Ihre Meinung zu: Streaming-Dienst Netflix: Hollywoods Angst vor der Übernahme

13. Juli 2018 - 9:19 Uhr

Zum ersten Mal lag ein Streaming-Anbieter bei der Gesamtzahl der Emmy-Nominierungen gestern vorn: Netflix setzt die traditionelle TV-Industrie und die großen Hollywood-Studios enorm unter Druck. Von Sabine Müller.

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Kommentare

Barack und Michelle Obama

Barack und Michelle Obama haben mit Netflix einen Deal. Mal schauen was die AT&T mit ihrer Fusion so erreichen.

Vielleicht erinnert sich ja

Vielleicht erinnert sich ja noch ein mancher an das Verhalten der Content Industrie als diese nicht mit der Zeit gehen wollte und es nirgends legale Wege für mp3 oder eben Streaming Dienste gab und man sogar die Politik dazu brachte harsche Gesetze zu verabschieden ( Herausgabe von IP-Adressen ohne richterlichen Beschluss, Sperrung von diversen Seiten, vom Provider gesperrte IP Seiten), statt auf die Wünsche der Nutzer einzugehen, die stets eine Art von Flatrate gefordert hatten.
Nun sind Dienste wie Spotify, Netflix oder ITunes am boomen und diejenigen die sich dem Wandel quer gestellt haben fallen zurück.

Leider ist dieses Bild auch auf viele andere Bereiche übertragbar (Elektroautos, Sonnenkraft etc pp)

Huch,

sollte da ein "Firma" etwa mal genau das machen, was die KUNDEN WOLLEN ?

Wenn ich mit z.B. in D angucke, was so in den ÖR und Privaten läuft, so erklärt das, warum viele ( ich eingeschlossen ) nahezu ausschließlich Filme ( ohne Werbung, und wann man will, bei Unterbrechungen genau dort fortfahren, wo man aufhörte, egal auf welchem Gerät ) oder Serien auf "Prime" etc. gucken.

Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.

Ach ja, für Amazon Prime zahle ich, das NUTZE ich allerdings auch.

Für ÖR zahle ich auch ( im Quartal fast soviel wie für Prime in einem ganzen Jahr ), außer Radio und den Webauftritt hier nutze ich das allerdings nicht... Und vom reinen "Bildungsauftrag" haben sich die ÖR ja auch leider meilenweit entfernt...

@10:02 von Piffke

" Für mich unwichtig, da Internet TV/Streaming TV/PayTv nicht das Publikum erreichen, um wirklich Preise zu vergeben!"

Netflix hat in Deutschland mittlerweile über 7 Mio Abonnenten, und die meisten werden wohl die Serien und Filme mit ihrem Partner oder gar mit der ganzen Familie schauen. Bei uns sind es 4 aktive Nutzer.

Somit dürften die Filme und Serien bis zu 14 Mio und mehr erreichen, der erfolgreichste Kinofilm hatte gerade einmal 12 Mio Zuschauer.

Streaming-Dienst

Ich streame hauptsächlich.

Zwei neutrale öffentliche Nachrichtenkanäle würden mir genügen. Auf die Tausende Rentnersendungen im öffentlichen Rundfunk kann ich gerne verzichten.

@Piffke Da wär ich mir nicht

@Piffke

Da wär ich mir nicht so sicher, gerade die Jugendlichen schauen mit Vorliebe Netflix. Keine Werbung, kein Warten auf die nächste Folge einer Serie, man kann sich Accounts teilen...das sollte man nicht unterschätzen.

War doch zu erwarten

War doch zu erwarten, dass sich hier der Markt ändert und weiter ändern wird.

@Piffke:

Die Streaming Platformen/Pay TV/... haben wenigstens "echte" Zahlen. Sie wissen genau, wie viele Leute ihnen gerade Geld bezahlen, um ihr Programm zu sehen, und was gerade wo am Markt gefragt ist.

Wer wirklich vor dem normalen Fernseher sitzt, ist zumindest in Deutschland doch nur geraten. Zahlen müssen ja alle.

Und da einige der Netflix Serien/Filme/.. später auch anderswo zu sehen sind, ist da doch eine Verbreitung vorhanden.

Mir egal

Fernsehen, Kino, Netflix und Konsorten. In den 90ern war ich das letzte Mal im Kino. Ich lese lieber.

