufstaut ist es weitaus schlimmer.
Da finde ich die amerikanische Freiheit des Denkens vollkommen in Ordnung.
Aber wir müssen immer alles regulieren und uns aufregen. Möglichst alles schon von vorn herein ausschließen und verbieten.
So wird das nichts, davon bin ich überzeugt.

Hochachtung vor H. Zuckerberg!

Daß gerade er als Jude für diese Freiheit einsteht zollt mir großen Respekt ab.
Wieviel einfacher aber auch dümmer ist doch die deutsche Variante alles zu verbieten und die Menschen zu Ersatzsymbolen und in den Untergrund zu treiben . .
Freiheit darf nicht verhandelbar sein.
Freiheit muß ein Menschenrecht sein.
Besonders die Freiheit der Meinung und der Rede!
Armes Deutchland.

gestörtes Verhältnis

Das deutsche Verhältnis zum Judentum lässt sich nur als gestört beschreiben - eine sachliche Bewertung ist in diesem Umfeld schlichtweg nicht möglich. Wir sollten uns daher mit Urteilen über die Entscheidung Zuckerbergs besser zurückhalten.

Amerikanische Meinungsfreiheit

Das kapieren manche nicht. Das ist nun mal die amerikanische Meinungsfreiheit. Und das ist gut so.
Man muss halt auch andere Kulturen leben lassen. Oder muss die Welt am oberlehrer-grünen Wesen genesen?

Abstrakt

Man darf nicht vergessen, dass es für viele Generationen einfach ein Abstraktes Geschehen war, bei dem man nicht dabei war. Da reichen auch Dokumentationen nicht mehr aus und erst Recht keine hysterischen Geschichten, wie man sie in Deutschland (vor allem in Deutschland) vermittelt bekommt. Das soll die Tat nicht relativieren, aber je länger es her ist, es wird immer abstrakter.

@ 08:41 von Al

"Es ist immer kontraproduktiv, wenn Menschen daran gehindert werden, ihre Meinung zu sagen, selbst wenn sie völlig danebenliegt. Jedes Denkverbot..."

Mit dem Begriff "Denkverbot" liegen Sie völlig auf der Linie der Ultrarechten, und damit völlig falsch. Denn wer solch hanebüchenen Unsinn tut wie den Holocaust zu leugnen, zu behaupten die Erde wäre eine Scheibe, oder Impfen würde mehr schaden als nutzen, der denkt ja gerade nicht. Der denkt nicht, der recherchiert nicht (jedenfalls nicht sauber), der diskutiert nicht.

Sonst könnte er seine Inhalte vor dem schreiben bereits für sich selber filtern.

Und dann hätten auf einmal alle etwas mehr Zeit, um über wichtige und gehaltvolle Dinge zu debattieren, statt Unfug zu widersprechen, damit er nicht durch ständige Wiederholung irgendwann doch geglaubt wird.
(Wobei man das eigentlich bei fast jeder "Expertenrunde" und Politikeraussage tun muss, dazu brauchen wir nichtmal die Rechten..)

Eine schwierige Entscheidung

Und Zuckerberg, der selber jüdischen Glaubens ist, hat sie sich sicher nicht leicht gemacht.

In Österreich wird das Leugnen des Holocaust mit Gefängnisstrafen geahndet. Richtig für ein Land, in dem der Holocaust aktiv betrieben wurde.

In den USA ist Unsinn verbreiten durch die freedom of speech so und so nicht strafbar. Gleich wie falsch dieser Unsinn sein mag. Deshalb blühen dort auch so gut die Verschwörungstheorien.

Dummheit, Ignoranz, Unwissen, glatte Lügen wird man wahrscheinlich nicht durch löschen solcher Nachrichten bei facebook aus der Welt schaffen. Hier ist Aufklärung nötig. Dennoch kann man ruhig in europäischen Ländern – auch in besetzten Ländern wie Holland, Frankreich, etc gab es einheimische Helfer bei der Vernichtung der Juden – solche Vrleumdungen unter Strafe stellen.

