Ihre Meinung zu: Unionspolitiker: "Transitzentren sind keine Gefängnisse"

4. Juli 2018 - 4:29 Uhr

Die Union verteidigt ihre Einigung im Asylstreit: Transitzentren seien keine Gefängnisse, so CSU-Politiker Mayer. Raus dürfe aber niemand. Pro Asyl hatte zuvor von "Haftlagern im Niemandsland" gesprochen.

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Transitzentren als Haftlager

Transitzentren als Haftlager zu bezeichnen, ist unsachlich.
Flüchtlingslager in anderen Gegenden der Welt, sind ja wohl auch keine Haftlager.
Wenn es den Menschen dort freisteht zurückzureisen, woher sie kamen, kann man auch nicht wirklich davon reden, keiner dürfe "raus".
Raus darf man schon, nur nicht vorwärts, in angedachter Reiserichtung.

Wer diese Einrichtungen, wie auch immer dann genannt, mit den Vernichtungslagern des 3. Reichs vergleicht(wie ich dieser Tage oft lesen musste), betreibt übelste Polemik und relativiert gleichzeitig die Verbrechen des Holocaust.

Je nach politisch gefärbter Schätzung wünschen laut Studien dutzende bis hunderte Millionen Menschen alleine aus Afrika nach Europa zu migrieren, so sie die Möglichkeit hätten
Alleine ohne den kommenden Geburtenüberschuss, ist das viel mehr, als Europa jemals existenziell schadenlos absorbieren könnte.

Ein weiter so wird den Riss, der durch Europa geht gravierend, vergrößern...

Kein Gefängnis, aber ein Gefangenenlager...

... denn das ist so ziemlich der Unterschied. Nur, weil es keine Zellen gibt, bleibt es dennoch eine totale Institution, in der die persönlichen Freiheiten maßgeblich eingeschränkt werden.

Die "Rückführung" der Flüchtlinge in die Länder, in die sie einst eingereist sind, kann nicht das Ziel der Maßnahme sein - es sei denn, wir wollen Italien noch mehr dazu zwingen, seine Häfen dicht zu machen.

Die menschenverachtende Politik Italiens, die lieber die Menschen ertrinken oder verhungern sehen möchte, hat ihren Ursprung genau hier: Würde Italien die Menschen anlanden lassen, hat Italien sie auch dauerhaft "an der Backe", während Deutschland, umzingelt von sicheren Drittstaaten, sich in's Fäustchen lacht.

Die Dublin-Regulierung ist daher das Problem und in ihrem Kern Anti-Europäisch, weil sie Spanien, Italien und Griechenland mit der Problematik weitestgehend alleine lässt. Eine gerechte Verteilung aller Flüchtlinge muss her - egal, in welchem Land sie Europa zuerst betreten haben!

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