Sackgasse Streaming

Die klassische Ausstrahlung von Inhalten, egal ob über Antenne, Satellit oder Kabelnetz, ist zwar nicht so komfortabel wie die diversen Angebote, die dem Nutzer letztlich einen individuellen Datenstrom schicken. Aber ihr Energieverbrauch ist so viel geringer, dass man gründlich nachdenken sollte, ob das die Zukunft sein kann. Je mehr Inhalte per Stream kommen, je mehr Datenkapazität der Netze für TV-Unterhaltung genutzt wird, je mehr Kapazität dafür gebaut werden muss - desto mehr wird der Energieverbrauch dieser Netz-Infrastruktur zum Problem.

Greenpeace schätzt (2017), dass allein der deutsche Anteil der Internet-Infrastruktur 10 bis 15 Terawattstunden im Jahr beträgt (je nachdem, was man alles dazu zählt) - das sind bei durchschnittlicher Erzeugung 4,9 bis 7,3 Millionen Tonnen CO² im Jahr.

Netflix ist super!

Die Öffentlichen laufen bei uns so gut wie gar nicht, höchstens zur Fußball WM. Wir streamen hauptsächlich über Netflix und Amazon Prime. Ich möchte diese auch nicht mehr missen, es kostet zwar etwas, aber es lohnt sich für uns allemal.

Ich habe noch nie gestreamt.

Ich habe noch nie gestreamt. Wozu auch?
Das Zeug läd' man sich irgendwo runter, brennt es auf CD, fertig. Noch besser fand ich den Gang zur Videothek. Mal war der gewünschte Film nicht da, dann musste man sich überraschen lassen. Einige Filme hätte ich sonst nie gesehen.

Ein Manko hat das

Ein Manko hat das Streaming-TV aber meiner Meinung nach. Mit Blockbustern oder Anker-Sendungen zu bestimmten Zeiten (Tagesschau 20 Uhr und Film 20:15 Uhr) hat das klassische TV noch den Event-Charakter. Es gab noch Zeiten wo ganz DE auf die große Show am Samstag Abend oder dem Krimi am Sonntag Abend entgegen fieberte. Das ganze Leben orientierte sich noch an diesen Sendeterminen und die Leute hatten am Montag was zu erzählen. Was nützt es, wenn ich jeder Zeit und überall alles vor- und zurückspulen kann?! Natürlich hat da das klassische TV viel selbst kaputt gemacht. Serien in Dauerschleife zur besten Sendezeit selbst am Samstag ist einfach untragbar! Mittlerweile ist es ja so, dass man die wirklich interessanten Sendungen und Filme nur noch nach Mitternacht auf den Spartenkanälen zu sehen bekommt. Auf den sogenannten Hauptsendern ist das Niveau seit Jahren im Keller. Allen voran bei den privaten. Man braucht sich also über die Entwicklung nicht zu wundern...

@ Lenyat

Das ist aber jetzt eine sehr weit hergeholte These warum Streaming schlecht wäre.
Internet erzeugt zu viel CO2...

Mit der entsprechenden Infrastruktur (die wir in Deutschland durch politisches Versagen nicht haben) ist die Bandbreite für Streaming absolut zu vernachlässigen.

Streaming in HD benötigt etwa 3 GB/h das sind etwa 0,8 MB/s
Eine Handelsübliche Glasfaserleitung kann 8,8 Terabit/s übertragen das bedeutet, das mit einer Leitung etwa 1,4 Mio. Menschen gleichzeitig in HD streamen könnten.

Das bedeutet für Berlin wären 3 Glasfaserleitungen genug und man hätte Puffer... sie können davon ausgehen dass es mehr sind.

Und um ihren Hinweis auf die C=2 Bilanz ins rechte Licht zu rücken, selbst wenn sie den Ganzen tag streamen, hat das dafür genutzt Internet weniger CO2 produziert als der Transport eines Apfels zum Supermarkt.

Also

so dolle ist z.B. Netflix, Amazon oder das Streaming überhaupt, auch nicht.
Auf Folgen von irgendwelchen Serien, wenn sie neu sind, muss man auch warten, es sei denn die Serien sind alt bis uralt. Das Meiste ist in meinen Augen eh Müll.
Einziger Vorteil, keine Werbung, noch nicht!
Frech finde ich das man trotz Abo, dann plötzlich noch extra zahlen muss.
Und es werden immer mehr Streamingplattformen. Wenn man dann überall ein Abo haben muss weil alle etwas anderes interessantes zeigen, kann es erst recht, teuer werden.

@Einerer

Wenn ich alles auf CD brennen wollte, was wir streamen, dann bräuchten wir ein Zimmer nur für CDs :) Allein schon die ganzen Staffeln Star Trek könnten Regale füllen. Und viele Dinge schaut man auch nur einmal an, wozu dann brennen?