Womit dort zwar solche Unwahrheiten auf facebook bleiben können, der Schreiber aber dennoch strafrechtlich verfolgt wird. Beides kann also beieinander bestehen.

Auch sehr merkwürdig,hier

Auch sehr merkwürdig,hier kommen 80 jährige in´s Gefängnis,die den Holocaust leugnen, aber auf Facebook ist das erlaubt.Muß jetzt unsere Rechtsprechung geändert werden, bzw.die Oma aus dem Gefängnis entlassen werden?

Holocaustleugnung...

... ist in den U$A nunmal durch das Recht der freien Meinungsäußerung gedeckt. In Deutschland ist es ein Straftatbestand, der Facebook dazu nötigt, gegen Kommentare mit Leugnung des Holocausts vorzugehen. Wenn wir uns nun anmaßen, deutsches Recht auf andere Staaten anzuwenden, dann sind wir nicht besser als die Vereinigten Staaten.

Meinungen müssen als Meinung erkennbar sein

@Quakbüdel:
"Alle Meinungen sollten öffentlich sein - und seien sie auch noch so abwegig. Jeder Mensch hat doch ausreichend Kritikvermögen und kann sehr wohl die Spreu vom Weizen trennen"

Es ist ein erheblicher Unterschied ob man sagt: "Ich denke, meine oder glaube dass dies oder das existiert (nicht) oder (nicht) geschehen ist"
oder:
"Dies oder das existiert (nicht) oder ist (nicht) geschehen."
Ein kleiner aber feiner Unterschied - oder?

Eine alternative Realität ist kein Unfall,...

...sondern ein zivilisatorischer Rückschritt! - Man macht sich oft nicht klar, wie lange die Entwicklung zum homo sapiens gedauert hat und wir uns dann - wohl als einzige Lebewesen - darauf einigen konnten, was "objektive Realität" ist. Immer noch steht dies nicht völlig fest, aber wir haben eine Idee davon und in vielen Bereichen (wo wir uns einig sind, z.B. in wissenschaftlich-technischen Dingen) bringt das bemerkenswerte Erfolge.
Z.Zt. gibt es allerdings eine Tendenz, dies wieder zurück zu entwickeln. Facebook trägt viel dazu bei, Zivilistion rückgängig zu machen. Trumps beliebige 'Realitäten' zeigen was dabei heraus kommt. - Das alles hat nichts mit Meinungen zu tun. Meinungen sind Beurteilungen von von Sachverhalten, Handlungen usw.

@Seacow: Zustimmung!

Im Extremfall entscheidet ein Gericht - und das ist in einem Rechtstaat so üblich, auch wenn es hier einigen stinkt.
Wer also einen Post liest, kann eine Anzeige wegen Volksverhetzung machen, das geht auch online.
.
Der Aufruf zur Gewalt ist eindeutig, da kann facebook sehr wohl differenzieren.

Holocaust leugnen?

Auf keinen Fall!!
Das Problem ist aber, soll die Meinungsfreiheit eingeschränkt werden? Und wer entscheidet darüber, wer was wann und warum veröffentlichen darf? In Deutschland findet grundsätzlich keine, oder soll ich besser schreiben NOCH KEINE, Zensur statt. Daß es bestimmte Einschränkungen geben muß, ist mir klar.

Aber wer den Holocaust leugnet, entlarvt sich selbst.

Als nächstes stellt sich die Frage, wie ist es mit bewußt falschen oder verfälschten Darstellungen? Und was ist mit den Verschwörungstheoretikern?

Wenn wir daran gehen, eine "Gesinnungspolizei" einzurichten, dann haben wir 1984.

vertrottete Realität

Fakten zu leugnen ist keine geistige Meisterleistung. Nicht mal eine Vorstufe davon. Das ist kindisch...

Zumal es in diesem Fall so viel Leid gab und noch immer gibt. Zuckerberg sollte sich schämen. Und wer anders darüber denkt auch. Verbot hin oder her...

..................

