Ihre Meinung zu: Salisbury: An Nowitschok-Behälter vergiftet?

9. Juli 2018 - 15:01 Uhr

Nach dem Todesfall durch Nowitschok sucht die britische Polizei nach der Vergiftungsquelle - dort, wo sich die Verstorbene und ihr Partner bevorzugt aufgehalten haben. Die Ermittler gehen einem Verdacht nach.

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Kommentare

Russischer Geheimdienst...

schafft es nicht mit eimem der tödlichsten Kampfstoffe einen unliebsamen Ex Agenten auszuschalten, aber am weggeworfenen Behälter findet eine tödliche Vergiftung statt. Klingt ziemlich unglaubwürdig, das konnten die Ostblock Geheimdienste vor 40 Jahren im Vorbeigehen - Stichwort Regenschirmmord.
Da spielt irgendwer mit ziemlich gefährlichen Sachen herum. Der russische Geheimdienst ist nicht so dämlich wie in den 007 Filmen.

Andere Quellen

Man wird den Verdacht nicht los, dass die nahegelegene britische Chemiewaffenfabrik ein Problem hat. Bekanntermaßen wurde wesentliche Teile dort 2015 privatisiert.

Was für ein Theaterstück

"Britische Medien berichteten, dass beide Drogenkonsumenten waren. Sie könnten ein Fläschchen oder eine Spritze mit Giftresten gefunden haben, das beim Attentat auf die Skripals verwendet wurde."

Fällt der britischen Presse wirklich nicht mehr ein? Da greift man sich doch an den Kopf wenn sich Junkies ein gefundenes Fläschchen mal so zum abkochen einverleiben und gefundene Spritzen stehen natürlich auch hoch im Kurs bei diesen "armen Seelen".
Die Deutung, es muss mit Russland und Spionen zu tun haben, soll und muss der Grund und das Motiv sein. Aus der Sicht der Briten verständlich. Alles andere würde eine Katastrophe für das Königreich und dem Westen bedeuten. Kollaborateure oder durchgedrehte Typen in den eigenen Reihen - wie sollte man das erklären. Also bleibt es bei der These Skripal und nötige der nötigen Assoziation.

Der örtliche

Der örtliche Parlamentsabgeordnete John Glen sagte der BBC, angesichts der Mordermittlungen seien viele Einwohner "beunruhigt". Das vergiftete Paar hätte "regelmäßig Abfallbehälter durchsucht" - möglicherweise seien sie dabei mit dem Gift in Kontakt gekommen.
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Wenn ich mich richtig erinnere liegt der Fall Skripal schon 4 Monate zurück, deshalb meine Frage - wie oft werden in GB Abfallbehälter geleert?

Welcher Behälter?

Schon nach der Vergiftung des Ex-Spion wurde das Gebiet großräumig abgesucht. Nach der neuen Vergiftung wurde abermals abgesucht.

Die offizielle Theorie schiebt noch immer den Russen die Schuld in die Schuhe. Wird ein professioneller Agent Spuren hinterlassen und die Vergiftungsquelle achtlos wegwerfen? Vollkommen undenkbar.

Wenige Kilometer vom Tatort entfernt befindet sich das britische Zentrum der Chemiwaffenforschung und -Entwicklung. Hier wurde das Gift identifiziert. Dazu muss die genaue Zusammensetzung bekannt sein. Wer diese kennt kann dieses Gift auch herstellen. Die Voraussetzungen sind in Porton Down gegeben.

Das Giftgaszentrum wurde 2015 privatisiert. Wurde ein Mitarbeiter bestochen, erpresst oder steht islamistischen Terroristen nahe? Wurde das Gift aus dem Zentrum geschmuggelt oder unabsichtlich verbreitet?

Die einseitige Ausrichtung auf einen Angriff des FSB ist durch politische Vorurteile motiviert und gefährdet die Bevölkerung.

Entsorgung?

Drogenabhängige brauchen oftmals Geld, haben manchmal weniger moralische Skrupel und wenn etwas schief geht, wer vermutet dann eine Verwicklung in die große Weltpolitik? Wer glaubt einem Junkie? Wer untersucht die Ware Todesursache? Auch hier in dem Fall ging man zunächst vielleicht sogar zu lange von einer Drogenvergiftung aus. Bei den Skripals kam man im Gegensatz erstaunlich schnell auf Novichok. Was ich damit sagen möchte: Neben einem zufälligen Unfall kommt auch eine aktivere Verwicklung in Betracht.

Es kann auch sein, dass die Beiden angeheuert würden, eine Spur zu legen oder dass man über sie das Beweismittel entsorgen wollte.

Wie dem auch sei, ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ein staatlicher Akteur, der das Zeug sicher herstellen, verwahren und vernichten kann, es so dilletantisch und hochgradig riskant entsorgt, wo es zufällig von Drogenabhängigen gefunden wird. Also kommt ggf. wahrscheinlicher eine Aktion einer organisierten krimminellen Gruppierung in Betracht.

Liebe Tagesschau

wieder nix als nur Vermutungen.
Aber tatsache ist, dass Sergej Skripal und seine Tochter in die USA gebracht wurden um sie in das US-Amerikanische Zeugenschutzprogramm aufzunehmen.
Wenn dies geschehen ist, dann wird es schwer werden mit der Aufklärung - denn Sergej Skripal und seine Tochter kann dann nicht mehr befragt werden.
Auch sollte man hinterfragen, wieso sich Sergej Skripal in dieser Region nieder gelassen hat - schliesslich hat er ja Proben des Nervengiftes der NATO ausgehändigt und dann kauft er ein Haus in einer Stadt unweit des größten Chemiewaffenlabors in England?
Auch Zufall?
Weiterhin könnte man durchaus auch die Frage stellen, mit was sich Sergej Skripal in den letzten Jahren seinen Lebensunterhalt verdient hat.
All diese Fragen werden wohl nie beantwortet werden.

Im Fall des mit Nowitschok

Im Fall des mit Nowitschok vergifteten britischen Paares geht die Polizei davon aus, dass die beiden einen Behälter mit dem Nervengift berührt haben müssen.
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Jeder der auch nur einen Hauch Ahnung von Chemie hat, weiß dass ein Gas sich unmöglich 4 Monate lang draußen halten kann

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