Kommentare

Bildunterschrift?

"Das Mausoleum des Revolutionsführers Mao Zedong auf dem Tiananmen-Platz steht auch auf Chinas Wunschliste für UNESCO-Weltkuturerbe-Stätten."

Nur weil ein Maobild traditionell an der Mauer zum Eingang zur Verbotenen Stadt hängt ist es noch lange nicht das Mausoleum wie es die Bildunterschrift suggeriert.

Fleck auf der Weste

China hat viele Flecken auf der weißen Weste, der hässliche heißt Tiananmen 1989. An ihm soll jetzt wohl geschrubbt werden.

Fehler Chinas

Einer der wenigen Fehler Chinas, dieser Antrag! Die Unesco sollte nur den Platz, nicht das Mausoleum, zum Weltkulturerbe erklären.
Begründung: Ort der friedlichen Revolution gegen ein stalinistisches System mit vielen Toten. Und dann bei jeder Gelegenheit diese Begründung erwähnen und den Chinesen somit unter die Nase reiben.

Wird das passieren, wo die Chinesen angeblich die besten Verbündeten im Rahmen der propagierten neuen Heilslehre "Globalisierung" sind?

"Ein Professor einer

"Ein Professor einer Parteihochschule wird von dem Blatt mit dem Satz zitiert, Mao werde "international weitgehend respektiert". Von den Millionen Toten steht in der Zeitung nichts."

Nicht respektiert, sondern sozusagen als "Gottheit veehrt". Auch hier in Deutschland gibt es sie in großer Zahl bzw. hier im Forum, welche ebenfalls die Millionen Toten leugnen.
Für die ist der Kommunismus im Allgemeinen unfehlbar und daher werden all die kommunistischen Regime/Organisationen in Schutz genommen. Der Finger zeigt immer auf andere.

Die Diktatur in China hat es

Die Diktatur in China hat es tatsächlich geschafft statt Bildungswesen ein Propagandawesen durchzusetzen, das Geschichtsklitterung und Desinformation in Schule und Universität betreibt. Dieser Platz ist schon deswegen als Weltkulturerbe ungeeignet, weil hier Mao verehrt wird, der die Verantwortung für den Tod über 40 Millionen Chinesen trägt.

Bis heute ist das Massaker nicht aufgearbeitet

Aufarbeitung geschichtlicher Fehler

eine Sache die wohl nur in Deutschland geschieht

13:37 von Werner40

Geschichtsklitterung
.
ob wie immer unsere Maßstäbe benutzen sollten
hatte mal an ne Unterhaltung mit ner ukrainischen Studentin

dass die Katharina die Große ne deutsche Prinzessin war,
ist eine historische Lüge, so deren Aussage

Chinas Tiananmen Drops ist gelutscht

Das hat man doch schon vergessen. Genauso wie die Kosacken, die Beschiessung von deutscher Marinesoldaten in Scapa Flow, die Rassentrennung in den USA, Egon Krenz hat das nur etwas früher als alle anderen erkannt.

Geschäfte mit China - trotz 1000 Toten?

Offenbar ist das kein Problem, wie die auch von deutschen Konzernen (zB SIEMENS in Shenzhen) reichlich frequentierten Sonderwirtschaftszonen zeigen. Ja, ohne China als Markt läuft bei so manchem deutschen Autokonzern nicht mehr viel zusammen (zB. VW: 1/3 des Umsatzes!). Wenn aber in Russland auch nur ein Demonstrant verhaftet wird, ist die Empörung groß! Dieses Paradoxon verlangt nach einer Erklärung. Ich vermute, dass Russland trotz der Energielieferungen schlichtweg wirtschaftlich nicht wichtig genug ist für den Westen. Zum zweiten gibt es eine starke Rivalität zwischen EU und Eurasischer Union um Marktzugang und Zugang zu Ressourcen, aber auch wegen der Osterweiterung von EU (mit der NATO huckepack). China ist schon heute „too big to be sanctioned“. Und wie sagen die Amerikaner: „if you can‘t Beat them, Join them!“.

Merkwürdige Argumente

Ich lese im Artikel sehr viele Argumente, warum der Platz des Himmlischen Friedens nicht zu einem Weltkulturerbe ernannt werden solle, und alle Argumente haben eines gemeinsam: Sie sind völlig absurd!

Absurd sind die deshalb, weil es mit dieser Logik von den aktuell über 1000 Stätten demnach nur noch einige wenige geben dürfte, die man als "Welterbe" bezeichnen dürfte. Denn der überwiegenden Teil derselben besteht nunmal aus Nachbauten, Kopien und/oder sind mit dem Leid unzähliger Menschen erkauft worden.

Insofern teile ich die Auffassung der im Bericht genannten Personen ausdrücklich nicht. Und warum auch? Die Benennung als "Welterbe" könnte auch mit einer Erinnerung verknüpft werden.

Ich werde mir jedenfalls den Platz immer wieder gerne anschauen, wenn ich in China bin, ob Welterbe oder nicht, und mich dabei auch an die Ereignisse im Jahr 1989 erinnern.

Die UNESCO könnte der

Die UNESCO könnte der chinesischen Regierung vorschlagen, eine Gedenktafel an das Massaker des Tiananmen-Platzes anzubringen mit einer späten Bitte um Verzeihung, wenn sie möchte, das der Platz zum Weltkulturerbe wird.
Das wäre dann zumindest ein Zeichen von Kultur - und würde natürlich die Aufarbeitung und einiges mehr in Bewegung bringen.
Das wird die Regierung nicht wollen, aber das wäre dann ihre Entscheidung.

@ Werner40

Darüber zu befinden, ob der Platz geeignet oder ungeeignet ist, ist eine Anmaßung, die uns schlicht nicht zusteht, denn wie Sie selbst schrieben, hatte Mao an die 40 Mio. Chinesen (!) auf dem Gewissen gehabt. D.h. also, dass es alleine eine Sache der Chinesen ist, über eine etwaige Eignung zu befinden. Nicht meine & auch nicht Ihre!

Marcus2, es gibt dort das Mausoleum

Es geht nicht um das Bild Mais auf dem Tor zum Eingang der verbotenen Stadt. Auf dem Platz selbst befindet sich in der Tat Maos Mausoleum. Ich finde, der Platz ist ganz klar ein Weltkulturerbe und viele berühmte Plätze haben glückliche aber auch traurige Zeiten erlebt. Besonders auch in Deutschland.

Aufarbeitung

Ja die wünsche ich mir zu dem Thema schon seit langem. Und zwar über die Rolle, die der Westen dabei spielte.

Auch die Rolle ziemlich - sagen wir mal - merkwürdiger Personen wie Chai Ling müsste aufgeklärt werden.

Da braucht man von deutscher Seite gar nicht selbstgefällig die Nase zu rümpfen und zu erklären "da stellt man sich nicht der Aufarbeitung".
Da wird von keiner Seite was aufgearbeitet. Man hat das gewünschte Bild so lange propagiert, bis es die meisten für die Wahrheit hielten.

Die Wahrheit ist verschüttet unter einem Berg der Propaganda - Chinas und des Westens!

Und schön wäre auch mal, wenn die Deutschen aufhören würden, von anderen Staaten "Aufarbeitung" oder "Aufklärung" zu fordern.
Denn sonst kommen eines Tages auf die Idee in jedem Gespräch Aufklärung zu fordern (Barschel, RAF, Dessauer Skandale, NSU etc etc) und das will doch nicht wirklich, oder?

Ein jeder kehre vor seiner Türe - er wird emsig beschäftigt sein.

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