Hut ab

Ich habe Herrn Z. ja schon häufig kritisiert, aber hier ziehe ich meinen Hut, auch wenn ich natürlich kein Individuum nachvollziehen kann, das den Holocaust leugnet.
Zuckerberg Einstellung ist von wissenschaftlich-demokratischen Denken geprägt, naja und kaufmännisch ist das natürlich auch eine gute Entscheidung, da wesentlich güntiger als die Einrichtung einer Holocaust-Leugner-Task-Force.

@09:06 von Quakbüdel

Jeder Mensch hat doch ausreichend Kritikvermögen und kann sehr wohl die Spreu vom Weizen trennen

Glauben Sie das? Ich nicht. Wenn das so wäre, dann gäbe es bezüglich der Existenz von Fakten ja keine 2 "Meinungen". Höchstens bei der Bewertung.
Einigen wir uns mal darauf, dass der Holocaust ein historisches Faktum ist. Wenn Ihre Ansicht stimmte, dann dürfte es keine Zweifler an diesem Faktum geben.
"Meinungen" sind etwas anderes. Meinungen sind die Bewertung von Fakten und die können unterschiedlich sein und müssen erlaubt sein. Man könnte also den Holocaust "nicht schlimm" finden, das wäre eine (mir unverständliche) Meinung. Aber seine Existenz zu leugnen ist schlicht ein Lüge, keine Meinung.
Und bei der Frage, ob die Erde eine Scheibe ist, ist die Verbreitung der Lüge harmlos. Beim Holocaust wegen der Wiederholungsgefahr, selbst in kleinerem Rahmen, eben nicht.
Aber ich bin da eben empfindlicher als Herr Zuckerberg.

§ 130 Strafgesetzbuch

Die Leugnung des Holocaust ist ein Straftatbestand in Deutschland.

Zuckerberg sagt also, er findet es gut Kriminellen eine Plattform zu bieten

Meinungsfreiheit vs. Strafgesetzbuch

Das hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun.

Die Leugnung des Holocaust (oder aller andere Verbrechen des NS Regimes) ist in Deutschland (und vielen anderen Ländern) eine Straftat.

Niemand ist verpflichet,

Niemand ist verpflichet, facebook zu nutzen. Es wäre ein Leichtes, sich bei facebook abzumelden, wenn man/frau mit den Praktiken dieses so genannten "sozialen Mediums" nicht einverstanden ist.
Ich nutze weder facebook noch den Dienst "What`s App", den Zuckerberg gekauft hat, um noch mehr Daten abzugreifen als es "nur" mit facebook möglich ist.
Und trotzdem schaffe ich es, informiert zu bleiben und mit meinen Freunden in Kontakt zu bleiben.

Echte Sorge

Es macht mir schon Sorge, dass es in Facebook zwei Arten der Meinungsfreiheit giben soll.
die gewünschte (siehe den Artikel)
und
die unerwünschte (der Rest)
Erkläre mir mal jemand den Unterschied:

"Diese Ethnie ist faul, strunze doof, stinkt und ist nur kriminell. Die müsste man alle sofort aus dem Land ausweisen."
- Keinerlei Aufruf zu Gewalt. Wird aber sicher als Hassposting gelöscht.

"Den Holocaust hat es nie gegeben. Das sind alles Lügen der Besatzer."
- Alles korrekt. Darf so stehen bleiben.

Daran sieht man doch die Problematik der "Meinungsfreiheit".

Beide Aussagen sind falsch, unrichtig und höchst problematisch.
Warum darf eine bestehen bleiben?

Lügen sind keine Meinungsfreiheit

Lügen müssen nicht akzeptiert bzw. geduldet werden.

Es gibt zivilisierte / Europäische Länder, wo das Leugnen des Holocausts unter Strafe steht. Und das ist gut so, weil das Leugnen (in)direkt das historische Verbrechen schont und es damit für die Zukunft wiederholungsfähig macht. Das ist ein (in)direkter Aufruf zu Rassismus und Gewalt.
Und nicht zuletzt schmerzt es den Betroffenen tief.

