Ihre Meinung zu: Malta und Italien: Wieder Streit über Aufnahme von Migranten

14. Juli 2018 - 11:24 Uhr

Erneut streiten Italien und Malta über die Aufnahme von Migranten, die im Mittelmeehr unterwegs sind. Zwar wurden die 450 Menschen inzwischen von ihrem Holzboot gerettet, unklar ist aber, wohin sie sollen.

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Kommentare

"Ihnen wird vorgeworfen

indirekt den Schleppern in die Hände zu spielen, indem sie die Migranten von den schrottreifen Booten retteten und nach Italien bringen."

trotzdem müssen sie gerettet werden. die "alternative" wäre, sie sterben zu lassen, so wie die EU es schonmal versucht hat, als sie Mare Nostrum zurückgefahren hat und die NGOs die tödliche lücke zu schließen versucht haben. die, die nicht ertrinken, verhungern oder verdursten stattdessen. es gab schon boote, die ein, zwei oder drei wochen herumtrieben, bis sie gefunden oder an land gespült wurden.

zurück nach libyen können und dürfen gerettete nicht gebracht werden, wie der europäische gerichtshof für menschenrechte bereits 2012 ausgeurteilt hat, weil sie dort in internierungslagern landen, rechtsfreie räume, die das auswärtige amt als "kz-ähnlich" beschreibt, in denen "allerschwerste, systematische menschenrechtsverletzungen" immament sind. oder in inhaltsgleich das UNHCR, oder das OHCR, oder UNSMIL oder die IOM oder oder oder…

Streit um Aufnahme von Migranten

Endlich wird mal von Migranten gesprochen. Hoffentlich spricht es sich langsam rum, das man man nicht mehr vom Ufer abgeholt wird , und dann in das Land seiner Wahl (Deutschland...?) weiter geleitetet wird.

Immer gegen die Scheibe.

"(...) oder noch besser nach Libyen (...)."

Das wissen wir doch nun langsam, dass Salvini und seinen Unterstützern das am liebsten wäre.

Libyen macht aber nicht mit und verweigert die Rücknahme.

Warum kommt dieser Vorschlag von diesen Leuten trotzdem immer noch?

Bekommen die von soviel gegen die Scheibe fliegen kein Kopfweh?

der „außengrenzenschutz“ der EU, der am beispiel libyens völkerrechtswidrig ist, sieht dort so aus: mit EU hilfe wird dafür gesorgt, dass migranten, die auf dem meer von der sog. libyschen küstenwache abgefangen wurden, in libysche internierungslager kommen, in denen systematisch gefoltert (zwecks erpressung), misshandelt und vergewaltigt wird. die menschen mergeln bei 800 kcal am tag (UNHCR) aus, sie sind so zusammengepfercht, dass nicht alle gleichzeitig schlafen können, viele sterben in den lagern. das OHCR klagt an, dass sich durch die maßnahmen der EU die situation noch weiter verschlechtert.

dass die küstenwache von milizen betrieben wird, dessen chef einer der drei wichtigsten abschnitte jüngst vom UN sicheritsrat selber wegen menschenschmuggels und schwerer menschenrechtsverstöße (u.a. versenken von migrantenbooten von mit ihnen rivalisierenden clans mittels schusswaffen) auf die sanktionliste gesetzt wurde, zeigt, wes geistes kind die EU ist. hauptsache, es kommen keine durch

@ Einerer um 12:53 und @Whatever 5

Es spielt überhaupt keine Rolle, ob die aus Seenot geretteten Menschen Migranten, Asylanten oder Flüchtlinge genannt werden.

Worum es geht, ist, dass für jeden einzelnen geprüft werden muss, ob er/sie Anspruch auf Asyl hat bzw. ob er/sie aus einem anderen Grund (z.B. Bürgerkrieg) auf der Flucht ist. Wenn das nicht der Fall ist, haben sie auch aus meiner Sicht kein Bleiberecht. Man kann nur nicht einfach unterstellen, dass alle nur deshalb kommen, "weil es hier so toll" ist. Deshalb alles in der richtigen Reihenfolge.
Ich bin davon überzeugt, dass die überwiegende Mehrzahl der Menschen, die ihre Heimat verlassen, weitaus lieber dort bleiben würde, wenn die Lebensverhältnisse dort anders wären. Auch wenn wir nicht für alles verantwortlich sind, was in manchen afrikanischen Ländern falsch läuft, wäre es doch in beiderseitigem Interesse, dazu beizutragen, dass die Situation dort besser wird. Das wäre meiner Meinung nach die Hauptaufgabe für Europa, nicht die Abschottung um jeden Preis.

Hilfloser Rechtspopulismus

Ein guter Bericht zum passenden Zeitpunkt, der prägnant die kurze Reichweite der sogenannten "Lösungen" aus dem rechtspopulistischen bzw. rechtsextremen Lager darstellt. Am Ende bleibt angesichts der Realität nur heiße Luft, egal ob in Italien, Österreich, Ungarn, Frankreich oder Deutschland.
Gezeigt wird auch schön, dass tatsächlich keine Unterschiede zwischen Frontex, Küstenwache, Marine, NGO-Rettungsschiffen und privaten Frachtschiffen existiert: da wo Hilfe notwendig ist, muss auch Hilfe geleistet werden.
Klar wird ebenfalls, dass nur die von Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel vorgeschlagene Lösung Aussicht auf Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit sowie Rechtstaatlichkeit und Menschenwürde hat: eine langfristig tragfähige europäische, internationale Regelung muss her, bindend für alle beteiligten, betroffenen Staaten. Zügig.

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12:38 von rossundreiter

Libyen macht aber nicht mit und verweigert die Rücknahme
.
… und Italien die Aufnahme
was jetzt ?

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