Wen interessiert Hollywood?

Das Traurige ist ja, dass bei den Ö/R und den privaten Sendern offensichtlich nicht die besten Köpfe arbeiten.
Denn sonst wäre man dort ja auf die Idee gekommen, gutes TV zu machen.
Den Ö/R ist stattdessen eingefallen, die schlechten Produktionen der Privaten noch schlechter zu kopieren.
Und das ist dann auch die ganze Auswahl auf dem TV-Markt.
Seltene Rosinen findet man nur noch im Nachtprogramm, wobei noch nicht einmal die eigenen Journalisten zusehen, da sie für Nachrichtensendungen zB Berichte abliefern, die mal irgendwann, mitten in der Nacht auf „Phoenix“, schon längst widerlegt wurden.

Netflix ist die Zukunft

Ich denke, es ist nur noch eine Frage der Zeit bis Netflix und Co das altbackene, lineare Fernsehen ersetzt. Immer weniger Menschen werden einsehen, warum man zu einer ganz bestimmten Zeit vor dem Fernseher hocken soll oder eine Woche warten muss bis die nächste Folge einer Serie läuft. Von der Qualität des TV-Programms mal ganz abgesehen...

Wahrscheinlich wird es dem klassischen Fernsehen bald so gehen wie einst dem Radio: vom Haupt-Unterhaltungs- und Informations-Medium wird es sich bald zu einem Nischendasein wandeln, das irgendwo im Hintergrund belanglosen Quatsch sendet.

Egal woher, Hauptsache gut.

Netflix produziert gute Serien und scheut sich da nicht, am Massengeschmack vorbeizugehen. Oder sollte der angebliche Massengeschmack garnicht der Weichspuelerfamilienabendwaschgang aus Hollywood sein sondern der, den Netflix anspricht? Egal, ist eh nur interessengeleitete Statisik, dieser angebliche Massengeschmack.

Mir gefaellt es.

Mortadella

Sie schauen zu viel fern.
Diese CDs sind ja auch im Umlauf gewesen. "Hast Du das schon,..?" und weg war das Ding. Das ist nicht besser, als Streamen, verursacht aber nur einmal traffic.

Wozu sollte man sich so einen Unsinn archivieren?

Ich habe seit ein paar

Ich habe seit ein paar Monaten Netflix abonniert und habe seitdem kein TV mehr angesehen.
Für 7,99 Euro/Monat kann ich so viel ansehen wie ich will und anders als bei Prime, ist das gesamte Programm ohne weitere Kosten. Und ich kann zeitnah wieder kündigen, wenn ich es mal nicht mehr haben will.
Ich muss keine Werbung ertragen, der Stream fängt genau da wieder an, wo ich aufgehört habe und ich kann auch offline gucken, wenn ich mir Filme/Serien runterlade.
Viele Serien wurden im TV schon eingestellt, weil sie nicht die Quote brachten, Netflix führt jetzt einige fort -wie z.B. Lucifer.
Inhalte von ÖR nutze ich auch, aber eben per App - denke das wird auch die Zukunft sein, das klassische TV hat seine besten Zeiten schon lange hinter sich.

@Einerer

Nein, ich schaue keineswegs zuviel fern :) an normalen Tagen EINE Folge Star Trek oder Ähnliches. Allerdings kann es auch mal vorkommen, dass ich einen ganzen Tag Serien gucke, wenn ich frei habe. Das ist Entspannung pur, warum soll ich mir das nicht gönnen?! Oder wir machen mal ein Wochenende Serien-Marathon, herrlich bei schlechtem Wetter und es kostet nicht viel.

Oscar ?

Bin sehr gespannt, wie lange das Hollywood Establishment es verhindern kann, dass eine Netflix Produktion einen Oscar bekommt. Letztlich ist doch die ganze Show um den Oscar nur dazu da, um alles weiter bei den alten Playern wie Disney zu belassen.

Bin seit etlichen Jahren

Bin seit etlichen Jahren zufriedener Pay TV Kunde gewesen, jetzt nutzen wir nur noch Amazon Prime und Netflix, ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr daran erinnern wann ich das letzte mal privat TV geschaut habe, ganz selten mal Ö/R. Die Zukunft liegt im streaming Diensten, keine meiner Kinder (eine ist erwachsen und werbefrei mit Pay TV aufgewachsen, der andere fast erwachsen) schaut normales TV. Das schöne an der Sache ist das es weltweit funktioniert, bin momentan wieder viel unterwegs und sei es in Japan oder Thailand, demnächst Finnland, ich kann netflix überall schauen.

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