Ihre Meinung zu: Ferda Ataman: "Integration heißt, man wird Teil des Landes"

18. Juli 2018 - 2:31 Uhr

Judenhass im Netz hat einer Studie der TU Berlin zufolge deutlich zugenommen. Die Migrationsexpertin Ferda Ataman sagt im Gespräch mit tagesschau.de, dass in der Diskussion über Flüchtlinge die Integration vernachlässigt werde.

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Kommentare

Wir sind die Bindestrich-Deutschen...

Als "Bio- Deutscher" kann ich dieser Aussage nur zustimmen und kann gut nachvollziehen, dass vergangene und gegenwärtige Migration momentan schwierig zu diskutieren ist: Wir erleben seit Herbst 2015 einen Rechtsruck in Politik und Gesellschaft, wie er zuletzt zum Ende der Weimarer Republik stattfand.

Dass "Muslime" weit mehr Bewerbungen für eine Arbeitsstelle oder eine Wohnung abgeben müssen, ist statistisch belegt - somit auch die Diskriminierungen aller "Nicht- Bio- Deutschen". Statistiken über gleiche Anliegen und deren Erfolgsaussichten europäischer Bewerber nicht deutscher Herkunft sind leider nicht zu finden - Aber ich gehe davon aus, dass für Briten, Schweden oder Franzosen die Hürden niedriger sind.

Stichwort "Spiegel der Gesellschaft": Wie viele Abgeordnete mit Migrationshintergrund sind im Parlament, Menschen bei Behörden und im Öffentlichen Dienst?
Ich bin gegen Quoten aller Art, auch gegen eine Frauenquote, da sie wettbewerbsverzerrend ist, aber hier scheint sie nötig...

Integration

wir erleben in Europa eine Renaissance des Nationalismus, als Patriotismus getarnt.

Das ist eine Strömung, die der Integration entgegen gesetzt ist. Fremde sollen fern gehalten werden, nicht aufgenommen und integriert.

Es ist u.a. eine Regierungspartei, die diese Strömung befördert.

Die Integration der Flüchtlinge wird nicht vernachlässigt, sondern vom zuständigen Teil unserer Regierung bekämpft.

Integration muss intrinsisch erfolgen

Es wird immer wieder behauptet, dass wir mehr für Integration machen müssen. Dieser Ansatz ist meiner Meinung nach schon völlig falsch. Warum müssen WIR dafür sorgen, dass Ausländer sich integrieren? Müssten die sich nicht selber bemühen? Das ist doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass man z.B. die Sprache lernt und sich an Regeln und Sitten hält. Mein Bruder ist nach Amerika ausgewandert, mittlerweile sprechen wir fast ausschließlich englisch miteinander - völlig normal. Ich würde doch nie auf die Idee kommen in Saudi-Arabien Bibeln in Einkaufszentren zu verschenken und zu missionieren. Aber wenn Mitbürger mit Migrationshintergrund in der dritten Generation nur gebrochen Deutsch sprechen, die Gleichstellung der Frau nicht akzeptieren, den Koran über das Grundgesetz stellen, Friedensrichter statt Justiz nutzen und sogar Ehrenmorde begehen, dann wird das aufgrund der kulturellen Herkunft nicht akzeptiert, aber häufig geduldet. Ist das nicht auch eine Art Rassismus???

Vernachlässigt?

Das glaube ich ja wohl kaum....DE macht soviele Angebote zur Integration und verbiegt sich dabei förmlich.
Und das seit mehr als 30 Jahren.

Eine Frage

Was ist en Migrationsexperte?
Und wie kann man diese Qualifikation erreichen?

Ozil

Es wird behauptet, dass Einwandererkinder keine Fehler machen dürfen - das ist einfach Schwachsinn. Die deutsche Nationalmannschaft hat selbstverständlich etwas mit Deutschland zu tun. Man sollte stolz sein, für die Mannschaft spielen zu dürfen - es ist eine Ehre. Wenn man dann aber nicht die Nationalhymne mitsingen möchte, dann kann das für den Bundestrainer okay sein, ich finde aber schon da einen Zweifel an der Motivation. Wenn Ozil dann weiterhin äußert, dass er sich in der Nationalmannschaft unwohl fühlt, dann wird der Zweifel gestärkt und ich denke, dass er Geld verdienen möchte oder seinen Marktwert steigern möchte - damit sehe ich ihn als Fehlbesetzung an - egal wie gut er spielt. Es ist nicht der Fehler (Foto mit Erdogan), den er gemacht hat, sondern die vermutlich fehlende Identifikation mit Deutschland.

Özil‘‘s Fehler

Der Fehler Özils liegt nicht darin, dass er sich mit Herrn Erdogan getroffen hat. Sondern darin, dass er ihn als „seinen Präsidenten“ bezeichnet
Damit bringt er etwas zum Ausdruck, was der Integration offensichtlich entgegen steht. Nämlich dass er sich der Türkei emotional näher fühlt, als Deutschland. Ich habe den Eindruck, dass dies bei sehr vielen Mrnschen mit türkischen Migrationshintergrund ( aber nicht bei Griechen, Spaniern, Portugiesen) der Fall ist.

Einwanderungsland

Hat ein solches nicht das Recht sich die "Einwanderer" aus zu suchen?
Andere, klassische Einwanderungsländer, Australien, Kanada, USA.... tun das.

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