Meinungsfreiheit ist ein friedlicher und respektvoller Austausch unterschiedlicher Ansichten, wobei man sich in der Auseinandersetzung auf eine für beide Parteien akzeptable "Wahrheit" einigt, auch wenn diese sich später un-bewahrheitet.
zB vor Darwin und Galilei hatte die Wissenschaft andere Ansichten als heute.

Aber lügen negiert die Beweisführung. Und das ist eben keine Meinungsfreiheit.

Ich denke nicht,das der Herr

Ich denke nicht,das der Herr Zuckerberg den Holocaust in Frage stellt,deshalb muß er auch ""FANIA FENELON ""nicht lesen. Eigentlich sehr kurzsichtig und gläubig von Ihnen. Ich hoffe sehr,wenn Sie das Buch "Auschwitz-Lüge" lesen,nicht zu dem selben Ergebnis kommen,wie der Verfasser.

Strafbar?

Ist das Leugnen des Holocausts in Deutschland nicht strafbar? Damit eröffnet sich doch die Möglichkeit eines Strafverfahrens mit Milliardenstrafe, wenn Facebook es zulässt, dass solche Holocaust leugnende Beiträge in Deutschland sichtbar sind. Oder legt diese Bundesregierung unseren Staatsanwälten Fesseln an, solches leugnen zu verfolgen?

@09:19 von Sleepy

Wer entscheidet welche Meinung richtig oder falsch ist?

Bei wirklichen "Meinungen" gibt es kein richtig oder falsch. Also natürlich darf man der Meinung sein, Frau Merkel mache die falsche Politik und das auch äußern. Das passiert ja auch hier, trotz der manchmal beklagten Moderation.

Jeder soll selbst entscheiden welche Informationen richtig und welche Falsch sind.

Jetzt reden Sie nicht mehr von Meinungen, sondern von Informationen. Und da gibt es richtig und falsch. Und leider können wir alle den Wahrheitsgehalt einer Info nur schwer kontrollieren. Meistens waren wir nicht dabei. Wir glauben eben einer Quelle oder eben nicht. Das ist das Problem, das sich an modernen Begriffen wie "Lügenpresse" oder "Fake-News" zeigt.

Wer in einer Diskussion die Quelle, auf der Ihre Meinung basiert ablehnt, der akzeptiert auch Ihre Argumente, Fakten und Informationen nicht. Da kann man sich jede Diskussion sparen.

Meinungen äußern ja, Lügen nein - eigentlich ganz einfach.

Facebook Meinungsfreiheit

Wenn es nur um Holocaust Leugnung ginge, Hass und Rechtfertigung von Gewalt aber direkt gelöscht würden könnte man das eine klare gerechtfertigte Linie nennen.
Nur so, wie es Zuckerberg behauptet ist es nicht. Dazu muss man sich nur die Antisemitismus Studie von gestern durchlesen. Gerade Entmenschlichung, Anschuldigung, wütende Schimpfansammlungen, übelste Beleidigungen... sind bei Themen, die auch nur entfernt oder gar nichts mit jüdisch zu tun haben eher der Normalfall. Ungelöscht.
Die von Zuckerberg behauptete 'neutrale' Holocaustleugnung aus Mangel an Wissen kommt praktisch nie vor.

...würde mich auch interessieren,

denn das Unterstützen einer Straftat ist auch eine Straftat.

Ö.-r. Lügenverweigerung

Meinungsfreiheit wird in den USA weiter gefasst als in „old Europe“. Das hat auch mit der langen kulturellen Entwicklung und den Unterschieden im Bewusstsein dessen, was aus öffentlichen Äußerungen, Lügen und „Hate Speech“ entstehen kann, zu tun.

Andererseits hat sich unser Aktionsbereich dank Internet inzwischen auf die ganze Welt ausgedehnt, was ich prinzipiell für gut halte.

Aus dem entsteht ein Konflikt der Sprach- und Meinungsfreiheitskulturen, der wie zu erwarten polarisiert. Gerade in dieser Situation sollten mM nach die öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland (zumindest diese!) deutlich machen, welchen kulturellen Errungenschaften sie verpflichtet sind, zumal sie durch unsere Gelder finanziert werden.

Ich muss mich nicht zum Unterstützer einer Lügen und Hass tolerierenden Plattform machen, und das tue ich auch bewusst nicht. Von den „Ö-R“ erwarte ich allerdings, dass sie das ebensowenig tun wie sich dem Sensationsjournalismus hinzugeben.

Zensur

Es ist erschreckend, wie hier argumentiert wird. Es gibt das Grundgesetz in Deutschland über die Meinungsfreiheit.
Was in Facebook steht, ist Meinung.
Jeder Mensch weiß das.

Mir ist auch bei alten Fernsehsendungen aufgefallen, dass bei Wiederholung nur ein "Blümchenverschnitt" veröffentlicht wird, also nur das "Schöne" ausgestrahlt wird.

Solange ein Facebook-Kommentar etwas so gut bekanntem wiederspricht, ist das harmlos.

Wichtig ist das Wissen über die Wahrheit.

...

Über die Entscheidung Zuckerbergs kann und soll man natürlich diskutieren.
Ich persönlich halte sie für richtig.

Meiner Meinung nach ist es doch Aufgabe der Mitglieder eines sozialen Netzwerkes, solche Dinge wie die Leugnung des Holocaust richtig zu stellen.
Das Löschen von falschen Meinungen - ob nun bewusst getätigt, oder mangels nötigem Verstand, diese falsche Meinung als solche zu erkennen - ist sicher der falsche Weg.
Das Richtigstellen von Fakten gehört zu den Aufgaben der Nutzen eines sozialen Netzwerkes. Dessen sind sich offensichtlich nicht alle bewusst. Ein Soziales Netzwerk ist für jeden Einzelnen nicht nur Nutzen, sondern auch Verantwortung.

Verstehe die Aufreger nicht?

Wie ernst kann man jemanden nehmen der den Holocaust leugnet? Ich kann ihn nicht ernst nehmen.
Wie ernst kann man jemanden nennen, der wider besseren Wissens ständig behauptet, "wir schaffen das". Kann ich ebenso nicht ernst nehmen.
Es wird viel blödes Zeug geredet und geschrieben, und es liegt an einem selber ob man es glaubt, oder nicht.
Die absolute Wahrheit gibt es nicht, jeder hat seine und das sollte man so belassen.
Wenn Meinung nur noch Mainstream ist, dann ist es keine Meinung mehr.

Lügenplattform, Fake

Wird höchste Zeit, dass diese Lügenplattform, die kritische Beiträge zensiert dafür Holocaustleugnern ein Forum gibt in Europa gesperrt wird. Was sind das für "europäische Werte" wenn derartige unverschämte Unternhemen hier mit solchen Thesen Geschäfte machen dürfen?

Wo grenzt man ab

Ich kann Zuckerbergs Einstellung nachvollziehen. Wo grenze ich ab, wer hat die "Wahrheit" gepachtet, wer bestimmt? Sätze wie der Sieger schreibt die Geschichte kommen ja nicht von ungefähr. Ein schönes Beispiel ist der Völkermord an den Armeniern. Wäre die Türkei hauptverantwortlich für Facebook gehe ich jede Wette ein, würde jede Erwähnung des Völkermords gelöscht. Holocaust-Leugnung ist schwer erträglich aber weit unerträglicher wäre es, wenn sich jemand dazu aufspielt die Wahrheit der Welt für sich zu beanspruchen und alles andere zu zensieren.
Mit dieser Konsequenz muss man selbst auch Stuss ertragen können damit andere Ansichten publiziert werden können.

@ um 08:38 von MIKE T.

"HOLOCAUST leugnen !???
Sorry, aber selbst wenn es in seinen Richtlinien OK ist, das ist ein UNDING.
Da die Erde eine Scheibe ist ! : LESEN SIE (Hr.Zuckerberg) einmal ~~FANIA FENELON -
Das Mädchenorchester in Auschwitz ZB

Den Holocaust leugnen, ist so als hätte das III.Reich nicht den 2.WK angezettelt.Und das ist doch wohl UNBESTRITTEN."

Bei Ihrem ersten Absatz gehe ich voll mit. Zu ihrem zweiten Absatz sollten Sie etwas Geschichte studieren. Die Wikipedia reicht dazu. Nur die 'Siegerwahrheit' zu verbreiten ist etwas einseitig. Im Übrigen brauchen Sie nicht zu schreien, Wahrheiten spricht man leise oder mit normaler Lautstärke und alles andere braucht auch keine erhobene Stimme.

Meinungsfreiheit..

Ist ein Recht, das zu schützen ist. Und ja, jeder darf Unsinn reden und dieses Recht sollte nicht eingeschränkt werden (es darf sich jeder um Kopf und Kragen reden). Statt Unwahrheiten zu löschen würde ich als Facebook Unwahrheiten als solche kenntlich machen. Facebook sollte doch die Mittel und das Personal haben, auf Grundlage der heutigen Wissenschaft objektive Tatsachen als solche zu beschreiben und den Post mit weiteren Infos zu diesem Thema zu verlinken.

Kommerzieller Aspekt wie immer vernachlääsigt

Wie häufig, wenn sich die Kommentatorenschar über Für & Wider über Zensur und Meinungsfreiheit auslässt, gerät der eigentliche kommerzielle Hintergrund ins Vergessen: Portale wie Facebook, Twitter sind Apps hinter denen privatwirtschaftliche, profitorientierte Unternehmen stehen.

Die handeln mit Euren Daten, generieren durch Algorithmen Klicks und damit Werbeeinnahmen und zwar in Milliardenhöhe.

Von daher ist es konsequent (wenn auch höchst zynisch) wenn Inhalte durchgewunken werden, die weitere Klicks auslösen (weil Widerspruch entsteht oder durch Likes oder Shares). Facebook spielt nach ganz bestimmten, intransparenten Regeln Inhalte ein, die die Konsumentenschaft triggern & sozusagen den Schnellball am Laufen halten.

Rechtsradikale Schundportale wissen das & profitieren folglich auch von dieser Logik. Durch Shares & Likes landen Ahnungslose oder rechte Überzeugungstäter auf ihren Portalen. Also kommt hier die politische Komponente hinzu.

FB & Twitter ist das wurscht. Zynismus.

Internet ist nicht rechtsfrei

Internet ist kein rechtsfreier Medium.
Strafrecht gilt dort genauso wie überall. Es steht nirgendswo geschrieben, daß Strafrecht bei Kommentaren im Netz seine Gültigkeit verliert.

Das bedeutet:

Wenn es strafrechtlich nicht korrekt ist, dann kann das selbstverständlich angeklagt werden. Ist ja auch schon mehrere male passiert.
Die Kommentare von Beatrix von Storch wurden z.B. strafrechtlich verfolgt, die in Facebook zur Erscheinung kamen.

Fazit:
Richter entscheiden was richtig oder falsch und nicht Herr Zuckerberg.
Herr Zuckerberg ist kein Richter und weil er der Facebook-Gründer ist, kann er auch nicht automatisch ein Richter werden. Es sind unterschiedliche Studiengänge.

Ich wundere mich überhaupt über solch eine Diskussion.

Der letzte Grund

Der letzte Tropfen, den es noch brauchte. Das war meine Zeit bei Facebook. Hoffentlich tun es viele andere auch.

wer den holocaust leugnet..

ist meines erachtens kein verbrecher, sondern ein narr, da es -- wie der artikel ja selbst sagt -- kaum ein besser dokumentiertes verbrechen in der geschichte der menschheit gibt.

wir haben uns in deutschland jedoch hinreichend an die kriminalisierung dieses irrtums gewoehnt, und so kommt es, dass wir nicht verstehen, wie man in anderen laendern nach holocaustleugnung straffrei bleiben kann.

man sollte in dieser frage unbedingt ueber den tellerrand hinausschauen. deutschland ist nicht ueberall, und deutsche verhaeltnisse muessen auch nicht ueberall eingefuehrt werden.

insofern verstehe ich die haltung zuckerbergs.

Hahaha....

....da überschlagen sich aber die korrekten Deutschen hier im Kommentarbereich... lustig... während Israel zum Gottestaat erklärt wurde...

wer den Holocaust leugnet

möchte entweder normal empfindende Menschen beleidigen und provozieren oder verfügt über einen IQ knapp unter dem eines Wellensittichs...

KU, 09:45

||Das Problem ist aber, soll die Meinungsfreiheit eingeschränkt werden?||

Nein, das ist kein Problem; und nein, die Meinungsfreiheit soll nicht eingeschränkt werden. Denn das Bestreiten von Fakten ist keine Meinungsäußerung.

Den Straftatbestand der

Den Straftatbestand der Holocaustleugnung gibt es nur in deutschsprachigen Ländern.
Im wesentlich größeren Teil des Restes der Welt, der Facebook-Nutzer hat, ist Holocaustleugnung kein Straftatbestand.
Ergo kann da nichts angeklagt werden, kein Richter kann entscheiden.

Ich wundere mich über die Kurzsichtigkeit mancher Menschen..
Deutsche Gesetze gelten nunmal nur in Deutschland.

Arthur Den, 09:48

||Die Leugnung des Holocaust ist ein Straftatbestand in Deutschland.
Zuckerberg sagt also, er findet es gut Kriminellen eine Plattform zu bieten||

Das ist jetzt nicht verwunderlich, da er ja selbst ein Krimineller ist (Datendiebstahl).

Auch wenn's schwerfällt...

Auch wenn's schwerfällt sollten wir nicht den ewigen Fehler begehen zu glauben, dass die deutsche Meinung die einzig wahre sei.
Andere Länder haben andere. Und das ist sogar ihr gutes Recht.
Der Rest der Welt ist anders aufgewachsen, hat eine andere Geschichte gehört, andere Schwerpunkte gesetzt, andere Sichtweisen entwickelt.
"Zuckerberg..Buhhh!!!", zu gröhlen, nur weil er als Jude zu dem Thema ein anderes Verhältnis hat, als Otto Normal aus Deutschland, ist eigentlich das, was man hier im Land mit dem Leugnungsverbot unterbinden will: Den Größenwahn zu wissen, was gut und was böse ist, auch wenn es die ganze Welt anders sieht.

Das kommt dabei raus

wenn profitorientierte Unternehmen "Gesetze" machen.

1 Mill. pro Leugnung

Das HC-Leugnung in Dtl. strafbar ist, besteht dringender Tatverdacht.
FB sollte genauso wie Google, die solche Schmutzseiten verlinken, ordentlich finanz. bestraft werden.
Die Rechtsgebung gibt das her. Aber unsere Justiz beschäftigt sich lieber mit der Rückholung von Straftätern und mit der Sicherung der GEZ.

nutzer verblöden

bin so froh, dass ich mit facebook nichts zu tun habe - was man so erfährt ist ja alles andere als beruhigend... dass man sogar tatsachen leugnen kann - schlimm, wie es um die philosophie der menschen bestellt ist!
religiöser wahn, despotismus, leugnung, alles dinge, denen in den sozialen medien vorschub geleistet wird. ein grossteil der nutzer verblödet dabei immer schneller...

@Arthur Den um 09:48

Die Leugnung des Holocaust ist ein Straftatbestand in Deutschland.

Zuckerberg sagt also, er findet es gut Kriminellen eine Plattform zu bieten

Eben, in Deutschland, nicht in den USA und vielen andern Staaten, wo die Meinungsfreiheit noch geschätzt wird.

In Russland sind Aufklärer über Homosexualität Kriminelle. Finden Sie es gut, dass Zuckerberg denen eine Platform gibt?

Der Straftatbestand der Holocausstleugnung gehört abgeschafft. Holocaustleugner gehören ausgelacht, aber doch nichts ins Gefängnis. (solange sie nicht weiter Strafen begehen)

Holocaust

Was für eine irrsinnige Meinung ! Glaubt Herr Zuckerberg wirklich er könne Fakenews durch falsch verstandenen Liberalismus und nacheiferndem Toleranz-Gebaren die Wirkung nehmen. Weiß er wirklich nicht, dass sich Fakenews sechsmal so schnell verbreiten wie wahre Nachrichten, und dieses nicht nur in sozialen Medien. Oder wird er einfach nicht mehr "die Götter los, die er seinerzeit rief", soll heißen: schafft es seine Armee an Zensoren nicht mehr die hunderttausend Meinungen zu berichtigen und seinen Wertevorstellungen(ich will hoffen, dass er diese hat)anzupassen. Kennt er nicht die Meinungsdoktrin der Naziverbrecher wie von Josef Göbbels, die da lautet: "Hämmere die Meinung den Menschen tausendmal ein. Irgendwann werden sie es glauben, werden sie es für die Wahrheit halten."

@Wolfes74

"Ausserdem fällt es auf diese Weise leichter, Feinde der Demokratie und Menschlichkeit zu entlarven bzw. zu identifizieren."

Sie entlarven so keinen. Menschen verstellen sich gerne mal Jahrzehnte lang. Und was ist das "Feind der Demokratie" ?? Das ist alles ständig in Bewegung.
Und wie wollen Sie den dann "bestrafen", wenn 100%ige Sicherheit besteht, daß er ein "Feind der Demokratie ist " ?
Freie Meinungsäusserung ist niemals peinlich, sie kann falsch sein, mit Halbwissen glänzen oder nicht vollends durchdacht sein.
Wenn ich behaupte, die Erde sei eine Scheibe, dann habe ich nur zu wenig Informationen über die Erde. Ignoriere ich das auch, dann will ich bewußt unwissend sein, oder ich kanns mir nicht vorstellen und bin so vielleicht in den Augen anderer dumm. Aber ich kann ein guter Mensch sein und ich bin nicht peinlich.

08:38 von MIKE T.

Ich denke nicht,das der Herr Zuckerberg den Holocaust in Frage stellt,deshalb muß er auch ""FANIA FENELON ""nicht lesen. Eigentlich sehr kurzsichtig und gläubig von Ihnen. Ich hoffe sehr,wenn Sie das Buch "Auschwitz-Lüge" lesen,nicht zu dem selben Ergebnis kommen,wie der Verfasser.

Deutsche Gesetze....

... gelten alleine und nur in Deutschland. Und das ist auch gut so! Ein weltweites Diktat des deutschen Rechtsverständnisses ist völlig inakzeptabel! Die USA et al. sind keine deutsche Kolonie!

Und wenn in den USA die Leugnung des Holocaust nicht unter Strafe steht, dann ist das so zu akzeptieren! Und wenn die deutsche Regierung etwas dagegen hat: niemand hindert die Deutschen daran, Filtermechanismen zu implementieren, die zumindest für den deutschen Raum - und nur für diesen - etwaige Holocaust-Leugnungen bei Facebook sperren. Das schaffen die Chinesen doch auch mit ihrer Filtersoftware bei kritischen Berichten ausländischer Medien über China im Internet. Was chinesische IT-Spezialisten können, sollte doch deutsche IT-Spezialisten ebenfalls hinbekommen können.

Respekt

Wie man den Holocaust leugnen kann, habe ich nie verstanden. Es gibt einfach zu viele Menschen, die das gesehen haben. Im Gegensatz zur Mondlandung beispielsweise.
Dass Zuckerberg das zu lässt, nötigt mir einerseits Respekt ab, auf der anderen Seite will er sich vielleicht moralischen Freiraum schaffen. Wer weiß?
Holocaust-Leugnung ist aber tendenziell eher dämlich als beleidigend und deshalb hat er recht. Bin ich froh da nicht Mitglied zu sein.

Erny, 12:13

||....da überschlagen sich aber die korrekten Deutschen hier im Kommentarbereich... lustig... während Israel zum Gottestaat erklärt wurde...||

Sie meinen, weil Israel zum "Gottesstaat" erklärt wurde, würde es dadurch korrekt den Holocaust zu leugnen?

rainbowdiver, 10:23

Danke für Ihren sehr gelungenen Kommentar!
https://tinyurl.com/yccqrux8

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